MünteferingSPD-Chef Franz Müntefering hat grünes Licht für Bündnisse mit der Ex-SED auf Länderebene gegeben. Wenn es gelänge, mehr SPD-Ministerpräsidenten zu stellen, würde das mehr helfen als es schade. CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla hielt Müntefering vor, er erteile rot-roten Träumen der Linken in seiner Partei seinen „Segen“. Eine Zusammenarbeit mit der Linken im Bund schloss Müntefering allerdings (noch) aus.

Der Spiegel berichtet:

Franz Müntefering will sich Koalitionen seiner Partei mit der Linken in den Bundesländern nicht in den Weg stellen. „Wenn es uns gelingt, mehr sozialdemokratische Ministerpräsidenten zu stellen, würde uns das helfen, mehr als es schadet“, sagte der SPD-Chef dem „Stern“. „Wir könnten so auch machtpolitisch ein Zeichen setzen.“

Auch rot-rote Bündnisse in Thüringen und im Saarland, wo unmittelbar vor der Bundestagswahl 2009 gewählt wird, befürwortet der SPD-Chef. „Das macht mir keine Angst“, wird der SPD-Chef zitiert. Die Debatte über Koalitionen der SPD mit der Linken werde die Bundestagswahl nicht wesentlich entscheiden. „Das regt die Menschen nicht mehr auf“, glaubt Müntefering.

Die SPD hat damit als demokratische Partei wohl endgültig ausgedient.

(Spürnasen: BePe, MilitesChristi)

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60 KOMMENTARE

  1. Eine Zusammenarbeit mit der Linken im Bund schloss Müntefering allerdings (noch) aus.

    Frage: Woran erkennt man, daß ein Sozi lügt?

    Antwort: Daran, daß er den Mund aufmacht.

  2. Damit entpuppt sich die SPD wieder mal als Opportunistenpartei ersten Ranges.
    Weitere Kommentare überflüssig.

    Allen noch einen schönen Rest vom 4.Advent! 🙂

  3. Nur weiter so. Deutschland soll eine große DDR werden, wenn es nach dem Willen so dummer Politiker wie Müntefering gehen soll.

    Das Ziel des Kommunismus ist die Errichtung einer Diktatur … in welchem Land wäre von den Kommunisten, erst einmal an die Herrschaft gekommen, die Wirtschaft nicht zugrundegerichtet und die Menschen anschließend nicht unterdrückt worden?

  4. #3 Leserin

    Nur weiter so. Deutschland soll eine große DDR werden, wenn es nach dem Willen so dummer Politiker wie Müntefering gehen soll.

    Noch schlimmer. Europa soll zu EUdSSR/Eurabien werden.

  5. Nächstes Jahr wird es noch nicht für ein Rot-Rot auf Bundesebene reichen. Bloss für wie lange noch…

  6. Es wird echt langsam Zeit, die Koffer zu packen und Deutschland zu verlassen. Mit Kindern erst recht …

  7. Jetzt zeigt sich des Pudels Kern.

    Halbwegs vernünftige Leute, wie Wolfgang Clement etc. werden aus der SPD rausgemobbt, damit der Weg zur SED2.0 frei wird.

    Kein Demokrat kann diese SPD noch wählen.

  8. Ja ja, … alles nur „auf Länderebene“. Gelächter! Das hat natürlich auch alles drastische Auswirkungen auf den Bundesrat mit solch einem ROT/ROT Bündnis auf Länderebene.

    Diese Sozis sind das allerletzte. Finde ich übrigens köstlich, wie die Amerikaner unserem Steinmeier gerade bezüglich den BND Agenten im Irak loben. Das ist so herrlich 😉

  9. Übrigens schöne Grüße aus Brüssel – Samstag war ich dort.

    In der U-Bahn hat man das Gefühl, in der Hauptstadt von Marokko und nicht von Belgien zu sein.

  10. Hat jemand wirklich an was anderes geglaubt? Das ganze System ist so was von verlogen, mit Demokratie hat das schon lange nichts mehr zu tun, mich würde es nicht wundern, wenn es 2009 schon eine solche Koalition geben könnte.

    Hier wird man nur noch verarscht, die Ypsilanti war nur der Anfang, leute wie Herr Würth verlassen bereits das Land.

  11. Müntefering, Steinmeier und Ypsilanti sind die Hoffnung Deutschlands. Im Verein mit Beck, Zypries, Lafontaine, Gysi, Schmidt.
    Diese PolitikerIIInnen schaffen, was keine Kampagne je erreicht hätte: der Linksblock landet unter 15%.

    Hoffentlich.

  12. Na dann kann sich die SPD demnächst mit der „DIE LINKEN“ wieder zur SED „zwangsvereinigen“.
    Da schließt sich dann wieder der Kreis.

    Mal sehen, was sie dann für eine Mauer errichten?
    Kann zwar jeder rein, aber keiner mehr raus.
    Oder so.

  13. Ich dachte, Münte sei ein konservativer Sozialdemokrat, der wüsste, dass Kommunistengeschmuse der SPD noch nie gut bekommen ist.

    Tja, so kann man sich täuschen….

  14. Stimme meinen Vorrednern zu. Wie kann man dem Phänomen des Kommunismus nur so blind gegenüberstehen? Ob es die Leute nicht mehr aufregt, möchte ich allein schon mal bezweifeln. Was Münte jedoch gar nicht sieht, ist der totalitäre Charakter der Kommunisten. Diese Leute lassen sich nicht zähmen und wenden bedenkenlos Gewalt gegen Andersdenkende an. Davon mag die SPD anfangs verschont bleiben, aber irgendwann ist die SPD auch dran, dann richtet sich der Kampf der Kommunisten gegen rechts auch gegen die SPD, die Sozialfaschisten. In Volksfrontregierungen zieht die SPD zwangsläufig den Kürzeren, weil sie es dabei mit einem Partner und gleichzeitig Gegner zu tun hat, der in seinem rücksichtslosen Durchsetzen der eigenen Macht nicht vor den Idioten halt macht, die ihm zur Macht verholfen haben.

  15. so gesehen steht die Merkel-CDU heute ungefähr dort, wo vor 30 Jahren die SPD von Helmut Schmidt mal stand.

    So verschieben sich die Determinanten.

  16. Und in 30 Jahren ist die CDU da wo die SPD heute ist, eine willfährige Blockpartei.
    Heil Kommunismus!

  17. A:
    Auch rot-rote Bündnisse in Thüringen und im Saarland, wo unmittelbar vor der Bundestagswahl 2009 gewählt wird, befürwortet der SPD-Chef. “Das macht mir keine Angst”, wird der SPD-Chef zitiert. Die Debatte über Koalitionen der SPD mit der Linken werde die Bundestagswahl nicht wesentlich entscheiden. “Das regt die Menschen nicht mehr auf”, glaubt Müntefering.

    B:
    Auch schwarz-braune Bündnisse in Thüringen und im Saarland, wo unmittelbar vor der Bundestagswahl 2009 gewählt wird, befürwortet die CDU-Chefin. “Das macht mir keine Angst”, wird die CDU-Chefin zitiert. Die Debatte über Koalitionen der CDU mit den Nazis werde die Bundestagswahl nicht wesentlich entscheiden. “Das regt die Menschen nicht mehr auf”, glaubt Merkel.

    wo ist der unterschied: in der theorie ist keiner! eine „etablierte partei“ und eine extremistisch-sozialistische. in der praxis: beispiel a ist akzeptiert und voellig normal, beispiel b bedeutet den weltuntergang, alle gutmenschen laufen amok, sofern sie nicht vorher einen herzinfakr bekommen haben.

  18. War es wirklich eine Zwangsvereinigung?

    Ein klares „Nein“ von meiner Seite. Hier versuchte die SPD eine Legende zu weben, um in der BRD als geläuterte Sozialisten darzustehen. Die SPD ist ein trojanischen Pferd und die CDU/CSU plus FDP würden gut beraten sein auf genau diesen Umstand hinzuweisen.

    Die SPD vereinigt sich post DDR mit den Mauermördern der SED Nachfolgepartei. Sie, die SPD, verrät die Opfer und die Deutschen dieser Verbrecher.

    Jeder wahre und echte Sozialdemokrat, ich denke an Vogel, Schmidt, Appelt, Voscherau et al, müssten mit sofortiger Wirkung ihre Parteibücher abgeben, wenn sie moralisch integer bleiben möchten.

    Warten wir es ab.

  19. Die Demokratie ist am Ende. Die Parteien haben den Staat usurpiert und es geht nur noch um den Erhalt der Macht bzw. Pfründe. Das eigene Land spielt im Denken und Handeln der Politiker, wenn überhaupt, eine negative Rolle.

    Mal gespannt, wie die Politiker im nächsten Jahr nach der Wahl den Wählern erklären werden, was sie mit der Abgabe ihrer Stimme beabsichtigt hatten.

  20. Noch mag sich die SPD davon einen Vorteil erhoffen, aber ich denke sie haben langfristig einen gewaltigen strategischen Fehler gemacht, da sie durch ihr Verhalten die Linkspartei aufgewertet und gesellschaftsfähig gemacht haben. Dadurch hat die SPD sicher viele Wähler am linken Rand an die Linkspartei verloren, und so wie es aussieht dauerhaft und nicht nur für ein zwei Protestwahlen. Bleibt zu hoffen, daß der konservative Flügel der SPD Richtung Mitte/CDU abspringt, um Rot-Rot-Grüne Koalitionen leichter verhindern zu können. So wie die SPD zur Zeit mit diesem Parteiflügel umgeht (siehe Clement), wäre das ja garnicht so abwegig.

  21. Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!

    2050 – Reichstag wird inoffizielle Gregor-Gysi-Moschee (IM Reichstag)

  22. Ich bin froh, dass der SPD-Oberlügner und einer der ambitioniertesten SPD-Totengräber, der solche Charaktere wie Ypsilanti erst ermöglicht hat, wieder einmal seine sauerländischen Binsenweisheiten zum Besten gibt!

    Wenn diese senile rote Socke auch nur den Mund aufmacht, kann man sicher sein, dass nur Lug und Trug und Bürgerverarschung daraus zu vernehmen sein wird!

    Für wie dämlich hält uns dieser rote Vollpfosten, dass wir glauben könnten, rot-rote Koalitionen seien lediglich auf Länderebene denkbar?!
    Dieses schamlose, hirn- und geistlose Geschwätz von deutschen Spitzenpolitikern ist einfach nur noch PEINLICH! 🙁

  23. Also kann die Stasi Folterabteilung schon bald mit Rehabilitierung und Kandidierung für den Friedensnobelpreis rechnen.
    Ich hoffe allerdings, dass die SPD in den neuen Bundesländer dafür bluten wird.

  24. #27 C. Mori

    Außenminister Steinmeier (SPD) hat nach Informationen aus dem Auswärtigen Amt ?Anweisung? erteilt, die Aufnahme von Häftlingen des amerikanischen Gefangenenlagers Guant?namo vorzubereiten.

    Wir haben anscheinend noch nicht genug sozialen Bodensatz aus dem Morgenland in Deutschland.

  25. #29 Plondfair
    Wer Sozis im eigenen Land hat, braucht eigentlich keine äußeren Feinde. Früher dachte ich, extremer als Andrea Nahles kann eigentlich kein Sozialdemokrat werden.
    Dann kam aber die neue Juso-Vorsitzende Franziska Drohsel, die Mitglied der vom Verfassungsschutz als linksextrem eingestuften Rote Hilfe e.V. war.
    Jetzt sind mit Müntefering und Steinmeier aber auch noch die letzten als einigermaßen gemäßigt eingestuften Sozis umgefallen.

  26. Tja, heute ist eine Zusammenarbeit mit den Linken auf Länderebene nicht mehr ausgeschlossen und morgen erfolgt dann die Fusion SPD-LINKE zur SED, die dann nächstes Jahr zur BTW antreten wird.

    Das regt die Menschen nicht mehr auf? Also das „nicht mehr“ ist ja schon sehr bezeichnend. Und zweitens, Herr Münte, kann ich Ihnen sagen, daß die Ossis keine zweite SED haben wollen. Das hatten die schon und wollen es nicht mehr. Aber das interessiert Sie ja nicht die Bohne, hauptsache „es regt die Menschen nicht mehr auf“. Die Abrechnung bekommen Sie sogar „frei Haus“ geliefert – im September 2009. Ihnen und der SPD viel Erfolg beim Projekt < 5!

  27. Na ja, jetzt mal halblang mit der Hetze. Das wir auf einen „Kommunismus“ oder „DDR 2.0“ zusteuern, daß sind dumme Hirngespinste. Zur Erinnerung: Der Kapitalismus, also das HIER herrschende System 🙂 befindet sich augenblicklich in seiner schwersten Krise und hier wird allen Ernstes behauptet, wir steuern schnurstracks ins kummunistische Reich. Zuviel getrunken? Oder sonstwie arabisch abgenebelt?

  28. @Jens Mader: ein grosserIroniker vor dem Herrn, nehme ich an…
    gut, die Geschichte wiederholt sich bekanntermassen als Farce .. also werden wir die DDR_2.0 im Schnelldurchlauf erleben.

    Es wird bestimmt lustig ..

  29. Wie hier schon angeklungen ist: Der SPD wird das Kuscheln mit der SED/Linke den linken Rand wegbrechen. Bleibt nur zu hoffen, daß das Tandem Sozis/Kommunisten sich selbst in die Sektiererei schießt. 2010 wäre es in NRW richtig schön, wenn Pro NRW die SED/Linke aus dem Landtag raushalten könnte. Dann wäre es zumindest im einwohnerreichsten Bundesland nichts mit Rot-Rot-Grün.

  30. #34 Korowjew

    Keine Ironie!

    Die staatl. Lenkung, Bevormundung wird fast ausschliesslich von der EU in Richtung, ja nennen wir es Massendemokratie gehen. Aber es wird keine LPGs und VEBs geben. Die Masse wird gleichgeschaltet, der Einheitsmensch, unterscheidungslos, „alle sind gleich“ das ist schon wahr! Nur hat das nichts mit dem untergegangenen Sozialismus zu tun. Die Menschen werden für den kapitalistischen globalen Betrieb zurechtgezüchtet, z.B. auch durch Masseneinwanderung nach Europa.

    Auch wenn man immer wieder gebetsmühlenartig wiederholt, das „die da“ alle „irgendwie“ doch nur doof und faul sind: Vielleicht sollen die ja gar nicht zum Arbeiten kommen? Das hat andere Beweggründe!

  31. Das war mir klar, daß die beiden SED-Nachfolgeparteien zusammenarbeiten wollen. Wieso sind die eigentlich 1989 auseinander gegangen ?

  32. Naja, wer es für unfair hält, an eigene Wahlversprechen erinnert zu werden, glaubt auch, daß seine Beteuerungen immer noch geglaubt werden.
    Und wer wie ein Ausbilder von VersicherungsAgenten seine Genossen auffordert, Freunde, Bekannte, Verwandte anzurufen und aufzufordern, SPD zu wählen, der betrachtet doch jede Wählerstimme als DutzendWare. Das lässt Rückschlüsse zu, was er von Wählern hält.
    Es sind seelenlose, wandelnde Gestalten, die glauben, die anderen sind das ebenso!

  33. #37 LeKarcher

    Da war unbewusst das Motto im Hinterkopf:

    „Getrennt marschieren, vereint schlagen!“

    Wer wen hier schlägt, ist ’ne andere Frage!

    Also die Mär von der Zwangsvereinigung ist heute so unglaubwürdig wie nur irgendetwas.

    Man lese nur „Turm von Bael“ von Hans Mayer. Hier wird vor allem aus der Sicht der Kultur die ersten Jahre der SED beschrieben.

    Hier gilt, gut gemeint, schlecht gemanagt!

    Wie fast alles in den letzten Jahren.

  34. Die Sozis schielen alle ein bisschen nach Hamburg: Ole von Beust ist damals nur durch eine Koalition mit Schill an die Macht gekommen, mittlerweile regiert er mit den Grünen und es fragt keiner mehr, mit was für Gestalten er mal paktiert hat.

  35. “Wenn es uns gelingt, mehr sozialdemokratische Ministerpräsidenten zu stellen, würde uns das helfen, mehr als es schadet”

    Jawoll, das Land braucht mehr Ypstalinis, dann geht es wieder aufwaerts. Mit der Wahrheit, mit ARbeitsplaetzen, mit Reichtum! :mrgreen:

  36. Die roten Schals weisen den Weg.

    Berlins Wende-Bürgermeister Momper mit dem roten Wollzeug um den Hals ebnete den Trampelpfad für ehemalige Grenzguppenkommandeure in das Berliner Abgeordnetenhaus und Pobereits Idiotentrupp.

    Der alte Parteisoldat Münte folgt im wackren Schritt.
    Kein Wunder, dass Wowi-Wauwi schon als Heilsbringer gehandelt wird.

    Ich schätze, olle Bebel und Lasalle rotieren im Grab.

  37. #20 Antidote (21. Dez 2008 21:35)

    War es wirklich eine Zwangsvereinigung?

    Ein klares “Nein” von meiner Seite. Hier versuchte die SPD eine Legende zu weben, um in der BRD als geläuterte Sozialisten dar zustehen. Die SPD ist ein trojanischen Pferd und die CDU/CSU plus FDP würden gut beraten sein auf genau diesen Umstand hinzuweisen.

    Absolut richtig erkannt!!

    Bei der sogenannten „Zwangsvereinigung“ SPD/KPD sollte man im Interesse der Zukunft Deutschlands die wahre Geschichte zu Wort kommen lassen. Ich weiß, dass dies in den MSM nicht PC ist, jedoch ist genau das wichtig um die Gefahren der seit Jahrzehnten und aktuellen Politik der SPD in Bezug auf die Neo-Kommunisten richtig einzuordnen. Seit fast 6 Jahrzehnten wird der Vorgang der „Zwangsvereinigung“ allein auf die Schuld und dem Terror der sowjetischen und deutschen Kommunisten bezogen.

    Doch was den Zwang bei der Herstellung der „Einheit der Arbeiterklasse“ in Gestalt der SED betrifft, ist die Wahrheit erst mit Berichten von Sozialdemokraten, die gegen die Verschmelzung ihrer Partei mit der KPD entschiedenen Widerstand geleistet hatten, vollkommen dargestellt.*)

    1946 in der SBZ: SPD + KPD = SED
    Der Bonner Politikwissenschaftler Prof. Hans-Peter Schwarz sagte auf einem Symposium im Sommer 1990, es sei bei der „Aufarbeitung“ der Geschichte der SBZ und des SED-Staates zum Beispiel auch von größtem Interesse für die Zeitgeschichtsforschung zu wissen, wie es seinerzeit, 1945/46, bei der Vereinigung von SPD und KPD in der sowjetischen Besatzungszone zur SED wirklich zugegangen ist, und wie sich danach frühere SPD-Funktionäre in der SED und im SED-Staat verhalten haben. Ich füge hinzu: Es ist ebenso notwendig, festzuhalten, wie sich die SPD ab den sechziger Jahren bis in die Gegenwart gegenüber der SED und deren Fortsetzungspartei PDS verhalten hat und verhält. *)

    Ein damaliger „Widerständler“ berichtet in seinem Tagebuch:

    „Die Einheitspartei wurde auf Grund sowjetischer Befehle geschaffen. Die marxistischen Funktionäre der SPD waren die Treiber in ihrer Partei für den Zusammenschluss von SPD und KPD. Die Mitgliedschaft der SPD wurde dabei rücksichtslos negiert.“ *)

    Bevor in der damaligen SBZ Parteien von den Sowjets zugelassen wurden, wandten sich SPD-Mitglieder unter anderem Max Fechner, Otto Grotewohl und andere an führende KPD-Funktionäre wie Wilhelm Pieck und Walter Ulbricht, um sich auf eine Bildung einer einheitlichen Arbeiterpartei zu verständigen…

    Der spätere SPD-Spitzenfunktionär und einer der eifrigsten Apologeten der Vereinigung der SPD mit der KPD, Max Fechner, hatte bereits am 28. April 1945, kurz nach dem Eintreffen der „Gruppe Ulbricht“ aus Moskau und noch vor Beendigung des Krieges, an den „werten Genossen Ulbricht“ unter anderem geschrieben: „Wie ich von einigen politischen Freunden hörte, bist Du mit der siegreichen Roten Armee wieder in der Heimat angekommen und hast, wenn ich richtig informiert bin, sofort die politische Arbeit aufgenommen. Ich hätte gern mit Dir darüber gesprochen, wie es möglich wäre, endlich die so ersehnte Einheitsorganisation der deutschen Arbeiterklasse zu schaffen. Meine politischen Freunde und ich stehen auf dem Standpunkt, dass bei der ersten Möglichkeit, sich wieder politisch betätigen zu können, über alle Vergangenheit hinweg der neu zu beschreitende Weg ein gemeinsamer sein muss zwischen KPD und SPD…“ *)

    Für mich klar und deutlich ein Indiz dafür, das die Bestrebungen für einen Zusammenschluss mit den Kommunisten von den machthungrigen roten Genossen ausgingen. Zumindest von ihren marxistischen Führern. Das Ergebnis dieser Bestrebungen mündeten dann in der Teilnahme an der ersten Reichskonferenz der KPD vom 2. bis 3. März 1946, an denen offiziell Vertreter des „Zentralausschusses der SPD“ teilnahmen.

    An der „1. Reichskonferenz der KPD“ vom 2. bis 3. März 1946 nahmen offiziell Vertreter des Zentralausschusses der SPD teil. Grotewohl erklärte auf dieser Konferenz seine vorbehaltlose Zustimmung zu den kommunistischen Vorstellungen. Das geschah zur gleichen Zeit, als in der gesamten SBZ die ersten Sozialdemokraten wegen ihres Widerstandes gegen die bevorstehende Vereinigung ihrer Partei mit der KPD verfolgt, verhaftet, geschlagen, gefoltert, in die UdSSR verschleppt oder gar ermordet wurden. Doch nicht nur die KPD, sondern auch weite Teile der SPD in der SBZ wollten mit Gewalt die Vereinigung und machten jeden Widerstand nieder. *)

    So wurden laut Zeitzeugen Arno Scholz die Ausschlüsse (aus der SPD) „so gesteigert werden, bis der Parteitag der SPD eine vereinigungswillige Mehrheit zur Verfügung hat“. *)

    Im Vorfeld dieser Anbiederung an die Kommunisten fuhr die SPD in der SBZ gegen die Gegner der Vereinigung schwere Geschütze auf.

    In einer Anfang 1946 herausgegebenen Weisung wird zum Beispiel „befohlen“: „Wir fordern unsere Genossen auf, an die zweifelhaften Funktionäre die Frage zu richten, ob sie für die sofortige Vereinigung sind. Wird diese Frage nicht mit einem klaren Ja beantwortet, so bitten wir unsere Mitglieder um sofortige Nachricht an den Bezirksvorstand, wer an die Stelle eines Spalters (sic) als Funktionär eingesetzt werden kann.“ *)

    Wie sich die Bilder doch gleichen. Kurt Schumacher, der nun wirklich ein aufrechter Sozialdemokrat war, wie man sie heute nur noch selten in der SPD sieht (ich ziehe deshalb den Hut vor den sogenannten „Abweichlern“ der hessischen SPD) und der heute nur noch Feigenblatt für eine neuerlich abdriftende SPD ist, hat am 9. März 1951 im Deutschen Bundestag zu den Menschen, die auf die Leimruten kommunistischer Bündnispolitik kriechen, gesagt:

    „Die Rolle, die der Kommunismus den deutschen Illusionären zugewiesen hat, ist doch eine sehr kurzfristige. Sie sollen die Aufgabe erfüllen, dem antidemokratischen, dem totalitären, dem diktatorischen Prinzip zur Macht zu verhelfen…“ *)

    Seine Einschätzung ist heute genauso treffend wie damals.

    Schon 1998 wurde gerade in Hessen ein „Forum für sozialistische Verständigung“ gegründet. Das Forum trat dafür ein, dass

    „Sozialistinnen und Sozialisten für die Interessen der Mehrheit unseres Volkes in größerem Konsens handeln, damit eine Verdrängung der PDS aus dem Parlament nicht zum Wahlziel der SPD wird, sondern SPD und PDS endlich lernen, respektvoll miteinander umzugehen und sich gegenseitig als Chance füreinander zu begreifen, statt sich zu verleumden und zu bekämpfen“.*)

    Diesem Forum sind übrigens vor allem SPD-Mitglieder beigetreten.

    *) Auszüge aus: Von Grotewohl/Pieck zu Wowereit/Gysi – Ein Tagebuch zwischen Verrat und Anbiederung von Helmut Bärwald

    Eine aufschußreiche Broschüre von einem ehemaligen SPD-Mitglied um die Vorgänge in der heutigen SPD richtig einordnen zu können. Sollte man heute schon fragen: Wann gibt es eine neuerliche „Zwangsvereinigung“. Die Vorkehrungen werden bereits getroffen. Die „Abweichler“ werden entweder kalt gestellt oder verlassen das sinkende Schiff.

    Gruß Anarchie2011

  38. Herr Müntefering kündigt Deutschland das wiedererstehen der SED an.

    Im Jahr der Wiedervereinigung habe ich vorhergesagt, dass die SPD den Kommunisten erneut die Zusammenarbeit anbieten werde.

    Damit platzt auch das SPD-Märchen von der Zwangsvereinigung wie eine Seifenblase.

  39. Münteferings Ministerpräsidentenrechnung geht nicht auf. In Thüringen und im Saarland dürfte die SPD voraussichtlich hinter der PDS liegen, in Thüringen wahrscheinlich sogar deutlich. In beiden Ländern ist es dementsprechend unwahrscheinlich, dass die PDS in einer rot-roten Koalition ausgerechnet den Spitzenkandidaten der drittstärksten Partei zum Ministerpräsidenten wählt: Matschie statt Ramelow, Maas statt Lafontaine…..
    Denkbar wäre höchstens in Brandenburg rot-rot (Platzeck ist da aber eher skeptisch), nur theoretisch vielleicht auch in Sachsen und ebenfalls theoretisch (mit Grünen) in Hessen.
    2010 sieht die Sache schon anders aus: Dann sind in NRW und Schleswig-Holstein reguläre Landtagswahlen, bei denen rot-rot-grün aus heutiger Sicht die einzige Möglichkeit wäre, der SPD einen Ministerpräsidentenposten zu beschaffen. Da Kraft (NRW) und Stegner (S-H) sowieso rot-rot-grün ausdrücklich als Möglichkeit genannt haben, bezieht sich Müntefering wohl auf 2010.
    Das ganze ist „verständlich“, wenn man sich eine mögliche Ausgangslage der SPD Ende 2009 vorstellt: Ministerpäsidenten/Oberbürgermeister nur noch in Berlin, Bremen, Brandenburg, Rheinland-Pfalz und Mecklenburg, außerdem eher Randfiguren in relativ unbedeutenden Ländern und Stadtstaaten: Sellering, Börnsen, abgetakelte Politiker wie Beck oder der aus Überlastung als SPD-Vorsitzende abgetretene Platzeck und schließlich Wowereit als hoffnungsvollster (!) Chef-Genosse.
    Dagegen hätte die PDS/Linkspartei Ende 2009 mindestens 2 Ministerpräsidenten und zusätzlich die Grünen an parlamentarischer Stärke in den Landesparlamenten übertroffen.
    Unter diesen Umständen kann Müntefering nur noch „volle Kraft voraus“ notfalls mit rot-rot als Kommando ausgeben, damit wenigstens NRW und Schleswig-Holstein an die SPD gehen.

    Die Bedeutung eines Erfolgs von Pro NRW wird also immer wichtiger, falls bis dahin eine weitere Stärkung erfolgt.

  40. #15 Roland (21. Dez 2008 21:23) schrieb:

    Ich dachte, Münte sei ein konservativer Sozialdemokrat, der wüsste, dass Kommunistengeschmuse der SPD noch nie gut bekommen ist.

    Lieber Roland, Müntefering würde seine Oma gegen Mike Tyson in den Boxring schicken,wenn dadurch sein Traum der Macht in Erfüllung ginge.

  41. Schäfer-Gümbel fordert Zwangsanleihen für Reiche, Sahra Wagenknecht fordert Enteignung und Verstaatlichung.

    Die Linke und die SPD stehen sich näher, als sie Glauben machen wollen. Dazu kommt die derzeit grassierende Abmahnwelle zur Vergessenmachung der Stasi-Vergangenheit.

    Man kann nur warnen: Wir sind auf dem besten Weg in eine rote Diktatur.

  42. Möchte mal gerne wissen, wen CDU und SPD nächstes Jahr allen Ernstes so aufstellen wollen. Gibt doch niemand seriöses und ernstzunehmendes mehr.
    Man müsste Aufkleber von Pro-Parteien irgendwo herkriegen können, die man dann fett überall in den Städten verteilen kann.
    Uff ich werd noch zum Aufkleberfetischisten.

  43. “Das regt die Menschen nicht mehr auf”, glaubt Müntefering

    Mich schon. Und zwar heftig. Die Versager, die den Meinungsterror und das Wirtschaftselend in der DDR zu verantworten hatten, dürfen in Deutschland NIE WIEDER MACHT BEKOMMEN!

    Auch nicht in einem Bundesland !

  44. #48 ohrwurm

    Schäfer-Gümbel fordert Zwangsanleihen für Reiche, Sahra Wagenknecht fordert Enteignung und Verstaatlichung.

    War das nicht der DGB (auch nicht besser)?

  45. Das einzig Positive an der Sache:

    Jetzt weiß wenigstens jeder woran er ist und kann auf seinem Wahlzettel kundtun, was er davon hält.

  46. „“Was wir hier in diesem Land brauchen, sind mutige Bürger, die die roten Ratten dorthin jagen, wo sie hingehören – in ihre Löcher.“ – Franz-Josef Strauß

  47. Hier erwarten einige die baldige Wiedervereinigung von SED und PDS. Aber das sehe ich nicht so, denn erstens hasst Franz Müntefering den Oskar L. abgrundtief, weil der ihn seinerzeit demontiert hatte und zweitens, gibt es keinen Grund für eine Wiedervereinigung, denn die SPD wird nachwievor benötigt um Wähler aus der bürgerlichen „Mitte“ (OK, diese ist mittlerweile deutlich nach links verschoben) zu bedienen. Es macht aus PDSPD-Sicht also viel mehr Sinn getrennt für das gleiche Ziel zu kämpfen. Vorerst! Für die Zeit nach Müntefering wage ich aber keine Prognosen…

  48. Tja, schon 1987 verfassten SPD und SED ein gemeinsames papier!

    Im Juni 2006 erklärte der SED-PDS-Linke-Vorsitzende Bisky, daß ein Systemwechsel in Deutschland angestrebt werde. Ein Systemwechsel? Zurück in den Gulag?

    Wo blieb der aufschrei der politiker und ihren medienhuren?
    Wo blieb der ruf nach verbot der partei?

    Am 14.2.08 forderte in einem Interview ARD-Politikmagazin „Panorama“ die niedersächsische „Linke“- Landtagsabgeordnete Christel Wegner die Wiedereinführung der Stasi: „Ich denke, wenn man eine andere Gesellschaftsform errichtet, daß man da so ein Organ wieder braucht, weil man sich auch davor schützen muß, daß andere Kräfte, reaktionäre Kräfte, die Gelegenheit nutzen und so einen Staat von innen aufweichen“.

    Keinesfalls
    Theo Retisch,
    sondern ganz praktisch ist ein grosser teil der führenden sed-pds-linke bonzen stasi-spitzel/-denunziant gewesen:
    Gysi, Bartsch, Claus, Dehm…

  49. Müntefering schließt eine Koalition mit der Linken auf Bundesebene aus, solange es nach der Wahl keine Mehrheit für Rot-Rot gibt.
    Falls die Kommunisten wirklich an die Macht kommen, sollten alle freiheitsliebenden Bürger schnellstens das Land verlassen. Denn dann geht die Jagd auf politisch Andersdenkende erst richtig los.

  50. hallo leute,
    was diese sozen dazu treibt in einen kollektiven politischen selbstmord zu rennen bleibt uns vorenthalten. ich wette, dass die spitze dieser rest-spd es noch schafft, diese
    ehem. grosse volkspartei als juniorpartner an die ultra-roten kommunisten zu verscherbeln –
    nicht in 2009 oder 2010 – aber wartet mal die
    nächste wahlserie ab 2014/2015 ab.
    und dann …
    … gute nacht deutschland !

  51. Mit dem Münte hätte ich ja beinahe mal einen gesoffen.

    Jetzt werde ich darauf achten, daß er nicht grade im selben Hotel ist.

    Da bekäme ich sonst Krämpfe und Alpträume vom Politbüro. Das Lied „Glück auf, der Steiger kommt“ kann er sich künftig schenken.

    Der Deifi kommt.

    Beelzebub künnt.

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