Antisemitismus – „gut“ und „böse“

In den Augen der Mainstream-Gesellschaft und der Medien gibt es zwei Sorten von Antisemiten: „Böse“ zu denen pauschal die Rechten und neuerdings sogar der Papst gezählt werden und „gute“, weil als harmlos erachtete, Muslime. Vielen Europäern gelten „die Araber“ immer noch als edle Wilde, die als etwas rückständig betrachtet werden, viel unter westlichem Kolonialismus gelitten haben und daher einen „legitimen Groll“ auf den Staat Israel hegen. Malte Lehming (Foto) bringt im Tagesspiegel-Kommentar seine Gedanken über den Papst, Bischof Williamson und die Hamas auf den Punkt.

Warum darf ein katholischer Geistlicher auf keinen Fall die in Auschwitz Ermordeten verhöhnen, während in vielen Freitagspredigten in der muslimisch-arabischen Welt die „Lüge vom Judenmord“ und das „Märchen von den Gaskammern“ gängige Metaphern sind?

Die Antwort ist leicht: Muslime werden im Westen tatsächlich nicht ganz ernst genommen. Ihr Antisemitismus gilt als eine Art Folklore, der wegen der besonderen kulturellen Rückständigkeit mildernde Umstände verdient hat – ein ideologischer Import aus Europa, der den Lehren Mohammeds nur übergestülpt wurde, ein Kunstprodukt, nichts Organisches. Darum dürfen bei Anti-Israel-Demos wegen des Gazakrieges selbst in Deutschland die übelsten Slogans skandiert werden. Würden Ethnodeutsche dieselben Hassparolen brüllen, wäre längst der Staatsanwalt tätig. Wer aber derart mit zweierlei Maß misst, ist entweder Ignorant oder Rassist.

Lesen Sie weiter hier.