„Öffentlich-rechtliches TV hätte Bush verhindert“

Alexander WrabetzEin entlarvender Kommentar rutschte jetzt dem Generaldirektor des österreichischen Rundfunks ORF, Alexander Wrabetz (Foto), heraus: „Hätte es in den USA einen funktionierenden öffentlich-rechtlichen Rundfunk gegeben, wäre vor vier Jahren jemand anderer Präsident geworden.“ Wrabetz macht damit unverhüllt klar, worin der ORF seine Aufgabe sieht: die Ergebnisse von Wahlen direkt zu beeinflussen.

Manche werden sagen: Für diese Erkenntnis hätte es nicht des Wrabetz-Satzes bedurft; da genügt es doch, die ORF-Berichte zu verfolgen. Dennoch ist ein so offenes Eingeständnis mehr als demaskierend. Die trotz aller Zuschauerverluste noch immer mächtigste Medienorgel des Landes sieht sich als politische Kampfmaschine. Außerhalb von Belarus müsste das eigentlich zum Rücktritt führen. Nicht aber in Österreich…

Parallelen zum öffentlich-rechtlichen Fernsehen in Deutschland sind unverkennbar.

» alexander.wrabetz@orf.at

(Spürnase: Peter J.)