Die CSU hat gestern ihre absolute Mehrheit in Bayern verloren, eine Katastrophe mit bundesweiten Auswirkungen, die von den politischen Gegnern schadenfroh als Ende des bayrischen Absolutismus bejubelt und gefeiert wird, sogar von denen, die selber Verluste einstecken mussten.

Der SPD Parteivorsitzende Frank-Walter Steinmeier sagte heute trotz des neuen historischen Tiefstands für die bayrischen Sozialdemokraten:

„Wir haben toll gekämpft. Das war ein schöner Wahlabend gestern.“

Hauptsache also, der CSU ging es so richtig an den Kragen. Ein Debakel durch das sich die Linksparteien auch bundesweit wichtige Mandate erhoffen. Mit wem kann die stärkste Kraft in Bayern in dieser Lage koalieren?

Noch nie zuvor hatte die CSU bei Landtagswahlen mehr als drei Prozentpunkte verloren. Nach der schmerzlichen Niederlage, an der sich Linke und Medien weiden, muss sie zum ersten Mal nach 46 Jahren nach Partnern suchen, um weiterhin regieren zu können. Gemeinsam mit den Liberalen käme die CSU auf 108 Sitze mit den Freien Wählern auf 113. Möglich wäre auch eine große Koalition mit der SPD. Trotz erfolgreicher Wirtschafts-, Finanz-, Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik, hat die CSU die Wählergunst verloren und muss jetzt versuchen, von allen Übeln das geringste zu wählen.

FDP-Generalsekretär Dirk Niebel möchte seine Partei um jeden Preis mit an der Macht sehen und feiert das gestrige Debakel als Sieg. Es sagte heute:

„Hauptziel war der Wiedereinzug in den Landtag“.

Niebel erhofft sich von der neuen Regierung in Bayern auch eine bundespolitische Signalwirkung zugunsten der FDP.

„Wenn es in Bayern für Schwarz-Gelb reicht, dann reicht es überall. Wir regieren in Baden-Württemberg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen sehr gut mit der Union.“ Wenn Bayern hinzukäme, könnte die FDP über die Bundesratsschiene „den größten Unfug dieser großen Koalition verhindern“.

Die Freien Wähler würden an sich auch gern mit der CSU regieren, knüpfen jedoch eine Koalition an bildungspolitische Bedingungen. Landeschef Hubert Aiwanger sagte, das letzte Kindergartenjahr müsste kostenlos sein, außerdem sollen Studiengebühren abgeschafft werden. Die Freien Wähler führen Gespräche mit der CSU, aber außerdem auch noch mit der SPD, der FDP und den Grünen.

So oder so betrifft die bayrische Katastrophe ganz Deutschland. Die fehlenden Stimmen der CSU könnten der CDU bei der Bundestagswahl 2009 empfindlich schaden, und wie sehen dann die Alternativen aus?

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88 KOMMENTARE

  1. In Deutschland fehlt die wählbare Alternative rechts der CDU. Ich sehe da für die Zukunft leider schwarz. Alle Parteien die gegründet werden, werden sofort von der linken Presse kaputtgeschrieben. Die etablierten Parteien unterstützen das Ganze auch noch wegen der Angst um „ihre“ Wählerstimmen. Es gibt ein riesiges Potential bei den Nichtwählern. Die Frage ist: Wann kommen in Deutschland Leute wie Haider oder Strache, die sich nicht gleich fertig machen lassen und am Ball bleiben?

  2. Die CSU ist inzwischen auch auf dem langen Marsch nach Links und dazu das Führungsduo Waldorf und Stadler – dafür sind 43% gar nicht einmal so schlecht.

  3. Wenn die CSU mit den Grünen koaliert, dann steht dem Bau weiterer Kohlekraftwerke nichts mehr im Weg. In Hamburg hat das doch auch funktioniert.

  4. Das dumme Gelache der Nahles ging mir gestern Abend auf den Wecker. Die hat den Schuss doch auch nicht gehört. Die wollte unbedingt Ihr schlechtestes Ergebnis das sie je hatten, noch als Sieg verkaufen und keiner hat Ihr mal richtig die Meinung gegeigt.

  5. Wenn man die Gewinne von FDP und Freien Wählern zu denen der CSU zurechnet, kommt man weider auf die 60%, die damit nur im bürgerlichen Lager anders verteilt wurden. Die linken Parteien haben nicht zugelegt und zum Glück ist die Linke drau0en geblieben.

  6. Man muss ehrlich sein: Die CSU wurde für den schwarzen Filz abgestraft. Es gab und gibt zwar keine Wechselstimmung, aber ein Denkzettel musste wohl sein. Das die Bayern von allen Ländern am besten regiert wurden, hat dann auch nichts mehr genützt.

    Die freien Wähler sind nichts anderes als enttäuschte CSUler (z.B. Pauli oder Streibl), die vermutlich zu 90% bei einer Bundestagswahl CSU wählen werden. Bundespolitisch ändert sich nichts, das bürgerliche Lager hat weiterhin 60%. Ohne freie Wähler hätte die Union ohne Probleme das Ziel 50+x geschaffft.

    Gut ist, dass das linke Lager weiterhin bei 30-35% rumkrebst. Das wird sich in Bayern auch nicht ändern, weil die Bayern garantiert keine norddeutschen Verhältnisse (Arbeitslosigkeit, Migrantengewalt, Bildungslosigkeit) haben wollen.

    Die Reps waren früher mal schön stark in Bayern. Eine Koalition CSU/Reps wäre ideal (aber nicht möglich), es wird wohl CSU/FDP. Schade, eine schwarz-blaue Koalition hätte mal was…..

    In der Union hat der Streit zwischen konservativen Landwählern und liberalen Stadtwählern gerade erst begonnen. Ich als konservativer Landwähler habe bereits die Konsequenzen gezogen und bin aus der CDU ausgetreten.

  7. Nahles gestern bei Anne Will war wirklich eine Zumutung.
    Einfach lächerlich wie 18% als Sieg verkauft werden…Volksverdummung pur…Stiegler hat sogar behauptet, dass das neue Führungsduo Münte/Steinbrück für das tolle Ergebniss geholfen hat…

    Wie man bei 18& jubeln kann (hauptsache der gegner hat auch verloren !?) ist mir ein Rätsel.

    Die Stimmen der CSU sind halt bei den Liberalen gelandet von daher nicht so schlimm. Hauptsache die Kommunisten sind nicht drin.

    Das dumme Gesabbel der SPD und Rot-Presse ist völlig übertrieben

  8. Das Wahlergebnis der Linken in Bayern verwundert nicht, wenn man sich das hier durchliest:
    http://www.abgeordnetenwatch.de/wiedereinfuehrung_der_pendlerpauschale_antrag_die_linke-636-153.html

    Ich sehe das positiv. Die Bayern haben jahrzehntelang aus Lethargie und Bequemlichkeit ihr Kreuz bei der CSU gemacht. Nun begannen sie nachzudenken.
    Der hohe Anteil der Nichtwähler zeigt das große Potential für eine neue Partei. Allerdings fehlt hier unbedingt ein charismatischer Politiker der sie verkörpert.

  9. ein fatales wahlergebnis für bayern und deutschland…auch da schönreden mit fdp und freie wähler wären es wieder 60% hilft nicht, die hatten vor 5 jahren jeweils 4,5 % also in der summe mit csu 70% der stimmen…es fehlt eine neue partei eine partei die keine angst hat übel und wurzel zu nennen…

  10. #1 Schoensessel
    In Deutschland fehlt die wählbare Alternative rechts der CDU. Ich sehe da für die Zukunft leider schwarz. “

    Leider, denn ich schätze die Lücke rechts von der CDU mittlerweile bei min. 20-25%. Die CDU hat doch nicht mehr das geringste mit der CDU früherer Zeiten zutun. Die CDU ist heute rechter Flügel der SPD. Die CDU wird doch nur noch als kleineres Übel gewählt, aber nicht aus Überzeugung. In Brandenburg ist die CDU am Wochenende in der 19% Bedeutungslosigkeit verschwunden.

  11. Nahles bei Will und die Roth heute auf Phoenix- diese Figuren sagen alles über den Zustand unseres Landes…

  12. Ja so kommt es, wenn Parteistrategen auf die linken Stimmen schielen und auf ihre Stammwähler wie auf Stimmvieh arrogant von oben herab nicht mal mehr anguckt.

    Weg mit Frau Merkel und Konsorten. Die bringen der Union nur Verluste.

  13. Ich kann diese Untergangsprophezeihungen auf die CSU nicht verstehen. Die Wähler wollten doch keine grundsätzlich andere Politikrichtung. Deswegen hat die CSU praktisch keine Stimmen an Rot-Rot-Grün verloren, sondern hauptsächlich an die FDP und die FW. Ich glaube, daß besonders das strikte Rauchverbot für Unzufriedenheit gesort hat und man der CSU halt mal einen Denkzettel verpassen wollte.
    Was spricht dagegen, daß die CSU bei den nächsten Wahlen wieder die 50% + x holt, wenn sich die Partei ohne Selbstzerfleischung neuordnet.

  14. #6 Sauerlaender

    In der Union hat der Streit zwischen konservativen Landwählern und liberalen Stadtwählern gerade erst begonnen. “

    http://www.pi-news.net/2008/08/ohne-worte-5/

    Die CDU wird zwischen islamkonformer Klientelpolitik und den Interessen der AltWähler zerrieben. Die meisten AltCDUWähler haben nur noch nicht bemerkt, wie sich die CDU ganz im stillen in den letzten gut 15 Jahren verändert hat. Wenn diese Wähler erst einmal den Linksrutsch bemerken bricht die CDU durch 30% Hürde. Ich kann mir nicht vorstellen, dass z.B. die kölner Schramma-CDU noch ein Bein auf die Erde bekommt bei der Kommunalwahl im nächsten Jahr.

  15. Bei der SPD ist auf jeden Fall der komplette Realitätsverlust eingetreten. Das schlechtest Ergebnis seit 1945 wird von Steinmeier und Anhängerschaft mit Jubeln und wildem Applaus gefeiert.
    Reif für die Anstalt, die Truppe. Steinmeier for Zwangsjacke 🙂
    Das Maget jetzt Ministerpräsident werden will, zeugt auch nicht gerade von kompletter Zurechnungsfähigkeit.

    Wenigstens ist in Berlin alles wie gewohnt: Seeheimer Steinbrück faselt vom Sparen und vom „ausgeglichenen Bundeshaushalt“ und vernichtet nebenbei mal eben in 24 Stunden 35 Mrd Steuergelder für die parasitären Bankmanager und ihre Spielcasino-Fantasien.
    OK, mal abwarten, wo das Geld wieder eingespart werden soll…

  16. #14 Highroller

    Was spricht dagegen, daß die CSU bei den nächsten Wahlen wieder die 50% + x holt, wenn sich die Partei ohne Selbstzerfleischung neuordnet.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Irrealis

    Die CSU wird sich selbst zerfleischen und bei diesem Prozeß werden wahrscheinlich rote Socken wie Horst Seehofer nach oben gespült. Und ob das die CSU zurück zu alter Stärke bringt, wage ich doch stark zu bezweifeln.

  17. Ich stimme vielen vorherigen Schreibern zu. Österreich zeigt ganz klar, dass mit profilierten islamrealistischen Parteien eine linke Mehrheit verhindert werden kann.

    Vielleicht geht ja 2009 von NRW aus eine neue Partei ins Rennen.

  18. ich wunder mich über gar nichts mehr.Da bringt eine Partei laut Zahlen ein recht passables Ergebniss , egal ob Arbeitslosigkeit oder Pisa und was macht das Volk ?? Links wählen oder nicht hingehen. Versteh einer die Welt.
    Es erschreckt mich das es so viele “ DUMME “ Bayern gibt welche Grün wählen . Alles andere läst sich ja vieleicht erklären.

  19. Wir brauchen UNBEDINGT rechte Parteien vom Typus FPÖ oder Pro-Deutschland. Rechts der LinksCDU. @Schönsessel hat RECHT! Hoffentlich kommt bald mal ein profilierter deutscher Haider oder Strache!

  20. #16 realityreloaded (29. Sep 2008 17:07)
    „OK, mal abwarten, wo das Geld wieder eingespart werden soll…“

    Ich würde vorschlagen bei den HartzIV- und Kindergeld-Zahlungen an Migranten.
    Halt! Das wäre ja sinnvoll…

  21. Zu dem bürgerlichen Lager gehört auch die Bayernpartei. Die hatten mit 1,1% ihr bestes Ergebnis seit 1970.

  22. Die SPD und die Kommunisten haben keinen Anlaß zum Jubeln. Sie haben auf breiter Front verloren. Der bayrische Wähler hat ihnen die Rote Karte gezeigt. Die SPD liegt weiterhin auf dem Sterbebett, die Kommunisten werden im Freistaat verachtet.

    Die nächste Bundestagswahl wird die gewohnten überdimensionalen Ergebnisse für die CSU bringen. Denn der Block der Wählergemeinschaften mit über 10% wird dann geschlossen für die CSU stimmen.

    Bayerns Himmel bleibt weiß-blau und die CSU der bestimmende Faktor.

    Wer was anderes sagt, ist kein Schelm, sondern einer, der sich die Realität zurecht reden will.

    Und jetzt auf die Wiesn.

    Oans, zwoa, gsuffa !

    Das ist unser Bayern. Mir san mir ! Do schaugst !

  23. #3 Unbeschnitten

    Wenn die CSU mit den Grünen koaliert, dann steht dem Bau weiterer Kohlekraftwerke nichts mehr im Weg. In Hamburg hat das doch auch funktioniert.

    Genau. Und den Transrapid muss dann wohl der grüne Sepp auch abnicken, so wie die Haiduk in Hamburg Moorburg, wo sie auch der laut Kritikern umweltschädlichen Elbvertiefung tatenlos zusahen. Von wegen „grüne Politik“. Eine Lachnummer. Die Grünen könnten dann ihre konstruktive Mitarbeit in der bayerischen Regierung zumindest insoweit beweisen, indem sie dort wie in Hamburg das Schulsystem kaputtreformieren und danach die Bahn frei machen für linksextremistische Gewalt auf den Straßen. Nach Hamburg sollte eigentlich nun auch München fällig sein.

    Also – auf gehts, nach dem Motto: Was macht eigentlich grüne Politk? – kein Mensch weiß das, aber hauptsache, sie ist bunt!

  24. Das war ein großer Sieg für die Freiheit. Herzlichen Glückwunsch an Martin Zeil und die FDP. Bayern hat den Siegeszug der roten Sozialisten gestoppt und den schwarzen und roten Sozialdemokraten ihre Grenzen gezeigt! Weiter so!

  25. #7 Der_Hinweiser

    Nahles gestern bei Anne Will war wirklich eine Zumutung. Einfach lächerlich wie 18% als Sieg verkauft werden.

    Die SPD ist dieser Tage eine totale Zumutung. Nicht allein aufgrund ihrer indiskutablen Wahlergebnisse, sondern auch aufgrund ihres asozialen Verhaltens. Da fährt man eine Wahlniederlage mit dramatischen Minusprozenten nach der anderen ein – aber sie treten strahlend vor die Kamera und freuen sich diebisch über die Verluste auf Seiten ihrer eigenen Koalitionspartner – man vergißt manchmal, daß auch die CSU in der Großen Koalition im Bund mitregiert, und somit Koalitionspartner auch der SPD ist.

    Für mich haben die SPD-Funktionäre derzeit allesamt ihren Verstand verloren. Aber eine derartige hämische und destruktive Einstellung wird sich nicht auszahlen. Das Projekt 18 für 2009 ist mittlerweile fast schon naheliegend.

  26. Wieso die Aufregung, passt doch alles sehr gut: Die linke Neid-Politik wurde noch durch einen guten Schuss Schadenfreude gewürzt.

  27. Diese unsägliche Pauli. Sind die Bayern auch schon so verblödet wie wir hier in NRW? Die wählen eine Prostituierte. Prostitution meint nichts anderes als das „sich zur Schau stellen“. Jetzt ist sogar noch die beste Möglichkeit eine Koalition mit der von Schwulen und Mohammedanern unterwanderten FDP. Das ist einfach unfassbar. Mit Stoiber wäre die CSU CSU geblieben und fertig.

  28. So arrogant, wie sich die CSU hier (ich komme selbst aus Oberbayern) aufgeführt hat, war dieser Denkzettel überfällig. Mal ganz zu schweigen von dieser Freunderlwirtschaft, die sich immer weiter ausgebreitet hat, oder all den dubiosen Pleiten von Kirch bis zur Landesbank, wo dann immer irgendein Sündenbock gefunden wurde, ohne daß sich wirklich mal was geändert hätte.

    Da wurde völlig überhastet das G8-Gymnasium eingeführt, ohne daß Lehrpläne oder Gebäude (!) vorhanden gewesen wären. Da soll ein Gymnasium eine Ganztagsversorgung sicherstellen, aber die entsprechenden Räume kommen erst in einigen Jahren. Da wurde querbeet soviel gekürzt, vom Sportverein bis zum Trachtenverein, daß die CSU praktisch alle gegen sich aufgebracht hat.

    Bei uns im Landkreis wurde ein guter junger CSU-Politiker vom örtlichen Kreisvorsitzenden herausgeekelt, wechselte dann zu den Freien Wählern und wurde zum Landrat gewählt. Und der Kreisvorsitzende verstieg sich vor der Wahl noch zu der Behauptung, der „Kommunismus“ drohe, wenn mal nicht die CSU gewählt werde… da hatte dann auch der treueste CSU-Wähler genug und machte diesmal sein Kreuz bei der FDP oder den Freien Wählern.

    Wo soll da das Problem sein? FDP und FW halte ich für sehr vernünftige Parteien, und der CSU tut es verdammt gut, auch mal wieder zuhören zu lernen. Wenn schon nicht den Bürgern, dann dem künftigen Koalitionspartner.

  29. Wir sollten uns nicht zu sehr aufregen: Bayern ist in der BRD-Normalität angekommen.Leider gibt es nur die FDP und nicht eine FPÖ in Bayern, aber besser als nix. Wenn auch die CDU mittlerweile die beste SPD allerzeiten ist, die schwachsinnig grinsend in den Untergang – Projekt 18- geht, die CSU wird etwas „spezifisch Anderes“ bleiben, unabhängig von Fehlern wie der Raucherpolitik, Transrapid, Bankenkrise, Pendlerpauschale…..das gibt es in der Rest-BRD auch.

  30. Vorläufiges amtliches Endergebnis der Landtagswahl vom 28. September 2008 inklusive der kleinen Parteien:

    CSU 43,4 % (?17,3 %)
    SPD 18,6 % (?1,0 %)
    FW 10,2 % (+6,2 %)
    Grüne 9,4 % (+1,7 %)
    FDP 8,0 % (+5,4 %)
    Linke 4,3 % (+4,3 %)
    ÖDP 2,0 % (+0,0 %)
    REP 1,4 % (?0,9 %)
    NPD 1,2 % (+1,2 %)
    BP 1,1 % (+0,3 %)
    Sonstige 0,4 %

    Sieht so aus, als hätte die NPD die meisten Wähler der REP übernommen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Landtagswahl_in_Bayern_2008

  31. Seit Köln wissen wir, dass um nichts in der Welt eine Partei rechts der CDU zu sehen sein darf. Es darf keine Alternative zum establishment geben. Daher wird sie mit ALLEN MITTELN weggefegt. Da es in Bayern keine (lohnende) Alternative gibt, hat man FW gewählt. In Österreich ist man da schon Lichtjahre weiter: Es gibt gar zwei(!!!) Alternativen: FPÖ und BZÖ. Davon träumen wir noch. Und davon albträumen unsere Volksverräter!

    Was wir brauchen ist ein Strache und ein Haider. Dann würds rund gehen!
    Denn die würden auch hier an die 30% schaffen! Wetten?!

    Wenn dem nicht so wäre, wären die Linken nicht so spaßfrei verkrampft…

  32. Die Bayernpartei konnte auch ordentlich zulegen. Das ist eine wirklich wertkonservative Heimatpartei. Sehr lobenswert. Ihr größtes Feinbild: Natürlich Die Gürken, die sich in Bayern mit besonders fortschrittlichen Reformen beworben haben:

    Die Grünen haben ihre Maske fallen lassen

    Die Grünen wollen alle religiösen Symbole aus unseren Schulen verbannen. Das haben vor 67 Jahren auch die Nazis, damals auf dem Höhepunkt ihrer Macht, versucht und sind – Gott sei’s gedankt – am Widerstand unserer Bevölkerung, insbesondere an den Müttern, deren Männer an der Front standen, gescheitert.

    Jetzt haben die Grünen in Bayern ihre Maske fallen lassen und gezeigt, wes Geistes Kind sie sind. Sie wandeln – zumindest im Ergebnis – auf den Spuren der Nazis. Eine Claudia Roth hat manchen ja immer schon a bissl an eine fanatische BDM-Führerin erinnert.

    http://landesverband.bayernpartei.de/?p=219

    Ich finde, am fanatischen Atheismus der Grünen kann man deren kommunistisches Gesicht am besten erkennen. Die größte Täuschung sind ja die Farbe Grün und die Blumen im Logo. Ein super PR-Schachzug für die totale Verblendung und Irreführung.

  33. Gestern am Abgrund, heute einen Schritt weiter

    Also ich meine, das Wahlergebnis in Bayern ist politisch sehr klug.

    1. Die Kommunisten (Linkspartei) müssen draußen bleiben! Die schleichende Machtübernahme durch den fanatischen Linksextremismus scheint zumindest in Bayern noch nicht so weit fortgeschritten zu sein.

    2. Die CSU hat einen harten Denkzettel verpaßt bekommen. Und das ist gut so. Denn nach jahrzehntelanger Alleinherrschaft einer Partei ist es in der Demokratie immer heilsam, wenn die Macht zumindest mit einer anderen Partei geteilt werden muß.

    3. Die Wähler haben der CSU zwar diesen Denkzettel verpaßt, die Stimmen wanderten aber zu Parteien, die der CSU nahe stehen (FDP,FW). Die völlig überflüssige und nutzlose SPD hat davon nichts abbekommen. Gut so!

    4. Was die Grünen betrifft: Ich nehme an, das Thema Gentechnik in der Landwirtschaft könnte den Grünen viele Stimmen beschert haben.
    Denn soweit ich weiß, mögen die Bayern keine Genpflanzen auf den Feldern. Wem dieses Thema wichtig ist, der hat sicher grün gewählt. Kann ich sogar verstehen, wenn man auf dem Land wohnt und vom Muselterror in den großen Städten noch nie was mitbekommen hat. Wer im Paradies lebt, kann sich die Hölle halt nur schwer vorstellen!

    Aber mit unter 10% können die Grünen, diese Landesverräter, die am liebsten alle Kreuze zerschlagen und stattdessen an jedem Eck zehn Moscheen bauen würden, zum Glück keinen Schaden anrichten!

    5. Es wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine stabile CSU/FDP-Regierung für volle fünf Jahre in Bayern geben.
    Ein Ergebnis also, mit dem wir zufrieden sein können.

  34. großer gewinner ist der nichtwähler . also diejenigen die wissen, dass es egal ist welche partei gerade das sagen hat. am ende ist eh der produktive, der nicht vom staat subventionierte bürger – der der den reichtum des wohlfahrtstaats generiert-, der dumme. da er für die umverteilung- und geldverbrennungspolitik der parteien blutet.
    die bald nicht mehr bezahlbare energiepreise, öffnet vielen langsam die augen. da er mitbekommt, dass der staatsanteil an jeglicher energie von locker 80% steuern und abgaben einfach nur betrug am bürger darstellt. dito sein arbeitsentgelt – was ja auch nur zum sehr geringen teil ausbezahlt wird (20% – 30%).

    wer mit wen, warum und wie koaliert in bayern und anders wo ist unter diesen gesichtspunkten betrachte egal…
    … es wird so oder so teuer für den bürger.
    wetten das?

  35. „Sie wandeln – zumindest im Ergebnis – auf den Spuren der Nazis“

    Das ist ja wohl bizarrer Nonsens. Ich bin selber konfessionslos und würde mich sehr freuen, wenn endlich die Kruzifixe aus unseren bayerischen Klassenzimmern verschwinden würden.

    Kann sein, daß im Dritten Reich in Bayern das Abhängen der Kreuze verhindert wurde – im übrigen war aber München nicht zufällig die Hauptstadt der Bewegung, Ort des Kapp-Putsches bzw. Sitz der NSDAP und Nürnberg die Stadt der Reichsparteitage. Das hatte schon seinen Grund, und der war eine besonders hohe Zustimmung zu NS-Gedankengut schon zu Weimarer Zeiten.

    Man muß die Realität schon sehr zurechtlügen, um zu so einer Schlußfolgerung zu kommen.

  36. Das Ergebniss ist OK. Die Menschen haben gezeigt das zwar auf der richtigen Seite sind aber deutlich gemacht kein Stimmvieh zu sein !
    Sonst hätte das einen Linksruck gegeben und den wollen bis auf ein paar politisch Behinderte zum Glück keiner .

  37. @#39 Saudadegostosa:

    Also aus egoistischen Motiven würden sie es sich wünschen, dass das Symbol des kulturellen Fundaments Bayern aus den Klassenräumen verschwindet?

    Übrigens, der Kapp-Putsch fand in Berlin statt, sie meinen wahrscheinlich den Hitler-Ludendorff-Putsch.

  38. „Ich finde, am fanatischen Atheismus der Grünen kann man deren kommunistisches Gesicht am besten erkennen. Die größte Täuschung sind ja die Farbe Grün und die Blumen im Logo. Ein super PR-Schachzug für die totale Verblendung und Irreführung.“ Meister Eder

    Sehr richtig. Was will man auch von einer Partei erwarten, die die Natur anbetet und ihren Schöpfer verabscheut.

  39. Steinschleimer übergelaufen??

    Bayern: Die Sozis fahren die größte Schlappe der Nachkriegszeit (!!) ein,
    und in österreich strahlen EU-und islamisierungsskeptische Europäer,
    von den jungen, intelligenten, gut ausgebildeten ÖSTERREICHERN UND MIGRANTEN gewählt.

    Steinschleimer: „Das war ein schöner Wahlabend gestern.”

    Ich: VOLLE ZUSTIMMUNG! 🙂

  40. „im übrigen war aber München nicht zufällig die Hauptstadt der Bewegung“ #39 Saudadegostosa

    Deswegen konnte Eisner auch die Münchner Räterepublik gründen u. den Anarchisten Landauer damit beauftragen „durch rednerische Betätigung an der Umbildung der Seelen mit[zu]arbeiten“, nicht wahr?

  41. Endlich haben die Wähler mal gezeigt, dass es eben kein „Stimmvieh“ ist.

    Viel schlimmer wäre es gewesen, hätte sich kaum etwas geändert !

  42. Schade daß dieses Ergebnis nicht FJS erlebt hat, das wäre die gerechte Strafe für seine „Geschäfte“ und Kredit für die Ostzone gewesen.

    Dumm ist nur daß es wie in Dtl auch in Bayern keine richtige Alternative gibt wie es in Östreich mit BZÖ oder FPÖ der Fall ist.

    Die Bayernpartei denkt zu sehr landesbezogen und nicht deutschlandweit. Allerdings hat sie im Gegensatz zu anderen konservativen Parteien die richtige Einstellung zur Atomenergie.

  43. Ich denke auch, dass die Stimmverluste der CSU mehr eine Chance als ein Desaster sind. Die CSU muss innehalten und sich auf die alten Werte besinnen und diese dann artikulieren und attraktiv gestalten.

  44. Der Maget gestern im tv schien voll auf Droge gewesen zu sein und der Steinschleimer versuchte auf Krampf, den Schröder zu machen.
    Totales Kaspertheater der SPD. Da fahren sie eine krachende Niederlage ein und faseln von Regierungsbildung in 4er-Koalition. Totale Realitätsverweigerung! Wenn das so anhält, kann man hoffen.

  45. – gut die hälfte der verlorengegangenen prozentpunkte hat herr stoiber zu verantworten. er hat huber/beckstein teilweise „verbrannte erde“ hinterlassen. die überstürzte gymnasialreform (g8), büchergeld, transrapid, das theater um fr.pauli…schon lange vor h/b hat die csu kein gutes bild mehr abgegeben.

    – bayern bleibt konservativ/bürgerlich. das bürgerliche lager kommt insgesamt immer noch auf 60%….und das ist gut so.

    – die spd jubelt…darüber, dass aus diesem wahlabend höchstwahrscheinlich die fdp als koalitionspartner einer neuen regierung hervorgeht…offenbar erwartet man sich durch die regierungsbeteiligung der liberalen ein sozialeres bayern…

    traumdieb

  46. Ich finde es gut, dass die CDU/CSU mal für ihr EWIGES rechts blinken und dann doch links abbiegen bestraft worden ist. Leider konnten „rechte“ Parteien davon nicht profitieren. Als sehr gut ist die Wahlniederlage der Alt-SED zu bezeichnen.

  47. Sorry. Ist der gekauft? Hat der Hirndurchfall? Ist der Riss in der Tasse schon durch oder ist die Sonne in Teilen Israels einfach zu heiß? Nazi-Nahe Elemente, Holocausl leugnen… Da bleibt einem die Spucke weg, was soll man dazu noch sagen?

    „Israel verfolgt Entwicklung „sehr aufmerksam“

    Israel zeigte sich sehr besorgt über den Rechtsruck. „Es beschäftigt Israel, wenn Gruppen oder Bewegungen, die Fremdenfeindlichkeit fördern, den Holocaust leugnen und Freunde von Nazi-nahen Elementen werden, Unterstützung bei Wahlen erhalten“, sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Jerusalem. Auf die Frage, ob Israel seinen Botschafter abberufen werde, falls die beiden Rechtsparteien FPÖ und BZÖ in die Regierung einträten, sagte er: „Es ist noch zu früh, Voraussagen für die Politik in Österreich und den daraus folgenden Schritten Israels zu machen. Wir verfolgen die Entwicklung sehr aufmerksam.“

    http://www.focus.de/politik/ausland/oesterreich-rechte-wollen-mitregieren_aid_337008.html

  48. Die CSU hat m.E. die Quittung dafür erhalten, daß sie sich mittlerweile wie ihre große Schwester CDU als „Partei der Mitte“ definiert!
    Mit ihrem Abschied von einst klar rechtskonservativen Positionen, ihrem dümmlichen Engagement im sog. „Kampf gegen Rechts“, der Aufgabe sozialpolitischer Kompetenz zugunsten eines wirtschaftsliberalen „Zeitgeistes“ und dem Verlust der einst so einzigartigen Volksnähe haben die Altvorderen der CSU ein Wahldesaster heraufbeschworen, das seinesgleichen sucht.
    Wie heißt es doch so schön:
    „Hochmut kommt vor dem Fall“!!!

  49. Auch ich muss sagen, dass ich das Wahlergebnis in Bayern so negativ nicht sehe. Alles in allem hat die CSU ja keine schlechte politische Bilanz vorzuweisen (niedrige Arbeitslosigkeit, niedrige Verschuldung, niedrige Kriminalitätsrate, etc.), auf der anderen Seite führt eine jahrelange Alleinherrschaft in den meisten Fällen eben zu einem gewissen Filz, und der ist, wenn man es nüchtern betrachtet, leider auch in der CSU hier und da zu beobachten. Insofern ist es vielleicht gar nicht so schlecht, wenn die CSU eine Koalition mit den Liberalen eingeht. Sie hätte dann in meinen Augen sogar die Chance, ihr konservatives Profil wieder zu schärfen, während sie der FDP ja durchaus die Wirtschaftspolitik überlassen kann. Wichtig war, dass das linke Lager (SPD, Grüne, Kommunisten) nicht zugelegt hat, und ganz wichtig war, dass die SED-Gedächtnispartei nicht in den Landtag eingezogen ist. Ich hätte zwar auch nichts gegen eine absolute Mehrheit der CSU gehabt, es gab aber schon Wahlergebnisse, über die ich mich schon mehr geärgert habe.

  50. Maget’s Auftritt gestern war noch besser als der von Gasprom-Gerd nach der Bundestagswahl 2005.

    Wie kann der Mann mit dem schlechtesten SPD-Ergebnis in einer Deutschen Landtagswahl und gerade mal 39 Sitzen eines 187 Mandate starken Parlaments ernsthaft glauben, den Regierungsauftrag erhalten zu haben?

    Die CSU wurde für ihre Fehler abgestraft, aber die Bayern haben deutlich bewiesen, dass sie sie weiter in der Regierung haben wollen und das bürgerliche Lager weiter die Politik in Bayern bestimmen soll!

  51. Wie tief ist die SPD gesunken..

    Maget und Konsorten bejubeln ihren eigenen historisch tiefsten Stand in Bayern.

    Langsam tun die mir nur noch leid..

  52. Sehr traurig, das mit der CSU. Die einzige der etablierten Parteien, die mir noch recht sympathisch war. 🙁 Immerhin reicht’s für Schwarz-Gelb.

  53. Dank an die segensreiche, VERANTWORTUNGSVOLLE „gesamteuropäische“ Klimaschutzpolitik!

    „Versorger erhöhen Gaspreise um über 30 Prozent“ (welt.de)

  54. Die CSU kann doch von dem Vorwurf, sich nahezu total mit dem Land Bayern verfilzt zu haben, nicht freigesprochen werden. Es ist nicht automatisch gut für den Freistaat, wenn die CSU allein regiert – auch wenn das jahrzehntelang sehr gut funktioniert hat.

    Filz gab es zwar immer. Doch wenn er mit Erfolgen einhergeht, nehmen die Bayern das hin. Bleiben die Erfolge aber aus, so kann man nur noch den Filz und die Blamagen beobachten, und das lassen sich die Bayern nicht bieten.

    Die Erfolgsformel aus der Ära Strauß-Stoiber ist der CSU verloren gegangen. Stoiber wurde im Januar 2007 überflüssigerweise abgesägt, nachdem er schon vorher unglücklich agiert hatte (insbesondere als es um die Regierungsbildung 2005 ging). Die Doppelspitze war eine reine Schnapsidee, die weder den Aufgaben noch dem Führungsanspruch gewachsen war. So gut Beckstein als bayerischer Innenminister war, so eine schlechte Figur machte er als Ministerpräsident. Und Huber stand dem als Parteichef nicht nach. Diese Ämter gehören traditionell vereinigt in die Hände eines Charismatikers, was beide nicht sind.

    Weil sich die CSU wie ihre Schwester CDU auf die Merkelsche schiefe Bahn zum Mitte-Sozialismus begeben haben, in der Frage des Rauchverbots zu eifrig war und die Selbstherrlichkeiten überhand nahmen, wurden sie gestern abgestraft. Der bayerische Wähler wählt genauso derb, wie er zuweilen spricht. Ich erkenne aber in seinem Votum den Willen, dass Bayern im Sinne der Interessen der Bürgerlichen regiert werden soll und nicht von den verfilzten Pseudobürgern. Eine Koalition CSU-Freie Wähler halte ich zu diesem Zweck für geeigneter als ein Zusammengehen mit der FDP. Die Freien Wähler sind für die CSU das, was die Linkspartei für die sterbende SPD ist. Einer bundesweiten Ausdehnung der FW könnte man als Konservativer durchaus etwas abgewinnen.

    Die Frage ist jetzt, ob die ehemals Bürgerlichen daraus die richtigen Lehren ziehen oder den Bürger weiterhin in arroganter Weise als Stimm- und Steuervieh missbrauchen und ihm ansonsten das Leben schwermachen.

  55. Die CSU hat das Unbehagen vieler Wähler an der Konturlosigkeit und Beliebigkeit der „großen“ Volksparteien hart zu spüren bekommen.

    Um wieviel härter wird es wohl bei der Bundestagswahl 2009 die CDU und vor allem die SPD – die ja ihre eigene Wählerbasis radikal verkauft hat – treffen. Die Union kann sich in der Not wenigstens noch auf ihre Stammwähler verlassen. Von der heutigen SPD aber nimmt doch kein Hund mehr einen Knochen an. Die ist doch bei allen unten durch.

    Der Mittelstand will sie nicht, weil sie sein Geld bedenkenlos an die internationalen Konzerne und den heimischen Sozialamtsadel verteilt. Das „Großkapital“ wählt sie nicht, weil die ganze billige Anbiederei als willfährige Lakaienschar der Bosse nur abstoßend wirkt. Die Dauer-Transferleistungsbezieher haben auch nichts mit ihr am Hut. Die wählen gleich die Nachfolge-SED.

    Das ist eine äußerst ungünstige Ausgangslage. Von keinem gewollt, von keinem gebraucht – einzig und allein zusammengehalten von der vagen Hoffnung auf ein paar Versorgungspöstchen für höhere Funktionäre irrlichtert die SPD noch bis zum Wahlabend 2009 dahin. Derweil laufen Wähler und Mitglieder in Scharen davon. Lange wird man sich nicht mehr mit der Schadenfreude über die „Watschn“ die andere erhalten über die Realität hinwegtäuschen können.

    2009 kommt der absolute Niederschlag für die Partei, die sowas Banales wie Nahles öffentlich für sich sprechen lassen muß, weil ihr echte Köpfe fehlen. Dann wird man sehen, wer am besten lacht.

  56. FDP als Koalitionspartner gut und schön. Aber die Landesvorsitzende (hier) heißt Leutheuser-Schnarrenberger…LINKSliberal. Kann mich erinnern, daß sie sich als Justizministerin vor allem um die Schwulenrechte gekümmert hat.

  57. Gestern am Abgrund, heute einen Schritt weiter

    PI, manchmal seid ihr schon recht bosnickelig 🙂
    Naja, wer den Schaden hat spottet jeder Beschreibung. Die sollen sich was einfallen lassen.

  58. #34 Meister Eder

    Ca. 200.000 Stimmen (1,8%) wurden als ungültig gewertet!!

    Schon merkwürdig, da ist beim „auszählen“ wohl was „schief“ gelaufen, nehm ich mal stark an!

  59. Dow heute mit dem höchsten Tagesverlust der Geschichte.
    Langsam wir mir mulmig…
    Sehr suspekt heute auch die Hypo-Geschichte, die das ganze Wochenende wohl aus Rücksicht auf die Wahlen unter Verschluss gehalten wurde.

  60. #64 Sauerkraut mit Ripple

    hmmm melde dich doch das nächste mal als Wahlhelfer vielleicht hilft das ja gegen deine Paranoia…

    Ungültige Stimmen entstehen ganz fix wenn mal jemand zwar zur Wahl kommt aber nur einen Wahlbogen ausfüllt den anderen aber leer läst. Damit sind die Stimmen für den anderen Bogen dann ungültig. Oder aber du machst nur 2 deiner 3 Kreuze. Damit ist das eine nicht vorhande dann auch ungültig.

  61. @ #48 mehrdemokratie
    FJS war schlauer als die meisten Politiker, er und Willy Brandt haben dafür gesorgt das die SED 1989 nicht das Modell China wählen konnten. FJS unterstelle ich 1982 (?) dass er den Tag gesehen hat, an dem die SU den ganzen Laden nicht mehr bezahlen kann und ihre Vasallenstaaten ziehen lässt. Die meisten Staaten ausser der DDR waren ja Kostgänger. Ob es bei Willy Brandt Absicht war weiss ich nicht, aber bi FJS glaube ich ja. Die DDR hing ’89 schon so stark am Tropf der Bundesrepublik, dass es gar nicht mehr möglich war den Machtanspruch mit Panzern durchzusetzen. Btw. sie hätten das zumindest kurzfristig geschafft, die Führungstrukturen bis zum letzten MobSchützen (ne Art Panzergrenadier) haben funktioniert. Bei Zahlungstopp wären aber ganz schnell die Lichter ausgewesen. Es gibt auch klare militärische Analysen, dass der Warschauer Pakt ab 1985 rapide seine Angriffsfähigkeit verliert. Steigender Anteil der Rüstung am BSP, Schrumpfung der „zuverlässigen“ Kernbevölkerung (Russen, Weissrussen, Ukrainer) zu anderen, insbesonderen Moslems, verschlechternde Lage der Bruderstaaten. In Rumänien haben die Leute für ne Stange Zigaretten pro Monat das Pflaster vorm Palast vom grossen Führer geschrubbt, in Polen half nur noch Kriegsrecht etc.

  62. Denn soweit ich weiß, mögen die Bayern keine Genpflanzen auf den Feldern.

    Das mag für grüne Bayern gelten, die nicht weiter denken können, wie das was ihnen ihre Partei vorsagt.
    Was spricht dagegen, wenn eine gentechnisch veränderte Pflanze (im prinzip dasselbe, was schon seit tausenden von Jahren mit Bienchen und Blümchen gemacht wird)weniger bzw gar keine Spritzmittel gegen bestimmte Schädlinge braucht. Sowas ist doch uneingeschränkt positiv, das ganze wär ja sogar Bio oder öko.

  63. #41 Norbert Gehrig (29. Sep 2008 18:11)

    „Wo sind die Reps geblieben? Jeden den ich kenne sagt er hat sie gewählt….“

    —-
    Vielleicht waren da wieder mal ein paar linksdrehende Wahlhelfer am Werk. Wäre nichts Neues.
    In meiner Zeitung war heute ein Foto von der Auszählung. Haarsträubend!
    100 %ige Kontrolle ist da praktisch unmöglich.

  64. Hier muss ich als Bayer PI ausnahmsweise mal widersprechen:

    Das ist keine Katastrophe, sondern ein Signal für die CSU, aus dem sie hoffentlich die richtigen Schlüsse zieht, und aufgrund dessen sie hoffentlich ihre sozialistischen Anwandlungen einstellt. Opa Beckstein als Ministerpräsident ist mir zu sozialistisch, vom Seehofer ganz zu schweigen.

    Der Umgang mit Dr. Edmund Stoiber ist auch eine unerhörte Schande für die Partei, und diese Wahl war wohl auch die Quittung dafür. Für mich jedenfalls war das der Grund, die CSU dieses Mal nicht zu wählen.

  65. #70 NoDhimmi (29. Sep 2008 23:19)

    #41 Norbert Gehrig (29. Sep 2008 18:11)

    Vielleicht waren da wieder mal ein paar linksdrehende Wahlhelfer am Werk. Wäre nichts Neues.
    In meiner Zeitung war heute ein Foto von der Auszählung. Haarsträubend!
    100 %ige Kontrolle ist da praktisch unmöglich.

    —–

    Vor allem Briefwahlzettel verschwinden gerne.
    Und auch Protokolle lassen sich korrigieren.
    Theoretisch nur, natürlich.

  66. Habe eben bei Beckmann die Nachkömmlinge des seeligen und hochgeschätzten F.J. Strauß gesehen.
    Man muß die dazugeschaltete CSU-Abtrünnige Pauli nicht mögen müssen, um festzustellen:
    die unerträglche Arroganz und absolute Kritikunfähigkeit der dümmlich dauergrinsenden Strauß-Tochter Frau Hohlmeier und ihres grenzdebilen Bruders Max dürfte mitverantwortlich für die verherrende CSU-Wahlniederlage sein!!!

  67. Ich denke, es gab zwei Probleme.
    Zum einen, und das war das größte Problem (!), hat die CSU – die einmal eine echte Volkspartei war – den Kontakt zum Volk verloren (aus politisch korrekter Angst vor Populismus?).
    Zum anderen hat der Zuzug von Nichtbayern, die eben nicht in der CSU beheimatet sind, das Land politisch destabilisiert (wenn selbst die rotlackierten Faschisten fast fünf Prozent bekommen konnten…).
    Bis dato war Bayern politisch ein verläßlicher Partner für die Wirtschaft, das hat es wirtschaftlich stark gemacht – ob das so bleibt, muss sich erst noch zeigen.
    Erschütternd ist das Ganze freilich in jedem Fall.

  68. WIR DÜRFEN DIE KRUZIFIXE BEHALTEN

    #39 Saudadegostosa (29. Sep 2008 17:58)
    “ Ich bin selber konfessionslos und würde mich sehr freuen, wenn endlich die Kruzifixe aus unseren bayerischen Klassenzimmern verschwinden würden.“

    Das verstehe ich nicht: Wenn ich „konfessionslos“ bin, dann heißt das, daß mir Religion egal ist. Daß ich damit nichts verbinde. Dann ist ein Kruzifix für mich soetwas wie Dekomaterial.

    Sorry, aber Dekomaterial, das mir völlig egal ist, das mache ich nicht zum Politikum. Ich zwinge niemanden, Deko abzunehmen, und Ich fang doch keinen Streit an wegen Deko.

    Es steckt darum doch mehr dahinter, wenn die Grünen gegen das Kruzifix pöbeln. Die wollen damit etwas, die haben ein Ziel. Das Kruzifix ist ihnen eben nicht egal. Sondern ein Dorn im Auge. Grüne A-Religiosität ist in Wirklichkeit mindenstens aggressive Anti-Religiosität. Und vor der müssen wir nicht kriechen.

    Bin selber lutherisch und hänge darum auch nicht am Kruzifix. ABER: Hier, in unserem christlichen Abendland kann es ja wohl nicht sein, daß uns irgendwelche anti-religiösen oder mohammedanischen Spinner zwingen wollen, die christlichen Symbole von der Wand zu nehmen! Wer mit unseren Symbolen ein Problem hat, der kann gleich wieder verschwinden, nach Brandenburg oder in irgendwelche muselmanischen Pest-und-Cholera-Länder.

  69. STEHKNEIPE WECHSELN!

    #41 Norbert Gehrig (29. Sep 2008 18:11)
    „Wo sind die Reps geblieben? Jeden den ich kenne sagt er hat sie gewählt….“

    Naja, haben sie doch auch. Aber vielleicht sollten Sie einfach mal die Stehkneipe wechseln!

  70. PARANOIA UND TATEN

    #53 eidens (29. Sep 2008 20:00)
    „Israel zeigte sich sehr besorgt über den Rechtsruck.“

    Naja, die sind halt ein bißchen paranoid. Wenn ich ehrlich bin: Solche – in diesem Fall tatsächlich absurde – israelische Paranoia sollte vor allem den Iranern sehr zu denken geben. Nur: In Teheran denkt schon lange niemand mehr.

    Wer über Wiener Wahlergebnisse solches Zeug redet, der macht nicht lange rum, wenn es um iranische Atomwaffen geht.

    Persönlicher Vorsorge-Tip: Das Auto immer vollgetankt abstellen.

  71. DEMOGRAPHIE IN BAYERN – UND SONSTWO

    #76 PhyshBourne (30. Sep 2008 06:31)
    „Zum anderen hat der Zuzug von Nichtbayern, die eben nicht in der CSU beheimatet sind, das Land politisch destabilisiert (wenn selbst die rotlackierten Faschisten fast fünf Prozent bekommen konnten…).“

    Gut beobachtet. Dieser besonders starke Zuzug aus anderen Bundesländern ist ein Ergebnis des besonders starken wirtscjhaftlichen Wachstums, also besonders – jedenfalls im Vergleich! – guter Politik. Tja, der Fluch der guten Tat.

    Eine Überlegung: Wenn solche, an und für sich harmlose Binnenwanderung von nördlich der Grenzen des Freistaats nach Süden, von Nordrhein-Westfalen oder Sachsen nach Bayern, schon solche politischen Folgen hat, dann könnte eigentlich auch der Beläämertste mal anfangen zu überlegen, welche folgen der massenhafte Import von muslimischen Libanesen und Anatoliern für die ganze Republik haben wird.

    Aber wer in unserer politischen klasse ist denn noch zum Weiterdenken fähig?

  72. das wahlergebnis ist die notwendige quittung für den putsch gegen stoiber. die qualitäten von beckstein und huber enden mit ihrer machtgeilheit.
    wenn der dilettant seehofer, der zu einem großen teil den desaströsen niedergang des deutschen gesundheitswesens auf dem gewissen hat, den ministerpräsidentenposten übernimmt, werden wir die csu noch kleiner machen! verlaßt euch drauf!!!

  73. „“Zum anderen hat der Zuzug von Nichtbayern, die eben nicht in der CSU beheimatet sind, das Land politisch destabilisiert.”“

    Das Argument halte ich für wenig stichhaltig, da nach dem Krieg Bayern eines der Länder war, in denen die meisten Vertriebenen aufgenommen wurden, vor allem aus dem Sudetenland und aus Schlesien. So wirklich „bayerisch“ war Bayern also schon zur Anfang der CSU-Ära Anfang der sechziger Jahre auch nicht mehr (und war es auch zu Zeiten des Königreichs nicht, mit all den Franken, Schwaben und Pfälzern, die neu hinzugekommen waren…).

    Daß so viele Stimmen ungültig waren, lag einfach am komplizierten Wahlsystem, bei dem die Wähler vermutlich nicht genau wissen, wie sie die Zweitstimme vergeben sollen. Manipulationen kann man meines Erachtens ausschließen, da alles nochmals von anderen Leuten nachgezählt und abgeglichen wird.

    Außerdem finde ich, daß hier wie so oft viele Kommentatoren völlig über das Ziel hinausschießen. Der Durchschnittsbayer hat sich über Schulreform, Transrapid, Bürgergeld, Rauchverbot und was weiß ich geärgert und daher die Freien Wähler gewählt, die er vielleicht schon als Landrat oder Bürgermeister kennt. Oder die FDP, weil ihm manches doch zu konservativ erschien. Oder weil ihn das CSU-Führungsduo nicht wirklich überzeugt hat.

  74. Pressekonferenz Bayernwahl 2008 / Phoenix
    Die Linke / Lothar Bisky:

    „Wir sind jetzt in Bayern da und uns bekommt man auch nicht mehr weg.
    Wir haben verhindert, dass die Rechten irgendwo präsent werden, das geht nur mit uns, das ging nicht immer gewaltfrei und war nicht ganz einfach, aber das schaffen nur wir.“

    Mein Ärger ist, mit welcher Unverfrorenheit sich hier dieses Kommunistenpack breit macht, man sollte sie mit einem Dachsprügel wieder in die Löcher zurückjagen aus denen sie herausgekrochen sind und im Wahllokal als Beobachter bei der Auszählung teilnehmen.
    Natürlich bricht Bayern nicht zusammen, nur weil jetzt mit bescheidenem Anteil die FDP mitregiert, ich habe mit den Rep gerechnet.
    Man kann es auch den vielen, wegen Arbeit Zugereisten, nicht verbieten die Linke oder Rot-Grün zu wählen, oder jahrelang zu klagen, weil ein Kreuz stört oder der Hahn kräht.
    Bayern ist tolerant, Leben und leben lassen.
    Keiner ist verpflichtet nachzudenken, warum es wohl in Bayern noch Arbeit gibt, während woanders Ghettos, Moscheen, Verfall, Kommunisten, Analphabeten und sehr hohe Kriminalität dominieren.
    Die Kommunisten sollten ihre Experimente in anderen Bundesländern mit ihren eigenen Steuergeldern finanzieren oder Bayern sollte in einem Volksentscheid über die Eigenstaatlichkeit abstimmen.

  75. „Das Argument halte ich für wenig stichhaltig, da nach dem Krieg Bayern eines der Länder war, in denen die meisten Vertriebenen aufgenommen wurden, vor allem aus dem Sudetenland und aus Schlesien.“ Saudadegostosa

    Man kann wohl schwerlich Sudetendeutsche und Schlesier mit den Zugezogenen von heute vergleichen.

  76. Zeit um sich neue Wahlalternativen einfallen zu lassen! CSU, die mit der Schwesternpartei für islamische Interessen eintritt, muß automatisch rechts unterwandert und überholt werden, sowie die Linke vs. SPD!!

  77. Sudetendeutsche und Schlesier waren ideologisch in der Mehrzahl viel eher den konservativen Werten der CSU zugeneigt, auch aufgrund dessen, dass diese sich schließlich der Vertreibung annahm und die selbstständig dafür gegründete Partei verdrängte.
    Das heutige Volk, was nach Bayern zieht, tut es aufgrund finanzieller Vorteile und nicht aufgrund der Kultur und politischen Ausrichtung, obwohl diese die gute finanzielle Situation erst möglich gemacht hat. Viele Zugezogene verdienen sich hier dumm und dusselig und zum Dank wählen sie SPD u. Grüne, die dort regierten, von wo sie aufgrund der schlechten Perspektiven zuzogen.

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