Wir basteln eine Menschenkette

Für eine Menschenkette, die eine Großmoschee vor einem geplanten Naziangriff schützen soll, braucht man hauptsächlich: Eine Menge Menschen. Hmmm … das sind wohl ein paar zu wenig, die da der Hetze des Stadtanzeigers nach Ehrenfeld gefolgt sind (Foto oben)? Kein Problem. Pressefotografen verstehen ihr Handwerk.

Erstmal heißt es, sich mit dem Anführer der Antifa zu besprechen. Ein kräftiges Händeschütteln zwischen alten Freunden. Antifa und Kölner Presse. So erklärte es schon der alte Adenauer den Preußen: Man kennt sich, man hilft sich. Mehr Menschen werden es dadurch leider nicht. Auch wenn jetzt über Megaphon aufgefordert wird: Es ist ganz wichtig, dass wir jetzt eine Menschenkette bilden! Da hat man wohl die Dimension der Moschee unterschätzt. Die prärevolutionäre Masse aus Altgewerkschaftern und Kirchenschafen würde gerade mal eine Telefonzelle umstellen können. Oder einen Fotografen vom Kölner Stadtanzeiger:

Na bitte, geht doch! Und schon stellt sich halb Köln quer zum Schutz vor die Moschee! Alles eine Frage der Perspektive. Zwar hat es für die geplante Menschenkette nicht gereicht, sondern nur für ein Häuflein vor der Tür… aber der Qualitätspresse wird man´s schon abkaufen. Auch die anderen Auftaktveranstaltungen der Gegner der Versammlungsfreiheit präsentierten sich bisher recht bescheiden. Nicht besser als in Ehrenfeld sah es in Kalk aus:

Fazit: Die Kölner zeigen bisher der Hetze von Presse, Kommunisten, Gewerkschaften und Kirchen die kalte Schulter. Was nicht bedeutet, dass es am Samstag auch so aussieht. Dann rollt Verstärkung von Linkspartei und Antifa an, damit es doch noch klappt und „Köln sich querstellt“.