Karim MatmourDie vom Abstieg bedrohte Fußball-Mannschaft von Borussia Mönchengladbach trainiert wieder in Deutschland. Gerade sind die Kicker von einer Gastreise nach Israel zurück gekommen (13.-15. Dezember). Und alle waren dabei – oder vielmehr: fast alle. Karim Matmour, ausgestattet mit algerisch-französischem Doppelpass, fehlte. Wegen Adduktorenproblemen.

Schade, denn er hätte eine Menge dazulernen können. Das Medieninteresse in Israel an dieser Gastreise war riesengroß; das Spiel der Borussia gegen das Matthäus-Team Maccabi Netanya (Mönchengladbach verlor 0:1) wurde live im israelischen Fernsehen übertragen. Auch mehrere deutsche Korrespondenten-Teams waren vor Ort und berichteten (u.a. ARD, RTL und SAT1). Entgangen ist Matmour nicht nur ein Abendessen mit DFB-Präsident Theo Zwanziger, der ebenfalls mit einer DFB-Delegation in Israel zu Gast war, sondern noch viel mehr:

Am Sonntag gab es einen Ausflug nach Jerusalem, dort um 10 Uhr Besuch der Gedenkstätte Yad Vashem, mittags zurück ins Hotel nach Tel Aviv, 17 Uhr offizieller Empfang in der deutschen Botschaft, 20 Uhr Spiel in Herzliya (nördlich von Tel Aviv) gegen Maccabi Nentanya, anschließend gemeinsames Abendessen mit Rekordnationalspieler Lothar Matthäus & Co.

Na, Karim, wäre das nicht etwas gewesen für einen jungen aufstrebenden Fußballer? Ach ja, die Adduktoren?

P.S.: Nach telefonischer Auskunft der Geschäftsstelle von Borussia Mönchengladbach trainiert Karim Matmour inzwischen wieder mit der Mannschaft…

Kontakt:

Borussia Mönchengladbach GmbH
Hennes-Weisweiler-Allee 1
41179 Mönchengladbach
Telefon: 02161 – 92 93 0
Telefax: 02161 – 92 93 1009
info@borussia.de

Email an DFB-Präsident Theo Zwanziger: info@dfb.de

PI-Beiträge zum Thema:

» Merkwürdige Wunderheilungen
» Keine Angst, bloß Antisemitismus
» Angst vor Israel?
» Täuscht Dejagah vor Israel-Spiel Verletzung vor?

(Gastbeitrag von Yaab)

image_pdfimage_print

 

36 KOMMENTARE

  1. Es ist einfach unmöglich, dass dieser Boykott Israels einzelner Spieler durch die Offiziellen immer unter den Teppich gekehrt wird.

    Gladbach sollte gegen den Spieler disziplinarisch vorgehen und Zwanziger sollte das Verhalten des Spielers in aller Schärfe verurteilen.

    Das ist nämlich genau der Rassismus gegen den entschlossen zu handeln, Zwanziger immer vorgibt.

  2. Einzelfall!

    Vom DFB (info@dfb.de) erhielt ich solche PC-Antworten beim letzten Mal:

    Hallo,
    vielen Dank für Ihre Nachricht.

    Dass der Spieler zur Partie gegen Israel nicht im Stadion war, hatte medizinische Gründe. Denn Ashkan Dejagah wurde in seinem Verein nach seiner Verletzung behandelt. Dass er vom VfL Wolfsburg am Samstag in einem Bundesliga-Spiel eingesetzt werden kann, bedeutet nicht automatisch, dass die Behandlung bereits am Montag oder Dienstag eingestellt wird und er wieder ganz normal am Training teilnehmen kann.
    Zitatende

    Auf diesen DFB kann man stolz sein. Vorbildfunktion und Kampf dem Rassismus – beschämend für mich als Deutschen! Wir finden wieder nicht den Mut gegen eine faschistische, antisemitische Ideologie aufzustehen…

  3. Schon seltsam, dass urplötzlich immer nur die Moslems krank werden und nicht mal ihren Hintern nach Israel bewegen können, um auf der Bank zu sitzen.

    Als Deutscher stände man da sofort als Nazi da.

  4. Der Fußballverband deckt rassistische Spieler.

    Sonstige sog.“Anti-Rassismus-Maßnahmen“ sind pure Heuchelei.

    Wer geht noch zu was in die Stadien, wer guckt den Käse im Fernehen ?

  5. Lieber Theo Zwanziger: Warum lässt du neuerdings bis zur C-Jugend ohne Schiri spielen? Finden sich etwa keine Nachwuchsschiris mehr? Tja, warum wohl ?

  6. Und wenn es so ist, dann laßt ihn doch. Hat er was gesagt, was anklagewürdig wäre? Wenn er wirklich rassistische Hintergründe hat, ist es doch das Beste, wenn er daheim bleibt. Ich freu mich ja auch nicht drauf, wenn mir eine Gruppe Südländer am Abend in der Club-Toilette entgegenkommt. Ich geh halt dann raus zum pinkeln. Das ist kein Rassismus, sondern reiner Selbstschutz!! Vielleicht will er ja und seine Cousins haben was dagegen. Ich würde mich für sowas nicht prügeln lassen.

  7. Erstaunlich: Im gesamten Fußball-Universum werden über jeden Fliegenschiss Statistiken erstellt. In arbeitsrechtlichen Prozessen wird Geschlechterdiskriminierung mit statistischen Beweisen belegt – dann schlage ich doch einmal vor, dieselben Statistiken über entsprechende Spieler aufzustellen und zu veröffentlichen. Dann kann der umstrittene Herr Zwanziger (Jens Weinreich-Affäre) sich einmal überlegen, wie weit sein „Kampf gegen Rassismus“ geht.

  8. Nachdem der Degajah schon zwei Mal mit der Nummer durchgekommen ist, war klar, dass diese Masche unter muslimischen Spielern einreißen würde. Genau deswegen hätte man das dem Degajah niemals durchgehen lassen dürfen.

    Aber der Theo Zwanziger, der sich nicht zu blöd ist, ausgerechnet Michael Ballack mit dem Vorlesenlassen von Antirassismus-Texten öffentlich zu demütigen (was hat denn Ballack mit Rassismus zu tun?), der hält seine schützende Hand über diese Typen. Großartig, wirklich erste klasse.

    Bin schon gespannt, wann Serdar Tasci oder Franck Ribery mit der Masche anfangen, die ja den Rasen nicht betreten können, ohne vor dem Spiel vor sämtlichem Publikum und laufenden Kameras ihre muslimische Gebetsshow zum Besten zu geben.

  9. Hier noch einmal der Anti-Rassismus-Flyer des DFB:

    http://www.dfb.de/uploads/media/Anti-Rassismus-Flyer_01.pdf

    Interessanterweise betonen die Sportfunktionäre aus dem Theo Zwanziger-Rotweingürtel immer, dass Sport die Völker verbinde…….

    Wenn nun aber ein frankoalgerischer Mohammedaner eine offizielle Reise nach Israel boykottiert, wo ist der Unterschied zu den SA-Truppen, die im November 1938 vor jüdischen Geschäften standen?

  10. finde ich gut, daß deutsche kicker auch einmal in israel trainieren.
    außer yad vashem empfehle ich aber auch einen mehrtägigen besuch in sderot, wo man die chance hat, mehrmals täglich durch palästinensische kassam-raketen mit migrationshintergrund bereichert zu werden.

  11. Ähm, erstens gibt es mehrere Muslime in der Mannschaft, die alle dabei waren und außerdem gibt es ja mit Alberman und Colautti auch zwei israelische Spieler. Mit Alberman ist Matmour befreundet, das ist bekannt. Ich denke das war einfach wirklich nur eine Adduktorenzerrung, soll ja vorkommen!

  12. immer diese sportverletzungen die genau dann auftreten, wenn es um spiele in israel geht…
    klar doch sind alles nur einzelfälle…
    (wers glaubt ist selber schuld.)

  13. Ist der Islam eine Krankheit?
    Dass er die menschen zutiefst verletzt, das kann man kaum übersehen. Wer wollte denn bestreiten, dass man Mohammedaner als Kranke beschreiben kann? Wer wollte denn bestreiten, dass Mohammeds Hass- und Hetzreligion die Seelen der menschen vergiftet? Also sollten wir akzeptieren, wenn Mohammedaner medizinische Gründe anführen, die sie daran hindern, Juden auf gleicher Augenhöhe zu begegnen.

  14. Nun mal langsam, bevor man die Keule auspackt. Erstens: Weiß jemand, ob und wenn ja welche Schwierigkeiten der Staat Israel einem Algerier macht, in das Land einzureisen?

    Weiß jemand, welche Schwierigkeiten er vielleicht bei der nächsten Reise in die Heimat bekäme, wenn er mit einem isralischen Stempel im Pass nach Algerien will?

    Also immer locker bleiben.

  15. Tja, ins Land der „Affen und Schweine“ zu reisen, das ist für einen Moslem natürlich gar nicht halal..

    Aber das hat natürlich nichts mit dem Islam zu tun, und wenn Muslime Juden hassen, ist das selbstverständlich auch kein Antisemitismus.

    Das fällt alles unter „Kulturelle Bereicherung“.

    Volkspädagogik Lektion 1. Wer widerspricht, ist ein erbärmlicher Nazi und notorischer Ausländerfeind. Deutsche „Demokratie“ im Jahre 2008.

    Erbärmlich !

  16. „Am Sonntag gab es einen Ausflug nach Jerusalem, dort um 10 Uhr Besuch der Gedenkstätte Yad Vashem, mittags zurück ins Hotel nach Tel Aviv“

    Bei diesem Programm wuerd ich mich auch krankmelden.

  17. Als Libanese darf man so viel ich weiss gar nicht nach Israel reisen. Da würde man beim nächsten Besuch Probleme kriegen.

  18. Jaja, immer diese geografisch bedingten Krankheiten, die bei reisen in Risikogebiete auftreten.

    Da muss es doch ein Mittelchen dagegen geben! 😉

  19. Wie gut, dass vor den Spielen der Nationalmannschaft ein Banner „Gegen Rassismus“ gezeigt wird ………

    Musel können keine Rassisten sein!

  20. @ #22 Konflikte in der multikulturellen Gesellschaft am Beispiel der Hutu und Tutsi

    Bei diesem Programm wuerd ich mich auch krankmelden.

    Hä? Wieso das?

  21. Mönchengladbach und Wolfsburg spielen in dem Verband, dessen „größtes“ Anliegen ist, gegen Rassismus zu sein. Der DFB scheint doch zu schlafen. Sie sollen mal weniger auf die Zuschauer achten, als auf ihre Vereine!

  22. #25 apollak (18. Dez 2008 13:09)

    Sog. Gedenkstaetten besuche ich entweder freiwillig oder gar nicht!

  23. Merkwürdig, diese Verletzungsserie vor Israel-Spielen. Da frag ich mich, woher wissen diese phösen Verletzungen bloß immer, dass es jetzt gegen Israel geht? 😉

  24. #25 Unbeschnitten (18. Dez 2008 13:05)

    Die Banner
    „Gegen schlechtes Wetter“, „Gegen Diebstahl und Raub“ sowie „Gegen Falschparken auf Behindertenparkplaetzen“ sind gerade in der Reinigung.

  25. # 28 Konflikte in der multikulturellen Gesellschaft am Beispiel der Hutu und Tutsi

    Ach so, aber wieso „sogenannt“? Yad Vashem ist eine Gedenkstätte und noch viel mehr,u. a. ein Museum. Und vielleicht war der Besuch ja durchaus auch von den Mannschaftsmitgliedern gewollt. Immerhin hat die Mannschaft zwei israelische Spieler, da darf man eigentlich erwarten, dass die Mitspieler das nicht nur als Pflicht betrachten.

  26. #27 Gilgenbach

    dessen “größtes” Anliegen ist, gegen Rassismus zu sein. “

    Immer daran denken, dieser ganze Kampf gegen Rechts, die Antirassismuskampagnen usw. dienen nur dazu die Deutschen zu domestizieren und „umzuprogrammieren“! Der Rest der Bevölkerung kann weiterhin machen was er will, der kann dann auch antisemitisch sein, das juckt die Gutmenschen nicht. Denn ein bißchen Antizionist steckt in jedem gutmenschlichen Deutschen.

  27. #31 apollak (18. Dez 2008 13:42)

    Es muss jedem selbst ueberlassen bleiben, wer wem wann wo gedenkt.

    So einfach ist das.

    Dass die Spieler diesen Besuch selbst gewuenscht haben, halte ich fuer unwahrscheinlich. Sie machen es, weil es eben von ihnen „erwartet“ wird.

  28. # 20 Seebaer

    Weiß jemand, welche Schwierigkeiten er vielleicht bei der nächsten Reise in die Heimat bekäme, wenn er mit einem isralischen Stempel im Pass nach Algerien will?

    Der gute Mann hat zwei Pässe – einen algerischen und einen französischen. Er wird wohl kaum so dämlich sein, mit dem algerischen nach Israel einzureisen…

    In Deutschland bekommt man nach Reisen in „problematische“ Länder problemlos einen „Zweitpass“. Ich nehme nicht an, dass dies in Frankreich anders ist.

    Dies dürfte also nicht der Grund für seine „Verhinderung“ sein.

Comments are closed.