Freiwillige Feuerwehr auf Migrantensuche


Mit Migranten will die Freiwillige Feuerwehr ihren Mitgliederschwund ausgleichen. Schließlich könne sich die Feuerwehr von der gesellschaftlichen Entwicklung nicht abkoppeln und migrantenfreie Zone bleiben. Sie integrieren sich zwar schwer (komisch), aber wenn sie erstmal begriffen hätten, worum es geht, kann man sie durchaus begeistern.

Die Freiwilligen Feuerwehren im Lande müssen sich auf Personalmangel einstellen. Menschen mit Migrationshintergrund sollen rekrutiert werden. Noch in diesem Jahr wird der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) eine Kampagne starten. (…) „Genaue Zahlen gibt es nicht”, sagt Ziebs. Der Schwelmer Brandmeister des Regierungsbezirks Arnsberg und Vize-Präsident des DFV schätzt aber, dass der Anteil von Migranten in den Freiwilligen Feuerwehren bei einem Prozent liegt. Für den Regierungsbezirk Arnsberg hieße das: Unter 20 000 freiwilligen Feuerwehrleuten sind nur rund 200 Migranten.

Das ist zu wenig. „Die Feuerwehr muss ein Abbild der Gesellschaft sein”, sagt DFV-Sprecherin Silvia Darmstädter. Die Integration von Migranten in die Feuerwehren sei nicht nur gesellschaftliche Aufgabe, sondern auch wichtiger Selbstzweck der Wehren.

Hmm, in der Gesellschaft ist die Integration weitgehend auf ganzer Linie gescheitert. Und da will die Feuerwehr Abbild sein?

Es gibt Vorbehalte: „Die Gruppen lassen sich schwer integrieren”, meint Kreisbrandmeister Günter Kock aus Soest. Sein Werler Kollege Stadtbrandmeister Werner Luig betont, dass „in der Feuerwehr die deutsche Sprache beherrscht werden muss. Missverständnisse könnten tödlich sein”.

Die Rest-Deutschen können ja gefälligst türkisch und arabisch lernen, um Missverständnisse zu vermeiden. Und am besten auf schriftliche Anweisungen verzichten, denn wie wir wissen, brauchen unsere Mehrheits-Migranten keine Diktate zu schreiben, weil sie das nicht schaffen.

DFV-Fachberater Orhan Bekyigit ist ein türkischer Feuerwehrmann aus Süddeutschland. Er leitet dort eine Werksfeuerwehr und kennt gängige Ressentiments. Er weiß aber auch um das Potenzial, das bei den türkischen Mitbürgern schlummert. „Türken haben viel Ehrgefühl. Für die Idee der Freiwilligen Feuerwehr sind sie zu begeistern. Sie müssen sie aber erst begreifen”, sagt Bekyigit.

Das klingt ja vielversprechend, wenn man den Türken erstmal begreiflich machen muss, sich für das Retten anderer Leben zu begeistern…

(Allen Spürnasen herzlichen Dank)