Political CorrectnessEs ist lange her. Wir schrieben damals das Jahr 1958, als Fritz Hoffmann und ich nach Westberlin zu einer Tagung der Internationalen Sozialistischen Studenten flogen. Wir mussten fliegen, weil ich als frischgebackener ungarischer Flüchtling nicht über die DDR fahren konnte. An die Tagung selber kann ich mich nicht mehr erinnern; vielmehr an eine kleine Begegnung am Abend; wir besuchten einen „Nightclub“.

(Gastbeitrag des österreichischen Autors Peter Stiegnitz)

Harmlos, wie damals alles noch war, wurde ein Orangenwettessen unter den Gästen, allesamt Tagungsteilnehmer, veranstaltet. Während alle anderen „Junggenossen“ fein-artig, meist mit einem Taschenmesser ihre Orangen schälten, riss unser Freund aus Israel in Sekundenschnelle die Schale von der Frucht und genauso schnell war er mit dem Obst fertig. Das Markanteste an diesem Abend, und damit nähere ich mich meinem heutigen Thema, war nicht der „Blitzkrieg“ unseres israelischen Genossen mit der Orange, sondern eine kleine Szene anschließend. Vom Nachbartisch gratulierte ein unterlegener Orangenesser dem Sieger: „Glückwünsche, Jude …!“ Ich wollte ob dieser offensichtlichen Beleidigung aufspringen, als mich der Israeli mit den Worten zurückhielt: „Was willst du, er hat recht; ich bin Jude. Na und.“

Heute, ein halbes Jahrhundert später wäre so eine Szene in Deutschland oder in Österreich undenkbar. Und das, obwohl Juden „Juden“ geblieben sind. Im Schatten der verlogenen „Politischen Korrektheit“ würde man solch einem Rufer mit dem Paragraphen des „Wiederbetätigungsgesetzes“ drohen.

Weshalb ich die aufgezwungene Art und Weise der „Politischen Korrektheit“ für verlogen halte, möchte ich in einer Zeichnung beweisen. Vorher allerdings ein Wort zur soziologischen Grundlage: In den Ländern der „Ersten Welt“, dazu zähle ich nach wie vor die ehemaligen kommunistischen Staaten nicht, widerspricht den trotz Finanzkrisen immer noch stabilen politischen und wirtschaftlichen Tatsachen das vor allem durch die Medien gesteuerte verunsicherte Selbstbild der Bevölkerung. Da wir im Gegensatz zu den islamischen Ländern erbarmungslos unsere abendländische Tradition auf dem progressiven Altar des Zeitgeistes opferten, fallen wir – ohne kulturellen Halt – immer tiefer in eine pessimistische Generalstimmung.

Die großen Profiteure dieser kollektiven Verunsicherung und des individuellen Pessimismus sind die Bewahrer des Zeitgeistes, die eifrig am abendländischen Ast, auf dem wir alle sitzen, sägen. Diese Bewahrer, die unsere geistige Welt von der Wiege (als Geburtshelfer für Totgeburten) bis zur Bahre (als Totengräber unseres Sicherheitsbedürfnisses) begleiten, sind – wie schon gesagt – die lukrativen Nutznießer der von ihnen erzeugten pessimistischen Darstellungen. Oder anders formuliert. Sie sind in Personalunion Produzenten und Verkäufer des grassierenden Kulturpessimismus.

Warum halte ich die Politische Korrektheit für verlogen und reihe diese in die unrühmliche Gruppe der Kollektivlügen ein? Weil alles, was den psychologischen Grundbedürfnissen der Menschen widerspricht und diese sogar leugnet, als Lüge bezeichnet werden kann. Hierzu ein Zitat als konkretes Beispiel:

„Ich bin der Meinung, dass das deutsche Volk jetzt endlich und besser und mehr als bisher ein selbstverständliches, ruhiges, ausgeglichenes, aber unerschütterliches nationales Selbstbewusstsein braucht, seinetwegen, aber auch der Völker Europas wegen.“

Wer diesen Satz im heutigen Deutschland, dessen kollektive Uniform immer noch das Büßerhemd ist, hört, der ist davon überzeugt, dass hier ein Neonazi sein Unwesen treibt. Weit gefehlt. Der Autor dieses Satzes war der erste Nachkriegsvorsitzende der SPD, Dr. Kurt Schumacher. Zitiert habe ich es aus seiner Broschüre „Deutschlands Forderung: Gleiches Risiko, gleiches Opfer, gleiche Chancen!“ aus dem Jahre 1946.

Während die politisch korrekte historische Analyse für die NS-Machtergreifung 1933 in Deutschland überwiegend die Konservativen und das Großkapital in die Verantwortung nahm, war Schumacher ganz anderer Meinung:

„… ohne die Haltung der Kommunisten wäre das Versagen des deutschen Parlamentarismus und damit die Möglichkeit für die Nazis, an die Regierung zu kommen, nicht gegeben gewesen.“

Die Geschichte der Politischen Korrektheit ist uralt, sie erreichte uns aus den Vereinigten Staaten und war ursprünglich religiös begründet. Im Jahre 1793 legte der Oberste Gerichtshof (im Fall eines Bürgers namens Chisholm gegen den Staat Georgia), unter anderem fest, dass ein Eid nicht auf den Staat, sondern auf das Volk abzulegen sei, da der Staat „zwar das edelste Werk des Menschen, der Mensch selbst jedoch das edelste Werk Gottes sei.“

Dann gab es, zumindest an der Front, lange Zeit Ruhe, bis Ende der 50-er und Anfang der 60-er Jahre des vorigen Jahrhunderts die amerikanische Bürgerrechtsbewegung den Schlachtruf „politically correct“ erfand. Im Kampf gegen echte, aber auch angebliche Diskriminierung von Minderheiten, haben Linke, Schwarze und Feministinnen eine Veränderung der Sprache vehement verlangt.

Wie in nahezu allen revolutionären Bewegungen, so war auch der Anfang der PC-Bewegungen nicht unbegründet. Die unmenschliche Rassentrennung, die Benachteiligung der Frauen in der Wirtschaft, Politik und Wissenschaft, passte nicht mehr in die liberale Nachkriegszeit der amerikanischen Gesellschaft. Daher war eine Änderung durchaus sinnvoll und auch angebracht.

Siegreiche Revolutionen, wie das in Paris und in Petersburg der Fall war, stürzen zwar die vorhergehende Herrschaft, doch zerstören sie diese nicht, sondern sie setzen sich selber in die bequemen Stühle der Tyrannen und „fressen“ sich gegenseitig auf; denken wir dabei nur an Robespierre und Trotzki. So war es auch im historischen Ablauf der PC. Anfang 1980 haben Studenten der Universität von Kalifornien, diese geistigen Väter und Mütter der europäischen 68-er Unruhen verlangt, dass die „Werke von toten, weißen europäischen Männern“ nicht mehr unterrichtet werden. Ironischerweise waren damit die großen Philosophen der deutschen und französischen Aufklärung gemeint. Statt Kant und Voltaire wollten die Studenten „weibliche und außereuropäische Autoren“ hören.

Gegen diesen Missbrauch einst durchaus berechtigter Forderungen nach Gleichheit und Gerechtigkeit wandten sich seit Anfang der 90-er Jahre auch namhafte amerikanische Journalisten; so zum Beispiel Richard Bernstein, Sohn europäischer Migranten, der am 27. Oktober 1990 in der New York Times die sinnlosen Auswüchse der Politischen Korrektheit mit „Orthodoxie“, „Faschismus“, „Fundamentalismus“ und sogar mit „Tyrannei“ gleichsetzte. Bernstein qualifizierte die „Bildungsinhalte der amerikanischen Reformbewegungen seit den sechziger Jahren eindeutig als negativ.

Auch in liberalen Medien, wie in der Münchner Süddeutschen Zeitung wurden Auswüchse der Politischen Korrektheit kritisiert. So schrieb Christine Brink am 3. November 1991 über „Multi-kultureller Joghurt“ und meint:

„In amerikanischen Universitäten greift ein neuer Sprach-Terror um sich.“

Der Spiegel-Reporter Matthias Matussek sieht 1993 in einer New Yorker Ausstellung der Fotografin Nan Goldin einen „Schauprozess“ und schreibt:

„Ein Kampfbegriff der Black-Power-Bewegung aus den sechziger Jahren macht erneut Karriere: political correctness“.

Der Spiegel entdeckte damals an amerikanischen Universitäten eine „Sprach- und Denkpolizei radikaler Minderheiten, die Vorlesungsverzeichnisse … kontrollieren.“ Selbst der linksliberalen Hamburger Wochenzeitung Die Zeit bleibt ein ehrlicher Artikel von Dieter E. Zimmer („PC oder: Da hört die Gemütlichkeit auf“) nicht erspart. Für alle Fälle schickte die Redaktion diesem Artikel die Bemerkung voraus, dass diese „Thesen“ auch für die Zeitung „sehr umstritten seien“. – Eine feige Verbeugung vor dem Zeitgeist.

Zu den dümmlichen Auswüchsen als Zeichen einer missverstandenen Emanzipation wird in immer mehr Medien das so genannte „Binnen-I“ verwendet. Ob man von „Arbeitnehmern“ und „Arbeitnehmerinnen“ oder von „ArbeitnehmerInnen“ schreibt, das beeinflusst den Arbeitsmarkt nicht. Diese Schreibform ist genauso sinnlos wie alle anderen Vorschriften der so genannten „positiven Diskriminierung“. Ich frage mich was daran „positiv“ ist, wenn das Geschlecht und nicht die Fähigkeiten bei der Besetzung verschiedener Posten in Politik und Verwaltung entscheiden. Ist das nicht „Rassismus – neu“? Feministische Vertreterinnen der Politischen Korrektheit üben sich gerne in Kollektivlügen; die weiblichen Sprachformen wenden sie nur bei positiven Inhalten an. So meiden sie beispielsweise ängstlich das Wort „TerroristInnen“. Sie sprechen und schreiben nur von „Terroristen“ – und das ganz ohne das Binnen-I. Bei gemischt-geschlechtlichen Opfergruppen werden in ORF-Nachrichten Frauen oft hervorgehoben; in Tätergruppen allerdings nie.

Auch die häufige Neuschaffung politisch korrekter Bezeichnungen, wie die positive Diskriminierung oder das Verschweigen weiblicher Übeltäter beseitigt keinen Rassismus, hebt keine Ungleichheit auf. Oft ganz im Gegenteil: Die Empörung über die verlogene und diktatorische Realitätsverweigerung stärkt rassistische, diskriminierende Einstellungen. Jeder neue PC-Begriff diskriminiert die eigene, vorhergehende Bezeichnung einer bestimmten Volksgruppe. Statt diese zu schützen, wie es PC-Verfechter unermüdlich betonen, erzeugen sie gegenteilige Gefühle.

Die Verfechter der Politischen Korrektheit wollen die von ihrer Meinung abweichende Sprache und andere Meinungen verbieten. Einem „Gottesurteil“ ähnlich hört man auch bei uns immer wieder: „Das darf man heute nicht mehr sagen …!“

Sicherlich: hinter dem abwertenden Wort „Nigger“ versteckt sich purer Rassismus. Gut, also nicht „Nigger“ und auch nicht „Negro“, obwohl letzteres ein spanisches Lehnwort und keine Diskriminierung ist. Dann durfte man „black“ sagen, wenn auch nicht lange. Anderen nicht. Dann durfte man nur mehr „afro-american“ sagen. Dass es sich dabei durchaus um wenn auch nur ungewollten Rassismus handelt – Menschen nach ihrer Herkunft zu bezeichnen – das fiel den PC-Vorbetern nicht auf. Also: „afro-american“ in den USA, „Euro-Afrikaner“ in Europa und vielleicht „Afro-Afrikaner“ in der alten Heimat, um damit die Minderheit der letzten überlebenden Weißen ab- und auszugrenzen.

Was darf man heutzutage alles nicht sagen: Beginnen wir mit den „Zigeunern“. So darf man sie nur mehr „Roma und Sinti“ nennen. Und das, obwohl es unzählige andere Stämme, wie beispielsweise die Lovara gibt. Wie viel ehrlicher benimmt sich die offizielle Vertretung der immerhin über 100.000 ungarischen Zigeuner, die sich auch offiziell „Zigeuner Selbstverwaltung“ nennt und ihre Vertreter unter diesem Namen auch in den gesetzgebenden Körperschaften sitzen. Da in Mittel- und Westeuropa eher wenige Eskimos leben, stört es hierzulande nicht sonderlich, dass man sie nur mehr „Inuit“ nennen darf. Und so weiter, und so fort.

Mit der Keule der Politischen Korrektheit werden nicht nur ethnische Minderheiten geschützt. So ist es beispielsweise in der progressiven Pädagogik verboten, von „schwer erziehbaren Kindern“ zu sprechen. Zuerst durfte man die lieben Jugendlichen, die andere halbtot prügeln, „verhaltensauffällig“ nennen. Jetzt darf man auch nicht mehr von „Verhaltensauffälligen“ sprechen. Wie skurill der PC-Erfindergeist ist, verweist die Tatsache, dass man solche Jugendlichen nur mehr „verhaltensoriginell“ nennen darf. Wirklich originell.

Umberto Eco hat es auf den Punkt gebracht; ich darf sinngemäß zitieren. Die Politische Korrektheit ist überhaupt dazu da, das zugrunde liegende Problem, weil es ungelöst ist, sprachlich zu kaschieren.

Eco hat Recht. Die Politische Korrektheit fragt nicht, ob man „Neger“ liebt oder nicht, ob man „Zigeuner“ akzeptiert oder nicht, ob man „Eskimos“ für Rohfleischesser hält oder nicht, sondern begnügt sich mit einer oberflächlichen, sprachlichen Kosmetik. Und das, genau das ist verlogen.

Jeder von uns ist davon überzeugt, dass man Rassismus nicht bejahen darf. Wer Menschen nach seiner Herkunft, Religion oder Hautfarbe beurteilt, wer Minderheiten den jedem Menschen gebührenden Respekt verweigert, der sollte eines Besseren belehrt werden. Allerdings nicht mit semantischen Verbotstafeln, die genauso sinnlos sind wie die zweisprachigen in Kärnten, sondern mit der Bejahung der eigenen historischen, philosophischen und religiösen Tradition. Wer die durchaus berechtigten Begriffe wie „Volk“ und „Heimat“ nur deshalb leugnet, weil diese einst missbraucht wurden, wer die eigene Identifikation verbietet und diese nur Minderheiten und Migranten zugesteht, der sollte sich nicht wundern, wenn alte Vorurteile, wenn auch im neuen Gewand, weiter bestehen.

Dr. Peter StiegnitzZum Autor: Der Migrationssoziologe und Publizist Dr. Peter Stiegnitz lehrt als Gastprofessor an der Universität Budapest. Er studierte Soziologie, Psychologie und Ethnologie und war als Ministerialrat im österreichischen Bundeskanzleramt tätig. Der Autor zahlreicher Bücher ist außerdem wissenschaftlicher Kurator der Wiener Sektion der Forschungsgesellschaft für das Weltflüchtlingsproblem in Vaduz. Geboren wurde er 1936 in Budapest.

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77 KOMMENTARE

  1. Selten formuliert jemand so klar, wofür Politische Korrektheit gebraucht wird:
    „Umberto Eco hat es auf den Punkt gebracht; ich darf sinngemäß zitieren. Die Politische Korrektheit ist überhaupt dazu da, das zugrunde liegende Problem, weil es ungelöst ist, sprachlich zu kaschieren.“

  2. OT:

    Gerade hat die ARD-Tagesschau wieder einmal politisch korrekt gelogen: „Gaza, das am dichtesten besiedelte Gebiet der Erde.“

    Lalaki

  3. Wow. Pi ist auch weiterhin auf höchstem Niveau unterwegs (selbst wenn es mal auch mal schlechtere Artikel gibt). Da kommt zur ZEit keine Pressepostille im gleichgeschaltetem Mediendschungel mit! 🙂

    Sehr guter Bericht!

  4. Tisztelet, Herr Stiegnitz!

    Eigentlich alles bekannte Tatsachen… aber es schadet absolut nicht, sie immer und immer wieder zum Ausdruck zu bringen. (Dazu lag ich immer im Clinch mit meinem Philosophie-Prof, der meine Meinung nicht teilte.)

  5. In Deutschland sind wir schon weiter: „Sinti und Roma“ darf man jetzt auch nicht mehr sagen, denn wenn das Nazometer nicht ganz laut bimmeln darf, muss man jetzt sagen „mobile ethnische Minderheit“. Marie-Luise Beck wollte sogar mal ein Buch von Walter Benjamin verbieten lassen, weil der darin das Wort „Zigeuner“ verwendet hat. Alles einstampfen an Literatur und durch „Angehörigen einer mobilen ethnischen Einheit“ ersetzen, kann man da als Untertan nur empfehlen.

    Die Hauptgründe für PC liegen meines Erachtens v. a. in:

    a) einem Misstrauen von Wortführern (Politikern, Journalisten) der eigenen Bevölkerung gegenüber, d. h. man traut den Menschen ein eigenes Urteil nicht zu oder einen verantwortungsvollen Umgang mit Bezeichnungen/Beleidigungen.

    b) es ist ein Phänomen der mehr und mehr um sich greifenden Vorschrifteritis (vom Glühbirnengebrauch bis hin zur Gurkenkrümmung), die den Vorschriftenausdenkern ein Machtgefühl verleihen, dass sie sonst im Leben nicht haben.

    c) Religionsersatz. Kein Zufall, dass die PC sich besonders großer Beliebtheit bei Leuten erfreut, die sich dezidiert als Atheisten begreifen (soll keine Verallgemeinerung sein). Salopp gesagt: die PC-Vorschriften als Katechismus-Ersatz. Nicht ohne Zufall haben vieler dieser Leute auch einen Hang zu esoterischen Welterklärungsformeln. PC bietet einfach Verhaltensrituale an und gibt Regeln an die Hand.

  6. Sehr schön dasrgestellt.

    Als Ergänzung empfehle ich jedem mal ein paar Vorlesungen oder Seminare in Femifaschism-äh-Gender-Mainstreaming.

  7. Ja, und ergänzen sollte man noch, dass das „ungelöste Problem“ nicht irgendein zweit- oder drittrangiges ist (wie z. B. Gesundheitssystem etc.), sondern ein ganz wesentliches und die Existenz des Gemeinwesens betreffend ist. Ist es für nichtmuslimische und europäische Menschen in einigen Jahrzehnten noch möglich, in seiner Heimat lebenswürdig zu leben oder nicht. Genau die akute Gefährdung und sich mehrenden Hinweise, dass die Islamisierung immer gefährlicherer Ausmaße annimmt, soll durch PC versteckt werden.

  8. #5 Paula

    Die Hauptgründe für PC … Religionsersatz

    Diese Einschätzung kann ich nicht bestätigen, denn sie widerspricht vollständig meinen eigenen Beobachtungen. Ich kenne viele Atheisten, aber darunter ist kein einziger, der PC gut findet. Alle, die das tun, sind entweder gläubig oder zumindest proreligiös eingestellt. Inwieweit mein zufälliger Bekanntenkreis da repräsentativ ist, kann ich freilich nicht sagen.

    Im übrigen fällt mir auf, daß die Zwingkraft der political correctness (glücklicherweise) sehr gering ist. Ich selbst verwende prinzipiell niem Synonyme für Neger, Zigeuner, Eskimo, Liliputaner, Krüppel oder was immer man angeblich nicht sagen darf. Bisher hat mir das noch keinen Ärger beschert.

  9. Heute wird in den genannten Dressurelite-Medien die Politische Korrektheit nicht mehr kritisiert. Sie gehört jetzt zum Standardrepertoire des ortsüblichen Journalienpraktikanten.

  10. Yope, ein sehr guter und sehr notwendiger Artikel. Leider steht er in einem Medium, dessen Leser das zu größten Teilen schon wissen… Und die hier mitprotokollierenden PC-Faschisten sind leider absolut lernresistent, bzw. akzeptieren und fördern sehenden Auges die Konsequenzen, die aus diesem sprachlichen Ausdrucksgefängnis erwachsen.

    @Strelnikow: Nee danke, so eine Veranstaltung besuche ich nie wieder – ich bekomme heute noch hektische Flecken, wenn ich daran denke…

    Grüße,

    fnord

  11. PC dient dazu, die Arroganz und den Rassismus der politisch Korrekten Ramon Schmuddel und Jens Jessesgott in einen Vorwurf an die normalen Menschen zu verwandeln.

  12. Die angeblich diskriminierende, verniedlichende Bezeichnung „Lehrling“ wurde in „Auszubildender“ umgewandelt.
    -Die Schweinekapitalisten haben gefälligst auszubilden! –

    Sagt keiner mehr , sondern es heißt jetzt AZUBI
    Ist doch wirklich geradezu lächerlich verniedlichend –oder?
    Eigentor! :-)))))))

  13. Das, was wir heute „Politische Korrektheit“ bzw. Political Correctness nennen, wurde zu Zeiten den „Warschauer Pakts“ vom „Westen“ noch als Zensur gebrandmarkt.

    Das Phänomen ist jedoch das gleiche :

    Gewisse Sachen durften seinerzeit im W.P. und dürfen heute im „Westen“ öffentlich nicht gesagt oder geschrieben werden — und zwar unabhängig von ihrem Wahrheits- oder Richtigkeitsgehalt.

    So wird ein „Neger“ (also ein „Schwarzer“) heute als „Farbiger“ bezeichnet — als ob die „Weißen“ wirklich weiß oder gar farblos wären, und als ob ein „Farbiger“ wirklich „farbig“, also BUNT wäre.

    Ein „Eskimo“, der aus rein ökonomischen Gründen nun mal gern rohes Robbenfleisch isst, muss jetzt „Inuit“ genannt werden (OK, OK, so nennen sich die Eskimos / Inuit selber, was aber nichts daran ändert, daß sie traditionell gern rohes Robbenfleisch gegessen haben und / oder noch heute essen).

    Politische Korrektheit ist einfach nur der Gipfel der politischen Verlogenheit und (Selbst)-Zensur in Reinkultur.

  14. Zitat Stiegnitz:
    Jeder von uns ist davon überzeugt, dass man Rassismus nicht bejahen darf. Wer Menschen nach seiner Herkunft, Religion oder Hautfarbe beurteilt, wer Minderheiten den jedem Menschen gebührenden Respekt verweigert, der sollte eines Besseren belehrt werden.
    Zitat Ende

    Wenn Herr Stiegnitz prinzipielle Fremdenfeindlichkeit als Rassismus bezeichnet, dann spricht er selbst PC.
    Das Wörtlein „Rassismus“ könnte in manchen Kreisen DURCHAUS POSITIV besetzt sein, so etwa bei Tierzüchtern.

    Ich werde weiterhin Menschen nach ihrer Herkunft, Religion oder Hautfarbe ansehen, anhören,….. UND bewerten.
    AH —— siehe da ein Philippino !
    Oh Graus ein Scientologe !
    UI PFUI DEIBEL ……. ein Muslim !
    Oh …. du bist mutmasslich von Indianischen Vorfahren und Europäern —— erzähl mal !
    Zu Obigem: Stiegnitz ist auch hier PC.
    Abstammung sollte durchaus geachtet sein und ist nicht zu bagatellisieren…..
    Religion ist ein weites Feld —– und dazu zählen einander auch Satanisten und Teufelsanbeter, sowie Muslime …. da ein Wertedenken verteufeln zu wollen IST DES TEUFELS.

    Zur PC des Stiegnitz: Herr Stiegnitz: Ich bin eine Minderheit.

  15. Ansonst —– in eingem stimme ich Herrn Stiegnitz zu.

    Da wo er die Wahrheit schrieb: Gut gemacht …….. und wo er das Bemühen zeigte sich an Wahrheit anzunähern, gilt: Voran, Herr Stiegnitz!

  16. Basketball: Israelis flüchten aus Angst Aus Angst vor Ausschreitungen der Fans des türkischen Basketball-Erstligisten Turk Telekom sind die Profis des israelischen Clubs Bnei Hasharon vor Spielbeginn in die Umkleidekabine geflüchtet. Etwa 1500 Polizisten versuchten die Atatürk-Arena in Ankara zu evakuieren, um gewalttätige Auseinandersetzungen am Rande des Europapokalspiels zu verhindern. Vor der Halle hatte eine pro-islamische Gruppe eine israelische Flagge angezündet. In der Arena reckten türkische Fans ihre Fäuste in die Luft. Die Schiedsrichter wollten die Partie erst nach Räumung der Halle anpfeifen

    Bild.de

  17. Hübsche Darstellung der PC und ihrer Historie.

    Für viele Menschen ist sie tatsächlich „Religionsersatz“, in „Zweieinigkeit“ mit der Klimahysterie. Dazu kommt der Mülltrennungswahn.

    Sie sammeln Dreck, als bekämen sie dafür einen Ablaß für ihre Lüge und Heuchelei. Sie verbieten sich selbst das Maul und lehren die Kinder mit Lügen Lügen.

    Zu wenig betont im Headtopic — PC ist der Untergang jeglicher Zivilisation und Kultur.

    Denn wer nicht fragt und sagt, verstummt.

    Womöglich auf immer.
    Nur wer labern darf, wie das Maul gewachsen ist, ist auch wirklich frei.

  18. @14 Free Speech

    Mache ich, versprochen ;).

    Mag sein, dass mein Eindruck nicht repräsentativ ist, aber gerade in diesem 68er und Nachfolgemilieu scheint es mir viele Leute zu geben, die mit großem Tamtam aus der Kirche ausgetreten sind und kaum eine Gelegenheit auslassen, sich über Katholiken zu echauffieren (womit wir wieder beim SPIEGEL wären oder bei Politikern wie Claudia Roth, Volker Beck etc.), die aber selbst ohne Leitseil und Vorschrift bis ins kleinste Lebensdetail offenbar gar nicht leben können. Das Korsett durch PC ist viel, viel größer als es das Christentum jemals sein könnte (beim Islam ist das freilich etwas anderes).

    Apropos Ostblock: ich kann mich noch erinnern, wie sehr man sich im Westen immer über DDR-Begriffe wie „Jahresendflügelfigur“ (oder so ähnlich) anstelle von „Weihnachtsengel“ echauffiert hat. Spätestens nach der Umbenennung (den Moslems zuliebe) von „St.-Martinstag“ in „Lichterfest“, wie es bereits mancherorts geschehen ist, bleibt einem ja das Lachen über die DDR im Halse stecken.

  19. @ #5 Paula (06. Jan 2009 20:21)
    “… mobile ethnische Minderheit”.

    Zählen dazu vielleicht auch die vielen Obdachlosen in DE und weltweit ??

    Oder gar die Camper, die mit ihren Zelten und Wohnmobilen durch die Lande reisen ?

  20. Multikulti, Interkulti und Religionspluralismus

    Glaube auch, dass man nicht zu Unrecht vom PK-Faschismus spricht, zu dem die MultiKulti-Ideologie gehört. Die Linke ist längst nicht bereit, die MultiKulti-Ideologie aufzugeben, man belässt es bei einer Umbenennung, und der Etikettenschwindel heißt jetzt Interkultur. Die Musels reden vom Religionspluralismus. Den Begriff Pluralismus haben sie sicher bei der FDP aufgeschnappt. Die koranische Gewaltideologie kann den Pluralismus aber nicht für sich reklamieren, weil die Teilnehmer einer pluralistischen Demokratie sich wechselseitig Toleranz zusichern, Toleranz der koranischen Gewaltideologie hingegen fremd ist.

    Die Linke verteidigt in faschistischer Manier ihre PK-Meinungsdiktatur. Die multikriminelle Kulturbereicherung allein schon zu thematisieren, treibt ihr die Zornesröte ins Gesicht. Aber man hat bei der Linken jetzt erkannt, dass ein gewisser Nachholbedarf in Sachen Frauenrechten bei den Musels vorhanden ist. Jetzt heißt es bei ihnen, am deutschen Wesen soll der Islam genesen, und schon wird die Frau des marokkanischen Königs Mohammed VI. als Angela Davies der muslimischen Frauenemanzipation von den reformeifrigen deutschen Linken vergöttert. (Angela Davies passt nicht ganz).

  21. Erstaunlich, dass jetzt sogar Prfessoren in PI schreiben. Vielleicht hilft das ja, das allgemeine Niveau, auch das der Blogger!, anzuheben. Der sprachlich geschliffene Artikel des Herrn Professors sollte Forbild sein (- ja, auch für Blogger), sich einer gepflegteren Sprache zu bedienen. Allein, der Inhalt des netten Textchens ist nicht neu; aber es ist für uns alle eine schöne Proseminar-Einführung und Ansporn zu Höherem; aber doch lobenswert.

  22. Trefflicher PI-Artikel! Den Berufsstand der „Migrationsoziologen“ wird ber auch dieser kluge Artikel von Dr. Stiegnitz nicht rehabilitieren können, da es sich leider um einen Einzelfall handelt.

    „verhaltensoriginell“

    Klingt sehr niedlich und putzig. Dennoch muss ich mich von Menschen, die sich irgendwie „originell verhalten“, wohl künftig sehr in acht nehmen.

    Jeden originellen Gedanken werde ich ab jetzt zumindest einer sehr skeptischen Prüfung unterziehen.

    Originelle Einfälle werde ich mir und anderen besser schon mal ganz abgewöhnen.

    #5 Paula (06. Jan 2009 20:21)
    Marie-Luise Beck wollte sogar mal ein Buch von Walter Benjamin verbieten lassen, weil der darin das Wort “Zigeuner” verwendet hat. Alles einstampfen an Literatur und durch “Angehörigen einer mobilen ethnischen Einheit” ersetzen, kann man da als Untertan nur empfehlen.

    „Mobile ethnische Einheit“ würde ich aber böse missverstehen als „Jugendlicher Schlägertrupp mit Migrationshintergrund“.

  23. @ 18 A Prisn

    Ich sage jetzt mal ganz zynisch: das hängt vermutlich von ihrem Arier-Pass ab oder wie man das heute auf pc nennen würde. Wahrscheinlich ist das Wort dafür heute „Nicht-Migrations-Hintergrund“ oder so ein Geschwurbel, das verdecken soll, dass im Grunde in vergleichbaren Kategorien gedacht wird, nur wird es eben anders genannt und das Gut/Böse-Schema hat man umgedreht. Ansonsten der gleiche Denkstoff wie „damals“.

    Oder anders ausgedrückt: Hat die Familie im Wohnwagen dunkle Haare, dunkle Augen und womöglich keinen deutsch-genetischen Hintergrund für die letzten 10 Generationen, dann ist es eine „mobile ethnische Minderheit“. Ist es eine etwas heller aussehende Familie mit deutschen Vorfahren und dabei christlich, dann sind es vermutlich Holländer, die ihre deutsche Verwandtschaft besuchen. Wichtig ist dabei – und das ist der Zynismus an der ganzen Geschichte – der Stammbaum.

  24. PC funktioniert allerdings nur solange, wie sich die wirkliche, echte, also tatsächliche Realität nicht mehr verheimlichen lässt.

    So erstaunt SpON heute mit der Benennung nackter Tatsachen und es geht nicht um Mannichl, soviel vorweg:

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,599778,00.html

    Als die Beamten eintrafen, sprang der Mann am Boden auf, dazu stürmten zwei Vermummte mit Pumpgun und Pistole aus dem Wald. Dass es sich dabei nicht um scharfe Waffen handelte, konnten die Polizisten nicht erkennen, trotzdem feuerten sie lediglich in die Luft. Die Täter flohen, dabei verlor einer sein Handy, was die Fahndung deutlich erleichterte.

    Aytac K., 15, Ismael, 15, und Emre S., 17 wollten der Staatsanwaltschaft zufolge die Pistolen der Beamten erbeuten, damit „US-Soldaten töten“ und als Märtyrer ins Paradies kommen. So notierten sie es jedenfalls in „Testamenten“, die ihre Eltern fanden. Gegen das Trio wird inzwischen wegen des Verdachts des versuchten schweren Raubs ermittelt. Einer der drei befindet sich bereits wieder auf freiem Fuß.

    „Neue Dimension der Gewalt“

    „Diese gezielten, hinterhältigen Attacken auf Polizisten stellen eine neue Dimension der Gewalt dar“, sagte der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, SPIEGEL ONLINE. „In Berlin oder im Duisburger Norden gibt es Stadtteile, in denen sich die Kollegen kaum noch trauen, ein Auto anzuhalten – weil sie wissen, dass sie dann 40 oder 50 Mann an der Backe haben.“ Diese Übergriffe seien fast schon „ein gezieltes Kräftemessen mit dem Staat, in dem sich die Verachtung der Täter für unsere Gesellschaft ausdrückt. Weil sie Politiker nicht erreichen können, greifen sie sich Polizisten.“

    Auch Konrad Freiberg, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), erkennt in den Übergriffen eine Besorgnis erregende Tendenz: „Die Gewalt gegen Polizeibeamte hat ebenso stark zugenommen wie die Respektlosigkeit gegenüber den Kollegen, die mit ihr einhergeht.“ In Ballungsräumen komme es inzwischen fast regelmäßig zu Attacken. In Berlin etwa sähen sich Einsatzkräfte immer häufiger Zusammenrottungen von Menschen gegenüber, die versuchten, gewaltsam ihre Bekannten zu befreien.

    Laut Polizeilicher Kriminalstatistik ist die Zahl der Fälle von „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“, wie die Rangeleien, Schlägereien und körperlichen Auseinandersetzungen im Strafgesetzbuch heißen, in den vergangenen zehn Jahren um mehr als 20 Prozent gestiegen. Wie viele Beamte in Ausübung ihres Dienstes verletzt wurden, weist die Statistik jedoch nicht aus. Polizisten werden nicht gesondert aufgeführt. Auch das sei ein Manko, so der Gewerkschafter.

    „Die Ursachen des Phänomens sind bekannt: gescheiterte Integration, vernachlässigte Erziehung, berufliche Perspektivlosigkeit. Wir müssen endlich handeln“, sagte Freiberg SPIEGEL ONLINE. In einem Brief an den designierten Vorsitzenden der Innenministerkonferenz, Bremens Innensenator Ulrich Mäurer, habe er darum gebeten, die Gewalt gegen Polizisten schnellstmöglich wissenschaftlich untersuchen zu lassen. „Selbst das nämlich ist in den letzten Jahren nicht geschehen.“

  25. #19 Octavian (06. Jan 2009 21:05)

    Vielleicht hilft das ja, das allgemeine Niveau, auch das der Blogger!, anzuheben.

    Ja, da gebe ich Dir Recht! Hoffentlich möge das Niewo aller Blogger, außer Dir und mir, angehoben werden!

    Mein Niveau kann leider nicht mehr angehoben werden. Das war schon vor über zehn Jahren, lange lange bevor es PI überhaupt hätte gegeben haben können, so hoch, dass mich niemand mehr in meiner Umwelt verstand.

    So bleiben nur noch Du und ich, die sich mit ihrem hohen Niveau unterhalten können, und falls Dein Wunsch in Erfüllung geht: „Vielleicht hilft das ja, das allgemeine Niveau, auch das der Blogger!, anzuheben.“

    Dann können wir uns wieder mit dem Rest der Blogger hier unterhalten!

  26. Korrektur:

    PC funktioniert allerdings nur solange, bis sich die wirkliche, echte, also tatsächliche Realität nicht mehr verheimlichen lässt.

    So erstaunt SpON heute mit der Benennung nackter Tatsachen und es geht nicht um Mannichl, soviel vorweg:

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,599778,00.html

    Als die Beamten eintrafen, sprang der Mann am Boden auf, dazu stürmten zwei Vermummte mit Pumpgun und Pistole aus dem Wald. Dass es sich dabei nicht um scharfe Waffen handelte, konnten die Polizisten nicht erkennen, trotzdem feuerten sie lediglich in die Luft. Die Täter flohen, dabei verlor einer sein Handy, was die Fahndung deutlich erleichterte.

    Aytac K., 15, Ismael, 15, und Emre S., 17 wollten der Staatsanwaltschaft zufolge die Pistolen der Beamten erbeuten, damit „US-Soldaten töten“ und als Märtyrer ins Paradies kommen. So notierten sie es jedenfalls in „Testamenten“, die ihre Eltern fanden. Gegen das Trio wird inzwischen wegen des Verdachts des versuchten schweren Raubs ermittelt. Einer der drei befindet sich bereits wieder auf freiem Fuß.

    „Neue Dimension der Gewalt“

    „Diese gezielten, hinterhältigen Attacken auf Polizisten stellen eine neue Dimension der Gewalt dar“, sagte der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, SPIEGEL ONLINE. „In Berlin oder im Duisburger Norden gibt es Stadtteile, in denen sich die Kollegen kaum noch trauen, ein Auto anzuhalten – weil sie wissen, dass sie dann 40 oder 50 Mann an der Backe haben.“ Diese Übergriffe seien fast schon „ein gezieltes Kräftemessen mit dem Staat, in dem sich die Verachtung der Täter für unsere Gesellschaft ausdrückt. Weil sie Politiker nicht erreichen können, greifen sie sich Polizisten.“

    Auch Konrad Freiberg, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), erkennt in den Übergriffen eine Besorgnis erregende Tendenz: „Die Gewalt gegen Polizeibeamte hat ebenso stark zugenommen wie die Respektlosigkeit gegenüber den Kollegen, die mit ihr einhergeht.“ In Ballungsräumen komme es inzwischen fast regelmäßig zu Attacken. In Berlin etwa sähen sich Einsatzkräfte immer häufiger Zusammenrottungen von Menschen gegenüber, die versuchten, gewaltsam ihre Bekannten zu befreien.

    Laut Polizeilicher Kriminalstatistik ist die Zahl der Fälle von „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“, wie die Rangeleien, Schlägereien und körperlichen Auseinandersetzungen im Strafgesetzbuch heißen, in den vergangenen zehn Jahren um mehr als 20 Prozent gestiegen. Wie viele Beamte in Ausübung ihres Dienstes verletzt wurden, weist die Statistik jedoch nicht aus. Polizisten werden nicht gesondert aufgeführt. Auch das sei ein Manko, so der Gewerkschafter.

    „Die Ursachen des Phänomens sind bekannt: gescheiterte Integration, vernachlässigte Erziehung, berufliche Perspektivlosigkeit. Wir müssen endlich handeln“, sagte Freiberg SPIEGEL ONLINE. In einem Brief an den designierten Vorsitzenden der Innenministerkonferenz, Bremens Innensenator Ulrich Mäurer, habe er darum gebeten, die Gewalt gegen Polizisten schnellstmöglich wissenschaftlich untersuchen zu lassen. „Selbst das nämlich ist in den letzten Jahren nicht geschehen.“

  27. Bravo! Ein brillantes Essay!

    „Ist das nicht „Rassismus – neu“? Feministische Vertreterinnen der Politischen Korrektheit üben sich gerne in Kollektivlügen; die weiblichen Sprachformen wenden sie nur bei positiven Inhalten an. So meiden sie beispielsweise ängstlich das Wort „TerroristInnen“. Sie sprechen und schreiben nur von „Terroristen“ – und das ganz ohne das Binnen-I. Bei gemischt-geschlechtlichen Opfergruppen werden in ORF-Nachrichten Frauen oft hervorgehoben; in Tätergruppen allerdings nie.“

    Bisher ist mir das nicht aufgefallen, aber es stimmt! Und damit zeigt sich die eigentliche Gefahr der PC: Sie manipuliert und indoktriniert um negativ belegte Begriffe wegzuretuschieren. Beispielsweise existiert in der deutschen Medienlandschaft und Politikersprache beispielsweise keine „Ausländerkriminalität“ oder keine „Sozialhilfe“ mehr. Sie wurde unter neuer falscher Flagge fast unkenntlich gemacht, als ob man damit die eigentlichen Misstände, die sich hinter den alten Begriffen verbargen einfach ausradieren könne – zumindest aus dem Sprachgebrauch. So outet sich heute jemand, der von Ausländern spricht als latent rechtsextrem, bezeichnet man sie doch heute als „Migranten“.

  28. #11 Citizen Kane (06. Jan 2009 20:48)

    Die angeblich diskriminierende, verniedlichende Bezeichnung „Lehrling“ wurde in „Auszubildender“ umgewandelt.
    -Die Schweinekapitalisten haben gefälligst auszubilden! –

    Sagt keiner mehr , sondern es heißt jetzt AZUBI
    Ist doch wirklich geradezu lächerlich verniedlichend –oder?
    Eigentor! :-)))))))

    In meiner ersten Lehrzeit hieß das damals (Anfang 90ern)noch „Saustift“. Ich fand´s sogar lustig. Heute würden die leicht angepissten und überempfindsamen Kiddies eine Klage an den Mann bringen. Und Muselesel gleich ne‘ Diskriminierungsklage anhängen. :mrgreen:

  29. #23 Octavian (06. Jan 2009 21:07)

    Nö Octavian…… KORREKT IM WIRKLICHEN SINN wäre wenns für diese Lautung bloss einen dieser beiden oder auch einen neu erfundenen Buchstaben gäbe ……..

    Und damit wären wir beim Thema der „Duden Correctness“ ….. Doppelbuchstaben, unausgesprechene „h“ und „i“, „ck“, “ s c h “ und „c h “ ……. aber da wird mutmasslich wieder „Duden correct“ gestrichen ——- oder diesmal nicht ?

  30. „Jeder von uns ist davon überzeugt, dass man Rassismus nicht bejahen darf.“

    Nein, ich bin nicht davon überzeugt. Rassismus ist ein uraltes und im Kern gesundes Phänomen. Es trennt die Völker, die einander grundsätzlich hassen. Ich weiß, es gibt keine Rassen, aber unwidersprochen Ethnien, die sich durch Sprache, Gebräuche, Speisen usw. voneinander unterscheiden. Was soll mich veranlassen, Franzosen, Araber, Italiener, Türken, Albaner, Japaner zu lieben? Allein die Tatsache, daß sie nicht deutsch sind? Es war ein sehr kluger Gedanke Gottes, den Völkern Grenzen zu setzen, damit sie sich nicht, wenn vermischt, wie in den Brennpunkten unserer Städte, gegenseitig zu bekriegen. Ich bin also bekennender Rassist. Mein Rassismus endet genau da, wo der Fremdling sich assimilieren lässt, dann ist er Mitbürger.

  31. Aussprechen, was ist – ein niedriger Instinkt?
    Nicht dass es ist, sondern dass es möglich ist:
    DARAUF KOMMT ES AN!
    Aussprechen, was möglich ist!:-)

  32. #13 A Prisn (06. Jan 2009 20:48)

    „Farbige“ ist auch schon AUTOBAHN, heißt jetzt „people of color“…

  33. Man sollte auch erwähnen, dass man in den USA nicht mehr von Zwergenwuchs oder kleinwüchsig spricht sondern von „vertically challenged“.
    Ist das nicht schön?

  34. „Ich bin der Meinung, dass das deutsche Volk jetzt endlich und besser und mehr als bisher ein selbstverständliches, ruhiges, ausgeglichenes, aber unerschütterliches nationales Selbstbewusstsein braucht, seinetwegen, aber auch der Völker Europas wegen.

    Wer diesen Satz im heutigen Deutschland, dessen kollektive Uniform immer noch das Büßerhemd ist, hört, der ist davon überzeugt, dass hier ein Neonazi sein Unwesen treibt. Weit gefehlt. …

    Passend:

    „Kein größerer Schaden kann einer Nation zugefügt werden,
    als wenn man ihr den Nationalcharakter,
    die Eigenart ihres Geistes und ihrer Sprache nimmt.“

    – Immanuel Kant (1724 – 1804)

    Kurt Schumacher, der erste Nachkriegsvorsitzende der SPD, sagte:

    “Der Weg der leider ziemlich zahlreichen proletarischen Hakenkreuzler geht über die Kommunisten, die in Wirklichkeit nur rotlackierte Doppelausgaben der Nationalsozialisten sind. Beiden ist gemeinsam der Haß gegen die Demokratie und die Vorliebe für Gewalt.”

    Daraus wurde dann später…
    “Kommunisten sind rot lackierte Faschisten”

  35. Wieder Mal ein absoluter Spitzen-Beitrag!
    Und wie üblich eine Qualität, die man in den MSM vergeblich suchen wird!

  36. Große Lüge und politische korrektheit :

    z.B. in der Welt :

    Umfrage
    Was ist für Sie der Film des Jahres 2008?
    Der Baader Meinhof Komplex
    Die Welle
    Ein Quantum Trost
    Gomorrha
    Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels
    Juno
    Let’s Make Money
    Mamma Mia!
    No Country For Old Men
    Nordwand
    Schmetterling und Taucherglocke
    Sex And The City
    The Dark Knight
    There Will Be Blood
    Unsere Erde
    Vicky Christina Barcelona
    Wall-E
    Waltz With Bashir
    Willkommen bei den Sch’tis
    Wolke 9
    abstimmen
    Ergebnis
    9%
    Der Baader Meinhof Komplex
    6%
    Die Welle
    5%
    Ein Quantum Trost
    2%
    Gomorrha
    3%
    Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels
    3%
    Juno
    2%
    Let’s Make Money
    6%
    Mamma Mia!
    9%
    No Country For Old Men
    1%
    Nordwand
    1%
    Schmetterling und Taucherglocke
    3%
    Sex And The City
    24%
    The Dark Knight
    2%
    There Will Be Blood
    7%
    Unsere Erde
    2%
    Vicky Christina Barcelona
    6%
    Wall-E
    1%
    Waltz With Bashir
    6%
    Willkommen bei den Sch’tis
    1%
    Wolke 9
    8644 abgegebene Stimmen

    auf Seite :
    http://www.welt.de/kultur/article2979077/In-Varus-Germanien-war-nicht-alles-schlecht.html;jsessionid=75D04410B29AB1AF89E7696671B27174#vote_2888822

    UND WIESO FRAGTE NIEMAND BEI DER WELT NACH
    :::::::::::: F I T N A ??? :::
    als Film des JAHRES ?????

    BITTE PI-NEWS ium AUSLOSUNG DES
    “ ALTERNATIVEN FILMES „2008 !

  37. #22 Paula

    … das mit der „Jahresendflügelfigur“ recherchieren wir aber noch mal, gelle ?

  38. Lesenswerter Artikel!

    Übrigens – auch die Nazis um Adolf Hitler und den „Heiligen obersten Stuhlmeiser“ im Vatikan waren political correct = pc. Sie sprachen dezent minderheitenbeachtend von „Sonderbehandlung“ der Juden und nicht von „staatlich organisiertem Massenmord“ an deutschen und europäischen Bürgern israelitischen Glaubens!

    Unsere pc-Fans sind, ob wir es glauben oder nicht – die neuen Meinungs-Faschisten. Und von der Meinung zur Tat führt oft nur ein kurzer Weg…

    Die pc-Fans zu Hitlers Zeiten und ihre Kinder achten also noch heute auf pc – indem sie das „organisierte Töten“ der Juden nach wie vor weltweit leugnen oder verschweigen. Anders ist es nicht zu erklären, dass ihre liebsten Freunde, die „Tod Israel“ schreienden Moslems von Ihnen noch nicht über die wahren Sachverhalte des „staatlich organisiertem Massenmords“ an deutschen und europäischen Bürgern israelitischen Glaubens informiert wurden, so dass diese die „Sonderbehandlung“ an den Juden weltweit wieder durchzuführen versuchen.

    Meinungsdiktatur ist der Beginn jeder Diktatur!

    Google-Suche zum Holocaust:

    http://www.google.ch/search?hl=de&q=Adolf+Eichmann+Kurzbericht&btnG=Google-Suche&meta=

    http://de.wikipedia.org/wiki/Holocaustkenntnis_von_Zeitzeugen

    Zitat daraus: “ … Nach Gründung der Bundesrepublik 1949 erklärten Politiker wie Theodor Heuss, Richard von Weizsäcker oder Helmut Schmidt[27], vom Holocaust keine Kenntnis gehabt zu haben. ,,,“

    Richard von Weizsäcker war Oberleutnant der Wehrmacht (im Osten, wo die Juden vernichtet wurden!)und sein Vater Ernst Staatssekretär Hitlers (bis 1943) und nachher Botschafter im Vatikan. Er wurde wegen Kriegsverbrechen in Nürnberg nur milde zu einigen Jahren Zuchthaus verurteilt (obwohl er Deportationsbefehle für Judentransporte anordnete bzw. unterzeichnete… Gute Beziehungen zahlten sich schon damals aus!).

    Warum Helmut Schmidt, der Sozi, so ein kurzes Gedächtnis hat, ist mir noch unbekannt!

    Siehe auch

    http://www.aaronedition.ch/Aus_kleinen_Steinen_Bad_News,aktuell.pdf
    http://www.aaronedition.ch/Bad_News_07.htm

  39. #18 Cherub Ahaoel

    Es gab da mal einen Gott. Der schwebte irgendwo im Nichts.
    Da es ihm langweilig wurde schuf er das Universum mit sagen wir einmal Billiarden von Sternen und Planeten. Darunter auch die Erde, die in diesem Universum weniger als ein Atom ist. Darauf entstanden (oder wurden erschufen) die Menschen.
    Also die Miniatömchen.
    Diese Miniatömchen interessierten ihn so stark, daß er fortan das übrige Universum außer acht ließ und sich nur noch um die Miniatömchen kümmerte.
    Besonders wichtig war es es für ihn , daß diese ihn anbeteten und Sonntags in die Kirche oder ersatzweise an anderen Wochentagen in sogenannte Gotteshäuser gingen.

    Variante 2.
    Jeder Planet dieses Universum hat einen eigenen Gott, der wie ein unsichtbarer Sputnik um diesen kreist und sich um die Belange seines Planten kümmert.

    Ende der Märchenstunde.

  40. Merkt ihr Gottesanbeter nicht, egal welcher Couleur, wie lächerlich ihr euch macht.
    Alle Gottesanbeter sind in ihrer Indoktrination nicht zu unterscheiden.
    Alle glauben Glaubenskriege führen zu müssen.
    Unterscheidet sie übrigens nicht von den Anhängern von Ideologien, den Nachfolgern von Religionen.

  41. @4 Nitribeat (06. Jan 2009 20:15)
    #…aber es schadet absolut nicht, sie (die Tatsachen, Anm.)immer und immer wieder zum Ausdruck zu bringen.

    Es ist sogar unverzichtbar, diese stetig zu wiederholen.

  42. Mir ist natürlich klar, daß man indoktrinierte Menschen nicht mit rationalen Argumenten überzeugen kann.

  43. Für Gourmets:
    Aus einer aktuellen Broschüre der sächsischen Grünen im Kampf gegen Rechts:

    Um unterschiedliche Geschlechtsidentitäten sprachlich zu repräsentieren, wird statt des
    «Binnen-i´s» der Unterstrich: «_» verwendet um auf sprachlicher Ebene zum Einen eine
    Kritik an der Binarität der Kategorie Geschlecht zu verdeutlichen und zum Anderen queere oder nicht einzuordnende Geschlechtlichkeit sichtbar zu machen.

    Und dazu gleich mal ein hübsches Beispiel aus eben dieser Broschüre (Aussage über die NPD):

    Ohne Vorbehalte werden Täter_innen des Nationalsozialismus, wie der Hitler-Stellvertreter Rudolf Hess oder die
    Soldaten der Waffen-SS gehuldigt.

  44. Umberto Eco hat es auf den Punkt gebracht; ich darf sinngemäß zitieren. Die Politische Korrektheit ist überhaupt dazu da, das zugrunde liegende Problem, weil es ungelöst ist, sprachlich zu kaschieren.

    Der Text zeigt sehr schön, daß die politisch korrekte Sprachpolitik im Grunde eine Destruktion der Sprache bedeutet. Gesellschaftliche und politische Problemfelder werden tabuisiert, indem die Worte für die Menschen, Zustände und Dinge, die in diesen Problemfeldern eine zentrale Rolle spielen zu Schimpfwörtern erklärt, verboten und durch neue, meist kompliziertere Ausdrücke ersetzt werden. (Früher schlicht „Ausländer“, „Fremde“ oder „Neubürger“, heute „Mitbürger mit Migrationshintergrund“) Da aber durch die Ersetzung eines Wortes durch ein anderes kein Problem gelöst wird, muß auch das neu geprägte Wort wieder und wieder ersetzt werden, um die Illusion einer gesellschaftlichen/politischen Veränderung zu erzeugen. Die Worte werden dabei immer komplizierter (politisch korrekter Barock), immer peinlicher (früher schlicht „Flegel“ oder „Bengel“, dann „schwer erziehbares Kind“, dann „verhaltensgestöres Kind“, dann „verhaltensauffälliges Kind“, dann „verhaltensoriginelles Kind“). Die neuen Wortschöpfungen der politischen Korrektheit werden nicht eingeführt, um neue Dinge, neue Phänomene zu bezeichnen, sondern nur, um das Reden über durchaus einfache aber problematische Dinge oder Phänomene zu verkomplizieren, zu verwirren und dadurch eine psychologische Unsicherheit beim Sprechen herzustellen. Die einfache Sprache wird pejorisiert, wird als Sprache aus Schimpfwörtern gebranntmarkt, und da auch die neu geprägten Ausdrücke ständig revidiert und durch wieder neue, meist noch kompliziertere Ausdrücke ersetzt werden, entsteht eine ständige Unsicherheit, ob man auch wirklich die richtigen, die korrekten Begriffe gebraucht. Man ist nie sicher, ob man nicht vielleicht in irgendein Fettnäpfchen tritt, schon die Worte „Autobahn“ oder „gleichgeschaltet“ hat bereits eine Orgie medialer Teufelsaustreiber hervorgerufen.

    Daher ist das eigentliche Ziel der politischen Korrektheit klar: Wir sollen nicht mehr frei reden dürfen. Man will uns die Sprache entwinden.

  45. @ #13 A Prisn (06. Jan 2009 20:48)

    So wird ein “Neger” (also ein “Schwarzer”) heute als “Farbiger” bezeichnet — als ob die “Weißen” wirklich weiß oder gar farblos wären, und als ob ein “Farbiger” wirklich “farbig”, also BUNT wäre.

    Manche Leute fühlen sich auch mit dem Begriff „Farbiger“ schwerstens diskriminiert, wie ich einmal selbst erleben musste: Im Footlocker in der Münchner Kaufingerstrasse wurde ich von einem „Schwarzen“ bedient, der mir Schuhe in meiner Größe aus dem Lager holen wollte. Als er nach sehr langer Zeit (gefühlte 10 Min.) immer noch nicht aus dem Lager zurück war, bat ich eine Kollegin (ebenfalls Migrationshintergrund, wie alle Mitarbeiter im Laden) mal nach dem Kollegen zu gucken und beschrieb ihn auf ihre Nachfrage mit „der Farbige“ (und damit meinte ich, pc zu sein). Nach wenigen Minuten kam er zurück und knallte die Schuhe voller Zorn vor einem anderen Kunden (den er mit mir verwechselte) auf den Boden, voller Erregung Worte stammelnd wie „Der Farbige.. der Farbige.. bin ich ein Stück Dreck oder was?“. Ich klärte die Sache auf, dass ich der Kunde war und es gewiss nicht böse gemeint habe, aber er lies nicht mit sich reden und bezeichnete mich als Rassist (damals war ich noch zu schüchtern, heute würde ich sofort den Chef verlangen und mich beschweren).

    Ich war jedenfalls sehr verdattert, weil ich dachte, „Farbiger“ wäre im Gegensatz zu „Schwarzer“ pc und wusste nun gar nicht mehr, wie man eine solche Person eigentlich beschreiben darf. Zu meiner Überraschung wurde Barak Obama in den Medien nun häufig als „Schwarzer“ bezeichnet (obwohl er es als „Mischling“ gar nicht ist) – daraus schließe ich mal, dass „Schwarzer“ pc ist?

  46. #53 ceterum_censeo (07. Jan 2009 01:24)

    Sehr schön analysiert: „Man will uns die Sprache entwinden“.

    Noch ein Beispiel:
    Es gibt heute auch keine Dummen mehr, sondern nur noch Teilleistungsgestörte.

  47. Für „Political Correctness“ gibts leider zu viele Beispiele, wie z.B. auch hier zu lesen ist:

    http://www.netzeitung.de/internet/1245978.html

    Proteste auf Facebook und Myspace:

    Auf Facebook und Myspace machen Mütter seit Ende Dezember Radau, weil Fotos gelöscht wurden, die sie beim Stillen ihrer Kinder zeigen. Die Online-Netzwerke stufen die Bilder als Verstoß gegen die Nutzungsbestimmungen ein.

  48. Ein besonders „hervorragendes“ Beispiel der pc habe ich bei einer Veranstaltung erlebt. Ich konnte leider nicht in Erfahrung bringen wen der Redner meinte, da ich, als ich nachfragte, des Saales verwiesen wurde.
    Hier die Begrüßung:
    „Liebe Mütter und Mütterinnen, liebe Väter und Väterinnen…“

    Aber vielleicht ist hier jemand klüger als ich und kann mich aufklären. 🙂

    PS. Gegen das Binnen-I auf Webseiten gibt es (zumindest für den Firefox) ein Add-on:
    Binnen-I be gone 0.4.9

  49. Buchtip zu diesem Thema:
    Robert Hughes,
    Nachrichten aus dem Jammertal.
    Wie sich die Amerikaner in political correctnes verstrickt haben.
    Kindler Verl., 1994.

  50. #35 boanerges
    Dein Outing „Ich bin also bekennender Rassist.“ stößt mit Sicherheit jeden Gutmenschen ab. Dabei hast du völlig recht, denn jeder Mensch ist ein Rassist!

    Ich könnte jetzt dazu unzählige Beispiele, aktuelle und geschichtliche von überall auf der Welt (namentlich aus Afrika) bringen, beschränke mich aber auf Deutschland. Also, im Mittelalter war es so, dass bestenfalls die Menschen aus einem Nachbardorf im eigenen Dorf willkommen waren. Allen anderen wurde mit großer Skepsis begegnet, denn sie könnten ja Feinde sein. Später mit Aufkommen des Nationalstaates wurde der Kreis der freundlich gesonnen Menschen erweitert.

    Aber im Prinzip ist der Mensch der gleiche geblieben: ein fremdenfeindliches „rassistisches“ Wesen. Es wurde lediglich durch eine politisch-korrekte Erziehung versucht ihn umzupolen, was auch vordergründig gelang. Dieses Grundmuster schlummert aber im Inneren weiter, es ist nur kaschiert. Dazu braucht man nur zu beobachten, wie sich ein Mensch unter Alkoholeinfluss verhält (in vino veritas!): jemand der ansonsten als Vorbeter des Antirassismuses bekannt ist, lässt sich auf einmal zu rassistischen Äußerungen hinreißen. Hinterher wird er sich sicher von solchen Äußerungen distanzieren, aber es hilft nichts: er hat es genauso gemeint.

  51. @ Excalibur

    Deswegen habe ich ja in Klammern „oder so ähnlich“ geschrieben, weil ich mir über den genauen Wortlaut nicht mehr 100%ig sicher war.

    Wäre aber nett, wenn Du nicht nur kritisierst, dass etwas falsch ist, sondern stattdessen auch sagst, wie es richtig hieß. Dass es in der DDR Namensänderungen für bestimmte Dinge gab, ist ja wohl denke ich unstrittig. Es hängt nur davon ab, an welchem Beispiel man das stellvertretend darstellen will.

  52. @ KDL

    Mit der größte Rassismus ist meiner Ansicht nach sogar gerade bei Teilen der „Gutmenschen“ zu beobachten, weil sie viele Migranten mit einer postkolonialen Herablassung behandeln, indem sie ihnen sämtliche Fähigkeiten/Zivilisation absprechen.

    Diese MiHiGru-Urteile vor Gericht sind letztlich nichts anderes als hochgradiger Rassismus, weil sich darin zeigt, dass ein Gutmenschenrichter Täter mit MiHiGru schlicht für zu plemplem hält, sich zu benehmen wie ein zivilisierter Mensch. So als ob Ali gerade aus dem Busch gekommen wäre und mit Baströckchen und Knochen auf dem Kopf um den Kannibalenkochtopf tanzen würde und noch nie was von Grundgesetz und Essen mit Messer und Gabel gehört hätte.

    Was mir immer wieder in Dokus über Migranten auffällt, das ist der betuliche Tonfall der Sprecher bzw. oft sind es Sprecherinnen. Die reden über die Migranten in diesem komischen Dutzi-Dutzi-Tonfall, den ich schon für Kinder absolut deplatziert finde. Und den man ab und an auch bei Pflegerinnen von Alzheimer-Patienten findet.

    Die tun oft so, als ob sie es gut meinten, aber im Grund ist das Rassismus pur, wenn man andere Menschen ständig so behandelt, als ob sie zu blöd wären, um bis drei zu zählen. Und auf die man ständig Rücksicht nehmen muss, weil die sich nicht im Griff haben usw.

    Im Grunde werden da Überlegenheitsgefühle in PC-Vokabeln kaschiert ausgetobt, dass es kracht.

  53. #12 Paula: Unsere „Zielgruppe“ ist definitiv nicht dumm, nur ungebildet. Zum Abzocken, besch…en und und fordern langt es allemal. Und reden wollen die mit uns gar nicht (egal in welchem Tonfall)- Unser Geld langt denen schon völlig!

  54. #62 Paula

    Mit deiner Aussage, dass es gerade unter den Gutmenschen viele Rassisten gibt, rennst du bei mir offene Türen ein.

    Warum werden Todesurteile in den USA (zurecht übrigens) verteufelt, während die weitaus zahlreicheren Todesurteile (und noch dazu aus nichtigen Gründen) im Iran, Saudi-Arabien, aber auch China kaum verurteilt werden? Oder warum werden Straftaten von Migranten aus dem islamischen Raum hierzulande nahezu gut geheißen, während die gleichen Taten von Einheimischen schärfstens verurteilt werden?

    Für mich liegt die Antwort auf der Hand: es ist eine Geringschätzung dieser Länder bzw. Gruppen. Gutmensch sagt sich, die USA oder Deutschland sind zivilisierte Länder, wo man sowas nicht macht. Aber die Moslems kommen aus barbarischen Ländern und wissen es halt nicht besser.

  55. #62 Paula

    Diese MiHiGru-Urteile vor Gericht sind letztlich nichts anderes als hochgradiger Rassismus, weil sich darin zeigt, dass ein Gutmenschenrichter Täter mit MiHiGru schlicht für zu plemplem hält, sich zu benehmen wie ein zivilisierter Mensch.

    Mit Beschwerden der Opfer dieses „Rassismus“ wegen viel zu milder Urteile ist aber doch eher nicht zu rechnen … 🙂

  56. #58 Don Juergen (07. Jan 2009 08:16)
    Den Tipp mit dem Binnen-I Gone Add-On ich nur unterstreichen. Auch für mich ist es eine wichtige Erweiterung für den Firefox. Es filtert die meisten „Binnen-Is“ aus den Webseiten raus und macht den Text wieder lesbarer.

    https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/6822

    Man beachte die begeisterten Kommentare der Benützer!

  57. @ 67 Excalibur

    Ändert nichts an der Tatsache, dass das Gerücht in der BRD kursierte und diejenigen, die sich darüber lustig gemacht haben nun teilweise selbst nicht merken, dass sie sich selbst mit ideologischen Umbenennungen auch nicht anders verhalten.

    Dem Begriff der „Jahresendflügelfigur“ wird sogar ein Wikipedia-Artikel gewidmet:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Jahresendfl%C3%BCgelfigur

  58. Ich bin überrascht, mal einen weitgehend vernünftigen Artikel hier zu lesen (mal abgesehen vom Standpunkt zu Israel und seiner religiös-faschistischen Bedrohungslage). Allerdings würde ich einwenden, wer tatsächlich Kategorien wie „Volk“ und „Heimat“ zur Identitätsbestimmung heranzieht, hat ernsthaft einen an der Waffel und weist zumindest im Ansatz Ähnlichkeiten zur NS-Ideologie auf, die Nazis haben das im Prinzip nur sehr konsequent weiter gedacht (ohne das ihnen dabei die Widersprüche aufgefallen sind).
    Aber auch hier wäre dem Problem wenig geholfen, wenn man statt „Volk“ einfach das Wort „Ethnie“ verwendet.

  59. Das tragische Element dabei ist das 150%ige umsetzen hier in Deutschland. Da will man es halt in jeder Lebenslage besser und genauer machen als die anderen. Und was sagte schon Napoleon über die Deutschen:
    “Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden, die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgen sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung, als ihre wirklichen Feinde.“
    (Napoleon)

  60. @ RedHead

    Wo du gerade den Begriff „religiös-faschistisch“ ins Spiel bringst: Würdest Du den auch auf die Hamas anwenden?

    (Das ist nur die Einleitungsfrage, der Rest kommt später).

  61. @Paula: Ich habe den Begriff gerade auf die Hamas angewendet. Ich meine natürlich auch die Hizbollah und ähnliche Spinner, wen hattest du im Sinn?

  62. @ RedHead

    Ach so, kleines Missverständnis – ich hatte mich schon gewundert.

    Ansonsten würde ich sagen: es ist relativ egal, ob man Volk oder Ethnie sagt. Eine Namensänderung ändert bekanntlich nichts am Ding selbst.

    Nur weil die Nazis auch das Wort „Volk“ verwendet haben, muss man jetzt nicht krampfhaft ein neues suchen. Das ändert gar nichts. Die Nazis haben schließlich auch deutsche Straßen benutzt, Kartoffeln gegessen, sich mit Blendax-Zahnpasta die Zähne geputzt, sie sind im Reichstag gewesen, durchs Brandenburger Tor geschritten, sind Mercedes gefahren usw. usw.

    Meiner Ansicht nach lenkt die Diskussion über Begriffe vom eigentlichen Sachverhalt eher ab als dass es etwas Konstruktives bewirken könnte. Man kann natürlich auch ein neues Wort für „Autobahn“ erfinden, das ändert aber rein gar nichts an dem was eine Autobahn ist, war und was damit konnotiert wird. Außer dass jeder neues PC-Begriff dutzende von neuen „Sittenwächtern“ auf den Plan ruft, die offenbar den ganzen Tag nichts Besseres zu tun haben, als darauf zu achten, dass sich das zu gängelnde Fußvolk auch brav an die neuen Auflagen hält (Stichwort: Autobahn).

    Wir haben ohnehin schon genug Vorschrifteritis in diesem Land (und es wird täglich schlimmer – ich höre inzwischen fast täglich von Pleiten oder Geschäftsaufgaben, nein, nicht allein wegen der Finanzkrise, sondern weil die allwöchentlichen neuen bürokratischen Auflagen und Vorschriften jegliches normale Arbeiten inzwischen so gut wie unmöglich macht).

    Man sollte Deutschland wirklich KOMPLETT entrümpeln, was diese ganzen Vorschriften betrifft – sowohl ganz praktisch wie auch ideologisch. Das fängt bei Begriffsvorschriften an und hört beim Dokumentations-Tsunami noch lange nicht auf.

  63. #18 Paula

    Mir ist schon klar, was du ausdrücken willst. Dann halte ich hiermit abschließend fest, daß der Begriff nie real benutzt wurde. Keine Ahnung, wer solche Gerüchte streute. Over and Out.:-)

  64. @ #12 Citizen Kane (06. Jan 2009 20:48)
    Du meinst wahrscheinlich etwas korrekter :

    -Die SchweinekapitalistInnen haben gefälligst auszubilden! –

    …finde, soviel Zeit muss sein… 🙄

  65. Bloggen und Internet haben in den letzten Jahren viel bewirkt.

    Es sind aber immer noch viel zu Wenige denen die Augen geöffnet wurden was uns die versagerischen Dressur-möchte-gerne-eliten an Kulturbereicherung, Demokratie- und Menschenrechtestärkung sowie wirtschaftlicher Prosperity bescheren.

    Der Weg immer mehr Leute an das Internet zu bringen führt über Flugblätter mit Texten / Passagen aus den Artikeln und Verweisen / Links zu den vielen verschiedenen Blogs die um die Sache der Freiheit und Grundgesetztreue kämpfen.
    Vorschlag: Die erste Seite belegt Text und Link zu Blog No.1, die zweite Texte und Link zu einem anderen Blog.

    Diese müssen möglichst breit verteilt werden – Briefkästen, Scheibenwischer, Bussen, Straßenbahnen, Theater, Kinos, Schwimmbäder, Straßen vor Kaufhäusern, etc.

    Die ganze „Solidarnosc“-Bewegung die den kommunistischen Machtbereich zum Sturz gebracht hat war auf Flugblättern aufgebaut – zugegeben in einer jahrelangen, gefährlichen Flugblätter-Sisyphos-Arbeit!

    Blogs kann man jederzeit abschalten, Beispiele haben wir schon erlebt und es kommen noch weitere und härtere Schläge dieser Art – „Flugblättern“ ist NICHT ZU STOPPEN!!!

    Das haben die sozialistischen, mörderischen Weltverbesserer im ehem. Ostblock erfahren müssen, das wird auch unseren volksumerzieherischen, realitätsverweigernden, ignoranten Dressureliten passieren!

    Übrigens – ein S/W Laser-Drucker und 500 Blatt Papier kosten – neu gekauft – um die 120€.

    Soviel müßte doch Jedem seine Freiheit Wert sein.

    Last but not least – die Wahlen kommen.

    Jetzt handeln – es reicht!

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