Und wenn es ihn doch gibt

Atheistenbustour in BerlinDer Bus vor dem „Roten Rathaus“ hat nur bei wenigen Passanten den Blick auf sich gezogen – es waren nicht viele Menschen vor Ort, dafür um so mehr Demonstranten etwas entfernt am Neptunbrunnen, die eine Großdemonstration durchführten und damit den Zeitplan in Verzug brachten. Dies verlanlasste den Stadtführer, der ca. 30 Gäste im Bus bei einer atheistischen Tour durch Berlin lotste, zu dem Kommentar: „Man könnte sagen, Gott macht uns einen Strich durch die Rechnung“ – nachdem wir ca. 15 min. verspätet losfuhren, um dann eine weitere viertel Stunde im Stau zu stehen.

(Von der gestrigen Atheistenbustour in Berlin berichtet Zionist)

Atheistenbustour in Berlin

Im Bus erfuhren wir viel über Berlin, über Freidenker und die Unterdrückung, die durch die Kirchen und auch den Staat stattgefunden hätte – und heute immer noch stattfinden würde. Wurde doch in keiner der angefragten Städte Werbefläche auf öffentlichen Verkehrsmitteln zur Verfügung gestellt. Glaubt man den Worten des Stadtführers und auch des Pressesprechers der Bustour, dann sind weltweit die Verfolgten nicht die Christen, sondern die Atheisten. Das Gegenteil ist z.B. hier nachzulesen. Dem Pressesprecher zufolge existiert die Bibel seit 2000 Jahren. Hmmh. Kurz nach dieser Aussage fuhr der Bus die Oranienburger Straße entlang Richtung Jüdische Synagoge – spätestens beim Anblick der in der Sonne leuchtenden goldenen Kuppel hätte der Irrtum auffallen müssen.

Atheistenbustour in Berlin

Als wir am Ende der Tour wieder das „Rote Rathaus“ erreichten, stand vor uns der von „Campus für Christus“ gechartete Bus, der die ganze Tour begleitet – mit der Aufschrift: Und wenn es ihn doch gibt… Gottkennen.de Daraufhin lachte der Pressesprecher und sagte: „Wenn das stimmt und wir sterben – dann haben wir ein Problem.“ Da hat er etwas Wahres gesagt.

Auf die Frage, ob es ihn denn nicht störe, dass so wenig Menschen Interesse an der Buskampagne bekunden, meinte Pressesprecher Philipp Möller, es störe ihn nicht, sei doch genug Presse vorhanden, die die Bustour bekannt machen würden. Womit er Recht hat.

Trotz Pressetermins fuhr der rote Bus nicht am Brandenburger Tor vor (wie gesagt, die Demonstration brachte Ablauf und Zeitplan sehr durcheinander), nur der andere Bus stand dort.

Atheistenbustour in Berlin

Fazit: Nicht das Interesse der Bürger bestimmt die Druck- und TV-Medien, sondern die Medien selbst gestalten dies.

Die Rückseite des Busses wird mit der Aussage geschmückt:

„Aufklärung heißt, Verantwortung zu übernehmen.“

Atheistenbustour in Berlin

Deshalb dieser kleine Bericht mit einem Dank an PI, seine Betreiber, seine Autoren und Kommentatoren – und nicht zuletzt auch an seine Leser, die die Wahrheit weiter verbreiten – und Verantwortung für unser Land und Europa, für den Erhalt unserer Demokratie und unserer Werte übernehmen. Danke.