Der Todesschütze von Benno Ohnesorg, Karl-Heinz Kurras (Foto: sein mutmaßlicher SED-Ausweis, Mitgliedsnummer 2002373) bereut nichts, nein, er hat noch nicht einmal den Gedanken an Schuld. Er beschimpft Reporter, trinkt genüsslich sein Bierchen, lässt sich von einer 31-jährigen Nachbarin beschützen und hat nach eigenen Angaben 5000,- € Pension im Monat („viel zu wenig, weil er ja auch Major war“).

Er hat als West-Berliner Polizist all sein Können dran gesetzt, den Staat seines Dienstherrn zu zermürben. Er hat sich den erklärten Feinden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung angedient, deren Aufträge erledigt und deren Geld genommen. Er hat aus ein eineinhalb Meter Abstand den Studenten Benno Ohnesorg von hinten erschossen. Er hat wahrscheinlich hunderte, wenn nicht gar tausende Menschen, die oft unter Einsatz ihres Lebens aus der DDR geflüchtet waren, im Auftrag des MfS bespitzelt. Als Mitarbeiter im Staatsschutz war er an besonders sensiblen Stellen beschäftigt, und hat dies zum eigenen finanziellen Vorteil ausgenutzt. Jegliche Moral über Bord geworfen. Freiwillig. Ohne Zwang. Als Verräter.

Inzwischen wird vom Sohn Rudi Dutschkes gefordert, das Attentat auf ihn erneut zu untersuchen. Dutschke selbst hatte vermutet, die Stasi könnte dahinterstecken.

„In dem Brief von Rudi, den meine Mutter nach seinem Tode öffnen sollte, hat mein Vater die Vermutung geäußert, dass hinter dem Anschlag auf ihn das MfS (Ministerium für Staatssicherheit der DDR, d. Red.) gesteckt haben könnte. Die DDR, so mein Vater, habe damals gefürchtet, dass der antiautoritäre Sozialismus, für den Rudi stand, auf den anderen Teil Deutschlands überschwappen könnte.“

Da ist es besonders dringlich, dass Bundestagsvize Thierse einen fairen Umgang mit der DDR fordert.

» WELT-Debatte: Sollte man Karl-Heinz Kurras die Pension streichen?

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85 KOMMENTARE

  1. Er hat nicht den Staat seines Dienstherrn zermürbt, er half den Staat seines Dienstherrn zu entwickeln. Einen Staat der sein Volk haßt, und der sich daran macht es auszutauschen. Auch so mancher Spitzenpolitiker bekommt hier einen ansehnlichen Judaslohn. Daran gemessen, sind die Bezüge dieses „Majors“ bescheiden; zumal wenn man bedenkt, was er mit seinem Todesschuß bewirkt hat. Er ist das typische Produkt einer amoralischen Gesellschaft.

  2. 5000.- Euro, Rente p.M., für einen Mord finanziert von den Angehörigen des Opfers… nicht schlecht, Respekt, Respekt, lieber Staat.

  3. Nein, die 5000 Euro sind Schleichwerbung für die in Gründung befindliche neue Stasi…nach dem Wahlsieg der SED….äähh…PDS…ach Linke…

  4. Eine Aufarbeitung ist doch auch nicht wirklich gewünscht. Wenn sind es nur Bauernopfer.

    Wenn man die sogenannte Nazi-Verfolgung sieht wird es klarer. Direkt Aktive wurden bestraft, die gesamte Verwaltung jedoch nicht, das Heer von Beamten die ihre Kreuzchen gemacht haben, Weichen stellten, Lokomotiven führten, Richter, Staatsanwälte, Lehrer etc. sind vergessen worden.
    Ohne diesen Personenkreis wäre das dritte Reich nicht möglich gewesen. Genau so verhält es sich für die Ex-DDR. Überlegt doch mal welches Signal eine Bestrafung einer solchen Personengruppe für das Beamtentum nach sich ziehen würde. Also versucht man dieses im Sande verlaufen zu lassen (Indem man bewußt langsam arbeitet)
    Wobei in diesem Fall eine Verurteilung nicht mehr möglich ist, da er schon für diese Tat verurteilt wurde.

    mfg
    canis

  5. Kein Witz: Migranten sollen Kölner Karneval retten –
    Von den 20.000 Jecken, die sich im Karneval engagieren, sind 55 Prozent über 55 Jahre alt. Zur Bekämpfung der Nachwuchsprobleme rät die BCG dazu, mehr Migranten an zu werben. Ein erfreuliches Ergebnis der Studie: Der Kölner Karneval sichert 5.000 Arbeitsplätze.
    Mehr:
    http://www.fredalanmedforth.blogspot.com/

  6. Wie unterscheidet sich unser jetztiges Viertes Reich von der DDR?
    Nachdem wir gerade den 60. Geburtstag der Unterzeichnung des Grundgesetzes feiern, könnte man diese Teile des Grundgesetzes wieder einsetzen, die durch unsere „bürgerlichen Parteien“ demontiert wurden!

    (hoffentlich stört sich der Verfassungsschutz nicht daran, dass jemand meint man solle das Grundgesetz wieder einsetzen)

  7. Hört bloss mit diesem Todesschützenquatsch auf.

    Heute ist jeder Todesschütze. Der Amokläufer, der Polizist, der einen jugendlichen Intenssivräuber erschiesst, der Jäger, der einen Wanderer mit einer Sau verwechselt und der Bundeswehrsoldat, der einen heranrasenden PKW mit Gewehrfeuer stoppt. Reicht schon, wenn die Schmieranten keinen Unterschied mehr erkennen.

  8. #8 archijot@gmx.de (26. Mai 2009 12:04)

    Wie unterscheidet sich unser jetztiges Viertes Reich von der DDR?

    Man erkennt es daran das sich Erich Mielkes letzte Rache`(Angelika Merkel) sogar schon traut den Bundespräsidenten anzugiften, wenn dieser mehr Demokratie fordert.

  9. Ich fordere die rückwirkende Änderung der Verjährungsfristen für die einschlägigen Straftaten.

    Das ist problemlos möglich und kein Verstoß gegen das Rückwirkungsverbot.

    Der nächstgelegen Fachanwalt für Strafrecht wird das jedem Leser bestätigen können.

    Die Verjährungsfristen stehen zwar im StGB, gehören aber zum Prozessrecht und sind damit auch rückwirkend abzunändern. Dies ist die ganz herrschende Auffassung in der Strafrechtswissenschaft.

    Es besteht kein Grund die Verjährungsfristen nicht abzuändern und Kurras nicht strafrechtlich zu verfolgen.

  10. hier wird wieder von Linken Ar…. geschickt manipuliert.. Man will spalten …..

    Man muss Unterscheiden .. die Verbrecher-Führung der DDR , deren willige Mordbrenner und dann die geknechteten Menschen

    Die Führung gehört ohne wenn und aber für solche Taten erst mal in den Knast ,ohne Heizung , Wasser und Brot , Verhandlungstermin ungewiss

  11. Es ist nur logisch und konsequent, wenn Kurras nichts bereut und eigene Schuld nicht erkennen möchte, denn er ist rechtskräftig freigesprochen worden und juristisch somit unschuldig. Und als Spion war er offenbar kommunistischer Überzeugungstäter.

    Nun, wo ich mich erstmalig mit diesem Freispruch beschäftige, gebe ich sogar den Linken recht, die diesen fragwürdig fanden. Ein Schuss aus kurzer Entfernung in den Hinterkopf einer offenbar gewaltlosen Person wurde zur Notwehrlage konstruiert.

    Hier und bei Welt-Online habe ich von Anfang an auf den Strafklageverbrauch hingewiesen. In der Welt habe ich aber die Kürzung der Pensionen auf Null gefordert und ich bin gespannt, wie der rosarote berliner Regierungsteil und der dunkelrote, spionfreundlichen Regierungsteil mit dem Problem umgehen. Jedem Polizeibeamten, der ein Diktiergerät unterschlägt, werden die Pensionen gekürzt. Was passiert nun bei Landesverrätern?

    Wenn ich sehe, wie dieses Thema weiter hochgekocht wird, bleibe ich optimistisch.
    Es tut sich etwas.

  12. Wenn er in der DDR in vergleichbarer Situation geschossen hätte, würde heute kein Hahn danach krähen und er könnte in Ruhe seine Pension genießen.

    Schön bei der Gelegenheit auf alte Bekannte zu treffen:

    Ströbele arbeitete damals dem Untersuchungsausschuss zum Tod von Ohnesorg und dem Ermittlungsausschuss der APO in der Berliner TU zu und begleitete als junger Referendar im Rechtsanwaltsbüro von Horst Mahler den Prozess gegen Kurras. Das Büro vertrat die Familie von Ohnesorg als Nebenkläger. Nun sei zu klären, ob die Stasi auch in die Aufklärung des Falls verwickelt war, sagte Ströbele

    Ströbele und Mahler

    Wenn der ganze Vorgang wieder aufgerollt werden solte, wird man wohl nicht an Horst Mahler vorbeikommen:

    Der 2. Juni 1967, die tödlichen Schüsse auf den Germanistik-Studenten Benno Ohnesorg, radikalisierten Mahler. In den folgenden Jahren hatte er für seine bürgerlichen Klienten kaum noch Zeit: „Er übernahm sofort die Vertretung der Witwe des erschossenen Studenten. Als einziger noch kühl und überlegen, baute Mahler innerhalb von drei Tagen und Nächten eine umfangreiche Kartei aus Fotos und Zeugenaussagen zu den Demonstrationsvorfällen auf. Ein Rechtshilfefonds zur Verteidigung von Demonstranten wurde gegründet. Eine Zeitung – der Extradienst – herausgegeben. Und immer war Mahler der Initiator.“

    http://npd-blog.info/2009/01/21/biografie-von-horst-mahler-eine-mindestens-doppelte-wandlung/

    Es könnte natürlich sein, dass Mahler auch für die Stasi gearbeitet hat, Kontakte zur DDR und zum KGB gab es zu RAF Zeiten zuhauf und wenn es über den in Ostberlin gestorbenen
    Wadi Haddad lief.

  13. 5000 Euro sind viel zu wenig für den Schöpfer der 68erInnen-Generation, ja für den Gründer des neuen, aufgeklärten, weltoffenen Deutschlands!

    Dieser Mann hat mit einer einzigen Fingerkrümmung Geschichte gamcht, den Mainstream umgekrempelt, Heitmeyers und Bredehorsts auf ihre nutzlosen Versorgungsposten gebracht!

    Kurnaz, ääähhh Kurass ist der eigentliche Umgestalter dieser Republik!

    2050 – Berliner Dom wird Karl-Heinz-Kurass-Moschee

  14. Fiktive Frage an den TugendwächhterIn Sebastian Edathy:

    Sehr geehrter Herr Edathy,

    nach dem Vorfall von Winnenden haben Sie sich für ein verschärftes Waffenrecht eingesetzt. Nach den neuen Erkenntnissen im Fall Kurnaz, äähhhh Kurass: Würden Sie es befürworten, dass die PolizeibeamtInnen bei Demonstrationen in Zukunft unbewaffnet ihren Dienst verrichten sollten?

    🙂

  15. Sehr geehrter Herr Wiefelspütz,

    Sie sollen laut Welt Online geäußert haben, dass eine Aberkennung der Pensionsansprüche des Herr Kurras nicht möglich sei.

    Herr Wiefelspütz, die ist die Unwahrheit.

    Nach ganz herrschender Auffassung können die Verährungsfristen rückwirkend auch zu Lasten des Betroffenen verändert werden. Insoweit liegt dann kein Verstoß gegen das strafrechtliche Rückwirkungsverbot vor.

    Wie ist eigentich ihr moralischer Kompass ausgerichtet, dass Sie kein Problem damit haben, dass ein Stasi-Verräter 5.000 Euro Pension im Monat bekommt und anständige Menschen, die sich nie etwas im Leben haben zu Schulden kommen lassen, in Deutschland mittlerweile nicht mehr wissen wie sie finanziell über die Runden kommen sollen.

    Ich fordere Sie daher auf sich dafür einzusetzen, dass die Verjährungsfristen für alle Delikte des Landesverrats hoch genug angehoben werden, damit eine Verfolgung dieser Täter auch zukünftig möglich ist und solche Leute nicht mehr mit ihrem Schmarotzertum durchkommen.

    Als Jurist müssen Sie eigentlich um die Möglichkeit wissen, die Verjährungsfristen nachträglich anzuheben. Verschweigen Sie das mit Vorsatz oder war es Unwissenheit?

    Geschrieben von mir an den o.g. Herrn über Abgeordnetenwatch

  16. 5000 ??
    egal jetzt ob DM oder € das ist ja der Hammer

    aber auch diese MÖRDER wird sich bald vor Gott zu verantworte haben Ich wünsche diesem SED Killerschwein einen langsamen qualvollen Tod.

    Wo sind eigentlich die Nachfolger der 68 warum greifen die sich den nicht??
    (ist nur ein Denkansatz keine Aufforderung)

  17. Blutdrucksenker einwerfen:

    GrünInnenpolitiker Marek Dutschke, SohnIn von Rudi Dutschke, kann dem Stasi-Mord an Benno Ohnesorg sogar nur positive Seiten abgewinnen, mal sehen, wann die ersten GrünInnen die RAF loben werden:

    http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/Benno-Ohnesorg-Fall-Kurras-Karl-Heinz-Kurras;art141,2806822

    Der Tod von Benno Ohnesorg wird als Geburtsstunde der Radikalisierung der Studentenbewegung verkürzt dargestellt. Doch er war viel mehr – er war eine Initialzündung der Modernisierung Westdeutschlands. Denn am Anfang der 60er Jahre herrschte einblindes Streben nach Wohlstand. Der Spießbürger wollte seine Ehefrau am Herd, ein gutes Auto und finanzielle Sicherheit. Dabei sollte die Nazivergangenheit am besten verdrängt werden, während Diktatoren in der Dritten Welt unterstützt wurden. Der Kuppelparagraf verbot es, unverheirateten Paaren Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen. Abtreibung wurde als ein Verbrechen verfolgt. Homosexualität war nicht erlaubt. Diese Zustände verlangten Veränderung.

    Diese Veränderung setzte auch der Tod von Benno Ohnesorg in Gang, weil die Studentenbewegung einen ungeheuren Aufwind bekam. Der westdeutsche Staat, der immer noch an vielen entscheidenden Stellen von ehemaligen Nazis geführt wurde, verlor mehr und mehr an Legitimität. Eine neue Generation von Jusos, Liberalen, SDSlern und RCDSlern wurde antiautoritär politisiert. Joschka Fischer, Ralf Dahrendorf, Gerd Langguth, Gerhard Schröder und hunderttausend andere beanspruchten für sich, die politische Verantwortung zu übernehmen, und begaben sich auf den Marsch durch die Institutionen.

    Diese modernisierenden Kräfte haben Westdeutschland über Jahrzehnte verändert, geformt und große Energien freigesetzt.

  18. Wir müssen das unbedingt ausschlachten:

    „Wiefelspütz schützt Kurras“, „SPD wählen = Stasi wählen“, „pro Anhebung der Verjährungsfristen für Stasi-Verräter“, „keine Gnade für Verrat“ etc.

    Kann jemand Aufkleber entwerfen? Hat jemand Ahnung von Grafikdesign?

  19. @ 15 Lyllith

    Im Deutschlandfunk heute morgen wurde ausgerechnet Ströbele als ausgewiesener Experte um Einschätzung der Affäre gebeten.
    Es sollte immer wieder auf die Ursprünge von Fischer, Ströbele, Mahler usw. hingewieden werden.

  20. Deutschland 2050 ein Sommermärchen

    Der Tod von Herr Konservativ wird als Geburtsstunde der Radikalisierung der Konservativen verkürzt dargestellt. Doch er war viel mehr – er war eine Initialzündung der Modernisierung Gesamtdeutschlands. Denn am Anfang der 2000er Jahre herrschte einblindes Streben nach Gendermainstream. Der Alt68er wollte mit seiner kinderlosen Ehefrau , ein gutes Auto und finanzielle Sicherheit. Dabei sollte die Kommunistische Vergangenheit am besten verdrängt werden, während muslimische Regime in der Dritten Welt unterstützt wurden. Das Gleichstellungsgesetz griff massiv in die Freiheit der Menschen ein. Abtreibung wurde bagatellisiert und führte zu Millionen Toten. Homosexualität wurde vergöttert. Diese Zustände verlangten Veränderung.

    Diese Veränderung setzte auch der Tod von Herr Konservativ in Gang, weil die Konservative einen ungeheuren Aufwind bekam. Der gesamtdeutsche Staat, der immer noch an vielen entscheidenden Stellen von ehemaligen Kommunisten geführt wurde, verlor mehr und mehr an Legitimität. Eine neue Generation von Liberalen, RCDSlern, Christen und der neuen Rechten wurde wieder normal politisiert. Hunderttausend andere beanspruchten für sich, die politische Verantwortung zu übernehmen, und begaben sich auf den Marsch durch die Institutionen.

    Diese modernisierenden Kräfte haben Gesamtdeutschland über Jahrzehnte verändert, geformt und große Energien freigesetzt. Es kam zum zweiten Wirtschaftswunder nachdem die Reihen der Politik und der Gewerkschaften von Kommunisten und Sozialisten gesäubert waren.

  21. Bei aller Aufregung, die ich teile, was war das damals für eine Justiz?

    Bei allen vorliegenden Zeugenaussagen zum Tathergang, der Tatsache eines Schusses in den Hinterkopf, kann wohl niemand plausibel erklären, warum keine angemessene Verurteilung erfolgte, warum die Justiz auf dem bürgerlichen Auge dermaßen blind war, bzw. wohl sein wollte (auch wenn es in Wahrheit eine linke Straftat war).

    Es wurde Unrecht gesprochen, egal ob der Täter von links kam, oder Repräsentant bürgerlicher Werte war.

    Hätte durch ein angemessenes, nachvollziehbares Urteil die Linksradikalisierung einer ganzen Generation, ganzer Gesellschaftsschichten vermieden werden können?

    Die Unfähigkeit der damaligen Richter RECHT zu sprechen hat bis heute Bestand.

    Nur hat heute ein Gesinnungsaustausch stattgefunden: Die Justiz ist mittlerweile auf dem linken und multikulturellem Auge blind.

  22. Kurras wurde als Oberkommissar pensioniert. Das entspricht der Besoldungsgruppe A 10.
    (= Oberinspektor, Oberleutnant).

    Also bezieht er nach Besoldungstabelle eine Pension von ca. € 2200.-, WENN er noch verheiratet ist UND für eine andere Ehe keine Abzüge durch Versorgungsausgleich hat. Dann wäre sie niedriger.

    BEVOR man das Maul aufreisst, sollte man sich über Besoldungsgruppen („Dienstgrade“) des Öffentlichen Dienstes und deren Regelungen für Bezüge/Pensionen informieren.

    Sollte Kurras tatsächlich seine Pension mit € 5.000 angegeben haben, ist ihm wiederum die Verarschung weiter Kreise der ach so informierten BRD gelungen.

  23. #25 baden44 (26. Mai 2009 13:27)

    Das ist nicht ganz richtig. 1987 waren die ruhegehaltsfähigen Dienstbezüge wesentlich umfangreicher als heute.

    Wenn Du die wahren Ruhegehaltsbezüge ermitteln willst, musst Du in die Besoldungstabellen von 1987 gucken und auch sehen, was er für Zulagen bekommen hat.

    Falls er im Ausland Dienst versehen hat können seine ruhegehaltsfähigen Dienstbezüge wesentlich höher sein.

  24. #23 ZdAi (26. Mai 2009 13:16)

    Es kam zum zweiten Wirtschaftswunder nachdem die Reihen der Politik und der Gewerkschaften von Kommunisten und Sozialisten gesäubert waren.

    Konservative säubern nicht,

    Säuberungen gehören zu den Methoden totalitärer Ideologien.

  25. Diesem schiesswütigen Stasi-Opa wünsche ich eine ganze Menge, „Gutes“ ist allerdings nicht darunter. Aber ärgern allein bringt nichts. Wie hier bereits angeregt, sollten die Verjährungsfristen für Verrats- bzw. Spionagedelikte (rückwirkend)deutlich angehoben werden (übrigens: welchen Sinn haben Verjährungsfristen für Straftaten eigentlich?). Auch muss das Beamtenrecht entsprechend angepasst werden, so dass eine graviernde Kürzung (oder Streichung?) der Altersruhegelder betreffender Personen möglich ist. Durch die gute Arbeit der Birthler-Behörde werden in den nächsten Jahren sicher noch zahlreiche Stasi-Schergen und -Gehilfen der alten Bundesrepublik enttarnt. Man darf auch gespannt sein, welche prominenten Namen aus Politik, Gesellschaft und Kultur noch darunter sein werden.

  26. Wenn man bedenkt, wie perfide die gesamte 68er-Generation sich seither von dem „Final Ohnesorg“ ernährt ist das ein Schnäppchen, noch nicht einmal Peanuts.

    Die verantwortungsbewußten 68er haben die gesamte Aufbauleistung ihrer Eltern binnen kürzester Zeit verfrühstückt und anschließend die nächsten 8 bis 10 Generationen mit heute schon 1,6 Billionen Euro heillos überschuldet. Unsere Kinder die noch nicht geboren sind bzw. wegen den 68er-Gesetzen nie geboren werden, müssen die Zeche bezahlen.

    5000 Euro die sich lohnen…

  27. Kurras ist 81, bis zu einem eventuellen Pensionsentzug können Jahre vergehen, die der rüstige Fahrradfahrer und Biertrinker, den wir“am Arsch kratzen dürfen“(Original Kurras)wohl auch noch überleben könnte, allenfalls würde dann seine Witwe bestraft werden.
    Wichtiger erscheint mir, jetzt mal die STASI-Akten von Ströbele,Mahler, Schily und all denen, welche in den Kurras-Prozess verstrickt waren, zu untersuchen.Wäre gut zu wissen, wie weit die ehemalige / heutige Linke mit dem DDR-Regime zusammen gearbeitet hat. Nicht umsonst hat die DDR die RAF-Terroristen stets liebevoll betreut.Besonders würde mich die Akte Mahler interessieren, dessen Wandlung vom Kommunisten zum Nazi beeindruckend ist.

  28. @ 26, Markus Oliver

    Als selbst „Betroffener“, 1992 in den Ruhestand gegangener weiss ich sehr wohl, wie die „Ruhegehälter“ berechnet werden. Lass es durch Zulagen (wenn ruhegehaltsfähig!) @ 150.- mehr sein.

    5000.- ist absolute Verarschung!

    Im übrigen ist es ziemlich merkwürdig, wie das Thema Kurras so schnell aus den Schlagzeilen verschwindet. Man stelle sich vor, es ginge um eine Schlägerei a la Ermyas M.

    Der Michel ist halt Top-informiert!

  29. @ 24 Bundesfinanzminister

    Du bringst es auf den Punkt und ich habe dies auch unter # 14 geäußert.
    Wir müssen zugeben, dass unsere Justiz, so wie sie heute auf dem linken Auge blind ist, es damals auf dem rechten Auge war.

  30. Er hat der DDR treue Dienste geleistet, da ist es doch ganz normal, dass die DDR 2.0 ihm das entsprechend entlohnt.

  31. #34 baden44 (26. Mai 2009 14:11)

    @ 26, Markus Oliver

    Als selbst “Betroffener”, 1992 in den Ruhestand gegangener weiss ich sehr wohl, wie die “Ruhegehälter” berechnet werden. Lass es durch Zulagen (wenn ruhegehaltsfähig!) @ 150.- mehr sein.

    Nö. Bis 1989 waren die Auslandstagessätze noch ruhegehaltfähig. Wer z.B. im Rahmen eines UN-Einsatzes für Deutschland im Ausland tätig war bekam dafür um die 300 DM am Tag. DAZU kam dann noch einmal dieselbe Summe vom Auswärtigen Amt. Das sind nochmal geschmeidige 300 DM/ 150 Euro am Tag gewesen.

    Ruhegehaltfähig!

    Außerdem waren Gefahrenzulagen, sowie Verheiratetenzuschlag ruhegehaltfähig und, und, und. Die sog. „Polizeizulage“ auch.

    Lass’es Dir von einem Betroffenen erzählen. 😉

    Gab es nicht auch noch diese Berlin-Zulage? Ich meine mich daran erinnern zu können. Es muss auch erwähnt werden, dass während der RAF-Zeit noch Zulagen gab, auf die man heute im Traum nicht mehr kommen würde. Prämien für Festnahmen, usw.

    Ich bin mir nicht sicher, meine aber auch schon von A10-Leuten gehört zu haben, die nach A11 besoldet wurden.

    Bei den A9-Leuten gab es das sogar hundertprozentig, die nannten sich „Hauptmeister mit Zulage.“ Wie schon gesagt, bei den A10-Leuten bin ich mir nicht sicher, meine aber auch davon gehört zu haben.

  32. So wird der einst verhassteste Feind der 68er nachträglich noch zu ihrem grössten Helden.

  33. Du darfst auch nicht vergessen, dass die Ruhegehaltssätze höher waren als heute.

    Es ist den heutigen Beamten gegenüber unfair in eine Besoldungstabelle von heute zu gucken, die Prozentsatz zu nehmen und dann darauf zu schließen, dass Kurras ähnlich arm im Alter dahinvegetieren würde.

    Dem ist nicht so. Der bekommt von seinem A10 (wenn es nicht von der Besoldung her A11 ist) wesentlich mehr heraus und hat auch noch geringere Kosten, weil sein BEIHILFESATZ noch höher liegt. Der dürfte damals noch bei 80 % gelegen haben, wo liegt der heute? Bei 60 %?

    Die 5.000 werden aber nicht voll vom Staat kommen, da hast Du Recht. Er wird noch eine private Zusatzrente haben, die er wohl bei der Antwort mit hineingerechnet hat.

    Es wäre aber interessant zu wissen, ob er dafür nicht eine steuerliche Förderung bekommen hat und ob man die nicht zurückverlangen könnte.

  34. Der Schuss gegen Benno Ohnesorg war schliesslich der Startschuss und die Scheinlegitimation der Linksradikalisten, die heute das Establishement stellen.

    Karl-Heinz Kurras (SED-Genosse) müsste also als wahrer linker Held eigentlich noch nachträglich ausgezeichnet werden.

  35. Apropos Mahlers Wandlung vom Kommunisten zum Nazi ist garnicht so erstaunlich. Umgekehrt funktionierte die Umwandlung in der Ostzone nämlich auch sehr gut durch Entnazifizierung und Umerziehung. Gläubige deutsche Untertanen halt.

  36. @ Markus Oliver

    K. wurde in West-Berlin ganz sicher nicht nach Auslands-Tagessätzen besoldet.

    Übrigens war ich in meinen 30 Jahren Dienstzeit sieben Jahre ins Ausland versetzt, also nicht kommandiert. Ich wurde wesentlich besser als im Inland bezahlt, wie es auch heute üblich ist.

    Auf meine „Versorgungsbezüge“ wirkt sich das allerdings nicht aus…

    Diese Spiegelfechterei von dir ist doch sinnlos. Ein Oberkommissar A10 bekommt NIE 5000.- Pension, auch wenn er m.Z. hatte oder auf dem Mond gelandet wäre oder Stalin persönlich festgenommen hätte. Und K. war ständig in der „Heimat“.

    Was anscheinend viele auch nicht wissen: „Versorgungsbezüge“ sind steuerpflichtig, wie jedes Arbeitseinkommen.

  37. Wenn der eine Führungsaufgabe hatte, dann hat er jedenfalls wesentlich mehr, als Du den Leuten anch einem Blick in die Versorgungstabellen von HEUTE glaubhaft machen willst.

    Zumal die Prozentsätze höher waren, sogar wesentlich höher. Sowohl für der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge (mind. 80 %, wenn nicht höher) als auch auch der Beihilfe (auch mind. 80 %, wenn nicht sogar 90 %).

    Die Versorungsbezüge müssen zwar besteuert werden (aber wieder einmal nur die halbe Wahrheit), für diese gibt es besondere Freibeträge.

    Die Berlinzulage hatte auch nichts mit den Tagessätzen für die Auslandseinsätze zu tun. Die waren Teil des Berlin-Programms, in dessen Rahmen es auch das einzige jemals in der Geschichte der BRD gemachte Steuergeschenk gab:

    Die steuerliche Förderung des Wohnungsbaus in West-Berlin.

    Wenn sich die Auslandseinsätze bei Dir nicht bemerkbar gemacht haben, dann wirst Du wohl Botschaftsdienst geschoben haben. Das war in der Regel 2 mal für jeweils 9 Monate möglich.

    Die Ruhegehaltfähigkeit war aber davon abhängig auch als Beamter im Auslandsdienst zu zählen, wofür in der Regel eine Verwendung von mind. 2 Jahren Voraussetzung war.

    Diese Verwendung musste aber auch beabsichtigt gewesen sein. BGS-Beamte im Rahmen der Botschaftsbewachung sind darauf nicht gekommen. Andererseits erhielt man die Ruhegehaltfähigkeit aber auch, wenn der Auslandseinsatz verkürzt wurde und dann doch nicht über zwei Jahre ging.

    Aus diesem Grund haben sich in den ersten Jahren alle darum gerissen nach Brüssel zu gehen und dabei mitzuhelfen uns die EU zu bescheren. Das gab nämlch richtig Cash in die Täsch.

  38. #2 wolfi (26. Mai 2009 11:41) Die 5000,- EUR werden auch im Welt-Forum stark bezweifelt. Evtl. meint er DM.

    Nein, meint er nicht!! Und er bekommt keinerlei Rente!! Er bekommt Pension und die ist ungefähr drei mal so hoch wie die entsprechende Rénte, wenn KV und Steuern weg sind, weit über zwei mal so hoch. Und bei seiner hohen Stellung und der langen Zeit ist die Zahl nicht zu hoch!!

    Die Pensionslasten werden unseren Staat langsam erdrosseln…

    Das ist doch der Schwachsinn, dass die Leute mit 85 eine Pension bekommen, von der drei Familien leben können!!!

    Dieses System ist total marode und Kurras das Symbol der Pleite dieses Systems!

  39. @45, Markus Oliver

    Was ich vergessen habe:

    Herrn Kurras‘ „Versorgungsbezüge“ wurden/werden genau wie meine von 75% auf 71,5% „abgeschmolzen“.

    EIN Vorteil des Öffentlichen Dienstes ist der, dass Herr X durch Einsicht in öffentlich zugängliche Tabellen jederzeit feststellen kann, was Herr Y an Einkommen hat. Wenn er dessen Besoldungsgruppe kennt, und die ist kein Geheimnis und meist an der Amtsbezeichnung/Dienstgrad ablesbar.

    Im Gegensatz zu der von mir auch erlebten, immer noch normalen Geheimnistuerei in der „freien“ Wirtschaft…

  40. Mann baden44, bis vor kurzem war sogar noch die Polizeizulage ruhegehaltfähig!

    Das mit dem „abschmelzen“ ist so, das bezieht sich aber nur auf das Grundgehalt! Ruhegehaltfähige Bezüge für besondere Verwendungen sind davon ausgenommen!

    Es ist es auch richtig, dass Herr Y sehen kann was Herr X im öffentlichen Dienst bekommt. Das sieht man immer nur ungefähr über den Daumen gepeilt, wobei da schon enige hundert Euro Unterschied bestehen können.

    Dafür müsste Herr Y wissen, welche Aufgaben Herr X hatte. Der Status des Beamten sagt nichts über dessen Verwendung aus.

    Gehe mal davon aus, dass Kurras seinen Arsch schnell an die Wand bekommen hat und noch die eine oder andere Zulage abgegriffen hat.

    Doof war der garantiert nicht und Rückendeckung hatte er auch. Schonmal von der ruhegehaltfähigen „Schmutzzulage“ gehört?

    Der Fehler der meisten Beamten ist, immer nur in die Besoldungstabellen zu gucken. Die sagen aber so gut wie NICHTS aus.

    Zum Vergleich: Wenn der den Prozess gegen ihn pfiffig genutzt hat, dann bekommt der sogar dafür noch eine ruhegehaltfähige Zulage. Ich bekomme z.B. 400 Euro mehr im Monat als alle anderen meines Dienstranges, hehe. Netto!

    Und wie schon erwähnt: Doof war der nicht. Mit knapp über 2.200 Euro ist der jedenfalls nicht dabei. Das geht den Leuten heute vielleicht so, aber nicht damals.

    Ein Oberkommissar der Schutzpolizei ohne besondere Verwendung kommt vielleicht auf die Summe. Kurras war aber wohl beim Staatsschutz, die bekamen Gefahren- und Geheimnisträgerzulage und noch so einiges mehr.

  41. Ach, und selbst wenn es „nur“ 2.200 Euro im Monat wären! Erzähle das mal dem „Eckrentner„!

    Das ist einfach nur noch eine Frechheit! Eine bodenlose Frechheit! Wir bezahlen hier noch einem Verräter den luxuriösen Lebensabend und ein Herr W. von der SPD belehrt uns, dass man ihm diese Pension nicht wegnehmen solle, weil man die Rente nicht für „Rachegefühle“ nutzen solle?

    Sind die eigentlich alle noch ganz normal im Kopf?

  42. @ 3

    Wie heisst es doch so schön?

    „Jeder ist SEINES Glückes Schmied“…

    Merkst du was?

    Und damit fertig.

  43. #3 Markus Oliver
    Es stimmt nicht das Rentner sehr arm sind. In Deutschland sind viele sogar sehr wohlhabend.
    Beispiele sieht man in Spanien und anderen Ländern wo sie einen sehr mondänen Lebenstil führen können.
    Selbstverständlich ist die Lebensleistung der Rentner das sie Deutschland aufgebaut haben, aber in gleichem Maß ist ihre Lebensleistung ein enormer Schuldenberg und die verfehlte Politik der letzten Jahrzehnte inkl. Masseneinwanderung von Muslimen.
    Wir Leben in einer Demokratie und das heißt Mitverantwortung, ob man will oder nicht.

    Subventioniert durch die Schulden die der nächsten Generation auferlegt wurden. Selbstverständlich gibt es auch arme Renter, jedoch nicht in dem Maß wie uns die Politik weis machen will.

  44. baden44:

    Ich lasse mir ungern Nachsagen Halbwahrheiten zu verbreiten und habe deshalb noch mal bei Herrn „Battis“ nachgeschlagen.

    Laut Herrn Battis waren bis 1987 folgende Zulagen ruhegehaltfähig:

    Der Ortszuschlag, die Stellenzulage, der Verheiratetenzuschlag, die Ballungsraumzulage, die Polizeizulage, die Gefahrenzulage, die Schmutzzulage, die Zulage für geheimverpflichtete Personen – diese wurden übrigens zwingend (!) nach A 11 besoldet, weil für eine Geheimverpflichtung eine Stelle im Range eines Hauptkommissars vorgeschrieben war -.

    Außerdem die Zulagen für Auslandseinsätze im Rahmen der Auslandsverwendung.

    Zu Beck Online kann ich leider nicht verlinken, weil die Datenbank Geld kostet und ein Kennwort erfordert.

    Von Deinen 2.200 Euro ist der Typ Lichtjahre entfernt. Träum weiter oder gehe in eine juristische Bibliothek und schlage es nach. Jede juristische Bibliothek bietet Dir einen kostenfreien Zugang zu Beck Online.

    Alternativ kannst Du Dir auch den „PdK – Praxis des Kommunalrechts“ greifen, der hat irgendwo in seinen 20 Bänden auch ein Kapitel zu den Versorgungsbezügen.

    Und Deinen Zynismus von wegen jeder sei seines eigenen Glückes Schmied ist echt daneben! Ich kann da keine Ironie erkennen und habe dafür auch überhaupt kein Verständnis.

    @ZdAi:

    Der „Eckrenter“ lügt nicht.
    Es gibt sicherlich viele reiche Rentner mit zusätzlichen Betriebsrenten, aber genauso gibt es eben im öffentlichen Dienst auch privilegierte Pensionäre mit Zulagen die nicht jeder bekommen hat.

    Es gibt jedenfalls sehr viele arme Rentner, die nicht wissen wie sie über die Runden kommen sollen. Darunter auch sehr viel Stasi-Opfer!

    Wenn der Wiefelspütz sich hinstellt und äußert, dass man die Pension nicht aberkennen solle, dann ist das untragbar! Der Typ gehört aus der SPD ausgeschlossen, das ist auf unterster Stufe.

    Der Typ hat von Anfang mit gezinkten Karten gespielt, der hat die Pension nicht verdient.

    Wenn Wiefelspütz dem Typen eine Pension zahlen will, dann soll er das von seinem Geld machen.

  45. Leute, das ist BILD-Niveau. Auch Kurras gilt so lange als unschuldig, bis er schuldig gesprochen wurde und die 5000,- Euro sind kompletter Blödsinn.

  46. …und beim Prozeß gegen ihn wurde er von DIESEM Staat geschützt! Das sollten wir nicht vergessen! Kommt Kurras nochmal vor Gericht, sollten die Experten, die für seinen Freispruch gesorgt haben, gleich mit verurteilt werden!

  47. Wegen dem Kerl hab ich heute fast Streit mit meinem Professor angefangen.
    Ihn hat der Fall Ohnesorg wohl damals ziemlich getroffen und als er den Fall dann als Beispiel gebracht hat, kam meine Kritik dementsprechend schlecht an.
    Dabei hab ich über Kurras und Ohnesorg direkt gar nichts gesagt, ich habe nur sein Beispiel in der Luft zerrissen. 🙂

    Was für eine juristische Perversion ist eigentlich dafür verantwortlich, dass Verbrechen der einen deutschen Diktatur niemals verjähren, jene im Namen der anderen deutschen Diktatur aber schon?
    Und Mord, dachte ich, verjährt in Deutschland doch sowieso nie.

  48. @ baden44:

    Stimme Dir in allen Punkten zu. Wenn Du es nicht so geschrieben hättest, dann hätte ich es getan. Neben der Absenkung auf (noch) 71,5 % und der vollen Besteuerung der Bezüge, fallen bei den Pensionären auch noch Beiträge zur privaten Krankenversicherung an. Und die sind wahrlich nicht von schlechten Eltern! Ein gesetzlich versicherter Durchschnitts-Rentner muss ganz sicher nicht zwischen 200,- und 600,- Euro/Monat (je nach Einstiegsalter und Krankheitsrisiko) von seiner Nettorente berappen.

    Die genannten 5000,- Euro Pension sind nicht nur Blödsinn, sie sind vollkommene Verarsche, auf die offensichtlich noch zu viele Ahnungslose hier hereinfallen.

    Wenn ich einige Kommentare hier lese, dann wird mir angesichts der Beamtenhetze echt Angst und Bange! Erinnert mich – mit Verlaub! – an wenig ruhmreiche deutsche Zeiten, in denen ebenfalls gewisse Bevölkerungsgruppen für alles Schlechte in unserem Land verantwortlich gemacht wurden.

    Ihr regt Euch zurecht über die Islamo-Faschisten auf, aber in einigen Punkten zeigen auch einige Schreiberlinge hier bei PI undifferenziert hetzerische Züge.

    Wenn das hier so weiter geht, dann war PI die längste Zeit mein Stammblog. Ich habe es nicht nötig, mich mit SED-Verbrechern wie Kurras auf eine Stufe gestellt zu sehen, nur weil er Pensionsansprüche aus seiner Zeit als Beamter besitzt.

    Meiner Meinung nach sollte man sie ihm ohne langes Verfahren aberkennen, denn dies würde z. B. jedem kleinen Finanzbeamten ebenso drohen, wenn er sich der Steuerhinterziehung schuldig machen würde.

    Warum Herr Wiefelspütz einen besonderen Schutz für die Pesionsansprüche des Mörders Kurras fordert, ist mir echt schleierhaft. Wundern tut mich bei ihm allerdings seit geraumer Zeit gar nichts mehr.

  49. 5000€ — völliger Quatsch! Jedem, der auch nur im Entferntesten etwas von Beamtengehältern weiß, ist klar, dass das völliger Blödsinn ist!

  50. Ich versteh die Aufregung nicht.

    Als nun offiziell ausgewiesenem Landesverratsobermajor haette Kurras mindestens Bezuege auf Abgeordnetenniveau, einen Mitgliedsausweis in Linke/Gruene/SPD und einen Posten als Aussenminister auf Lebenszeit verdient. Das waere nur fair.

    Dass er nur als simpler Pensionist mit weissem Fleck auf schwarzem Anzug in die Annalen der Geschichte eingeht, ist schlicht unter seiner Wuerde.

  51. Streicht ihm die Kohle. Er kann ja klagen aber bis das seinen Gang durch die Gerichte gegangen ist liegt der bereits 2m tiefer.

  52. „Leute, das ist BILD-Niveau. Auch Kurras gilt so lange als unschuldig, bis er schuldig gesprochen wurde und die 5000,- Euro sind kompletter Blödsinn.“

    Du Freak. Es geht gar nicht einmal um den Mord an Ohnesorg, sondern darum, dass das A-Loch Kurras für die SED gespitzelt hat und auch noch von der BRD eine Rente bekommt. Ob jetzt 5000 DM Rente oder weniger ist doch scheissegal..

    Wieso ist der Kerl nicht im Knast wegen Hochverrats?

  53. @ Alexander

    Kann ich dir sagen: Weil es für Hochverrat (§§ 81 ff. StGB) bisher nicht den geringsten Anhaltspunkt gibt.

  54. Aha.. und die Zahlungen von der Stasi hat er wohl aus reiner Nächstenliebe bekommen oder was?

    Die DDR ist nicht die BRD, wo jeder einfach so Staatsknete erhält, wie es ihm beliebt. Die DDR wollte auch was dafür.

    Dass der Mord an Ohnesorg ein Stasi-Komplott war, ist meiner Meinung nach zu weit hergeholt. Aber gegen Kurras Geheimdiensttätigkeit gehört ermittelt und wenn sie sich bewahrheitet, gehört er für den Rest seines Lebens in den Knast oder irgendwo hin abgeschoben, wo er keine deutsche Pension kassiert.

  55. Wobei, Hochverrat ist wohl nicht gerade der richtige Straftatbestand.

    Trotzdem wird es ja wohl irgendetwas in unserem verkorksten Rechtssystem geben, weswegen man diesen Drecksack belangen kann.

  56. @ 60, Eala Frya…

    Die Krankenversicherung zu erwähnen würde die meisten der „Experten“ hier ohnehin überfordern. Deshalb habe ich darauf verzichtet.

    Ich z.B. zahle bei frühem Eintritt und relativer „Gesundheit“ € 205.- pro Monat. Es gibt Zeitgenossen, die das Mehrfache davon für „Kiosk“ ausgeben können und von „Kasse“ behandelt werden, umme!

    Das darf man nicht zu laut sagen, sonst kommt der nächste Aufschrei…

  57. Ich moechte gar nicht wissen, wie viele andere sozialistische Spione immer noch in irgendwelchen Aemtern sitzen und die Zersetzung der Demokratie und Freiheit betreiben.

  58. Jeder Kartoffel, jeder Affe und jedes Schwein weiß, was ein Rentner an Rente bekommt, aber warum wird denn um die Beamtenpensionen immer so eine Geheimniskrämerei veranstaltet.

    Beamtentum abschaffen und der Käse ist gegessen.
    Dagehen wehren sich die Beamten aber ganz vehement. Und warum???????
    Weil man die Privilegien als Beamter weder wärend der Dienszeit noch danach vermissen möchte.
    Die Krankenvers. kostet den Beamten Geld, er wird aber dafür auch bei den ärztlichen Leistungen sehr bevorzugt behandelt. 5 oder 10 Kartoffel dürfen dann zuschauen, wie ein Beamter beim Arzt erscheint, und, oh wunder, sofort der ärztlichen Behandlung zugeführt wird. Ist das nun ein Privileg oder nicht?????

  59. @67 = Na bitte!

    Dass man dem Herrn weiter auf den Zahn fühlen sollte, versteht sich!

  60. @ Verschiedene

    Was K. angeblich getan hat, ist kein „Hochverrat“

    Zur Definition dieses Tatbestandes ist leider nur bei Wiki auf die Schnelle greifbar:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Hochverrat

    Die Widerständler des 20. Juli 44 z.B. galten als Hochverräter.

    Wobei es auf die Seite ankommt, auf der man sitzt.

    Und betrachtet man die heutige Republik…

    @ 69, Heretic

    Die kühnsten Träume werden wohl übertroffen..

  61. Schon ulkig Die Hassfigur der Linken,der faschistsche Mörderbulle Kurras ist kommunistischer Stasiagend,und die Ikone der Linken,Günther Grass ist oder war SS-Mann.

  62. Kurras ist unschuldig!

    …er hat nur seinen Job gemacht, der Beruf Stasi-Auftragskiller ist zwar nicht mehr in Mode,war aber dennoch ein lukratives Geschäft.

    Die Absicht der SED: Gezielte Schwächung der BRD um im nörigen Falle einfacher einzumarschieren.

  63. #72 baden44
    #67 Alexander L.

    Darauf kannst Du einen lassen. Oder auch zwei. (Es sind die Traeume gemeint)

    Nein, Hochverrat war es nicht, aber heimtueckischer Verrat auf jeden Fall.

    Es ist aber voellig egal, was er so an Pension bekommt. Die sollte RUECKWIRKEND! gestrichen werden. Soll er Hartz4 kriegen und dann Ende im Karton. Soll er von lebenslangen Almosen leben und er kann sich ja noch einen EEJ suchen. Verhungern wird er sicher nicht. Aber ueber rund 1000 Euro kommt er auch nicht, weil dann die Insolvenz greift und er davon seine unrechtmaessig erhaltenen Bezuege zurueckzahlen muesste.

  64. Dieser Mord an Ohnesorg, wird noch viel mehr aufdecken als man sich träumen lassen wird. Zum Beispiel wird das Gesetz auch wieder nach Art der Ostjustiz gebügelt werden und nicht nach dem für das ganze Bundesgebiet giltigen Gesetz geregelt werden. Denn da heist es, Mord verjährt nie. Doch bei der Stasiverseuchen Justiz, gilt das natürlich nicht für den verdienstvollen Einsatz ihres Genossen. Dank Gerhard Schröder wurden ja fast alle Ostjuristen und speziell die Ostrichter, von dieser Justiz ohne bereits getroffenen Ablehnung durch die dafür noch unter Kohl installierten Überprüfungskommission, übernommen und diese Kommission aufgelöst wie auch alle in Fall der Kriminalität des Ostens tätigen Abteilungen ebenfalls aufgelöst und deren Taten zu den Akten gelegt. Die Täter bekamen danach auf Grund ihrer militärischen Zugehörigkeit auch bis zu ½ Millionen DM nachgezahlt und erhalten heute sogar auch noch eine Ehrenpension ab den 55 Lebensjahr welche auch noch vererbbar ist. Militärische Zugehörigkeit ist ja auch jeder Mitarbeiter der Stasi, denn diese haben generell auch nach militärischer Zugehörigkeit ihre Dienstbezeichnungen. So behauptet dieser Mörder Karras ja auch, sogar Major gewesen zu sein. Danach steht ihm ja auch das entsprechende Gehalt bzw. Pension zu.
    So werden an Verbrecher die gegen die Bundesrepublik direkt und indirekt gekämpft haben und unendliche Schäden verursacht haben, auch noch für deren Taten Unsummen an Euros für begangene Verbrechen als Belohnung ausgegeben.
    Hier zeigt sich, wie das eine Regierung auch noch mitprägt, und sich danach auch noch brüstet für soziale Gerechtigkeit zu arbeiten. Doch in Wirklichkeit gilt diese soziale Gerechtigkeit nicht den Opfern, sondern deren Täter.
    Sieht man aber einmal hin, welche Parteien dafür die Hauptverantwortlichkeit trägt, stehen die SPD und die Grünen da an Erster Stelle. Die CDU ist dabei am kleinlautesten mit ihre eingeschleusten Mitarbeiter der Stasi, welche dafür sorgen, dass sie auch wirklich kleinlaut bleiben. Wer sich da etwa Mausig macht, wird abgesägt, wie das mit Günter Nooke geschehen war, wo er sich für die Ehrenpension, für die Stasiopfer, zum Widerwillen der Stasi stark gemacht hatte.
    Habe mal gehört, wie einer der Meinung war, das in dieser Bundesrepublik, Demokratie herrscht, weil man offen die Meinung sagen kann ohne belangt zu werden und nicht wie es in der sowjetischen Besatzungszone üblich war, in den Stasiknast, besser Volterwerkstatt der Stasi kommt. Doch die Wirklichkeit sieht anders auch. Man bestraft nicht wer offen die Meinung sagt, sondern ignoriert sie einfach. So wird der Artikel 5 GG auch als Beweis einer Demokratie gezeigt, welche aber nur eine Scheindemokratie ist. Das hat sich besonders drastisch gezeigt, wie die Meinung des Volkes in Berlin mit Füssen getreten wird. Laut dieser Meinung dürfte der historisch wichtige Flugplatz Tempelhof nie geschlossen werden. Aber als ehemaliges Hassobjekt der Stalinisten, des hier immer noch herrschenden Stalinismus, musste er eben endlich den Wunsch, der versteckten Stalinisten nach, doch geschlossen werden. Ohne diese Stalinisten, hätte es nicht einmal eine Diskussion gegen den Flugplatz gegeben. Diese vorgeschobenen schwammigen Argumente, beweisen es ebenfalls.

    Eine sowjetische Besatzungszone war es bis zum Mauerfall wirklich und keine DDR (Deutsche demokratische Republik), denn alle politischen Vorkommnisse in diesem Teil Deutschlands, mussten an der Sowjetunion übermittelt werden. So zum Beispiel auch über jeden politischen Gefangenen. Besonders auch bei Fluchthelfer. Bei der Durchsicht meiner Akten, sind mir die Kopien dieser mit meinem Namen versehenen, in russischer Schrift gehaltenen Vordrucke, aufgefallen. Bin überzeugt dass es nicht nur in meine Akten so zu finden war. So stand dieser Teil Deutschlands immer noch unter der Befehlsgewalt der Sowjetunion und war nur eine Scheinsouveränität. Ostdeutschland wie auch diese „Bruderländer“ waren in Wirklichkeit auch nur eine Art Pufferzone gegen den angeblich befürchteten „Imperialistischen“ Überfall gegen die Sowjetunion.

    Im übrigen sind die so genannten Autonomen nichts anderes als rekrutierte Terroristen durch ein Organisation welche auch noch unter erhebliche Geldmittel verfügen. Man darf raten um welche Organisation es sich dabei handelt.

    Wie kann man sich da noch wundern, das der Mörder von Ohnesorg sich so sicher fühlen kann, das er sich so dreckig ausläst, wie es im Fernsehen zu sehen war. Ein Gewissen haben diese Banditen ja schon längst bei der Kleiderkammer der Stasi abgegeben. Doch noch viel Schlimmer ist, das diese Regierung auch noch so etwas zuläst, dabei fällt mir immer wieder die Worte der ehemaligen verstorbenen Bundespräsidenten J. Rau ein, als er sagte „ aber wer sich mit den Mördern gemein macht, aus welchem Grunde auch immer, wer ihnen Schutz und Hilfe gewährt, der ist den Mördern gleich.“ Dieser Satz hat sich fest in meinem Gedächtnis als Haftopfer der Stasi, eingebrannt und so bezeichne ich auch mit diesem Sinn, das was sich hier Regierung nennt.

  65. Killer bedeutet Auftragsmörder. Vieles deutet darauf hin, aber es gibt keinen einzigen Beweis. So lange ist er auch kein Killer. Unterste Schublade.

  66. Okay. Ich nehme das bzgl. Fusionspartei zurueck. Mein Beitrag wurde dort nur verschoben. Mein Irrtum, sorry! Mein Beitrag kann dort stehen bleiben.

  67. #32 supersuperheld

    Naja, so eindeutig ist das nicht. Ein Killer-Hai toetet auch nicht im Auftrag.

    Anyways, er hat seine Vertrauensposition durch Spitzeltaetigkeit mindestens verraten.

    Und dass man als an Waffen ausgebildeter Beamter von Sonderkommissionen, der zudem nun zweifelsfrei als Agent taetig war mal so eben aus Versehen und ungluecklich einen unbewaffneten Demonstranten aus 1 Meter Entfernung erschiesst, darf mindestens bezweifelt werden. Aber das herauszufinden ist Sache der Gerichte.

  68. @71, Kreuzotter

    Vielleicht ist das eigene Gift durch einen
    Fehlbiss in dein Gehirn eingedrungen.

    Was ein Beamter, Soldat, Polizist etc. an Gehalt empfängt kann jederzeit im Internet eruiert werden.

    Natürlich auch die Versorgungsbezüge, Pension genannt.

    Allerdings bedarf es dazu noch einer minimalen Gehirnfunktion…

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