Sharia gegen Ureinwohner

papuaWo der islamische Imperialismus Fuß fasst, wird es zur Aufgabe jedes Moslems, die Gesetze des Wüstengottes Allah zum verbindlichen Recht für alle zu machen. Nicht nur Hochkulturen, die die Moslems vorfinden – denken wir an Konstantinopel oder in jüngster Geschichte an die Buddhastatuen in Afghanistan – fallen dabei der Vernichtung anheim. Auch Naturvölker, die der Islam vorfindet, werden als „heidnische Untermenschen“ versklavt und verfolgt.

In Papua-Neuguinea will die islamische Regierung Indonesiens den Ureinwohnern jetzt Unterhosen statt der traditionellen Penisrohre vorschreiben. Wie im Islam üblich, ist jeder Rechtgeleitete aufgefordert, die Einhaltung der islamischen Gesetze zu überwachen und durchzusetzen.

Der Österreichische Rundfunk berichtet:

Im abgelegenen Bergland von Westpapua, dem autonomen indonesischen Gebiet Neuguineas, leben Hunderte Volksgruppen noch völlig ursprünglich. Den dichten Urwald durchstreifen sie als Jäger und Sammler – nur bekleidet mit einem Penisrohr.

Und gerade diese spärliche und urtümliche Bekleidung ist es auch, die die muslimische Regierung in Jakarta erzürnt.

Neues Anti-Pornografie-Gesetz

Im Oktober hat das Parlament in der 3.500 Kilometer entfernten Hauptstadt Jakarta ein neues Anti-Pornografie-Gesetz erlassen, das unter anderem das Tragen des Penisfutterals, Koteka genannt, verbieten soll.

Statt des langen, spitzen Rohres, das sich die Männer der Stämme Dani, Asmat und Fayu bisher mit einer Schnur um die Hüfte gebunden haben, sollen nun Unterhosen für mehr „Anstand“ in den dichten Urwäldern sorgen.

Strafe für „obszöne“ Körperbewegungen

Aber nicht nur traditionelle Kleidung, auch Werke und Körperbewegungen, die in der strengen muslimischen Auslegung als obszön erachtet werden, stellt das neue Gesetz unter Strafe.

Nach jahrelanger Debatte wurde es gegen den erbitterten Widerstand der Opposition von streng muslimischen Parteien durchgefochten.

Tausende demonstrieren auf Bali

Die Gegner des Gesetzes fürchten die Bedrohung der zahlreichen regionalen Kulturen auf der Insel. Neben der Koteka könnten beispielsweise phallische Totempfähle in Papua, Aktskulpturen an den Tempeln der mehrheitlich von Hindus bewohnten Insel Bali und traditionelle Tänze verboten werden.

Zwar sind Ausnahmen zum Schutz regionaler Kulturen vorgesehen, aber diese sind nach Ansicht der Betroffenen zu vage formuliert. Auf Bali gingen deshalb bereits Tausende Demonstranten auf die Straße.

Rechte der Ureinwohner werden verletzt

„Das Anti-Pornografie-Gesetz ist definitiv eine Bedrohung, weil es gegen unsere kulturellen Werte arbeitet“, sagt Lemok Mabel, Mitglied des örtlichen Brauchtumsrats in Papua. „Es wird bestimmt Widerstand geben. Es verletzt die Rechte der Ureinwohner.“

Sein Kollege Dominikus Sorabut weist darauf hin, dass die Dörfer im Hochland von Papua, wo moderne Kommunikationsmittel rar sind und das Bildungsniveau niedrig, noch gar nichts von dem Gesetz wissen. „Das Konfliktpotenzial ist groß“, warnt er.

Hochburg gegen indonesische „Besatzung“

Das Bergland von Papua galt schon von jeher als Konfliktherd: Viele Papua empfinden die Herrschaft Jakartas im Westen Neuguineas als unrechtmäßige indonesischen Besatzung.

Immer wieder kommt es zu Zusammenstößen zwischen den Tausenden in den Wäldern stationierten indonesischen Soldaten und der Bevölkerung. Journalisten wird nur selten und nur in Begleitung des indonesischen Geheimdienstes Zugang gewährt.

Scheitert das Gesetz erneut?

Nach Einschätzung des zuständigen Polizeichefs Abdul Asis wird das Gesetz kaum durchgesetzt werden: „Es ist unwahrscheinlich, dass wir das Gesetz umsetzen, weil die Leute hier noch sehr ursprünglich sind.“

Bereits in den 70er Jahren wurde in Indonesien, dem größten muslimischen Land der Erde, eine Kampagne gegen das Penisrohr gestartet. Der Vorstoß entpuppte sich aber als völliger Fehlschlag. Diesmal soll die neue Regelung erfolgreicher sein.

Angst vor Übergriffen

Eine vielkritisierte Klausel erlaubt nämlich Zivilisten die Durchsetzung „öffentlichen Anstands“. Die Oppositionsabgeordnete Eva Sundari fürchtet deshalb, dass muslimische Hardliner mit Hilfe der Rechtsvorschrift als Moralpolizei auftreten könnten.

„Das Ziel dieses Gesetzes ist, als legaler Deckmantel für die Durchsetzung der Scharia zu wirken“, warnt Sundari. Viele glauben, das Gesetz habe Bande zerstört, die den Vielvölkerstaat Indonesien bisher zusammenhielten.

Multikulti nach islamischen Spielregeln. Vergleichsweise gut ergeht es da den Kölnern, denen die muslimischen Herren der Stadt zwar auch schon den Shariakarneval ankündigen, bisher aber das Tragen der traditionellen Pappnase noch nicht verboten haben.

(Spürnasen: Dr. Alfred S., Candide, Bundesfinanzminister)