Noch eine verminte Schule in Gaza

Das Video der israelischen Armee zeigt aktuelle Aufnahmen einer von der Hamas verminten Schule in Gaza. Das Elektrokabel der manuellen Fernzündung führte bis in die Schule bzw. zum dort versteckten Sprengstoff, wo wahrscheinlich hunderte palästinensische Kinder verhetzt werden lernen.

Das erinnert an den massiven Einsatz iranischer Kinder im Krieg gegen den Irak (1980-1988).

Damals regelte ein iranisches Gesetz, dass Kinder ab zwölf Jahren auch gegen den Willen ihrer Eltern auf die Minenfelder durften. Vor jedem Einsatz wurde ihnen ein kleiner Plastikschlüssel um den Hals gehängt, der ihnen, so die Zusicherung, die Pforte zum Paradies öffnen werde. 500.000 dieser Schlüssel hatte das Regime aus Taiwan importiert. „Früher sah man freiwillige Kinder, vierzehn-, fünfzehn-, sechzehnjährige“, schrieb die halbamtliche iranische Tageszeitung „Ettela’at“. „Sie gingen über Minenfelder. Ihre Augen sahen nichts, ihre Ohren hörten nichts. Und wenige Augenblicke später sah man Staubwolken aufsteigen. Als sich der Staub wieder gelegt hatte, war nichts mehr von ihnen zu sehen. Irgendwo, weit entfernt in der Landschaft, lagen Fetzen von verbranntem Fleisch und Knochenteile herum.“ Derartige Szenen würden nunmehr vermieden, versicherte „Ettela’at“: „Vor dem Betreten der Minenfelder hüllen sich die Kinder jetzt in Decken ein und rollen auf dem Boden, damit ihre Körperteile nach der Detonation der Minen nicht auseinanderfallen und man sie zu den Gräbern tragen kann.“

Zurück zur aktuell verminten Schule in Gaza, wo der manuelle Fernschalter für die Schulsprengung in einem Kleinzoo in Schulnähe versteckt war, wie man sieht zwischen Löwenkäfig und Voliere. Wie schon moderate Israelkritiker sofort bemerken werden, war der Löwe während der Anwesenheit der israelischen Bombenentschärfer beunruhigt. Jetzt übertreiben die Israelis aber wirklich! Der UN-Tierschutzrat verurteilt einstimmig …

» Video (poln. TV): Wie die Hamas Kinder als Schutzschilde missbraucht

(Gastbeitrag von Daniel Katz, Middle-East-Info.org)