Weil er wohl sonst nichts Besseres zu tun hatte und aus Umweltschutzgründen kämpft der italienische Minister Luca Zaia gegen exotische Lebensmittel. Die Italiener sollen zu Weihnachten lieber Einheimisches genießen, das sei umweltfreundlicher. Empfohlen werden Orangen, Mandarinen, Äpfel und Kiwi, außerdem Fleischprodukte wie Zampone (gefüllte Schweinefüße) und Cotechino (gefüllte Schweinehaut).

In Deutschland fallen für den ökologischen Bürger Orangen, Mandarinen und Kiwi als einheimische Früchte aus. Schweinefüße und -häute gehen in islamisch Germanistan natürlich sowieso gar nicht. Bleiben allein die Äpfel und sonst?

Die deutsche Kartoffel stammt ja ursprünglich aus Südamerika. Der Lachs geht auch nicht. Der ist aus Alaska oder eine ökologisch-unverträglich gefärbte Forelle. Zum Erstellen von Christstollen und Keksen braucht es bestimmt zu viel Energie. Vielleicht wären Haferflocken und Hirsebrei das ideal-ökologische Weihnachtsfestessen. Wohl bekomm’s! Schmecken muss es ja nicht auch noch, oder?

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44 KOMMENTARE

  1. Ich sag ja auch schon immer. Deutsche , kauft nur deutsche Bananen. 😉
    Dann rösten wir uns eben Tannenzapfen über nachwachsenden heimischen Holz oder lutschen Moos von Steinen.

  2. So etwas hat man früher „Protektionismus“ genannt. Ja, ja, der Klimawandel lässt sich für so viele Sachen verwenden bzw. muss für so viel Blödsinn herhalten.

    Ich esse am liebsten getrocknete Ananas und Papaya aus Thailand, die schmecken wahnsinnig gut und sind voller Enzymen.

  3. Silvio Berlusconi ist ein hervorragender Teamarbeiter und ein leidenschaftlicher Freund der Freiheit.

    Deshalb greift er auch selten in die einzelnen Ressorts seines Kabinetts ein. Die Minister haben für alle Vorhaben, die gesetzeskonform sind, freie Hand.

    Und Luca Zaia ist wirklich kein Unmensch. Ihnen ist sicher aufgefallen, daß Orangen, Mandarinen und Kiwi für uns sehr wohl „exotische Früchte“ sind.

    Also,

    „Esst mehr Obst, und Ihr bleibt gesund.“

  4. „Ausserdem empfahl Zaia typisch norditalienische Fleischprodukte wie Zampone (gefüllte Schweinefüsse) und Cotechino (gefüllte Schweinehaut).“

    IGGIITTT!

    Sowas können nur die norditalienische Kelten fressen.

  5. Wieder so ein ein Öko-Dödel…

    Siehe z.B. hier:

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,560751,00.html

    Aber es soll ja auch Leute geben, die die Umweltfreundlichkeit von Kraftfahrzeugen allein anhand deren Benzinverbrauch bzw. CO/2-Ausstoß ermitteln. Dass die Dinger erstmal hergestellt werden und nicht wie Äpfel von den Bäumen fallen ist den meisten dieser Damen und Herren nicht bewusst…

    Öko??? Hirn einschalten, selber denken!!!

  6. @alessandro-sergio
    Cotechino mit „gefuellte Schweinehaut“ zu uebersetzen GEHT GAR NICHT!
    Dann waeren Nuernberger Bratwuerstl auch „gefuellte Schweinehaeute“. Nichts anderes ist naemlich ein“Cotechino“. Eine ganz normale Bratwurst. So wie Salsiccia (das sagt dir was, oder? ) 🙂

  7. “Ausserdem empfahl Zaia typisch norditalienische Fleischprodukte wie Zampone (gefüllte Schweinefüsse) und Cotechino (gefüllte Schweinehaut).”

    Hat dieser Italiener etwas gegen Mohammedaner ?

    Sorry, hab ich vergessen: Weihnachten ist „haram“.

  8. Man muß sich wegen dem Essen nicht verrürckt machen, denn man ißt am Ende doch nur mit einem Mund. Oder wie sagte mal Seneca: Man lebt nicht um zu essen, sondern man ißt um zu leben.

    Heute ist die Esskultur so sehr zum Thema geworden, dass viele die Multikultur eigentlich vordergründig durchs Multikulti-Essen ersetzt haben. Andere wiederum reduzieren das Umweltbewußtsein auf die Biospeißen und machen sich ständig Streß über die gesunde Ernährungsweise. Jede paar Jahre tauchen „wissenschaftliche“ Studien auf, mit neuen Theorien über die „gesunde Ehrnährungsweise“.

    Ich hatte zuletzt eine interessante Theorie gehört: Die gesündeste Ernährungsweise soll die jeweilige eigene Tradition sein. Also dann doch Apfel, Kraut und Schweinefleisch für uns…

    Die Begründung ist nicht ohne: Die Menschen sind genetisch angepasst zu der eigenen Tradition.
    Siehe solche Stichworte wie Laktose-Intolleranz vieler Asiaten, Fett-Bedarf der Eskimos, Alkoholverträglichkeit bei manchen Völkern, Diabetes-Neigung bei anderen usw.
    Ich mag einheimische Produkte und ich mag sie am liebsten dann, wenn es ihr Saison ist. Ich empfinde sie einfach echter, wenn ihre Zeit ist.
    Und ich habe den Eindruck, dass exotisches Obst im Urlaub viel aromatischer schmeckt, als in den hießigen Supermärkten, nach 2-3 Wochen Transport.

    Aber zuletzt geht es nur um sattwerden.

    Vielleicht geht es den Italienern auch um Lebensmittelpolitik. Ich habe nämlich den Eindruck, dass es ein versteckter Lebensmittelkrieg innerhalb der EU-Länder herrscht. Jetzt wo die Irren gegen den EU-Vertrag sind, gibt es ein irisches Schweine-Skandal.
    Im Sommer gab es italienische Lebensmittel-Skandale, wegen der Mafia-Mülldeponien. Das war schon immer so: BSE-Rinder wechselten sich mit Schweinepest, Fischwürmer und Salmonellen-Hühner ab, je nach dem, welche Lobbys gerade das Sagen hatten.
    Nun habe ich mich jedes Mal im Supermarkt gefragt, ob griechisches Olivenöl weniger verseucht sein soll als das Italienische. Keine Ahnung. Ich traue den EU-Meinungsmachern eh nicht mehr.

  9. #8 Atalanta (18. Dez 2008 20:58)

    Aber das Zeug esse ich nicht (aus anderen Gründen).
    Unsere Salsiccia (die aus Süditalien) ist im Geschmack UNÜBERTROFFEN. Die Norditaliener essen sowieso viiieeel zu fettig.
    So, morgen esse ich eine Pizza mit „Tropea Zwiebeln“ (die lasse ich extra in einem Holzofen backen, der mit Buchenholz geheizt wird). HHHmmmm, che buona!

  10. Aber gegen Stützung der heimischen Lebensmittelwirtschaft kann man nichts sagen. Am schönsten ist es doch, wenn man Tiere aus der Nachbarschaft tötet, schlachtet und auffrisst. Auch gut für die Umwelt – Furzen diese nicht mehr so rum.

  11. Wir hier im Dorf ernähren uns gesund: Wildschwein mit Rotkohl und Klößen. Heuer kommen die Viecher bis ins Wohnzimmer. Es gibt genug für alle, also haut rein…
    lg gallier

  12. Der Grundgedanke, mehr regionale Lebensmittel zu kaufen ist, wirtschaftlich gesehen ja nicht schlecht. dei Kartoffeln und eier vom bauer sind mindestens genauso gut wie solche, die im Laden liegen und schon tausend kilometer und ein paar tage hinter sich haben. Nur schade das mein Orangenbaum gerade irgendwie nicht blühen will…

  13. #20 sniperkater (18. Dez 2008 21:50)

    Gerne.

    Ich habe vor vielen vielen Jahren als Pizzabäcker gearbeitet und hätte keine Problem für eine grössere Runde etwas zu organisieren.

    Ich werde im Frühling auf meinem Ackergrundstück einen grösseren Pizzaofen bauen, dann lade ich euch ein. Parkplätze gibt es reichlich auf dem Feld und wenn wir Glück haben, kommt ein Wildschwein oder eher ein Reh und könnt es abschiessen und gleich grillen.

    Schöne Grüsse aus Südhessen

  14. Mich würde interessieren ob der Klugscheisser sich daran hält oder ob er nur Wasser predigt und Wein trinkt

  15. Ich bin dafür, insbesondere Sojaprodukte durch die Politik fördern zu lassen. Die ersetzen Fleisch auf Grund ihrer vielen Nährstoffe und tragen dazu bei, den energieverschwenderischen Fleischkonsum zu mindern. Soja kann auch in Deutschland angebaut werden mit der Einschränkung einer einmaligen Ernte pro Jahr, in den Tropen können das meines Wissens nach bis zu drei im Jahr sein. Auf dem Weltmarkt ist Soja ein sehr günstiges Produkt.

  16. Lest Euch mal ein paar Rezepte für Weihnachtsgebäck durch… ohne orientalische Gewürze kommt man da nicht weit 😉

    Ohne „fremdes“ Essen würde mir was fehlen.

  17. die Oekoreligion propagiert den Weg ins Mittelalter.

    Hirsebrei mittels Strohfeuer in einer Hoehle zubereitet ist CO2 und Schadstoffintensiv.

    Die christlichen Kirchen haben sich in D weitgehend aus dem Leben der Normalbevoelkerung zurueckgezogen. Sie beschaeftigen sich nahezu ausschliesslich mit linken Randgruppen. Die Elite und Teile der Bevoelkerung haben eine neue Religion, die Oekoreligion hervorgebracht die dem Menschen Spiritualitaet und Halt gibt. Diese Spiritualitaet wird in Bio Lebensmitteln, Naturheilkunde und der Oekologie gesucht. Mittlerweile hat die Oekoreligion Millionen Anhaenger und mehr Prominente unter seinen Juengern als Scientology.

    Wer mehr zur Oekoreligion lesen mag:

    http://oekoreligion.npage.de/willkommen_bei_der_oekoreligion_37388689.html

    Vandale

  18. #12 Alessandro-Sergio (18. Dez 2008 21:21)

    Da würde ich mich auch gleich anmelden, und mit für Getränke sorgen!

    🙂

  19. @ #8 Atalanta (18. Dez 2008 20:58)

    Tropea-Zwiebeln? Echt? Mann! Wo bekommst Du die in Deutschland???

    Don Andres

  20. #33 Don Andres (18. Dez 2008 23:24)

    „Tropea-Zwiebeln? Echt? Mann! Wo bekommst Du die in Deutschland???“

    Bei jedem Italiener, der einen Laden hat 😉
    Hier bei uns in Bensheim neben der Aral Tankstelle.

  21. # 11 Kybeline
    Das traditionelle deutsche Essen ist allerdings an härteren Wintern und an härterer körperlicher Arbeit ausgerichtet. Wenn man nicht gerade ganzjährig auf dem Bau zu tun hat, halte ich es für zu deftig und schwer.

  22. Der Mann hat recht, wenn man schon hervorragende einheimische produkte hat, dann muss man wirklich kein ausländisches Zeugs essen. Die Orangen, Zitronen, Artischocken aus Italien sind mit dem was wir hier unter dem Namen kaufen nicht mal entfernt vergleichbar. Lediglich die italienischen Kiwis sind nicht so toll, Das können die Neuseeländer einfach besser, ist ja auch ihr Wappentier.

  23. @ #34 Alessandro-Sergio (18. Dez 2008 23:34)

    Danke für den Tip!
    Aber hier in meiner Mittelstadt im Allgäu gibt ’s leider nur noch Türken (snife, sniff…), die Obst und Gemüse verhökern und deren Zeugs kaufe ich nicht mehr, seit mich vor ein paar Jahren eine ca. 11jährige Kopftuchträgerin an der Kasse wortlos und ohne den in anderen Ethnien selbstverständlichen freundlichen Blick abkassiert hat.
    Der einzige italienische Lebensmittelladen, den es hier noch gibt, ist eigentlich ein Lieferant für die Gastronomie und hat keine Frischware, die ohne Tiefkühltruhe auskommt. Da bleiben mir nur dessen erstklassige kalabresischen Weine, die es nur hier und in eigentümergeführten Läden in Kalabrien gibt.
    PS: Gratulation zu Ihrer Heimat/Herkunft und deren freundlichen und entspannten Menschen! Und überhaupt: Viva Italia!

    Don Andres

  24. Ich finde den Vorstoß toll. Globalismus und multikulti vollzieht sich nämlich auch im Essen und wir haben so leckere deutsche Gerichte, die sie uns schon madig gemacht haben bzw die fast in Vergessenheit geraten sind, und die durchaus wieder eine Renaissance ertragen könnten.
    Kultur vollzieht sich auch im Magen.
    Und bevor ich mir beschissenen Döner reintu, sind doch frische Pellkartoffeln mit Butter und Salz und einem schönen Bauchspeck, dazu ein Feldsalat soooo lecker !
    (Gibt ja noch viel schönere Sachen aus der deutschen Küche, aber als Spaghettijunggeselle kenn ich die leider nicht)

  25. Naja die Idee ist nicht verkehrt, denn es gibt viele (altertümliche) deutsche Rezepte für Weihnachten, wo mit einheimischen Zutaten, leckere Speisen gezaubert werden könn(t)en.
    Problem ist nur, durch eine völlig verkehrte Landwirtschaftspolitik, sind viele einheimische Zutaten/Lebensmittel mittlerweile nicht mehr existent. Die Umweltverschmutzung tat ihr übriges Werk.
    Zudem ist der Bürger einfach keine einheimische Nahrung mehr gewohnt, darum schmeckt das Einheimische meist auch nicht, obwohl es viel gesünder wäre. Aber lieber (angeblich) gesunde Nahrungsmittel aus Teilen der Welt, wo man selbst kaum hinkommt.

  26. Heimatliche Speisen ……… hmmmmmm, der Kölner Zoodirektor qurde verhaftet. Er fütterte die krokodile mit Mett.
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    Achmett, Mohammett, Izmett ……….
    keine heimatlichen Speisen für Korkos 😉

  27. Ach Kybeline!

    Ist Dir schon einmal durch den Kopf gegangen, dass Essen auch etwas mit Kultur zu tun haben könnte?

    Ich mag kein Hafermüsli, keinen Met, mag keine Schweinsfüße, wohl aber Medaillons …

    etc. pp

  28. Der Lachs geht auch nicht. Der ist aus Alaska oder eine ökologisch-unverträglich gefärbte Forelle.

    Blödsinn.
    Echter Lachs wird beispielsweise in Norwegen in Zuchtfarmen großgezogen.
    Der „Alaska-Seelachs“ ist, ebenso wie der „Seelachs“, genau so wenig ein Lachs wie die „Lachsforelle“.

  29. kiwis wachsen und gedeihen in deutschland hervorragend, dieses jahr waren es 3 kg an einer pflanze.

    gruß aus hannover

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