Einknicken vor moslemischem Schächter

Das Verwaltungsgericht Gießen ist erwartungsgemäß vor dem moslemischen Metzger Altinküpe eingeknickt und gestattet ihm unter Aushebelung des Tierschutzgesetzes das betäubungslose Schlachten von zwei Rindern und 30 Schafen pro Woche (!) unter „strengen Auflagen“, zum Beispiel „vermeidbare Leiden und Schmerzei“ während der Schächtung zu verhindern. Außerdem muss sich ein Amtstierarzt bei dem Gemetzel dabeisein, eine Auflage, von der man sich wünschte, die Richter hätten sie sich selbst auch erteilt.

Außerdem darf der Metzger das Fleisch nur an Endverbraucher abgeben.

Was das Sterben der Tiere nicht wirklich erleichtert.

Altinküpe hat mit dem Beschluss erreicht, dass der Lahn-Dill-Kreis die Schächtungen bis zu einer Genehmigung durch den Kreis dulden muss. Der Metzger hatte dem Gericht nach dessen Angaben 624 Einzelerklärungen für 2652 Menschen vorgelegt. Diese waren allerdings nicht alle „nachvollziehbar“, wie eine Gerichtssprecherin sagte. Trotzdem habe die Zahl ausgereicht, um den Bedarf zu belegen. Beim Schächten wird dem nicht betäubten Tier mit einem scharfen Messer die Kehle durchgeschnitten. Diese Praxis wird von Tierschützern kritisiert.

Nicht nur von Tierschützern, auch von der Tierärzteschaft!

Das Verwaltungsgericht hatte im Dezember 2008 einen Eilantrag von Altinküpe abgelehnt, über ein Kontingent von 500 Schafen und 200 Rindern in diesem Jahr weiter Tiere schächten zu dürfen. Diese Menge hatte der Lahn-Dill-Kreis genehmigt. Tatsächlich hatte er bis Dezember bereits mehr als 2000 Schafe und 106 Rinder geschächtet.

Einen Tag vor der Verwaltungsgerichtsentscheidung im Dezember war der Metzger beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe mit einer Verfassungsbeschwerde aus formalen Gründen gescheitert.

Der Metzger und der Lahn-Dill-Kreis führen seit Jahren einen verzwickten Rechtsstreit, der im November 2006 auch das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig beschäftigte. Die Bundesrichter hatten damals in ihrem höchstrichterlichen Urteil das Schächten mit Verweis auf die Religionsfreiheit trotz eines Verbots im Tierschutzgesetz erlaubt. Die Richter hatten eine Erlaubnis aber an strenge Auflagen geknüpft.

Einmal streicheln, bevor die Kehle durchgeschnitten wird?

(Spürnasen: Conny008, Israel_Hands und Hans A.)