Die dritte Debatte fand an einem Tag statt, an dem der Dow Jones knapp acht Prozent gefallen war. Ein klarer Vorteil für Obama; erst recht, weil sich die Diskussion um innenpolitische Themen drehte. Es war die mit Abstand am besten moderierte, spannendste und informativste Debatte und Lichtjahre besser als die zweite, die ebenso an einem inkompetenten Moderator litt wie an dem völlig gescheiterten Versuch, eine townhall debate nachzustellen.
(Aus den USA berichtet Joachim Steinhöfel)
Und es war die Debatte, die John McCain gemäß kurz nach Debattenende veröffentlichten Polls von Fox News klar gewonnen hat (87 Prozent McCain, elf Prozent Obama, Rest unentschieden, 112.000 Teilnehmer). Zweifellos ist Obama eloquenter als McCain, aber wie ein Zuhörer treffend anmerkte: „Ich wähle keinen sprachgewandten Debattierer, sondern einen Präsidenten“. Auffällig ist auch das regelmäßige Gestotter Obamas, wenn er nach einer Antwort sucht. Hier in Amerika ist die Wirtschaft das Thema Nummer eins. Fox und CNN präsentierten einen erheblichen Teil der Debatte mit geteiltem Bildschirm, was die Möglichkeit gab, die Reaktionen der Kandidaten zu beobachten, während der andere sprach. Obama war fast während der ganzen Debatte in der Defensive. McCain war aggressiv, ohne zu negativ zu werden. Immer wieder lächelte Obama gequält und verlegen, gelegentlich arrogant und überheblich. Ich bin sicher, dass ihn dies Punkte gekostet hat. Gut möglich, dass die Debatte sich in den Umfragen zugunsten von McCain auswirken wird. McCain hammerte Obama wegen dessen geplanten Steuererhöhungen und seinen klassenkämpferischen Umverteilungsphantasien. Seinen Vorstellungen von Krankenversicherung, die das gescheiterte europäische System von bürokratischer Inkompetenz kopieren. Weiterhin kam das Thema von negativen Wahlkampfspots auf, über die sich insbesondere Obama, dünnhäutig wie er ist, immer wieder beklagt hatte. Interessant war da McCains Treffer, wonach keine Kampagne mehr Geld für negative Wahlkampfspots ausgegeben hat als….Obama. Und wieder das verlegene, unsichere Grinsen des Kandidaten der Demokraten. Während Obama glatt und geschliffen plappert und für jeden, der etwas mehr über ihn weiß, als die Demagogen vom „Spiegel“ emittierten, schwammig wirkt, um seine tatsächliche Agenda zu verstecken, ist McCain präzise und klar und kontert mit präzisen Treffern. Als Obama erneut versuchte, McCain mit Präsident Bush in eine Schublade zu stecken, landete McCain einen Volltreffer:
“Senator Obama, I am not President Bush. If you wanted to run against President Bush you should’ve run four years ago.”
Obama rechtfertigt sich wegen seiner Verbindungen zu dem Ex-Terroristen Bill Ayers und ebenso wegen seiner Verbindungen zu ACORN (Association of Community Organizers for Reform Now), die in zwölf Staaten der USA wegen mehr als einer Million gefälschter Wählerregistrierungen verfolgt werden. Heute wurden die Büros in Nevada von Bundesbeamten durchsucht. Obamas Verbindungen zu ACORN sind weitreichend und sprengen den Rahmen dieses Artikels. Das Thema wird in den nächsten Tagen erheblich an Bedeutung gewinnen. Die frühere demokratische Vize-Präsidentschaftskandidatin Geraldine Ferraro gab die Debatte ebenso an McCain wie der Ex-Bush-Berater Rove und der frühere Bill Clinton-Berater Dick Morris. Und McCains Gegner aus den Vorwahlen, Mick Huckabee, bemerkte: „He has a remarkable capacity to surprise people in the end”. In den nächsten Tagen dürfte schließlich der Umstand an Bedeutung gewinnen, dass Obama 2006 in Kenia Wahlkampfhilfe für den kenianischen Ministerpräsidenten Raila Odinga geleistet hat, dessen Anhänger nach den Wahlen für Greueltaten verantwortlich waren, für die Odinga mitverantwortlich gemacht wird.
© Joachim Nikolaus Steinhöfel 2008
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Bisher 63 Kommentare:




















































Bei den Polls von Fox News gewinnen immer Republikaner – aber sind das wirklich Neuigkeiten?
Warum hat McCain nicht die fehlende Geburtsurkunde angesprochen?
Hussein O hat fertig. Der immer noch ausstehende Nachweis seiner Legal Citizenship wird ihm das Genick brechen:
http://www.obamacrimes.com
Schöner Artikel, Herr Steinhöfel.
PollingReport meint
Obama 58
McCain 31
Naja, warten wir mal die anderen Institute ab.
Obamas Linke Polemik ist wie die von unserem
Oberlinken Oskar L. Nimm es den Reichen,gebe
es den Armen,so einfach kann Politik sein.
Die freie Maktwirtschaft die das Land so
stark gemacht hat wir von Ihm in Frage gestellt.
#1 FreedomFan
Blödsinn!
Informiere dich erst mal bevor du die linke Propaganda nachplapperst!
Der Chef von Fox hat sich schon vor Monaten gegen McCain und hinter Obama gestellt:
http://www.huffingtonpost.com/hilary-rosen/rupert-murdoch-says-obama_b_104018.html
Wieso glauben die Menschen immer noch diese Lügenmärchen über Fox?
Guck mal hier, was sich “gemäßigte” linke Zeitschriften aus den Fingern saugen, wenn es ihnen passt:
http://www.pi-news.net/2008/10/stadtkewitz-tagesspiegel-verdreht-tatsachen/
Wenn ein Medium nicht 100% der Zeit linken Müll verbreitet, wird es sofort als rechtes Propaganda Organ verschrien!
Für die Wahl ist egal wer in dem Duell besser abgeschnitten hat. Die Medien werden Obama wieder schön reden. Sie haben die Macht und sie wollen Obama.
Trotz
Terrorkontakten,
Verstrickung in Wahlmanipulationen,
dem Irrsinn ein Gesundheitssystem übernehmen zu wollen, das die Länder, die es haben, unbedingt loswerden wollen,
usw.
CNN sagt etwas anderes :
http://edition.cnn.com/2008/POLITICS/10/15/debate.poll/index.html
@Ehrenmond
wow, du hast einen Artikel gefunden, der was anderes sagt.
Und jeder, der etwas anderes behauptet ist Kommunist, genau wie der Moslem Obama, der den Reichen das Geld wegnehmen will und die Freiheitsstatue durch eine Stalinfigur ersetzen will.
Einfach erbärmlich, wie Leute auf so eine billige Propagande reinfallen können.
Ich wünschte ich könnte auch so unkritisch meine gesamten Informationen aus nur einer Quelle entnehmen, dann wäre das Leben einfacher und man müsste nicht so viel nachdenken und sich eine eigene Meinung bilden.
Übrigens bin ich nicht für Obama, habe oben das mit Fox News nur angemerkt.
Trotzdem wird Obama gewinnen, McCain hat wieder auf seine schlechten Berater gehört und zu viel auf persönlichen Angriff gemacht.
Damit verstärkt er zwar die Meinung der Leute, die eh für ihn wählen, gewinnt aber nicht die Unentschlossenen, welcher er aber unbedingt braucht.
Selbst Neo-Cons wie Hitchens sagen nun mittlerweile man soll Obama wählen Vote Obama.
Aber hey, ich brauch nicht mit sturköpfigen Menschen wie dir diskutieren, schau weiter deine Fox News (alles andere sind Kommunisten) und bete, dass dein Liebling McCain gewinnt (wenn doch nur ein gott da wäre, welcher auf sowas hört….)
OT
Heute um 15.00 Uhr auf Phoenix äußert sich der fraktionslose Bundestagsabgeordnete Henry Nitzsche ( er nahm am Antiislamisierungskongress in Köln teil)im Bundestag. Thema: Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan.
Nitzsche zum Eu-Vertrag im Bundestag:
http://www.youtube.com/watch?v=ht_If4JwsFU
Im SpOn Forum darf ums Kopftuch debattiert werden!
http://forum.spiegel.de/showthread.php?p=2858217#post2858217
Es geht um den auch hier beschriebenen Fall der D’dorfer Realschule
SpOn Qualitätsjournalist Bernd Dicks natürlich stramm auf Linie
und alle Forumsteilnehmer contra Kopftuch!
Das gewohnte Bild!
Die MSM müssen durch das Internet vernichtet werden!
CK
Das Problem ist auch, dass es sich um Polls auf einer Website handelt.
Egal wie neutral FOX jetzt ist, viele Demokraten mögen den Sender nicht, gehen also auch nicht auf FOXnews.com
Bei CBS führt Obama mit 80%.
Die PI Besucherzahlen sind in letzter Zeit außerordentlich gut.
Feine Sache!!!
Interessant das immer mehr Dreck von Obama ans Tageslicht kommt,wird sehr schwer das noch alles schönzureden.
@Freedomfan: Du trollst dich jetzt schon in mehreren Threads rum,verdrehst die Tatsachen,legst anderen Wörter in den Mund und ziehst diese dann ins lächerliche.
Don’t feed the trolls!
Naja, nach Steinhöfel hat McCain auch dann gewonnen, wenn Obama gewonnen hat, verstehste;-)
Es hieß doch auch, dass McCain im vorigen Duell der Sieger war; die amerikanischen Medien waren da aber ganz homogen anderer Meinung.
Ehrlich gesagt kotzt mich die Antipathie von Steinhöfel gegen Obama an.
Obama kann halt nichts anderes, außer zu grinsen und irgendwas von “Change” zu labbern
Aber das was ich über Obama lese ist nichts weiter als Klatsch und Tratsch
Sorry, ist meine Meinung.
Polls lassen die Amerikaner ziemlich kalt. Sie sehen das wirtschaftliche Interesse der Medien in der Gier, sich ihrer zu bedienen Es ist Unterhaltung, nicht Beeinflußung.
McCain ist der Seriöse. Man sieht das sehr wohl. Er hat seinem Land gedient und sein Leben erfolgreich gemeistert. Sein persönlicher Wohlstand ist Lohn seiner harten Arbeit.
Obama ist der Vage. Er kann keine Geburtsurkunde beibringen. Er hat in Afrika den Schlächter Odinga unterstützt. Er versinkt im ACORN-Sumpf.
Die USA bekommen einen seriösen Präsidenten.
Polls sind in den USA auch eher sinnlos würde ich sagen. Da geht es ja im Endefekt nicht darum wer die meissten Stimmen hat.
Durch das Wahlmänner-System kann man ja auch eine Million Stimmen mehr haben als sein Gegner und kann trotzdem ganz offiziell die Wahl verlieren. Hatte nicht Gore damals ganz offiziell mehr Einzelstimmen als Bush? Oder habe ich das falsch in Erinnerung?
#10 Citizen Kane
…Die MSM müssen durch das Internet vernichtet werden!…
Die MSM können nicht vernichtet werden, schon gar nicht durch das Internet, die MSM die du loswerden willst, sind in Ländern aktiv, in denen es auch ohne Internet jedem, der wirklich daran interessiert ist, möglich ist die verschiedenen Blickwinkel auf ein Problem bzw. die nötigen Informationen zu einem Vorgang, den er bewerten möchte, verfügbar sind. Selbst in unseren “freien” Gesellschaften interessiert sich der Mainstream Bürger aber gar nicht für einen tieferen oder anderen Einblick in die “Realität”. Das man solche Infos im Internet bekommt ändert nicht viel vorher waren es halt Flugblätter oder Zeitungen. Wenn die die MSM vernichten willst musst du den Mainstream und alle seine Teilnehmer vernichten wollen. Irgendwann werden die MSM das Islamisierungsproblem möglicherweise in einer Art aufgreifen, wie es hier auf PI behandelt wird, und dann wird es zu Mainstream, die Qualität wird sich dadurch nicht ändern, denn hier in der Regel wird lediglich eine konträre aber keine differenziertere Position als in den MSM vertreten.
Gestern war ja das letzte Rededuell zwischen dem edlen Patrioten John McCain und dem prinzipienlosen Musel B. Hussein Obama, der bald die Steuern erhöhen wird, nur weil dem unerfahrenen Jüngelchen angesichts von nur 1 Billion neuen Schulden pro Jahr unseres obersten Massenvernichtungswaffenbekämpfers und Apologeten* des freien Markts, George W. Bush, die Düse geht.
Und jetzt… nein, sagen Sie nichts! Es war ein klarer Sieg von McCain, der nur von den bösten Mainstream-Medien nicht richtig kommuniziert wurde! Genauso wie Fräulein Palim-Palim auch ihren Duellpartner Joe Biden souverän beherrscht hat.
P.S. Zum Gestalten eigener Wortbeiträge einfach mit Copy und Paste die wertvollen Inhalte dieses Beitrags einfügen – erspart auch dieses Mal das eigenständige Nachdenken wie sonst auch.
P.S.S. Schön, daß hier der Obersympath Steinhöfel ein Forum geboten bekommt! Kann man den irgendwo wählen? Finde ich super, wenn der kleine Händler um die Ecke mit schönen Abmahnungen überzogen wird, damit große Ketten auch noch den letzten Fachhändler plattmachen können!
*Hinweis für den Durchschnitts-PI-Foristen: das heißt “Anhänger”
Obama hat die Debatte zwar verloren aber er wird der nächste Präsident.
Wetten ?
Ließe man die Europäer mitbestimmen, wäre diese US Wahl eine fade Angelegenheit. Der Kandidat des „Change“ verzeichnet in Europa atronomische Zustimmungsraten. Und das auch bei Menschen, die sonst stramm konservativ wählen oder sogar schon rassistischen Rechtspopulisten ihre Stimme geschenkt haben.
Die Umfrageergebnisse spiegeln Erfahrungen, die ich im Freundes- und Bekanntenkreis gemacht habe, wieder. Sogar richtige Sozialistenfresser hegen Sympathien für den Umverteilungskandidaten aus der Bürgerrechtsbewegung.
Um dieses Phänomen vorzufinden, brauchen wir jedoch gar nicht soweit in die Ferne zu blicken. Silvio Berlusconi hätte mit seinem Mitte Rechts Wahlbündnis bei den österreichischen Nachbarn kaum eine Chance gehabt, während die Italiener einem Rechtsradikalen wie Haider nie ihre Stimme anvertraut hätten.
Woher kommt diese Diskrepanz zwischen dem „rechten“ Wahlverhalten daheim und den Sympathien für „linke“ Kandidaten in der Fremde?
Des Rätsels Lösung ist wohl in den Außenpolitikredaktionen der MSM zu finden.
http://aron2201sperber.wordpress.com/
Ich wundere mich auch, dass alle Medien einen Sieg für Obama sehen wollen. Als ich heute früh mich in die Debatte zappte, sah ich einen ziemlich blassen kraftlosen Obama der mich an Clinton während der Lewinsky-Affäre erinnerte.
Ich selbst bin zum ersten Mal für einen Republikaner als Präsidenten. Denn Obama ist nix als heisse Luft, wenn es brenzlig wird macht der sich glatt in die Hose, wetten?
“Sympathien für den Umverteilungskandidaten”
Du meinst damit sicher Bush, oder? Der verteilt doch gerade 700 Mrd. Dollar der Bürger an die Banken um. Aber egal, die Steuern werden trotzdem gesenkt! Damit Joe, der Klempner auch morgen noch kraftvoll zubeißen kann! In seinen Burger!
“während die Italiener einem Rechtsradikalen wie Haider nie ihre Stimme anvertraut hätten”
Stimmt – Haider wäre für die Italiener viel zu gemäßigt. Da schon lieber die Neofaschisten von der Alleanza Nazionale.
Was hätte Bush tun sollen? Das war für ihn doch die klassische lose-lose Situation. Da warnt er schon Monate vorher, und keiner hört ihm zu. Dann kracht’s und was soll er dann tun? “HAHA! Ich hab’s euch doch gesagt! LMAA!”? Da kann er sich doch gleich die Kugel geben.
Im übrigen, wenn jemand an dem “Crap Sandwich” schuld hat, dann der Kongress, denn die haben das Teil zusammengebastelt und verabschiedet. Wenn jemand wirklich schuld hat, dann Leute wie: Pelosi, Murtha und auch Obama (ist ja auch Abgeordneter, allerdings beschränkt sich sein Wahlverhalten meist auf “Anwesend”)
Rein nach diesem Foto zu urteilen, ohne diesen nach den vorliegenden Informationen höchst einseitigen Schlagabtausch gesehen zu haben, sieht es für mich nicht sehr gut für Obama aus.
McCain hat eine klare Linie und einen genauen, offenen Plan für die Zukunft Amerikas, den er den Menschen in den USA auch vorstellt
Obama scheint wie ein Auszubildender zu wirken, der an den Lippen seines weisen älteren Chef klebt, um hingebungsvoll die weitere Vorgehensweise geistig erfassen zu können.
Das reicht eben nicht aus, um Präsident werden zu wollen.
Ein Mann, der sich in Widersprüche verstrickt und ewig nach Ausreden sucht und hinter dem Rücken völlig andere Pläne verfolgt als er zugibt, ist vor den Menschen immer ein Mann, der lügt.
Das reicht eben nicht aus, um Präsident zu sein.
Jeder andere Kandidat, egal ob demokratisch oder republikanisch, der ähnlich fragwürdige politische Erfahrung und intensive Kontakte zu zwielichtigen Persönlichkeiten und Organisationen hätte wie Obama wäre erst gar nicht bis zu den parteiinternen Nominierungen vorgedrungen. Aber Obama ist ein Halbschwarzer und ein Charismatiker.
Die Hautfarbe wird präemptiv dazu genutzt, jedwede inhaltliche Kritik als “rassistisch” zu diffamieren, was bei McCain ja auch gewirkt hat.
Das Ausmaß, in dem sich Linke und Rechte, Große und Kleine, Junge und Alte (natürlich mit unterschiedlichen Akzentuierungen) bar jeder inhaltlichen Batrachtung dem Phänomen Obama hingeben, ist mal wieder ein schöner Beweis, dass wir Menschen seltenst vernunftgesteuert sind. Es handelt sich um eine messianische Bewegung.
Da Obama inhaltlich eine Wundertüte ist, aufgrund seiner Biographie und politischen Sozialisierung aber “einiges” von ihm erwartet werden kann, freue ich mich schon über das Heulen und Zähneknirschen, was irgendwann einsetzen wird.
Bleibt zu hoffen, dass man aus dem Scherbenhaufen, den er bis dahin produziert hat,dann noch das eine oder andere wieder richten kann.
Bis dahin kann man froh sein, als Obamakritiker nicht gleich wegen Volksverhetzung verhaftet zu werden. Die Obamabewegung ist nämlich eine “zero tolerance”-Bewegung…..
“Wenn jemand wirklich schuld hat, dann Leute wie…”
Ach so – die Demokraten sind schuld. Seltsam nur, daß weitaus mehr Republikaner als Demokraten für dieses Paket gestimmt haben.
McCain verspielt die letzte Chance
16. Oktober 2008, 10:36 Uhr
OBAMA SIEGT IN DRITTEM FERNSEHDUELL
McCain verspielt die letzte Chance
Aus Hempstead berichtet Marc Pitzke
Es war John McCains Jetzt-oder-nie-Moment: In der letzten Fernsehdebatte mit Barack Obama wollte er mit Aggressivität den Sieg-Trend des Demokraten stoppen – doch er scheiterte an dessen ruhiger, präsidialer Art. Daran konnte nicht einmal der ominöse Klempner namens Joe etwas ändern.
Joe Wurzelbacher ist ein bulliger Mann mit Glatze und Ziegenbärtchen. Er lebt in Toledo in Ohio, wo er als Klempner arbeitet und hofft – wie er sagt -, sich eines Tages den “American Dream” erfüllen zu können.
In dieser Nacht jedoch, bei der letzten Fernsehdebatte zwischen John McCain und Barack Obama, erfüllte sich eher der Traum von den legendären 15 Minuten Ruhm. Mr. Wurzelbacher war der Star des Abends.
Er war nicht mal anwesend. Doch wie ein Phantom spukte er durch den 90-minütigen Showdown, in dem sich die beiden Kandidaten härter beharkten als je zuvor. 26-mal wurde sein Name zitiert: 18-mal von McCain, achtmal von Obama – meist betont jovial als “Joe” oder “Joe der Klempner”. Weder George W. Bush (zehn Nennungen) noch die Vizekandidaten Joe Biden (sechsmal) und Sarah Palin (drei) konnten da mithalten.
Wie kam der Klempner aus Ohio zu der Ehre?
Als Obama am Sonntag in Toledo Wahlkampf machte, da hatte es sich Wurzelbacher nicht nehmen lassen, den Demokraten persönlich anzusprechen. Er erzählte ihm von seinen Steuersorgen als Kleinunternehmer, die unter einem Präsidenten Obama doch noch schlimmer würden, weil er Menschen ab einer Viertelmillion Dollar Einkommen stärker besteuern wolle – und er wolle eine Firma kaufen, die “250.000 bis 280.000 Dollar jährlich macht”. Der Kandidat redete auf ihn ein, doch Wurzelbacher zog unbefriedigt davon.
McCains Souffleure schrieben den Disput offenbar fleißig mit. Und bei der Fernsehdebatte nun zog der Republikaner “Joe, den Klempner” als sein scheinbar bestes Ass aus dem Ärmel. Wieder und wieder führte er Wurzelbacher an, um Obama als Steuertreiber anzuprangern, als Feind des kleinen Mannes, als einen, der dem Wähler die Dollar aus der Tasche ziehen werde. Obama, echauffierte sich McCain gleich zweimal laut-gekünstelt, “will Joe das Geld abnehmen!”
Wie das meiste aber, das McCain in diesem besten aller drei TV-Duelle furios und aggressiv versuchte – und er versuchte vieles -, war auch dies am Ende zu dick aufgetragen. Es ging nach hinten los. Selbst durchs Publikum im Saal, dem absolute Stille eingebläut worden war, ging ein leises Glucksen, als McCain schon wieder verkniffen von seinem Freund Joe sprach. Obama konnte es sich schließlich nicht verkneifen: “Mein alter Kumpel Joe, Joe der Klempner, hört uns zu”, schmunzelte er, derweil McCain düpiert in sich hineinschnaubte.
Bei den Testzuschauern, die auf CNN live über die Performance der Kandidaten abstimmen durften, kam Joe Wurzelbacher übrigens nicht gut an. Sobald die Rede auf ihn kam, gingen die Kurven nach unten.
Am Ende verspielte John McCain – vorbehaltlich unvorhersehbarer Zwischenfälle – mit dieser Debatte seine beste und vielleicht letzte Chance, Obamas Aufstieg aufzuhalten.
Zwar schlug er sich wacker und besser denn je. Aber in der Summe trotzdem nicht genug. Alle anschließenden Blitzumfragen krönten Obama zum Debattensieger. Und zwar einmütig, haushoch, bei CNN (siehe Tabelle), CBS und Fox. Gerade bei den bisher unentschiedenen Wählern ist Obama vorn – jenen Wählern, die McCain zum Durchbruch bräuchte.
Normalerweise sind solche Wertungen flüchtig. Diesmal allerdings sind sie entscheidend. Die dritte Debatte in Hempstead auf Long Island galt als “point of no return”, wie es einer der McCain-Leute im Pressezentrum selbst sagte, freilich ohne damit zitiert werden zu wollen.
McCains Jetzt-oder-nie-Moment: 19 Tage vor der Wahl hätte er das Steuer herum-, zumindest an sich reißen müssen, nachdem Obama in allen Umfragen an ihm vorbeigezogen ist, landesweit und vor allem in vielen wichtigen Schlüsselstaaten.
Die schlimmste Nachricht hatte McCain zwei Tage vor der Debatte erfahren, in Form einer gemeinsamen Umfrage von “New York Times” und CBS News: Obama 53 Prozent, McCain 39 Prozent – die größte Distanz bisher. Das größte Problem für den Republikaner: Am meisten fühlten sich die Wähler dieser Erhebung zufolge von den jüngsten persönlichen Attacken von McCain und seiner Vize Sarah Palin auf Obama abgestoßen. Und dennoch versuchte es McCain auch in der dritten TV-Debatte noch einmal mit solchen Attacken – ganz wie es rechte Kolumnisten, Partei-Insider und auch Palin geraten hatten.
Die Diskussion über Obamas Verbindungen zu dem früheren militanten Vietnamkriegsgegner Bill Ayers und die umstrittene Wählerregistrierungs-Organisation Acorn bot zwar gutes, dramatisches Fernsehen und brachte sicher McCains Basis zum Jubeln. Doch die hat er ohnehin sicher, und für die anderen Zuschauer schaffte es Obama, in ruhigen Worten auf Distanz zu beiden Gruppen zu gehen. Zugleich protestierte er gegen die hasserfüllte Stimmung auf Wahlveranstaltungen der Republikaner, bei denen ein Mann unter anderem “Kill him” geschrien hatte, als Obamas Name fiel.
Die Popularitätswerte Obamas, der in McCains Sperrfeuer seine Ruhe nicht verlor, stiegen während der Debatte sogar noch an. Selbst Demoskop Frank Luntz vom McCain-freundlichen Sender Fox News bilanzierte: “Ein guter Abend für Barack Obama.”
Es ist nicht so, als hätte McCain keine guten Momente gehabt. Die erste halbe Stunde stand er geradezu unter Strom, ließ einen Vorwurf nach dem anderen auf Obama prasseln, trieb ihn in die Defensive – vor allem mit dem Lieblingsthema der Republikaner, der Steuerpolitik. Er warf Obama “Klassenkrieg” vor und legte seinen besten Spruch des Abends hin: “Senator Obama, ich bin nicht Präsident Bush. Wenn Sie gegen Präsident Bush antreten wollen, dann hätten Sie das vor vier Jahren machen sollen.”
Je länger die Debatte lief, umso öfter begann McCain aber zu übertreiben. Er wiederholte sich immer öfter, verpatzte einstudierte Scherzchen, stotterte, blinzelte, machte sich dramatisch-demonstrative Notizen, klang herablassend, unterbrach Obama und warf gelegentlich zusammenhanglose Bemerkungen ein (”Ich werde keine Steuern erhöhen!”). Da war es dann wieder, das Bild eines verbissenen, alten Mannes, der von den wahren Sorgen der Leute wenig reden wollte und stattdessen alte Anekdoten runterbetete – so hatte er schon in den ersten beiden Debatten seine Chancen vertan.
Mehrere Beobachter verglichen ihn anschließend mit dem unseligen Republikaner-Kandidaten von 1996, Bob Dole. Wie er saß McCain steif aufrecht in seinem Stuhl, seine Miene zum falschen Grinsen gefroren, die Augen weit aufgerissen – während Obama sich locker zur Kamera vorlehnte und sein etwas müdes Auftreten als Coolness tarnen konnte. Jeden einzelnen Angriff parierte er, ohne mit der Wimper zu zucken – meist überzeugend, wenn auch nicht immer.
Neues kam dabei nicht zutage. Der Demokrat zog stattdessen durch, was er sich vorgenommen hatte: Ruhig bleiben, nichts riskieren – und John McCain ins Messer laufen lassen.
Dass Obama dabei oft oberlehrerhaft daherkam und mit seinen kryptischen Politrezepten eher langweilte, war beim Schlussfazit unwichtig. Obama gefiel den meisten einfach besser als McCain.
Im Mediensaal scharten sich nach der Debatte Vertreter der Kandidaten zur “Spin-Runde”, einer beliebten, inzwischen fast komödiantischen Debatten-Tradition. Jede Seite erläutert dort den Reportern bierernst, warum ihr Mann gesiegt habe, und die Reporter schreiben artig mit, als habe das einen Wert. “Eins sage ich Ihnen”, sagte der demokratische Senator Chuck Schumer: “McCain musste diese Debatte gewinnen. Stattdessen hat Obama gewonnen.” McCain-Sprecher Tucker Bounds formulierte denselben Umstand etwas anders: “Alle drei Debatten führten auf diesen Punkt hin – Amerika will Wandel, McCain bringt ihn.”
Und was hielt Joe der Klempner von all dem? Auf welche Seite schlug er sich schließlich? Wer war sein wahrer Kumpel, Obama oder McCain? Einige Journalisten versuchten, Wurzelbacher zu Hause anzurufen. Doch keiner ging dran.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,druck-584486,00.html
Ich liebe PI für die nationale Berichterstattung, aber was ihr über den US-Wahlkampf bringt ist regelmäßig lächerlich. Sehr einseitig und polemisch.
Das Schlimme: Obama hat schon längst gewonnen, hat eine 14-Punkt-Führung. Das heißt für uns PI-Leser dass 4 Jahre Obama-Bashing folgen.
Die Hoffnung stirbt zuletzt. Und God Bless America.
#29 Domanhieu :
Stimme ich dir voll zu !
Sorry, aber dieser Artikel kommt mir schon sehr realitätsfern vor. Jeder von uns sollte Wissen, was Fox News ist.
Trotzdem ist noch nichts entschieden.
#29 domanhieu
Uns kann es eigentlich vollkommen wurscht sein, wer nun nach wessen Ansicht welches TV-Duell gewonnen hat, wer kein echter US-Bürger ist etc. etc.
Die Entscheidung wird am Wahltag gefällt und wir haben keinen Einfluss auf sie.
Ist eigentlich ganz einfach
Und unser Hosenanzug macht doch aktuell dasselbe mit annähernd derselben Summe aber einer Volkswirtschaft, die grade mal irgendwas zwischen nem Viertel und Fünftel der Amis liegt.
#23 Saudadegostosa (16. Okt 2008 11:30)
“Stimmt – Haider wäre für die Italiener viel zu gemäßigt. Da schon lieber die Neofaschisten von der Alleanza Nazionale.”
das ist genau das, was ich gesagt habe. die Italiener wählen daheim eine neofaschistische Partei. Haider galt aber in Italien als gefährlicher Rechtsextremist und mehr oder weniger umgekehrt.
während du hier in Deutschland gegen linke Gutmenschen und Spinner wetterst, hältst du Obama für wirtschaftskompetent. Warum ist das wohl so?
Lasst doch den maximal Pigmentierten Präsident werden, auch Amis müssen ihre Erfahrungen machen. Zumindest wissen sie dann was sie nicht mehr wollen.
Nach 8 Jahren republikanischem Desaster wünsche ich den US-Bürgern einen Wechsel !
#36 raymond a
“während du hier in Deutschland gegen linke Gutmenschen und Spinner wetterst, hältst du Obama für wirtschaftskompetent. Warum ist das wohl so?”
Das ist Ausdruck affektiver Prioritätenbildung…..die Wirtschaftskompetenz ist ehrlicherweise völlig wurscht…näher liegt die Ablehnung der “Gutmenschen” am Herz…aber am meisten juckt der antiamerikanische Affekt unter der Haut…der Obamaismus ist eine Travestie des Antiamerikanismus, noch dazu eine politisch korrekte. Eine hoch aufgeladene Schnittmenge linker und mancher rechter Weltbilder.
Da darf das Objekt der Begierde schon mal links und wirtschaftspolitisch naiv sein!
Die Wege der Obamaisten sind verschlungen….
#33 uli12us:
Die 500 Mrd. Euro der Regierung bestehen zu 80% aus Bürgschaften, also Garantien. Das sind keineswegs Leistungen die sofort in Anspruch genommen werden, sondern erst bei akuter Gefahr.
Ich zitiere die FAZ:
Der 700 Mrd. Dollar Bailout von der amerikanischen Regierung ist anders strukturiert, er dient als sofortige Liquiditätsspritze durch Kauf von maroden Bankanteilen.
Im Umfang und Zweck sind die Pläne also wesentlich unterschiedlich.
“während du hier in Deutschland gegen linke Gutmenschen und Spinner wetterst, hältst du Obama für wirtschaftskompetent. Warum ist das wohl so?”
Ich traue Obama halt eine gute Beschäftigungspolitik wie im dritten… äh… wie bei Haider zu! Nicht umsonst liegt Kärnten noch vor dem Burgenland auf Platz zwei in Österreich*!
*von hinten betrachtet – unwesentliche Randnotiz
Es gibt auch gegenteilige Meinungen.
http://magazine.web.de/de/themen/nachrichten/us-wahl/6815052,articleset=5248810,cc=000005507900068150521jBLeT.html
naja, is zwar etwas spam, aber es gehört auch dazu.
die faz sieht das etwas anders.
das auge wählt schließlich mit:
http://www.faz.net/s/Rub0A1169E18C724B0980CCD7215BCFAE4F/Doc~EE3040633983544AE97DC4DAD6AD6AC96~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_googlefeed
http://www.faz.net/m/%7B84CAE802-A7A8-4EF0-84E2-C03D0C012486%7DPicture.jpg
weltweit scheinen alle Medien Obama als Sieger zu sehen. Nur PI nicht. Das wirkt etwas befremdlich
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,584486,00.html
In den USA selber sind jedenfalls CNN, CBS und Fox davon überzeugt, dass Obama gesiegt hat
ich wollte damit sagen:
es gibt NUR gegenteilige Meinungen zur “McCain gewinnt drittes TV-Duell gegen Obama”-Titelzeile.
Das scheint auch statistisch bewiesen zu sein…
> Nach 8 Jahren republikanischem Desaster
> wünsche ich den US-Bürgern einen Wechsel !
> das auge wählt schließlich mit
Diese Argumente kommen mir bekannt vor, und zwar aus dem Wahlkampf Gerhard Schröder gegen Helmut Kohl. Wer hat sie nicht mehr im Ohr, die ganzen Sprüche von damals. “Nach 16 Jahren Kohl brauchen wir dringend den Wechsel…”, “Der Schröder sieht so toll aus, der ist jung und dynamisch”.
Was ist daraus geworden? Der besch… Kanzler aller Zeiten, der am Ende besoff… Angela Merkel angepöbelt hat und uns nun für ein Millionengehalt regelmässige Gaspreis-Steigerungen beschert. Soviel zum Thema Erscheinungsbild und dringend nötiger Wechsel.
Im übrigen erkennt man weitere Parallelen zwischen Schröder und Obama. Wenn ich mir Obamas Gestik, seine Wortwahl, überhaupt die Art zu sprechen und zu betonen, anhöre, werde ich stark an Schröder erinnert. Es ist die gleiche schauspielerische Art, leere Worthülsen dem geneigten Publikum zu präsentieren. Hoffen wir, dass Joe der Klempner darauf nicht reinfällt.
Man wird bei der Wahl sehen, daß selbst wenn Obama gewinnen wird, der Abstand viel geringer sein wird, als uns die doch meist linken Medien glauben machen wollen.
Ich habe das Duell auch gesehen. Der größte Nachteil von McCain scheint mir zu sein, daß er doch ein bischen alt ist. Obama ist der jugendlichere und lässigere.
ps:
Einen Obama würde ich mir in Europa wünschen, weil Obama liegt in Sicherheitsfragen, Einwanderungsfragen und bei Sozialstaatsfragen im Vergleich zu europäischen Wuschis so weit rechts, daß ihn hier Spiegel & Co wohl als “Rechtsradikalen” titulieren würden.
Wenn Obama in Europa kandidieren würde, würde er allerdings seine Sichtweise in diesen Fragen entsprechend anpassen, so dass Spiegel & Co. wieder hellauf begeistert wären. Denke, Obama ist da recht flexibel.
Mit ziemlicher Sicherheit wird es der Plauderi Obama schaffen. Massgeblich wird ihm die Finanzkrise dazu verhelfen. Er wird am Anfang speziell im Ausland wie ein Halbgott, speziell von den Linken, gefeiert werden. Und dann wird bald fertig mit lustig sein. Es würde mich nicht überraschen, wenn sich dieser Halbmusel für die USA bald einmal zum Sicherheitsrisiko entwickelt und das mögen weder viele US-Bürger, aber speziell nicht der CIA, dort werden Rückenschüsse gar nicht geschätzt. Sicherheitsrisiken müssen beseitigt werden, das ist eine Kernaufgabe des CIA.
Ich finde PI wirklich gut ABER einerseits wird regelmäßig über Bush-McCain-Palin – Bashing gejammert und andererseits wird eine Kampagne gegen Obama gestartet, die mich sehr an Bashing erinnert…wie vor wenigen Tagen als Obama ein USA-Untergang-Buch in der Hand hielt, wurde sofort spekuliert ob Obama den Untergang der USA plant/will.
Aber was solls…ich und die meisten PI-Leser haben eh kein Wahlrecht in den USA
Ich bin auf jeden Fall sehr froh, wenn der Wahlkampf vorbei ist.