Familie Haider zweifelt an Unfall

Die Familie des verstorbenen Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider zweifelt offenbar an der offiziellen Version des Unfalltodes. Besonders die fehlende Stunde in der Chronologie des Abends, unmittelbar vor dem Unfallgeschehen, gibt weiterhin Rätsel auf. Nach offizieller Theorie soll Haider sich in dieser Stunde von fast nüchtern auf einen Vollrausch von 1,8 Promille gebracht haben. Auch der VW Konzern kann sich den Hergang des Unfalls fahrphysikalisch nicht erklären. Haiders Phaeton, eines der sichersten Fahrzeuge der Welt, hätte nach Meinung der Experten selbst mit einem volltrunkenen Fahrer unter den bisher bekannten Umständen nicht ungebremst von der Straße abkommen können.

Die österreichische Zeitung Heute berichtet:

Warum musste Jörg Haider sterben? Waren es K.o.-Tropfen, war es ein Anschlag – oder tatsächlich ein tragischer Unfall? Diese Fragen lassen der Familie keine Ruhe, wie nun aus BZÖ-Kreisen durchsickerte. So wolle Witwe Claudia eine weitere Obduktion durchführen lassen – im Ausland, wie es heißt. Das würde auch dazu passen, dass Haiders Leichnam nie im Krematorium angekommen ist …

Vor dem Krematorium Villach (das einzige im Bundesland Kärnten) am Tag des Abschieds von Landeschef Jörg Haider († 58): Hunderte Menschen warten auf das Eintreffen des Sarges – stundenlang, vergeblich. Ja, es habe einen Termin für die Einäscherung gegeben, der sei jedoch kurzfristig vom Bestattungsunternehmen PAX abgesagt worden, rätselt Betriebsleiter Dietmar Umele über die Hintergründe. „Die Familie wollte das nicht“, so die offizielle PAX-Version.

Weniger offiziell zweifelt jedoch laut hochrangigen BZÖ-Politikern Claudia Haider an der Es-war-nur-ein-Unfall-Version. Immer wieder sei dabei von K.o.-Tropfen die Rede, die Jörg Haider vor dem tödlichen Crash am 11. Oktober kurz nach Mitternacht verabreicht worden sein könnten. Eine Befürchtung, die langjährige Wegbegleiter des Kärntner Landeshauptmanns gegenüber „Heute“ äußern. Immerhin: Bremsspuren fehlen und das Unglücksauto, ein supersicherer VW Phaeton, hätte an der Unglücksstelle in Lambichl „fahrphysikalisch“ (© VW) nicht von der Fahrbahn abkommen dürfen – selbst bei einem höheren Tempo als 142 km/h, selbst mit einem Betrunkenen mit 1,8 Promille am Steuer.

Angesichts der Ungereimtheiten hätte Claudia Haider laut BZÖ-Politikern nach einer ersten behördlichen Obduktion in der steirischen Landeshauptstadt Graz eine weitere Untersuchung durch Gerichtsmediziner gewünscht. Diese sei, so wird gemunkelt, in Italien durchgeführt worden.

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(Spürnase: Humphrey)