Hindu-Nationalisten hatten im indischen Bundesstaat Orissa einen Generalstreik über Weihnachten ausgerufen. Christen fürchteten, dass dieser genutzt würde, um ihre Feiern zu stören. Nach internationalem Protest wurde der Streik abgesagt. Ob das Fest in Ruhe gefeiert werden kann ist unklar, im letzten Jahr brannten sechs Kirchen und zahlreiche Gottesdienste wurden gestört.

(Gastbeitrag von Open Doors Schweiz)

Die Androhung des Streiks beängstigte den christlichen Teils der Gesellschaft Orissas. Denn fanatische Hindus bedrängen sie seit Jahren. So wurden bereits im vergangenen Jahr Weihnachtsfeiern gestört und als am 23. August 2008 der Hindu-Führer Swami Laxmananand Saraswati, ein Führer des extremen Hindu-Weltrats VHP, von Maoisten ermordet wurde, brachte eine Welle der Gewalt über die Christen herein. Mehr als 50’000 Christen mussten flüchten, 12’500 leben in Flüchtlingslagern (Stand 8.12.08) oder werden zu ihrer eigenen Sicherheit Weihnachten im Wald feiern müssen. 4000 Häuser und Kirchen wurden geplündert und niedergebrannt, teilweise wurden ganze Dörfer vom fanatischen Mob zerstört. Die Übergriffe dauerten mehrere Monate. Dies obschon die Polizei bereits kurz nach dem Mord eine maoistische Rebellengruppe ins Visier nahm, die in einem Bekennerschreiben die Verantwortung für die Tat übernahm.

Freilich gab es auch Hindus, die sich schützend vor die Christen stellten und sie auch in ihre Häuser aufnahmen. Teilweise wurden diese Hindus ebenfalls von den Fanatikern angegangen.

Hinsehen ist nötig

Es wäre wünschenswert, wenn die internationale Gemeinschaft genau nach Orissa blickt, auch nach der Absage des Generalstreiks. Denn eingangs Dezember 2008 setzten laut der Londoner Times fanatische Hindus sogar Kopfgeld auf Pastoren aus. Abgekühlt hat sich die Lage in diesem indischen Bundesstaat noch nicht und bereits die letzten Weihnachtsfeiern wurden von Übergriffen überschattet, bei denen zuletzt sechs Kirchen brannten und zahlreiche Gottesdienste und Feiern gestört wurden. Gerade auch durch die internationalen Proteste fürchtet Indien laut der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) um seinen demokratischen Ruf, wenn weiterhin religiöse Minderheiten angegriffen werden. Der indische Innenminister Palaniappan Chidambaram habe deshalb den Ministerpräsidenten Orissas dazu aufgerufen, die Sicherheit der Christen zu garantieren.

Like
Beitrag teilen:
 

10 KOMMENTARE

  1. Wenn es etwas gibt, dass Indien nun wirklich nicht braucht, dann sind das „Hindu-Nationalisten“.

    Man muss da den Christen ja vergleichsweise zu Gute halten, dass sie vor allem dieses unsäglichen Kasten-Wesen abehnen (was aber auch viele Hindus tun).

    Der Hinduismus ist je letztlich keine homogene Religion, sondern eher einganzes Sammelsorium an Religionen und Traditionen, in denen gänzliche verschiedene Weltbilder vorherrschen und in denen die religiösen Leute unterschiedliche Götter verehren.

    Hindutva ist als Konzept ebenso unsinnig wie islamischer oder sonstiger Fanatismus.

  2. @ FreeSpeech
    ich hab keine Probleme, auf PI zu kommen. Bei PI sollte nicht das Problem sein.
    MfG, TaG.

  3. #1 FreeSpeech

    Habe gleiches Problem.blockquote>

    ich auch, die von BND können nicht so schnell lesen;)

  4. Dies obschon die Polizei bereits kurz nach dem Mord eine maoistische Rebellengruppe ins Visier nahm, die in einem Bekennerschreiben die Verantwortung für die Tat übernahm.

    Die halten nun mal auch nichts vom Kastenwesen, die sogar am allerwenigsten.
    Es ist aber schön zu hören das sich Hindus vor die Christen stellen. Ich wünschte die Muslime würden sich auch vor die bedrohten Menschen stellen, egal ob Christen oder muslimische Frauen.

  5. @ #9 Jochen10 :

    den gehirnbefreiten Terrorgotteskriegern ist es egal wieviele Moslems mit draufgehen, hauptsache ist, daß das Ziel erreicht wird.

    Die haben kein Gewissen ….. und Moslems die mit draufgehen wenn Ungläubige angegriffen werden, kommen ins Paradiies, also erst recht egal.

  6. #10 D@
    Das ist so. Die verstehen nur 9 Millimeter Blei zwischen den Lichtern.
    Für die schwächeren Fälle wäre 10 bis 20 Jahre Arbeitslager sinvoll.

    Ich bin gerade dabei ein paar linken USA bzw. Bushhassern beizubringen, um was es wirklich geht. Ich habe sie schon ziemlich weichgekocht.
    Erste Rückmeldungen zeigen, dass ich wohl welche tief ins Mark getroffen habe.
    Ich konnte das nicht zuletzt auch Dank PI und der Links von Kommentatoren.
    Mal sehen wie sie reagieren, wenn ich als Krönung verschiedene harte Links aus truetube rüberschicke, welche wo Islamisten russischen Gefangenen lachend den Kopf abschneiden und das mit den Kommentar, dass sie mit ihren Frauen noch 20mal grausamer umgehen.
    Mal sehen wie ihre zartbesaiteten Seelen damit klarkommen? Ich vermute „gar nicht“.

    Was dann wohl noch von Bushbashing und raus aus Afghanistan übrigbleibt?

Comments are closed.