In Chemnitz wurde in der vergangenen Woche erstmals seit dem Ende von Nazi- und Stasidiktatur wieder in Deutschland ein Kunstwerk auf behördliche Anordnung zerstört (PI berichtete). Das Wandgemälde war bislang niemals kritisiert worden, aber sein Schöpfer, der Chemnitzer Künstler Benjamin Jahn Zschocke, ist in Verdacht geraten, eine politische Meinung zu haben, die unerwünscht ist. In einem sehr persönlichen Bericht schildert der Künstler wie es ist, plötzlich „das Leben der Anderen“ zu führen.

Im Blog „Blaue Narzisse“ schreibt Zschocke:

TschockeDas war eine lustige Woche. Felix Menzel hat ihren Verlauf in seinem Buch „Medienrituale und politische Ikonen“ inhaltlich vorweggenommen. Er beschreibt einen solchen medialen Verfolgungsritus als Symptom unserer Zeit: „Bei den Teilnehmern an diesem Herabwürdigungsritual stellt sich groteskerweise ein besonders ‚zivilcouragiertes‘ Gefühlserlebnis ein, welches als Transzendenz-Surrogat wahrgenommen wird.“ Das tagende Gericht berauscht sich also an seinen guten Taten. Und in der Tat, Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD) stellt sich am Ende der Kampagne hinter Bürgermeister Brehm: „Ich finde die Entscheidung, das Bild zu übermalen, absolut richtig. Es geht darum Courage zu zeigen“. Ein Beispielfall also.

Doch Menzel legt noch einen drauf: „Es ist, als hätten die Mitmacher durch ihren Protest die alte, gute Ordnung vor dem ‚Bösen‘ bewahrt und dem Gemeinwesen einen uneigennützigen Dienst erwiesen.“ Und tatsächlich spricht Ludwig davon, wie sehr dieser Fall verdeutlicht, dass ein Bild auch politisch instrumentalisiert werden könne, was sie ja nun verhindert habe.

Brehm und Ludwig verteidigen die „alte Ordnung“

Überhaupt: „alte Ordnung“? Ich habe im Laufe dieser Woche gut zwanzig Interviewanfragen beantwortet, mindestens die Hälfte mit Journalisten aus den alten Bundesländern. „Die alte Ordnung“ war da nicht selten Thema, denn nur wenige von ihnen verstanden, dass sich hier, auf dem Gebiet der ehemaligen DDR, bislang noch viel zu viel eben dieser Ordnung erhalten hat.

Oft musste ich an die Zustände vor 1989 denken. Seit dem Film „Das Leben der Anderen“ ist es unserer Generation möglich, sich ein objektives Bild über diese Zeit zu erlauben. Am Donnerstag fand eine letzte Besichtigung des Bildes statt. Mich und einen Freund erwartete der Schulverwaltungsamtsleiter der Stadt Chemnitz und ein durchtrainierter Herr, der sich ebenfalls als ein Amtleiter ausgab. Aller Wahrscheinlichkeit nach eher ein Beamter in Zivil. Er wich uns während der gut 15minütigen Begehung nicht von der Seite. Komischerweise hatte er den Schlüssel zur Schule.

Wir laufen durch die langen leeren Gänge das Schulhauses, vier Paar Schuhe hinterlassen hallenden Lärm. Jede Tür wird von ihm geöffnet, wir werden hindurchgelassen; hinter uns schließt er ab. Wir sind im Speisesaal und werden hier von besagtem Herrn eingeschlossen. Mein Freund und ich fotografieren und filmen Bild und Aufpasser. Beide verbieten uns später, das von ihnen aufgenommene Bildmaterial zu veröffentlichen. Was hat man zu verstecken?

Was hat dieser Staat alles zu verheimlichen?

Ihre Antworten auf unsere Fragen sind barsch und kurz, Kasernenton, es klingt wie vor dem Spiegel geübt. Ich erinnere beide Herren daran, dass sich die Beamten vor `89 genauso sicher waren, wie sie nun heute. Dann kam doch alles anders. Beide lächeln mitleidig. „Der dumme Junge“ denken sie. Doch!, ganz sicher, den Blick haben sie vor dem Spiegel geübt. So schaut kein normaler Mensch. Sie wirken wie schlechte Karikaturen. Währenddessen hält der Schulverwaltungsamtsleiter eine große schwarze Fahrradtasche in der Hand, obwohl er mit dem Auto gekommen ist. Das soll bestimmt unauffällig wirken. Er lässt sie und uns keinen Moment aus den Augen. Eine Kamera?

Wie dem auch sei, es ist klar, man ist nun auf der anderen Seite. Eine Woche zum Objekt eines Medienrituals zu werden, ist nicht lustig und erfordert Disziplin. Immer wieder Journalisten, immer wieder dieselben Fragen. „Was haben sie sich beim ‚Keltenkreuz’ gedacht?“ – „Nichts! Soll ich beim Malen einen Katalog mit verbotenen Zeichen vor mir haben, nur weil ich konservativ bin?“ Ich denke an Stefan Raab, der auf seinem Pult Tasten hat, die er nur zu drücken braucht, wenn er immer dasselbe hören will.

Ein Journalist glaubt mir die Sache mit dem „Keltenkreuz“ nicht und versucht es auf die kumpelhafte Tour: „Aber Benjamin (ich kann mich nicht erinnern, ihn zu kennen), wir wissen doch beide …!“ Ich denke wieder an „Das Leben der Anderen“. „Wir?“, frage ich. Aber es ist nicht anders zu erwarten. Er muss nicht hinterfragen, er steht auf der „richtigen“ Seite.

Ich muss mich oft zusammennehmen, meine Kräfte schonen. So etwas geht einem an die Substanz, ob man will oder nicht. Die ganze Woche ist schönes Wetter, ich schaffe mir kleine Inseln und erhole mich viertelstundenweise, indem ich das Telefon kurz lautlos stelle. Ich liege am Nachmittag auf dem Boden meiner Wohnung, strecke alle Viere von mir, ein Fenster ist geöffnet, ich atme auf und sehe durchs Fenster in den strahlend blauen Himmel hinauf. Ian Curtis besingt die Unordnung, er muss es wissen! Während der drei Lieder habe ich neun Anrufe in Abwesenheit. Weiter geht’s im Kasperletheater.

Ich erinnere mich an die Festnahmen. Ein schreckliches Bild. Ich merke, dass wir uns von der Theorie sehr weit in die Praxis bewegt haben. Ich vergleiche die Erinnerungen an dekadente Bierspiele meiner Burschenschaftszeit mit dem Bild von Felix Menzel und Götz Kubitschek in Handschellen. Das ist jetzt eine neue Zeit.

Kein totalitärer Staat, aber ein rigider

Am Tor der Schule stehen ein paar Demonstranten und behaupten: „Das sei schlimmer, als in der DDR.“ Nun, wie gesagt, erlebt habe ich es nicht. Ich weiß, Menzel und Kubitschek sind in zwei Stunden wieder draußen, nachdem sie auf dem Revier mit ihrem Polizeipsychologen gesprochen haben. Und ich weiß auch, dass wir in der DDR (geschweige denn davor) niemals die Möglichkeit gehabt hätten, eine entsprechende Gegenöffentlichkeit zu formieren. Das Medienecho zeigt, dass noch nicht alles verloren ist. Am Ende dieser Hexenjagd brennt noch kein Scheiterhaufen.

Auch diese Woche geht vorbei. Nachdem alle wieder auf „freiem Fuß“ sind und „die Wand in den Urzustand zurückversetzt wurde“, kehrt eine gewisse äußere Ruhe ein. Der innere Motor arbeitet weiter. Ich sitze an meinem Schreibtisch und meine Gedanken kreisen und kreisen. Am Abend eine Stunde Karate mit Felix. Innere Reinigung. Als wir fertig sind, ist es draußen dunkel und neblig. Leichter warmer Regen fällt. Die Nacht nimmt uns auf.

Oft habe ich in Interviews die Frage gehört: „Ist Ihnen das eine Lehre? Werden Sie sich in Zukunft nicht mehr politisch engagieren?“ Zwei Dinge habe ich in dieser Woche gelernt:

Ich kann die Frage mit „Nein“ beantworten. Und: Wir werden ernst genommen.

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79 KOMMENTARE

  1. Alles nur Wiederholungen von unseligen Zeiten.

    Das „Wehret den Anfängen „ist vorbei.

    Wir haben wieder eine Diktatur.

    So ist es!

  2. Man sollte OB Barbara Ludwig und Bürgermeister Brehm fragen, ob sie bereits einen Katalog von Bildern, Büchern und sonstiger „entarteter Kunst“ zusammengestellt haben, die als nächstes zerstört werden müssen … Das Chemnitzer Politklüngel ist ein weiterer Schandfleck für Deutschland.

  3. Und nachdem am 17. April 2009 Chemnitz wieder in Karl-Marx-Stadt umbenannt wurde, hier noch der Text der PDS-Propangadagruppe „Oktoberklub“

    Sag mir, wo du stehst

    Sag mir, wo du stehst, und welchen Weg du gehst!
    Zurück oder vorwärts, du mußt dich entschließen!
    Wir bringen die Zeit nach vorn Stück um Stück.
    Du kannst nicht bei uns und bei ihnen genießen,
    denn wenn du im Kreis gehst, dann bleibst du zurück!

    Sag mir, wo du stehst, und welchen Weg du gehst!
    Du gibst, wenn du redest, vielleicht dir die Blöße,
    noch nie überlegt zu haben, wohin.
    Du schmälerst durch Schweigen die eigene Größe.
    Ich sag dir: Dann fehlt deinem Leben der Sinn!

    Sag mir, wo du stehst, und welchen Weg du gehst!
    Wir haben ein Recht darauf, dich zu erkennen,
    auch nickende Masken nützen uns nicht.
    Ich will beim richtigen Namen dich nennen.
    Und darum zeig mir dein wahres Gesicht!

    Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem die IM Gysi, Dehm und wie sie alle heißen krochen!

  4. „3. Wir, die wir dabei waren, wissen jetzt wieder mehr über die Rituale der Medien und der Politik.“

    Und was haben wir von dem Wissen?

  5. Hinweis (Korrektur):

    Der Papst (Matthäus 23,9) hat, so heisst es weiter unten, gerade wieder mal zur Himmelskönigin gebetet, obwohl gemäss jedem Evangelium nur Jesus Christus der Mittler zum Schöpfergott und Gnadenbringer ist (Johannes 14,6; 1. Timotheus 2,5-7…). Er hat die Pforten des Totenreiches ein- für allemal geöffnet!

    Aber eben Allah ist ja die Ableitung von Allat (Al-Lat oder Al Alat), der arabischen Himmelskönigin, zu der schon nach Mekka gewallfahrtet wurde (der schwarze Stein war auch schon da), als “man” Mohammed noch nicht eingeführt hatte! Teile und regiere! Manchmal geht der Schuss auch hinten raus (Offb 17,15-18)….

    Wer aus der Geschichte nicht lernen kann (weil sie subtil vor ihm verheimlicht wird oder er sie nicht wissen will!), ist verdammt, sie zu wiederholen – in immer schlimmeren Ausprägungen…

  6. Es ist nur eine Frage der Zeit bis auch Schopenhauer, Nietzsche und Kant verboten werden, bzw. es geschwärzte ‚Neuauflagen‘ gibt.

    Viele Leute sagen immer, wenn ich ihnen erzähle, dass Deutschland nicht viel besser als China in Sachen Meinungsfreiheit ist, dass es ja nicht stimmt, da wir der liberalste Staat der Welt sind und blabla…

    Die Selbstherrlichkeit der EU Staaten ist Legion.

    Dazu kommt jetzt dieser absurde Aktionismus gegen Internet-Kinderpornographie, der sowas von schwachsinnig ist und wirklich nur die dümmsten Leute nicht schnallen, worum es geht.

    Egal, ist ein anderes Thema, aber eine Breitseite will ich doch abgeben:
    Zum Thema Kinderpornographie werden nur die Symptome gemildert, vielleicht sogar verstärkt, aber die Ursachen werden nicht bekämpft.
    Vielleicht will man die Ursachen auch gar nicht bekämpfen?

    Genauso wie bei der NPD, die wurden auch nur absichtlich am Leben gelassen und eigentlich kontrolliert.

  7. Karl-Marx-Stadt in der Tradition der NationalsozialistInnen, wer hätte das gedacht:

    »Dort, wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen.« [Heinrich Heine]

  8. Wer glaubt das dies nur ein Einzelfall sei täuscht:

    „Islamisten fordern von der Galerie Nord, ein Bild aus der aktuellen Ausstellung zu entfernen, weil damit angeblich religiöse Gefühle verletzt werden. Den Betreibern wurde gedroht: “Ansonsten fliegen Steine”“

    http://www.moabitonline.de/279

    oder

    Nackte Kunst erzürnt Muslime. Ausstellung abgebrochen.

    http://www.pi-news.net/2008/05/niederlande-nackte-kunst-erzuernt-muslime/

    und das ist nur die Spitze des Eisbergs

    Es ist wieder arisch-muslimische Kunst angesagt.

  9. Gebannte „entartete“ Kunst nur diesmal von den roten Faschisten verboten. Obwohl diese weit mehr als 100mio Tote gefordert haben, spricht niemand vom Verbot dieser Ideologie … Russland, der ehemalige Ostblock, Jugoslawien, China, Kambodscha … die ach so friedliche Botschaft des Sozialismus ist in der selben Farbe wie der Islamofaschismus geschrieben …

  10. Deutschland hat gar nichts gelernt, ausser immer wieder Wiederholungen und damit Selbstvernichtung zu praktizieren.

    Ist nicht schade drum, weil nicht mehr wert.

    So ist es !

  11. Ein Zeitzeuge erzählt aus seinem Leben:

    Als ich soweit war, hatte sich die Welt drastisch geändert. Die neue politische Elite, der Nationalsozialismus, bekämpfte das Bürgertum und seine Riten – und kämpfte gegen „Rechts“.

    […]

    Eine wichtige Funktion der älteren Generation ist es, die jüngeren vor der historischen Amnesie zu schützen, die ja bekanntlich die Grundvorraussetzung für Political Correctness ist. Das geschichtslose Vakuum wurde gefüllt mit der Fortsetzung der Kriegspropaganda der Alliierten, die pikanterweise ihrerseits ihr Deutschlandbild auf Dr. Goebbels‘ Propaganda aufbaute – ein Kuriosum, das man auch heute noch in Geschichtssendungen bestaunen kann.

    (Gerard Radnitzky)

  12. Was denn nun?

    Der Maler ist rechts?

    Das Bild hat eine tiefere Bedeutung die rechts ist?

    Ein Keltenkreuz ist rechts?

    😕

    Kafkaeske. Ist. Ganze. Das.

  13. @ Eurabier

    Wie war das noch mit ‚History repeats itself‘?

    Irgendwie ist die Menschheit in einer Möbiusschleife gefangen.

  14. 14 Mistkerl

    „Irgendwie ist die Menschheit in einer Möbiusschleife gefangen.“

    Oder in Stereotype Verhaltensmuster

  15. Guter Beitrag.

    Nein, es ist (noch?) kein diktatorischer Staat, diese „Bundesrepublik“. Aber der klebrige, Politik-Brei aus CDU/CSU, SPD, Grünen, SED-Linke und grossen Teilen der FDP beginnt immer übler zu riechen und offenbart täglich neue, absurdere Inkompetenzen.

    Aber die Mehrheit der „mündigen“ Bürge scheint das nicht bemerken zu wollen; der Rest mutiert zum „Nichtwähler“.

    Und die meisten Mainstream-Medien und Journalisten sind nicht mehr kritische Kommentoren der Gesellschaft, sondern verbreiten nur noch ihre eigenen, engen politischen Ansichten, die überwiegend links/grün gefärbt sind.

    Eine gefährliche Mischung. Gefährlich für Demokratie, Freiheit, Rechtsstaatlichkeit.

  16. Lesenswerter Text, inhaltlich wie auch stilistisch.

    Ich möchte nochmals den Vorschlag machen, evtl. eine kleine Online-Ausstellung zensierter Malerei zu machen. Hier hat sich kürzlich noch ein Maler gemeldet, dem nahe gelegt worden war, ein Bild mit dem Thema Linksfaschismus in einer Ausstellung nicht öffentlich zu zeigen. Und wie man hört, gibt es noch einige andere Fälle. Könnte man so eine Online-Ausstellung nicht an PI dranhängen?

    Es wäre sicher nützlich, wenn sich solche Künstler vernetzen, weil das mehr Stärke und Druck generieren könnte und evtl. auch mehr Öffentlichkeit.

  17. Klarer Fall von entarteter Kunst!

    Dagegen muss gekämpft werden…

    Deutschland 2009 – nichts gelernt, die reinste Irrenanstalt.

  18. Kunst ist eine Frage des Geschmacks, bzw. des Zeitgeist-Mainstreams, insofern ist Kunst“zensur“ nichts Neues, sondern vielfach praktiziert. Das allerdings ein Künstler wegen seiner politischen Auffassung geächtet wird (und er heisst nicht Claus Peymann!), das lässt allmählich aufhorchen.

  19. @ #6 Black Elk (20. Apr 2009 21:21)

    “3. Wir, die wir dabei waren, wissen jetzt wieder mehr über die Rituale der Medien und der Politik.”

    Und was haben wir von dem Wissen?

    Wir können etwas daraus machen, denn durch die PC-Doktrin der Medien* kann man uns zwar ignorieren, aber die Mechanik der Medienwelt ausser Kraft setzen – das geht nicht.

    Überleg mal – Noch werden unsere Themen unter den Teppich gekehrt, aber über was sie berichten – und berichten müssen sie, dass ist ihr täglich Brot – darüber sind wir dabei, mittels Internet und täglich erlebter Realität von „Otto-Normalverbraucher“ die Deutungshoheit zu gewinnen.

    Wir müssen also die Medien ZWINGEN von uns und unseren Themen Notitz zu nehmen!

    Das ist der Weg zur Beseitigung politischer Korrektheit, analog dem Märchen „Des Kaisers Neue Kleider“

    Wir brauchen Öffentlichkeit. Und um die zu erzeugen, muss man wissen, wie man die Medienmaschine zu bedienen hat. Und wie im Märchen werden automatisch immer mehr Leute rufen ‚Er hat ja gar nichts an!'(Will sagen:PC ist eine Lüge)

    In diesem Buch z.B. hat sich jemand genau dazu Gedanken gemacht.
    Schau mal hier

    Gedanke zum Schluss: Hat jemals ein Mensch gedacht, die Leute von Greenpeace hängen sich an Schornsteine mit Riesenplakaten, weil sie so gerne klettern? 😀 Und dann denk nochmal an das Wort ‚Rituale‘!

    * Heute würde man wohl ‚Schere im Kopf 2.0‘ sagen

  20. Wer ist die chemnitzer Grünenpolitikerin Petra
    Zais? Stimmt es, daß diese Assistentin und
    spätere Lehrerin am Lehrstuhl Politische Öko-
    nomie der Bezirksparteischule der SED in
    Mittweida war und, nach eigenen Angaben, bis
    1989 zu den ideologischen Stützen des politischen Systemes der DDR gehörte?
    Falls diese Angaben stimmen sollten, wie kann
    dann diese Frau anderen vorwerfen, daß sie
    „unsere freiheitliche Gesellschaft ablehnen“.
    Äußerst merkwürdig und bezeichnend.

  21. @Paula

    Hier hat sich kürzlich noch ein Maler gemeldet, dem nahe gelegt worden war, ein Bild mit dem Thema Linksfaschismus in einer Ausstellung nicht öffentlich zu zeigen.

    Ich habe mir daraufhin das Bild angeschaut und fand es sehr bezeichnend und treffend:

    DER KLEINE LINKSFASCHIST

  22. Ich hoffe, Herr Zschocke wird nun einige Aufträge mehr erhalten. Sein Bekanntheitsgrad ist wohl in den letzten Wochen enorm gewachsen. Ich habe leider nicht genug Geld, um in Kunst zu investieren. Wenn ich es hätte, würde ich mir ein Bild von Zschocke malen lassen. Davon abgesehen, dass mir das Bild, jedenfalls, was ich davon erkennen kann und was ich darüber gelesen habe, sehr gut gefällt, wird der Wert seiner Bilder in einigen Jahren enorm gestiegen sein, schon allein deswegen, weil es sich um einen verfolgten Künstler handelt.
    Leider kommen Künstler oft erst nach ihrem Tod zu ihnen entsprechendem Ruhm. Ich hoffe, das wird bei Herrn Zschocke schon zu Lebzeiten so werden. Aus solchen Aktionen sind schon Kulte entstanden.
    Sicher wird es Zschocke im linksverseuchten Deutschland sehr schwer haben, aber möglicherweise nicht in Ländern, in denen Kunstfreiheit noch etwas bedeutet.

    Die beteiligten Zensoren möchte ich dazu auffordern, niemals Urlaub in Irland zu machen, denn da sollen noch Keltenkreuze stehen. Nicht dass ihr mal von sowas erschlagen werdet.

  23. Das „Keltenkreuz“ ist rechts?

    Mehr noch. In der Zeitung DNN stand „Neonazisymbol“.
    Das ist die Agonie des Systems. So etwa DDR 1988.

    Wer weiß, was diese Amtsleiter vor 1990 waren. Die ganzen Stasi-Zuträger haben ihre Akten mitgehen und sich einen Bart wachsen lassen und denken, daß ihnen nichts mehr passieren kann.
    Die vergessen blos, dass es noch genug Leute gibt, die 1989 sich die Listen der örtlichen Stasi-Leute besorgt haben. 😉

  24. Ideologie ist eigentlich ein seltsames Phänomen.

    Wirklich verblendete Leute, die tatsächlich einer Ideologie frönen, ohne von dieser zu profitieren, gibt es nicht.
    Deshalb ist es ja auch logisch, dass 99% der Leute, die in kommunistischen Ländern leben zu 100% das System unterstützen.

    Der Modeeffekt in westlichen Ländern ist mehr als seltsam.
    15-Jährige Mädels laufen mit Che Guevara T-Shirts rum, kleine Rebellen tragen Pali-Halstücher, engagierte Oberstüfler werden zum Schulsprecher gewählt, weil sie dem Kapitalismus den Kampf ansagen.
    Gesichtzeigende Studenten randalieren forsch in der Gegend rum, um ihren Pazifismus zu untermauern.

    Wäre ich ein Moslem, so würde ich meinen Sprengstoffgürtel abschnallen und mal etwas abwarten, um die Dummheit der Dhimmis zu genießen.

    Natürlich wäre ich etwas wütend, da ein Terroranschlag nicht mehr nötig wäre und ich um 72 Weintrauben betrogen werden würde, aber trotzdem lustig anzusehen.

  25. @ 24 Greengold

    Da machst du nicht mehr viel daraus, die Lokomotive saust führerlos der Berg hinab.

    wie willst du die noch stoppen wollen ?

    Eine Zertrümerung ist vorprogrammiert.

  26. Nun wenn die linken Faschisten schon Angst vor einem Bild haben lässt das darauf schließen, das sie ahnen was ihnen bald blüht.

  27. Wir sind auf dem besten Weg in eine Dikatatur Light, in der alles, was vermeintlich rechts ist, verboten oder mit einem Bannfluch belegt wird.
    Wir Deutsche sind ein künstlerisch und technisch begnadetes Volk, politisch jedoch extrem rückständig – daher muss erst wieder eine Katastrophe passieren, wie 1918, 45, 89, bevor die Menschen in diesem Land aufwachen. Und dann wird es wieder einmal zu spät sein.

    Manchmal graut mir vor den politischen Entscheidungsträgern in diesem Land, aber was will man erwarten in einem Land, in dem eine ehemalige Propagandasekretärin der FDJ zur Kanzlerin gewählt und von den meisten kritiklos umjubelt wird. Deutschland steht wieder einen Schritt näher am Abgrund der Diktatur. Armes Deutschland!

  28. @ Black Elk

    Weichen stellen, zur Not entgleisen lassen.

    Es geht darum, wo die kinetische Energie entfaltet wird.

  29. @ #33 Mistkerl

    …mal etwas abwarten, um die Dummheit der Dhimmis zu genießen. sagst Du.

    Dazu kann ich dir berichten, dass die türkischen Leut an der Uni (teilweise mit Kopftuch und voller „Checker-Montur“ usw. kannste dir ja denken), die 1 und 1 zusammenzählen können und einigermaßen offen über DAS Thema reden sagen:“Was wollt ihr Kartoffeln eigentlich… in 15 Jahren übernehmen wir den Laden sowieso hier.“ Und im großen Gelächter geht beinahe unter dass einer ruft: „Dann werden wir mal sehen wer was gegen den Islam sagt“.

    Der Vollständigkeit halber: „Yahud!“ ist auch in diesen Kreisen ein Schimpfwort und bei arabischen Studenten hört man wenn sie mit einem Deutschen geredet haben oft die Worte „kuffr“ und „kafir“.

    Kurz gesagt, die wissen schon was abgeht.
    Was sie nicht wissen und womit sie größte Probleme haben ist, wenn es einer von denen zu weit treibt und eine Kartoffel ihnen mal knallhart die Grenzen aufzeigt.
    Dann wird sofort umgschaltet auf Jammern motzen und beschuldigen.

    Was ich sagen will ist, sie unterschätzen uns vollkommen, halten sich für die Größten, denn die Kartoffeln sind Schlappschwänze – das ist allgemeiner Konsens.

    Wenn ich den lieben Moslems einen Tipp geben dürfte: Das könnte ein Fehler sein. 😀

  30. Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD): „Ich finde die Entscheidung, das Bild zu übermalen, absolut richtig. Es geht darum Courage zu zeigen.“

    Wie schon in Köln – eine völlige Entwertung des Begriffes der (Zivil-)Courage. Missbrauch von (Über-)Macht wird zur gefährlichen, mutigen Tat umgedeutet. „Courage“ zeigt sich heutzutage darin, dass man sich in Wort und Tat dem politisch-gesellschaftlichen Zeitgeist anschließt. OB Ludwig hätte ohne Frage ebenso anno 1934 den SA-Mob, der Juden öffentlich misshandelte, für seinen Mut gelobt: „Es geht darum Courage zu zeigen!“

    Ekelerregender geht es kaum noch.

    Ganz abgesehen von all dem ist es traurig, dass hier ein grafisches Kunstwerk vernichtet wurde. Das inkriminierte Wandbild – nein: das an sich unverdächtige Wandbild des inkriminierten Grafikers – ist nämlich besser als vieles andere, was öffentliche Wände und Fassaden so ziert.

  31. #38 Zvi_Greengold (20. Apr 2009 23:14)

    Ich will es einmal kulinarisch so formulieren:

    Kartoffeln sind Krauts ohne Eier! 🙂

    Aber irgendwann kommt die Gen-Kartoffel mit Testosteron, dann werden die Eier wieder Wachsen…

    2051 – Claudia-Fatima-Roth-Moschee wird wieder Kölner Dom

  32. @ #34 Black Elk (20. Apr 2009 23:02)
    @ 24 Greengold
    Da machst du nicht mehr viel daraus, die Lokomotive saust führerlos der Berg hinab.

    Klingt ein bischen nach:“Kann man eh nix machen“.
    Ich persönlich bin noch lange nicht an diesem Punkt… oder um es anders zu formulieren: Ich habe das Weiße in den Augen der Feinde noch nicht gesehen und noch ist diese Republik nicht verloren. (Und dass mir jetzt keine schäbigen Witze über ‚Augen‘ und ‚Öl‘ kommen 😀 )

  33. @ 37 Mistkerl

    Ja, das wäre eine Möglichkeit die Lock nicht zu einer Zertrümmerung zu bringen, vorausgesetzt es ergeben sich einige Weichenstellungen.

    Wenn nicht dann, geht es richtig zur Sache 😉

  34. @ Zvi_Greengold

    Ich verstehe Dein Reply nicht.

    Ich habe mich absolut pro-Israel ausgedrückt.

    Christen, Juden, Moslems usw. sind mir eigentlich egal.

    Es geht mir um die Ideologie und die Boshaftigkeit, die dieser oftmals obliegt.

    Vielleicht bin ich ein Weiner, weil ich kein Fleisch (mehr, außer Fisch) esse und mich auch im Studium geweigert habe bei (blutigen) Tierversuchen zu assistieren, zumindest bei denen, die keine wissenschaftliche Relevanz haben.

  35. #45 Mistkerl (20. Apr 2009 23:52)

    Wollte nur berichten, dass den kontemplativeren unter den Moslems völlig klar ist – wie Du ja auch bemerktest – , dass sie keinen Bombengürtel brauchen. Sie sind sogar komplett dagegen, weil ein lauter Knall nur ihre fortwährende Kolonisation ins Rampenlicht rücken würde. Eroberung geht auch leise – diese Erkenntnis ist mittlerweile, im deutsch artikulierten Diskursbereich klar wie, äh Dönerbrühe… oder so.

  36. Bilderstürmer und Bücherverbrenner sind die Totengräber der Kultur.

    Ein Volk, das seine Künstler verfolgt, ist am Ende.

    Schande über Chemnitz.

  37. Was müssen unsere Ahnen nur für Nazis gewesen sein, ein Kreuz ist das aber auch mit diesen Kelten und das seit nunmehr 3000 Jahren, schämt Euch
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kelten

    http://www.gabreta.de.
    Das keltische Hessen
    Keltische Kultur
    .kelten-info-bank.de
    Keltische Altburg bei Bundenbach

    Keltologie
    Keltologie an der Universität Wien
    Keltologie an der Universität Marburg
    Keltologie an der Universität Bonn
    Fachforum Keltologie
    Diskussionsforum zur wissenschaftlichen Keltologie
    Keltenmuseum Hallein
    Das Laténium – Museum für die La-Tène-Kultur
    Heuneburg
    Forschungsprojekt und Grabungsberichte „Fürstensitz Keltenstadt“
    Keltenfürst von Hochdorf
    Keltenmuseum Manching
    Europäischer Kulturpark Bliesbruck-Reinheim
    Ausgrabungen an der Schmidener Viereckschanze
    Württembergisches Landesmuseum Stuttgart
    Archäologischer Park Glauberg e. V.
    Keltische Salzfürsten vom Dürrnberg bei Hallein
    Die Grabungen am Dünsberg
    .kelten-nagold.de – Informationen über die Keltenfunde in Nagold
    Die Schnippenburg – Ein Fundplatz mit starkem keltischen Einfluss
    Archäologischer Park Schwarzenbach/NÖ –
    der Uni Wien (VIAS)
    Archäologie im Landschaftsmuseum Obermain
    Ausstellung: Kelten in Mähren
    Keltenwelt von Frög bei Rosegg
    +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

  38. Zitat:
    ,,Überhaupt: „alte Ordnung“? Ich habe im Laufe dieser Woche gut zwanzig Interviewanfragen beantwortet, mindestens die Hälfte mit Journalisten aus den alten Bundesländern. „Die alte Ordnung“ war da nicht selten Thema, denn nur wenige von ihnen verstanden, dass sich hier, auf dem Gebiet der ehemaligen DDR, bislang noch viel zu viel eben dieser Ordnung erhalten hat.“

    Wie wahr, wie wahr… Ich als Ossi könnte da auch zahlreiche Anekdoten darüber erzählen, über die man eigentlich ganze Bücherschränke füllen müsste… Wobei ja Ereignisse wie die Beschriebenen zeigen, dass die Wessies Vieles aus der ,,alten Ordnung“ des Ostens übernommen haben.

  39. Man muss auch mit aller Deutlichkeit darauf hinweisen, dass diese Gesinnungstat, das Übermalen des angeblich „rechten“ Bildes von dem CDU- Bürgermeister Brehm betrieben wurde. Wie war neulich in der „Jungen Freiheit“ zu lesen? Die CDU sei eine Maschine, die rechte Wählerstimmen in linke Politik umwandle.

    Wer ansonsten noch davon träumt, dass Deutschland ein völlig freiheitlicher Staat mit namentlich dem Recht auf Meinungsfreiheit sei, der möge bitte aufwachen.

  40. Was kommt als nächstes…?

    Werden wir Bücher auf einen Haufen werfen und anzünden ???

    (zum Glück kann man Internetseiten nicht anzünden – allerdings sperrt man ja schon fleißíg)

  41. Den Nationalsozialismus auf der Rechten zu verorten, ist eine dreiste Geschichtsfälschung. Die Nationalsozialisten selbst haben sich nie als Teil des rechten Lagers gesehen.

    Adolf Eichmann, der Organisator der Massenmorde an den Juden, bekannte in seinen Memoiren: „Meine gefühlsmäßigen politischen Empfindungen lagen links.

    Joseph Goebbels, der Chefpropagandist, stellte klar: „Der Idee der NSDAP entsprechend sind wir die deutsche Linke… Nichts ist uns verhaßter als der rechtsstehende nationale Besitzbürgerblock.

    Und selbst der Immigrant Willy Brandt empfahl seinen Genossen von der Sozialistischen Arbeiterpartei: „Das sozialistische Element im Nationalsozialismus, im Denken seiner Gefolgsleute, das subjektiv Revolutionäre an der Basis, muß von uns erkannt werden.

    (Alle Zitate mit Quellenangaben nachzulesen auf Seite 22 des neuen Buches von Josef Schüßlburner.)

    http://lichtschlag-buchverlag.de/rezension/37

    Hitler zog auch gegen Ende seiner Herrschaft das Fazit: „Wir haben die linken Klassenkämpfer liquidiert, aber leider haben wir dabei vergessen, auch den Schlag gegen rechts zu führen. Das ist unsere große Unterlassungssünde.

    Übrigens weist auch Sebastian Haffner in seinen „Anmerkungen zu Hitler“ darauf hin, daß die einzige für Hitler gefährliche Opposition – die der Militärs – von rechts gekommen sei.

  42. Seit dem Film „Das Leben der Anderen“ ist es unserer Generation möglich, sich ein objektives Bild über diese Zeit zu erlauben.

    Der Film mag gut sein, um für das Thema sensibilisiert zu werden, aber er ist doch »nur« Literatur. Für ein wirklich objektives Bild empfehle ich eher richtige Geschichte. (Siehe auch Band 2.)

  43. Als Ausgleich für diesen Bilderwahnsinn sprühen wir alle in rot ein V auf die Wahlplakate. Das V aus dem Film: V wie Vendetta.
    Dieses Zeichen ist eindeutig, zumindestens für uns, bei den Politidioten bin ich mir nicht ganz sicher.

  44. Lustiges aus der ehemaligen Domstadt Köln:

    Ausstellungsfotos zensiert

    Von Marion Eickler, 20.04.09, 22:00h
    Auf zwei Fotos muss die Künstlerin Karin Richert während ihrer Ausstellung verzichten, da sie Slogans gegen die Partei „Pro Köln“ zeigen. Mit dem Abhängen der Bilder werde der Grundsatz der Freiheit der Kunst verletzt.

  45. Lustiges aus der ehemaligen Domstadt Köln:

    Hier noch der Link:

    http://www.ksta.de/html/artikel/1238966834911.shtml

    Ausstellungsfotos zensiert

    Von Marion Eickler, 20.04.09, 22:00h
    Auf zwei Fotos muss die Künstlerin Karin Richert während ihrer Ausstellung verzichten, da sie Slogans gegen die Partei „Pro Köln“ zeigen. Mit dem Abhängen der Bilder werde der Grundsatz der Freiheit der Kunst verletzt.

  46. Zensur, entartete Kunst, staatlich kontrollierte Deutungshoheit und gleichgeschaltete Medien, alles Ingredienzien aus der realen faschistischen Zeit Deutschlands, leider auch die des Nachkriegsdeutschlands mit ihrer eingemeindeten -ehemals durch die Sowjets kontrollierten- DDR, sind wieder gesellschaftsfähig geworden.
    Undemokratisch sind sie allemal, und alle etablierten Politorganisationen bedienen sich zunehmend dieser Regelkreise auch wenn sie noch so augenfällig sind.
    Diese Mechanismen einer zentralen demokratiefeindlichen politischen Leitkultur scheinen trotz der durch friedliche Revolution herbeigefürten Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten erneut mit Leben erfüllt zu werden.

    Da macht es keinen Unterschied ob das Kuratel dieser Machenschaften aus dem etablierten ehemals christlich demokratischen Lager oder aus der Grünen Ecke kommt. Auch die Antifaorganisationen der neu entstandenen Linken mit ihren Resten aus SED, KPD/SU/ML u. a. fühlen sich, neben der SPD und der FDP immer sicherer wenn sie diese Werkzeuge einsetzen.

    Dass dies zur akzeptierten gesellschaftspolitischen Norm erhoben wurde ist unbestritten auch der Verdienst des trägen, unmündigen und oberflächlichen Bürgertums dieses Systems.
    Uninteressiert und in großen Teilen desinformiert werden alle Informationen und Geschehnisse stoisch hingenommen und größtenteils wiedergekäut. Wenn es denn hier und da zu kritischen Gegenbewegungen kommt werden diese unisono verunglimpft, stigmatisiert und inquisitorisch bekämpft und allenfalls mit nationalsozialistischer Terminologie überzogen.
    All die Parteien sind sich, solange es die zu schröpfenden Menschen angeht, darüber einig das es keinen Platz für einen weiteren Mitesser an ihren Töpfen geben soll geschweige denn geben darf und bekriegen mit Klauen und Zähnen jeden der diesem Verhaltensmuster fremd ist.

    Und das Volk schläft weiter, obschon genau hier die Chance für alle Beteiligten besteht sich aus diesem Teufelskreis der fremdbestimmten und deutschlandfeindlichen Entwicklung zu entflechten, die alten Zöpfe des verkommenen Berufspolitikertums, welches sich in Selbsversorgermentalität der letzten 60 Jahre und notfalls über EU-Gesetzgebung gegen die existenziellen Interessen der Menschen in unserer Republik agiert und zu einem Moloch entartet ist, der nur noch über rigide Wählerentscheidungen zu kontrollieren ist.
    Dies zu erkennen scheint nicht vielen möglich zu sein, zu groß ist die Diskrepanz zwischen realer Kritik und dem Schein einer Demokratie, BRD genannt.

    Uns bleibt einzig und allein weiter daran zu arbeiten, dass die werteschaffenden Menschen unsers Landes wach werden, kritisch hinterfragen und bewerten, auch wenn es sehr mühsam ist und wir auch nicht mit 100 % Alternativen aufwarten können…….

  47. @ #9 Eurabier (21. Apr 2009 09:04)

    Idee:

    kleine „Pro-“ Aufkleber auf ALLEN Wahlkampfplakaten anbringen;

    Groß genug, daß sie ein Passant erkennen kann;
    Klein genug, um von vorbeifahrenden Autos aus, nicht identifiziert werden zu können.

    DAS wäre eine kleine politisch unkorrekte Aktion des „zivilen Ungehorsams“;

  48. @ #9 Eurabier (21. Apr 2009 09:04)

    @ #11 Denker (21. Apr 2009 09:19)

    Ich meine, wirklich NUR den Begriff „Pro-“ auf diesen Aufklebern.

    (nicht Pro-Köln, nicht Pro-NRW, nicht Pro-irgendwas, sondern einfach nur Pro-)

    Der Begriff Pro- hat das Zeug zum Selbstläufer; jeder weiß was gemeint ist, aber eine konkrete Rückverfolgung ist nicht möglich.

  49. Na endlich, wurde auch Zeit, die Bücherverbrennungen gehen weiter.
    Die Genossen Bürgermeister und auch die Genossin Zeis von den Grünen gehen mit gründlichen Beispiel voran.
    Die entartete Kunst muß verfolgt und vernichtet werden und dies fast pünktlich zum Geburtstag von Adolf Hitler.
    TOLLE LEISTUNG GARL-MURKS_SATDT! Wie hieß diese Stadt eigentlich im tausendjährigen Reich???

  50. @ Crisp

    Ja, das ist es.

    @ Lion Edler

    Ich, selbst Wessi, stelle immer wieder fest, dass die meisten Westler keinerlei Vorstellung über die DDR haben, es sei denn, sie hatten enge Verwandte dort. Außer von Mauer, Honecker und Schießbefehl (als Stichworte) wissen die meisten nichts. Das ist für mich immer wieder erstaunlich zu sehen, wie wenig selbst „gebildete“ Leute über die DDR wissen. Was sicher auch daran liegt, dass die meisten Medien 68er-geprägt sind, und die 68er nun mal große DDR-Fans waren, solange sie dort nicht leben mussten. Kaum ein Mensch weiß, dass einige der Nazi-KZs in der DDR weitergeführt wurden. Solche Sachen zum Beispiel.

    Deswegen fallen die auch reihenweise auf die populistischen Parolen der Linkspartei rein, weil sich „soziale Gerechtigkeit“ immer so gut anhört und die immer so nette junge hippe Leute in die Talkshows setzen, und kaum einer im Westen weiß, was wirklich hinter dieser Partei steckt. Woher auch? Der jahrelange Chef der „Tagesthemen“ soll Mitarbeiter der Stasi gewesen sein.

    Allerdings braucht man keine DDR, um die Meinungsfreiheit abzuschaffen. Das sieht man ja an der ideologischen Unterwürfigkeit im Westen. Keiner sagt offen seine Meinung, aber jeder behauptet, er sei der einzige Schwimmer gegen den Strom.

  51. Immer wieder Journalisten, immer wieder dieselben Fragen. „Was haben sie sich beim ‚Keltenkreuz’ gedacht?“ – „Nichts! Soll ich beim Malen einen Katalog mit verbotenen Zeichen vor mir haben, nur weil ich konservativ bin?“

    Was bin ich froh, daß diese Kal- Marx- Städter Blockflöten nichts in Irland zu sagen haben, wahrscheinlich würde sie in ihrem „Kampf gg Rechts“ sämtliche frühmittelalterlichen Klöster niederbrennen, Friedhöfe umpflügen und Kirchen mit der Abrißbirne zerstören lassen, denn da sind ja überall Keltenkreuze.

    Und danach klopfen sie sich wegen ihrer eigenen „Courage“ auf die Schultern.

    Kulturbanausen 2009

  52. #46 Totentanz (21. Apr 2009 00:15)

    ACK

    Vorallem beim Thema Diktatur und Oligachie stellen sie Recht und Links auf einer Stufe.
    Da ist der Verfasser schon 100 Schritt weiter als unsere MSM/Politik und 1000 weiter als die Öffentlichkeit.

  53. #12 Denker (21. Apr 2009 09:23)

    Ich meine, wirklich NUR den Begriff “Pro-” auf diesen Aufklebern.

    (nicht Pro-Köln, nicht Pro-NRW, nicht Pro-irgendwas, sondern einfach nur Pro-)

    Der Begriff Pro- hat das Zeug zum Selbstläufer; jeder weiß was gemeint ist, aber eine konkrete Rückverfolgung ist nicht möglich.

    Genau soetwas ist es, das ich meine, wenn ich von List spreche. Mit Kreativität dieses System vorführen. 1a 😉

    #8 Eurabier (21. Apr 2009 09:04)

    Lustiges aus der ehemaligen Domstadt Köln:

    Ausstellungsfotos zensiert

    Da gibt es, nur zur Klarheit, aber zwei kleine, feine aber wichtige Unterschiede. Während in Chemnitz ein Kunstwerk zerstört wurde, weil des Schaffers politische Ausrichtung einigen Leuten nicht paßt, wurde in Köln das ‚Kunstwerk‘ seines Inhaltes wegen entfernt, nicht aber zerstört.

    Die Anti-Pro-Köln Kommentare sind auch lesenswert, vor allem die steigend fäkalienintensivere Pöbelei, die im Grunde nur aussagt, daß den Pöblern die Argumente ausgehen, so sie denn überhaupt jemals real existierende hatten.

  54. #14 Paula (21. Apr 2009 10:06)

    Nicht jeder Wessi ist so. 😉

    Habe zu über 50% Ossis als Kollegen. Alle ab 40, ausser 3 Republikflüchtlinge, habe alle „Behörden“vergangenheit.

    Auch sind sie Paradebeispiel für den Links-Rechts Kreis. USA, Israel/Juden!!, Kapital sind an allem schuld und alle Ausländer Kana+en.

    Man kann diesen Link ist öffentlich genug machen wie antisemitisch die SED/DDR war.

    Geheimoperation Aleppo: die geheime Beteiligung der DDR am Oktoberkrieg gegen Israel.

    http://www.br-online.de/content/cms/Universalseite/2008/01/24/cumulus/BR-online-Publikation–212912-20081007145615.pdf

  55. DAS wird ihm eine Lehre sein.

    Kreuze malen! In der DDR hatten Künstler ihren Zensor im Kopf fest installiert. Heute ist das viel schwieriger, weil sich die Gesellschaft libertär gibt aber gnadenlos wie Erich Honecker zuschlägt. Zwar, es gibt schon gute Ansätze, von Künstlern, die rigorose Religionen vorher befragen, wie sie ihre Kunst gestalten sollen, um keinen Anstoss zu erregen, doch hat sich der Wandbildkünstler wohl nicht gedacht, das würde auf Karl-Marx-Stadt auch zutreffen.

    Schlimm, dass er sich nichts gedacht hat, denn der Klassenfeind, und das weiss auch die CDU inzwischen, schlummert nimmer. Auch nicht in Form eines Keltenkreuzes.

  56. #18 CD (21. Apr 2009 10:12)

    Was „Pro“ bedeutet wissen eigentlich nur die PI/Pro Leute. 😉

    Gestern in der Tagesschau (IIRC) zur PKS in Sache Politische Straftaten.

    Kommentar bei einer Szene von einer Nationale Autonomen Demo: „Der starke Anstieg bei rechten Straftaten liegt auch in einer geänderte Statistik.“

    Ohne PI weis kaum einer das die Statistik jede Schmierei von rechte Sprüchen/Zeichen auch ohne Täter/Urteil/Motiv zu den rechten Straftat gezählt wird und das bei Links überhaupt keine Propagandadelikt kennt.

  57. #22 fight4israel (21. Apr 2009 10:35) Your comment is awaiting moderation.

    Kein Link! Kann sich mal das PI Team aüssern warum und wie man auf die automatische Sperrliste kommt!!

  58. OT:
    Offenbach (ddp-hes). In Offenbach ist in der Nacht zu Dienstag ein 32 Jahre alter Mann niedergestochen worden. Nach Angaben der Polizei sind die Hintergründe noch völlig unklar. Gegen 1.00 Uhr waren die Einsatzkräfte darüber informiert worden, dass am Ostendplatz im Stadtteil Bieber ein Mann niedergestochen worden sei. Die kurz darauf eingetroffenen Polizisten fanden das Opfer mit mehreren Einstichen im Oberkörper bewusstlos vor. Ersten Ermittlungen zufolge sollen vier Männer und eine Frau vom Tatort geflüchtet sein. Der 32-Jährige schwebt nach einer Notoperation weiter in Lebensgefahr.

    http://www.derNewsticker.de/news.php?id=105921

    Wer das wohl war???

  59. #72 fight4israel (21. Apr 2009 10:35)

    #18 CD (21. Apr 2009 10:12)

    Was “Pro” bedeutet wissen eigentlich nur die PI/Pro Leute. 😉

    Dort, wo Pro antritt, wissen die Leute zumindest um deren Existenz. Und noch zumindest sind sie eben eine lokale, kommunale Erscheinung.

    Es gibt aber tatsächlich Paradoxen, die zumindest in meinem Umfeld oft zutage treten. Es ist nämlich erstaunlich, wieviel Menschen im Grunde so denken, wie die meisten hier, aber dennoch so wenig über die aktive Meinungsmanipulation wissen und doch wieder andersherum agieren und wählen. Und es ist erstaunlich, wie faktenresistent sich dieselben Leute geben, wenn man ihnen die Widersprüche aufzeigt, ganz so, als wäre man selber der Verursacher, anstatt der Bote. Die Angst um die eigene Existenz, Beruf, Familie und Leben ist so groß, daß deren Interesse primär immer noch ist, lieber mit dem Strom zu schwimmen, selbst wenn das Wasser zum überleben immer knapper wird. Das dumme ist aber, daß, wenn der Strom versiegt, alle Fische auf dem Trockenen liegen und ersticken.

  60. CD (21. Apr 2009 10:56)
    Es gibt aber tatsächlich Paradoxen, die zumindest in meinem Umfeld oft zutage treten. Es ist nämlich erstaunlich, wieviel Menschen im Grunde so denken, wie die meisten hier, aber dennoch so wenig über die aktive Meinungsmanipulation wissen und doch wieder andersherum agieren und wählen. Und es ist erstaunlich, wie faktenresistent sich dieselben Leute geben, wenn man ihnen die Widersprüche aufzeigt, ganz so, als wäre man selber der Verursacher, anstatt der Bote.
    —————

    Das ist das unglaubliche!

    Die meisten haben nichts gegen den Menschen Türken sondern seiner „Unkultur“ oder „Religion“.

    Aber sehr faktenresistent sind die Ossis. Die sehen häufig nur den Mensch als Gegner und nicht das „System Islam“ dahinter. Die Atheisten können nicht verstehen das das Problem eine Hassreligion des 6. Jahr. ist.

  61. Der Artikel ist wirklich spitze! Einige sehr gute Allegorien und die Schilderung der Büttel ist wirklich besonders gut. Allerdings glaube ich nicht, daß sich eine Auseinandersetzung mit diesen Menschen lohnt. Sie haben, selbst wenn sie wollten keine andere Wahl als sich so zu verhalten, da sie ihr Geld vom Staat erhalten und völlig von der jeweils herrschenden politischen Gruppe abhängig sind.Ich persönlich halte es für besser sich klug bedeckt zu halten. Keiner von uns ist den Bolschewisten irgendetwas schuldig, am wenigsten die Wahrheit. Ich persönlich definiere meine Beziehung zu diesen Menschen einfach nur durch persönlichen Vor- und Nachteil bezüglich auf meine natürlichen Interesse. Ich habe auch bereits das Menschsein von ihnen abstrahiert.Wenn man sie alseine Art Roboter betrachtet kommt man erheblich besser durchs Leben. 🙂

  62. @ # 8 Mistkerl:

    Bei Wilhelm Busch ist dies bereits Realität geworden: seine „Fromme Helene“ wurde als Hörbuch zensiert. „Plisch und Plüm“ enteilte diesem Schicksal nur, weil das Herausnehmen der Schmülchen-Schieverbeiner-Episode den Sinn der weiteren Handlung entstellen würde.

    2003 schrieb noch kein Geringerer als Robert Gernhardt diese schlauen Worte:

    http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=6369&ausgabe=200309

    Keine fünf Jahre später hieß es:

    http://blog.phonetics.eu/archives/30

    Art. 5 GG ist leider inzwischen weniger wert, als das Papier, auf dem es gedruckt wird.

  63. Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD) stellt sich am Ende der Kampagne hinter Bürgermeister Brehm: „Ich finde die Entscheidung, das Bild zu übermalen, absolut richtig. Es geht darum Courage zu zeigen“.

    Gibt es überhaupt etwas feigeres, als seinen Krieg mit einer Person oder Meinung gegen ein Kunstwerk auszutragen?
    Und wenn dann aber ein Ahmadinejad zum weltweiten Genozid aufruft, geht das unter Freie Meinungsäusserung.
    Mich erinnert das alles sehr daran, was Heinrich Heine einmal – zu einer Zeit als noch nicht abzusehen war, wie recht er damit behalten würde – gesagt hat.

    „Das war ein Vorspiel nur, wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.“

    Und wenn ich mir dann überlege, wie es damals geendet hat, wird mir übel.

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