Kampf gegen „fromme“ Christen geht weiter

Deutschland hat endlich die wahren religiösen Extremisten gefunden – die „Evangelikalen“ und die gläubigen Katholiken, die mir aller Kraft des bewährten Kampfes gegen Rechts™ zur Strecke gebracht werden müssen. In der Presse und im Rundfunk wird bereits nach den extrem-gefährlichen, mit Bibel bewaffneten Christen gefahndet. Zuletzt gestern in der Sendung „Der Tag“ im öffentlich-rechtlichen Hessischen Rundfunk.

Unter dem Titel „Pius und andere Brüder – Fundamentalisten auf dem Vormarsch?“ forscht der Hessische Rundfunk mit aller empörten Mediengewalt gegen die Christen – etwas, das man sich mit Muslimen niemals erlauben würde.

Die Woche der Brüderlichkeit – in der wir uns gerade befinden – soll dem christlich-jüdischen Dialog in Deutschland dienen. Der ist derzeit besonders wichtig, weil der deutsche Papst in Rom die fundamentalistischen Querschläger der Piusbruderschaft zurück in die Kirche geholt hat. Die Traditionalisten umarmt der Papst, die Reformer grenzt er aus. Die Folge: der katholischen Kirche laufen die Gläubigen weg. Und auch bei den Protestanten werden die Klagen über die zunehmende Macht der Fundamentalisten lauter.

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Erneut kommt die Kritik an der Evangelischen Kirche aus der Kirche selbst, federführend durch Pfarrerin Kathinka Kaden (Foto), die sich bereits in der taz über die „Frommen“ auslassen musste.

Die Vorsitzende der links-liberalen württembergischen Gruppierung „Offene Kirche“, Pfarrerin Kathinka Kaden (Bad Boll), warf den Protestanten, die sich auf die Glaubensbasis der Evangelischen Allianz berufen, vor, eine „Ideologisierung der Theologie“ zu betreiben. Sie seien gegen feministische Theologie und Befreiungstheologie sowie gegen die Segnung Homosexueller. Der Einfluss der Evangelikalen in der württembergischen Landeskirche nehme zu. Zudem würden junge Evangelikale „massiv“ für die Politik ausgebildet und seien in Berlin und Brüssel sehr präsent. Der Evangelikalismus sei inzwischen politisiert, während der liberale Hauptstrom in der Kirche abgenommen habe, sagte die Studienleiterin an der Evangelischen Akademie Bad Boll.

Die „Extremisten“ selber wurden selbstverständlich nicht befragt.

» Kontakt zu Frau Pfarrerin Kaden: kathinka.kaden@ev-akademie-boll.de