SPÖ übt Selbstkritik

ddr_440In vorbildlicher sozialistischer Selbstkritik gibt die SPÖ Fehler zu, die zum katastrophalen Abschneiden der Sozialisten bei der Nationalratswahl in Österreich geführt haben. Der schlimmste Fehler: Man hat der Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre zugestimmt, ohne gleichzeitig dafür zu sorgen, dass den Kindern in der Schule gesagt wird, wo das Kreuzchen hingehört.

Und so konnte es passieren, dass viele Jungwähler irrtümlich die Freiheitlichen wählten, statt, wie es richtig gewesen wäre, den Sozialismus. Der österreichische Rundfunk berichtet:

Senkung des Wahlalters: SPÖ ortet „Fehler“

Bei der Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre seien Fehler passiert. Diesen Schluss zieht jetzt Salzburgs SPÖ-Fraktionschef Walter Steidl. Hintergrund ist der hohe Anteil von Jungwählern, die bei der Nationalratswahl die FPÖ gewählt haben.

Erstwähler stimmten besonders oft für FPÖ

Hintergrund für diese Einsicht ist die Tatsache, dass ein überdurchnittlich hoher Anteil an Erst- und Jungwählern bei der Nationalratswahl Ende September ihre Stimme den Freiheitlichen gaben. Die SPÖ hat inzwischen auch bei ihren Themen für die Landtagswahl reagiert.

„Zweiten Schritt vor dem ersten gemacht“

Grundsätzlich sei wählen mit 16 ein langjähriges Anliegen der SPÖ und der Beschluss daher richtig gewesen, beteuert der Vorsitzende der SPÖ-Landtagsfraktion, Walter Steidl:

„Dabei ist allerdings insofern ein kleiner Fehler mit einher gegangen, dass wahrscheinlich der zweite Schritt vor dem ersten gemacht wurde. Normaler Weise wäre der erste Schritt nämlich die Vorbereitung der jungen Menschen auf diese Situation. Und das hat man etwas verschlafen.“

(Spürnase: Thomas H.)