Pali-„Pfadfinder“ lernen im Libanon Terror

Im Libanon üben palästinensische Kinder – Jungs und Mädchen – ab 12 Jahren den Hass und „Widerstandskampf“ gegen Israel in sogenannten Pfadfindercamps. Sie werden „an der Waffe“ und für Selbstmordattentate ausgebildet. 

Ist ja auch viel spannender, als in der Schule Lesen, Schreiben und Rechnen lernen, finden die Kinder selbst: Ein Mädchen will erst mal „ihr Land Palästina“ zurückerobern bevor sie was lernt und meint:

„Wenn ich jetzt zur Schule gehe, verpasse ich etwas. Ich mag die Waffen lieber. Dann habe ich das Beste aus beiden Welten“.

Auch Selbstmordattentäter werden in den Camps ausgebildet – wirkliche Schulbildung wäre da nur hinderlich.

(Spürnase: Erwin S.)




Obama: Schwarzer Kennedy oder US-Blocher?

Wie ein Messias wird der neu gewählte US-Präsident auf der ganzen Welt gepriesen. Die einen bejubeln ihn, weil er muslimische Wurzeln hat, andere feiern ihn wegen seiner Hautfarbe, wieder andere halten ihn für einen dunkelhäutigen Kennedy. Doch alle diese Menschen könnten auch eigene Erwartungen auf Obama übertragen und sich täuschen: Hautfarbe und Herkunft allein, machen noch kein politisches Programm aus. Der Schweizer Tagesanzeiger meint, Obama sei so konservativ wie ein SVP-Politiker.

Die Betreiber von politicalcompass.org haben Obamas Aussagen im Wahlkampf analysiert und unter Einbeziehung seines Abstimmungsverhaltens im Senat die Position des neuen US-Präsidenten auf einer politischen Landkarte ermittelt. Das Resultat ist ziemlich überraschend.

Die Auswertung hat ergeben, dass SVP-Nationalrat Christian Miesch (BL) Obamas Position am nächsten kommt. Der grüne Zürcher Nationalrat Bastien Girod liegt am weitesten entfernt. „Ich bin trotzdem ein großer Sympathisant von Obama“, sagte Girod… „Relativ zur US-Gesellschaft steht er wie ich in der gesellschaftlich liberalen linken Ecke.“

Wenn sich der grüne Nationalrat da nur nicht täuscht. Zumindest was gesellschaftspolitische Fragen anbelangt, ist der designierte US-Präsident sehr unlinks konservativ.

In wirtschaftspolitischen Fragen zeigt sich Obama auf einer Achse zwischen extremer Staatskontrolle wie im Sozialismus und vollständigem Liberalismus als gemäßigt liberal. In gesellschaftspolitischen Fragen steht er etwa gleichauf mit Papst Benedikt XVI, wie ein Vergleich, den die „SonntagsZeitung“ vorgenommen hat, darstellt. Dabei zeigt sich das generell restriktive Klima in den USA bei Themen wie Homo-Ehe, Abtreibung, Todesstrafe oder der Einschränkung ziviler Freiheiten zur Terrorbekämpfung. Ein Vergleich seiner Positionen im Jahr 2007 mit heute zeigt außerdem, dass Obama sich im Wahlkampf konservativer gab als zuvor.

Wer im europäisch linken Lager Obama als Hoffnungsträger der eigenen Wunschträume sieht, könnte sich noch wundern auf einmal einem Mann gegenüberzustehen, mit dem man nicht gerechnet hat: Einem amerikanisch-patriotischen US-Präsidenten.




Ein Fußballstadion voller Helden

Ein paar Mitglieder einer als rechtsradikal geltenden Organisation, die sich „Nordsturm Hansestadt Bremen“ nennt, haben ein ganzes Stadion voller Werder Bremen-Fans glücklich gemacht. Beim Spiel gegen Bochum zeigten sie ein Spruchband und ermöglichten es den Werder-Fans, zu Tausenden „Zivilcourage“ zu zeigen und mit einmal Buh-Rufen eine Heldentat zu vollbringen, von der sie noch ihren Enkeln am Kaminfeuer erzählen werden.

Update: Die vom Platz geführten Rechten zeigten keine Reichskriegsflagge, sondern ein nicht strafbares Spruchbanner (siehe unten).

Der Kampf gegen Rechts™ ist gegenwärtig so beliebt, dass einmal „auf Wiedersehen“ rufen und winken genügt, um auf ewig als Held dazustehen. Der Kampf in der Masse zu Tausenden gegen ein kleines Häufchen von Rechts gibt einem ganzen Fußballstadion das Gefühl: Wir hätten es besser gemacht. Wir wären vor 70 Jahren die besseren Deutschen gewesen. Wir sind die aus den Schatten der Vergangenheit geläuterten guten Menschen.

Doch kommt die Hauptgefahr, gegen die man Zivilcourage zeigen müsste wirklich von Rechts? Gibt es nicht neue totalitäre Phänomene innerhalb und außerhalb Europas, die unsere Besorgnis wecken müssten? Gegen die wir mutig einstehen müssten, auch wenn wir dafür nicht das Lob von Tausenden erhalten und uns gegenseitig auf die Schultern klopfen können?

Auf Youtube gibt es ein Video über die Nazi-Austreibung:

Stellt man bei diesem Video den Ton aus und vergisst, dass es sich hierbei um Deutschland handelt, weckt der Anblick recht beunruhigende Assoziationen:

Ein Fußballstadion – eine riesige Menschenmenge mit geballten Fäusten – die von der Masse als schuldig Befundenen werden von der Polizei aufs Spielfeld geführt – gefesselt – die Szene ist aus. China? Iran? Afghanistan? Nein, Deutschland.

Update: Um Missverständnissen vorzubeugen: In diesem Betrag geht es nicht um Rechtsextreme in der Hauptperson. Die Hauptakteure sind die Menschen, die durch einmal Buh-Rufen zu Helden hochstilisiert werden. Es geht auch nicht darum, ob man Rechtsradikale vom Platz stellen soll, sondern WIE man es gemacht hat.

Unabhängig von Religion, Herkunft und Gesinnung sollten Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte für ALLE Menschen in Deutschland gelten.

Das gezeigte Banner – NSHB für Nordsturm Hansestadt Bremen. Natürlich mit Absicht so benannt, aber nicht strafbar.




Tausende Dschihadisten in Großbritannien

Ein durchgesickerter Regierungsbericht belegt: Tausende militanter Muslime in Großbritannien unterstützen aktiv den bewaffneten Dschihad im In- und Ausland. Nach dem eigentlich nicht für die Öffentlichkeit gedachten Papier, bleibt Großbritannien ein Hauptziel für terroristische Anschläge. Besonders viele Terrorzellen sind im Raum London, Birmingham und Luton bekannt. Zu den Dschihadisten gehören britische Bürger – auch zum Islam konvertierte – in Großbritannien wohnhafte ausländische Terroristen, sowie muslimische Extremisten, die vom Ausland aus Anschläge planen.




Niederlagen gehören dazu

Nina Schmedding porträtiert Cem Özdemir im KStA vom 8.11.2008 als „den ersten Parteichef mit Migrations- hintergrund“. Spielt gerne Fußball in Kreuzberg unter seinesgleichen. Mit – o seltene Selbsterkenntnis – magerem Talent. Das Stehaufmännchen. Geschieden usw. Natürlich beehrt er die Duisburger Großmoschee mit seiner Anwesenheit, obwohl er solche Einrichtungen selten besucht.

(Gastbeitrag von ADe)

Bei den bodenständigen Baden-Württembergern fiel Özdemir jüngst durch. Haben die nicht begriffen, dass Migranten stets im Vorteil zu sein haben? Dios mio, was erfahren wir in dem KStA-Artikel alles an Persönlichem!

Die Flugmeilenaffäre, die ihn 2002 das Bundestagsmandat kosteten wird immerhin erwähnt, aber das erscheint der Bewunderin geradezu als Qualifikationsmerkmal für das EU-Parlament. Aber kein Wort von der Bestechungsaffäre (Hunzinger!). Jüngst gab der Deutsch-Türke bekanntlich in Bergisch Gladbach seinen Senf zur Finanzkrise. Bei der eigenen hat der türkische Fuchs Methoden, sie zu dübeln. Er muss es ja wissen! Michel Friedman assistierte. Der weiß auch Bescheid…

„Türkischer Obama (Hürryet) nennen sie ihn. „Der freundlich und bescheiden wirkende Mann“. Entschuldigung, aber das sagt man Mugabe und Bin Laden auch nach. Saddam Hussein, Mao, Stalin und Adolf H. sollen übrigens mit Vorliebe Kinder getätschelt haben (Hitler und Stalin auch Schäferhunde). Das soll kein Vergleich sein, lediglich illustrieren, in welcher (auf einem Auge blinden) Gedankenwelt die hiesige Qualitätspresse lebt.

Das Porträt gleicht einer Lobeshymne: Unreflektiert, unkritisch. Speichellecken scheint angesagt. Zumal Özdegier Özdemir droht, es werde bald auch einen Bundeskanzler mit Migrationshintergrund geben. Warum keine Bundeskanzlerin? Frage ich mich noch, bevor ich endgültig begreife, dass bei Linken grade auch Straftaten (besonders im Zusammenhang mit Mandanten) vermutlich eine Qualifikationsvoraussetzung für höhere Weihen sind (man denke an Herrn Ströbele).




Muslimische Abschottung als Integrationsprojekt

Unter dem Motto „München Kompetenz“ organisierte die Stelle für Interkulturelle Arbeit der Landeshauptstadt München eine sogenannte Weiterbildung für Imame und muslimische Seelsorger(innen). Die Auftaktveranstaltung fand am Mittwoch, 5. November 2008, 14 bis 17 Uhr im Münchner Rathaus statt. Wie im Faltblatt dazu steht, sollen die Imame und muslimische Seelsorger(innen) die muslimischen Mitbürger(innen) auch bei Fragen des Alltags beraten.

(Gastbeitrag von Xrist)

Sei an dieser Stelle erinnert, dass bei einer ähnlichen Veranstaltung im Juli 2001 in München Obergiesing eine deutsche Konvertitin erklärte, ich zitiere:

„Unsere Leute gehen ungern zu den Ungläubigen (damit sind die Regeldienste der Stadt und die Beratungsstellen sozialer Organisationen und Einrichtungen gemeint) zu sozialer Beratung“.

Das ist der Grund, warum die Aktivisten der Islam-Ideologie auf Kosten derselben Ungläubigen in acht Modulen vom Dezember 2008 bis Juli 2009 weitergebildet werden sollen. Damit soll die seit langem ersehnte Integration der Muslime endlich klappen – nein, nicht in die Welt der Ungläubigen, sondern unter sich…

Über die Auftaktveranstaltung erschien in der Wochenendausgabe der Süddeutschen Zeitung (Nr. 280, 8./9. November 2008, Seite 54) ein Bericht von Birthe Bruhns. Dort wird der aus Mazedonien stammende Penzberger Imam Benjamin Idriz, der bei solchen Veranstaltungen in der Münchner Gegend immer mitmischt, zitiert.

„Wer das Grundgesetz kennt, kann seiner Gemeinde zeigen, dass es nicht mit dem Koran im Widerspruch steht“,

so der musterintegrierte Imam. Wie das gehen soll, erfahren die Leser jedoch nicht. Wie soll dieser Einklang erreicht werden, wenn der Koran an mehreren Stellen zu

a) Mord, Totschlag, Körperverletzung, Krieg
b) Volksverhetzung, Beschimpfung von Bekenntnissen
c) Verstümmelungen, Züchtigungen
d) Billigung von Hausfriedensbruch und Diebstahl
e) Verstoß gegen den Gleichheitssatz
f) Verstoß gegen allgemeine Persönlichkeitsrechte
g) Verweigern der Glaubensfreiheit
h) Anlügen, Täuschung der Ungläubigen

auffordert?

Hier werden bewusst auch Ergebnisse zahlreicher Umfragen und Studien in Deutschland „vergessen“. Zum Beispiel halten nach einer Umfrage des Zentralinstituts des Islam-Archivs in Soest aus dem Jahr 2004 21 Prozent der in Deutschland befragten Muslime Grundgesetz und Koran für unvereinbar. Im Jahr 2005 erhöhte sich dieser Anteil auf 24 Prozent!

Neben der „Münchenkompetenz“ gibt es auch die „Berlinkompetenz“. Dazu ist folgender Beitrag lesenswert: Imame lernen Berlin- und Münchenkompetenz

Nur eine ganz kleine Geschichte, einige ganz kleine Lehrgänge! Und trotzdem typisch! Imame und muslimische Seelsorger sollen ein Jahr lang in einem vom Staat bezuschussten Lehrgang mit so viel Wissen über Stadt und Land ausgestattet werden, dass sie ihren Gemeindemitgliedern besser helfen können. Toll, findet die Systempresse!

In welcher Rechnung tauchen die Unkosten dieser Kurse auf? Nirgends. Sie gehören aber zu den hundert anderen Ausgaben für die Einwanderung, die hier jahrein, jahraus sich addieren. Wir zahlen und zahlen nur drauf! Jeder Immigrant aus der moslemischen Ecke ist nur ein Unkostenfaktor, sonst nichts. Von Bereicherung keine Spur! Unter dem Strich nur rote Zahlen! Und bei welchem Kapitel im Lehrgang werden die Imame in München und Berlin ihre Kompetenzohren am weitesten aufsperren? Na? Natürlich, wann und wie und wo es Staatsknete gibt! Ist doch klar! Den Rest wie Ehrenmorde und Zwangsheiraten regelt Allah! Da hat der deutsche Ungläubige nichts zu melden!

Es gibt soweit keine Hoffnung auf Besserung.




50 Millionen afrikanische Arbeiter für Europa

Wie die heutige Ausgabe des Sunday Express berichtet, wird Europa bald 50 Millionen Arbeiter aus Afrika zum Arbeiten einladen. Erste Schritte gehen in Richtung freiem Personenverkehr zwischen Afrika und der EU – die Mittelmeerunion lässt grüßen. In Brüssel wird argumentiert, Europa würde die afrikanischen Arbeitskräfte angesichts des ständig prognostizierten Bevölkerungsrückgangs bis 2050 dringend benötigen.

(Spürnase: Ian S.)




Taxifahrer wider Willen

Es gibt bestimmte Gegenden in manchen Städten in einigen Ländern, da wird Autofahrern empfohlen, die Türen zu verschließen und unter keinen Umständen anzuhalten. Bergheim bei Köln gehörte nicht dazu. Bisher. Denn auch hier hat der kulturelle Reichtum einige Randerscheinungen hervorgebracht, die man früher nur aus Erzählungen von fremden Ländern kannte.

Der Kölner Express berichtet:

Eine Horror-Fahrt über knapp 130 Kilometer: Ein Bergheimer (43) wurde von zwei Südländern in seinem Auto überfallen und „entführt“.

Mit einer Pistole bedrohten die Männer das Opfer, zwangen ihn, nach Montabaur (Rheinland-Pfalz) zu fahren. Da klauten sie ihm die Geldbörse und stiegen aus.

Die Männer waren zuvor an einer Landstraßen-Kreuzung einfach eingestiegen, als der Bergheimer in seinem Audi an einer roten Ampel stand.

Die beiden Männer werden wie folgt beschrieben:
Täter 1 (Waffenträger, saß auf dem Rücksitz):
• Circa 20 Jahre alt,
• circa 175 cm groß,
• Ausländer (Südländer),
• schmale Figur (70 – 80 kg)
• trug weißes Kapuzenshirt mit goldener Aufschrift

Täter 2 (saß auf dem Beifahrersitz):
• Circa 20 Jahre alt,
• circa 175 – 180 cm,
• Ausländer (Südländer),
• schmale Figur (70 – 80 kg),
• dunkle lockige Haare,
• bekleidet mit einer blauen Jeanshose, einer blauen Steppjacke und einer blauen Wollmütze.

Beide Männer sprachen Deutsch mit ausländischem Akzent. Zeugen, die Hinweise zu den Tätern oder der Tat machen können, werden gebeten, sich mit dem Kriminalkommissariat 31 in Verbindung zu setzen, Telefon 02233-520.

(Spürnase: Ansgar)




Messerstich weichgespült

In Fürth wurde ein Mann von zwei „südländisch“ aussehenden Männern niedergestochen, als er sie um Wechselgeld für den Zigarettenautomaten bat. Während der Polizeibericht wahrheitsgetreu und detailliert von einem Raubüberfall spricht, erfinden die Nürnberger Nachrichten eine Streiterei unter Männern, bei der es einen Verletzten gab.

Migranten kommen in der Geschichte aus erzieherischen Gründen nicht vor. Im Polizeibericht heißt es:

Mann bei Raubüberfall mit Messer verletzt

Gestern, 06.11.2008, gegen 23.00 Uhr, wurde ein 20-jähriger Mann in der Kaiserstraße in Fürth von zwei unbekannten Männern mit einem Messer niedergestochen.

Anschließend versuchte der eine Unbekannte dem bereits am Boden liegenden Geschädigten den Geldbeutel aus der Hosentasche zu ziehen.

Der 20-jährige Fürther verbrachte den Abend mit einem Brüderpaar. Unmittelbar nachdem diese ihn zu Hause abgesetzt hatten, ging der Geschädigte zu einem nahegelegenen Automaten (Kaiserstraße, Höhe Nr. 36) um sich Zigaretten zu besorgen. Da er kein Kleingeld hatte, bat er zwei zufällig anwesende Männer mit südländischem Aussehen um Kleingeld. Es kam zu einem kurzen Disput, in dessen Verlauf einer der beiden Unbekannten ein Messer zog und es dem Geschädigten in die rechte Körperhälfte stieß. Anschließend versuchte einer der beiden Männer noch den Geldbeutel aus der Hosentasche zu ziehen, was der am Boden Liegende allerdings verhindern konnte. Die beiden Tatverdächtigen flüchteten die Schwabacher Straße entlang in Richtung Flößaustraße.

Der Überfallene erlitt einen Stich in die Nierengegend und kam zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Lebensgefahr besteht nicht.

Bei den beiden Tatverdächtigen handelt es sich um zwei südländisch aussehende Männer.

Die Nürnberger Nachrichten erfinden eine Streiterei, bei der eben einer den Kürzeren zog. So macht man das, dann hat das Opfer immer Mitschuld.

PI-Leser Armin B.
schrieb uns zu dem Gewaltverbrechen: Das Opfer ist mir persönlich bekannt. Die Klinge steckte 7 cm tief, nach Aussage des Arztes wäre er tot, wenn sie nur noch einen Zentimeter weiter vorgedrungen wäre. Nach Aussage des Opfers glaubte die Polizei ihm zunächst nicht, erst als das Ausmaß der Verwundung klar war, nahmen ihn die Polizisten ernst.




Hitler-Attentäter nach 70 Jahren rehabilitiert

70 Jahre nach seinem missglückten Attentat wird Maurice Bavaud (Foto), pünktlich zum Gedenken an die Reichspogromnacht, offiziell vom Schweizer Bundespräsidenten Pascal Couchepin rehabilitiert und gewürdigt. 1938 reiste der damals 22-jährige Schweizer nach Deutschland und hätte in einer mutigen Einzelaktion den Führer beinahe zur Strecke gebracht.

Damals rührte die Schweiz keinen Finger, um den Neuenburger zu unterstützen und dachte nicht daran, sich für ihn einzusetzen, als er verhaftet und 1941 enthauptet wurde. Jetzt nach all den Jahren wird der arme Bavaud, ein echter Kämpfer gegen den Nationalsozialismus, ausgegraben, um die offizielle Schweiz etwas mutiger aussehen zu lassen.

Die Geschichte von Maurice Bavaud ist die eines Menschen, der die Gefahr des Nazi-Regimes erkannte und unter Einsatz seines Lebens dagegen vorgehen wollte. Er scheitere und verlor sein Leben. Die Schweiz interessierte sich damals nicht für ihn. Nazideutschland bot sogar an, den Schweizer gegen einen deutschen Saboteur auszutauschen, was das Schweizer Militärdepartement dankend ablehnte.

9. November 1938, nur wenige Stunden vor der Reichspogromnacht: Auf der Ehrentribüne bei der Feldherrenhalle in München wartet Theologiestudent Maurice Bavaud in der ersten Reihe auf den Gedenkmarsch der Nazi-Führungscrew. In seiner Tasche hat er eine Pistole. Doch der vorbeimarschierende Hitler ist zu weit weg für seine kleine Waffe. Und die zum Hitler-Gruß hoch gestreckten Arme versperren ihm die Sicht. Die Pistole bleibt in der Tasche. In den Tagen danach bleibt der 22-jährige Neuenburger dem Führer auf den Fersen und versucht, ins «Braune Haus» in München einzudringen. Nach gescheiterter Mission wird Bavaud im Zug nach Paris festgenommen.

In der Hauptverhandlung vor dem Volksgerichtshof in Berlin sagt Bavaud aus, er habe Hitler als Gefahr für die Christenheit, für die Menschheit und für die Unabhängigkeit der Schweiz erkannt. Gefährdet sieht der Katholik vor allem auch die römische Kirche. Wegen seiner Attentatsversuche verurteilt ihn das Volksgericht zum Tode. Am 9. Mai 1941 wird er nach 30 Monaten in Einzelhaft aufs Schafott geführt.

Aus heutiger Sicht hätten sich die Schweizer Behörden vor 70 Jahren zu wenig für Bavaud eingesetzt, heißt es jetzt auf einmal in einer Mitteilung aus dem Bundeshaus. Man hat auch in Bern gemerkt, wie viele Punkte man gegenwärtig mit Kampf gegen Rechts™ auf dem politischen Parkett machen kann. Da ist es dem Herrn Bundespräsidenten nach 70 Jahren auch auf einmal eingefallen, man könnte doch den Hitler-Attentäter eigentlich rehabilitieren – sähe vielleicht nicht so schlecht aus zum Gedenken an die Reichspogromnacht.