Schäuble: Islam und Demokratie sind vereinbar

Offenbar beflügelt von den „Ergebnissen“ einer neuen Studie will Bundesinnenminister Schäuble den Moslems zu einer Gleichstellung mit den Kirchen verhelfen. Für den Initiator der Dialogshow „Islamkonferenz“ ist das eine rein organisatorische Frage, denn Islam und Demokratie sind selbstverständlich miteinander vereinbar.

Man kann dies unschwer in jedem islamischen Land der Erde erkennen.

Man könne nicht sagen, dass der Islam nicht mit Demokratie vereinbar sei. Auch Protestanten und Katholiken hätten einen langen Lernprozess durchgemacht, bis sie dazu gefunden hätten, dass Glaube, Demokratie und die universalen Menschenrechte zusammenpassten. Er denke nicht, dass es sich beim Islam auch um einen Prozess über Jahrhunderte handeln werden, sagte Schäuble. Aber ein paar Jahre werde es schon dauern.

Man wird wohl kaum allen Menschen islamischen Glaubens die Fähigkeit zur Demokratie absprechen, wenn man darauf hinweist, dass gerade Leute wie Schäuble entscheidend dazu beitragen, eben diese Fähigkeit nicht zu befördern Denn zu Gesprächspartnern im Dialog werden die Vertreter der Moslemorganisationen ausgewählt, die in keiner Weise demokratisch legitimiert sind, nur einen Bruchteil der Muslime in Deutschland vertreten und sich besonders durch orthodoxe Positionen auszeichnen. Auf die Weise wird Schäuble wohl mehr als ein paar Jahre brauchen …

(Spürnase: Armin R.)