Die Schuld des Bio-Deutschen

Die türkischen Verdienste um Deutschland beschreibt Hilke Gerdes in ihrem Buch „Türken in Berlin„. Darüber wollte die Autorin bei der Präsentation ihres Buches am Mittwochabend gerne sprechen, aber die Gäste stellten lieber Fragen zu Zwangsehen, Ehrenmorden und Bildungslücken junger Türken in Migrantenvierteln. (Foto: Cem Özdemir)

Das, wurde sie vom Grünen-Vorsitzenden Özdemir belehrt, seien weniger ethnische als soziale Probleme. Und eine gehörige Portion Schuld trägt der Bio-Deutsche, auf den das Schulsystem zugeschnitten sei:

Neben ihr saß Grünen-Chef Cem Özdemir und der Neuköllner Komiker Murat Topal. Alle drei argumentierten, dass viele Probleme in Migrantenmilieus nicht ethnische, sondern soziale Hintergründe hätten. Özdemir kritisierte auch das deutsche Schulsystem: Die Pädagogen würden nach wie vor für die deutsche Idealfamilie, die „Bio-Deutschen“, ausgebildet.

Nachdem die Grünen also in jahrelanger Erziehungsarbeit den „Bio-Deutschen“ (was immer das auch sei) erschaffen haben, mutiert er jetzt zum Störfaktor. Und die sozialen Problem-Einzelfälle™ „Zwangsheirat“ und „Ehrenmord“ sind offenbar auch in der deutschen Unterschicht an der Tagesordnung…