FDP-Minister Goll fordert islamische Kindergärten

Ulrich GollWeil 25 Prozent der Einwohner Baden-Württembergs einen Migrationshintergrund haben, setzt sich der Justizminister und Integrationsbeauftragte des Landes, Ulrich Goll (Foto), für Kindergärten in muslimischer Trägerschaft ein. „Wir leben längst in einer Einwanderungsgesellschaft. Neben den beiden christlichen Konfessionen und dem Judentum gehört der Islam zu den großen Religionen im Land. Für mich ist es daher eine natürliche Entwicklung, dass auch die Muslime Kindergärten und Schulen betreiben“, so Goll. Die Junge Union und auch die Caritas befürchten hingegen, eine solche Einrichtung in muslimischer Trägerschaft könne die Kluft zwischen Muslimen und Deutschen vertiefen.

Auch die Bürgerbewegung Pax Europa hat sich in einer Presseerklärung gegen Kindergärten in muslimischer Trägerschaft ausgesprochen:

Presseberichten zufolge unterstützt der baden-württembergische Integrationsbeauftragte, Justizminister Ulrich Goll, die Einrichtung von Kindergärten in muslimischer Trägerschaft. Analog zur jungen Union und der Caritas, befürchtet die BÜRGERBEWEGUNG PAX EUROPA einen weiteren Rückschritt in der Integration von Kindern mit muslimischem Hintergrund. Gerade im frühkindlichen Alter ist es enorm wichtig, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass sich unsere Kinder im späteren Leben als hier heimisch fühlen und Differenzen, bedingt durch die Herkunft der Eltern in Bezug auf Bildung, Weltanschauung und Heimatkultur, zurückgedrängt werden.

Kindergärten in muslimischer Trägerschaft tragen unter den gegebenen Bedingungen nicht zur Integration bei, sondern festigen im Gegenteil die muslimische Gegengesellschaft. So werden nur wenige nichtmuslimische Eltern bereit sein, ihren Nachwuchs in einen derartigen Kindergarten zu schicken. Während Kindergärten in christlicher, kommunaler oder freier Trägerschaft auch für muslimische Kinder offen stehen, wird dies umgekehrt de facto nicht der Fall sein. Säkulare Muslime, die ihre Kinder weltoffen erziehen möchten, werden so einem verstärkten gruppensozialen Druck ausgesetzt, ihre Kinder dem Einfluss der konservativen muslimischen Verbände auszusetzen.

Im Interesse der Kinder fordert der baden-württembergische Landesverband der BÜRGERBEWEGUNG PAX EUROPA Justizminister Goll auf,
– empirische Erhebungen in den Kommunen über den tatsächlichen Bedarf an Kindergärten in muslimischer Trägerschaft vorzulegen
– zu erklären, wie muslimische Kindergärten besser als andere zur sprachlichen und kulturellen Integration beitragen werden, zumal zu erwarten ist, dass in solchen Einrichtungen praktisch ausschließlich Migranten-Kinder unter sich sein werden
– mitzuteilen, ob es erwünscht ist, dass sich der Einfluss der konservativen und teilweise unter Zielvorgaben ausländischer Regierungen stehenden Islam-Verbände hierzulande durch verstärkten Einfluss auf die frühkindliche Bildung steigert
– darüber Auskunft zu geben, wie Kinder aus muslimischen Familien stattdessen vor dem Einfluss des konservativen Islam, der auf die Errichtung einer islamischer Gegengesellschaft ausgerichtet ist, geschützt werden können.

Gemmingen, den 4. März 2009
Conny Axel Meier
BPE-Landesgeschäftsführer

» goll@fdp-bw.de

(Spürnase: AlterQuerulant)