Gleichberechtigung erreicht Ehrenfeld

ampelfrauIn Deutschland gilt die Gleichberechtigung der Geschlechter. So steht es im Grundgesetz. In ganz Deutschland? Nein, hier und da gibt es tapfere Dörfer, in denen noch die Männer das sagen haben, wo der Vater aushandelt, wen die Tochter heiratet, der Bruder mit dem Messer die Ehre der Familie wieder herstellt, wenn die Schwester der Parallelgesellschaft entkommen wollte, und in der Moschee Schriften ausliegen, wie die Ehefrau gottgefällig zu züchtigen sei.

Solche Dörfer tragen schöne Namen wie Kreuzberg, Neukölln oder Ehrenfeld. Zumindest in Ehrenfeld kann der für die Zustände verantwortliche Bürgermeister Josef Wirges (SPD) jetzt den Vollzug der Gleichberechtigung melden. Report K berichtet:

An der Ampel vor dem Bezirksrathaus Ehrenfeld entscheiden nun die Frauen, ob Fußgänger gehen oder stehen bleiben dürfen. Die üblichen Leuchtscheiben in den Ampeln wurden heute ausgewechselt und durch vier weibliche Symbole, so genannte Ampelfrauen, ersetzt. “Vor einem Jahr hatte die Bezirksvertretung Ehrenfeld beschlossen, diese Scheiben einzusetzen. Dann geschah aber nichts. Deshalb habe ich einfach selbst die Initiative ergriffen und die Scheiben geschenkt“, erklärt Bossinger. Grund für die Schenkung der Ampelfrauen, die von der Bezirksvertretung Ehrenfeld gegen die Stimmen der CDU mehrheitlich angenommen wurde, ist für sie die die Gleichberechtigung von Mann und Frau: „Wenn wir schon Gerechtigkeit für beide Geschlechter fordern, müssen wir auch gemeinsam den Verkehr regeln“. Bezirksbürgermeister Josef Wirges hofft auf einen beispielhaften Charakter der Aktion in seinem Veedel und hält es für ein „Pilotprojekt“, zumal es solche Ampeln bereits in Berlin und Dresden gebe.

Wirklich beispielhaft, Herr Wirges! Man kann hoffen, dass irgendwann nach der Regelung des Straßenverkehrs die Frauen in ihrem Zuständigkeitsbereich auch ein Mitspracherecht beim Geschlechtsverkehr erhalten. Man wird ja noch träumen dürfen. Und mit dem Ampelfräulein tun Sie auch keinem weh. Das ist wichtig, denn sie wollen ja auch in Zukunft ein gemütliches Plätzchen am Fenster der DITIB-Moschee bekommen, um ihre Ehrenfelder Bürger beim Demonstrieren zu beobachten.

Jörg Uckermann (Pro Köln) über die Ampelmädchen:

(Spürnase: Cherubim)