Warum ich Deutschland liebe!Hallo liebes PI-Team, mit großem Interesse beobachte ich die Rubrik „Warum ich Deutschland liebe!“ und frage mich jedes mal, ob ich mich als osteuropäscher Jude den Beiträgen anderer Deutscher mit Migrationshintergrund anschließen kann. Ihr wisst schon, so richtig Hand aufs Herz legen und sagen „Ich liebe es auch!“.

(Gastbeitrag zur PI-Serie “Warum ich Deutschland liebe!”)

Meine Geschichte in Deutschland beginnt 1995, als ich und meine Familie aus der Ukraine in die BRD ziehen. In der ehemaligen UdSSR gab es schon immer Repressionen gegen Juden. Nachdem meine Eltern davon erfahren hatten, dass Deutschland unseresgleichen aufnimmt, haben sie nach langem Überlegen beschlossen auszuwandern. Viele Nachbarn und Bekannte hatten Bedenken, weil dieses Land sich geschichtlich nicht besonders judenfreundlich zeigte. Doch meine Eltern sahen in dem Umzug eine Möglichkeit, mir eine bessere Zukunft bieten zu können und dem Antisemitismus fern zu bleiben. Beim Ersten hatten sie Erfolg, beim Letzteren leider weniger.

Unsere Familie lebt nicht religiös, wir gehen nicht in die Synagoge und der Samstag ist bei uns nicht heilig. Deswegen habe ich es nie auf die große Glocke gehängt, jüdischer Abstammung zu sein. In der Schule besuchte ich sogar den ev. Religionsunterricht, um einfach so viel Zeit wie möglich unter den Deutschen zu verbringen und die damals noch fremde Sprache zu lernen. Für die Mitmenschen war ich immer der „Russe“, weil es ja „das Selbe“ sei, wie Ukrainer.

Mittlerweile habe ich mehr Zeit meines Lebens in Deutschland verbracht, als in meiner „ersten Heimat“. In all den Jahren habe ich alle möglichen schulischen Einrichtungen durchlaufen: Hauptschule, BVJ, Berufsschule, Berufs-Oberschule. Überall habe ich geschuftet, um mich zu integrieren und zum gleichwertigen Mitglied der Gesellschaft zu werden.

Doch egal, wo ich gerade die Schulbank gedrückt hatte, stoß ich auf die eine oder andere Form des Antisemitismus. Man stellte Behauptungen auf, Juden seien geizig, sie stänken und wüschen sich nie. Ich bekam zu hören, dass sie christliche Säuglinge töteten und mit ihrem Blut Matzen backten. Konkret den östeuropäischen Juden, die nach Deutschland gekommen waren, hat man öfters fabelhafte Begrüßungsgelder (10.000,- / 20.000,- DM) nachgesagt und vorgeworfen, sie würden Deutschland nur als Zwischenstopp nach Amerika nutzen. Sie seien nichts als Schmarotzer u.s.w.

Weil nichts davon auf mich und meine Familie zutraf, habe ich mich immer geoutet und gesagt, ich sei auch „einer von Denen!“. Die Menschen haben darauf stets konfus reagiert, wollten es mir nicht gleich glauben und brachten manchmal danach den Kontakt ab. Das Erschreckendste an der ganzen Sache ist, dass ein sehr großer Teil von diesen Menschen schon erwachsen war und trotzdem an solche absurde Dinge glaubte. In einer zivilisierten Gesellschaft eines europäischen Landes! Sogar auf der Uni, auf der ich mittlerweile Studiere, beschimpfen sich Studenten mit „Jude“ und halten sich zur gleichen Zeit für die „Elite Deutschlands“.

Bitte versteht mich nicht falsch! Ich verdanke diesem Land alles: meine Bildung, meine Freunde, meine Lebensqualität und die Persönlichkeit, zu der ich hier geworden bin. Doch obwohl ich seit vielen Jahren die deutsche Staatsbürgerschafft besitze, fühle ich mich manchmal sehr fremd, schutzlos und unerwünscht, wenn es bei gewissen Demos „Allahu Akbar! Tod den Juden!“ gebrüllt und nicht bestraft wird. Wenn deutsche Politiker den Extremisten laufen lassen, dem Demokraten den Mund verbieten und den kriminellen Ausländer nicht abschieben.

Deswegen würde ich die Frage „Liebst du Deutschland?“ nicht eindeutig bejahen können. Ich liebe es nicht insofern, dass ich alles hinnehmen kann – ich liebe dieses Land soweit, dass ich hier etwas verändern will!

MfG Boris aus FFM

Bisher erschienene Beiträge zur PI-Serie:

» “Ich hatte und habe nur eine Heimat: Bonn”
» “Wir haben die deutschen Werte angenommen”
» “Ich liebe Deutschland wegen den Deutschen”

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80 KOMMENTARE

  1. Leider hat der Verfasser dieser Zeilen Recht. Deutschland ist bestimmt kein schlechtes Land und jeder Gutwillige kann hier zumeist sehr gut leben. Nur machen wir uns nichts vor, es gibt noch viel zu tun und sehr viel zu verbessern.

    Der latente Antisemitismus ist sehr breit vorhanden. Wir müssen ihn wie jedes andere Vorurteil auch bekämpfen, indem wir ihm die Wahrheit zeigen. Das tun wir mit dem Judentum aber auch mit dem Islam und jeder anderen Geisteshaltung.

    Im Gegensatz zum Islam hat das Judentum nichts zu verbergen.

  2. Würden die Juden und die Christen mal ordentlich zusammenhalten, könnten wir schonmal ordentlich auf die Kacke hauen!

    Aber nein, wir versinken lieber in Demut und Selbstmitleid!

  3. „Latenter Antisemitismus“

    1. Antisemitismus ist ein Wort mit Null-Aussage. Judenhass wäre treffender.

    2. Was ist an dem Judenhass der Umma in Deutschland latent? Offener und agressiver geht es doch gar nicht. Latent ist er vielleicht bei unseren Politikern und Gewerkschaftern, die ihren Judenhass als „Kritik unter Freunden“ verbrämen. Was sagte der Herr Jesus nochmal in Gethsemane zu Judas?

    „Freund, wozu bist Du gekommen?“

    Das griechische Wort hier ist allerdings nicht philos sondern hetairos (Kamerad, Genosse; das deutsche Hetäre leitet sich davon ab).

  4. OT:19. Februar 2009:

    Bögner Alaaf!

    Angebliche „Doktorarbeit“ ist nirgendwo veröffentlicht, so wie es bei Dissertationen eigentlich vorgeschrieben ist – Verliehen wurde dem ach so seriösen SPD-Politiker Bögner der imaginäre Doktortitel vom „Mond-Fürstentum Lichtenberg“

    Das intellektuelle Schwergewicht Hans-Georg Bögner, SPD-Kulturpolitiker im Stadtrat, ist in kosmische Turbulenzen geraten. Der seit 2008 als Honorarprofessor der Musikhochschule firmierende hochgradige Akademiker hat im Jahr 2001 seinen Doktortitel für 5.000 D-Mark gekauft. Dabei gibt er sich gutgläubig und behauptet, betrogen worden zu sein – daß seine angeblich 200 Seiten starke „Dissertation“ über „Verpflichtungen, Risiken und Möglichkeiten bei der Gründung und Einrichtung von Stiftungen“, mit der er zum „Dr. der Wirtschaftswissenschaften“ aufstieg, nie Eingang in irgendein offizielles Verzeichnis gefunden hat, will ihm jahrelang nicht aufgefallen sein.

    http://www.pro-koeln.org/artikel09/190209_boegner.htm

  5. Während der Gazaoffenisve war ich vor allem erschrocken über das Ausmaß des Antisemitismus in den deutschen Medien (privat wie öffentlich-rechtlich) und in den Online-Kommentaren zu den Artikeln. Letztere waren häufig regelrechte Hasstiraden.

  6. Sogar auf der Uni, auf der ich mittlerweile Studiere, beschimpfen sich Studenten mit “Jude”

    Aus meinen Schul- und Studienzeiten ist mir so etwas nicht bekannt (heute übliche Gewalt übrigens auch nicht).

    Manchmal glaube ich, wenn ich andere höre und lese, daß ich bei der Schul- und Uniwahl wirklich Glück gehabt haben muß.

  7. Ehrlich gesagt, habe ich in meiner Schul- und Jugendzeit, auch nicht als junge Erwachsene jemals so etwas erlebt.

    Um so mehr hat es mich nun schockert, was anlässlich des Gazakrieges, auch auf unseren Straßen und in den Medien zu sehen und zu hören war. Das so etwas – noch dazu in Deutschland – noch mal möglich wäre, hätte ich mir nicht vorstellen können

  8. #6 Bundesfinanzminister (19. Feb 2009 12:11)

    Leider gilt „Jude“ tatsächlich als Schimpfwort. Meistens reagieren die Betonköpfe dann irritiert, wenn ich mich dafür bedanke. Was aber keinesfalls heißt, dass ich die Intention nicht verstehe und nicht dagegen ankämpfe (im wörtlichen Sinne).

  9. Bei und mit den Juden, hatte ich vor meiner Verhaftung durch die Stasi sehr gute Kontakte gehabt und auch viel bei ihnen bearbeitet, Gaststätten und Bars aus- und umgebaut. Nach meiner Entlassung hatte sich vieles geändert und selten noch einen damaligen bekannten getroffen. Zwischenzeitlich sind auch viele verstorben, aber wer mich trifft, gibt es immer ein freuduges wiedersehen und auch eine Unterhaltung, als wie unter Juden. Es wird kein Unterschied gemacht. Das heist das ich fast nur gute erfahrungen mit Juden gemacht habe. Es gibt auch einige unter den Juden, die bescheißßen, aber wenn man ihre Mentalität kenn kann man das unmöglich machen. Das heist, das ich mehr schlechtes der nicht juden erfahren und erlebt habe, als mit Juden, die so gering sind, das es nicht mehr zählt. Aber eines wahr mit immer angenehm. sie waren überwiegend Ehrlich. Auch meine aller biste Arbeitsstelle die ich jemals hatte, war der Arbeitgeben ein Jude und die ganze Familie war mit gegen über sehr gut in Erinnerung geblieben. Versaut hatte das mir ein Nichtjude, den Prokorist dieser Firma, als mein Chef gerade in Israel war. Durch die Einwirkung und Erlebnisse in der Stasifolterwerkstatt während der Haftzeit, war ich schnell auf Tausend und reagierte damals falsch, leider, sonst würde ich bis an mein Lebensende bei dieser Firma geblieben sein und wäre es immer noch. Leider ist mein damaliger Chef verstorben und der jetzige ist mir nicht gut genug bekannt, Auch bin ich längst im Rentenalter, als das ich noch arbeiten gehen könnte.
    Damals aber hatte ich sogar die Gelegenheit bis in die Spitze zu kommen, denn so hatte ich auch Kontakt mit hohe Regierungsmitglieder gehabt. Habe bei dieser Gelegenheit auch so einiges erleben können. wie viele dieser „….“ arbeiten und wie das Volk belogen wird. Wie abgesprochen wurde, was sie sich bei öffentlichen Debatten gegenseitig am Kopf werfen. Das war mir denn doch zuwider und verzichtete auf solche Aufstiegsmöglichkeiten. Wenn ich solche Debatten mal im Fernsehen ansehen konnte, sind mir die damaligen Erlebnisse immer wieder eingefallen. Deswegen sehe ich mir diese Schauspiel erst gar nicht wider an.

  10. Ich bin ebenfalls ein Jude (aus nicht religiosen Verhältnissen), aber aus Russland. Angekommen anno 1997. Über eine Reihe der glücklichen Zufälle konnte mir eine meinem akademischen Beruf entsprechende „Nische“ finden und fühle mich bereits seit 1999 ziemlich wohl. meine Volksangehörigkeit habe ich, zwar, nie verschwiegen, aber auch nicht „auf eine grosse Glocke gehängt“. Antisemitische Stimmungen sind eine weltübergreifende Tatsache und ich mich nicht im Stande dagegen zu kämpfen. Über die Liebe zu dem Land kann ich nur schwer etwas sagen, aber grosse Sympathien und Respekt habe ich auf jeden Fall.

  11. Danke Boris………

    So schreibt wer der sehr viel mehr Jude ist als er selbst meint, meiner Einschätzung nach machianisch bekennender Jude dazu …. und was dein Sabatmanko betrifft hoff ich dir, dass du das noch schaffst — ohne in verlogenen Ritualen abzuhängen.

    Du bist dazu auch noch sehr viel mehr Deutscher als Frau Merkel, die Moscheegeschäften nachfliegt, Herr Schäuble, der „wir machen alles richtig“ fleissig vor den Anhängern des Herrn Muhamed buckelt und ein Herr Edathy dessen dubiosen Haltungen bloss auf eins zusteuern: Koranisten den roten Teppich ausrollen……..

    Solche suchen das WIRKLICH GUTE in DEUTSCHEN LANDEN kaputt zu machen …….. zum Glück und ZUM SEGEN für viele gibts Seelen wie dich und mich und die vielen Eiferer zur Anständigkeit hier auf PI ……..

    Auch wieder mal an diesem Platz: Danke an den Gründer und die vielen Helfer und Helferinnen.

  12. Ich kenne sehr viele Russland-Deutsche (viele von ihnen Juden). Wenn ich mich mit ihnen über das Verhältnis D/RUS unterhalten habe, so war der Tenor immer: „In Russland waren wir die Deutschen und in Deutschland sind wir die Russen.“
    Ich finde es wirklich schade, dass die Deutschen nicht zu ihrer Nationalkultur stehen und sich schämen, Deutsche zu sein. Das ist wahrscheinlich auch ein Grund, weswegen viele Zuwanderer sich hier nicht so richtig mit Deutschland identifizieren können.

  13. sehr gut, wenn du deutschland so liebst, dass du was (zum positiven) verändern möchtest. mach was aus dir.

  14. Ich glaube, es waere Zeit fuer ein Plakat, wie es die Linken immer drucken.

    Titel: so etwas wie „Multikulti statt Islamismus“.

    Bild links: eine Gruppe junger Frauen deutlich unterschiedlicher Herkunft, inklusive einer blonden Deutschen, eine israelisch oder russisch aussehenden Juedin, einer integrierten Tuerkin ohne Kopftuch, einer afrikanischen Christin mit Kruzifix-Abzeichen an Halskette und einer Koreanerin; vor einer Deutschland-Fahne fotografiert.

    Bild rechts: eine Gruppe junger Frauen, gut verpackt wie im „Islam“ vorgeschrieben, alle weiss („dunkelhaeutig“), alle schwarz gekleidet mit Kopftuch, dass man keine Haare sehen kann, alle gleichgeschaltet, vor einem Plakat mit dem Bild eines baertigen Hasspredigers der ganz klar zum Voelkermord aufruft (ich wuenschte das Bild waere uebertrieben, und irgendwie sehen die „Toetet alle Juden“-Typen immer irgendwie brutal aus, wenn sie predigen).

    Schrift darunter: so etwas wie „Islamisierung der Gesellschaft ist das Gegenteil von Integration und Respekt fuer andere Kulturen“.

    Das ganze ist natuerlich an unsere linken Freunde gerichtet.

    Gute Idee?

  15. Zusatz: …die Politiker haben es Jahrzehnte lang vorgemacht. Katzbuckeln. unterschwellig transportiert, dass die Deutschen 50 Jahre nach dem Krieg immer noch die schlimmsten Menschen der Welt sind.

  16. Lieber Herr Boris,

    der deutsche Judenhass nach 1968 ist ein Teil des deutschen Selbsthasses, dieser wiederum ist eine Folge der „Reeducation“ nach 1945.

    Ein Volk, das in toto zum „Tätervolk“ gemacht wurde, dem die neuzeitliche Errungenschaft der Individualschuld mit dem Hinweis auf die ungeheure Größe seiner Verbrechen verweigert wurde und wird, muß im Laufe der Generationen kollektivneurotische Reaktionen zeigen.

    Mit anderen Worten: Wer mit dem Stigma der ewigen, vererblichen und unentrinnbaren Schuld
    geboren und aufgewachen ist, hat es sehr schwer, ein vernünftiges und entspanntes Verhältnis zu anderen Ethnien aufzubauen. Wie ein manisch-depressiver Patient einmal himmelhoch jauchzt, ein ander mal zu Tode betrübt ist, so lieben die deprivierten Deutschen einmal unkritisch bis zur Selbstverleugnung die Fremden (Moslems), ein andermal hassen sie den Nicht-Deutschen (Juden).

    Gesund ist beides nicht.

    Nutznießer und Perpetuierer dieser Nationalneurose ist in erster Linie eine Kaste, deren Zerschlagung die Allierten nach 1945 verabsäumt haben: hohe Beamte, Justiz,
    Hochschullehrer, Industrielle und Künstler.

    Um von ihrer bzw. ihrer Vorväter tatsächlicher und individueller Schuld abzulenken, hat die o.g. Kaste ihre Verantwortung für die Verbrechen des sog. „Dritten Reichs“ gleichsam „sozialisiert“, also ALLE Deutschen in Sippenhaft genommen, um die eigene Schuld zu tarnen.

    Gute Beispiele hierfür sind Reemtsma, dessen Erzeuger durch die Nazis Multimillionär wurde. Um von der ekelhaften Rolle seines NS-Vaters abzulenken, nahm Reemtsma einige der ererbten NS-Millionen, um eine Ausstellung zu finazieren, die kurzerhand alle Wehrmachtssoldaten zu Verbrechern erklärte, auch noch den 17jährigen Buben aus ärmsten Verhältnissen.

    Weitere Repräsentanten dieser Kaste sind etwa Günter „SS-Günni“ GraSS oder Walter „ich weiß nicht mehr ob ich Nazi war“ Jens.

    Den philosophischen Überbau für die Kollektivierung der „deutschen Schuld“ lieferte Jürgen „HJ“ Habermas.

    Der politische Arm dieser Kaste sind Teile der SPD sowie die Grünen.

    Leider lassen sich auch die Repäsentanten der deutschen Juden vor diesen Karren spannen.

    Das sind die trüben Quellen des latenten deutschen Judenhasses, der heutige Durchschnittsdeutsche fühlt sich – entgegen der eindeutigen Befehle der Kaste – nicht schuldig an den NS-Vebrechen, da er sie nicht begangen hat.

    Aber, anstatt den falschen Beschuldigern über den Mund zufahren und an deren Entmächtigung zu arbeiten, lenkt der zu Unrecht Beschuldigte Deutschen seinen Hass auf „die Juden“, die jedoch tatsächlich Opfer waren.

    Es muss also eine gemeinsames Anliegen der heutigen „Normal“-Deutschen und der Juden sein, die individuelle Schuld der Kastenangehörigen und die Nutznießerschaft der Abkömmlinge immer wieder zu bennen und zu brandmarken. Eine Familie Qandt ist eben nicht anständig, solage sie den durch Zwangsarbeit gerafften Reichtum nicht vollständig an die Zwangsarbeiter bzw. deren Erben herusgibt, eine Stiftung, die sich mit solchem Blutgeld füttern läßt, ist keine gemeinnützige Einrichtung, sondern bloß ein NS-Folgeprodukt.

    Das die Kaste sich jetzt auf die Seite des Islam schlägt, ist für diese Leute nur „Business as usual“. Der Islam erscheint als die kommende Kraft, der es opportunistisch und speichelleckerisch zu folgen gilt, genauso wie zuvor den Nazis (1933ff) oder den Kummunisten (1968 bis heute). Entscheidend ist alleine die Erhaltung der eigenen Pfründe, ob es das Leben und die Freiheit der Untertanen fordert, ist für die Kaste gleichgültig.

    Gruß

    Hobbes

  17. “Liebst du Deutschland? … ich liebe dieses Land soweit, dass ich hier etwas verändern will!“
    DANKE, BORIS!

  18. @Boris

    Viele Nachbarn und Bekannte hatten Bedenken, weil dieses Land sich geschichtlich nicht besonders judenfreundlich zeigte.

    Eine besonder „zarte“ Untertreibung für den Holocaust! Ich bin, ehrlich gesagt, erschüttert, was ich in den letzten Wochen in Deutschland zum Thema Antisemitismus erleben musste und wieviel Hass, nicht nur in Deutschland, unseren jüdischen Mitbürgern (wieder?) entgegenschlägt. Der Text von Boris macht betroffen und wütend!

    Wehret den Anfängen Leute! Reine Lippenbekenntnisse reichen da nicht mehr aus.

    #11 plex
    Das „nicht an die grosse Glocke hängen“ ist leider ein anratenswertes Verhalten. Die Tatsache, dass dies in einem Land, dass so stolz auf Meinungsfreiheit und Demokratie ist, nötig ist, macht mich sehr nachdenklich.

    #14 ajbrehm
    Ein sehr guter Slogan!!!

  19. Als Deutscher habe ich auch die Haßliebe zu meinem Heimatland gelernt. Ein anderes europäisches Land zu dem ich Kontakt habe kennt diese seltsame Ausbildung zum Selbsthass nicht. Sie feiern ihr Land mit Pauken und Trompeten. Wenn ich mich umschaue sind es besonders die Linken, Weltverbesserer und Aktivisten für irgendwas, die den Bodenkontakt verloren haben und sich ständig über die schlechten Verhältnisse auslassen, einfach absurd. Deutschland ist gut. Eigentümlich ist, dass gerade das Holocaust-Gedenken die Leute immer mehr in den Judenhass zu treiben scheint.

  20. Antisemitismus, das ist eine schwer zu fassende Sache. Auch wenn sie sich gegen Juden richtet, hat sie doch weniger mit dem Juden, sondern viel mehr mit demjenigen zu tun, der von Antisemitismus ergriffen ist.

    Das ist schwer zu vermitteln, sowohl gegenüber den Opfern, also den Juden, als auch gegenüber den Antisemiten, die kaum glauben wollen, daß nicht Juden, sondern sie selber das eigentliche Problem darstellen.

    Auch wenn man den Antisemitismus strafrechtlich verfolgt, so läßt er sich dadurch nicht ausrotten, sondern nur dessen öffentliche Sichtbarkeit etwas reduzieren.

    Es handelt sich um eine Deformation des Bewußtseins, das nach Schuldigen sucht, nach Opfern, die man ausgrenzen, mobben kann. Die Kollektive der westlichen Welt haben sich darauf verständigt, daß dieses Opfer der Jude sei, dem seitdem alles angehängt wird, was sich an Schlechtigkeit überhaupt nur ersinnen oder formulieren läßt.

    Dies ist das Stigma der Juden, welches man nicht mehr aus der Welt wird schaffen können.

    Ich kann nur hoffen, daß ein davon persönlich betroffener Jude zu derartigen Erkenntnissen gelangen kann, um für sich sicherzustellen, daß er als „Individuum“ zumindest in emotional normalen Zeiten garnicht gemeint ist.

    Ändern sich die Zeiten, und tritt Emotionalität gesellschaftlich stärker in den Vordergrund, dann geraten Juden immer in Gefahr, indem man sehr einfach die Allgemeinheit gegen sie in Stellung bringen, aufhetzen kann.

    Nur in dieser Hinsicht ist Deutschland ein sicheres Land für Juden geworden, ganz alleine schon aufgrund unserer katastrophalen Geschichte.

    Verarbeitet in dem Sinne, daß tatsächlich in Deutschland tiefere Erkenntnisse über die Ursachen des Antisemitismus angefallen wären, davon kann man nicht ausgehen.

    E.Ekat

  21. 16 Hobbes,

    mir ist von kollektiver Schuld oder Schuldzuweisung in meinem langen Leben nichts bekannt geworden.

    Ich höre dergleichen jedoch immer wieder ausschließlich von Leuten, die eine vermeintliche Schuld nicht selber anklagen, sondern sich gegen vermeintliche Klagen glauben zur Wehr setzen zu müssen.

    E.Ekat

  22. Hallo liebe Freunde!

    Ich bin aus Amerika nach Österreich gezogen als ich 16 Jahre alt war.

    Meine Eltern hatten beschlossen nach Österreich zu kommen, da die Großeltern mütterlicher Seite hier leben.

    Aus der kurzen Zeit (naja, es sind jetzt schon 7-8 Jahre) muss ich das gleiche feststellen wie Boris! Ich bin zwar kein Jude, aber mein Stiefvater (für mich da seit meinem 2 Lebensjahr) ist Afroamerikaner (sprich: SCHWARZ)

    Ich habe die gleichen Dinge erleben müssen wie Boris, natürlich bezogen auf Schwarze.

    Nicht einmal die Familie hat ihm akzeptiert.

    Ich hatte mehr Glück als du Boris, denn es war alles direkt gegen dich gerichtet!
    Bei mir war es meine kleine Familie(Mum,Dad and I)Auch nicht gerade Cool 😉

    Mein Vater trifft auch nicht die Klischees eines Schwarzen Drogendeales!

    Er war bei den US Marine Corps, ich selber in der US. ROTC Militärschule! Wir sind sicher disziplinierte Persönlichkeiten im Einklang mit der Gesellschaft, die uns will, und liebt!

    Mit einem Restaurant lernt man schnell Fürsprecher kennen.Aber noch mehr Neider!

    Genau diese Hürden machen uns stärker!!!

    Allem voran: Wir dürfen trotzdem nicht vergessen woher wir kommen!

    Vom gleichen Schöpfer!

    Ich liebe den deutsprachigen Raum!Bin gerade dabei einen guten Job in Deutschland zu erhalten, und ich bin keineswegs abgeneigt nach Deutschland zu ziehen!

    Um jetzt nicht von Thema abzuweichen: Wenn wir den Grund für den 2. Weltkrieg genauer belichten und ein bestimmten Segment auswählen, sehen wir folgendes:

    Juden zur damaligen Zeit waren sehr intelligente Menschen, und haben die richtigen Wege eingeleitet um einen großteil Deutschlands zu besitzen. Deutsche Beckerein waren keine Deutschen mehr.

    Das gleiche ist heute mit den Moslems!!!

    //Natürlich hab ich auch muslimischen Freunde!
    Die sind aber „echte“ Österreicher.//

    JA…ihr habt Recht,der Jude war lange nicht so schlimm, aber für die damalige Generation ausreichend Grund!

    Es stellt sich nur folgende Frage: Wie einen Gegner aufhalten, der keine Angst vor dem sterben hat?!

    Noch dazu stehen alle Menschenrechts und- weiss-was-gott-noch-für-welche-Organisationen und Staat hinter den wahren Teufel und unterstützen Ihn!!

    DER 3. WELTKRIEG HAT BEREITS BEGONNEN!!!

    Wie schaffen wir gemeinsam die Leute wachzurütteln????

    Leider ist unsere(DER,AUT)Geschichte, unser Schicksal!

    Vielen Dank

  23. Juden aus dem Gebiet Russlands werden, wenn sie herkommen, von ihrer Religionsgemeinschaft aufgenommen, an die Hand genommen, und es wird auf Integration hingearbeitet! Daß da vieleicht mal das Wort „Russe“ fällt, ist ja wohl kein Problem des Rassismus! Das ist beiläufig, ungewollt und wider besseres Wissen einfach dahergesagt! Probleme entstehen erst, wenn das jedesmal aufgewärmt, hochstilisiert und zum Problem ernannt wird! Bei der Mehrzahl von Muslimen ist das anders. Die wollen garnicht anders, als Türken oder sonstige Araber erkannt zu werden. Die kommen hierher und sind nicht Willens, sich zu integrieren! Wenn schon in wenigen Jahren niemand mehr den „Russen“ in einem Menschen vermutet, bleibt der Muslim ein Araber, auch in der xten Generation!

  24. Ein sehr offener und teilweise erschreckender Bericht von Boris, der zeigt, warum muslimischer Antisemitismus es hier so leicht hat: weil es eben in breiten Bevölkerungsschichten jede Menge – gar nicht so versteckten – „deutschen“ Antisemitismus gibt, und eben nicht nur von „Rechts“. Eigentlich ist nicht zu erkennen, dass die Obrigkeit effektiv dagegen angeht. Holocaustdenkmäler scheinen nicht den versprochenen Effekt zu haben.
    ——
    Anfangs war ich dieser PI-Serie gegenüber skeptisch eingestellt, hielt sie für eher deplatziert und aufgesetzt. Doch inzwischen zeichnet sich in meinen Augen ab, dass sie zum Besten gehört, was PI sich bisher einfallen ließ, und das liegt am Echo, an den Berichten, die bisher geschrieben wurden.
    Ich bin angenehm überrascht, wie viele wohlwollende Leser mit „Migrationshintergrund“ PI hat. Was einige von ihnen uns in ihren Berichten mitteilen, macht PI auch mal zu einer aufhellenden Lektüre, denn häufig erzeugt PI-Lesen bei mir eher eine düstere Stimmung.

  25. Hätte man uns(mir) nicht ständig vorgehalten was mein Opa wenn überhaupt,getan hat und so ein Arsch ist nun mal Friedmann ,dann wäre die Solidarität den Juden als auch den Ausländern größer.Und mein Ur-UR-Ur-Groß Opa kommt aus Schlesien und wurde dort vertrieben trotzdem würde ich nie auf die Idee kommen irgendwelch Ansprüche zu stellen ,ich arbeite für mein Geld und entweder das reicht oder ich muß sparen

  26. #14 ajbrehm (19. Feb 2009 13:05)

    Bild links: eine Gruppe junger Frauen deutlich unterschiedlicher Herkunft, inklusive einer blonden Deutschen, einer israelisch oder russisch aussehenden Juedin …

    An welchem Aussehen erkennt man denn eine unverwechselbare Israelin?
    Woran eine Russin?
    Und wenn man eine Frau äußerlich als Russin erkennt, woran erkennt man, dass sie Jüdin ist?

  27. #27 Göttinger1 (19. Feb 2009 13:43) Hätte man uns(mir) nicht ständig vorgehalten was mein Opa wenn überhaupt,getan hat und so ein Arsch ist nun mal Friedmann ,dann wäre die Solidarität den Juden als auch den Ausländern größer.

    Wenn man sich an der Verhinderung einer Solidarität mit Juden so gehindert sieht wie Du, sollte man dann nicht wenigstens draufhaben, wie der „Arsch“ Friedman sich tatsächlich schreibt?

  28. OT:
    Artikel in „didacta“, Ausgabe 1/2009, S. 66 „Absolventen unterrichten in sozialen Brennpunkten“

    Ab dem Schuljahr 2009/10 sollen bis zu 30 hochqualifizierte Hochschulabsolventen verschiedener Studienrichtungen an sozialen Brennpunkten in Berlin unterrichten.
    …Bildungsinitiative „Teach First“

    Auf http://www.teachfirst.de/programm ist nicht von Berlin sondern von deutschen Großstädten die Rede.
    Dennoch, die Absolventen werden wohl ihren „Spaß“ haben.

  29. Als eine in Deutschland lebende Deutsche tut es mir sehr leid für dich, das Du Deine Jahre in Deutschland so verleben musstest. Es beweist mal wieder das ich schon seit 20 Jahren sage das der Antisemitismus noch immer da ist und das man die Geschichte der Deutschen eben doch nicht aufgearbeitet hat. Sonst wären all diese Demos der extrem rechten Seite überhaupt nicht möglich. Dir ein kleines Trostpflaster vielleicht: Ich liebe Juden, egal wo sie her kommen und darum gehe ich dieses Jahr auch wieder nach Israel. Vergiss es nie denn ich bin nicht die einzige. Es gibt immer noch leute die voll hinter euch stehen, ob ihr nun glaubt oder nicht. Ihr seid das von Gott auserwählte und geliebte Volk und er wird Euch alle hüten wie seinen Augapfel.
    Herzlichen Gruss Lashera

  30. ich hab ehrlichgesagt noch nie judenhass an meiner uni oder in meinem freundeskreis entdeckt. ich bewege mich in überwiegend deutschen kreisen, und da gibts keine abneigung gegenüber juden. wohl aber gibt es ziemliche abneigung gegenüber moslems, nicht nur von den konservativen, sondern auch von den linken in meinem freundeskreis. da fallen dann schonmal sprüche wie „kopftuchmutti“ usw. ist auch nicht immer ok, aber doch auffällig, dass die meisten im beisein ihrer bekannten/freunde gegen araber (i.w.S.) sind, aber all die sinnlosen integrationsprogramme, die ihre parteien wie spd und grüne auflegen, sehr energisch gegen jegliche kritik verteidigen.

  31. Für solche Idioten kann man sich nur schämen.
    Das schlimmste, was man den Juden vorwerfen könnte, ist dass sie trotz all dem Leid und der Ablehnung, die sie erfahren haben, bis heute nicht aufgegeben haben, selbst wenn sich alle Welt die grösste Mühe gegeben hat, sie fertig zu machen.
    Kann sein, dass sie das zu einem Volk macht, das die Augen vor der Realität verschliesst und trotz allem das Unmögliche versucht, aber es macht sie auch zu einem Volk, das den grössten Respekt verdient!
    Die Juden sind tatsächlich ein besonderes, vielleicht sogar ein auserwähltes Volk, weil sie es geschafft haben, zu überleben und sich ihr Wesen zu bewahren.
    Dafür bewundere ich die Juden und ich kann nur hoffen, dass die Welt das irgendwann auch einsieht und aufhört, weitere Schuld an den Juden auf sich zu laden.

  32. Manchmal habe ich den Eindruck, daß die ganze deutsche Holocaust-Gedenk-Politik nur dazu dienen soll, eine Rechtfertigung dafür zu schaffen, die heute lebenden Juden in Israel im Stich zu lassen und ihren islamischen Feinden auszuliefern. Da wird Waffenstillstand gefordert nach dem Motto: Waffennachschub für Hamas und Hisbollah und Stillhalten für Israel. Oder die sinnlose Rede von Land gegen Frieden. In Wirklichkeit gab es nach den Gaza-Abzug: Land gegen Raketen.

    Übrigens wäre es einmal interessant eine genaue Aufstellung aller Zahlungen Deutschlands – auch indirekt über die EU und UNO – für islamische Länder und für die Palästinenser zu sehen. Und diese Auffstellung dann zu vergleichen mit der Summe, die Israel als Wiedergutmachung erhielt.

    Lieber Boris, wenn ich jüdischer Abstammung wäre, würde ich nach Israel auswandern. Aber es ist tröstlich zu hören, daß Du dich verantwortlich für das Wohlergehen Deutschlands fühlst.

    Tatsächlich waren die Juden vor den Nazis die zuverlässigsten Freunde, die Deutschland weltweit jemals hatte. Im Ersten Weltkrieg wurden in den USA jiddische Zeitungen wegen ihrer Deutschfreundlichkeit zensiert und verboten. Auch in der Hungerzeit nach dem Ersten Weltkrieg (1914-1918) stammte der Großteil der amerikanischen Lebensmittellieferungen für Deutschland von Juden.

  33. Ich habe begonnen, alle Berichte dieser Reihe zu sammeln.
    Boris‘ Text spart nicht mit Kritik an den Deutschen, er fällt nicht genau ins Raster des PI-Üblichen. Gerade darum ist er gut hier untergebracht. Ich will noch viel mehr Berichte lesen!

  34. #38 Timo Beil (19. Feb 2009 14:40)
    ich hab ehrlichgesagt noch nie judenhass an meiner uni oder in meinem freundeskreis entdeckt. –
    Der unterschwellige Antisemitismus kommt sofort hoch, wenn das Thema „Israel und die Palästinenser“ auf den den Tisch kommt. Machen Sie mal den Test, indem Sie konsequent Israel verteidigen!

  35. re frohundheiter,

    na, dann seien Sie doch froh (und heiter), daß Ihnen in ihrem „langen Leben“ bis dato keine Kollektivbeschuldigung zuteil wurde. Aber, halten zu Gnaden, es gibt Menschen, die gegenteilige Erfahrungen machen „durften“, bei denen sogar, denken Sie mal, nach der kollektiven Beschuldigung die kollektive Bestrafung folgte. Da mußten Greis und Säugling für die Untaten von anderen Leuten bitter büßen.
    Als Dank für dieses Prügelknabendasein wurden diese Menschen dann von den Abkömmlingen der wahren Täter, den 68er, nach Kräften verhöhnt.

    by the way, froundheiter, sind Sie alt68er und Ex-Steißtrommler ?

  36. #37 Grant (19. Feb 2009 14:35) @ frohundheiter:

    Lea Rosh: „Volk der Täter“

    Und?

    Kannst Du auch ganze Sätze?

    Hast Du vielleicht Schwierigkeiten, weil Deutsche sich gegenseitig Schuldkomplexe einreden?

    Höre auf zu langweilen.

  37. #31 Israel_Hands

    An welchem Aussehen erkennt man denn eine unverwechselbare Israelin?
    Woran eine Russin?
    Und wenn man eine Frau äußerlich als Russin erkennt, woran erkennt man, dass sie Jüdin ist?

    Eine nah-oestliche Juedin sieht arabisch und juedisch aus. Wie soll ich das beschreiben?

    http://en.wikipedia.org/wiki/Ofra_Haza

    Russen sehen ost-europaeisch aus. Die meisten Juden aus Russland, die ich kenne (und das sind nicht wenige) sehen sowohl juedisch als auch russisch aus.

    Und ausserdem kann die gute Frau ja einen Davidsternanhaenger tragen.

    Und es gibt auch ein typisches israelisches Aussehen:

    http://www.danielsinfo.de/Bilder/Darsteller/Yiftach-Katzur-gross.jpg

    (Was soll ich sagen? Eis am Stiel ist so ziemlich die einzige Filmserie, der ich auf Hebraeisch so einigermassen folgen kann.)

    Normalerweise ist das Aussehen egal, aber auf einem Plakat, dass gerade das Zusammenleben von Menschen verschiedener Herkunft zeigen soll, waere es natuerlich ideal, wenn jeder besonders stereotypisch fuer seine Herkunft aussieht. Die Afrikanerin sollte also durchaus schwarz sein, auch wenn das sonst keine Relevanz hat. Alles klar?

  38. #43 Hobbes (19. Feb 2009 15:25)

    ja, Hobbes. Ich bin Grüner. Nazi. Linker. Steißtrommler. Und was immer Sie meinen.

    Goldhagen jedenfalls hat, entgegen Grants vager Andeutung, eine Kollektivschuld der Deutschen ausdrücklich verneint. Ließe sich nachlesen, sogar im Internet. Wenn man denn wollte.

    Paßt aber wohl nicht ins zu pflegende Klischee.

    Lea Rosh, die dann hilfsweise nachgeschoben wurde: die kann viel erzählen. Einen Vorwurf von Kollektivschuld gegen Deutsche kann sie jedoch schwerlich glaubhaft erheben, denn sie ist selber…. Deutsche.

    Was Deutsche über Deutsche erzählen, das ist in diesem Zusammenhang so interessant wie das, was Sie glauben über mich erzählen zu müssen. Der eine plappert halt über die vermeintliche Zuweisung von Kollektivschuld, um sich verfolgt fühlen zu dürfen, und bringt dazu falsche Beipsiele. Ein anderer wiederum labert von Steißtrommlern.

    So what.

    E.Ekat

  39. Ich bin kein Jude. Ich wurde als strammer Deutscher mit deutschen Eltern geboren, fuehle mich aber auch in Deutschland fremd. Fremder als frueher. Das liegt nicht daran, dass ich nun in den USA wohne. Das liegt daran, dass mir auch schon vorher viele Deutsche fremd geworden sind. Sie sind mir fremd geworden, weil sie allen Muell in den MSM glauben. Weil sie immer oberflaechlicher werden. Weil sie sich gegenseitig das Leben mit Neid schwer machen.

    Deutschland ist ein schoenes Land, aber es wurde wieder mal von Sozialisten uebernommen und es wird noch schlimmer kommen. In der FAZ liest man taeglich das E-Wort nun. Enteignung. Und es gibt tatsaechlich eine Menge Antisemiten in Deutschland. Sowas schreckt mich auch ab.

  40. Mal etwas abseits der eigentlichen Thematik:
    Bei einigen Russlanddeutschen hat man aber den Eindruck, dass sie sich selbst als Russen sehen und keine Bindung zur deutschen Kultur haben (wollen). Ansonsten habe ich keine Probleme damit, wenn Deutsche aus der „Peripherie“ „zurückkehren“. MIr geht es vor allem um Identifikation mit Deutschland, die bei manchen, die hier sogar geboren sind, nicht gegeben ist.

  41. Froundheiter,

    warum so giftig, hab doch nur gefragt.

    Bsp. Fr. Rosh – eben, eine von den deutschen, die das „dritte Reich“ gar nicht kollektivistisch genug betrachten können, um von den wahren Schuldigen und der Nutznießerschaft der NS-Abkömmlinge abzulenken.
    Oder auch nur, um günstich an `ne schöne Villa zu kommen, Sie erinnern sich an das Skandälchen der Vergangenheitsbewältigungshapyrie Rosh ?

    P.S. Für jemanden, der angeblich nen „jüdischen Großvater“ hatte, hat die Rosh merkwürdige Auffassungen von mosaischer Pietät bewiesen, als sie coram publico Leichenteile von KZ-Opfern in die Kamera zeigte, oder ?

  42. Froh und heiter ist eventuell bei seiner Liebsten mal wieder nicht zum Zuge gekommen und laesst jetzt hier wieder seinen Frust ab. Sind ja alle so dumm, bis auf ihn selbst. :mrgreen:

    Froh und heiter. Alias E.Ekat. Gaebe es ihn nicht, man muesste ihn erfinden. Immer sehr amuesant zu lesen. 😀

  43. 50, hobbes, ich, giftig? Nur weil Sie einfach mal gefragt haben sollten?

    Was hatten Sie doch gleich gefragt?

    by the way, froundheiter, sind Sie alt68er und Ex-Steißtrommler?

    Ich war hier schon alles. Die ganze Palette rauf und runter. Da fällt es einfach, sich ausgerechnet über vermeintliche Vorwürfe zu Kollektivschuld auszulassen.

    1.) Es gibt keine Kollektivschuld.
    2.) es gibt wahrscheinlich mehr Leute, die sich als Opfer einer kollektiven Schuldzuweisung sehen, als es tatsächliche derartige Vorwürfe gibt.

    Der Gund dafür ist eigentlich ganz einfach: Siehe Punkt 1.

    Siehe hierzu auch die unhaltbaren Sprüche über Friedman.

    Wer zu Schuld etwas anderes behauptet, der hat bestenfalls keine Ahnung, was Schuld bedeutet. Schuld kann immer nur individuell sein. Es gibt keine Kollektiv-Schuld.

    Dennoch gibt es natürlich Kollektive, die durch gemeinsame Taten schuldig werden. Ich nenne mal die Mafia, weil dies vielleicht
    noch einleuchtet.

    E.Ekat
    (alt-68iger, Steißtrommler).

  44. #50 Hobbes (19. Feb 2009 16:03)

    nochwas zu Ihren Ausführungen zu Frau Rosh.

    Das meiste, was Sie da erwähnen kannte ich garnicht. Mir ist das Thema so zuwider, daß ich viele solcher Geschichten aus dem Wege zu gehen versuche.

    Das 3. Reich war wohl definitiv anders als das, was uns überliefert wurde. Aber sicherlich war es auch erdrückend für denjenigen, der damit nicht zurechtkam.

    Die meisten kamen damit wohl zurecht.

    Ich glaube, hätte man Juden nicht verfolgt, so wären auch unter diesen die meisten damit klargekommen. Es gibt keine Unterschiede ziwschen Menschen und Menschen außer denen, die Menschen hinzuerfinden.

    E.Ekat

  45. Herr Ekat,

    mit der Logik haperts aber n’büschen bei Ihnen, oder (ich nehm also den Steißtrommler zurück) ?

    Alleine der Umstand, daß eine aufgeklärte Rechtsgemeinschaft kollektive Schuldzuweisungen ablehnt, bedeutet nicht, daß Kollektivschuldvorwürfe und damit legitimiert Kollektivbestrafungen nicht stattgefunden haben und stattfinden.

    Ihr Mafia-Paradigma ist schlecht gewählt – auch hier muß die Justiz jedem Mafiosi seinen Tat- oder Tatunterstützungsbeitrag einzeln nachweisen. Eine Mitgleidschaft genügt u.U. zwar, wird aber im Sinne einer Beihilfehandlung verstanden.

    Anders bei der Sippenhaft der Barbaren (i.e. (nat)Sozialisten, Kommunisten, Islamisten) – da genügt Klasen, Rassen oder Volkszugehörigkeit, um zu beschuldigen und zu „bestrafen“ bzw. in der brd von heute, moralisch zu erpressen und zu erniedrigen.

  46. Ich verstehe die ganze Aufregung nicht,Kollektivschuld hin oder her,den Holocoust gab es doch gar nicht,jeder hatte doch seinen Juden im Keller versteckt,nein einer nicht..Dieter Schulze und der wurde zur Verantwortung gezogen und in Nürnberg durch den Strang hingerichtet.Ist ne bitterböse Satire,jetzt zum Ernst…meine Familie wurde Opfer eines totalitären Systems!

  47. Boris, du bist in bester Gesellschaft
    EINSTEIN: Ein Vorurteil zu bekämpfen, ist schwerer als das kleinste Atomteilchen zu spalten.

    Es wurde ja auch nichts unterlassen um dumme Vorurteile gegen Juden zu schüren.
    1. DUMMHEIT: die Juden haben Jesus umgebracht!
    Wer hat dieses Kalkül erfunden und unter das dumme Volk gebracht? Richtig!
    2. NEID: Weil die Juden aus den geringsten Möglichkeiten,die ihnen noch gelassen wurden, das Bestmögliche gemacht haben. Trotz Verbot sich als Bauern oder Handwerker niederzulassen und nur das Geldgeschäft erlaubt war, wurden sie so reich, dass Könige und Staatsmänner zwecks Machterhalt bei den reichen Juden Geld leihen mussten.Das erweckte den Neid der anderen.
    DUMMHEIT und NEID – bis zum heutigen Tag – es ist kaum zu glauben.

  48. #6 Mary Astell (19. Feb 2009 16:59)
    Stimmt so nicht,Juden übten Handwerk und auch Landwirtschaft aus,viele von ihnen lebten in bitterer Armut!Ich empfehle : Kurt Schubert Jüdische Geschichte ( Pro.für Judaistik in Wien )Ist alles dokumentiert und nachzulesen!

  49. 15 ajbrehm
    Gute Idee!
    Lerne Photoshop Elements (VhS) und du kannst alle Plakate selbst machen und verschicken wohin du willst oder als Flyer drucken lassen und verteilen z.B. in der U-Bahn, S-Bahn, Zug u.s.w.

  50. #54 Hobbes (19. Feb 2009 16:44) Herr Ekat,

    mit der Logik haperts aber n’büschen bei Ihnen, oder (ich nehm also den Steißtrommler zurück) ?

    Naja, wo hapert es zu diesen Themen denn nicht mit der Logik?

    Alleine der Umstand, daß eine aufgeklärte Rechtsgemeinschaft kollektive Schuldzuweisungen ablehnt, bedeutet nicht, daß Kollektivschuldvorwürfe und damit legitimiert Kollektivbestrafungen nicht stattgefunden haben und stattfinden.

    Hatte ich dergleichen bestritten? Mal abgesehen davon, daß dieses PI- Forum nun nicht unbedingt als eine aufgeklärte Rechtsgemeinschaft anzusehen ist, so hatte ich doch lediglich geltend machen wollen, daß Kollektivvorwürfe in der Regel und samt und sonders unbegründet sind. Nicht, daß diese nicht stattfinden würden. Der ganze Antisemitismus stellt ja wohl eine kollektive Schuldzuweisung dar, und zogh und zieht zieht gelegentlich kollektive Strafmaßnahmen nach sich. Sicher haben Sie schon mal was von der Einziehung jüdischen Vermögens im 3. Reich gehört, und die dafür gereichte Begründung?

    Das war immerhin mal Deutsches Recht.

    Ihr Mafia-Paradigma ist schlecht gewählt – auch hier muß die Justiz jedem Mafiosi seinen Tat- oder Tatunterstützungsbeitrag einzeln nachweisen.

    Ja klar. Aber hatte ich nicht so formuliert:

    Dennoch gibt es natürlich Kollektive, die durch gemeinsame Taten schuldig werden. Ich nenne mal die Mafia, weil dies vielleicht
    noch einleuchtet.

    Zur Not hätte man sich darunter vorstellen können, daß ich von Mafiamitgliedern spreche, denen diese Mitgliedschaft nachgewiesen wurde.

    Andere Mafiamitglieder sind natürlich unschuldig.

    Aber für jemanden, der auch mal einen Punkt machen möchte – Paradigma schlecht gewählt – laße ich das mal so stehen.

    Aber auch durch „Beihilfe“ können Sie durchaus eine Form von Schuld erwerben. Richter jedenfalls sehen das manchmal so.

    Sippenhaft kannten nicht nur die sogenannten Barbaren, (Kommunisten, Sozialisten usw) das war durchaus auch in unserer Volksgemeinschaft ein probates Mittel, um „Zucht und Ordnung“ herzustellen.

    Derzeit wird jedoch nur das jüdische Volk in Israel in Sippenhaft genommen dafür, daß sie Juden sind.

    E.Ekat

  51. @ frohundheiter

    Wenn es sich beim „Tätervolk“ und der „Kollektivschuld“ ausschließlich um Erfindungen von deutschen Rechtsradikalen und Frau Rosh handelt, nehme ich das erleichtert zur Kenntnis. Und das Goldhagen laut Internet gerade nicht behauptet hat, es läge doch irgendwie auch an den Deutschen, na das freut mich doch auch. Da hab ich bei der Lektüre des Buches offenbar einiges ziemlich falsch verstanden.

  52. 60, Grant, sei nicht traurig.

    Zu Goldhagen, Auszug:

    Der am weitesten verbreitete Vorwurf gegen Goldhagen lautet, er weise den Deutschen eine Kollektivschuld an den Verbrechen des Nationalsozialismus zu.[6] Im Vorwort zur deutschen Ausgabe seines Bestsellers weist Goldhagen diesen Gedanken unmissverständlich zurück: „Die Vorstellung einer Kollektivschuld lehne ich kategorisch ab.“ (dt. Ausg., S. 11)

    Auf der Seite 11 der deutschen Ausgabe hättest Du also finden können, was du suchst, bzw falsch verstanden hast.

    Deswegen halte ich Deinen Hinweis zu Goldhagen in diesem Zusammenhang für unberechtigt. Über seine weiteren Interpretationen kann man geteilter Meinung sein.

    Und machen wir uns nichts vor: es gibt den Vorwurf von Kollektivschuld. Nicht von Goldhagen, aber von anderen. Da sollte man differenziere zwischen wirklich Betroffenen, denen das Leben versaut wurde, udn die aus Bitterkeit urteilen. Juden, die es irgendwie geschafft hatten, dennoch zu überleben, und ihrer Verbitterung nicht Herr werden können.

    Das muß man verstehen können, wenn man nicht ungerecht sein will.

    Aber selbst unter denen fanden sich viele, die zu differenzieren verstanden. Was ich manchmal unmenschlich fand.

    E.Ekat

  53. Hallo und Shalom Boris,

    ich habe mir jetzt nicht die Mühe gemacht und alle Kommentare durchgelesen, ich möchte nur eines dazu bemerken, ich versteh dich, verstehe dich voll und ganz.

    Unsere Geschichte ist leider mit diesem Makel behaftet, wir können es nicht rückgängig machen, aber wir haben heute die PFLICHT, daß es sich nie wieder wiederholt. Leider ist der Bodensatz des Judenhasses heute mehr als je wieder zum Tragen gekommen, teils durch einseitige Berichterstattung, teils durch den durchlaufenden, niemals abgebrochenen, an den Kindern weitergegebenen Judenhasses. Hinzu kommt der bedrohliche islamische Judenhass…..

    Ich und noch viele andere entschuldigen sich dafür. Wenn ich sehe und lese, welch intellektuelle Geisteswissenschaften der deutschen Kultur beraubt worden sind durch diesen Absatz der Geschichte, wie Deutschland einmal als der nominelle Anwärter auf Nobelpreisträger durch ihrer jüdischen Intelligenz in der Welt führend war……mir kommt das heulende Elend.

    Wer erinnert sich noch an Lion Feuchtwanger, an A. Zweig, an Thomas Mann, an Mendelssohn die Liste könnte bis morgen fortgeführt werden, die die deutsche Geschichte (jetzt für Alle) wirklich bereichert hat, wer denkt an Freud, an Einstein, an Bob Dylan, Babara Streisand ???

    Mir ist hier, JEDER Jude, gleich wo er herkommt, lieber als Menschen, die unsere hart erarbeitete Demokratie auf den Kopf stellen wollen.

    Am Israel Chai, wenn du verstehst, was ich damit sagen will…..

  54. @ frohundheiter:

    So gut ist das Buch nicht, daß ich auch noch die deutsche Ausgabe lesen müßte.

    Fällt Dir nicht auch auf, daß wir zZt im Lande zwei Entwicklungen haben, die vordergründig nur schwer in Einklang zu bringen sind?

    Einerseits wird Auschwitz schlichtweg zum Fundament der Bundesrepublik erklärt (zB J. Fischer), andererseits ständig und bei jeder unpassenden Gelegenheit Israel kritisiert, weil es sich „unverhältnismäßig“ verteidigt. Wie passt denn das zusammen?

  55. #17 Atomist (19. Feb 2009 13:07) Wie steht der Verfasser denn zum Zentralrat der Juden und ihrem latenten “Antigermanismus”?!

    Lass diesen ZdJ doch einfach mal aus dem Spiel, sie sind weder für „Antigermanismus“ noch wollen sie etwas aufzeigen. VERSTEHT ein für alle Mal, ohne diesen Zentralrat hätte der Judenhass hier in Deutschland schon ganz andere „Blüten“ wieder betrieben…Compri, capisci, understand ????

    Von der personellen Besetzung des Zentralrat gibt es NIEMANDEN, der nicht auch in der persönlichen Geschichte des Holocaust involtiert wäre, was verlangt ihr eigentlich ?

    Mußte ich einfach einmal sagen….

  56. @ Boris
    Tut mir weh sowas zu hören, ich bin eigentlich stolz auf mein Land. Aber das sind dann die Momente wo ich mir sage: Das muss auf jeden Fall noch besser werden… und ich für meinen Teil versuche allen Leuten die mein Land achten und hier als echte Bereicherung zu uns kommen, mit Respekt zu begegnen. Naja und dann höre ich wie sich die Muselmanen an der Uni(!!!) gegenseitig mit „Du dreckiger Jude“ beschimpfen.
    Muss das sein, bei all dem Antisemitismus?
    Nö, muss nicht!
    Trotzdem Kopf hoch, ich wünsch‘ Dir alles Gute!

    Ich bin selbst teilweise etwas angenervt von der ewigen Antisemitismus-Debatte, aber wenn ich diesen Bericht hier lese, dann denke ich, dass dies Debatte wohl doch nötig ist und leider etliche meiner autochtonen Mitbürger so langsam das Gehirn einschalten könnten… (von den islamischen Judenhassern mal gar nicht zu reden)

  57. #18 Hobbes (19. Feb 2009 13:10) Lieber Herr Boris,

    der deutsche Judenhass nach 1968 ist ein Teil des deutschen Selbsthasses, dieser wiederum ist eine Folge der “Reeducation” nach 1945.

    Ein Volk, das in toto zum “Tätervolk” gemacht wurde, dem die neuzeitliche Errungenschaft der Individualschuld mit dem Hinweis auf die ungeheure Größe seiner Verbrechen verweigert wurde und wird, muß im Laufe der Generationen kollektivneurotische Reaktionen zeigen.

    Mit anderen Worten: Wer mit dem Stigma der ewigen, vererblichen und unentrinnbaren Schuld
    geboren und aufgewachen ist, hat es sehr schwer, ein vernünftiges und entspanntes Verhältnis zu anderen Ethnien aufzubauen.

    Meine Antwort ….

    Nur mal eine Frage ? Gestattet ?

    Wer hat euch diese Schuld eingeredet? Waren es nicht die immer „Ewigen“ die diese Schuld auch veranlasst haben um sich selbst einer Reaktion auf diese Verbrechen gewiss zu sein??

    Ich kenne keinen Israeli, geschweige denn, auch nur EINEN der Holocaustüberlebenden, der sich auch nur in geringster Weise in diese Richtung artikuliert hätte.

    Selbstzerfleischung ist ein Motiv der Rechtsradikalen, nur sie wollen diese Reaktion hervorheben…..

    Verständigung aber, das Bewusstsein, daß solche Dinge nie wieder geschehen dürfen, das müßte zur ersten Bürgerpflicht erhoben werden.

    Sorry, ich empfinde das so und ich denke mal, ich weiß, wovon ich rede…..

  58. 33 frohundheiter (19. Feb 2009 14:07) #27 Göttinger1 (19. Feb 2009 13:43) Hätte man uns(mir) nicht ständig vorgehalten was mein Opa wenn überhaupt,getan hat und so ein Arsch ist nun mal Friedmann ,dann wäre die Solidarität den Juden als auch den Ausländern größer.

    Wenn man sich an der Verhinderung einer Solidarität mit Juden so gehindert sieht wie Du, sollte man dann nicht wenigstens draufhaben, wie der “Arsch” Friedman sich tatsächlich schreibt?
    Das meine Rechtschreibung zu wünschen lest,ist mir bekannt ,etwas falsches rein interpretieren ist langweilig und falsch. Am 09.11.08 war ich da bei , auch bei der kleiner Demo für Israel und das mit eigener Fahne und wenns mir ganz komisch mal ist dann hisse ich sie an meinen 7m Hohen Fahnenmast auf ,die David´s Fahne. Solidaritäts Verhinderung son quatsch

  59. 64, Grant, einverstanden. Ich habe dessen
    (Gh.) Buch überhaupt nicht gelesen und behaupte deswegen auch nicht, daß dort etwas drinstünde, was sich nicht darin findet. Eine Kollektiv-Schuld jedenfalls wird dort nicht behauptet, wie Gh im Vorwort erklärt. Ich kenne allerdings das Interview von Augstein mit Gh. und weiß um dessen berufliche Notwendigkeit, ein solches Buch schreiben zu müssen. Übrig blieb mir die Erkenntnis, daß offenbar ganze Polizei-Batallione aktiv am Judenmord beteiligt waren. Aber das war mir auch vorher schon irgendwie klar.

    Ich bin ja kein Polizisten- Rassist.

    Viktor Klemperer ist da viel ergiebiger, was den Alltag im 3. Reich ausmachte. Ich mache mir keine Illusionen.

    In der DDR war jeder 10. in irgendeiner Weise an der Überwachung seiner Mitbürger zugunsten des Sozialismus beteiligt.

    Die Frage des Ringens um nationale Selbstachtung hat absolut nichts mit Juden zu tun. Die waren nur Opfer. Sich jetzt über ihre meistens nur befürchteten Klagen zu beklagen heißt, sie weiterhin in einer Opferrolle belassen zu wollen, über die man sich dann – siehe da, diese Juden – mokieren kann.

    Das langweilt irgendwann. Irgendwann muß jeder trieb mal befriedigt sein, sonst ist man Abhängiger.

    Auschwitz ist nicht das Fundament der BRD.

    Fundament der BRD ist eine bemerkenswerte Feigheit ihrer Bürger, die politisch organisierbar zu sein scheint. Dessen Ausdruck war und ist Auschwitz.

    Wirksam wird dies in der Art und Weise, wie wir uns hier – kopflos, um nicht zu sagen: Führerlos – von zugewanderten Halbidioten die Butter vom Brot nehmen lassen und unserer Dressurelite gestatten, dies vermeintlich in unserem Namen geschehen zu lassen.

    Das ist Deutsch.

    Der deutsche Revolutionär, der vor der Bahnreise zur Revolution eine Bahnsteigkarte löst. Lenin.

    Naja, mittlerweile wissen ja viele garnicht mehr, was überhaupt eine Bahnsteigkarte ist. Die Zeit heilt zumindest ein paar kleinere Wunden.

    Israel: In der Abqualifizierung der israelischen Selbstverteidigung kommt der latent vorhandene Antisemitismus zu seiner diesmal klammheimlicheren Wirkung.

    Israel muß es allein schon deswegen geben, nicht etwa damit die Juden eine Heimstätte hätten. Israel ist notwendig, damit die Antisemiten ihren inneren Druck wenigstens auf irgendetwas jüdisches projizieren können, ohne deswegen gleich gewalttätig werden zu müssen.

    Sonst würden die schlichtweg innerlich zerplatzen.

    Keineswegs ist dies ein deutsches Phänomen. So bedeutend sind wir Deutschen nicht, daß wir es zu solchen national verwurzelten Phänomenen gebracht hätten. Da irrt Goldhagen.

    Wir sind nur in der Verkettung von Sekundärtugenden besonders effektiv.

    Es ist also alles in Ordnung.

    Es handelt sich um lediglich emotionale Überdruckventile von Leuten, die ansonsten im Stechschritt (die harmlose Version) durch die Innenstädte ziehen würden.

    E.Ekat

  60. Deutschland war bis ins 19. Jh. judenfreundlich. Dann setzten sich leider die (rassistischen) Antisemiten durch. Juden kamen aus allen Ecken Europas ins Heilige Römische Reich. Einzelne Progrome gab es leider auch, aber keine Vertreibung wie in Spanien, Frankreich oder England.

  61. #68 Göttinger1 (19. Feb 2009 20:09)

    Du meinst, die korrekte Schreibweise des Eigen-Namens Friedman, das habe etwas mit Rechtschreibung zu tun und sei deswegen entschuldbar.

    Ein Göttinger Anatolier.

    Den Friedman als „Arsch“ zu bezeichnen, die Schreibweise hast Du jedenfalls schon mal hinbekommen.

    E.Ekat

  62. frohundheiter Hast du dir deinen Namen selbst ausgesucht oder bist du nur heute leicht verärgert.Lach doch mal.

  63. 72, Göttinger1

    hahaha. So gut?

    Jetzt geht es mir deutlich besser.

    Weißt Du, es gibt so ein paar Namen, die regelmäßig durch unsere Gesellschaft gereicht werden.

    Friedman gehört dazu.

    Zumwinkel.

    Ackermann.

    Bush.

    Wenn jemand solche Namen nennt, wird anschließend immer gelacht.

    Pflichtprogramm.

    E.Ekat

  64. Schöner Beitrag.

    Ich wage es zu behaupten, dass bis auf verblödete Linksautonome und Linke, eine handvoll dummer Rechtsradikale und unterbelichtete, hasszerfressenden radikale Muslime, der Großteil aller Deutschen ein absolut judenfreundlich sind. Das ist auch vollkommen richtig und gut so!

    Ich bin froh, dass gerade PI hier eine eindeutige Vorreiterrolle einnimmt.

  65. @ frohundheiter:

    Mag sein, daß das im Vorwort der deutschen Ausgabe steht, im Vorwort der amerikanischen Ausgabe von 1996 steht das mE jedenfalls nicht (extra noch mal reingeschaut). Goldhagens zentrale These ist, daß den Tätern das Killen so leichtgefallen ist, weil es für sie nicht im Widerspruch zu irgendwelchen Werten stand, sondern sie sozusagen beim Töten fest auf dem Fundament ihrer deutschen Kultur standen. Wenn das keine Kollektivschuld ist, was denn dann?

  66. 76, mag sein, daß dies in der amerikanischen Ausgabe nicht drinsteht.

    Die zentrale These Goldhagens, daß den Tätern das Killen so leicht fiel, das kann ich noch etwas anschärfen. Die sahen es als eine Art Verpflichtung, gewissermaßen als einen Akt von Volkshygiene an, Juden zu killen. Das stand nicht in Widerspruch zu irgendwelchen derer Werte, sondern fest verankert im Fundament ihrer Kultur. Befaß Dich mal mit den Aussagen des Auschwitz- Kommandeurs in Nürnberg. Der sah in seiner Tätigkeit eine Pflicht und bestand darauf, kein Antisemit zu sein.

    Du bemerkst auch, daß ich dabei „deutsch“ als Kulturbezug weglasse.

    Die Kultur der Nazis und jene, die man als Deutsch bezeichnen kann, die klaffen weit auseinander. Es gibt da Überschneidungen, auch in den Bereich des Antisemitismus hinein.

    Aber was konkret mit den Juden, ihrer fabrikmäßigen Vernichtung geschah, das hat überhaupt keine historische Parallele. Es gibt noch weitere Beispiele der Vergleichslosigkeit.

    Es ist völlig schleierhaft, worauf dies sich historisch berufen oder beziehen könnte.

    Empfehlenswert hierzu Leibowitz: „Gedanken über Gott und die Welt“.

    Kollektiv- Schuld, das ist dann nochmals etwas anderes.

    Kollektiv-Schuld bezieht auch noch nachfolgende Generationen mit ein. Das ist völliger Stuß. Schuld ist individuell. Der Sohn von Bormann ist ohne Schuld. Oder jener von Eichmann etc.

    Genau diese Konsequenz hat Goldhagen nicht behauptet, aber diese ist wohl destilliert worden aus seiner flapsigen Bemerkung, womöglich müßte man ein Antisemitismus-Gen bei den Deutschen vermuten.

    Leicht einsehbar, daß dies wenig ernst gemeint sein konnte.

    Daß die Vorkommnisse darüber hinaus sehr schlecht erklärbar sind, und dennoch nach Erklärungen verlangen, das ist wohl jedem klar und wird sichtbar an unserer heutigen Befassung.

    Aber Gene, als Brücke einer biologischen Schuld, die auf einem Kollektiv lastet, das hätte Goldhagens Karriere nicht beflügelt, sondern beendet.

    E.Ekat

  67. Eure Kollektivschuld hat religioese Wurzeln. Adam und Eva und mal nix Islam. Auch nix Nazireich. Das ist nur die Aufgussversion.

    E.Ekat hat einen rechtsdrehenden Spin mit Allmachtsfantasien, aber manchmal sind seine Ausfuehrungen verdaechtig nah an meiner empfundenen Wirklichkeit.

    Man sollte die Taten der Nazis nicht kleinreden. Aber auch nicht aufplustern. Das, was da geschah, geschieht heute wieder. Nur mit anderen Variablen.

    Die Deutschen sind ein spezielles Volk. Die Nazis kamen nur zum Zuge, weil die Deutschen mit Reparationszahlungen entehrt wurden. Da wollte man dann mal zeigen, was eine Harke ist. Hinzu kamen auch desastroese finanzielle Zustaende. Aehnlich wie heute. Die Judenfrage hat die Deutschen ja im Grunde nicht wirklich interessiert. Deshalb mussten die Nazis so viel Propaganda gegen die Juden verbreiten. Und nicht mal das viel auf bedeutenden Boden. Heinz Lehmann und Alfred Schmidt wollten nur ihr kleinbuergerliches Leben am Laufen halten. So wie heute auch …

  68. Goldhagen äußert sich nicht zu „den Nazis“ sondern zu „den Deutschen“.
    Und Kultur ist nicht etwas, was in einer Generation wie ein Fieberanfall plötzlich und unerklärlich auftritt und dann spurlos wieder verschwindet. Kultur wächst über Generationen.

    Angesichts der nicht zu übersehenden breiten Blutspur in der Menschheitsgeschichte wird der deutsche Völkermord an den Juden gleichwohl als etwas Einzigartiges bezeichnet, ein außerhalb der Geschichte stehender, unvergleichlicher, unerklärlicher Vorgang, der Zivilisationsbruch schlechthin, etwas, was nur das „unbedingt Böse“ überhaupt hinbekommen konnte.

    Diese einzigartige, unvergleichliche Schandtat ohne Beispiel und Vorgänger, dieser historische Solitär, ist von Deutschen begangen worden, die durch ihre in Jahrhunderten gewachsene Kultur dazu prädestiniert waren.

    Das ist Konsens.

    Aber Kollektivschuld ist Käse …

  69. Grant, vielleicht stimmt Deine Differenzierung zwischen Nazi und Deutschem nicht?

    Nazis, das war keineswegs beschränkt auf jene, die der Partei angehörten. Du unterschätzt die Konsenssucht der Deutschen.

    Es gab Zeiten, um 1938, nach dem Anschluß des Sudetenlandes, da lag die Zustimmung, die Größe der Anhängerschaft, soweit man dies heute ermitteln kann, bei über 70 %. Ein sich bereits bildender Widerstand um Hans Oster konnte nicht tätig werden, weil die Verehrung des Führers in der Bevölkerung nie erwartete Höchststände erreichte.

    Nazi, darunter fällt also weit mehr als die eingeschriebene Partei- Gefolgschaft. Da war nur noch wenig, was man heute als Deutsch bezeichnen möchte.

    Ich habe den Eindruck, daß wir da grundsätzlich aneinander vorbeireden müssen und werden.

    Nur noch soviel:

    Kollektivschuld ist schon nicht auf die nächste Generation übertragbar. Da kannst Du räsonieren, soviel Du willst.

    Die Vorstellung einer Kollektivschuld wird vor allem unter jenen aufrechterhalten, die einen Vorteil erwarten davon, sich als von Juden Verfolgte darstellen zu können.

    Das ist nicht wirklich neu, es entspricht alter, böser und deutscher Tradition, eine durch Juden behauptete Unterdrückung erdulden zu müssen.

    Dieses Forum beispielsweise ist voll davon.

    Was die von Dir dazu angeführten Lea Rosh und Goldhagen angeht lagst Du in jedem Falle schon mal daneben. Die eine ist nicht Jüdin, der andere hat nachweislich in seinem Vorwort klargestellt, daß er die Vorstellung einer Kollektiv- Schuld der Deutschen ablehnt.

    Wirst Du das zur Kenntnis nehmen können? Ich bin da skeptisch.

    E.Ekat

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