Bremen: Messerstiche gegen Kontrolleure

Die Fahrkartenkontrolle zweier „Südländer“ endete für einen Mitarbeiter der Bremer Straßenbahn AG im Krankenhaus, nachdem ihm einer der „Südländer“ ein Messer neun Zentimeter tief in den Bauch gerammt hatte. Ein zweiter Kontrolleur wurde durch Schnitte am Ellbogen verletzt.

Mit schweren Verletzungen musste heute Mittag ein 29 Jahre alter Kontrolleur der Bremer Straßenbahn AG in ein Krankenhaus eingeliefert werden, nachdem sich ein bislang unbekannter Täter durch Flucht der Fahrkartenkontrolle zu entziehen versuchte und während einer darauf folgenden Rangelei dem Kontrolleur einen Messerstich im Bauchbereich zufügte. Lebensgefahr besteht derzeit nicht.

Im Rahmen einer Fahrkartenkontrolle wollten die drei Mitarbeiter der BSAG in einem Bus der Linie 76 zwei Südländer kontrollieren, die daraufhin versuchten zu flüchten. An der Haltestelle Bahnhof Blumenthal gelang einem der beiden die Flucht, während es noch im Bus mit der zweiten Person zu einer Rangelei kam, die sich schließlich außerhalb des Busses verlagerte. Hier stach der Täter mit einem Messer gezielt auf die Kontrolleure ein. Dabei erlitt ein 29 Jahre alter Kontrolleur eine neun Zentimeter tiefe Stichverletzung im Unterbauch, sein 34 Jahre alter Kollege eine drei bis vier Zentimeter lange Schnittverletzung am Ellenbogen. Ihre 32 Jahre alte Mitarbeiterin blieb bis auf einen Kratzer unverletzt. Nach einer notärztlichen Erstversorgung der Verletzten vor Ort musste der 29-Jährige zur stationären Weiterbehandlung in eine Bremer Klinik eingeliefert werden. Täterbeschreibung: 1. Haupttäter: Südländer, 17 bis 18 Jahre alt, kräftige Statur, sehr kurze schwarze Haare, bekleidet mit einem schwarzgrauen gestreiften Pullover, führte ein Messer mit ca. zehn Zentimeter Klinge bei sich 2. Täter: Südländer, schwarze kurze Haare

Ob die „Südländer“ einen deutschen oder einen südländischen Pass führen, ist bislang nicht bekannt. Aber eins kann man sicher jetzt schon sagen: Eine Tötungsabsicht lag nicht vor und wenn doch, ist der Täter von einer solchen zurückgetreten. Das erkennt man daran, dass beim Opfer nicht einmal Lebensgefahr bestand.

(Spürnase: Florian G.)