Auf politischen Druck aus Ankara sind ein Liebesfilm und Texte aus dem Programm des alljährlichen „Culturescapes„-Festivals, das dieses Jahr das Thema „Türkei“ hätte behandeln sollen und dessen Durchführung unter dem Patronat des Schweizer Bundespräsidenten stand, gestrichen worden. Festivalleiter Jurriaan Cooiman bereut im Nachhinein, der türkischen Erpressung nachgegeben zu haben und fürchtet, das Festival könne jetzt gar nicht mehr stattfinden. Aktiven Widerstand gegen die Zensur leisten die Schweizer Kinos.

Ein von Ankara zensierter Text von Tagesanzeiger-Korrespondent Kai Strittmatter war eine Filmbesprechung zu einem Werk von Sener Özmen, in der innertürkische Konflikte und Probleme angesprochen wurden. Aus dem verbotenen Programmheftteil ein paar Auszüge:

Tabus und Propaganda haben vor Jahrzehnten einen bleiernen Mantel über das künstlerische und intellektuelle Leben der Türkei gebreitet, von dem das Land sich erst seit ein paar Jahren und nur unter großen Mühen zu befreien sucht. Denker und Künstler fallen nun einmal aus allen Rollen, für solche Leute war lange kein Platz in einem Land, in dem man glaubte, ein jeder Bürger habe die ihm von Republikgründer Atatürk zugedachte Schablone auszufüllen: „Wie glücklich der, der sich Türke nennen darf.“ Aber bitte nur Türke! Nicht Tscherkesse, nicht Laze und schon gar nicht Kurde. Und bitte nur Muslim. Wenn du Christ oder Jude warst, bliebst du am besten stumm. Und als Muslim bitte nur Sunni. Du warst Alewit? Glaubtest an die Lehren der Sufis? Dann gab es dich offiziell nicht. Einheit war die Staatsräson der Türkei. Eine gewaltsam erpresste, staubtrockene, öde Einheit, in der das Individuelle, die Unterschiede verkümmerten, ja: verkümmern sollten, erkauft mit Furcht, Verfolgung und kollektivem Gedächtnisverlust. Nach dem letzten Militärputsch von 1980 galt sowieso: Wenn sie nicht Hofnarren waren, dann waren Intellektuelle und Künstler nicht nur lästig, dann waren sie gefährlich. (Der beste Künstler ist den Staatstreuen noch immer der General, der selber malt, wie Kenan Evren, der Putschist von 1980, der heute in seinem Alterssitz in Marmaris Leinwände mit Stilleben und Akten vollpinselt, die ihm reiche Geschäftsleute abkaufen.) Was für Themen für die Kunst! Wenn man ihr schließlich einmal den Atem lässt.

Dieses Land ringt noch immer. Mit sich selbst. Die Türkei ist noch immer auf der Suche nach ihrem Wesen und ihrem Weg. Es ist ein Land, das oft mit sich selbst hadert – und in dem gerade deshalb angebliche Gewissheiten oft verbissen behauptet werden. Die Zerrissenheit des Landes macht vielen Angst. Sener Özmen zum Beispiel, der Kurde, glaubt noch immer, dass die Mehrheit der Türken die Demokratie nicht ertrügen – weil sie die Vielfalt des Landes zum Vorschein brächte. Und den Türken wird schon in der Schule eine Furcht vor dem Anderen, vor der Vielfalt, vor dem Pluralismus eingebläut.

Und so stehen sich hier gegenüber die Türken und die Kurden, die Religiösen und die vermeintlich Säkularen, die Muslime und die Christen, und es trennen sie nicht nur eine andere Herkunft und andere Lebensweisen, es trennen sie Welten.

Ausgemerzt aber sind die alten Übel noch nicht, nicht die Unterdrückung von Frauen, nicht die Ausgrenzung eines jeden, der anders ist.

Solche Wahrheiten und Erlebnisberichte will man in Ankara offenbar unter Verschluss halten. Beim verbotenen Film handelt es sich um „Gitmek, My Marlon and Brando„, eine türkisch-kurdische Liebesgeschichte.

Festivalchef Cooiman wollte zum Vorgehen der Türkei zunächst keinen Kommentar abgeben.

Beamte des Kulturministeriums in Ankara hatten seinem Team dem Vernehmen nach ein Ultimatum gestellt: Wenn es die Artikel und den Film nicht streiche, werde die Türkei ihre 400’000 Euro zurückziehen. Das Festival wäre kollabiert.

Im Nachhinein bereut Cooiman den „nervösen“ Entscheid und begründet, er hätte unbedingt das Festival retten wollen, aber jetzt sei es erst recht gefährdet.

Er habe den Vertreter des türkischen Kulturministeriums davor gewarnt, dass ein Eingriff ins Programm der Türkei mehr schaden würde als Toleranz.

Er vermute aber, dass die Programmsäuberung auf einem persönlichen Entscheid eines einzelnen Mitarbeiters des Kulturministeriums beruhe.

Vermutlich handelt es sich bei diesem Mitarbeiter um Ibrahim Yazar, den stellvertretenden Generaldirektor für Information im türkischen Kulturministerium.

Meuterei gibt es indessen innerhalb des Festivals selbst, da die beteiligten Schweizer Kinos nicht daran denken, sich der Dhimmitude des Festivalleiters zu beugen.

Die Kinos Stadtkino Basel, Xenix Zürich und Kino Kunstmuseum Bern haben am Freitag Nachmittag mit Entrüstung auf den türkischen Zensurversuch reagiert und wollen „Gitmek, My Marlon and Brando“ wie angekündigt präsentieren.

Ungewohnte Rückendeckung erhielt die Schweiz vom deutschen Europaabge­ordneten Cem Özdemir, der erklärte, ein Ein­griff des türkischen Staates sei

„eine Ungeheuerlichkeit, die man sich nicht bieten lassen sollte.“ Man müsste die Herren Beamten daran erinnern, dass der Staat, der ihnen den Lohn zahlt, Mitglied der Europäischen Union werden wolle und die EU ohne Zensur funktioniere. „Wer das anders sieht“, sagte der Politi­ker der Grünen, „darf sich gern für ein Kulturfestival in Nordkorea bewerben.“

Die Widerstands-Kinos:

» Stadtkino Basel (zeigt Gitmek am 19.11. um 21.00 Uhr)
» Xenix Zürich (zeigt Gitmek am 20. und 21.11. ab 19.00 Uhr)
» Kino im Kunstmuseum Bern (zeigt Gitmek am 22. November um 20.30 Uhr und am 23. November um 16.00 Uhr)

(Spürnase: Freespeech)

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40 KOMMENTARE

  1. Nun mal ehrlich, ..wen interessieren denn schon innertürkische Konflikte ?
    Oder wer interessiert sich denn ernsthaft für türkische Kultur..?
    Warum beschäftigen sich die Leute überhaupt mit solchem kultur-D…k ???

  2. Wen wundert´s wenn im „linken“ Basel die türkische Zensur triumphiert.

    Auf zu neuen Ufern! Die Fundamentalisten in Ankara um Erdogan und Gül planen nicht nur die religiöse, sondern auch die politische und kulturelle Machtübernahme in Europa!

    Und die schlafmützige, zumeist linkslastige „Elite“ macht es ihnen verdammt leicht!

  3. OT: Vereintes €Uurabia: Alles läuft nach Plan.

    „Rückkehr zu „archaischen Mitteln der Organisierten Kriminalität“
    Ex-Europol-Beamter und Insider Uwe Kranz im derStandard.at-Interview über Organisierte Kriminalität am Balkan, Lippen­bekenntnisse und verschwendete EU-Gelder“

    http://derstandard.at/?url=/?id=1225358765110

    @PI: Hintergrundthemen sollten gelegentlich angesprochen werden. Wir lästern über Dhimmies und feige Lemminge, zu selten über die Hintermänner und Planer.

    Heilige Worte:

    «Die europäische Integration ist unser Ziel, und wo die Politiker versagten, werden wir Industriellen erfolgreich sein»

    – Giovanni Agnelli, Bilderberger

  4. # 4 Der Nordmann

    Deine Einstellung ist mehr als kontraproduktiv!
    Es gab und gibt in der Türkei (auch heute noch) eine Menge Leute, zumal im europäischen Teil der Türkei, die sich vehement gegen Zensur und Islamisierung ihres Landes wehren. Und es gibt Künstler und Filmemacher, die nix mit dem Islam am Hut haben und die verdammt gute Filme machen.

    Diese Leute gilt es zu unterstützen. Darüber solltest Du mal nachdenken. Erst nachdenken..dann posten!

  5. #8 Dietrich von Bern

    Es gab und gibt in der Türkei (auch heute noch) eine Menge Leute, zumal im europäischen Teil der Türkei, die sich vehement gegen Zensur und Islamisierung ihres Landes wehren. Diese Leute gilt es zu unterstützen.

    Bloß nicht fördern! Je demokratiefeindlicher und fundamentalistisch-islamischer sich die Türkei mit ihrer wahren Fratze präsentiert, desto unwahrscheinlicher bleibt ihr Ausschluss aus der EU. Es gilt vielmehr, die Spaltung und den Fundamentalismus der Türkei wohlwollend zu beobachten. Der ist ganz in unserem Sinne. Auch der EU-Beitritt einer „gemäßigten“ Türkei würde Deutschlands Untergang sein.

  6. Je demokratiefeindlicher und fundamentalistisch-islamischer sich die Türkei mit ihrer wahren Fratze präsentiert, desto wahrscheinlicher bleibt ihr Ausschluss aus der EU.

  7. Nach längerer Abwesenheit bin ich wieder da.
    Nach dem angeblichen „Rechtsruck “ bei den Wahlen in SDT muß man sagen, nicht die Ausländer sind das Problem, sondern der Islam, den brauchen wir nicht als kulturelle Bereicherung , weder als Moschee neben unseren schönen barocken Kirchen, oder die Kopftücher neben der tiroler Tracht.
    Andreas Hofer würde sagen “ Mander es isch Zeit “ ( Männer es ist Zeit ) nämlich der linken Übertolleranz der Einbahnstrasse Gesellschaftlich einen Riegel vorzuschieben.
    Es feut mich besonders, daß die Freiheitlichen, das Wahlergebniss verdreifachen konnten, und konnten zum Ggenteil zu Koch in Hessen, das Ausländerthema Wahlkampmässig ausnutzen.
    MfG
    Schlernhexe
    Südtirol gehört dir, dafür sorgen wir

  8. ja. für das nächste Mal wissen die genossen, dass man keine Festivale über die Türkei organisiert, keine türkische Filme abspielt, und vor allem, kein Geld von der Türkei annimmt. So einfach ist es.

  9. die schweizer kino´s haben begriffen, wie man widerstand leistet. das nenne ich solidarität.
    sollen die herren in ankara doch vor wut in ihren teppich beissen.

  10. Was nützt es, dass die Türken laufend ihr wahres Gesicht zeigen, wenn sie dennoch von unseren Politkasperlen hofiert werden und die gar freudig bis zu den Schultern ins Türkenanal kriechen.

  11. Ungewohnte Rückendeckung erhielt die Schweiz vom deutschen Europaabge­ordneten Cem Özdemir

    „Ungewohnt“?

    Ach so, weil der die Schweiz bisher noch nie unterstützt hat, ich verstehe!

    Ansonsten, der Özdemir ist zwar grün, aber nicht dem Islam grün…..

    Wenn die Rothsche nur etwas so kritisch wäre wie der Özdemir….

  12. WELCHE KULTUR?
    …die Türken scheissen auf uns Christen. Die Anfrage bezüglich der Rückgabe der christlichen Kirche (Umwidmung von türk. Museum in eine Kirche wie zur ersten Bauzeit)ist soeben geplatzt. Die blöden Christen wollten doch tatsächlich eine Kirche die an den heiligen Apostel Paulus erinnert und Zentrum eines Wallfahrtortes in der Türkei werden sollte… Ja nee is klar!

  13. #17 Willi Gottfried (01. Nov 2008 14:32) WELCHE KULTUR?
    …die Türken scheissen auf uns Christen.

    8. Oktober 2008 | Von Pro Patria | Kategorie: Deutschland, Meldungen

    Endlich wird klar warum sich Kölns Bürgermeister Schramma so vehement für ein Verbot des Anti-Islamisierungskongresses in der Domstadt eingesetzt hat. Er erhofft sich dadurch den türkischen Ministerpräsidenten von seiner Unterwürfigkeit überzeugen zu können. Er will ihm zeigen, dass er breit ist mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln die Interessen der Türkei zu vertreten. Außerdem will er Erdogan an dessen Versprechen ein christliches Pilgerzentrum in Tarsus in der Türkei zu ermöglichen, erinnern. Das liest sich dann wie folgt.

    http://www.pro-patria.net/wordpress/2008/10/08/schramma-fordert-christliche-pilgerstaette-in-der-tuerkei/

  14. #18 taufbecken

    Er will ihm zeigen, dass er breit ist mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln die Interessen der Türkei zu vertreten.

    Ich nehme mal an, das soll ein Schreibfehler sein?
    Sinn ergibt´s trotzdem… 🙂

  15. # 10 Meister Eder

    Klar, stimme Dir vorbehaltlos zu. Das ist allerdings nicht nur ein politisch-religiöses-kulturelle Problem, sondern auch ein Wirtschaftliches.

    Schon Altbundeskanzler Schmidt, der Realist, erkannte 2004 in der „Zeit“ hell- und weitsichtig: „Bitte keinen Grössenwahn, der Beitritt der Türkei würde die EU überfordern!“

    Hier einige Kernsätze aus seinem Beitrag:

    Überall in der EU herrscht Angst vor kultureller Überfremdung:

    Ökonomisch hat die Türkei – trotz bestehender Zollunion mit der EU – im Vergleich mit allen anderen EU-Staaten den niedrigsten Lebensstandard; deshalb haben die türkischen Regierungen mit erheblichen finanziellen Hilfen der EU gerechnet. Schon die zehn Beitritte des Jahres 2004 haben die Einwohnerzahl der EU um ein Fünftel, das gemeinsame Sozialprodukt aber nur um ein Zwanzigstel vermehrt. Ein türkischer Beitritt würde die Einwohnerzahl der EU stärker wachsen lassen als 2004 der gleichzeitige Beitritt von zehn Staaten; aber das türkische Sozialprodukt pro Einwohner liegt nochmals erheblich niedriger. Die EU würde sich mit einer Aufnahme der Türkei und weiterer Staaten ökonomisch und finanziell übernehmen, jedenfalls sind künftige Enttäuschungen unvermeidlich.

    Wegen der hohen Geburtenrate wird die Einwohnerzahl der Türkei binnen zwei Jahrzehnten auf über 80 Millionen steigen. Deshalb haben die Regierungen in Ankara seit den 1970er Jahren auf weitere Auswanderung nach Deutschland gehofft. Bisher hat die deutsche Gesellschaft sich leider nicht als fähig erwiesen, die bereits hier lebenden Türken und Kurden wirklich zu integrieren. Ähnlich sieht es in Frankreich aus und anderwärts in der EU mit Algeriern, Marokkanern, Molukkern oder Pakistanis. Deshalb gibt es fast überall in der Union Angst vor ungesteuerter Zuwanderung und vor kultureller Überfremdung.

    Wer den ganzen Beitrag lesen möchte: Guckst Du hier:
    http://www.zeit.de/2004/49/T_9frkei-Beitritt?page=1

  16. Ich scheiss auf die Zensur und in dem Sinn:
    Shit, Fuck, Piss, Cunt, Cocksucker, Motherfucker und Tits!

  17. 3sat-Kooperation mit TRT 2 zu einer in den deutschsprachigen Ländern u. der Türkei ausgestrahleten “Kültürzeit extra” kommt nicht zustande

    Wie Moderatorin Tina Mendelsohn gestern in der freitäglichen Ausgabe von 3sat-Kulturzeit mitteilte, wird es die angekündigte geplante Zusammenarbeit von 3sat und dem staatlichen türkischen Fernsehsender TRT 2 nun doch nicht geben. Demzufolge wird TRT 2 die heutige, direkt aus Istanbul kommende, Sendung “Kültürzeit extra” auch nicht in der Türkei ausstrahlen. Schade. Unstimmigkeiten sollen sich an einem Beitrag (”Sound of Istanbul”) der 3sat-Macher entzündet haben, worin es um in der Türkei lebende Minderheiten, resp. des Themas “Ethnische Vielfalt”, gegangen sei.

  18. Immerhin ein Hoffnungsschimmer: die Programmkinos und Kulturzentren sind ja traditionell durchgehend linkslastig.

    Schön, wenn, die jetzt auch mal Erfahrungen mit der Realität machen!

  19. Auch der Özdemir hat nach Rücksprache mit dem türkischen Kulturministerium Zusagen bezüglich dieses Festivals zurückgezogen.

    Der anatolische Schwabe. (?!)

  20. OT


    Marl hat eine Integrationsbeauftragte: Muslime haben Bedenken wegen einer starken Frau

    Doch gerade bei ihrer Zielgruppe, den Migranten, gibt es Skepsis, ja sogar offen gezeigte Ablehnung: Moschee-Vertreter kamen nicht zu Gesprächen. Eine Frau mit dieser Ausstrahlung, dieser Kompetenz, dieser „Macht“ passt nicht in ihr Weltbild.

    „Ich setze auf den interkulturellen Dialog“, erklärt Carmen Greine. Wenn man die Integration möchte, dann müsse man auch was dafür tun. „Es ist Teil der Arbeit, dass den türkischen Männern klar gemacht wird, dass die türkischen Mädchen die gleichen Rechte haben wie sie“, betont auch Bürgermeisterin Uta Heinrich. Die muslimischen Mitbürger müssten das akzeptieren, sie müssten sich einer westlich orientierten Welt öffnen, sie müssten sich an Gesetze halten.

    Dann viel Erfolg, Frau Greine!

  21. der 3sat-Macher entzündet haben, worin es um in der Türkei lebende Minderheiten, resp. des Themas “Ethnische Vielfalt”, gegangen sei.

    Tja, da war die reale Wirklichkeit wohl zu hart, wenn man die ethnische Vielfalt in der Türkei zur Schaustellen würde, bliebe davon nicht mehr viel übrig, außer verfolgten Ungläubigen, Christen und allen anderen Minderheiten!!!

    Natürlich kann man auch verlogene Berichterstattungen bringen und sich die Einzelfälle, der positiven Rosinen heraussuchen, um Schwule Paradiesvögel in Istanbul zu filmen und christliche Veranstaltungen/Kirchenväter als Auslese zu präsentieren! Jedoch glaubt das im aufgeklärtem Internetzeitalter, nur noch der linksverblödete Gutmensch!

  22. Für die Widerständler“, den „pösen Nazis“ der Kinobetreiewbrszene, wünsche ich jetzt erst recht ein volles Publikum und einen neidvollen Umsatz, der die anderen, widerstandslosen Kinokriechbetreiber übertrifft, die sich dhimmitumhaft unterworfen haben!

  23. Es ist ein ambitioniertes Programm, das Festivalmacher Jurriaan Cooiman da zusammengestellt hat: 150 Veranstaltungen in zehn Schweizer Städten. Gemeinsam finanziert mit je 400’000 Euro von der Schweiz und vom türkischen Staat. Film, Tanz, Musik, Literatur, Debatten. Ein Festival, das die spannende, neue, offene Türkei zeigen sollte. Kaum einer hatte damit gerechnet, dass der alte, autoritäre Apparat danach greifen würde.

    400’000 Euro standen auf dem Spiel.
    Festivalchef Cooiman wollte zum Vorgehen der Türkei keinen Kommentar abgeben. Beamte des Kulturministeriums in Ankara hatten seinem Team dem Vernehmen nach ein Ultimatum gestellt: Wenn es die Artikel und den Film nicht streiche, werde die Türkei ihre 400’000 Euro zurückziehen. Das Festival wäre kollabiert

    Aus:http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/diverses/Tuerkei-erpresste-Basler-Kulturfestival/story/22797218

    Das wird man richtig sauer, wenn man weiß, woher die Türkei das Geld für diese Erpressung nimmt. Nämlich daher, vom 30.09.08:

    Milliarden für die Türkei
    Brüssel (VN)
    Die EU unterstützt die Türkei und die potenziellen Beitrittswerber auf dem Westbalkan bis 2010 mit „Vorbeitrittshilfen“ in Höhe von fast 4,5 Milliarden Euro. Nach Angaben der EU-Kommission entfällt auf die Türkei mit nahezu 1,8 Milliarden Euro der Löwenanteil aus dem Gemeinschaftsbudget. Dahinter liegen Serbien mit 584 Millionen, Kroatien mit 451 Millionen und das Kosovo mit 359 Millionen Euro..

    http://www.vn.vol.at/webvn/2008-09-30/Politik.php

  24. #20 Dietrich von Bern (01. Nov 2008 15:41)

    Schön, aber was hat Helmut Schmidt während seiner Amtszeit getan um die Zuwanderung bildungsferner Anatolier zu verhindern?

    Nichts!

  25. #28 Humphrey (01. Nov 2008 17:24)

    Es ist Teil der Arbeit, dass den türkischen Männern klar gemacht wird, dass die türkischen Mädchen die gleichen Rechte haben wie sie“, betont auch Bürgermeisterin Uta Heinrich.

    Die muslimischen Mitbürger müssten das akzeptieren, sie müssten sich einer westlich orientierten Welt öffnen, sie müssten sich an Gesetze halten.

    Die Frau kann nicht denken, sonst wüsste sie, dass das ein Prozeß ist, der Generationen dauert. Mein Gott, wie dämlich diese Leute blubbern.

  26. Ich kann „Dietrich von Bern“ uneingeschränkt recht geben. Auch ich habe in der Türkei mit Menschen gesprochen, die mit großer Angst die fortschreitende Islamisierung in ihrer Heimat beobachten. Mit großem Unverständnis schauen sie auf Deutschland und dessen Nichtwahrnehmung dieser Bedrohung auch hier. Wir dürfen nicht übersehen, dass es in der Türkei Menschen gibt die unter Gefahr für Leib und Leben an vorderster Front für die elementarsten Menschenrechte kämpfen. Merke: Pauschalisierungen sind unser Tod!

  27. Die Schweizer haben offenbar auch schon jeglichen Charakter verloren.

    Wer nimmt schon das dreckige Bettelgeld der Türken an. Und das auch noch für kulturelle Zwecke…

  28. #37 nuovo (01. Nov 2008 19:36)

    Das Geld ist noch nicht geflossen (gemäss Meldungen von heute).
    Aber recht hast du. Man hätte das platzen lassen müssen.

  29. Nicht mal mehr
    Theo Retisch
    kann die schöne schweiz behaupten, sie hätte eine perfekte demokratie, in der ausschliesslich das schweizer volk bestimmt…..

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