Christen Opfer von religiösem Fanatismus

Angesichts der gegenwärtigen Lage, alle Religionen in den selben Topf zu werfen, ist ein fataler Irrtum. Auf der einen Seite gibt es Religionsgemeinschaften die heute massiv verfolgt werden: Christen und Juden. Sie werden zu Märtyrern im nicht-islamischen Sinn gemacht. Auf der anderen Seite gibt es „Religionsgemeinschaften“, die immer massiver und fanatischer Andersgläubige auszurotten versuchen. Zu den extremistischen Verfolgern gehören Muslime, Hindus, Buddhisten und auch Kommunisten.

Zu den schlimmsten Verfolgern zählen insbesondere die islamischen Staaten.

Die Lage christlicher Minderheiten hat sich vor allem in islamisch dominierten Ländern verschlechtert, etwa in Afghanistan, Pakistan, Libyen und den Palästinensergebieten. … Besonders bedroht seien ehemalige Muslime, die zum Christentum übergetreten sind, so das Jahrbuch. Sie müssten in zahlreichen Staaten mit Misshandlung und Ermordung rechnen. Experten gehen davon aus, dass insgesamt rund 200 Millionen Christen wegen ihres Glaubens benachteiligt und drangsaliert werden.

Doch der gefürchtetste Verfolgerstaat ist ein kommunistisches Regime.

Ganz vorn rangiert Nordkorea, das Christen als Staatsfeinde behandelt. Sie werden verhaftet, gefoltert und hingerichtet. Open Doors schätzt, dass zwischen 50.000 und 70.000 Christen in 30 Arbeitslagern gefangen gehalten werden. Hinter Nordkorea folgen die islamischen Staaten Saudi-Arabien, Iran und Malediven (Inselstaat im Indischen Ozean), das buddhistische Königreich Bhutan, Jemen, Afghanistan, Laos, Usbekistan sowie die Volksrepublik China.

Auch Buddhisten und Hinduisten verfolgen Christen.

Das Jahrbuch geht auch auf gewaltsame Übergriffe militanter Hindus auf Christen in Indien ein. Die Gewalt im Bundesstaat Orissa habe sich im vergangenen August zu antichristlichen Pogromen ausgeweitet. Auch buddhistische Extremisten hätten mehrfach Christen überfallen, insbesondere auf Sri Lanka. Dort seien Kirchen verwüstet und Gemeindemitglieder zusammengeschlagen worden.

Alle diese Fakten und noch mehr können nachgelesen werden im Jahrbuch zur Christenverfolgung „Märtyrer 2008“, erschienen bei der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar), herausgegeben von den Arbeitskreisen für Religionsfreiheit der Evangelischen Allianzen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM).

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