Vereint in trautem Judenhass: Islam und NPD

Die Spielarten des Antisemitismus wuchern bis heute in wildem Wuchs nach allen Richtungen. Politisch reicht die Bandbreite der Judenhasser von Links- bis Rechtsaußen. In diesem vielfältigen Pool des Antijudaismus können sich manchmal auch zwei finden, die aus ganz unterschiedlichem Background dieselben totalitären Phantasien von Endlösungen verfolgen, denn der Feind meines Feindes…

Eines dieser versteckten Pärchen ist die NPD in trauter Zweisamkeit mit den Islamverbänden. Gelegentlich gibt es auch inhaltliche Techtelmechtel mit der Linken.

Hagalil schreibt:

Der hessische NPD-Funktionär Sascha Söder hat in einem am Freitag bekannt gewordenen Video seinen Wunsch geäußert, „alle Juden human erschießen“ zu lassen. Gegen den Studenten an der Uni Mainz wird bereits seit einigen Wochen wegen einer Rede bei einer Demonstration ermittelt, in der er den Grünen-Politiker Daniel Cohn-Bendit „an die Wand gestellt“ sehen wollte…

Manch einer, der die NPD eigentlich bisher für wählbar gehalten hat, mag sich ob solcher Sprüche ungläubig die Augen reiben. Doch ist Rechts tatsächlich nicht gleich Rechts. Es gibt nicht nur im sozialistischen und islamischen sondern leider auch im rechten Lager Vergangenheitsleugner und Judenhasser. Gegen sie ist der Kampf gegen Rechts™ mit rechtsstaatlichen Mitteln tatsächlich berechtigt und erwünscht.

Mancher NPD-ler hat mit hat mit so manchem Linken einen gemeinsamen Feind, die Juden. Schon die NSDAP war einst ein Zusammenschluss von Nationalen und Sozialen. Heute gibt es erneut Annäherungen an den extremen Außenrändern des politischen Spektrums.

„Links wirkt“, sagt Oskar Lafontaine, Vorsitzender der Partei Die Linke, gern. „Auch in der Opposition.“ Wenig später fährt er damit fort, dass er sich freut, mit der Gründung der Linkspartei ein Erstarken der rechtsextremen Parteien verhindert zu haben – weil statt den Nazis nun die Linkspartei die Katalysatorfunktion für frustrierte Protestwähler einnimmt. So sehr Lafontaine recht mit diesen beiden Aussagen hat: das kann nicht das einzige Ziel der Linkspartei sein.

(…)

Das letzte mal, dass in Deutschland eine so große ungleiche Verteilung von Einkommen, Lebensqualität und Macht bestand, war die Weimarer Republik.

Hinzu kommt, dass heute sehr viel mehr Muslime in Deutschland leben als noch vor 70 Jahren und dass auch diese glühende Antisemiten sind, die gerne mit der NPD und sozialistischen Antizionisten zusammenarbeiten.

Bereits vor der Machtübertragung an die Nationalsozialisten näherten sich bedeutende islamistische und nationalistische Strömungen von arabischer Seite dem deutschen Nationalsozialismus. Nach einer taktisch bedingten zeitweiligen Zurückhaltung von deutscher Seite entwickelte sich daraus eine engere Kooperation auf Basis gemeinsamer Feindbilder. Sie wurden insbesondere in den Briten als Kolonial- bzw. Konkurrenzmacht und den Juden als Einwanderer bzw. Gegenbild gesehen. Die als „Mutterorganisation“ des heutigen Islamismus geltende „Muslimbruderschaft“ führte etwa 1938 gewalttätige Proteste mit Parolen wie „Nieder mit den Juden“ oder „Juden raus aus Ägypten“ durch. Im gleichen Jahr verteilte man auf einer „Islamischen Parlamentarierkonferenz für Palästina“ arabische Übersetzungen von „Mein Kampf“ und der „Protokolle der Weisen von Zion“.

Insbesondere der Mufti von Jerusalem, Muhammad Amin el-Husseini, spielte ab 1937 eine wichtige Rolle als Kooperationspartner der Nationalsozialisten. Im November 1941 empfing ihn sogar Hitler persönlich in Berlin.

Vor diesem Hintergrund ist das bei Hagalil eingestellte Söder-Video nicht weiter verwunderlich und tatsächlich ein wichtiges Dokument, selbst wenn es aus einer Antifaquelle stammt, weil eben nicht nur aber auch rechtes Gedankengut antisemitische Auswüchse haben kann.

Das Video wurde offenbar in geselliger und vermeintlich interner Runde aufgenommen, sodass Söder seiner Zunge freien Lauf ließ. Grinsend und in gemütlich-hessischem Dialekt fragt Söder in die Kamera: „Können wir nicht einfach alle Juden human erschießen? Das habe ich nicht als NPD-Mitglied gesagt. Rein als Privatperson …“ In einer weiteren Sequenz des von einer Antifa-Gruppe veröffentlichten Videos sagt Söder: „Zum Schluss dann noch ein paar Worte. Ceterum censeo: Israel sollte weggebombt werden.“

Solche Sprüche sollten in der Tat weder in Klassenzimmern noch in der Volksvertretung etwas verloren haben.

(Spürnasen: Rudi2, Weatherman und Leukozyt)