Alle gegen Rohbohm

Hinrich RohbohmIm niedersächsischen Jork hat ein dubioses Bündnis aus SPD, Grünen und linksextremer Antifa eine Schmutz-Kampagne gegen den CDU-Lokalpolitiker Hinrich Rohbohm (Foto) gestartet, weil dieser Mitarbeiter der Jungen Freiheit ist. Der 37 Jahre alte Journalist arbeitet seit Mai 2008 als Reporter für die Wochenzeitung. Als Rohbohm vor kurzem zu einem mehrwöchigen Urlaub aufbrach, nutzten Politiker von Grünen und SPD dessen Abwesenheit, um seine Tätigkeit für die Junge Freiheit zu einem Skandal aufzubauschen und Rohbohms Rücktritt als CDU-Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat zu fordern.

Dabei arbeiten diese „Volksvertreter“ eng mit der Lokalpresse zusammen. So forderten beispielsweise Vertreter des Grünen-Kreisverbandes in Stade im Hamburger Abendblatt: „Rohbohm muß gehen!“. Dem schloß sich auch der Sprecher des Stader „Jugendbündnis gegen Rechts“, Christian Hinrichs, an. Bei dem Bündnis handelt es sich um einen Zusammenschluss von Mitgliedern der Jungen Grünen, der Jusos sowie der örtlichen linksextremen Antifa. Sprecher Christian Hinrichs ist – natürlich rein zufällig – auch Sprecher des Grünen-Kreisverbandes in Stade. Arbeitet hier die Grüne Jugend Hand in Hand mit Linksextremisten?

Die Lokalpresse greift derweil den „Fall Rohbohm“ gierig auf und heizt ihn weiter an. Die Bandbreite reicht dabei von Unwissenheit bis hin zur Verbreitung von Falschinformationen. War das Hamburger Abendblatt in seiner Berichterstattung noch einigermaßen um die Wahrheit bemüht, nahm es Daniel Herder in einem Kommentar für das Blatt damit nicht mehr ganz so genau. Unter der Überschrift „Fairness ist das Gebot der Stunde“ behauptete er, Rohbohm schreibe für eine Zeitung, für die in den neunziger Jahren auch der „Holocaust-Leugner Horst Mahler“ tätig gewesen sei. Dass Mahler zu der Zeit, als er in der JF publizierte, den Holocaust noch gar nicht geleugnet hatte und zudem auch ein gern gesehener Autor in der Süddeutschen Zeitung war und als Freund von Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) galt, verschwieg Herder dann doch lieber. Das passte ja auch nicht zur Geschichte vom bösen JF-Reporter…

Nachdem der aus linksextremen Zusammenhängen bestens bekannte Antifa-Journalist Andreas Speit die Geschichte pünktlich zum Wochenende in der linken taz weiter anfeuerte, versuchte sich der CDU-Kreisverband Stade von Rohbohm ängstlich abzugrenzen. So kritisierte der um seine Karriere bangende Kreischef Hermann Krusemark den JF-Reporter im Hamburger Abendblatt: „Der Kreisvorstand der CDU verurteilt dies scharf, distanziert sich von dieser Haltung ausdrücklich und behält sich weitere Maßnahmen gegen Hinrich Rohbohm vor.“ Noch deutlicher wurde die CDU-Bundestagsabgeordnete aus Stade, Martina Krogmann. Sie bezeichnete es gegenüber der Zeitung Der Harburger als unmöglich, dass Rohbohm fest bei der JF angestellt sei. „Wer für ein solches Blatt arbeitet, ist untragbar, wenn er gleichzeitig Ämter in der CDU wahrnimmt“, sagte die gelernte Springer-Journalistin, deren Mann in der BILD-Chefetage arbeitet und die laut CDU-Insidern zu der linksliberalen Clique um Bundeskanzlerin Angela Merkel gehört. Diese Clique nehme es Rohbohm zudem besonders übel, dass er Angela Merkel als ehemalige „FDJ-Sekretärin“ bezeichnet hatte, die den konservativen Flügel der Partei vernachlässige. Die Kanzlerin soll zudem wütend auf Rohbohm gewesen sein, weil der in einer Reportage das unglaubliche Versagen der deutschen Politiker beim Anti-Islamisierungskongress in Köln zum Thema gemacht hatte.

Hinrich Rohbohm zeigt sich jetzt über seine Partei“freunde“ entsetzt: „Dass sich der CDU-Kreisvorstand an der Verleumdungskampagne linker Kräfte beteiligt, enttäuscht mich. Die Forderung, als CDU-Fraktionschef dürfe man nicht für eine konservative Zeitung wie die Junge Freiheit schreiben, ist ein grobes Foul an unserer Demokratie sowie an der Berufs- und Meinungsfreiheit. Der Vorwurf, ich würde in meinen Artikeln die Grenzen zwischen Konservatismus und Rechtsextremismus verwischen, ist ungeheuerlich und wird ein Nachspiel haben. Ich behalte mir in diesem Zusammenhang rechtliche Schritte vor.“

» Hermann Krusemark, CDU-Stade: hkrusemark@t-online.de
» Martina Krogmann: martina.krogmann@bundestag.de und auch bei abgeordnetenwatch.de (allerdings wurden hier seit gestern viele gestellte Fragen gar nicht erst freigeschaltet – ein Schelm, wer Böses dabei denkt…)
» CDU-Kreisverband Stade: info@cdu-stade.de