Richter Riehe: Gnadenlos mit den Opfern

Richter Hans-Werner Riehe (Foto) ist ein guter und in eigener Sache auch ein sehr sensibler Mann, verantwortungsbewusst und voller Sorge um das Wohlergehen Jugendlicher. Es gibt allerdings eine unabdingbare Voraussetzung, um in den Gunst des verständnisvollen Wohltäters zu gelangen. Es ist das Verüben von absolut mitleidloser, brutalstmöglicher Gewalt gegen Mitmenschen und bevorzugt ein Migrationshintergrund des Täters. Dann ist Richter Riehes verständnisvolle Milde sicher (PI berichtete schon mehrfach, z.B. hier, hier oder hier).

Jetzt sorgte der Richter mit einem neuen seiner berüchtigten Urteile für fassungsloses Kopfschütteln:

Sie haben ihn bei lebendigem Leibe angezündet, fast getötet. Der Körper von Carlo S. (23) wird für immer schwer gezeichnet sein. Trotzdem ließ Jugendrichter Riehe die Täter in einem ersten Prozess frei: Das OLG hat das Urteil aufgehoben!

Am Mittwoch wird vor dem Landgericht neu verhandelt: Es klingt unfassbar, was Biagio V. (21), Roberto L. (19), Sahin V. (20) und Ilyas K. (20) ihrem Opfer angetan haben.

Gemeinsam lockte man Carlo ins Auto, entführte ihn dann mit vorgehaltener Waffe in ein Waldstück bei Ostheim. Dort musste sich der Italiener nackt ausziehen und auf eine Plane legen. Biagio war es, der dann zum Kanister griff, sein Opfer vom Hals abwärts mit Benzin beschüttete.

Dann legte er eine Lunte im Wald. Und ließ sich von Roberto ein Feuerzeug reichen. Carlo bettelte um Gnade, doch es half nichts. Er wurde angezündet, wälzte sich Sekunden später auf dem Waldboden, um sich zu löschen. Erst jetzt halfen die Täter dem vor Schmerzen schreienden Opfer. Bis auf Biagio.

Die Tat geschah im April 2006. Jugendrichter Hans-Werner Riehe ließ die überführten Täter auf Bewährung draußen, Sahin wurde nur verwarnt. Das Oberlandesgericht gab dem Revisionsantrag von Rechtsanwalt Gottfried Reims statt: „Die Angeklagten sind hinreichend verdächtig, tateinheitlich versucht zu haben, einen Menschen zu töten.“

Carlo S. leidet schwer unter den Folgen des Feuer-Anschlags. Zwei Monate lag er im Krankenhaus, bis heute ist er in seiner Bewegung eingeschränkt. Er versteckt seine Narben. Richterin Ulrike Grave-Herkenrath wird jetzt entscheiden, ob seine Peiniger doch in den Knast müssen.

Die 68er in Robe. Von Rechtsprechung keine Spur, von Schutz der Allgemeinheit erst recht nicht.