Atommüll wird seitens der Ökologen als unlösbares Problem (wobei sie mögliche Lösungen blockieren) dargestellt. Ohne ökologische Brille ist die Müllentsorgung eher ein Plus für die Kernenergie. Aufgrund der enormen Energiedichte des Brennstoffs ist das Müllproblem wesentlich geringer als bei Kohle oder gar den Abfällen, die beim Bau umweltschädlicher Windmühlen oder Solarkraftwerke anfallen. Allein die Filterstäube von Kohlekraftwerken enthalten neben anderen Giften circa 200 Millionstel Uran die sich zur Urangewinnung nutzen lassen (4).

(Gastbeitrag von Pivandale)

Ein typisches Leichtwasserkernkraftwerk mit 1400 Megawatt elektrischer Leistung ist mit etwa 103 Tonnen leicht angereichertem Uran bestückt. Die Spaltung von ein Gramm Uran235 erzeugt 22000 Kilowattstunden entsprechend 2700 Kilo Kohle (2). Innerhalb eines Jahres werden 1200 Kilogramm Uran235* gespalten. Jeweils nach einem Jahr wird ein Drittel des Brennstoffs ausgetauscht. Der verbrauchte Brennstoff enthält etwa 33 Tonnen Uran, 1200 Kilogramm hochradioaktiver Spaltstoffe und 300 Kilogramm Plutonium. Typische Spaltprodukte sind, (2) 7,65 Prozent Jod134 Halbwertszeit 52 Minuten, 6,45 Prozent Xenon135 (zum Teil aus J135) Halbwertszeit 9,2 Stunden, 6,2 Prozent Cäsium137 Halbwertszeit 30,2 Jahre, 5,9 Prozent Strontium90 Halbwertszeit 28,1 Jahre, 2,8 Prozent Jod 131 Halbwertszeit 8 Tage…. Hinzu kommen unzählige leicht und mittelradioaktiver Abfälle wie gebrauchte Kittel, Handschuhe aber auch Strukturmaterial.

Wiederaufarbeitung

Langlebige Radioaktive Stoffe wie Uran, Thorium kommen in der Natur häufig vor und strahlen nur geringfügig. Kurzlebige radioaktive Stoffe zerfallen größtenteils bereits im Reaktor. Problematisch sind, wie man auch aus der obigen Darstellung erkennen kann, die radioaktiven Stoffe mit Halbwertszeiten von mehreren Jahren bis zu einer Million Jahre. Plutonium ist sehr giftig, radioaktiv und hat (zum Beispiel Plutonium239) eine Halbwertszeit von 24000 Jahren. Andererseits ist Plutonium239 ein wertvoller Brennstoff in Kernkraftwerken. Deshalb ist es geboten, den genutzten Brennstoff wiederaufzuarbeiten. Plutonium und Uran werden als wertvolle Brennstoffe wiederverwertet. Es verbleiben 1200 Kilogramm hochradioaktiver Spaltprodukte, die wie man in der Darstellung sieht nach etwa 700 – 1000 Jahren auf das Niveau von Natururan abgeklungen sind. In Deutschland wurde die Wiederaufarbeitung von Minister Trittin aus ökologischen (= irrationalen) Gründen verboten. Ein erheblicher Teil der Atommüllproblematik beruht auf dieser „ökologischen“ Entscheidung.

Verwendung /Nutzung des Atommülls

Ein kleiner Teil der Spaltprodukte kommt als Radionuklide zum Beispiel in der Messtechnik zum Einsatz. Strontium90 wird in Radionuklidbatterien genutzt. Technetium99 als Radiopharmaka, Jod131 wird für die Radiojodbehandlung von Schilddrüsenkrebs genutzt. Aus den Stellitrollen der Steuerstäbe von Kernkraftwerken lassen sich Cobalt60 Strahlenquellen fertigen (1) mit denen Gewürze, Obst und Gemüse haltbarer gemacht werden. Eine wesentliche Eigenschaft des hochradioaktiven Abfalls ist dessen starke Wärmeerzeugung. Ein Block hochradioaktiven Abfalls aus der Wiederaufarbeitung kann anfangs mehrere Kilowatt Energie abgeben. In Borsilikatglas eingeschmolzener hochradioaktiver Atommüll kann als dauerhafte Energiequelle für Polarstationen, Militärstützpunkte oder Betriebe, die eine absolut unterbrechungsfreie Energiequelle benötigen, genutzt werden.

Die grösste Herausforderung ist es, hierbei sicherzustellen, dass der Müll nicht durch Gotteskrieger gemopst und zur Herstellung schmutziger Bomben genutzt wird. Der Gedanke an eine Energiequellen-Nutzung wurde in den 70ern im Kernforschungszentrum Karlsruhe erwogen. Er wurde jedoch aufgegeben, da eine derartige Stromquelle nicht wirtschaftlich*1 konkurieren kann, wenn der Müll mit riesigem Aufwand, dem atomrechtlichen Verfahren ausgesetzt, mit staatlich geduldetem Ökologen-Polizisten Prügelspiel*2 zugestellt wird.

Versenken des Atommülls im Meer:

Eine Möglichkeit Atommüll preisgünstig zu deponieren, ist diesen im Meer zu versenken. Die Weltmeere enthalten 65 Milliarden Tonnen radioaktives Kalium40 und 4 Milliarden Tonnen radioaktives Uran (5), Thorium, Tritium und viele andere radioaktive Stoffe. Man kann sich leicht ausrechnen, dass die Menschen die Weltmeere nicht mit den geringen Mengen Atommüll verseuchen können, wie sie durch Kernkraftwerke nach einer Wiederaufarbeitung entstehen (in Deutschland 20 Tonnen pro Jahr). Die Engländer hatten bis 1982 den anfallenden Atommüll im Meer versenkt. Auch die Russen haben zum Beispiel ausgediente Atom U-Boote im Weißen Meer versenkt. Die natürliche Radioaktivität des Meeres von 12 Becquerel pro Liter (6) kann sich jedoch örtlich erhöhen wenn dieser unachtsam eingeleitet wird. So wurde einst im Britischen Sellafield der flüssige radioaktive Müll über ein Rohr ins nahe Meer eingeleitet. Im Umfeld der Einleitung ist die Radioaktivität noch Heute deutlich höher.

Vergraben des Atommülls in der Wüste

Der Kernforscher und Physiknobelpreisträger Heisenberg schlug einst vor, den Atommüll mit drei Metern Erde zu bedecken. Wenn man dies in einer Wüste ohne besondere Grundwasserströme vornimmt, zum Beispiel in einer Senke, ist dies unproblematisch. Ein Vorteil liegt darin, dass der Atommüll in einigen 100 Jahren ohne großen Aufwand wieder ausgraben werden kann und dann beispielsweise Rhodium (teuerster Stoff der Welt 9700 US-Dollar pro Unze), Ruthenium, Zirkon und andere Materialien kostengünstig gewonnen werden können. Schwierig ist jedoch die politische Situation in vielen Wüstenstaaten. Terroristen könnten diesen Müll zum Bau schmutziger Bomben nutzen. Verschwörungsgerüchte könnten die politischen Führungen der Länder destabilisieren. Die Nutzung der Wüsten in politisch stabilen, nichtökologischen Ländern ist ein preisgünstiger, sinnvoller Weg.

Deponieren des Atommülls im ewigen Eis

Die Antarktis ist mit einem 4000 Meter dickem Eispanzer versehen. Sofern man stabil verglasten, hochradioaktiven Müll (der Eisdruck ist enorm) dort verbringt, wird dieser sich durch seine Wärme mit abnehmender Geschwindigkeit und Radioaktivität durch den Eispanzer schmelzen und irgendwann auf den Fels treffen. Diese Alternative ist elegant, preisgünstig, da sich der Abfall im Direktflug von der Wiederaufbereitungsanlage zur Einlagerungsstelle bringen und per Fallschirm absetzen lässt. Die Nutzung der Antarktis als Atommülldeponie ist allerdings derzeit durch den Antarktis Vertrag untersagt.

Deponierung des Atommülls Untertage

Die meisten Länder haben sich entschieden, ihren Atommüll unter Tage in geologisch stabilen Gebieten in Granit, Ton oder Salz zu lagern. Derzeit sind 16 (7) atomare Endlager in Betrieb. Dies ist teurer und weniger elegant als die oben genannten Verfahren. Sofern man bei einer Lagerung zum Beispiel im Salz nicht gerade einen sich durch Wassereinbruch auflösenden Salzstock (Asse *3) wählt, kann der Atommüll dort gelagert werden bis dieser auf das unproblematische Niveau von Natururan abgeklungen ist. Aus Kostengründen wäre es sinnvoll, wenn sich mehrere Länder ein derartiges Lager teilen.

Im Verhältnis zu problematischem Sondermüll aus der Chemie oder der Metallurgie, der weit weniger Aufmerksamkeit erfährt wird bei nuklearen Materialien ein Riesenwirbel um recht wenig Müll veranstaltet.

* Dies ist eine vereinfachte Darstellung. 1410 Megawatt elektrischer Leistung, 4000 Megawatt thermischer Leistung, 6500 Stunden pro Jahr ergibt 1181 Kilogramm pro Jahr. Neben Uran235 tragen allerdings auch Plutonium239, Plutonium241, Uran238 Schnellspaltungen und radioaktiver Zerfall zur Energieproduktion bei.

*1 Die technisch notwendigen Einrichtungen, wie ein im Vergleich zu Heizöl größerer Kessel und eine 50 Zentimeter Betonabschirmung gegenüber der Gammastrahlung, ließen sich leicht aus der Brennstoffeinsparung finanzieren.

*2 Sofern der Staat die Prügelspiele nicht gewollt hätte, hätte man ernsthaft gegen die Organisatoren wie Grüne, BUND und so weiter als kriminelle Vereinigungen ermitteln können. Regelmäßig wurden Polizeiführer abgesetzt, die zu hart mit den Ökologen umgingen.

*3 Asse ist zum politischen Spielball geworden, anhand dessen das Ministerium für Ökoreligion die Endlagerung problematisiert.

Quellen:

1. Homepage der Firma Hoefer & Bechtel
2. Kernenergie u. Kerntechnik Lothar Luescher
3. Abbildung aus „Will time heal every wound?“ (Monitor 17), Swedish Environmental Protection Agency. (Das Buch ist über Miljobokhandeln erhältlich)
4. Referat Prof. Horst Michael Prasser ETH Zürich gehalten am 29.05.08 in Lausanne
5. Uran limitierender Faktor für die Kernenergie Ohnemus Gronau 2006
6. Umweltradioaktivität und Strahlenbelastung BMU Jahresbericht 2001 * gemäß diesem Bericht liegt die Radioaktivität des Meerwassers bei 12 Becquerel pro Liter.
7. Wikipedia

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77 KOMMENTARE

  1. Wenn ein Kernkraftwerk, wie im Beitrag Eingangs gesagt, eine Leistung von 1400 „Miliwatt“ (Milliwatt) entwickelt, so sind das 1,4 Watt.

    Reicht gerade für eine kleinere Taschenfunzel …

  2. Atommüll ein ökologisches (irrationales) Problem

    Der Autor des Beitrages machte sich viel Mühe. Danke!

    Ich möchte aus meiner unmassgeblichen Sicht ergänzen. „Atommüll“ ist überhaupt kein Problem, wenn es nicht die Anti-Atom Politik
    gäbe. Es ist ein virtuelles Problem.

    Es verbleiben 1200 Kilogramm hochradioaktiver Spaltprodukte, die wie man in der Darstellung sieht nach etwa 700 – 1000 Jahren auf das Niveau von Natururan abgeklungen sind.

    Es ist schwierig mit Nichtfachleuten über Lagerdauer und „Halbwertzeiten“ zu diskutieren.

    Vielleicht darf ich zum Nachdenken anregen 😉

    Innerhalb der nächsten 1000 Jahre werden mit statistischer Sicherheit die Eifeler Maare explodieren. Man kann den Wirkungsradius eindrucksvoll heute noch an den Basaltsteinbrüchen erkunden und den viele Meter hohen Ablagerungen in einem Radius, der bis nach Luxemburg reicht.

    Es wäre sinnvoller, sich darüber Sorgen zu machen. :mrgreen:

  3. ist das Müllproblem wesentlich geringer als

    bei Kohle oder gar den Abfällen, die beim Bau umweltschädlicher Windmühlen oder Solarkraftwerke anfallen.

    Letzteres wird einfach so in den Raum geworfen… Die Argumentation dazu bleibt uns aber der Autor gänzlich schuldig.

    Darauf wäre ich aber seeeehr gespannt gewesen.

  4. Es ist unverantwortlich, daß so ein wichtiges Thema wie die Energieerzeugung in Deutschland ideologisch gehandhabt wird. Würde man sich an den Fakten orientieren, wäre eindeutig, welchem Energieträger die Zukunft gehört. In anderen Ländern ist man zum Glück schlauer.

  5. Ja, ja, die Naturwissenschaften und die Grünen.

    Auf dem GYM Mathematik (höchstens Grundkurs) und den Naturwissenschaften aus dem Weg gehen, aber später dann, als Soziologe oder Sozialpädagoge, Kernphysikern Nachhilfe in Physik geben.

    Das erinnert alles fatal an die Nazis. Die Nazis kannten auch eine arische Physik (klassische Physik) und eine jüdische Physik (Quantenmechanik, Relativitätstheorie).

    Wieder ein Indiz mehr, dass es sich bei den 68ern und ihren politischen Nachfolgern, den Grünen, um bornierte Ideologen handelt.

    In Punkto Islam haben diese GrünnInen ja auch den vollen Durchblick.

    Ich kann es drehen und wenden, wie ich will, ich komme immer wieder zu dem Schluss, dass der meiste Blödsinn in diesem Land von den 68ern und ihren Anhängern verbrochen wurde und wird.

  6. @ #6 AchMachIchIhnPlatt

    Na ja, Sie mögen sogar Recht haben.

    Ist Ihnen aber bewußt, daß diese Art der Argumentation perfekt umkehrbar ist?

  7. Was soll ich von einem Author halten, der milli (tausendstel) nicht von Mega( Million) unterscheiden kann?

  8. Solange so Dumpfbacken wie die Grünen im Bundestag und in den Landtägen sitzen ist Hopfen und Malz verloren!
    Die Interessen hinter der deutschen Energiepolitik ist das entscheidende!
    Siehe unser Ex-Kanzler und Gazprom!!!

  9. Hier sollte auch nicht vergessen werden, warum die Technologie Kernspaltung so anfällig für Anticastorproteste oder müllmopsende Islamterroristen ist: Der Wirkungsgrad einer kontrollierten Kettenreaktion beträgt lediglich 5%. Die übrigen 95% des Urans gehen unverbraucht zurück in die Müllaufbereitung. Dadurch ist der Transportaufwand innerhalb des Brennstoffkreislaufes unverhältnismäßig hoch, d.h. dasselbe Material wird viele Male hin und her transportiert und aufbereitet bis es ganz zerfallen ist. Die Floskel vom „geschlossenen Brennstoffkreislauf“ ist eine unverantwortliche Illusion, jeder Brennstoffkreislauf ist immer irgendwo offen. Ebenso unverantwortlich ist die Vorstellung, Atommüll könne „entsorgt“ werden, d.h. ganz aus den Bilanzen herausfallen und einfach irgendwo auf dem Planeten hinterlassen so dass Menschen nicht mehr darüber nachdenken müssen. Wenn dieser Müll bis zum Ende der Zeit permanent gelagert und angemessen gesichert werden muß, dann sind die Kosten hierfür zu kalkulieren. Und apropos Kostenkalkulation, um eine bessere Risikoregulation durch den Markt zu gewährleisten sollte die Haftungsobergrenze für Atomunfälle ersatzlos gestrichen werden.

  10. #7 Frett

    Das selbe wie ich von jemandem halte, der Author und Autor nicht zu unterscheiden weiß:)

  11. Fühl mich ja richtig einsam so als Atomkraftgegner und politisch inkorrekt.

    Na ja jeder hat so seine ideologischen Schrebergärten und es ist gut,dass die Rechte diesen Kampf verloren hat:))!

    Aber inhaltlich. Ich betreibe einen Windpark mit 500 kw Maschinen. Jahresertrag pro Anlage 1,1 Mio kwh. Lebensdauer ca 20 Jahre. Danach werden die Anlagen verschrottet (Stahlrohrturm) und liefern bei der Gelegenheit hochwertige, fast sortenreine Rohstoffe.
    Gebaut wurden sie in Aurich/Magdeburg/Leipzig und haben während ihres Betriebes keine importierten Brennstoffe benötigt.

    Ach ja, kein muslimischer Gaststudent hat Blaupausen (wie in der Anreicherungsanlage Almelo) geklaut und damit irgendwelchen gefährlichen Unfug veranstaltet.

    Nur die Amis haben spioniert (Kenetech)

    Und manchmal spende ich sogar aus den Einnahmen an PI und hoffe, dass Stefan Herre deshalb keinen Herzinfarkt vor Aufregung bekommt ;)!
    cf29

  12. Ich wohne im Zweifelsfall trotzdem lieber neben einem Windpark als neben einem Akw.

    Ausserdem, was uns der liebe Autor wie alle anderen AKW Befürworter verschweigt:
    Es gibt nicht genug wirtschaftlich nutzbares Uran auf der Welt, um größere Teile der Menschheit längerfristig mit Atomnergie zu versorgen.

    Die Verteilungskämpfe , die heute ums Öl geführt werden, würden dann in Zukunft ums Uran geführt werden. Frankreich z. B., DAS Atomland schlechthin, hat seine eigenen Uranvorkommen mittlerweile weitgehend geplündert, deshalb läuft man sich jetzt schon mal mit Herrn Gaddafi warm, da in Lybien große Uranvorkommen sind .
    Gaddafi ist zwar ein lustiger Vogel und wahrscheinlich nicht soooo schlimm wie radikale saudische Islamspinner , aber wirtschaftlich abhängig sein möchte man von ihm doch auch nicht, oder ?

  13. Ein ziemlich abenteuerlicher Artikel. Es nützt uns garnichts, wenn die Grünen die Gefahren der Kernenergie hochspielen, und hier auf PI die Gefahren bagatellisiert werden. Auf diese Weise ist die Kernkraftindustrie überhaupt erst in eine Akzeptanzkrise geraten.

  14. @7 Frett Schön das du im Grünen-Kurs so mache ich Leute in Diskussionen verächtlich aufgepasst hast.
    Finde da zwar keine Mili aber ist schon ok.
    Ferner ist es schön das die Menschen immer noch an die Lügen der Antiatomkraftlobby anhängen. Wie wäre es, wenn alle die hier gegen Atomkraftwerke sind: Anteil der Atomenergie in Deutschland: 28% einfach 28% des Tages an dem sie Strom verbrauchen dieses nicht tun plus alleinige Zahlungen der Subventionen für den geliebten Ökostrom aus der Steckdose. Ich wisst doch Ökostrom Elektronen sind grün und die anderen sind bestimmt braun.

  15. Es gibt doch genug tiefe Meeresgräben die über 4000Meter tief sind, warum nicht einfach alles da rein schmeisen? Die Strahlung wird so niemals jemanden belasten.

  16. Die Entsorgungsdiskussion ist pure Menschenverdummung. In den bisherigen Jahrzehnten des Betriebs von Kernkraftwerken hat sich derart viel Atommüll angesammelt, dass ein Endlager ohnehin unvermeidbar ist. Und wenn denn Uran und andere nutzbare Nuklide tatsächlich so schnell aufgebraucht sind, wie uns die millardenschwere Anti-Atom-Lobby täglich einhämmern will, kommt es auf ein paar dutzend Tonnen mehr auch nicht mehr an. Schließlich ist das anfallende Müllvolumen bei Kernenergie extrem gering. Fragt doch mal die Ökopäpste, welche Mengen hochgiftiger Chemikalien bei der Produktion von Solarzellen anfallen.

  17. @ #9 GodsArmy

    So ein Schreibfehler kommt schon mal vor, wenn man wie ich auch viel englischsprachig schreibt. Die Verwechselung von milli und Mega sieht dagegen nicht nach einem Flüchtigkeitsfehler aus.

  18. Gibt es eigentlich irgendeine Möglichkeit bei den Windmühlen das Geblinke abzustellen? Wieso müssen die ständig einen Warnblinker anhaben wie Atomkraftwerke? Genügt da nicht ein Nachtflugverbot?

  19. Also ich hab kein Problem mit Atommüll, ihr? Nein. Also wo ist das Problem . ich kann da bei weitem keins erkennen!
    Einfach auf den Meeresgrund, ins All schießen oder in einen Stollen – fertig aus.
    Die Gutmenschen brauchen nicht so tun als hätten wir in Sachen Atommüll neapolitansiche Verhältnisse…
    Atomkraft ist eine wunderbare Technik, an die Solarenergie, Wasserenergie, Windenergie und alles was sich die Gutmenschenphysiker noch alles ausgedacht haben einfach bei weitem nicht herankommen.

  20. atommüll ins meer werfen finde ich eine super idee!
    naja dann essen wir in 5 jahren eben keinen fisch mehr :-S

  21. #12 Cannabis Kommando (21. Okt 2008 13:12)

    Ebenso unverantwortlich ist die Vorstellung, Atommüll könne “entsorgt” werden, d.h. ganz aus den Bilanzen herausfallen und einfach irgendwo auf dem Planeten hinterlassen so dass Menschen nicht mehr darüber nachdenken müssen.

    Woher kamen denn dann die Rohstoffe? Vom Mond? Andernfalls warte ich auf ein Endlagerungskonzept für natürliche Uranlagerstätten. Dass die Ökofraktion nicht mit Relationen klarkommt ist ohnehin nichts neues. Das Atommüll einfach 20000 Jahre im Berg liegt ohne dass ein Hahn danach kräht scheint denen unvorstellbar, weil sie die Welt immer an den lausigen paar Jahren messen, die sie hier herumwimmeln dürfen.
    Und dann schleppen sie ihre Kinder mit zu den Antiatom-Demos um sie anklagend in Kameras zu halten, aber dass das „Restrisiko“ der Anfahrt um Größenordnungen über dem der Atomenergie liegt – wie gesagt, Relationen sind nicht jedermanns Sache.

  22. es sei dahingestellt, ob eine Windmühle mit dem Attribut „umweltschädlich“ bezeichnet werden sollte oder nicht. Aber in einem Artikel im „Spiegel“ vor einigen Jahren wurde erwähnt, daß eine Windmühle mehr als 20 Jahre im jetzigen Betrieb laufen muß, um die Energie einzutreiben, die die Herstellung eben dieser Mühle gekostet hat. Es wäre demzufolge interessant, ob die vollständige Energiebilanz einer Windmühle noch so rosig ist, wie oft erklärt wird. Gleiches gilt natürlich für die Energiebilanz aller Energieerzeugungsanlagen…..
    Ob das Atomproblem wirklich so marginal ist, wie uns der Beitrag erklären will, ist auch offen, aber eines stimmt auf jeden Fall, die Gefahren werden überproportional überhöht, damit jegliche realisitische Auseinandersetzung vermiden werden kann.
    Ob ich neben einem Atomkraftwerk oder neben einem Windpark leben will, kann ich nicht sagen, die Gefahren, die von Atomkraftwerk ausgehen können, sind nicht zu merken, und deswegen verursachen sie weitaus mehr Ängste als das sicht-und hörbare Gerödel von Windmühlen, ganz abgesehen von den sichtbaren Qualmwolken aus Kohlekraftwerken.

  23. #7 T-Rex

    Na ja, Sie mögen sogar Recht haben.

    Ist Ihnen aber bewußt, daß diese Art der Argumentation perfekt umkehrbar ist?

    Ersten, mag ich nicht Recht haben, sondern habe Recht und zweitens, ist daran überhaupt nichts umkehrbar, wenn man betrachtet, wie die 68er seit Anfang der 1970er die Deutsche Gesellschaft beeinflußt und dominiert haben.

    Man kann bei der Erziehung der Kinder anfangen, mit der von den 68ern dominierten Justiz weitermachen und bei der Beziehung der Geschlechter untereinander aufhören.

    Man kommt einfach zu keinem anderen Schluss, als das an fast jedem politischen und gesellschaftlichen Blödsinn die 68er mindesten beteiligt waren, wenn sie ihn nicht gar zu 100% zu verantworten haben.

    Der MUKU-Blödsinn z.B. ist zu 100% auf die 68er zurückzuführen.

  24. Ich mag Fisch, aber es ist doch so, das Atom-Müll der in 4000 oder 5000 meinetwegen 12000 Meter Tiefe liegt, doch niemandem schaden kann.

  25. In der Umgebung von Kohlekraftwerken findet sich MEHR RADIOAKTIVITÄT als bei Kernkraftwerken.
    Ursprung ist die Verbrennung der Kohle, welche immer auch radioaktive Isotope enthält (C13, C14).

    Diese Tatsache wird wenig beachtet.

  26. denkst du denn in der tiefsee gibt es keine lebewesen? ein ökosystem wie es auf der erde existiert ist ein unglaublich komplexer aber gut funktionierender mechanismus. zu glauben das sich die austretende radioaktivität über die nahrungskette nicht wieder bis zu uns zurück kommt halte ich für meinen teil für ziemlich blauäugig.

    die vom menschen geschaffene radioaktivität die über die hintergrundstrahlung hinaus geht schädigt jetzt schon leben auf der erde. besonders betroffen die arktis/bzw. antarktis. eisbären bit zwei geschlechtern usw.

    ich bin mir im klaren das wir ohne die kernenergie unseren bedarf nicht decken können darüber sollte man nicht unbedingt diskutieren aber die gefahren die diese energie mit sich bringt sollte man nicht unbedingt kleinreden.

  27. Atommüll ein ökologisches (irrationales) Problem

    Dazu kann ich mangels Fachkenntnis nicht viel sagen.
    Ich denke aber, die Kritik an der Kernenergie und deren Abfall ist nicht nur in irrationalen Ängsten begründet. Würden nur ahnungslose Sozpäd-Schwätzer gegen die Atomkraft kämpfen, dann wäre es wohl kaum zu einem gesetzlich geregelten Ausstiegsverfahren aus der Atomkraft gekommen.

    Und unter den Atom-Befürwortern gibt es eine Menge Berufs-Heuchler. Zum Beispiel unsere CDU/FDP-Landesregierung hier in Baden-Württemberg. Immer feste für die Kernkraft werben, aber ja kein Endlager im Südwesten.
    Könnte ja dem Tourismus schaden und massive Konflikte mit der Bevölkerung verursachen.
    Nicht vergessen haben unsere Landespolitiker den Widerstand in Wyhl, wo durch Bürgerproteste sogar der Bau eines neuen Kernkraftwerks verhindert wurde.

    Ich jedenfalls bin sehr froh darüber, daß wenigstens eines der Kerkraftwerke hier inzwischen außer Betrieb ist: Der Uralt-Reaktor in Obrigheim.

    Im Allgemeinen meine ich, die alten Reaktoren sollten so schnell wie möglich abgeschaltet werden und dafür die neuen länger laufen dürfen. Wenn dabei streng auf die Sicherheit geachtet wird.

    Aber um die Einrichtung eines Endlagers kommen wir nicht herum. Oder vielleicht doch? Die sogenannte „Zwischenlagerung“ bei den Kraftwerken könnte womöglich zum Dauerzustand werden.

  28. Wen interessiert denn bitte was am Meeresgrund lebt?!
    Hört doch mal auf immer auf dem Atommüll rumzureiten und beschäftigt euch lieber mit den Vorzügen dieser Energiegewinnung!

  29. Die Tiefsee ist selbstverständlich kein Lager für unverpackten Atommüll, aber wenn man Atommüll in Glas gießt und diese Kokillen dann in Fässer verpreßt, dann dürften Einflüsse auf die Tiefsee marginal sein. Ich will beileibe nicht, daß man die Tiefsee zur Kloake macht, aber es bleibt eine Tatsache, daß es seit vielen Jahren die Nutzung der Kernenergie gibt und sich dadurch eine gewisse Menge an Abfall angesammelt hat. Dieser Abfall läßt sich nicht wegdiskutieren oder per Verordnung aus der Welt schaffen. Irgendwohin muß das Zeug, aufbereitet oder nicht. Das alles macht mich aber trotzdem zu einem Kernkraftbefürworter, denn die ökologischen Probleme sind bei allen Energieträgern vorhanden, nur bei der Kernenergie werden sie als überaus gefährlich hingestellt, alle anderen Energieträger gelten da im Vergleich als „sauber“
    Man hat sich eben auf einen gemeinsamen Feind eingeschossen.

  30. > So ein Schreibfehler kommt schon mal vor,
    > wenn man wie ich auch viel englischsprachig
    > schreibt. Die Verwechselung von milli und
    > Mega sieht dagegen nicht nach einem
    > Flüchtigkeitsfehler aus.

    Na das war jetzt aber nix. Erst klugscheissen und dann eine schwache Ausrede präsentieren.

    Vielleicht hantiert der Autor täglich mit allen möglichen Einheiten, von Nano bis Terra. Da kann einem durchaus mal ein Milli als Mega durchgehen.

  31. es interessiert insoweit als das sich die von den lebewesen aufgenommene radioaktivität letztendlich auf deinem teller landet. na dann bon appetit

  32. Die beste Möglichkeit ist die radioaktiven Elemente einfach an ihrem natürlichen Platz zu belassen, vielleicht sind zukünftige Generationen vernünftig genug erst einmal zu klären wohin nachher mit dem Zeug bevor sie es ausgraben.

    Da man nun aber schon mit dem Ausgraben angefangen hat, wäre eine mögliche Lösung dass der Atommüll gegen Bezahlung von der IAEA entgegengenommen und aufbewahrt wird. Diese könnte dann mit den Einnahmen die Vereinten Nationen finanzieren und das bisherige System der Untertanenbesteuerung ablösen.

    Aber erst muss Mohamed ElBaradei weg.

  33. Ich wohne im Zweifelsfall trotzdem lieber neben einem Windpark als neben einem Akw.

    hihihi..Das dachte sich hier in M eine Migrantenfamilie und bezog ein Haus neben einem Versuchspropeller in Grosslappen…
    nach kurzer Zeit wurde der Propeller leiser geklagt und läuft jetzt unrentabel mit halber Leistung da der Anstellwinkel der Rotorblätter zugunsten geringerer Windgeräusche verändert wurde… :mrgreen:

    Quelle:Ein sehr glaubhafter höherer Mitarbeiter der Stadt M,der Sachverhalt wurde von der roten Multikulti-Stadtregierung dezent an der öffentlichen Information vorbeigeschubst.

  34. #40

    Ach so,vielleicht sollte man noch erwähnen,dass ein einheimischer Nachbar dieser deutlich später zugezogenen Familie vorher schon jahrelang vergeblich gegen den Krach des Rotors gekämpft hatte…

  35. #32 Mastro Cecco
    Sehr guter Punkt auch wenn ich prinzipiell nicht gegen Kernkraft bin, stört es mich immens das ungeeignete Lagerungstätten wie zb Gorleben weiter genutzt werden. Aber anscheinend sind die Riskiken in dem bevölkerungsarmen Norden besser gegen die Bürger durchzusetzten als zum Beispiel bei euch. Man baut ja auch keine Moscheen in Hamburg Blankenese ….

  36. @41 Saubaer

    Ich wollte damit nicht sagen, dass ich gerne direkt unmittelbar neben einer Windkraftanlage leben möchte, sondern in angemessenem Abstand.
    Bei meinen Eltern am Niederrhein stehen die Dinger überall auf dem Acker und da stören sie niemanden(abgesehen von wenigen tatsächlich schlecht aufgestellten), da genug freier Raum da ist.
    Wenn man Windkraftanlagen zu nah an bestehende Häuser baut ist das Problem der rücksichtslose Planer, aber nicht die Windkraftanlage an sich .

    Und noch was: Was der Autor des Artikels auch völlig ausser achtlässt ist die mögliche „Zusatzanwendung“ von Kernenergie .
    Wenn der Iran gerade heimlich Solar-oder Windparks errichten würde , wer würde sich daran stören ???
    Es ist nicht sehr glaubwürdig und auch praktisch langfristig unmöglich, selber eine
    Technik zu gebrauchen und andere davon aussschliessen zu wollen .

  37. Ich wohne im Südraum Leipzig. Hier kann man sehr schön Terraforming durch Braunkohleabbau bestaunen. Ganz nebenbei wird hier gleichmal deutsche Geschichte entsorgt. Seit den vierziger Jahren verschwanden 39 kleinere und größere Ortschaften unter der Baggerschaufel. Das 40. Dorf wird derzeit devastiert wie es vornehm genannt wird. Von den vielen historischen Wegen und Landschaften ganz zu schweigen. Ein wichtiger Teil der deutschen Ostkolonialisierung des 12. und 13. Jahrhunderts unwiederbringlich verloren. Weiter so.

  38. Schön, daß das Thema mal jemand zur Sprache bringt und sachlich, ohne Ideologisch motivierte Täuschungsversuche, behandelt.

    Es verbleiben 1200 Kilogramm hochradioaktiver Spaltprodukte, die wie man in der Darstellung sieht nach etwa 700 – 1000 Jahren auf das Niveau von Natururan abgeklungen sind.

    Auch das ist noch zu lang, jedoch wird derzeit an der Erforschung einer neuen Technologie gearbeitet der Transmutation, die die Halbwertzeit auf Minuten oder Tage reduzieren kann.
    Davon erfährt man sonst natürlich kaum was.
    Ebenso wie von der tatsächlichen Verteilung der Steuermittel. Es gibt da ja dieses Märchen von der gigantisch geförderten Atomindustrie.
    Tatsächlich sieht es so aus.
    Staatliche Forschungsförderung BRD:
    keinerlei Subventionen in die laufenden Kernkraftwerke
    Aufwendungen aus öffentlichen Mitteln für Forschung und Entwicklung Kernenergie 1956-2002: 7,43 Mrd. Euro.
    Steinkohle: mehr als 2,4 Mrd. Euro seit 1974.
    Regenerative Energieträger: mehr als 3,8 Mrd. Euro seit 1974.
    Die Differenz der durch die Verbraucher gesetzlich gezahlten Einspeisevergütung für regenerative Energie zum Marktpreis in den letzten drei Jahren 3,6 Mrd. Euro.

    http://www.energie-fakten.de/pdf/atw-2004-01-jaeger-weis.pdf

    Kosten Entwicklung A380 12 Mrd. €.
    Die Ausgaben der Sozialversicherung 2005: 469 Mrd. €.

  39. @ #46 karlmartell (21. Okt 2008 16:48)

    Wenn die Caldera explodiert wird es lustig. Aber die Zeitabstände in geschichtlicher Zeit sind grösser als bei den Elfenmaaren.

    Es gibt mir aber die Gelegenheit etwas zu den ängsten zu sagen.

    Irrationale ängste sind wesentlich intensiver als rationale ängste. Obwohl 1000 km Autofahren ein ganz berechenbares statistisches Risiko hat (das übrigens ungleich niedriger ist, als die Haushaltsleiter :mrgreen: ) nimmt jeder das Risiko als beherrschbar in Kauf.

    Radioaktivität ist etwas ganz heimtückisches. Man sieht es nicht, man riecht es nicht und hört es nicht und doch soll es schrecklich gefährlich sein. Davor hat man Angst, also keine Waldpilze essen, denn da könnte die Gefahr lauern. Wenn man versucht zu erklären, was für reale Gefahren eine Bergwanderung hat (nein, ich meine nicht das Hinfallen sondern die Strahlengefahr) können die meisten den logischen Zusammenhang nicht erkennen.

    Nicht in der Nähe von KKW’s wohnen zu wollen, aber in den Urlaub fliegen – aus fachlicher Sicht passt das nicht zusammen.

  40. Windparks sind nett, genauso wie Solaranlagen, aber im Endeffekt nur Spielzeuge. Oder glaubt wirklich jemand dass diese Spielerein den steigenden Energiebedarf decken können?

    Das Ökosystem auf dem Planeten ist so komplex dann auch wieder nicht. Viel wichtiger ist auch, dass der Einfluss des Menschen absolut insignifikant ist. Seht euch die Geschichte der Erde an. Der Einfluss des Menschen ist nicht mehr als ein Floh der irgendwo im Wald furzt.

    Zu Yellowstone, et al… Oh bitte. Schon morgen kann ein Global Killer einschlagen und alles ist aus. 2036 könnte sogar einer treffen und das ist nur einer der zufällig gefunden wurde. Der Himmel ist schweinegross.

  41. #43 vernisclair

    Es sollte auch keine Kritik an Deiner Aussage bei #15 sein;mir fiel die Begebenheit nur dazu ein,so halb-OT… 😉
    Windkraft zur Unterstützung der konventionellen Energieerzeugung ist O.K.,aber eben auch nicht ganz ohne Probleme in dichtbesiedelten Gebieten.

  42. #47 Prosemit (21. Okt 2008 17:14)

    Pragmatisch betrachtet, muss alles was lebt auch sterben. Das ist nun einmal so. Der eine früh, der andere später.
    Nur in unserer Zeit meint der Mensch, ein Recht auf mindestens 100 Jahre Gesundheit und Unsterblichkeit zu haben. Dem ist nicht so.

    Das Leben ist gefährlich, so oder so und nichts für Feiglinge. 😉

  43. Ich will verdammt nochmal GÜNSTIGEN Strom, keine 20 CENT pro KW für WINDMÜHLEN Mist zahlen ich will Atomstrom! 5 Cent … aus

  44. @ #50 karlmartell

    Na ja, allerdings ist es schon besser, wenn man erst gegen Ende seines Leben stirbt und nicht gleich am Anfang… 😉

  45. Es ist keineswegs ein Problem radioaktive Stoffe mit langer Halbwertszeit zu entlagern, da diese relativ zu ihrer gesamten Zerfallsenergie eine sehr geringe Strahlung und somit geringe Wärmeenergie pro Zeiteinheit abgeben. Wo wenig Wärme abgeführt werden muss, ist die Lagerung relativ einfach, da eine hohe Dichte der Lagerbehälter erreicht werden kann.

    Viel problematischer ist in Wirklichkeit die sog. Wiederaufbereitung, da hier auf chemischen Wege das waffenfähige Plutonium abgeschieden wird, was mit Wasserverschmutzung, riesigen Kosten und großen Gefahren einhergeht. Aus diesem Grund ist die sog. Wiederaufbereitung in den USA auch verboten.

    Bei den Uranpreisen unserer Zeit ist diese Lösung nur mit riesigen Subventionen möglich. Der simple und billige Weg, die Brennelemente erst zwischenzulagern (jedoch nicht wie unter Rot-Grün durchgesetzt auf dem Gelände der Kernkraftwerke wegen der zusätzlichen Freisetzungsmöglichkeit von radioaktivem Material bei Terroranschlägen) und nach einigen Jahren der Wärmeabgabe entzulagern, ist – ebenso wie in den USA – zu präferieren.

    Zum Vogelshredderwahn will ich mich lieber nicht äußern….

    Leider ist der „Vergleich“ mit der Steinkohle recht unsinnig, weil Kernenergie und Steinkohlekraftwerke keine perfekten Substitute darstellen, was an der unterschiedlichen Kostenstruktur liegt:

    Kernkraftwerke sind sehr teuer in der Anschaffung und ebenso ist die Betriebsbereitschaft teuer hingegen sind die Spaltstoffkosten extrem niedrig. Zudem sind sie sehr träge und lassen sich – im Falle des Druckwasserreaktors der Last nicht anpassen und bei Siedewasserreaktoren, die sicherer sind aber bei uns nicht mehr gebaut werden, nur im geringem Umfang.

    Kohlekraftwerke hingegen haben geringere Anschaffaffungs- und Bereitschaftsbetriebskosten aber hohe Brennstoffkosten. Zudem lässt sich die Last deutlich besser abfahren als bei Siedewasserreaktoren, die in Deutschland ohnehin keine Rolle mehr spielen.

    Dadurch sind Druckwasserreaktoren nur für die Grundlast nutzbar, Siedewasserreaktoren für die Grund- und einem Teil der Mittellast während Steinkohlekraftwerke für die Mittellast prädestiniert sind.

    Die Spitzenlast lässt sich sich mit beiden Typen nicht abfahren. Dafür benötigt man Speicherwasserkraftwerke und Gaskraftwerke.

  46. Die Multi-Kulti-Anti-Atom-Kader haben schon immer nach ideologischen, und nicht nach naturwissenschaftlich begründeten Aspekten gehandelt.

    „Atom-Kraft- Nein Danke“, ein Sammelbecken fast nur für Kommunisten.

  47. #14 cf29

    Ich hoffe, du bleibst noch eine Weile hier erhalten. 🙂

    Aber inhaltlich. Ich betreibe einen Windpark mit 500 kw Maschinen. Jahresertrag pro Anlage 1,1 Mio kwh. Lebensdauer ca 20 Jahre.

    Wie ist denn der Jahresertrag in EUR ohne Einspeisevergütung nach dem EEG?
    😉

    Danach werden die Anlagen verschrottet (Stahlrohrturm) und liefern bei der Gelegenheit hochwertige, fast sortenreine Rohstoffe.

    Soso. Aus was bestehen denn die Rotorblätter?
    Mir ist eine sortenreine Trennung von Kompositwerkstoffen wie GFK und CFK leider unbekannt.
    Die Ausgangsstoffe für die Kunstharze, die da zum Verkleben der Glas- oder Kohlefasermatten dienen, sind sehr giftig und energieintensiv in der Herstellung.

    Also ich will Windenergie nicht schlechtreden, aber nicht alles ist eben Gold, was glänzt.
    Und solange keine großtechnisch nutzbare Möglichkeit zur Speicherung von dem doch sehr schwankenden Windstrom besteht, kann Windenergie NUR in Verbindung mit Grundlastkraftwerken (Wasserkraft,Kohle,Atom) existieren.

    Übrigens, 1000 kg Uran passen in einen Koffer.

  48. Ja, das wurde hier schon zweimal angesprochen.
    Bei Kohleverbrennung wird bedeutend mehr Radioaktivität freigesetzt als bei einem AKW.

    Da haben die Österreicher, die als erste atomfrei sein wollten, sich ein klassisches Eigentor geschossen:

    Radioaktive Kohle in Dürnrohr
    Statt Zwentendorf (1978) musste das Kohlekraftwerk Dürnrohr fertig gebaut werden (1987), welches radioaktive Kohle aus Tschechien und Polen verbrennt. Braunkohle enthält 5-10 ppm (partes per milion) Uran. In einigen Aufbereitungsanlagen (Nejdek) aber bis zu 1% Uran! Zum Vergleich 1 % = 10.000 ppm. Sowohl Arbeitern, als auch den Fachleuten war der Urangehalt der Kohle unbekannt. Es war ein der am strengsten geheimgehaltenen sowjetischen Geheimnisse. Die Stilllegung des Kernkraftwerks Zwentendorf verschmutzt die Natur mit mindesten 10 Tonnen radioaktiven Stoffe pro Jahr! Seit 20 Jahren blasst Dürnrohr radioaktive Stoffe in die Atmosphäre

    Das hab ich so detailliert aus einem anderen Forum. Sonst muß man sich diese Info bruchstückhaft aus diversen Presseberichten mühsam zusammensuchen.

  49. Zum Recycling von Vogelschreddern:

    der größte Teil der Rohstoffe kann NICHT wiederverwendet werden.

    Fundament: besteht aus Stahlbeton – unrecyclebar

    Turm: besteht aus Stahlbeton – unrecyclebar

    Rotorblätter: Verbundwerkstoff aus Glasfasern, Epoxid, anderen Kunstoffen und Kohlefasern: Sonermüll

    Generator+Getriebe: nach aufwändiger Trennung und Ölabscheidung (Sondermüll) – recyclebar

    Elektronik, Regeltechnik etc: Sondermüll – größtenteils unrecyclebar.

    Aber die Vogelschreddersubventionssauger dürfen weiterhin die Natur zerstören, die Fledermäuse bald ausrotten und die Menschen mit Lärm quälen. Wieso auch nicht? Die Profiteure wohnen ja nicht in der Provinz an der See, sondern in den Großstädten und da gibt es bekanntlich keine Vogelschredder.

    Hitler war übrigens der erste prominente Anhänger der Windkraft zwecks Stromerzeugung. In einem NS-„Lexikon“ von 1942 behaupten die Nazis, dass das Erdöl in 25 Jahren verbraucht sein würde – demzufolge im Jahr 1967.

    Die Steinkohle übrigens nach 40 Jahren – im Jahr 1972. Das hindert die modernisierten Linksnazis und Rechtsnazis natürlich nicht daran weiterhin wacker zu behaupten, dass fossile Brennstoffe bald verbraucht seien, obwohl ihnen z.B. die Existenz von Methanhydrat nicht unbekannt sein dürfte.

    Bei der Kernenergie sieht es freilich anders aus. Hier gibt es keinerlei Reichweitenbegrenzung. In folgender Reihenfolge wird die Kernkraft genutzt:

    Uran aus Minen (z.B. gab es in der Zono die größte und profitabelste Mine der Erde) zwecks Spaltung von U235 und U233

    Thorium aus Minen zwecks Ausbrütung von U233

    schnelle Brutreaktoren zwecks Produktion von PU239 aus U238

    Fusionsreaktoren, die Wasserstoff zu Helium verschmelzen

    Es gibt hier keine Begrenzung wenn man in menschlichen Maßstäben misst. Man kann auch die 1000-fache jährliche Energie produzieren.

    Hierfür wird im Gegensatz zu Vogelschreddern nur ein sehr geringes Baumaterialaufkommen genutzt (wenig Beton, Stahl, Kupfer etc.).

    Zudem muss der Verbraucher hier nicht die Last der Kraftwerke nachfahren (Neusprech: intelligente Stromzähler), sondern der Kraftwerkspark die Last der Verbraucher!

  50. Zum Recycling von Vogelschreddern:

    der größte Teil der Rohstoffe kann NICHT wiederverwendet werden.

    Fundament: besteht aus Stahlbeton – unrecyclebar

    Turm: besteht aus Stahlbeton – unrecyclebar

    Rotorblätter: Verbundwerkstoff aus Glasfasern, Epoxid, anderen Kunstoffen und Kohlefasern: Sonermüll

    Generator+Getriebe: nach aufwändiger Trennung und Ölabscheidung (Sondermüll) – recyclebar

    Elektronik, Regeltechnik etc: Sondermüll – größtenteils unrecyclebar.

    Aber die Vogelschreddersubventionssauger dürfen weiterhin die Natur zerstören, die Fledermäuse bald ausrotten und die Menschen mit Lärm quälen. Wieso auch nicht? Die Profiteure wohnen ja nicht in der Provinz an der See, sondern in den Großstädten und da gibt es bekanntlich keine Vogelschredder.

    Hitler war übrigens der erste prominente Anhänger der Windkraft zwecks Stromerzeugung. In einem NS-„Lexikon“ von 1942 behaupten die Nazis, dass das Erdöl in 25 Jahren verbraucht sein würde – demzufolge im Jahr 1967.

    Die Steinkohle übrigens nach 40 Jahren – im Jahr 1972. Das hindert die modernisierten Linksnazis und Rechtsnazis natürlich nicht daran weiterhin wacker zu behaupten, dass fossile Brennstoffe bald verbraucht seien, obwohl ihnen z.B. die Existenz von Methanhydrat nicht unbekannt sein dürfte.

    Bei der Kernenergie sieht es freilich anders aus. Hier gibt es keinerlei Reichweitenbegrenzung. In folgender Reihenfolge wird die Kernkraft genutzt:

    Uran aus Minen (z.B. gab es in der Zono die größte und profitabelste Mine der Erde) zwecks Spaltung von U235 und U233

    Thorium aus Minen zwecks Ausbrütung von U233

    schnelle Brutreaktoren zwecks Produktion von PU239 aus U238

    Fusionsreaktoren, die Wasserstoff zu Helium verschmelzen

    Es gibt hier keine Begrenzung wenn man in menschlichen Maßstäben misst. Man kann auch die 1000-fache jährliche Energie produzieren.

    Hierfür wird im Gegensatz zu Vogelschreddern nur ein sehr geringes Baumaterialaufkommen genutzt (wenig Beton, Stahl, Kupfer etc.).

    Zudem muss der Verbraucher hier nicht die Last der Kraftwerke nachfahren (Neusprech: intelligente Stromzähler), sondern der Kraftwerkspark die Last der Verbraucher!

  51. Euer Autor

    das Problem bei Sonne und Wind liegt darin das die Energiedichte einfach zu gering und unstetig ist um sinnvoll fuer die Energieerzeugung genutzt zu werden. Das ist aehnlich wie eine Goldgewinnung im Rhein. Der Rhein enthaelt viel Gold aber die Konzentration desselben ist zu gering. Dies wird sich auch nicht aendern.

    Gem. den ueblichen Berichten der Medien erzeugt eine Windmuehle oder Solarkraftwerk mehr Energie als Sie zum Bau und Betrieb benoetigt. Dies ist unrealistisch weil es riesiger Anlagen bedarf um einen bescheidenen Ertrag zu leisten. Ein umweltfreundliches Kernkraftwerk wiegt etwa 400.000 to. Lebensdauer 60 Jahre. Um dieselbe Menge Strom zu erzeugen bedarf es etwa 20000* Windmuehlen (1MW Leistung), Lebensdauer 20 Jahre die jeweils 1300 to wiegen, insgesamt 78 Mio to. Da Windmuehlen und Solarkraftwerke mehr Energie zur Errichtung und Betrieb benoetigen als sie erzeugen sind sie umweltschaedlich.

    piVandale

    *die Einspeisung von Windstrom ist eine unkalkulierbare Flackereinspeisung. Um die Schwankungen aufzufangen werden Kohlekraftwerke befeuert im Leerlauf gehalten uvm. Unter der Seite Windstrom-kosten findet ihr das ausfuerlich und technisch kompetent erlaeutert. Ich habe fuer Windstrom einfach den Fakto 0,5 eingesetzt.

  52. Euer Autor,

    die Uranvorkommen sind gemaess des Club of Rome (Vordenker der Oekoreligion)vroeffentlicht 1972 schon erschoepft.
    Trittin Minister fuer Oekoreligion hatte bei Amtsantritt die Reichweite der Uranvorkommen auf 25 Jahre geschaetzt…
    Das Gleiche habe ich jetzt wieder gelesen…

    Wenn die Oekos ihre eigene Argumentation ernst naehmen duerften sie kein Problem mit dem Neubau von ein paar Dutzend umweltfreundlichen Kernkraftwerken in D haben.

    pivandale

  53. #43 vernisclair (21. Okt 2008 16:06)

    Wenn der Iran gerade heimlich Solar-oder Windparks errichten würde , wer würde sich daran stören ???

    Genau hierin liegt der politische Mehrwert des Atomausstiegs, dass man anderen Ländern sagen kann: Ihr könnt das auch.

  54. Hi Odobenus,

    bei der Wiederaufbereitung von Kernbrennstoffen aus Leistungsreaktoren entsteht kein bombentaugliches Plutonium. Der Abbrand des Urans ist bei Leistungsreaktoren viel zu hoch (hoher Anteil PU240)um dieses fuer Bomben nutzen zu koennen.

    Bombenplutonium wurde in unseren Nachbarlaendern in speziellen Reaktoren z.B. AGR Reaktoren oder RBMK Reaktoren (Tschernobyl)erzeugt. Hierbei wurde der Abbrand auf max. 200ppm begrenzt. Meist hat man die Brennstaebe sogar schon nach einem Abbrand von 50ppm entnommen.

    Die Wiederaufarbeitung ist eine geniale Angelegenheit. Die Wirtschaftlichkeit wird in erster Linie durch die ideologisierten atomrechtlichen Verfahren und die damit einhergehenden Auflagen verschlechtert.

    pivandale

  55. @ cannabis Kommando

    Sicherlich würde der Iran weiterhin mit deutscher und russischer Hilfe an der Atombombe basteln, wenn es hier keinerlei Kernkraftwerke mehr gäbe.

    Wenn in weltlichen Ländern die Kernkraft eingesetzt wird, um Strom zu produzieren und die Brennelemente nach abklingen und Zwischenlagerung direkt entgelagert werden, besteht kein Risiko der Gewinnung von Kernwaffenmaterial.

    Da man mit Windparks nur Vögel und Fledermäuse killen kann und viel Geld vernichtet während die Anwohner mit Lärm terrorisiert werden, käme es für den Iran wohl kaum in Frage. Oder sind Vögel und Fledermäuse Ungläubige, die es zu ermorden gilt?

  56. Hi Canabis,

    ich bin oefter im Iran. Ich konnte bislang keine umweltschaedlichen Windmuehle oder Solarkraftwerke entdecken.

    Der Iran verfuegt ueber ein grosses Potential an Wasserkraft, Erdgas und Kohle.

    Da Sonne und Wind zur Energieerzeugung ungeeignet sind werden solche nur in Laendern errichtet die diese aus oekoreligioeser Ueberzeugung mit horrenden Summen subventionieren. Die Iraner haben meist eine Religion und muessen deshalb keine Windmuehlen anbeten.

    Vandale

  57. Noch paar Gedanken bezüglich Wind- und Sonnenenergie. Genauer gesagt, der Sonnenenergie, da sie ja eigentlich auch für den Wind verantwortlich ist.
    Stellen wir uns vor, auf die Erde treffen bei maximaler Sonneneinstrahlung etwa 800-1000 Watt pro qm. Diese Energie treibt das Wetter und letztlich das Klima an und dient der Versorgung aller Lebewesen mit Nahrung und Energie.

    Wenn z.B. riesige Solarparks entstehen, ist die Erde darunter beschattet und kühler. D.h. das Klima im betreffenden Gebiet wird sich auf jeden Fall bei sehr großen Projekten ändern. Der Mensch entnippt quasi die Energie für sich, die eigentlich für das Wetter vorgesehen war.
    Was denken denn die Ökologisten darüber?
    Man kann es drehen und wenden wie man will, auf jeden Fall ist Energieerzeugung auch mit vermeintlich „ökologischen“ Methoden ein Eingriff in die Natur.
    Man muß abwägen, was man wie erreichen möchte.
    Das muß ausschließlich mit sachlichen Aspekten geschehen.

    Doch, was bei unserer Regierung von Halbgebildeten passiert, ist reinstes Irrenhaus und Protektion von Einzelinteressen.
    Die Ökofraktion war mal nützlich, weil sie zum Nachdenken gezwungen hat. Man hat gelernt.
    Doch jetzt sind die verbliebenen Fanatiker mit ihrer Heuchelei eher Sand im Getriebe der Zivilisation.

  58. Zu KKW.
    Ein Forscher hat einmal eine Idee ausgearbeitet, die ebenso fantastisch wie genial ist. Es geht um ein absolut sicheres KKW, daß etwa 500 Jahre arbeitet.
    In etwa verhält es sich so:

    Gedacht ist ein Kraftwerk, daß sich vollgekapselt in einer Tiefe von 500 bis 1000m befindet. Es gibt keinerlei bewegliche oder zu wartende Teile. Zu Beginn wird es mit Brennstoff beschickt und danach läuft der Reaktor selbstregelnd als Erzeuger thermischer Energie ohne menschliches Zutun. Der Kühlmittelkreislauf wird aufgrund des Höhenunterschieds durch Konvektion in Gang gehalten, so daß Pumpen entfallen. Erst im zweiten Kreislauf stehen dann die Dampfturbinen, die Strom erzeugen. Die sind dann an der Oberfläche und zugänglich.
    Nach 500 Jahren ist der Brennstoff verbraucht und der Reaktor kann aufgegeben werden. Alles verbleibt in großer Tiefe an Ort und Stelle.

    De facto ein künstliches geothermisches Kraftwerk.

  59. @ pivandale

    bei der Wiederaufbereitung von Kernbrennstoffen aus Leistungsreaktoren entsteht kein bombentaugliches Plutonium. Der Abbrand des Urans ist bei Leistungsreaktoren viel zu hoch (hoher Anteil PU240)um dieses fuer Bomben nutzen zu koennen.

    Das PU239 lässt sich vom PU240 aufgrund des hohen Anteils leicht abscheiden. Ein gewisser PU240-Anteil lässt nur die Detonationswirkung geringer werden aber 100 % PU 239 ist für eine Bombe nicht vonnöten. Ebensowenig wie 100 % U 233/U235 für eine Uranbombe.

    Bombenplutonium wurde in unseren Nachbarlaendern in speziellen Reaktoren z.B. AGR Reaktoren oder RBMK Reaktoren (Tschernobyl)erzeugt. Hierbei wurde der Abbrand auf max. 200ppm begrenzt. Meist hat man die Brennstaebe sogar schon nach einem Abbrand von 50ppm entnommen.

    Die Druckröhrenreaktoren erlauben lediglich eine wirtschaftlichere Frühentnahme von Brennstäben, weil die Anlagen dafür nicht heruntergefahren werden müssen. Hier lässt sich also nur auf die Leistung bezogen mehr bombentaugliches Plutonium gewinnen. Die Wiederaufbereitung der Brennstäbe aus den „gewöhnlichen“ Leichtwasserreatoren mit nur einem Druckgefäß bringt nur zu höheren Kosten bombentaugliches Material. Am Prinzip ändert sich dadurch nichts.

    Die Wiederaufarbeitung ist eine geniale Angelegenheit. Die Wirtschaftlichkeit wird in erster Linie durch die ideologisierten atomrechtlichen Verfahren und die damit einhergehenden Auflagen verschlechtert.

    Zum einen ist die Wiederaufbereitung in Frankreich und GB nur geschaffen worden, um problemlos an atomwaffentaugliches Material im Großmaßstab zu gelangen, was natürlich zu riesigen staatlichen Subventionen geführt hat und um das vermeintlich schnell teuer werdende Uran effektiver auszubeuten.

    Dadurch, dass Uran relativ zur Inflation langfristig immer billiger wurde, fällt das zweite Argument weg. Das erste dadurch, dass es PU-sparende Wasserstoffbomben gibt, die viel verheerender sind.

    Somit ist die Erlaubnis zum Weiterbetrieb der Wideraufbereitung ohne die Existenz schneller Brüter wirtschaftlicher und ein nicht gefahrenoptimaler Unsinn. Die Müllmenge wird dadurch auch nicht verringert – wie der Begriff vortäuscht – , sondern erhöht. Es werden große Mengen an leicht- und mittelradioaktiven Abfall produziert, die zusätzlich teuer gelagert werden müssen.

    Das US-Verfahren der direkten Endlagerung ist sicher und billig! (jedenfalls in den nächsten Jahrzehnten in denen Uran weiterhin billig ist)

  60. @sniperkater

    Noch paar Gedanken bezüglich Wind- und Sonnenenergie. Genauer gesagt, der Sonnenenergie, da sie ja eigentlich auch für den Wind verantwortlich ist.
    Stellen wir uns vor, auf die Erde treffen bei maximaler Sonneneinstrahlung etwa 800-1000 Watt pro qm. Diese Energie treibt das Wetter und letztlich das Klima an und dient der Versorgung aller Lebewesen mit Nahrung und Energie.

    Wenn z.B. riesige Solarparks entstehen, ist die Erde darunter beschattet und kühler. D.h. das Klima im betreffenden Gebiet wird sich auf jeden Fall bei sehr großen Projekten ändern. Der Mensch entnippt quasi die Energie für sich, die eigentlich für das Wetter vorgesehen war.

    Dem ist nicht so. Die elektrische Energie, die mittels der hochsubventionierten und somit zwangsfinanzierten Sonnenfänger wird stets wieder in Wärme umgewandelt. Wenn du z.B. tagsüber (nur dann gibt es in der Ökozukunft Strom) ein Licht anschaltest, so wandelst du den elektrischen Strom wieder in Wärme um. Dadurch wird also nichts verändert.

    Ein kleiner Teil der Energie, die sonst von hellen Böden reflektiert würde, wird zusätzlich absorbiert, was die Temperatur in einem unmessbaren Bereich erhöht. Aber ich will den Ökoidiologen nicht mit ihrem eigenen dämlichen Temperatur-Konstanz-Wahn begegnen.

  61. @ sniperkater

    Zu KKW.
    Ein Forscher hat einmal eine Idee ausgearbeitet, die ebenso fantastisch wie genial ist. Es geht um ein absolut sicheres KKW, daß etwa 500 Jahre arbeitet.
    In etwa verhält es sich so:

    Gedacht ist ein Kraftwerk, daß sich vollgekapselt in einer Tiefe von 500 bis 1000m befindet. Es gibt keinerlei bewegliche oder zu wartende Teile. Zu Beginn wird es mit Brennstoff beschickt und danach läuft der Reaktor selbstregelnd als Erzeuger thermischer Energie ohne menschliches Zutun. Der Kühlmittelkreislauf wird aufgrund des Höhenunterschieds durch Konvektion in Gang gehalten, so daß Pumpen entfallen. Erst im zweiten Kreislauf stehen dann die Dampfturbinen, die Strom erzeugen. Die sind dann an der Oberfläche und zugänglich.
    Nach 500 Jahren ist der Brennstoff verbraucht und der Reaktor kann aufgegeben werden. Alles verbleibt in großer Tiefe an Ort und Stelle.

    De facto ein künstliches geothermisches Kraftwerk.

    mit Geothermie – also der künstlichen Erzeugung von Erdbeben mittels einpressen von Wasser in den Untergrund hat das zum Glück nichts zu tun.

    Ein solcher Reaktor wäre durchaus interessant, jedenfalls wenn er mit Blei gekühlt würde, da im schnellen Brüter (um einen solchen handelt es sich hier ja) Natrium Korrosionsprobleme bringt und somit vollkommen für einen wartungsarmen Reaktor ausfällt.

    Dass jedoch 500 Jahre Laufzeit erreichbar sind, ist unmöglich, weil der Reaktor den gleichen Gesetzmäßigkeiten wie auf der Erdoberfläche folgt. Es gibt seriöse Berechnungen für gekapselte Reaktoren mit Bleikühlung, die 50-100 Jahre lang ohne mechanische Regelung (also wie hier mit rein thermischer Regelung) funktionieren können.

    Ob solch extreme Tiefen sinnvoll sind, halte ich für fraglich, da ein solches Bohrloch sehr teuer werden dürfte. Aber schnelle Brüter MÜSSEN unterirdisch gebaut werden, da bei einem Terroranschalg mehrere hundert Mal mehr Spaltgifte freigesetzt werden als beim Unglück in Tschernobyl.

  62. Hallo, pivandale

    Schöner informativer Artikel, aber eine Frage:

    Wieso wird in der Diskussion um den Atmostrom so selten oder besser gar nicht auf Fusionsreaktoren eingegangen.

    Kernfusion statt -explosion scheint doch eine absolut saubere, sichere und unerschöpfliche Sache zu sein, wenns mal richtig funktioniert.

    Man braucht ja angeblich bloß irgendwie aufbereitetes Wasser dazu.

    Steht in Garching bei München nicht ein entsprechender Versuchreaktor? Wie weit ist man damit?

    Ratio

  63. @ ratio

    Wieso wird in der Diskussion um den Atmostrom so selten oder besser gar nicht auf Fusionsreaktoren eingegangen.

    Weil er zu teuer ist. Die kwh wird mehr als das 10-Fache von Strom aus Kernspaltung kosten. Die Technologie ist nicht weit genug entwickelt.

    Ein sowjetischer Ingenieur hat schon vor 60 Jahren den TOKAMAK entwickelt – ein ringförmiges Plasmafeld, das von einem Magnetfeld umgeben ist. Das Problem ist die Realisierung zu marktüblichen Kosten. Es gibt keine preiswerten Materialien für einen TOKAMAK, da die Temperaturen bei dem heutigen Technologieniveau noch – zu Marktpreisen – unbeherrschbar ist.

    Kernfusion statt -explosion scheint doch eine absolut saubere, sichere und unerschöpfliche Sache zu sein, wenns mal richtig funktioniert.

    Kernfusion und Kernspaltung können für Detonationswaffen verwendet werden. Im Falle der taktischen Kerwaffe verwendet man Uran oder Plutonium und im Falle der strategischen Waffe eine Wasserstoffbombe, die Tritium mittels einer Fissionsbombe fusioniert. Also Spaltwaffe+Fusionswaffe.

    Aber bei der friedlichen Nutzung der Kernenergie (egal ob KernSPALTUNG oder KernFUSION) explodiert nichts.

    Man braucht ja angeblich bloß irgendwie aufbereitetes Wasser dazu.

    Der Fusionsstoff ist Deuterium und Tritium und das ist exorbitant teuer, weil es sehr selten ist.

    Für ein Kernkraftwerk braucht man ja auch nicht einfach nur einen Brocken Uran, sondern sehr viel teure Technik.

    Steht in Garching bei München nicht ein entsprechender Versuchreaktor? Wie weit ist man damit?

    Das ist ein Spaltreaktor. ITER ist das größte Fusionsreaktorsystem: http://de.wikipedia.org/wiki/ITER

    ITER wird von allen großen entwickelten Staaten der Welt finanziet (USA, EU, China, Russland …)

  64. #70
    Ich korrigiere mich. Da ich den Artikel erst mühsam suchen mußte, ist mir aus dem Gedächtnis einiges abhanden gekommen:

    -Vertikaler Aufbau aller Komponenten
    – Vollständig gekapselt wäre das System von außen. D.h. der Brennstoffvorrat wäre mit auf der Teufe.
    Lebensdauer der Gesamtanlage 500 Jahre max.
    -Wasser als Wärmeträger
    -Die Tiefe ist erheblich für die Funktion.
    (200m-4000m)
    -Wie kommst du auf „Schneller Brüter“???
    Es geht um einen herkömmlichen Reaktor.
    -Der Schacht mag teuer sein, jedoch kann der Reaktor selber mit erheblich weniger Material gebaut werden, da das umgebende Felsgestein als Mantel dient.

    Herkömmliche AKW unter Tage gibt es bereits in F, N, RUS. O.g. Idee wurde seinerzeit vom Atomphysiker Sacharov angesprochen. Nach tschernobyl gab es großes Interesse, danach wieder Ebbe.

  65. @ sniperkater

    -Wie kommst du auf “Schneller Brüter”???
    Es geht um einen herkömmlichen Reaktor.
    -Der Schacht mag teuer sein, jedoch kann der Reaktor selber mit erheblich weniger Material gebaut werden, da das umgebende Felsgestein als Mantel dient.

    Ohne schnelle Neutronen lässt sich kein Spaltmaterial erzeugen. Der Reaktor muss soviel Material erbrüten wie er spaltet. Ansonsten hat die Spaltreaktion schnell ein Ende. In einem größeren Leichtwasserreaktor (um einen solchen soll es sich ja handeln) kann man kein Spaltmaterial für deutlich mehr als zwei Jahre unterbringen. Dann wäre die Kettenreaktion unkontrolliert. Da nun der Reaktor nicht bleigekühlt ist – also keine schnellen Neutronen zum Ausbrüten von neuem Material (PU 240 aus U239) erzeugt, kann er sich nicht so lange mit Spaltstoff versorgen.

    Selbst Brutreaktoren hätten mit solch großen Spaltstoffvorräten große Probleme.

    Aber wartungsfrei wäre eine solche Anlage nicht, da es immer durch die thermischen, radioaktiven und mechanischen Wirkungen Materialermüdung geben muss.

    Die physikalischen Gesetze kann man ja nicht austrumpfen. Wenn der Reaktor sogar frei von einer mechanischen Regelung sein soll (wie übliche Leichtwasserreaktoren), dann würde die Reichweite des Spaltmaterials noch einmal verringert, um eine kontrollierte Kettenreaktion zu ermöglichen.

    Aber KKW unter der Erde zu errichten ist generell sinnvoll – insbesondere in Zeiten des islamischen Terrors. Aber dafür reicht auch eine Deckschicht von 20 m. Diese verhindert zuverlässig den Durchschlag mit einem Airbus A380 oder sogar einer noch größeren Antonov 225.

    Es geht um einen herkömmlichen Reaktor.
    -Der Schacht mag teuer sein, jedoch kann der Reaktor selber mit erheblich weniger Material gebaut werden, da das umgebende Felsgestein als Mantel dient.

    Für die Betonteile eines KKW im primären Sicherheitsbereich benötigt man hochfeste Baustoffe bester Qualität. Da kann man nicht einfach irgend einen Abraum aus der Erde nehmen. Aber bei geringen Tiefen, kann man einen Reaktor in eine Betonschale von z.B. 20 m Tiefe legen und den Abraum zum Abdecken der Anlage verwenden. Das sieht dann sogar richtig ökig aus – das Grasdach für KKW – besonders terrorsicher und erlaubt keine Exposition von Spaltstoffen in die Luft.

  66. #63 odobenus (21. Okt 2008 21:45)

    Sicherlich würde der Iran weiterhin mit deutscher und russischer Hilfe an der Atombombe basteln, wenn es hier keinerlei Kernkraftwerke mehr gäbe.

    Dazu gehört natürlich auch, in den 6+1-Gesprächen zu verlangen dass Iran das Zusatzprotokoll zum Nichtverbreitungsvertrag ratifizieren möchte, so dass die IAEA freie Hand gegenüber der dortigen Staatsgewalt bekommt.

    Bis zur Stunde schenken die 6+1-Länder den Mullahs immer mehr Zeit, dadurch dass sie keine konsistente Verhandlungsposition haben.

  67. @ cannabis kommando

    Es würde ausreichen, dass die freie Welt ein Handelsembargo des Iran erzwingt. Dafür müsste man nur die deutschen Maschinen und Ersatzteillieferungen abfangen und beschlagnahmen. Über 70 % der Maschinen des Irans wurden von Deutschland geliefert und dafür werden permanent Ersatzteile benötigt. Ohne deutsche Industrieunterstützung würde der Mullahterror innerhalb weniger Monate zusammenbrechen und im Gegensatz zu Afghanistan ist davon auszugehen, dass die Perser wieder in den Kreis der Zivilisation zurückkehren.

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