Götz KubitschekSicherlich erinnern sich alle PI-Leser an die skandalösen Vorgänge um den Anti-Islamisierungskongress, die hoffentlich auch den letzten Wohlmeinenden vor Augen führten, wie es sich in diesem Lande mit der Freiheit derjenigen verhält, die sich nicht der linken Meinungshegemonie beugen wollen. Unbeachteter, aber nicht weniger beunruhigend waren die Vorgänge um die Kollegreihe „Widerstand“ des Institutes für Staatspolitik (IfS). Auch hier versuchten Linke, die Versammlung politisch Andersdenkender zu verhindern. So musste u.a. in Frankfurt mehrfach der Tagungsort gewechselt werden, da die Antifa massiv Druck ausübte. Näheres kann man auf dem Weblog des IfS nachlesen.

Ich habe mit großem Interesse die Bücher „Provokation“ von Götz Kubitschek (Foto oben) sowie „Das konservative Minimum“ von Karlheinz Weißmann gelesen. Da ich auch die „Junge Freiheit“ als eine der wenigen noch lesbaren Zeitungen für mich entdeckt habe und die Studien des IfS hochinteressant finde (v.a. als Lieferanten von Fakten für Diskussionen), beschloss ich, den letzten Veranstaltungstermin der Kollegreihe wahrzunehmen.

Gespannt war ich schon, was mich erwarten würde. Als ich eintraf, waren bereits die ersten Besucher anwesend und der Saal füllte sich rasch. Das Publikum war bunt gemischt: Anzugträger, Metal-Fans, ältere Herrschaften, gerade Zwanzigjährige. Nur ein Besuchertypus fehlte komplett: Der böse Nazi mit Bomberjacke, Springerstiefeln und was dergleichen Klischees mehr sind. Die Atmosphäre war ruhig und freundlich. Schon früh entwickelten sich erste Diskussionen, wobei die Ereignisse in Köln oft zur Sprache kamen. Auch ein Bücherstand war gut frequentiert, ich kaufte mir hier „20 Jahre Junge Freiheit“ von Götz Kubitschek sowie „Unsere Zeit kommt“ von Karlheinz Weißmann. Einige ältere Ausgaben der „Sezession“ gab es gratis dazu.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Götz Kubitschek kam der erste Referent zum Zuge, nämlich Frank Lisson, der sich hauptsächlich auf sein neues Buch „Widerstand. Lage – Traum – Tat“ bezog. Er sprach Dinge an, die wohl die meisten Rechten/Konservativen schon so gefühlt oder erlebt haben werden: Die Diffamierung als „Antidemokraten“ durch die Blockparteien, die Selbstzensur der Medien, den Ekel angesichts der Lage in Deutschland, die Wut, gegen besseres Wissen nicht anders zu können.

Es gehe darum, Widerstand gegen den Sozialismus zu leisten, der letztendlich den Einheitsmenschen wolle. Ausdrücklich wurde der Nationalsozialismus als linke Bewegung einbezogen, denn der größte Feind der Nazis sei nicht der Kommunist, sondern vielmehr der Bürger und der Adelige gewesen. Das Gegenteil von Links ist nun für Lisson keineswegs die CDU, sondern Individualismus, das Streben nach Niveau, Geschmack und Stil, das Neinsagen zu den täglichen Lügen, das Masseninkompatible. Auch ein abseitiges Leben dürfe man nicht scheuen, denn letztendlich sei abseitiges Leben gesteigertes Leben. Ziel müsse die freie Republik sein, nicht eine DDR 2.0.

Den nächsten Vortrag hielt Dr. Karlheinz Weißmann zum Thema „Ziel – Unsere Politik“. Hier ging es nun nicht um konkrete Handlungsanweisungen, sondern um Theorie, Metapolitik. Zu Beginn ging Weißmann auf die Ereignisse in Köln ein, er sprach von einer „verhetzten, amorphen Masse“, die mit Billigung der Obrigkeit gegen den Kongress protestiert habe. Als zweites aktuelles Ereignis wurde die Landtagswahl in Bayern erwähnt, nach der die CSU zwar Personal ausgetauscht habe, aber letztendlich so fortfahre wie bisher. Dies seien Hinweise dafür, dass wir uns auf den Weg in eine Phase der Postdemokratie befinden. Die Legitimationsbasis der Regierung schwinde zunehmend, das Konzept der multikulturellen Gesellschaft sei zum Scheitern verurteilt, da sich zunehmend Gruppierungen in unserer Gesellschaft ausbreiten, die eben diese als Beute betrachten, aber keineswegs die Absicht hätten, sich in diese einzufügen, da sie sich als Teil einer durch Abstammung oder Religion verbundenen Gemeinschaft sehen. Die momentane Politik versuche sich hingegen am Experiment einer Gesellschaft ohne Gemeinschaft, was letztendlich nicht funktionieren könne. Demokratie beruhe auf der Idee des Nationalstaates, mit zunehmender Auflösung derselben stehe die Demokratie vor großen Problemen. Letztlich habe dies auch die EU erkannt, was eine mögliche Erklärung für die zunehmend rigider werdenden Maßnahmen ist.

Weißmann kam auf das Buch „Who are we“ des berühmten Samuel P. Huntington („Kampf der Kulturen“) zu sprechen. In den USA beobachte man ein gespaltenes Meinungsbild zum Thema Migration: Einerseits die breite Schicht der WASPs (white anglo-saxon protestants), die sich um ihre zunehmend marginaler werdende Rolle sorgt, andererseits die Elite, die diese Entwicklung gelassen ins Auge blickt, in dem Wissen, sich durch Absprache mit den wachsenden Minderheiten an der Macht halten zu können. Ich denke, Parallelen zu Deutschland und Europa sind offensichtlich.

Es folgte eine Mittagspause. Anschließend sprach Dr. Erik Lehnert, der zusammen mit Weißmann künftig die Leitung des IfS übernimmt, zur Rolle des IfS, nämlich die Lage zu bestimmen und Ziele zu formulieren.

Nun sprach Felix Menzel über den Aufbau einer rechten Ikonographie. Das Problem sei, dass Rechte von der Öffentlichkeit ferngehalten werden. Man müsse versuchen, mit Bildern an die Öffentlichkeit zu gelangen, wobei Ikonen sich dadurch auszeichnen, dass sie authentische, stark kanonisierte, serielle und die Öffentlichkeit durchdringende Bilder seien.

Raising the Flag on Iwo JimaEs folgten einige Beispiele für solche Ikonen: Das Bild „Raising the Flag on Iwo Jima“ (Foto links), der „Tank Man“ während der Studentenproteste am Platz des Himmlischen Friedens 1989 sowie das Bild, das einen Sowjetsoldaten beim Hissen der Flagge auf dem Reichstag zeigt. Die Rechte verfüge nicht über positiv besetzte Ikonen, wie das Beispiel einer Google-Bildsuche nach dem Beriff „Rechter“ zeigt, nämlich den Klischee-Nazi mit Bomberjacke. Ein Bild, das die Möglichkeit einer Ikone geboten hätte, wäre das Bild der Überwachungskamera auf den Rentner in der Münchner U-Bahn gewesen.

Wie soll nun eine rechte Ikonographie aufgebaut werden? Ziel sei nicht moderner Ikonoklasmus, sondern eher konstruktive Arbeit. Dies erreiche man, indem man z.B. konservative Bilder, die in Vergessenheit geraten sind, repopularisiert, z.B. Bilder aus der Zeit der Lebensreform.

Der letzte Referent war Götz Kubitschek, der einigen PI-Lesern noch durch die Taten der von ihm gegründeten Konservativ-Subversiven Aktion (KSA) bekannt sein sollte, zuletzt die Störung der Grass-Lesung im Hamburger Theater. Passenderweise sprach Kubitschek denn auch zum Thema „Tat – Konservative Aktion“.

Kubitschek griff die „Beschwichtigungskonservativen“ an, die Joschka Fischer nun für einen der ihren halten, weil er gutes Essen und einen edlen Wein zu schätzen weiß. Das Motto in Deutschland sei: Klappe halten, Karriere betreiben, Steuern zahlen und Parteien der „extremen Mitte“ wählen. Unser Staat wolle nicht Deutschland, sondern den in jedes multikulturelle Gebilde verpflanzbaren Weltbürger.

Kubitschek ging nun näher auf die Aktion gegen Günter Grass ein. Man habe Grass als Ziel ausgesucht, da er Nutznießer seiner moralischen Überheblichkeit sei. Man erinnere sich an die sog. Bitburg-Kontroverse. Die KSA verfolge im wesentlichen die folgenden Ziele: Beunruhigung des Gegners, Werben für die eigene Sache sowie Selbstvergewisserung. Bei der konservativen Aktion müsse der Einzelne zur Geltung kommen, man dürfe nicht zerstörerisch als anonymer Mob agieren, sondern müsse konstruktive Aktionen aus der Notwendigkeit heraus durchführen. Es gehe darum, eine Spur zu hinterlassen. Nach diesem vom Publikum mit viel Beifall bedachten Vortrag endete die Veranstaltung.

Insgesamt war es ein interessanter Tag mit Vorträgen, die zahlreiche verschiedene Facetten des Rechts-Seins widerspiegelten. Einerseits die eher kontemplativen Betrachtungen Lissons, andererseits die entschlossene Tat Kubitscheks, die metapolitischen Betrachtungen Weißmanns und die konkreten Beispiele Menzels.

Was ich für mich persönlich mitgenommen habe, ist, dass man sich als Rechter/Konservativer auf viele verschiedene Arten gegen den herrschenden Zeitgeist zur Wehr setzen kann. Sei es durch konkrete Aktionen, sei es, indem man in Schule, Universität, Beruf und Freundeskreis offen zu seiner Haltung steht und die alltäglichen Lügen nicht mehr mitmacht. Widerstand ist auf mannigfache Art und Weise möglich.

» Blaue Narzisse: Bilder vom Frankfurter Kolleg
» Blaue Narzisse: Zum ersten Mal bei der Neuen Rechten

(Gastbeitrag von Fenris)

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28 KOMMENTARE

  1. Autor Fenris zieht das richtige Fazit aus der Tagung des IfS.

    Tatsächlich jeder Bürger kann die Dinge, die uns alle so bedrücken, zum Besseren wenden. Dort wo er im Leben steht, jederzeit, an jedem Ort.

    Ihr innerer Widerstand wird so nach außen getragen und gewinnt Eigenleben. Ihr Gegenüber bemerkt bewußt oder auch unbewußt, ob Sie es ehrlich meinen. Er wird Ihre Leidenschaftlichkeit in der Sache und Ihre Entschlossenheit zum Handeln notieren. Er wird nach all seinen Überlegungen bereit sein, sich der Guten Sache anzuschließen.

    PI hat bereits viele hunderttausend Menschen angesprochen und vom Ernst der Situation in Europa überzeugt. Ich jedenfalls trage diese Botschaften weiter, wo ich geh und steh. Und mein Gegenüber ist immer aufgeschlossen, denn jeder spürt die schlimmen Signale dieser Zeit.

    Machen Sie mit, machen Sie es bitte auch so.

    Dann stehen Sie auf der Seite der Freiheit. Auf der Seite derer, die gewinnen werden.

  2. „Sei es durch konkrete Aktionen, sei es, indem man in Schule, Universität, Beruf und Freundeskreis offen zu seiner Haltung steht und die alltäglichen Lügen nicht mehr mitmacht.“

    Genau. Vermeidet es, Eure Meinungsäußerung mit einer Entschuldigung a la „Ich habe jetzt nichts gegen Ausländer oder so, aber …“ einzuleiten. Auf dem Papier haben wir in diesem komischen Land freie Meinungsäußerung. Man braucht sich dafür nicht zu entschuldigen und muß sich auch nicht erst von irgend etwas abgrenzen.

  3. Ich habe es auch schon erlebt ,sogar in der eigenen Familie.Aber ich bleibe dabei und vertrete meinen Standpunkt.Meine zukünftige Schwiegertochter hatte mir sogar empfohlen doch das Land zuverlassen.Darauf habe ich gesagt,das es meine Heimat ist ,warum soll ich es verlassen .Ich sage auch ganz offen ,das ich Die Pros wählen werde,weil sie immoment die einzige Partei ist die gegen die Islamisierung und Korrupption der Politiker kämpft.Ich habe kein Problem damit,es ist mir egal,ob sie mich als Nazi sehen oder nicht.Ich bin Rentnerin ,aber die noch beruftätig sind haben damit mehr Probleme,weil sie ja noch eine Familie ernähren müssen.

  4. Gerade die junge Generation, die den prä-terroristischen Rütli-Boratismus an den Schulen, im ÖPNV, vor der Diskothek erleben konnte, wird sich zunehmend konservativen Strömungen widmen, zu groß ist der Widerspruch zwischen den von der 68erInnen-Dressurelite verordneten mohammedanischen „Kultur“bereicherung und der erlebten Alltagsrealität.

    Auch die Menschen mit eher leistungsorientierten Berufen (Techniker, Ingenieure, Handwerker, Wissenschaftler) tendieren eher zu konservativen Werten, im Gegensatz zu den AbsolventInnen der Heitmeyer-Versorgungsindustrie, die keinerlei Beitrag zum BIP einer hochentwickelten Industriegesellschaft leisten sondern im Gegenteil die durch die Mohammedanisierung unseres Landes ohnehin knappen fiskalischen Ressourcen verbrauchen.

    Ein Blick nach Österreich zeigt, wohin die Reise in Europa geht, daher auch die Panik der LinksgrünInnen, die ihre Felle davon schwimmen
    sehen!

    Die Bundeskristalltage in Köln haben gezeigt, wie stark die Widerstände der DressurelitInnen noch sind, aber ich denke, es sind schon Rückzugsgefechte!

    Übrigens hat die medial hingerichtete Tagesschau-Sprecherin Eva Herman den Revisionprozeß gewonnen, mal sehen, wie die NDRessurelite nun reagieren wird!

  5. Danke für den Bericht.

    Unglaublich, wo man sich als Konservativer nun wiederfindet – nach wie vor immer wieder ein merkwürdiges Gefühl.

  6. Sehr interessanter Beitrag. Das IfS werde ich mir mal genauer ansehen.

    #1 Bundespopel

    Und mein Gegenüber ist immer aufgeschlossen, denn jeder spürt die schlimmen Signale dieser Zeit.

    Die Erfahrung habe ich auch schon gemacht. Unter vier Augen bekommt man fast nur Zustimmung, auch von Leuten die eigentlich gewohnheitsmäßig rot/grün wählen. Es braut sich was zusammen im Land. Gottseidank.

  7. Danke für den ausführlichen Bericht – beim nächsten Treffen in Berlin bin ich auch wieder dabei!

    Das IfS und die Junge Freiheit sind ein Trost in einem trostlosen Land.

  8. Eine kurze Theorie von einem geisteswissenschaftlichen Laien: Für mich ist es so, dass jeder Mensch entweder eher links oder rechts denkt. Das „eher“ soll zum Ausdruck bringen, dass es hier alle Abstufungen gibt, also keineswegs reines Schubladendenken. In der Regel hält auch jeder Mensch zeitlebens dieses Denkschema bei, driftet aber mit zunehmendem Alter leicht nach rechts.

    Wobei zu betonen ist, dass „links“ und „rechts“ völlig neutrale, wertfreie Eigenschaften sind. Allerdings ist es im derzeitigen Zeitgeist so, dass rechts völlig verteufelt wird. Es wird suggeriert, dass Rechte von Adolf Hitler träumen und gerne wieder Ausschwitz installieren möchten. Ein völliger Schwachsinn, aber diese unterschwellige Unterstellung lässt sich wunderbar als Nazikeule instrumentalisieren, die heutzutage bekanntlich im Übermaß geschwungen wird.

  9. #1 Bundespopel
    „Tatsächlich jeder Bürger kann die Dinge, die uns alle so bedrücken, zum Besseren wenden. Dort wo er im Leben steht, jederzeit, an jedem Ort.“

    Genau. Aber wenn ich dann so meinen Bekanntenkreis sehe: Da wird auch über vieles geklagt, aber nicht entsprechend gehandelt. Man kann z. B. jederzeit seine Meinung durch Leserbriefe an die Tageszeitung einer breiteren Öffentlichkeit kundtun. Aber wenn ich so etwas vorschlage, heißt es immer gleich: „Ach, das bringt doch sowieso nichts“, oder: „Was kann ich als Einzelner schon bewirken?“
    Sie kapieren nicht, dass, wenn all die vielen Einzelnen, die im stillen Kämmerlein vor sich hingrollen, sich öffentlich zu Wort melden würden, schon eine Bewegung von ansehnlicher Größe zustande käme.

  10. @Marra

    So ist es.Ich diskutiere oft mit Menschen und erkläre dann wie wichtig es ist, Druck nach Oben auszuüben.Jeder Brief,jede Mail ist ein Denkannstoß und etwas mehr Druck.Die Masse kann dann der Dümmste nicht ignorieren und genau die fehlt so oft.Manchmal muss man einfach über seinen Schatten springen und mutig sein(Köln zb.)

  11. Prima Beitrag,man kann etwas bewegen im richtigen Umfeld.Nur die angeblichen Studenten
    der Antifa,lesen die solche Berichte auch??

  12. Guter Beitrag, mit leichten Schwächen in Götz Kubitscheks ansonsten scharfsinnigen Ausführungen.
    Die Lechzrinx-Kategorisierung ist obsolet.

    Goebbels, der Profilügner, sagte: „Sozialismus ist die Brücke von rechts nach links.“

    Ich sage: PATRIOTISMUS ist die Brücke von links nach rechts.

    Der größte Feind des EU-Sozialismus: Gutgelaunter Patriotismus.
    Das Trauma der Deutschhasser: Die Patriotismus-Renaissance zur Fußball-WM.
    ALLE – bis auf ein verkrampftes, verschwindendes Grüppchen – fühlten sich einig unter Schwarz-Rot-Gold, der Farben LINKER freiheitlicher, demokratischer Patrioten. 1848: Kampf gegen Obrigkeitsstaat und Zensur, für direkte Demokratie und Gleichberechtigung. Das ist „links“, das Gegenteil von Sozialismus. Links ./. Rechts stimmt so nicht.
    Individualismus oder Gleichmacherei, Stil oder Kitsch, Freiheit oder Sozialismus, DAS sind die Gegensätze.

    Overdone:
    „Ausdrücklich wurde der Nationalsozialismus als linke Bewegung einbezogen, denn der größte Feind der Nazis sei nicht der Kommunist, sondern vielmehr der Bürger und der Adelige gewesen.“

    National-Sozialismus ist EINE mögl. Erscheinungsform von Sozialismus. „DDR“ war National-Sozialismus pur unter KGB-Kontrolle.

    SO wird ein Schuh ‚draus:

    „Das Gegenteil von SOZIALISTISCH ist nun für Lisson keineswegs die CDU, sondern Individualismus, das Streben nach Niveau, Geschmack und Stil, das Neinsagen zu den täglichen Lügen, das Masseninkompatible.
    Auch ein abseitiges Leben dürfe man nicht scheuen, denn letztendlich sei abseitiges Leben gesteigertes Leben.“

    Ja. So gefällt’s mir besser.

  13. Als Liberaler habe ich schon manchen politischen Streit mit Andersdenkenden gefochten. Aber mit Konservativen läßt es sich besser streiten, als mit marxistisch inspirierten Sozialisten. Erfreulich dass sich der heutige Konservativismus als antikollektivistisch und individualistisch begreift.

  14. Sehr guter Beitrag, Danke
    „…Das Problem sei, dass Rechte von der Öffentlichkeit ferngehalten werden.“

    Und sich auch selber fernhalten oder ducken, muss man leider oft feststellen.
    Wenn ein Zeitschriftenhändler bei Nachfrage die „Junge Freiheit“ nicht führt, dann muss man nachhaken und ihn bitten, doch mal unter seiner Theke nachzuschauen usw.

  15. #10 KDL “ … Wobei zu betonen ist, dass “links” und “rechts” völlig neutrale, wertfreie Eigenschaften sind. Allerdings ist es im derzeitigen Zeitgeist so, dass rechts völlig verteufelt wird. Es wird suggeriert, dass Rechte von Adolf Hitler träumen und gerne wieder Ausschwitz installieren möchten. Ein völliger Schwachsinn, aber diese unterschwellige Unterstellung lässt sich wunderbar als Nazikeule instrumentalisieren … “
    ——

    Korrekt. Links ist, wer links vom Parlamentspräsidenten sitzt.
    Gehen wir ‚mal auf das Kleinkindargument ein, dann gelte:
    Linke wollen Stalin; je linker, desto Stalin,
    Rechte wollen Hitler usw.

    PATRIOTEN schneiden diesen sozialistischen Helden die Ohren ab.
    http://armin-t-wegner.de

  16. #16 pinetop „…
    mit Konservativen läßt es sich besser streiten, als mit marxistisch inspirierten Sozialisten. Erfreulich dass sich der heutige Konservativismus als antikollektivistisch und individualistisch begreift.“

    Erfreulich auch, daß sich die wehrhafte intelligente Linke ebenfalls als antikollektivistisch und individualistisch begreift.

    Und SEHR erfreulich, daß das JUNGE Österreich die Freiheitlichen wählt. 🙂

  17. Wem es in seiner westdeutschen Mittel- bis Großstadt nicht mehr gefällt, soll es machen wie Götz Kubitschek: Kauf dir ein Haus im Osten Deutschlands, zieh mit Frau dort hin und zeuge mit ihr 5-6 Kinder

  18. Ausdrücklich wurde der Nationalsozialismus als linke Bewegung einbezogen […]

    Endlich hat es jemand ex cathedra zurechtgerückt: alle einschlägigen Sozialismen gehören an den linken Rand des politischen Spektrums. Mitleid mit den Sozial“demokraten“ muß man aber wegen ihrer Nachbarschaften deshalb nicht haben 🙂 .

    Was „rechts“ ist, haben andere Kommentatoren bereits angerissen, doch wo bleibt eine gesellschaftlich wahrnehmbare und etablierte Rechte, die jenen Wertekanon wieder errichtet, der von den 68-ern und ihrem unsäglichen Umfeld bis auf den heutigen Tag geächtet wird?
    Es gibt noch viel tun tun bei der Ausfüllung eines organisierten, wirklich rechten Vakuums; indes sehe ich Hoffnung.

  19. Super Beitrag zum Einblicken.

    Es ist heut zutage auch so, daß Metaller, Gothicleute und in den verschiedensten Subkulturen rechte, wie linke Strömungen gebenb und die Szenen spaltet. Letzendlich sind es wieder mal die linken, die in rechten Meinungen gleich eine Unterwanderung und Verschwörung gegen ihre Subkulturen ansehen, während die Rechten einfach nur ihre Meinung kundtun! Vereinzelt sind dann wieder ANTIFANTEN darunter, die andere wegen ihrer Meinung verprügeln. SO auch immer wieder auf dem WGT, wo sie sogar ANschläge auf die Straßenbahnen gemacht haben, weil Ihnen uniformierte Gothicfreaks nicht passen! (Sollte es dieses Jahr wieder passieren, kann ich mal einen soclhen Beitrag hier bei Pi abgeben)!

    Dieses Fehlverhalten der Linken führt natürlich zur absoluten Ekel- und Abwehrverhalten. Aber die sind nicht nur für menschliches Miteinander, sondern auch für Psychologie ohnehin zu dumm!

    Man sollte erwähnen, wie es heutzutage aussieht: rechts=ist das Gute, links=schlecht!

  20. Konservativ-subversive Aktion? Also ich halte nichts davon, die kriminellen Aktionsformen (Nötigung, Hausfriedensbruch etc.) der Linken zu kopieren. Damit stellt man sich doch nur mit den argumentlosen Idioten auf eine Stufe.

    Für richtig halte ich dagegen die Wortergreifungsstrategie, also bei Podiumsdiskussionen, bei denen in erster Linie neutrale Zuhörer anzutreffen sind, rechte Argumente vorzutragen. Linken Diskussionsleitern, die zumeist keinen vernünftigen Widerspruch von Rechts gewohnt sind, bleibt dann oftmals nicht anderes übrig, als dem Diskutanten das Wort zu entziehen oder den Punkt im Raum stehen zu lassen, was von neutralen Beobachtern beides als rhetorischer Sieg der Rechten betrachtet werden dürfte.

    Dabei sollte man jedoch stets darauf achten in einer möglichst wehrhaften Gruppe zu erscheinen, weil linksexteme Saalschützer oder Veranstaltungsteilnehmer oft nicht zimperlich sind, rechten Widerspruch niederzuknüppeln, wenn sie keine Gegenwehr zu befürchten haben.

  21. Schreibe seit längerer Zeit immer mal wieder islamkritische Leserbriefe in der Tageszeitung. Hat nie einen Gegen-Leserbrief gegeben und ich habe auch keine anonymen Telefonanrufe erhalten. Aber dafür zweimal Zustimmung. Ich sag‘ mir, steter Tropfen höhlt den Stein. Aus der Psychologie gibt’s die Erkenntnis, dass der Mensch sich nur ungern von liebgewonnenen Meinungen und Einstellungen trennt. Das fällt ihm umso schwerer, je häufiger seine Einstellung vertreten ist.

  22. Ich melde mich hier nicht allzu oft zu Wort – was nützt es, bei jedem Artikel „sehe ich auch so“ drunter zu setzen… Aber ab und an will ich doch betonen, dass es ein Fehler ist die Islamkritik so betont als konservativ oder rechts zu positionieren. Ich jedenfalls sehe mich nicht so, meine Verachtung gegen den Islam rührt gerade dadurch, dass ich ihn als rechts und konservativ sehe und ich als Liberaler mit ihm keine Schnittmengen haben kann. Ich denke, manche hier lassen sich von der absoluten Dummheit von Leuten wie Volker Beck oder Fatima Roth blenden, die der Islamiesierung das Wort reden, aber sofort aufgehängt würden, wqenn der Islam hier an der Macht wäre. Ich bin aber dagegen, dass auch Idioten wie Volker Beck aufgehängt werden, nur weil sie dumm und daneben auch schwul sind.
    Ich würde gerne mal eine Diskussion von Fatimah Roth mit Vertretern islamischer Verbände über das Frauenbild sehen, wenn Roth ihre Meinung dazu sagen würde ohne ihre völlige Verblendung durch diese gutmenschliche Idiotie, man dürfe den Islam als „bereichernde“ Kultur nicht kritisieren.
    Es ist doch völlig klar, dass, wenn die Aspekte wie Ausländerrecht, Einbürgerung, EU-Beitritt der Türkei etc. nicht wären, alle Moslems hier CDU oder rechts wählen würden, da die immerhin ein bisschen mehr ihrem konservativen Familienmodell, Frauenbild etc entsprechen.
    Ich lasse mich doch nicht von Moslems in die Rechte Ecke drängen, weil bis heute die meisten Linken die Gefahr des Islams verkennen und eingene Werte damit verraten.
    Wenn gar ein Lafontaine eienr Äquidistanz des demokratischen Israel mit dem islamofaschistischen Iran das Wort redet, dann ist der für mich ein rechter Spinner, ich halte mich aber für linksliberal, wenn ich den antisemitischen, frauenverachtenden,protofaschistischen Iran verachte.
    Nochmal: die Dummheit von den meisten Linken, ihren wahren Feind nicht zu erkennen, sollte nicht zum Trugschluss führen, Islamkritik müsse automatisch Rechts sein. Sicher, ich begrüsse die richtige Einstellung auch der meisten Konservativen hier in Bezug zum Islam – aber ich kann z.B. unmöglich für mich akzeptieren, auf eine Ebene mit einem herrn Nitzsche zu stehen, der mit der Parole des Vichy-Regimes Politik macht. Denn dann bliebe auch nichts übrig von den Grundsätzen von PI…

  23. Waren die „Metal-Fans“, die Du in dem Bericht erwähnt hast, zufällig eine Frau und zwei Männer die fast in der letzten Reihe saßen?
    Wenn ja dann waren wir das 😉

    Diese Vortragsreihe war wirklich sehr interessant, vor allen Dingen war es mal nett die Gesichter der Menschen zu sehen deren Namen man so oft in der JF ließt.

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