Frankreich: Judenmörderbande vor Gericht

Youssouf Fofana und seine jugendliche „Barbarenbande“ mit MiHiGru wird beschuldigt, im Februar 2006 gezielt den damals 23-jährigen Juden Ilan Hamili (Foto) entführt, 24 Tage lang als Geisel genommen und zu Tode gefoltert zu haben. Als man den Juden an einem Bahngleis in den Pariser Banlieues fand, war er nackt, voller Schnittwunden und am ganzem Körper mit Brandwunden übersät. Er starb auf dem Weg ins Krankenhaus.

Der aus der Elfenbeinküste stammende Bandenführer Fofana, der von seinen Anhängern als „Oussama“, der „Boss“ oder „Youssuf der Barbar“ bezeichnet wird, hält Juden für „mit Zaster ausgestopft“ und wollte sie zahlen lassen, weil er von der Solidarität innerhalb der jüdischen Gemeinde wusste. Die Entführer verlangten von Hamilis Familie 450.000 Euro Lösegeld.

Die Anklage gegen den hauptverdächtigen Bandenboss lautet auf vorsätzliche Tötung wegen der jüdischen Religionszugehörigkeit des Opfers, auf Geiselnahme, versuchte Erpressung, Folter und Barbarei. Fofana muss bei Prozessende am 10. Juli mit einer Verurteilung zu lebenslanger Haft rechnen. Die Mutter des Ermordeten dringt darauf, dass der Prozess öffentlich gemacht wird. Sie sagte gegenüber France 3:

„Man muss sehen, wer Ilan gequält und getötet hat, weil er ein Jude ist.“

Antisemitische Motive sind bei den Tätern ganz offensichtlich.

(Mit Dank an alle Spürnasen)