PerempuanAm 24. Dezember feierte der Film „Perempuan Berkalung Sorban (Frauen mit Kopftuch)“ Premiere in den indonesischen Kinos. Mit seinen erschütternden Szenen von Vergewaltigung, Missbrauch und seinen Rufen nach Gleichheit erregt der Film über die Unterdrückung von Frauen im Islam seitdem heftige Kontroversen im Inselstaat. Mit über 191 Millionen Muslimen ist Indonesien der Staat mit der größten muslimischen Bevölkerung weltweit.

German.china.org.cn berichtet:

Perempuan Berkalung Sorban zielt darauf ab, eine schwierige interne Diskussion unter Moslems darüber auszulösen, wie Frauen behandelt werden. Der Film erzählt die Geschichte der Rebellion der Anissa, der eigenwilligen und intelligenten Tochter des Anführers einer Islamischen Schule auf Java. Anissa möchte an der Universität studieren, doch ihr Vater treibt sie zur Heirat mit dem Sohn eines anderen Gläubigen, der sie schlägt, sie vergewaltigt und dann eine andere Frau schwängert, die er als Zweitfrau nimmt.

Der Regisseur Bramantyo erklärt, es sei keine Kritik am Islam, sondern an der patriarchalischen Kultur in vielen der Islam-Schulen und Moscheen in dem Land. „Gott hat Mann und Frau zur Partnerschaft geschaffen, und sie sind gleichwertig“, so Bramantyo. „Doch mit der Zeit wurde dieses Verständnis kulturell und sozial missbraucht und missinterpretiert, so dass Männer überlegen wurden. Zurzeit gibt es viel Bewegung zwischen dem Islam und der (patriarchalischen) Kultur.“

Die Kritiken über den Film sind zweigeteilt. Ali Mustafa Yaqub, der oberste Imam, wie man Gebetsführer nennt, bei der Haupt-Istiqlal Grand Moschee in Jakarta, meint, der Film sollte in den Kinos verboten werden. „Der Film porträtiert ein schlechtes Image des Islams“, so Yaqub. „Der Islam verbietet Frauen nicht, herauszugehen und zu studieren, zu beten, oder irgend etwas anderes zu tun… solange es nicht (im Islam) verboten ist“, erklärt er.

Die indonesische Ministerin für Frauenangelegenheiten, Meutia Hatta, meint, der Film sei wichtig, um Jahrhunderte der Tradition zu brechen. „Ich bin der Ansicht, dass er eine Verbesserung in der alten Denkweise, die Frauen unterdrückt, bewirkt“, so Hatta. „Ich denke, die Leute haben Angst, offen darüber zu sprechen, aber ich finde, irgendwann müssen wir darüber sprechen.“

Hier ein eindrucksvoller Trailer des Films (ohne Übersetzung):

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32 KOMMENTARE

  1. lustig
    in indonesien dürfen also filme mit islam-
    kritischem inhalt aufgeführt werden, ohne
    dass der regisseur das land verlassen muss.
    wo fand eigentlich die franz. revolution statt?
    in jakarta vielleicht?
    muss mal bei wikipedia schauen!

  2. „Mann und Frau sind gleichwertig“.

    Die Kernthese dieses Films, erstellt durch einen Moslem mit hohem Multiplikator mittels des Mediums Film im größten muslimischen Land der Erde, wird Unruhe auslösen, gibt aber auch Anlaß zu einem Schimmer von Hoffnung auf eine „Aufklärung“ innerhalb der muslimischen Gemeinschaften.

    Regisseur Bramantyo aber wird gut auf sich aufpassen müssen.

    Er selbst wird wohl besser nicht mehr allein ins Kino gehen.

  3. Und so ein Film läuft ausgerechnet in Indonesien? Köstlich die Aussage eines Imam „Der Film porträtiert ein schlechtes Image des Islams”, wo doch der Islam so ein gutes Image hat und so tolerant ist 😉

    Man kann gespannt sein wie lange die Kinos, in denen dieser Film läuft stehen bleiben und wie lange die Filmemacher überleben. Aber respekt, das nenne ich wahren Mut!

  4. So einen Gefühls-Scheiß schauen sich doch auch nur Weiber an.
    Wen will der Typ damit erreichen???
    Diese Vöhgel in ihren gardinentüchern udn die hässlichen Schreckschrauben die sich Frauen nennen schaue ich mir keine 5 Minuten an, daß ist ja schlimmer als Folter.

    Komisch, ich suche im Artikel gerade immer noch die Aussage daß der Film für DICH gemacht wurde.
    Och warte mal, könnte es sein daß er evtl. für eine ganz andere Zielgruppe gedrecht wurde? Oioioi, sowas auch.

    Ich werde mir den Film auch nicht ansehen, finde es aber gut und wichtig daß Filme gemacht werden die die Unterdrückung der Frau, bzw. Minderheiten allgemein, im Islam thematisieren.

    Zu

    Und so ein Film läuft ausgerechnet in Indonesien?

    Ich habe ab und zu geschäftlich mit Indonesien zu tun, und ich denke dort steht es bei weitem noch nicht so schlimm (auch nicht gut, nicht falsch verstehen, aber ich hab noch von keinem Schwulen am Baukran etc. gehört) wie in Saudi Arabien, Afghanistan usw. – sprich es besteht Hoffnung daß der Film in Indonesien sogar auf einige offene Ohren stösst.

  5. /edit: Wurd jetzt der Beitrag von Wolfpack gelöscht während ich geschrieben hab? Dann löscht doch wenigstens nur den Text und schreibt gelöscht rein. Weil irgendwie ist Teil 1 meines Posts jetzt verwirrend…

  6. anfrage:
    könnte die nächste französische revolution
    in london veranstaltet werden?(inklusive
    filmaufführungen natürlich)
    in der wirtschaftskrise sollte doch eigentlich
    jeder event willkommen sein.
    ev.gibt es noch EU subventionen..lechz!

    eventmarketing GMBH

  7. Mit seinen erschütternden Szenen von Vergewaltigung, Missbrauch und seinen Rufen nach Gleichheit erregt der Film über die Unterdrückung von Frauen im Islam seitdem heftige Kontroversen im Inselstaat.

    Na hoffentlich fallen sie auf Grund dessen nicht von der „Religion des Friedens“ ab. Aber ich mir ganz sicher, Ali Mustafa Yaqub, der oberste Imam, wird ein Filmverbot durchsetzen, notfalls mit den Mitteln der „Relgion des Friedens“ und die Straßen färben sich rot …

  8. Hier wird ja schlimmer als in dem Fleisch-Thread getrollt.
    Natürlich hält man sich für originell und tapfer anonym hinter einem PC in Deutschland jemanden mit Dreck zu bewerfen, der in einem Land, wo ihm einiges dafür blüht für Gleichberechtigung auftritt.
    Niemand ist gezwungen sich den Film anzusehen, aber wichtig wäre es schon; es ist in jedem Falle eine Leistung von den Beteiligten so etwas zu produzieren.

  9. Dieser Film sollte auch die deutsche Öffentlichkeit erreichen. Würde unseren Gutmenschen und Islamverstehern einige Denkimpulse geben.
    Allerdings wird auch hier der patriarchalischen Kultur und nicht der Religion der Hauptvorwurf gemacht.
    Man sollte doch nicht vergessen, dass Religionen wesentlich die Kultur beeinflussen. Aber immerhin, ein Anfang.

  10. „Mit seinen erschütternden Szenen von Vergewaltigung, Missbrauch und seinen Rufen nach Gleichheit erregt der Film über die Unterdrückung von Frauen im Islam seitdem heftige Kontroversen im Inselstaat“

    Human rights watch interessiert es anscheinend nicht in Europa. Hauptsache, die Frauen können Koptuch tragen. Ob Sie regelmäßig Opfer von Vergewaltigung, Misshandlung und Unterdrückung sind, das berührt die HRW nicht.

    Daher: alle diese „Menschenrechtsorganisationen“, wie Amnesty, HRW, oder UNO muss man abschaffen – bevor sie uns abschaffen…

  11. botschaft von allah:

    DIESER FILM IST EIN FILM !!!!!
    und esst kein schwein!!!!

    botschaft von scheitan:

    DRISE LMIF TSI INE LMIF
    und beachtet den tierschutz!!!!

    apropos: das schwein ist ein archetypisches
    symbol für „mütterlichkeit/weiblichkeit“

  12. Mit seinen erschütternden Szenen von Vergewaltigung, Missbrauch und seinen Rufen nach Gleichheit erregt der Film über die Unterdrückung von Frauen im Islam (…)

    „Männer und Frauen sind nicht gleich. Das weiß ich aber genau“, sagte schon mein sehr links gestrickter früherer Sozialkunde-Lehrer.

    “Gott hat Mann und Frau zur Partnerschaft geschaffen, und sie sind gleichwertig

  13. …alles harmlos, aber wehe einer versucht den „Fitna“ von Wilders zu zeigen dann verbrennt der Mohikaner aber ganz rasch ein paar Flaggen und katholische Nonnen…

  14. Ich erinnere an diesen kleinen Einzelfall von 2004:

    http://www.wsws.org/de/2004/nov2004/gogh-n09.shtml

    Niederlande: Theo van Gogh auf offener Straße ermordet

    Am Dienstag, dem 2. November, wurde der Regisseur und Publizist Theo van Gogh in Amsterdam ermordet. Der 47-jährige van Gogh, der nach eigenem Bekunden mit der Partei des im Mai 2002 ermordeten Pim Fortuyn symphatisierte und die rigide Abschottungspolitik der Regierung gegenüber Einwanderern unterstützte, wurde auf offener Straße durch mehrere Schüsse und Messerstiche getötet.

    Doch auch die Reaktion darauf kam damals prompt. Und wieder einmal nur vom Volk:

    http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/kulturzeit/themen/72656/index.html

    Brennende Moscheen

    Anschläge auf muslimische Einrichtungen nach dem Mord an Theo van Gogh

    Die Befürchtungen, dass nach dem islamistisch motivierten Mord an Theo van Gogh die Stimmung in den Niederlanden sich gegen Muslime als solche richten könnte, sind leider wahr geworden:
    Am Wochenende wurden drei Brandanschläge auf Moscheen in Huizen, Breda und Rotterdam verübt, es wurden Schweineköpfe und islamfeindliche Parolen an die Türen weiterer Moscheen genagelt und am Montag explodierte ein Sprengsatz in der Nähe einer Koranschule in Eindhoven.

  15. #16 johannwi (26. Feb 2009 15:17)
    Human Rights watch: Deutsches Kopftuchverbot verstößt gegen Menschrechte.

    Jepp, Human Rights Watch spinnt mal wieder rum. Hierzu auch Welt online:

    http://www.welt.de/politik/article3278969/Kopftuchverbot-fuehrt-zu-sozialen-Problemen.html;jsessionid=786C2FEA01E5C42B68B45729E3DF6E41#vote_3279004

    Das in acht Bundesländern geltende Kopftuchverbot für Lehrerinnen führt bei den Betroffenen zum Teil zu schweren sozialen und wirtschaftlichen Problemen. Das ist das Ergebnis einer Studie mit dem Titel „Diskriminierung im Namen der Neutralität“ der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch. „Die vor fünf Jahren erlassenen Neutralitätsgesetze verletzen die Menschenrechte und richten sich in aller erster Linie gegen muslimische Frauen“, lautet das Fazit der Autorin der Studie, Haleh Chahrokh. (…)

    Man kann hier auch zum Thema abstimmen. Bisher steht’s 89% gegen die Kopfwindel.

  16. Wie ich sehe, sind Indonesien und Sudan inzwischen uns Deutschen voraus.

    Bei uns waere der Regisseur dieses Films als Nazi beschimpft und muesste mit Anzeige und Einreisebeschraenkungen in andere EU-Laender rechnen.

    Was sind wir in Europa wahrhaftig was fuer eine „apes and pigs“-Gesellschaft geworden…

  17. Ich schätze mal, der Regisseur wird in Großbritannien zur Persona Non Grate erklärt, da er die in England lebenden Muslime mit seinem Film beleidigt.

  18. „Am 24. Dezember feierte der Film “Perempuan Berkalung Sorban (Frauen mit Kopftuch)” Premiere in den indonesischen Kinos. Mit seinen erschütternden Szenen von Vergewaltigung, Missbrauch und seinen Rufen nach Gleichheit erregt der Film über die Unterdrückung von Frauen im Islam seitdem heftige Kontroversen im Inselstaat.“

    Hört sich ja nach dem perfekten Weihnachtsfilm an!

    Trotzdem wäre mir lieber gewesen, wenn sich der Regisseur einen islamischen Feiertag für die Premiere ausgesucht hätte, anstatt ausgerechnet jenen Tag, an dem die meisten indonesischen Christen in (nicht feuerfesten) Kirchen und Häusern versammelt und unbeschwert sind (keine Gefahr wittern). Man weiß ja nie, welcher Teufel/Allah manch einen reitet…

    Allerdings ist der Mut des Regisseurs durchaus lobenswert.

    Nur hat mich dieser Film noch hungriger auf die Premiere des polnischen Historienepos „VICTORIA – The Battle at the Gates of Vienna“ gemacht!

    Schließlich hat der polnische König Sobieski erst dann zugestimmt Wien zu helfen, als geklärt war, dass die Merchandising-Rechte allein an Polen gehen und Mel Gibson ihn in 325 Jahren spielen wird!

    Also warum gibt es noch keine bewegten Bilder und kaum Informationen über diesen Film? Vielleicht aus weiser Voraussicht, damit die Investoren des 34 Millionen Euro teuren Streifens nicht vor Todesdrohungen einknicken, bevor die Suppe gekocht ist?

    Und was die Wenigsten von euch wissen werden: Sogar Arnold Schwarzenegger sollte unter der Regie von Paul Verhoeven (Starship Troopers) bereits im Jahre 1995 als Kreuzritter im 150 Millionen Doller Epos „Crusade“ („Kreuzzug“) gegen die Moslems in die Schlacht ziehen. Jenes unabhängige Studio namens „Carolco“, welches die Rechte an dem Film hielt, entschied sich allerdings das Geld lieber zuerst in einen anderen Film („Cutthroat Island“) zu investieren, an dem es ironischerweise bankrott ging. Das kommt davon, wenn man nicht an Arnold glaubt! Dieser hält jetzt die Rechte am Film, ist aber gerade mit seinem eigenen Kreuzzug gegen die Finanzkrise beschäftigt. Schade. Ich kann nur erahnen, was für ein monumentales Werk uns hier entgangen ist…

  19. ein anderer film AMISTAD erzählt uns ja:
    dass die engländer erfolgreich gegen die
    noch im 19. jhr geduldete sklaverei
    angetreten waren!?
    haben sie sich wohl gegenüber der 4.welt
    (islam) schuldig gemacht?
    dies wäre natürlich ein sakrileg und müsste
    nullkommaplötzlich ausgeglichen werden!
    da kann man schon ein paar individuen/frauen
    opfern…im sinne des ganzen natürlich….
    cheers: lord nelson

  20. Der Regisseur Bramantyo erklärt, es sei keine Kritik am Islam, sondern an der patriarchalischen Kultur in vielen der Islam-Schulen und Moscheen in dem Land

    Also ich kritisiere eigentlich auch niemals den tollwütigen Hund der vor meine Türe scheißt, ich kritisiere immer nur den Gestank.

    “Der Islam verbietet Frauen nicht, herauszugehen und zu studieren, zu beten, oder irgend etwas anderes zu tun… solange es nicht (im Islam) verboten ist”, erklärt er.

    Der ist gut! Den merk ich mir für kalte dunkle Tage wenn ich mal wieder herzhaft lachen will.

    “Doch mit der Zeit wurde dieses Verständnis kulturell und sozial missbraucht und missinterpretiert, so dass Männer überlegen wurden.

    Aber sicher doch … warscheinlich ist damit die Zeit gemeint, welche die Worte benötigten um von Mohammeds Mund in die Ohren seiner verbündeten Raubmörder und Notzüchtiger zu gelangen.

  21. Ich lach mich tot …Indonesien ist inzwischen freizügiger als Eurabien

    *bruaharharhar*

    PS: hoffentlich gründet Geert Wilders bald europaweite Ableger seiner Partei.

  22. dürfen wir alle hoffen?
    vielleicht befreien uns dereinst islamische freiheitskämpfer aus indonesien vom totalitären joch verblödeter linksfaschistischer 68er?
    na, ja. träumen wird man ja wohl noch dürfen in diesen durchgeknallten zeiten!

  23. ….zielt darauf ab eine schwierige Diskussion unter Moslems auszulösen, ähm was ? Finden Hardcore-Moslems denn normal, was sie für ein Bild von Frauen haben ? Ach so, ne, sorry, wusst ich nicht, ist ja alles im Namen Allahs. Ich glaub hier wird Allah mit Dreck beworfen.

  24. 15 5to12
    es ist richtig was du sagst: das Schwein ist ein archetypisches Symbol für Mütterlichkeit/ Weiblichkeit. Darum hassen die Musel das Schwein so. Ich nehme an, dass die meisten den Ursprung nicht mehr kennen. Es ist alles Tradition – das Traditionsbrett vor dem Kopf – eben.

    Necla Kelek zu muslimische Schimpfwörter im Schulbericht. Zitat: Es sind 122 verschiedene Schimpfwörter zusammen gekommen, zwei Drittel davon sind gegen Familie, Frauen und speziell gegen Mütter gerichtet!

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