Moslem-Advokat auf der Anklagebank

Mohammed EnaitEin Interview, dessen Bedeutung man gar nicht hoch genug einschätzen kann, steht dieser Tage im Reformatorisch Dagblad (RD), der Zeitung der niederländischen Reformierten. Wo man es sonst mit einem Interviewpartner zu tun hat, spricht hier ein Interviewgegner, wie man es in dieser Offenheit und Selbstsicherheit im eigenen Land selten erlebt. Deutlich wird dabei zwischen den Zeilen, welche Zukunft der Interviewte den Niederlanden zugedenkt. Es geht um den Juristen Mohammed Enait (Foto), der sich weigert, aufzustehen, wenn im Gerichtssaal die Richter einziehen.

Dies gilt traditionell als Zeichen des Respekts. Enait ist – wir kennen dies von den Beleidigungsszenarien und generell von islamischen Reaktionen auf die Forderung nach Integration – nicht zimperlich in seiner Entgegnung auf die Forderung, ebenfalls aufzustehen.

Das RD schreibt:

„Ich werde auf eine moderne Weise gelyncht.“ Mohammed Enait richtet seine Pfeile auf seine weißen Advokaten-Brüder. Deken Claassen von der Rechtsanwaltskammer lädt Enait am Montag vor die Disziplinarkammer, die Disziplinarinstanz für Rechtsanwälte. Grund: Enait bleibt sitzen, wenn die Richter hereinkommen, nannte ein Urteil ein „Bauernurteil“ und trägt gegen die Regeln eine islamische Kopfbedeckung im Gericht. Dennoch ist die Vorladung für Enait kein Grund, sich zu mäßigen. Im Gegenteil. „Deken Claassen ist ein Aufklärungs-Fundamentalist. Er will, dass ich mich vollständig anpasse, dass ich einen Assimilationsvertrag unterzeichne, wie es PVV-Leiter Wilders gerne sähe.“

Im Wissen darum, wie schnell und unkompliziert die Umma zu „Empörung“ und „Widerstand“ aufzustacheln ist, spricht Enait also von nichts weniger als Lynchjustiz, d.h. einem Zustand, in dem unter Missachtung der öffentlichen Ordnung mittels Selbstjustiz Fakten geschaffen werden. Ist aber nicht gerade dies das Wesen des Islam, also der Ideologie Enaits? Gerade er selbst scheint diesen Zug der Ideologie beleuchten zu wollen, indem er die Ordnung im Gastland völlig missachtet und dem Islam auch in der öffentlichen Rechtsordnung Bahn bricht. Nicht im Orient, wo Enait hingehört, sondern in den Niederlanden, wo dieser Mensch ausweislich seiner eigenen Aussagen nichts verloren und nichts zu suchen hat.

Abgesehen davon, dass viele von uns mit richterlichen Urteilen nicht zufrieden sind: Kann ausgerechnet ein Moslem es sich erlauben, öffentlich von „Bauernurteilen“ in einem westlichen Rechtssystem zu sprechen, während in seinem eigenen, kulturfremden Umfeld Urteile ergehen, die dann aber tatsächlich von Ungebildeten, von Unmenschen gesprochen werden, so dass man sich einen „Bauern“ herbeisehnen würde? Kann man sich eine solche Meinung über ein westliches, demokratisch-humanistisches System erlauben, das der überproportional hohen Zahl islamischer Strafgefangener ein Gefängnisleben unter vergleichsweise (Orient) märchenhaft-luxuriösen Bedingungen erlaubt? Wenn man selbst ein System repräsentiert, das „nicht einmal am Anfang der Zivilisation“ steht (Betsy Udink)?

Ist es nicht doch ein Irrglaube anzunehmen, man müsse nur immer mehr Moslems in den öffentlichen Dienst bringen und zu einem akademischen Abschluss verhelfen, um sie zu integrieren? Obwohl dies in einigen Fällen gelingen mag: Deutlich ist inzwischen, dass der Staat dadurch noch mehr, noch gezielter unterwandert wird, je mehr Moslems in dessen Struktur einsickern.

Die paradoxe und sinnlose Bezeichnung „Aufklärungs-Fundamentalist“ für seine Gegner, die Enait gebraucht, zeigt uns dies: Ohne Mühe drehen Moslems die Faktenlage einfach um, wo es ihnen nützt. Sobald der Islam von seinem fundamentalistischen Weg abgebracht werden soll (einen anderen gibt es aber gar nicht im Islam), sobald eine Unterordnung unter die Aufklärung verlangt wird, die allen ein freiheitlich-selbstbestimmtes Leben ermöglicht, wird der Bock zum Gärtner gemacht und das eigene, defizitäre Profil auf den Gegner des eigenen, absoluten Anspruches projiziert. Die Laxheit, mit der diese Leute angefasst werden, erstaunt, denn gerade um solche Personen herum gruppieren sich Moslems mit ihren Interessen.

Es kommt aber noch übler. Enait hetzt:

„Deken Claassen will ein prinzipielles Urteil, so dass außer mir auch alle weiblichen Advokaten mit einem Kopftuch das Feld räumen müssen. Sein Ziel ist: ‚Kill all the muslim lawyers – tötet alle Moslemjuristen‘.“

Offensichtlich geht hier die islamtypische Gewaltphantasie mit Enait durch, indem er nichts weniger als den Wunsch der Weißen (gebräuchlicher Ausdruck in den Niederlanden – „blanke“) nach einer physischen, mindestens wohl aber beruflichen Vernichtung aller Moslemjuristen in den Raum stellt. Dass dies nicht nur hanebüchener Unsinn ist, sondern dass genau davor die von ihm selbst zitierte Aufklärung prinzipiell schützt – das interessiert diesen Moslem nicht, wenn es seine demagogischen Absichten stört.

Und was soll man von dem vorgeblichen „Einsatz“ für weibliche Moslemadvokaten halten, die es nach islamischem Verständnis gar nicht geben dürfte? Wobei das Zeugnis von Frauen vor Gericht im Islam kaum etwas oder nichts zählt?

Gerade dies macht den vorliegenden Fall so interessant: Er illustriert beispielhaft, wie sich Moslems unserer Instrumente bedienen, um unser System auszuhöhlen und abzuschaffen. Logische Folge wäre, Moslems den Zugang zu öffentlichen Ämtern zu verwehren. Voraussetzung dafür wiederum wäre eine strenge Begrenzung des Moslemanteils an der Bevölkerung. Welche Chancen dies allerdings hat, muss nicht diskutiert werden.

Das Gegenargument, dass der Ausschluss von öffentlichen Ämtern auch rechtschaffene Moslems träfe, ist im Prinzip erst einmal richtig. Allerdings ist die Islamisierung der Gesellschaft bereits so weit fortgeschritten, und zwar vor allem auch unterhalb der Wasserlinie, dass es zu mühseligen und riskanten Differenzierungen schon zu spät ist. Plötzlich kopftuchtragende Lehrerinnen und andere Vorfälle zeigen dies.

Die Krone setzt Enait seiner kruden Logik auf, wenn er auf die Tradition zu sprechen kommt. Im Zusammenhang mit dem verweigerten Aufstehen vor Gericht lesen wir im Interview:

RD: Aufstehen ist einfach eine Tradition, ein Zeichen von Respekt vor der richterlichen Macht.

Enait: Traditionen sind dazu da, um sie zu verändern.

Dies betrifft nun aber offensichtlich nur Traditionen, die dem Islam widersprechen, dessen Traditionen hingegen sind unverhandelbar, und zwar bis in den letzten Lebenswinkel. Enait putzt sich z.B. seine Zähne mit einem Baumzweig. Und warum?

„Für die psychologische Bindung an die Tradition ist es wertvoll, es auf dieselbe Weise zu tun wie der Prophet (gemeint ist der Kriegs- und Gewaltideologe Mohammed). Das gilt übrigens für viel mehr Dinge wie das Schneiden meiner Nägel. Da habe ich eine spezielle Reihenfolge für, weil in der Sunna (quasi ein Regelbuch der Moslems) beschrieben steht, dass der Prophet das auch so machte.“

Also: Traditionen in den Niederlanden (sprich: westliche Länder)? Bitte gerne – aber nur die islamischen!

Enait gibt uns einen noch tieferen Einblick in islamische Identitätsgefühle:

RD: Sie stehen nicht auf wegen des Gleichheitsprinzips. Aber zu gleicher Zeit wollen Sie Frauen nicht die Hand geben. Das ist Ungleichheit.

Enait: Das machte man mir zum Vorwurf. Darum gebe ich nun auch Männern keine Hand mehr. Ich nenne Menschen, die daraus einen Streitpunkt machen, Händeschüttel-Fundamentalisten. Sie wollen den Rest der Welt zu ihrem Standpunkt bekehren.

Mit anderen Worten: Aus fundamentalistischen Gründen kein Händeschütteln mit Frauen. Und als ob Fundamentalismus noch steigerbar wäre, also auch kein Händeschütteln mit Männern. Der irre Fundamentalismus wird mit einem noch perverseren gesichert. Wer ist Fundamentalist? Wer dies nicht akzeptiert! Wieder die erwähnte und bekannte Strategie.

Bleibt noch die Frage der physischen Gewalt, nachdem die Präliminarien geklärt sind. „Gewalt muss proportional sein“, so Enait. Das dürfte unter anderem der getreue Spiegel der Scharia sein, die „proportionale Gewalt“ übt, was immer „proportional“ dabei heißt. Wer darf wann, wo und wie Gewalt üben? Gibt es im Islam ein staatliches Gewaltmonopol bzw. erkennt der Islam unser staatliches Gewaltmonopol an? Wir wissen die Antwort seit vielen Jahren, und wir können sie hier nochmals authentisch und beispielhaft nachlesen:

RD: Hat Mohammed B., der Theo van Gogh ermordete, den Koran richtig verstanden?

Enait: Das werden wir sehen am Tag des Urteils. Früher wies B. die Anschläge des 11. September ab. Erst danach radikalisierte er sich. Aber wann war er ein guter Moslem? 2001 oder danach, als er radikalisiert war? Das bestimme ich nicht.

RD: Es ist also für sie keine ausgemachte Sache, ob islamische Gewalt sein darf?

Enait: Für mich ist Gewalt keine Option, aber ich schreibe anderen nicht vor, wie sie den Koran interpretieren müssen.

Warum Leute diesen Schlages, die zum Kristallisationspunkt des islamischen Vormarsches werden und geworden sind, die unverhohlen den islamischen Vormachts- und Gewaltanspruch formulieren und decken, nicht unverzüglich gemaßregelt und ausgewiesen werden, ist nicht nachvollziehbar. Und gerade das scheint leider inzwischen der Normalzustand zu sein. Der Gegner registriert es dankbar und frech.

(Gastbeitrag von Andreas F.)