Tag der offenen Moschee – nur Harmonie

Seit nunmehr bereits zwölf Jahren kapern die Moslemverbände erfolgreich den Tag der deutschen Einheit, um am 3. Oktober die Türen ihrer Moscheen für die Ungläubigen zu öffnen. Von 365 Tagen im Jahr kam leider nur dieser eine in Frage. Politiker aller Parteien preisen dies als Zeichen von Dialog und friedlichem Miteinander und die Medien übertreffen sich gegenseitig in Lobpreisungen der integrativen Leistung der Moslems.

Die Frau möchte jetzt nicht lockerlassen. Wie ist das nun mit den Mädchen? Mit dem Kopftuchzwang? Und dem Verheiraten? Wie stehen Sie denn dazu, und wie der Koran? Und warum predigt hier keine Frau? Der Imam ist geduldig. Erklärt und erzählt mit sanfter Stimme: von der Toleranz des Islam, von der Geschichte. Und davon, dass Imam einfach kein so praktischer Job für eine Frau sei. Das sieht sie nicht richtig ein. Das Gespräch geht in die nächste Runde.

Auf Deutsch: Der Imam mit der sanften Stimme hat die Fragen der Ungläubigen nicht beantwortet. Warum sagt uns die MoPo das nicht? Warum kommt die Frau, die „nicht lockerlassen“ möchte, uns jetzt wie eine Provokateurin vor? Nein, die MoPo feiert das Nichtbeantworten von Fragen vielmehr als Erfolg:

Ungefähr so ist es auch gedacht. Tag der Deutschen Einheit, das ist seit zwölf Jahren deutschlandweit auch der Tag der offenen Moschee. Um Austausch und Öffnung soll es dabei gehen, bei Führungen, gemeinsamen Gebeten, Gesprächsrunden. Berlins Integrationsbeauftragter Günter Piening, das hat er gerade wieder gesagt, findet die Initiative ein ermutigendes Signal für den Dialog mit dem Islam.

Ermutigend, dass Fragen nicht beantwortet werden?

Nach dem Vortrag sagt der Imam, es sei ja ihre Sache, sich zu erklären. Zu öffnen.

Wann wird er das tun? Am nächsten 3. Oktober?