St. Ambrosius zu Köln vom Sockel gestürzt

Die „ausgewogene“ Berichterstattung des KStA zeigt bei den Gegnern des Kölner Anti-Islamisierungskongresses offenbar Wirkung. Jetzt sind gewisse Leute wohl bereits durch Kaufleute, Imker, Wachszieher, Lebkuchenbäcker, Lehrer, Bienen, und Haustiere „beleidigt“ – haben sie doch ihren Schutzpatron in einem anti-christlich motivierten Vandalenakt im Krankenhaus St. Agatha vom Sockel gestoßen. Auch ein Holzkreuz wurde bei dem Angriff zertrümmert. Wäre das Kreuz ein Halbmond gewesen, wäre jetzt der Kampf gegen Rechts aktiv – aber die Opfer sind ja bloß Christensymbole.

Chefarzt Gunther Quinkler spricht von „bewusster Schändung christlicher Symbole“. Auf dem Boden vor ihm liegen die Reste des Wahrzeichens des Hospitals. In der Nacht zu Mittwoch ist die Statue des heiligen Ambrosius vom Sockel gestürzt worden, bei dem Gewaltakt hat die Figur den Kopf verloren. Zugleich wurde im Krankenhaus ein Holzkreuz zertrümmert.

Der Schutzheilige des Krankenhauses steht wohl seit mehreren Jahrzehnten neben dem Eingang. So genau weiß niemand mehr, welcher Bildhauer die Statue gefertigt hat und wann sie dem Hospital übergeben wurde. Am Mittwochmorgen entdeckten Angestellte von St. Agatha den gestürzten Ambrosius. „Das geht über den Rahmen des üblichen Vandalismus hinaus und ist mehr als nur ein Schabernack“, sagt Quinkler. Der Chefarzt glaubt nicht an eine willkürliche Tat, denn in derselben Nacht wurde auch ein Holzkreuz zerstört. Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Jetzt lagert Ambrosius im fünften Stock des Krankenhauses neben ausrangierten Betten. Ob sich eine Reparatur der 1,50 Meter hohen Figur lohnt, ist noch unklar. Der Kopf ist in Dutzende Stücke zersprungen – die Reste liegen nun in einem Eimer. Einen solchen Akt der Zerstörung hat der Chefarzt in seiner Laufbahn noch nicht erlebt. „Ich bin entsetzt, denn diese Form des Vandalismus richtet sich gegen unsere Würde“, sagt der Mediziner. Zwar sei St. Agatha ein christliches Krankenhaus, dennoch gebe es auch einen Gebetsraum für alle Konfessionen. Auf jedem Flur hängen Holzkreuze, bislang habe daran noch niemand Anstoß genommen.

Vielleicht fiel ja auch Ambrosius auf einmal unter den Verdacht, ein Kritiker der „Friedensreligion“ zu sein. Ein Islamversteher, wäre der vor Mohammed verstorbene Mailänder Bischof und Lehrer Augustins bestimmt nicht gewesen, sagte er doch selbst:

„Bei entgegengesetzten sittlichen Lebensanschauungen kann keine Freundschaft bestehen.“ – De officiis ministrorum (Über die Pflichten der Pfarrer)