Demos am Wochenende: Berlin, Frankfurt, Köln

Solidarität für IsraelAn diesem Wochenende können PI-Leser einmal mehr beweisen, dass sie nicht nur „Schreibtischtäter“ sind, sondern sich auch aktiv für ihre Anliegen einsetzen. Dabei haben unsere Leser die Qual der Wahl – denn gleich drei interessante Veranstaltungen finden an diesem Wochenende statt. Und natürlich ist PI wieder mittendrin statt nur dabei.

Wir stellen die drei Veranstaltungen des Wochenendes vor:

Berlin

Wie bereits angekündigt findet am 11. Januar in Berlin eine Israel-Solidaritätskundgebung statt, die von der Jüdischen Gemeinde Berlin sowie von Avi Efroni (derberliton.de) und Sharon Adler (aviva-berlin.de) veranstaltet wird. Das Motto lautet: „Solidarität mit Israel – Stoppt den Terror der Hamas“.

Datum: 11.1.09, 14 Uhr (statt wie vorher angekündigt 12-15 Uhr!)
Ort: Breitscheidplatz an der Gedächtniskirche (Gemeinsamer Treffpunkt für BPE-ler und deren Freunde: Um 13.45 Uhr am Brunnen gegenüber der Gedächtniskirche, und zwar an der Seite, die der Gedächtniskirche direkt gegenüber liegt – Weltkugelbrunnen „Wasserklops“)
Redner: Lala Süsskind (Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin), Frank Henkel (MdA, Landes- und Fraktionsvorsitzender der CDU Berlin), Markus Löning (MdB, Landesvorsitzender der FDP Berlin), Franziska Eichstädt-Bohlig (MdA, Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen), NN (SPD, angefragt – aber will wohl keiner!), Avi Efroni / Sharon Adler (derBerliton.de und Aviva.de), Hatikwa-Gesang: Vivian Kanner / Maya Saban.

Frankfurt

Erfreulicherweise findet auch in Frankfurt a.M. am Sonntag unter dem Motto „Demonstration gegen den Terrorismus der Hamas und für Israels Recht auf Selbstverteidigung“ eine Solidaritäts-Veranstaltung mit Israel statt. Michel Friedman wird im Namen der Veranstalter ein Grußwort an die Anwesenden richten. Neben einer Schweigeminute für die Opfer des Konfliktes ist ein Gebet für die Soldaten vorgesehen. Die Veranstaltung endet mir dem gemeinsamen Singen der Israelischen Nationalhymne Hatikva.

Ort: Rebstockgelände (voraussichtlich – genauer Treffpunkt wird bei Anmeldung mitgeteilt. Teilnehmer des Autocorsos werden gebeten, sich per Email unter post@honestly-concerned.org oder telefonisch unter 069/975856-14 anzumelden)
Datum: 11.1.09, 11 Uhr (um dann in einem stummen Autocorso zur Alten Oper zu fahren – dort findet um 12 Uhr die eigentliche Solidaritätskundgebung statt)
Redner: Michel Friedman
Veranstalter und Unterstützer: DIG Frankfurt, Honestly Concerned e.V., „I LIKE ISRAEL“ (ILI) e.V., B’nai B’rith Schönstadt Loge, JJSH, WIZO Deutschland e.V. Koordinierungsrat deutscher Nichtregierungsorganisationen gegen Antisemitismus, Jerusalem Zentrum, ICEJ-Deutscher Zweig e.V., Prozionistische Linke, Zionistische Organisation Deutschland.

Köln

In Köln findet am 10. Januar im Rahmen der Samstagsdemos gegen die DITIB-Großmoschee die monatliche Mahnwache von Pro Köln statt. Das Januar-Motto: „Nein zu türkischem Nationalismus und Chauvinismus – Das Schicksal der Armenier mahnt!“ Nach der letzten sehr erfolgreichen Veranstaltung (PI berichtete) ist die Mobilisierung diesmal – nicht zuletzt wegen der kalten Temperaturen – etwas schleppend. PI-Leser aus Köln und dem Umland, die im Rahmen der Demonstration Israel-Solidaritätsbanner und -Fahnen mitbringen wollen, sind laut Pro Köln-Chef Markus Beisicht herzlich willkommen.

Ort: Köln-Ehrenfeld (Ecke Venloer Str. / Innere Kanalstr.)
Datum: 10. Januar 2009, 11 Uhr
Redner: Markus Beisicht, Jörg Uckermann, Gereon Breuer (Ex-CDU)




Bericht aus Gaza

Was passiert eigentlich in Gaza? In deutschen Medien wird nur die Kriegspropaganda der Hamas Terroristen weiter gegeben – und vielleicht mal ein Statement eines israelischen Politikers. Die israelische Zeitung Ynet-News konnte mit einem an den Operationen beteiligten Offizier der israelischen Armee vor Ort in Gaza sprechen. PI übersetzt den Bericht ins Deutsche.

Ynet News berichtet:

Ein Offizier, der Soldaten in Gaza befehligt, beschreibt die schwierigen Bedingungen, unter denen die Militäroperation in Gaza stattfindet. Er teilt mit, die Streitkräfte hätten bereits Tunnel entdeckt, die dazu angelegt worden sind, Soldaten  zu entführen, außerdem fand man Waffen, Fliegerabwehrraketen und mit Sprengfallen verminte Häuser mitten in von Zivilisten bewohnten Gegenden.

Eine Fallschirmjägereinheit, die in der Nähe des an den nördlichen Gazastreifen anrainenden al-Atatra zum Einsatz kam, entdeckte am Dienstag einen Tunnel, der gebaut worden war, um Soldaten zu entführen. Der Tunneleingang war hinter einer Puppe versteckt. Die Einheit stieß auch auf einige Waffenverstecke.

Ein leitender IDF-Offizier äußerte aus dem Inneren des Gazastreifen über ein codiertes Telefon gegenüber Ynet: „Wir finden viele Tunnel, Waffen, Fliegerabwehrraketen, Granaten, Sprengvorrichtungen und Waffen für künftige Angriffe, wie Motorräder, die zur Entführung von Leuten gedacht waren.“

Der Offizier, der seine Soldaten seit Beginn der Operation in Gaza anführt, beschrieb eine komplexe Realität, in der Waffen und Grundlagen einer ganzen Terrorindustrie mitten in bewohnten Gegenden gefunden werden.

„Wir kämpfen vielleicht nicht gegen eine Armee, aber es gibt viele Schlachten hier zu schlagen, auch kurzfristig gesehen, und wir gehen langsam und sorgfältig vor“, fügte der Offizier hinzu.

„Viele Zivilisten flohen, als die Kämpfe ausbrachen; einige verließen ihre Häuser schnell, schnell und ließen alles stehen und liegen – manchmal sogar mitten beim Essen“, sagte er.

„Aber manchmal kommen Gruppen von Zivilisten vorbei. Beispielsweise Frauen und Kinder mit einer weißen Fahne. Wir tun ihnen natürlich nichts, aber fast stündlich erreichen uns Informationen über (weibliche) Selbstmordattentäter, die sich in der Nähe von Soldaten in die Luft sprengen wollen. Das ist der Grund, warum wir – abgesehen vom emotionalen und humanitären Aspekt – vorsichtig sind, um die Gesundheit unserer Soldaten zu schützen“, fügte der Offizier hinzu.

Verminte Häuser und Moscheen

Der Offizier sagte, es habe zahlreiche Gelegenheiten gegeben, bei denen sich Hamas Kämpfer Soldaten genähert hätten. Am Montag gelangte ein Mann in ein  Gebiet, in dem Soldaten patrouillierten und eröffnete das Feuer. Die Patroullie erwiderte das Feuer und der Terrorist wurde getötet.

Er fügte hinzu, die Hamas würde es vermeiden, in „normale“ Feuergefechte mit IDF-Soldaten verwickelt zu werden. Er sagte, sie zögen es vor, das Überraschungsmoment zu nutzen und so nah wie möglich an die Streitkräfte heran zu kommen. Bei anderen Gelegenheiten kommen Mörsergranaten oder Scharfschützen zum Einsatz.

Der Offizier sagte, viele (zivile) Häuser im ganzen Gazastreifen seien mit Sprengfallen vermint. „Wir rücken langsam vor und setzen das Ingenieurcorps, Hunde und viele andere Möglichkeiten über die wir verfügen ein, um zu vermeiden, in ihre Fallen zu geraten. Wir entdeckten auch eine mit Sprengfallen verminte Moschee und sprengten diese“, sagte er.

Er sagte, die Hamas bevorzuge es, Häuser so zu verminen, dass ein erster Schritt bereits die Explosion auslöse, woraufhin Kämpfer versuchen würden, Soldaten oder deren Leichen durch unterirdische Tunnel zu entführen.

„Dies zwingt uns, gegen diese Infrastruktur und Gebäude aggressiv vorzugehen“, sagte der Offizier. „Die Zerstörung hier ist groß, weil unser Ziel ist, alle Fallen der Hamas zu entdecken. Wir handeln nicht sanft und hinterlassen Narben an Boden und Gebäuden, weil wir unsere Soldaten schützen wollen.“

(Übersetzung aus dem Englischen: PI)




Überall in Europa erwacht der Antisemitismus

Diese Karikatur erschien am Wochenende im Tagesspiegel. Als nächstes werden vermutlich Männer mit Hakennasen aus dem Panzer steigen, um das Blut der getöteten Kinder zu trinken…

Auch das linke Schweizer Gratisblatt 20minuten hat inzwischen erkannt, was PI schon immer sagt: Dass die vorgebliche Kritik an Israel in Wahrheit nichts als Antisemitismus ist und warnt: „Der durch die israelische Offensive im Gazastreifen geschürte Hass droht sich in zunehmender antisemitischer Gewalt in Europa zu entladen.“ Die Faschisten und die, die sich Antifaschisten nennen, rufen angefeuert von den Qualitätsmedien gemeinsam mit den Rechtgläubigen zur Hatz auf Juden auf.

«Es wird immer schlimmer», sagte der Präsident des Nationalen Büros zur Wachsamkeit gegen Antisemitismus in Frankreich (BNVCA), Sammy Ghozlan, der AP. «Die Spannung ist plötzlich gestiegen, es wird gefährlich.» (…) Ein brennender Wagen rammte das Eisengitter vor der Synagoge am Stadtrand von Toulouse. Der Sachschaden blieb begrenzt. In der Nähe des Tatorts stellte die Polizei einen zweiten Wagen mit drei nicht gezündeten Brandsätzen sicher. Auch im Hof der Synagoge wurden Molotow-Cocktails gefunden. Zur Zeit der Brandattacke erteilte ein Rabbi in der Synagoge Unterricht. Ein Alarm habe die Täter offenbar vor einem zweiten Anschlag abgehalten, sagte Behördensprecherin Anne-Gaelle Baudouin-Clerc.

«Ihr habt die Waffenruhe gebrochen»

Staatspräsident Nicolas Sarkozy verurteilte den «Akt des Vandalismus». Es sei nicht hinnehmbar, dass internationale Spannungen zu Gewalt in Frankreich führten. In dem Land lebt die grösste muslimische Gemeinde Europas. Während der Intifada im Jahr 2002 verliessen 2300 Juden Frankreich, weil sie sich nicht mehr sicher fühlten.

Am Samstag waren bei propalästinensischen Demonstrationen in Paris israelische Fahnen verbrannt und antisemitische Parolen laut geworden. «Dass sich der Hass in unseren Strassen zeigt, ist sehr beunruhigend», sagte der Präsident der Organisation SOS Racisme, Dominique Sopo.

Auch ein Haus der jüdischen Gemeinde im südschwedischen Helsingborg wurde Montagnacht attackiert. «Jemand zerschlug ein Fenster und warf etwas Brennendes hinein», sagte Polizeisprecher Leif Nilsson. Nachbarn alarmierten die Feuerwehr, bevor sich der Brand ausbreiten konnte. An die israelische Botschaft in Stockholm schmierten Unbekannte am Sonntag Parolen: «Ihr habt die Waffenruhe gebrochen» und «unterzieht Palästina keiner ethnischen Säuberung».

Die Herkunft verleugnen

In der dänischen Stadt Odense verletzte ein palästinensischer Einwanderer in der vergangenen Woche zwei Israelis mit Schüssen. Die Opfer verkauften Haarpflegeprodukte in einem Einkaufszentrum. «Vor wenigen Tagen riefen Jugendliche ‚Schlachtet alle Juden ab’», berichtete Geschäftsführer Eli Ruvio. «Ich hab meinen Angestellten geraten, nicht mehr hebräisch zu sprechen und ihre Herkunft zu verleugnen. Wenn sie jemand fragt, sollen sie niemals sagen, sie kämen aus Israel.»

Auch die Schiesserei in Dänemark könnte nach Einschätzung der Ermittler mit der Gaza-Krise zusammenhängen, die am 27. Dezember eskalierte. In Grossbritannien ist es seitdem zu 20 bis 25 antisemitischen Vorfällen gekommen, schätzt der Community Security Trust, eine jüdische Sicherheitsorganisation. Erst am Sonntag wurde ein Brandanschlag auf eine Synagoge in Nordlondon verübt. Unbekannte sprühten eine Flüssigkeit in den Eingang und zündeten sie an.

In der vergangenen Woche wurden Passanten in einem überwiegend von Juden bewohnten Viertel der Stadt angepöbelt. Eine Gruppe von knapp 20 Jugendlichen habe sie mit ‚Juden‘ angeschrien und ‚Freies Palästina‘ gerufen, sagte der Sprecher von Community Security Trust, Mark Gardner. «Es könnte noch schlimmer werden.»

Hier wäre doch der Kampf gegen Rechts™ angesagt. Aber er bleibt aus. Die „Nie wieder“ – Rufer wollen sich nicht selbst bekämpfen.


„Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin der Antifaschismus.“
(Ignazio Silone, 1900-1978)

(Spürnasen: Daniel G. und Bleiband)




„Geht zurück in die Ofen – Tod den Juden“

Anti-Israel Demo, Washington DCWeltweit macht sich der Hass gegen Israel und die Juden am Anlass des Militäreinsatzes in Gaza Luft, selbst in den USA. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, waren auch die Hasskundgebungen unbegrenzt. Antisemitismus ohne jedes Schamgefühl. In Washington DC werden Leute mit pro-israelischer Gesinnung angegriffen. In Florida und Kalifornien wurde mit Sprüchen wie „Geht zurück in die Ofen“ zum Judenmord aufgerufen.

Proteste vor der israelischen Botschaft in Washington DC

In Washington DC marschierten Mitglieder der Vereinigung Amerikanischer Muslime protestierend vor der israelischen Botschaft auf. Sie wollten die „Kriegsverbrecher“ zur Rechenschaft ziehen und ließen sich bei der Gelegenheit auch gleich über Präsident Bush aus. Protest hochzelebriert zum gesellschaftlichen Happening. Zwei Juden, die es wagten dem Protest etwas entgegenzusetzen, wurden brutal angegriffen, wie dieses Video zeigt:

Fast noch drastischer ging es in San Francisco, Kalifornien zu. Dort marschierten Palästinenser und linke Sympathisanten mit haarsträubenden, aber für Ungläubige nicht unbedingt verständlichen, weil arabischen Parolen gegen Israel. Neben „free, free Palestine“, wurde noch so manch anderes gerufen, aber wenn’s arabisch ist, wird’s schon recht sein, also lächelt der Gutmensch zustimmend. Auch in San Francisco wurden Juden angegriffen.

Das verwendete palästinensische Hass-Vokabular:

“Itbach al Yahud” (Schlachtet die Juden)
– “Falastin balad’na w’al Yahud qalab’na” (Palästina ist unser Land und Juden sind Hunde)
– “ba ruh, ba dam, nafdeek ya Falastin” (mit unsere Seele, mit unserem Blut, werden wir dich säubern, oh Palästina),
– “al mawt al Yahud” (Tod den Juden),
– “Khaybar Khaybar ya Yahud, jaish-Muhammad saya’ud” (Khaybar Khaybar ihr Juden, die Armee Mohammeds wird wiederkehren).

In Fort Lauderdale, Florida wurde bei einer Demo gegen Israel und die USA als antisemitische Spitzenleistung darüber hinaus „Jude zurück in die Ofen“ skandiert.

Aber in Brüssel sehnt man sich ja auch bereits nach Osama bin Laden:

Belgien ruft nach Osama Bin Laden

(Spürnase: Stephane)




Die große Lüge der „Politischen Korrektheit“

Political CorrectnessEs ist lange her. Wir schrieben damals das Jahr 1958, als Fritz Hoffmann und ich nach Westberlin zu einer Tagung der Internationalen Sozialistischen Studenten flogen. Wir mussten fliegen, weil ich als frischgebackener ungarischer Flüchtling nicht über die DDR fahren konnte. An die Tagung selber kann ich mich nicht mehr erinnern; vielmehr an eine kleine Begegnung am Abend; wir besuchten einen „Nightclub“.

(Gastbeitrag des österreichischen Autors Peter Stiegnitz)

Harmlos, wie damals alles noch war, wurde ein Orangenwettessen unter den Gästen, allesamt Tagungsteilnehmer, veranstaltet. Während alle anderen „Junggenossen“ fein-artig, meist mit einem Taschenmesser ihre Orangen schälten, riss unser Freund aus Israel in Sekundenschnelle die Schale von der Frucht und genauso schnell war er mit dem Obst fertig. Das Markanteste an diesem Abend, und damit nähere ich mich meinem heutigen Thema, war nicht der „Blitzkrieg“ unseres israelischen Genossen mit der Orange, sondern eine kleine Szene anschließend. Vom Nachbartisch gratulierte ein unterlegener Orangenesser dem Sieger: „Glückwünsche, Jude …!“ Ich wollte ob dieser offensichtlichen Beleidigung aufspringen, als mich der Israeli mit den Worten zurückhielt: „Was willst du, er hat recht; ich bin Jude. Na und.“

Heute, ein halbes Jahrhundert später wäre so eine Szene in Deutschland oder in Österreich undenkbar. Und das, obwohl Juden „Juden“ geblieben sind. Im Schatten der verlogenen „Politischen Korrektheit“ würde man solch einem Rufer mit dem Paragraphen des „Wiederbetätigungsgesetzes“ drohen.

Weshalb ich die aufgezwungene Art und Weise der „Politischen Korrektheit“ für verlogen halte, möchte ich in einer Zeichnung beweisen. Vorher allerdings ein Wort zur soziologischen Grundlage: In den Ländern der „Ersten Welt“, dazu zähle ich nach wie vor die ehemaligen kommunistischen Staaten nicht, widerspricht den trotz Finanzkrisen immer noch stabilen politischen und wirtschaftlichen Tatsachen das vor allem durch die Medien gesteuerte verunsicherte Selbstbild der Bevölkerung. Da wir im Gegensatz zu den islamischen Ländern erbarmungslos unsere abendländische Tradition auf dem progressiven Altar des Zeitgeistes opferten, fallen wir – ohne kulturellen Halt – immer tiefer in eine pessimistische Generalstimmung.

Die großen Profiteure dieser kollektiven Verunsicherung und des individuellen Pessimismus sind die Bewahrer des Zeitgeistes, die eifrig am abendländischen Ast, auf dem wir alle sitzen, sägen. Diese Bewahrer, die unsere geistige Welt von der Wiege (als Geburtshelfer für Totgeburten) bis zur Bahre (als Totengräber unseres Sicherheitsbedürfnisses) begleiten, sind – wie schon gesagt – die lukrativen Nutznießer der von ihnen erzeugten pessimistischen Darstellungen. Oder anders formuliert. Sie sind in Personalunion Produzenten und Verkäufer des grassierenden Kulturpessimismus.

Warum halte ich die Politische Korrektheit für verlogen und reihe diese in die unrühmliche Gruppe der Kollektivlügen ein? Weil alles, was den psychologischen Grundbedürfnissen der Menschen widerspricht und diese sogar leugnet, als Lüge bezeichnet werden kann. Hierzu ein Zitat als konkretes Beispiel:

„Ich bin der Meinung, dass das deutsche Volk jetzt endlich und besser und mehr als bisher ein selbstverständliches, ruhiges, ausgeglichenes, aber unerschütterliches nationales Selbstbewusstsein braucht, seinetwegen, aber auch der Völker Europas wegen.“

Wer diesen Satz im heutigen Deutschland, dessen kollektive Uniform immer noch das Büßerhemd ist, hört, der ist davon überzeugt, dass hier ein Neonazi sein Unwesen treibt. Weit gefehlt. Der Autor dieses Satzes war der erste Nachkriegsvorsitzende der SPD, Dr. Kurt Schumacher. Zitiert habe ich es aus seiner Broschüre „Deutschlands Forderung: Gleiches Risiko, gleiches Opfer, gleiche Chancen!“ aus dem Jahre 1946.

Während die politisch korrekte historische Analyse für die NS-Machtergreifung 1933 in Deutschland überwiegend die Konservativen und das Großkapital in die Verantwortung nahm, war Schumacher ganz anderer Meinung:

„… ohne die Haltung der Kommunisten wäre das Versagen des deutschen Parlamentarismus und damit die Möglichkeit für die Nazis, an die Regierung zu kommen, nicht gegeben gewesen.“

Die Geschichte der Politischen Korrektheit ist uralt, sie erreichte uns aus den Vereinigten Staaten und war ursprünglich religiös begründet. Im Jahre 1793 legte der Oberste Gerichtshof (im Fall eines Bürgers namens Chisholm gegen den Staat Georgia), unter anderem fest, dass ein Eid nicht auf den Staat, sondern auf das Volk abzulegen sei, da der Staat „zwar das edelste Werk des Menschen, der Mensch selbst jedoch das edelste Werk Gottes sei.“

Dann gab es, zumindest an der Front, lange Zeit Ruhe, bis Ende der 50-er und Anfang der 60-er Jahre des vorigen Jahrhunderts die amerikanische Bürgerrechtsbewegung den Schlachtruf „politically correct“ erfand. Im Kampf gegen echte, aber auch angebliche Diskriminierung von Minderheiten, haben Linke, Schwarze und Feministinnen eine Veränderung der Sprache vehement verlangt.

Wie in nahezu allen revolutionären Bewegungen, so war auch der Anfang der PC-Bewegungen nicht unbegründet. Die unmenschliche Rassentrennung, die Benachteiligung der Frauen in der Wirtschaft, Politik und Wissenschaft, passte nicht mehr in die liberale Nachkriegszeit der amerikanischen Gesellschaft. Daher war eine Änderung durchaus sinnvoll und auch angebracht.

Siegreiche Revolutionen, wie das in Paris und in Petersburg der Fall war, stürzen zwar die vorhergehende Herrschaft, doch zerstören sie diese nicht, sondern sie setzen sich selber in die bequemen Stühle der Tyrannen und „fressen“ sich gegenseitig auf; denken wir dabei nur an Robespierre und Trotzki. So war es auch im historischen Ablauf der PC. Anfang 1980 haben Studenten der Universität von Kalifornien, diese geistigen Väter und Mütter der europäischen 68-er Unruhen verlangt, dass die „Werke von toten, weißen europäischen Männern“ nicht mehr unterrichtet werden. Ironischerweise waren damit die großen Philosophen der deutschen und französischen Aufklärung gemeint. Statt Kant und Voltaire wollten die Studenten „weibliche und außereuropäische Autoren“ hören.

Gegen diesen Missbrauch einst durchaus berechtigter Forderungen nach Gleichheit und Gerechtigkeit wandten sich seit Anfang der 90-er Jahre auch namhafte amerikanische Journalisten; so zum Beispiel Richard Bernstein, Sohn europäischer Migranten, der am 27. Oktober 1990 in der New York Times die sinnlosen Auswüchse der Politischen Korrektheit mit „Orthodoxie“, „Faschismus“, „Fundamentalismus“ und sogar mit „Tyrannei“ gleichsetzte. Bernstein qualifizierte die „Bildungsinhalte der amerikanischen Reformbewegungen seit den sechziger Jahren eindeutig als negativ.

Auch in liberalen Medien, wie in der Münchner Süddeutschen Zeitung wurden Auswüchse der Politischen Korrektheit kritisiert. So schrieb Christine Brink am 3. November 1991 über „Multi-kultureller Joghurt“ und meint:

„In amerikanischen Universitäten greift ein neuer Sprach-Terror um sich.“

Der Spiegel-Reporter Matthias Matussek sieht 1993 in einer New Yorker Ausstellung der Fotografin Nan Goldin einen „Schauprozess“ und schreibt:

„Ein Kampfbegriff der Black-Power-Bewegung aus den sechziger Jahren macht erneut Karriere: political correctness“.

Der Spiegel entdeckte damals an amerikanischen Universitäten eine „Sprach- und Denkpolizei radikaler Minderheiten, die Vorlesungsverzeichnisse … kontrollieren.“ Selbst der linksliberalen Hamburger Wochenzeitung Die Zeit bleibt ein ehrlicher Artikel von Dieter E. Zimmer („PC oder: Da hört die Gemütlichkeit auf“) nicht erspart. Für alle Fälle schickte die Redaktion diesem Artikel die Bemerkung voraus, dass diese „Thesen“ auch für die Zeitung „sehr umstritten seien“. – Eine feige Verbeugung vor dem Zeitgeist.

Zu den dümmlichen Auswüchsen als Zeichen einer missverstandenen Emanzipation wird in immer mehr Medien das so genannte „Binnen-I“ verwendet. Ob man von „Arbeitnehmern“ und „Arbeitnehmerinnen“ oder von „ArbeitnehmerInnen“ schreibt, das beeinflusst den Arbeitsmarkt nicht. Diese Schreibform ist genauso sinnlos wie alle anderen Vorschriften der so genannten „positiven Diskriminierung“. Ich frage mich was daran „positiv“ ist, wenn das Geschlecht und nicht die Fähigkeiten bei der Besetzung verschiedener Posten in Politik und Verwaltung entscheiden. Ist das nicht „Rassismus – neu“? Feministische Vertreterinnen der Politischen Korrektheit üben sich gerne in Kollektivlügen; die weiblichen Sprachformen wenden sie nur bei positiven Inhalten an. So meiden sie beispielsweise ängstlich das Wort „TerroristInnen“. Sie sprechen und schreiben nur von „Terroristen“ – und das ganz ohne das Binnen-I. Bei gemischt-geschlechtlichen Opfergruppen werden in ORF-Nachrichten Frauen oft hervorgehoben; in Tätergruppen allerdings nie.

Auch die häufige Neuschaffung politisch korrekter Bezeichnungen, wie die positive Diskriminierung oder das Verschweigen weiblicher Übeltäter beseitigt keinen Rassismus, hebt keine Ungleichheit auf. Oft ganz im Gegenteil: Die Empörung über die verlogene und diktatorische Realitätsverweigerung stärkt rassistische, diskriminierende Einstellungen. Jeder neue PC-Begriff diskriminiert die eigene, vorhergehende Bezeichnung einer bestimmten Volksgruppe. Statt diese zu schützen, wie es PC-Verfechter unermüdlich betonen, erzeugen sie gegenteilige Gefühle.

Die Verfechter der Politischen Korrektheit wollen die von ihrer Meinung abweichende Sprache und andere Meinungen verbieten. Einem „Gottesurteil“ ähnlich hört man auch bei uns immer wieder: „Das darf man heute nicht mehr sagen …!“

Sicherlich: hinter dem abwertenden Wort „Nigger“ versteckt sich purer Rassismus. Gut, also nicht „Nigger“ und auch nicht „Negro“, obwohl letzteres ein spanisches Lehnwort und keine Diskriminierung ist. Dann durfte man „black“ sagen, wenn auch nicht lange. Anderen nicht. Dann durfte man nur mehr „afro-american“ sagen. Dass es sich dabei durchaus um wenn auch nur ungewollten Rassismus handelt – Menschen nach ihrer Herkunft zu bezeichnen – das fiel den PC-Vorbetern nicht auf. Also: „afro-american“ in den USA, „Euro-Afrikaner“ in Europa und vielleicht „Afro-Afrikaner“ in der alten Heimat, um damit die Minderheit der letzten überlebenden Weißen ab- und auszugrenzen.

Was darf man heutzutage alles nicht sagen: Beginnen wir mit den „Zigeunern“. So darf man sie nur mehr „Roma und Sinti“ nennen. Und das, obwohl es unzählige andere Stämme, wie beispielsweise die Lovara gibt. Wie viel ehrlicher benimmt sich die offizielle Vertretung der immerhin über 100.000 ungarischen Zigeuner, die sich auch offiziell „Zigeuner Selbstverwaltung“ nennt und ihre Vertreter unter diesem Namen auch in den gesetzgebenden Körperschaften sitzen. Da in Mittel- und Westeuropa eher wenige Eskimos leben, stört es hierzulande nicht sonderlich, dass man sie nur mehr „Inuit“ nennen darf. Und so weiter, und so fort.

Mit der Keule der Politischen Korrektheit werden nicht nur ethnische Minderheiten geschützt. So ist es beispielsweise in der progressiven Pädagogik verboten, von „schwer erziehbaren Kindern“ zu sprechen. Zuerst durfte man die lieben Jugendlichen, die andere halbtot prügeln, „verhaltensauffällig“ nennen. Jetzt darf man auch nicht mehr von „Verhaltensauffälligen“ sprechen. Wie skurill der PC-Erfindergeist ist, verweist die Tatsache, dass man solche Jugendlichen nur mehr „verhaltensoriginell“ nennen darf. Wirklich originell.

Umberto Eco hat es auf den Punkt gebracht; ich darf sinngemäß zitieren. Die Politische Korrektheit ist überhaupt dazu da, das zugrunde liegende Problem, weil es ungelöst ist, sprachlich zu kaschieren.

Eco hat Recht. Die Politische Korrektheit fragt nicht, ob man „Neger“ liebt oder nicht, ob man „Zigeuner“ akzeptiert oder nicht, ob man „Eskimos“ für Rohfleischesser hält oder nicht, sondern begnügt sich mit einer oberflächlichen, sprachlichen Kosmetik. Und das, genau das ist verlogen.

Jeder von uns ist davon überzeugt, dass man Rassismus nicht bejahen darf. Wer Menschen nach seiner Herkunft, Religion oder Hautfarbe beurteilt, wer Minderheiten den jedem Menschen gebührenden Respekt verweigert, der sollte eines Besseren belehrt werden. Allerdings nicht mit semantischen Verbotstafeln, die genauso sinnlos sind wie die zweisprachigen in Kärnten, sondern mit der Bejahung der eigenen historischen, philosophischen und religiösen Tradition. Wer die durchaus berechtigten Begriffe wie „Volk“ und „Heimat“ nur deshalb leugnet, weil diese einst missbraucht wurden, wer die eigene Identifikation verbietet und diese nur Minderheiten und Migranten zugesteht, der sollte sich nicht wundern, wenn alte Vorurteile, wenn auch im neuen Gewand, weiter bestehen.

Dr. Peter StiegnitzZum Autor: Der Migrationssoziologe und Publizist Dr. Peter Stiegnitz lehrt als Gastprofessor an der Universität Budapest. Er studierte Soziologie, Psychologie und Ethnologie und war als Ministerialrat im österreichischen Bundeskanzleramt tätig. Der Autor zahlreicher Bücher ist außerdem wissenschaftlicher Kurator der Wiener Sektion der Forschungsgesellschaft für das Weltflüchtlingsproblem in Vaduz. Geboren wurde er 1936 in Budapest.




Was der Spiegel verschweigt

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Eine israelische Bombe trifft eine UN-Schule, in der 450 Menschen Schutz gesucht haben und tötet drei – empört sich der Spiegel. Spiegel-Leser, die bekanntlich mehr wissen, fragen sich jetzt vielleicht, was für Knallfrösche die israelische Luftwaffe abwirft, wenn nach einem Treffer auf ein Schulgebäude nur drei von 450 Menschen darin umkommen. Und noch etwas  bleibt der Qualitätsjournalist schuldig, das zum Verständnis des Falles beitragen könnte. PI erlaubt sich, die fehlende Information zu ergänzen.

Was der Spiegel verschweigt: Hamas Terroristen schießen Raketen und Granaten auf Israel und wählen als Abschussstellen bevorzugt Orte, bei denen die für Israels Überleben notwendige Gegenwehr zwangsläufig zu Schlagzeilen wie der des Spiegels führen soll. Zum Beispiel auch UN-Schulen. Das folgende Video der israelischen Luftwaffe zeigt palästinensische Terroristen, die am 29. Oktober 2007 Mörsergranaten in Richtung Israel feuern. Von einer UN-Schule im Gazastreifen. Ob es dieselbe ist, die heute von der IDF getroffen wurde, ist nicht bekannt. Wohl aber ist die Absicht erkennbar, und erklärt, warum auch solche Orte legitime Ziele in Israels Verteidigung sind.

Update: Und wer wissen will, warum die israelische Armee auch sog. „Rettungswagen“ misstraut, sollte sich dieses Video eines bewaffneten Hamas-Kommandos anschauen, das mit UN-Ambulanz zum Einsatz fährt:

(Spürnase: Heiko G.)




Europas Antisemiten: Reihen dicht geschlossen

Immer offener und ungenierter kriechen sie aus ihren Löchern: Unbehelligt von den wackeren Kämpfern gegen Rechts™, ja oft mit diesen sogar identisch, schreit sich der rot-braun-grüne Mob seinen Judenhass (Neusprech: Antizionismus) aus dem Herzen. Im nachfolgend verlinkten Video der niederländische Sozialdemokrat Henricus (Harry) van Bommel (Foto).

Update: Auf diesem etwas längeren Clip von der Hass-Demo kann man ab 1:08 Minuten erleben, dass van Bommel ungerührt den Intifada-Sprechchor anführt, während im Hintergrund “Joden aan het Gas” (”Juden ab ins Gas”) gerufen wird.

» hvbommel@sp.nl

(Spürnase: BePe, Israel_Hands)




Pflanzung der pünktlichen Saftschubse

Jeder treue SpOn-Leser weiß: Zuwanderer, besonders aus den moslemischen Ländern, sind fast immer Einser-Abiturienten, die überdurchschnittlich gebildet sind und den an die Wand gefahrenen Karren Deutschland wirtschaftlich wieder auf Zack bringen. Rütli-Schule? Nie gehört. 70% aller türkischstämmigen Zuwanderer ohne Ausbildung? Der SpOn-Leser weiß es besser: Türkischstämmmige Mitarbeiter sind die Elite der Nation, und ihr berufliches Scheitern liegt einzig und allein an der Diskriminierung durch rassistische deutsche Unternehmen.

Einen erschütternden Bericht von den traumatischen Erlebnissen einer höchstqualifizierten Bewerberin mit Migrationshintergrund hat SpOn jetzt veröffentlicht. Vorsicht – Taschentücher bereithalten:

BEWERBUNGSALPTRAUM – „Wir sind ein sehr deutsches Unternehmen“

Manchmal wünscht sich Asiyah Hikal einen aufblasbaren Anwalt. So einen kleinen, gemeinen Kerl für die Handtasche. Der würde dann Firmen heimleuchten, die sich subtil oder offen diskriminierend verhalten – wie sie es bei einem Finanzdienstleister erlebte: Zwischenruf einer sehr zornigen Bewerberin.

Au weia, Moslemin und Zorn: das geht selten gut. Brannten schon Deutschland-Flaggen und Angela-Merkel-Puppen? Bringen wir uns schon mal in Deckung…

Sollte ich das alles noch einmal durchmachen müssen, würde ich Jura studieren. Nicht etwa wegen des finanziellen Anreizes – sondern weil ich dann in der Lage wäre, schneller und besser auf Unverschämtheiten zu reagieren, die einem widerfahren.

Recht so: Jura studiert man schließlich nicht, um das Recht zu vertreten (egal, wem es widerfährt), sondern um seine eigenen Interessen zu vertreten.

(…) In Wirklichkeit heißt Asiyah Hikal anders – aber nach ihren bisherigen Erfahrungen bei der Jobsuche befürchtet die Autorin berufliche Nachteile, wenn sie ihren echten Namen nennt. Sie absolvierte eine kaufmännische Ausbildung, arbeitete dann als Flugbegleiterin und studierte parallel dazu. Seit 2007 ist sie Diplom- Psychologin und lebt in Frankfurt am Main. (…)
Eine Personalvermittlerin verschaffte mir ein Interview bei einem Finanzdienstleister, der eine Mitarbeiterin für den Empfang suchte. Ich wollte den Job eine Weile ausüben, um zur Abwechslung mal wieder Geld zu verdienen. Das angebotene Gehalt war nicht schlecht. Aber bis wir beim Thema Bezahlung ankamen, musste ich sonderbare Fragen und Bemerkungen über mich ergehen lassen.

Gesprächsauftakt: „Sie sind Türkin, oder?“

Ich würde sagen: die Frage ist mindestens eine 500.000 Euro-Diskriminierungsklage wert, hat schließlich die Staatsangehörigkeit nichts mit Aufenthaltsrecht usw. zu tun, das weiß doch jedes Kind.

Es geschah dies: Nachdem ich mich pünktlich und gutgekleidet zum vereinbarten Termin eingefunden hatte, wurde ich in den Warteraum gepflanzt.

Man ist erschüttert: sie wurde in den Warteraum “gepflanzt“. Dabei war sie zum Vorstellungsgepräch sogar pünktlich. Das muss doch honoriert werden. Und sogar gut gekleidet! Das ist immerhin Grund genug, gleich zum Human Resources Manager durchzumarschieren! Warten ist schließlich was fürs Fußvolk.

Ich war nicht besonders scharf auf den Job, aber ich brauchte Geld. Mit meiner kaufmännischen Ausbildung, Erfahrung als Flugbegleiterin und perfekten Englischkenntnissen schien das übergangsweise genau das Richtige für mich. Das Unternehmen machte einen professionellen Eindruck, die Lage war prima.

Nach wenigen Minuten wurde ich in einen kleinen Konferenzraum geführt und lernte die Personalchefin mit Assistentin kennen. „Head of Human Resources“, stand auf der Visitenkarte. Nach der Begrüßung eröffnete die Personalchefin, die etwas jünger war als ich, das Gespräch mit der Frage „Sie sind Türkin, oder?“ Ich weiß nicht, wie oft ich das bei meiner Jobsuche gefragt worden bin. Ich kann es nicht mehr hören. Ich bin keine Türkin, und selbst wenn ich türkischer Herkunft wäre: Es hat gefälligst kein Arbeitgeber danach zu fragen.

Recht so, die hochqualifizierte Bewerberin für einen Empfangsdamenjob erläutert der Personalchefin eines international agierenden Unternehmens, welche Fragen erlaubt sind und welche nicht. Personalchefs, bitte das hinter die Löffel schreiben, sonst gibt es einen Eintrag ins Klassenbuch. Immerhin hat die „Pflanzung“ in den Warteraum nur „wenige Minuten“ gedauert. Uff, man hatte schon fast mit Guantanamo-ähnlichen Zeitdauern gerechnet. Das ist gerade noch mal gutgegangen.

(…) Ich hatte den Eindruck gewonnen, es handele sich um eine international agierende Firma. Aber die Personalchefin setzte hinzu: „Wir sind ein sehr deutsches Unternehmen.“ Ich war – insbesondere, da ich wenige Minuten zuvor gefragt worden war, ob ich Türkin sei – entsetzt und fragte: „Worin schlägt sich das denn nieder?“ Die Antwort lautete: „In den E-Mails und den Briefen.“ Die Formulierungen seien immer sehr höflich. Außerdem rede man sich nicht mit dem Vornamen an.

Und das rechtfertigt die Bezeichnung „sehr deutsch“? Sind Franzosen, Engländer, Araber, Amerikaner in E-Mails unhöflich? Reden sich Mitarbeiter in libyschen Banken in Geschäftsbriefen mit den Worten „Hey, Ali! Schieb doch mal die Bilanz rüber!“ an? Ich denke nicht.

Das Unternehmen sollte Frau Hikal gleich in die Chefetagen befördern, damit sie da endlich mal erklärt, was höflich ist und was nicht. Offenbar hat der Finanzdienstleister hier Nachholbedarf. „Sehr deutsche“ Formulierungen wie „Sehr geehrter Herr Soundso“ sind in der Tat im weltweiten Schriftverkehr eher singulär und gelten als Kartoffel-Eigenheit – solche Nazi-Sprache gehört abgeschafft, und für ein solches Unternehmen sollte sich die stolze Bewerberin gar nicht erst die Finger schmutzig machen.

Was soll das? Muss man Schmidt heißen, um dort arbeiten zu dürfen?

Leider enthält Frau Hikal dem Leser vor, wieviele Menschen in diesem Unternehmen Müller, Meier oder Schmidt heißen und wieviele eventuell Jones, Yamashita oder Dubois heißen.

Unternehmen haben verschiedene Unternehmenskulturen. Sie können „traditionell“ sein, „modern“ oder „Familienunternehmen“. Selbstverständlich sind Firmen „deutsch“ oder „schwedisch“ oder „nigerianisch“. Aber doch nicht „sehr nigerianisch“ oder „sehr deutsch“.

Selbstverständlich gibt es auch ein „sehr deutsch“, was Sitten und Gewohnheiten angeht. „Sehr deutsch“ ist es z. B. im Gegensatz zu „sehr türkisch“, besonders rassistisch und diskriminierend zu sein. Das zu beweisen ist doch Sinn und Zweck des ganzen Artikels. Während „sehr türkisch“ bedeutet, höchst qualifiziert, pünktlich und gut gekleidet zu sein und vor Arbeitseifer und Lebensfreude nur zu sprudeln.

All das fiel mir leider nicht ein, als ich dort saß. Ich war verblüfft und enttäuscht. Erst die „Türkin“-Frage, dann das „sehr deutsche“ Unternehmen – da kann man sich nur noch diskriminiert fühlen.

Ja, daher weht der Wind – nicht dass man es nicht gleich geahnt hätte.

Das Gesetz verbietet jegliche Fragen oder Andeutungen zur ethnischen Herkunft des Bewerbers. Aber unabhängig davon kommt man sich als Bewerber wie der letzte Depp vor, wenn man aufgrund seines ausländischen Namens so behandelt wird. Zumal es immer und immer wieder vorkommt. Man härtet nicht ab, sondern fühlt sich mehr und mehr ausgegrenzt.

Hach Gottchen, man heult gleich. Frau Hikal, isch schwöre Ihnen: es gibt in Deutschland Menschen, die sind noch NIE wegen ihres Migrantennamens diskriminiert worden. Das dürfte auch für die Hälfte der Mitarbeiter des international agierenden Unternehmens gelten. Statt Antidiskriminierungsklagen anzustrengen tun diese Menschen sehr wahrscheinlich einfach ihre Arbeit.

Fremdsprachen? Kann nur ein Müller oder Schmidt
Ich bin hellhäutig. Man sieht mir nicht an, dass mein Vater Nordafrikaner war. Wäre das der Fall, hätte ich wohl noch mehr Schwierigkeiten.

Ja, wenn man schon nicht diskriminiert wird, kann man der „sehr deutschen“ Kartoffel aber zumindest schon mal prophylaktisch unterstellen, dass sie diskriminieren WÜRDE, hätte sie die Gelegenheit dazu.

(…) Offenkundig bezweifelten die Damen, dass ich Englisch beherrsche – klar, ‚Türken sind halt doof!‘ Dass Angehörige anderer Kulturen oft von vornherein mit mehr als nur einer Sprache aufwachsen, wissen viele Deutsche nicht. Sie glauben, nur Deutsche seien in der Lage, mehr als eine Sprache zu sprechen. Aber nicht so unkultivierte Kameltreiber, wie mein Vater einer war. Und selbstverständlich ist die Brut solcher Primitivlinge geistig ebenso beschränkt.

Fehlt jetzt noch der Nachweis, wie viele der „unkultivierten Kameltreiber“ (ihre Worte) fließend Englisch beherrschen, wo schon kaum einer einigermaßen fehler- und akzentfrei die Landessprache des ihn fördernden Landes spricht und wieso Bewerberin Hikal nicht ihre Englischkenntnisse per Zeugnis bzw. direkt vor Ort unter Beweis gestellt hat.

Auch in „sehr deutschen“ Unternehmen hat man statt einer Personalabteilung ein „HR Department“, es gibt „Meetings“, „Young Professionals“ arbeiten an der Entwicklung ihrer „Soft Skills“. Aber die Mentalität dahinter bleibt die alte: engstirnig und unflexibel.

Typisch deutsch halt: engstirnig und unflexibel. Mit Diskriminierung hat das natürlich nichts zu tun, nein.

Was um alles in der Welt bilden sich Deutsche ein? Was ich am laufenden Band erlebe, ist Misstrauen und Überheblichkeit gegenüber allem Fremdländischen. Aber ein derartiges Gespräch war mir neu.

Dann war sie noch nie in einem Vorstellungsgespräch. Das einzige, was „die Deutschen“ sich „einbilden“ ist, dass die Türkin hier genauso behandelt wird wie jeder andere Mensch in einem Vorstellungsgespräch auch und dass ihr nicht der rote Teppich ausgerollt wird. Pardon! Ein neues Antidiskriminierungsgesetz wird solche Patzer sicher beseitigen.

Die Personalchefin setzte es fort mit der Erläuterung ihrer Erwartungen an eine Empfangsdame. Sie habe „ein Bild vor Augen“, und es sei „äußerst schwer, dieses Bild zu erfüllen“. So seien keine flapsigen Bemerkungen gegenüber der Kundschaft zu machen, auch lege man Wert auf ein gepflegtes Äußeres.

Hallo?! Ich weiß, wie man sich anzieht. Ich saß dort weder voll verschleiert noch in Jeans und Turnschuhen, sondern in einem konservativen, dem Anlass angemessenen Kleid. „Business-Outfit“. Ich habe lange genug eine Uniform mit einem Rock bis zu den Knien getragen, ich weiß, wie man im Geschäftsleben eine Firma repräsentiert. Ich sagte: „Es ist mir während meiner neunjährigen Tätigkeit als Flugbegleiterin und Chefin der Crew gelungen, flapsige Bemerkungen zu unterdrücken. Ich denke, mir wird dies auch weiterhin gelingen!“ Sie sah kurz in die Unterlagen und bemerkte „Ach ja“.

Herrlich: Frau Hikal legt sich bereits im Bewerbungsgespräch mit der Personalchefin an. Sowas wird immer gerne gesehen, besonders wenn dann noch ein paar „flapsige“ Bemerkungen rübergeschoben werden und die Bewerberin diesen offenkundigen Mangel an Selbstbeobachtung noch als besonders kultige Leistung verkaufen will. Und außerdem war die Bewerberin nicht mal „voll“ verschleiert. Allein dafür hätte sie den Job doch verdient! Eine Empfangsdame, die nicht mal eine Burka trägt: Diese Integrationsleistung muss die Kartoffel doch mal honorieren.

Mir wurde dann erklärt, es werde noch eine zweite Runde geben, für alle Kandidatinnen in der engeren Wahl. Ich legte nach dieser Erfahrung keinen Wert mehr darauf, in dem Unternehmen beschäftigt zu sein.

Liebe Frau Hikal: jede Wette, dass es für Sie keine zweite Runde gegeben hätte.

Daher ließ ich der Personalchefin am Tag darauf eine Nachricht zukommen, zog meine Bewerbung zurück und wies sie auf die arbeitsrechtlichen Grundlagen und das Antidiskriminierungsgesetz hin.

Wo man zu doof ist, ein paar Qualifizierungsnachweise einzureichen und sich nicht benehmen kann und meint, dass einem allein für Pünktlichkeit der rote Teppich ausgelegt werden müsse, hilft immer noch das Antidiskriminierungsgesetz weiter. Die Kartoffeln sind zwar „engstirnig“ und „unflexibel“, haben aber prima Gesetze.

Wahrscheinlich ändert das nichts am Verhalten dieser Personalerin. Wahrscheinlich bestärkt es sie sogar in ihrem Glauben, dass Ausländer eben „schwierig“ sind. Besonders die Frauen!

Ja, besonders die Japanerinnen sind für ihre Unhöflichkeit und schlechte Qualifizierung geradezu weltberühmt (Ironie off).

Liebe Frau Hikal: versuchen Sie einfach Ihr Glück in Abu Dhabi oder Ramallah, ich wette, die nehmen so hoch qualifizierte Fachkräfte mit neunjähriger Saftschubsenerfahrung (mit Verlaub: welche Fluglinie war das wohl?) wie Sie mit Kusshand. Ganz bestimmt. Aber vorher noch einen Auftritt bei Beckmann oder Kerner mitnehmen – wir lachen auch nicht. Versprochen!

(Gastbeitrag von Paula)




Palästinensische „Revolution“ in Wien

Anti-Israel Demo in WienNachdem bereits am 2.1. bis zu 5.000 Palästinenser in der Wiener Innenstadt gegen die natürlich vollkommen überzogenen und massakerartigen Angriffe der Israelis gegen Gaza demonstrierten kam es gestern wieder zu einer “vollkommen friedlichen” Demonstration mit ca. 1.000 Teilnehmern.

(Gastbeitrag und Bilder von Nikolaus M.)

Die Demonstration versammelte sich vor der Staatsoper, Hisbollah-Fahnen wurden geschwungen und auch Che Guevara und Banner mit der Aufschrift “Revolution” waren zu sehen.

Vier Redner folgten, den Anfang machte ein südländisch aussehender Palästinenser mit kunstvoll geschwungenem Schal, der laut etwas von der “Unterstützung für den bewaffneten Widerstand” in sein Mikrofon schrie, danach folgte eine unverständliche Rede einer (unverschleierten!) Palästinenserin und den Abschluss bildeten zwei Kommunisten die dann mit “Hoch die Internationale Solidarität” versuchten die Menge anzuheizen.

“Allah Akbar” gefiel den Demonstranten allerdings eher, mit einer entsprechenden Lautstärke schallte es über den Platz.

Die Demonstration zog über den Ring Richtung Parlament, vor dem Bundeskanzleramt vorbei und dann Richtung Stephansplatz (Dom). Dass gerade dieser für die Schlusskundgebung ausgesucht wurde ist ein deutliches Machtzeichen der Muslime in Österreich.

Und auch die Behauptung der Polizei die Demonstration wäre “ohne Zwischenfälle” verlaufen stimmt nicht ganz, einem Straßenkünstler wurde die Maske zerstört und die Sachen entrissen als er es wagte, eine muslimische Frau zu berühren. Auch generell konnte man den Hass geradezu spüren der von der Demonstration ausging, und die Präpotenz der muslimischen Jugendlichen mit “Wir ficken euch alle!” Rufen war nicht gerade friedfertig.

Aber offenbar muss man sogar zufrieden sein wenn einem das Recht auf freie Meinungsäußerung für kurze Zeit abgenommen wird, aus Angst man würde angegriffen werden.

Sind wir noch in Wien oder schon in Ramallah?




Jugendrichterin Heisig: Knast light für Ersttäter

Über die Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig (Foto) haben wir schon mehrfach berichtet. Sie spricht an, was unsere mit dem Kampf gegen Rechts™ beschäftigten Politiker unter den Teppich kehren möchten: Das Gewaltproblem der Jugendlichen ist zugewandert: In Berlin haben 80% der jugendlichen Gewalttäter türkische oder arabische Wurzeln. Die Deutschen sind Opfer.

Kirsten Heisig: Sie sehen hier, dass die Jugendkriminalität entgegen dem was man so landläufig hört nicht sinkt, insbesondere im Bereich der Rohheits- und Gewaltdelikte…Die Täter sind überwiegend türkisch-, arabischstämmiger Herkunft und die Opfer sind überwiegend Deutsche. Die Brutalität hat extrem zugenommen, Besorgnis erregend. Selbst ich, die das 16 Jahre lang mache, bin teilweise besorgt darüber in welcher Form da vor gegangen wird gegen die Opfer. (…) Dieser Zungenschlag, der in die Straftaten rein gekommen ist, vor allen Dingen dieser Bezug zum schwul sein, Schwulensau, Judensau, Drecksvotze, deutsches Schwein, Hängebauchschwein, Scheißchrist, das ist atemberaubend. Das merkt man ja vielleicht auch, das mich das nach wie vor mitnimmt und schockiert und das ist auch bei den Opfern so. Die Opfer empfinden diese Beleidigung, diese Demütigung schlimmer als die Wegnahme des Handys. (…) Wir haben genug Gesetze, wenn man die konsequent durchziehen würde. Ich meine, wir können Jugendstrafen bis zu 10 Jahren verhängen. Das reicht. Also, wenn man einen in 10 Jahren nicht erzogen hat, dann schafft man es in 15 Jahren auch nicht. Also, das sind nicht die Ansätze.

Frau Heisig verhängt gerne Arrest bei Ersttätern und ist von der „heilenden Wirkung“ überzeugt:

Arrest ist natürlich charmant, weil da kann man bis zu vier Wochen verhängen und das ist schon eindrucksvoll. Ich sag immer ‚Knast light‘ oder ‚Schnupperkurs‘ was den Freiheitsentzug anbelangt. Jemand der dabei ist eine kriminelle Karriere zu entwickeln, wenn man den mit 14, 15 in den Arrest steckt, ist der besser bedient, als wenn wir da noch drei Jahre warten und dann muss er für fünf Jahre in die Jugendanstalt.

Knast statt Stuhlkreis und Psychogeschwätz?

Fadi Saad, 28 Jahre alt, deutscher Staatsbürger, Sohn palästinensischer Flüchtlinge, war prügelnd und klauend hier als Mitglied einer Jugendgang unterwegs. Bei ihm hat der Warnschuss Arrest gewirkt.

Fadi Saad: „Dass ich natürlich vom Arrest gelernt habe Konsequenzen zu tragen für das was ich angestellt habe. Auch wenn es ein Wochenende war, es war schon erschreckend. Ich habe dann erst einmal meine Schule nachgeholt, habe meine Ausbildung gemacht zum Bürokaufmann.“

Heute ist Fadi Saad Quartiersmanager, er kümmert sich um Probleme im Kiez, ist so was wie eine Schnittstelle zwischen den Jugendlichen, den Behörden und der Politik. Fadi Saad hat ein Buch geschrieben über seine Erfahrungen und wie die Probleme in den Griff zu kriegen sind. Einer der Punkte: Beschleunigung der Strafverfahren.

Kirsten Heisig kämpft einen einsamen Kampf. Es ist nicht gewünscht, Migrantengewalt anzusprechen. Aber im Gegensatz zu Staatsanwalt Reusch kann man der Richterin keinen Maulkorb verpassen.

» ARD-Mediathek: Der einsame Kampf einer Berliner Jugendrichterin

(Danke an alle Spürnasen)




„Allahu Akbar“ auf dem Mailänder Domplatz

Moslems provozieren vor dem Mailänder DomDie islamische Provokation in Europa ist um eine Episode reicher geworden: In Mailand haben es am vergangenen Samstag tausende Moslems geschafft, im Zuge einer Demo gegen Israel „ein Gebet“ auf dem ehrwürdigen Piazza di Duomo zu veranstalten. Sogar der Dom-Dhimmipfarrer Luigi Manganini sprach von fehlender Sensibilität. Der Sicherheitschef der Region Lombardei, Gianni Prosperini, sagte, dass „noch nicht mal in der Zeit, als diese Region von den Nazis besetzt war, es zu so einem Affront gekommen sei. Es ist kein Gebet, sondern eine Beleidigung gewesen.“

Die Moslems wurden auf den Domplatz von einem Imam geführt, der schon wegen Terrorismus verurteilt wurde. Nichtmoslems wurden nach Augenzeugenberichten von den Moslems regelrecht vom Platz gejagt.

The Peninsula berichtet:

Ein Mitglied der italienischen Oppositionspartei gegen Migration verurteilte gestern das Wochenendgebet, das Tausende von Muslimen vor Mailands Kathedrale gehalten hatten, um damit gegen Israels Militäroffensive in Gaza zu demonstrieren.

“Die Tatsache, dass muslimische Extremisten den Platz vor der Kathedrale in eine Freiluftmoschee verwandelt haben, ist eine unglaubliche Provokation,” zitierte die ANSA-Nachrichtenagentur Mario Borghezio, europäischer Abgeordneter der Lega Nord.

“Das Gebet zu Allah, rezitiert von Tausenden fanatischer Muslime, ist ein Akt der Einschüchterung, eine Ohrfeige für die Stadt Mailand, die christlich bleiben muss“, fügte er hinzu.

Etwa 5.000 Leute, die meisten davon nach Italien gekommene Immigranten, versammelten sich am Samstag – aus Protest gegen den seit 27. Dezember andauernden isralischen Militärschlag auf den Gazastreifen – mit Hunderten von Muslimen, die vor der Mailänder Kathedrale zum Gebet versammelt waren.

Viele Demonstranten trugen Banner, auf denen der Davidsstern mit einem Hakenkreuz übermalt war und verbrannten israelische Fahnen, was die jüdische Bevölkerung in Italien aufs äusserste provozierte. “Der Protest gegen Israel wurde von denen monopolisiert, die Flaggen mit Davidsstern verbrennen, die Israels Existenzrecht ablehnen und – noch schlimmer – einen Krieg der Religionen heraufbeschwören,” schrieb Gad Lerner, in Italien ein bekannter jüdischer Journalist und Autor, auf seinem Blog.

Vater Tonio dell’Olio, der frühere Generalsekretär der Pax Christi Italien, sagte gegenüber der Zeitung Corriere della Sera, es sei “legitim, dass muslimische Solidarität sich im Gebet ausdrückt.”

Es gibt aber auch andere Reaktionen wie die von dell’Olio. In Bologna hat sich Bischof Ernesto Vecchi in einer sehr harten Reaktion zu dem Fall geäußert: „Es war kein Gebet und basta. Es ist eine Herausforderung, ein Affront. Nicht dem Dom gerichtet, sondern unserem demokratischen und kulturellen System, sagte er der Zeitung Il Resto del Carlino. Und weiter: „Wir haben nun die Bestätigung, dass es sich hier um ein Projekt handelt, das von langer Hand gesteuert wird. Was sieht dieses vor? Die Islamisierung Europas. Das hat schon Cardinal Oddi gemerkt, als einer der ersten. Und er hatte gute Quellen.“

Wie lang wird es wohl noch dauern, bis wir vor dem Kölner Dom solche Szenen sehen?

Islamisten in Mailand

Video („Allahu Akbar“-Rufe sind deutlich zu hören):

» UnpoliticallyCorrect: Ancora sul Duomo

(Spürnase: Alessandro)




Anti-Israel-Mob auf den Straßen von Bern

Anti-Israel Demo in BernBilder von aufgebrachten Menschenmassen die Hassparolen brüllen und Landesflaggen verbrennen kannte ich bereits aus den Fernsehnachrichten. So war ich einigermaßen vorbereitet als ich die Anti-Israel-Demonstration vom 02. Januar in Bern besuchte. Wie verschiedene Zeitungen berichteten, wurde auch dort für einen „Gerechten Frieden“ in Gaza demonstriert. Von Friede war an dieser Veranstaltung allerdings beim besten Willen nichts zu spüren.

(Gastbeitrag und Bilder von Thomas A.)

Ein hasserfüllter Mob bewegte sich vom Helvetiaplatz zur Israelischen Botschaft. Die Transparente und Banner zeigten teilweise wüste Diffamierungen und hetzerische Aufrufe. Ein pikantes Detail: unter anderen beteiligte sich der grüne Nationalrat Geri Müller an der Demonstration und war als offizieller Redner zugegen. Er ist momentan Präsident der außenpolitischen Kommission des Schweizer Nationalrats.

Das manche Medien die Demonstration als friedlich bezeichneten ist ein schlechter Witz. Nicht auszudenken was geschehen wäre, hätte sich ein Passant mit Schläfenlocken oder einer Kippa auf dem Kopf in Reichweite der Demonstranten aufgehalten.

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Ein Davidstern ziert zeitweise die Innenseite der Heckscheibe meines Autos. Da ich mir kein neues leisten kann, parkte ich es in sicherer Distanz der Geschehnisse. Auf dem Nachhauseweg – im langsamen Stadtverkehr – war ich dann plötzlich Stein des Anstoßes. Die Demonstration hatte sich aufgelöst und die Teilnehmer verteilten sich in der Umgebung. Einige halbwüchsige Kufiya-Träger rannten meinem Auto hinterher. Glücklicherweise befanden sie sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite und konnten diese nicht ohne Weiteres überqueren. Ein echt mulmiges Gefühl aber dank der Tatsache dass sie nur zu Fuß unterwegs waren nicht weiter gefährlich.

Kurze Zeit später – wenige hundert Meter vor der Autobahneinfahrt Bern-Ostring – wurde ich dann von einem anderen Auto bedrängt. Der Wagen ist mir wiederholt hinten aufgefahren, hat dann überholt und mich ausgebremst. Der nun fließende Verkehr hat die, palästina-beflaggten Autoinsassen Gott sei dank genötigt, weiterzufahren und ich konnte die Fahrtrichtung ändern.

Ich denke, das dreiste Auftreten von Hamas-Sympathisanten in Europa ist ein relativ genaues Abbild des Konfliktes in Nahost. Ein freiheitlich-Demokratischer Staat – Israel – verteidigt sich gegen seine latent aggressiven Nachbarn. Deren politische Führungen wollen weder Land noch Frieden. Sie wollen den jüdischen Kleinstaat Israel auslöschen. Wir sollten solch faschistischem Gedankengut keine Plattformen in unseren Städten bieten und keine NoGo-Areas für Juden und Christen akzeptieren.




Sharia gegen Ureinwohner

papuaWo der islamische Imperialismus Fuß fasst, wird es zur Aufgabe jedes Moslems, die Gesetze des Wüstengottes Allah zum verbindlichen Recht für alle zu machen. Nicht nur Hochkulturen, die die Moslems vorfinden – denken wir an Konstantinopel oder in jüngster Geschichte an die Buddhastatuen in Afghanistan – fallen dabei der Vernichtung anheim. Auch Naturvölker, die der Islam vorfindet, werden als „heidnische Untermenschen“ versklavt und verfolgt.

In Papua-Neuguinea will die islamische Regierung Indonesiens den Ureinwohnern jetzt Unterhosen statt der traditionellen Penisrohre vorschreiben. Wie im Islam üblich, ist jeder Rechtgeleitete aufgefordert, die Einhaltung der islamischen Gesetze zu überwachen und durchzusetzen.

Der Österreichische Rundfunk berichtet:

Im abgelegenen Bergland von Westpapua, dem autonomen indonesischen Gebiet Neuguineas, leben Hunderte Volksgruppen noch völlig ursprünglich. Den dichten Urwald durchstreifen sie als Jäger und Sammler – nur bekleidet mit einem Penisrohr.

Und gerade diese spärliche und urtümliche Bekleidung ist es auch, die die muslimische Regierung in Jakarta erzürnt.

Neues Anti-Pornografie-Gesetz

Im Oktober hat das Parlament in der 3.500 Kilometer entfernten Hauptstadt Jakarta ein neues Anti-Pornografie-Gesetz erlassen, das unter anderem das Tragen des Penisfutterals, Koteka genannt, verbieten soll.

Statt des langen, spitzen Rohres, das sich die Männer der Stämme Dani, Asmat und Fayu bisher mit einer Schnur um die Hüfte gebunden haben, sollen nun Unterhosen für mehr „Anstand“ in den dichten Urwäldern sorgen.

Strafe für „obszöne“ Körperbewegungen

Aber nicht nur traditionelle Kleidung, auch Werke und Körperbewegungen, die in der strengen muslimischen Auslegung als obszön erachtet werden, stellt das neue Gesetz unter Strafe.

Nach jahrelanger Debatte wurde es gegen den erbitterten Widerstand der Opposition von streng muslimischen Parteien durchgefochten.

Tausende demonstrieren auf Bali

Die Gegner des Gesetzes fürchten die Bedrohung der zahlreichen regionalen Kulturen auf der Insel. Neben der Koteka könnten beispielsweise phallische Totempfähle in Papua, Aktskulpturen an den Tempeln der mehrheitlich von Hindus bewohnten Insel Bali und traditionelle Tänze verboten werden.

Zwar sind Ausnahmen zum Schutz regionaler Kulturen vorgesehen, aber diese sind nach Ansicht der Betroffenen zu vage formuliert. Auf Bali gingen deshalb bereits Tausende Demonstranten auf die Straße.

Rechte der Ureinwohner werden verletzt

„Das Anti-Pornografie-Gesetz ist definitiv eine Bedrohung, weil es gegen unsere kulturellen Werte arbeitet“, sagt Lemok Mabel, Mitglied des örtlichen Brauchtumsrats in Papua. „Es wird bestimmt Widerstand geben. Es verletzt die Rechte der Ureinwohner.“

Sein Kollege Dominikus Sorabut weist darauf hin, dass die Dörfer im Hochland von Papua, wo moderne Kommunikationsmittel rar sind und das Bildungsniveau niedrig, noch gar nichts von dem Gesetz wissen. „Das Konfliktpotenzial ist groß“, warnt er.

Hochburg gegen indonesische „Besatzung“

Das Bergland von Papua galt schon von jeher als Konfliktherd: Viele Papua empfinden die Herrschaft Jakartas im Westen Neuguineas als unrechtmäßige indonesischen Besatzung.

Immer wieder kommt es zu Zusammenstößen zwischen den Tausenden in den Wäldern stationierten indonesischen Soldaten und der Bevölkerung. Journalisten wird nur selten und nur in Begleitung des indonesischen Geheimdienstes Zugang gewährt.

Scheitert das Gesetz erneut?

Nach Einschätzung des zuständigen Polizeichefs Abdul Asis wird das Gesetz kaum durchgesetzt werden: „Es ist unwahrscheinlich, dass wir das Gesetz umsetzen, weil die Leute hier noch sehr ursprünglich sind.“

Bereits in den 70er Jahren wurde in Indonesien, dem größten muslimischen Land der Erde, eine Kampagne gegen das Penisrohr gestartet. Der Vorstoß entpuppte sich aber als völliger Fehlschlag. Diesmal soll die neue Regelung erfolgreicher sein.

Angst vor Übergriffen

Eine vielkritisierte Klausel erlaubt nämlich Zivilisten die Durchsetzung „öffentlichen Anstands“. Die Oppositionsabgeordnete Eva Sundari fürchtet deshalb, dass muslimische Hardliner mit Hilfe der Rechtsvorschrift als Moralpolizei auftreten könnten.

„Das Ziel dieses Gesetzes ist, als legaler Deckmantel für die Durchsetzung der Scharia zu wirken“, warnt Sundari. Viele glauben, das Gesetz habe Bande zerstört, die den Vielvölkerstaat Indonesien bisher zusammenhielten.

Multikulti nach islamischen Spielregeln. Vergleichsweise gut ergeht es da den Kölnern, denen die muslimischen Herren der Stadt zwar auch schon den Shariakarneval ankündigen, bisher aber das Tragen der traditionellen Pappnase noch nicht verboten haben.

(Spürnasen: Dr. Alfred S., Candide, Bundesfinanzminister)




PI ist wieder da – mit voller Kraft und Energie

PI startet durchFast zwei Tage lang wurde versucht, PI mit automatisierten Roboterangriffen, die zu hohen Seitenaufrufen führten und unseren Server überlasteten, lahmzulegen (wir berichteten hier und hier). Alle Attacken haben nichts genutzt – wir sind dank der tollen Unterstützung unserer Leser und anderer Blogs wieder da. Wir werden uns von solchen Rückschlägen nicht entmutigen lassen – unser Kampf für die Freiheit hat gerade erst begonnen!




Islam-Internat für Lichtenberg

Da freuen sich die Menschen in Berlin-Lichtenberg. Auch sie bekommen ein Stück vom Bereicherungskuchen ab: Ein Islam-Internat soll her. Doch halt, nicht alle Nachbarn sind begeistert, na ja, Osten eben. Sicher Nazis, man kennt da ja. Dabei handelt es sich um ein ganz besonders friedliches Stück vom ohnehin friedlichen Islam.

Ganz glücklich sind manche Nachbarn nicht: Das frühere Kulturhaus der Eisenbahner in Karlshorst soll ab Februar zu einem Islam-Internat werden. Doch niemand muss sich sorgen machen: Die dort ausgebildeten rund 70 Imame sollen extrem friedfertig sein. Ihre Gebete gleichen einem Marathon-Murmeln.

Zunächst einmal kommt es nicht darauf an, wie man spricht, sondern was man spricht. Man kann auch hasserfüllt murmeln – theoretisch. Und dann verstehen wir nicht, warum auf die ganz besonders friedliche Variante extra hingewiesen werden muss. Der Islam ist durch und durch friedlich, und wird nur hin und wieder von weniger friedlichen Menschen missbraucht. Das weiß der EU-Parlamentspräsident Pöttering, und das wusste der scheidende US-Präsident Bush bereits unmittelbar nach den Anschlägen vom 11. September.

Der Verein „Institut Buhara“ gilt insgesamt als liberal. Frauen werden im Alltag nicht unterdrückt.

Das verstehen wir auch nicht, haben wir doch verinnerlicht, dass Frauenunterdrückung nichts mit dem Islam zu tun hat, sondern nur mit archaisch-patriarchischen Traditionen oder so…

(Spürnase: Gottesrechterarm)