Palin–Bashing in der Presse

Im Spiegel und in der Welt lesen wir heute zwei fast wortgleiche Artikel zum am Freitag veröffentlichten Untersuchungsbericht einer laut Welt „überparteilichen Kommission“. Damit wollte man wohl bei Springer den besonderen Wahrheitsgehalt der Schlagzeile „Sarah Palin missbrauchte ihr Amt aus Rache“ betonen. Im Text dann etwas versteckt der Absatz:

Die Entlassung sei zwar gesetzeskonform gewesen, doch habe sich die Gouverneurin von dem privaten Streit beeinflussen lassen.

Moment mal? Was nun, war die Entlassung Monegans jetzt rechtlich in Ordnung oder nicht? Und was bitte schön hätte die Gouverneurin tun können, um jeglichen Zweifel zu vermeiden?

Der Beauftragte für die öffentliche Sicherheit in Alaska, Walt Monegan, hatte sich geweigert, einen Polizisten zu feuern, der sich von Palins Schwester scheiden ließ.

Im Spiegel geht man gar noch etwas weiter:

Palins Anwalt Thomas Van Flein widersprach dem Ermittlungsbericht. Um gegen den Ethikgrundsatz zu verstoßen, müsse es einen „persönlichen Gewinn geben, üblicherweise finanzieller Natur“. Dies habe der Ermittler aber nicht nachweisen können.

Eben. Aber in den USA ist Wahlkampf und es gibt Leute dort (und hier in Deutschland wohl auch), die es nicht ertragen können, wenn jemand so unverschämt gegen Obama ist.

Die linke Kampfpresse, zu der die Welt leider in den letzten Monaten gewechselt ist, muss gegen jeden vorgehen, der sich noch etwas Gehirn bewahrt hat und aus eben diesem Grund Obama für einen gefährlichen Lügner hält.