Türken wollen in die EU, aber ohne Europäer

Die Türken möchten eigentlich gern in die EU, aber bitte ohne Europäer oder zumindest ohne Christen, die gläubige Muslime vom „richtigen Pfad“ abbringen könnten. Außerdem würden sie gern von guten Wirtschaftsbeziehungen zu Israel profitieren, aber bitte ohne etwas mit den Juden zu tun haben zu müssen.

Etwa die Hälfte der Türken möchte gemäß einer Studie unter Vorbehalt – zu viele Christen – der EU beitreten. Erschreckend ist jedoch, wie wenig die Befragten über Europa und die EU überhaupt wissen.

Ein Viertel der Befragten wusste nicht, ob die Türkei EU-Mitglied ist oder nicht. 81 Prozent waren der Meinung, das oberste Ziel der EU sei es, das Christentum zu verbreiten, und 71 sagten, die EU wolle die Türkei zerschlagen.

Die Studie zeigt eine zutiefst religiös orientierte Türkei, 62 Prozent der Befragten nennen Religion als höchste Priorität in ihrem Leben, nur 13 Prozent sagen das gleiche über Demokratie. 75 Prozent wünschen Koranschulen für ihre Kinder; 33 Prozent meinen, Frauen verdienen manchmal Prügel, 58 Prozent meinen, Frauen sollten ihrem Mann gehorchen, und 22 Prozent würden Ehebrecherinnen steinigen.

Viel Intoleranz zeigt sich in den Antworten zu der Frage, wen man gerne als Nachbarn hätte. 64 Prozent wollen keine Juden, 66 Prozent keine Atheisten, 72 Prozent wollen niemanden als Nachbarn, der Alkohol trinkt. 52 Prozent wollen nicht neben Christen leben.

Es geht also nicht darum, was die Türkei tun sollte, um EU tauglich zu werden, sondern darum, was die EU tun müsste, um der Türkei gerecht zu werden:

1. Christentum entrechten
2. Islam als EU-Religion einführen
3. Alle Schulen durch Koranschulen ersetzen
4. Alle Frauenrechte abschaffen
5. Scharia einführen
6. Juden abschaffen
7. Atheisten abschaffen
8. Alkohol verbieten
9. Christen abschaffen

Es kommt einem manchmal so vor, als würden gewisse Eurokraten bereits an der Umsetzung dieser Ziele arbeiten.

Die Hauptfeinde des Türkentums liegen nach Einschätzung der in der Studie Befragten denn auch außerhalb der EU. Das unpopulärste Land für die Türken überhaupt ist Israel, auf Platz zwei liegt Armenien und auf drei die USA.

(Mit Dank an alle Spürnasen)




Entschuldigung, Du musst ins Gefängnis

Eine Hand nach der anderen hat man ihm zu Lasten Dritter gereicht. Genützt hat es (natürlich) nichts. Der junge Türke geht beim dritten Anlauf in den Knast, was bei Vater einen Wutausbruch über die Benachteiligung von Ausländern verursacht , und wofür ein deutsches Gericht sich fast entschuldigt.

Das Amtsgericht war bisher gnädig gewesen mit dem jungen Türken, aber jetzt stand er bereits zum dritten Mal vor dem Jugendrichter – die letzten beiden Male aus dem gleichen Grunde wie diesmal: vorsätzliche Körperverletzung.

Im Mai 2006 hatte er mit anderen einen Betrunkenen niedergeschlagen und mit Fußtritten traktiert, um an dessen Handy zu kommen, im Oktober 2006 hatte er mit dem Messer zugestochen. Mit knapper Not hatte im Juni 2007 das Jugendschöffengericht ihm noch einmal Bewährung zugestanden.Begriffen hat er diese Chance wohl nicht. Die Bewährungsauflagen haben ihn nicht interessiert; für das Anti-Aggressionstraining hatte er keine Zeit, und er hatte angeblich Wichtigeres zu tun als den Arbeitsauflagen nachzukommen oder Terminen mit dem Bewährungshelfer einzuhalten.

Am Morgen des 1. November 2008 warteten gegen zwei Uhr früh zwei Mädchen, 17 und 18 Jahre alt, am Busbahnhof in der Stollstraße auf den Discobus, der sie ins Inntal bringen sollte. Plötzlich flog aus einer größeren Gruppe junger Männer ein Chinaböller vor die Füße eines der Mädchen, wo er detonierte. Zu Tode erschrocken, rief sie der Gruppe zu, damit aufzuhören. Daraufhin löste sich der 20-jährige Angeklagte mit zwei weiteren Kumpeln aus der Gruppe, ging auf die Mädchen zu und beschimpfte sie heftig.

Schließlich zog er einen Handschuh aus und gab ihr eine heftige Ohrfeige mit den Worten: «Da, wo ich herkomme, geht man so mit frechen Weibern um.» Nachdem er sie noch weiter beschimpft hatte, riss er der Begleiterin eine Modeschmuckkette vom Hals. Als die Mädchen ankündigten, die Polizei zu rufen, fuchtelte er noch mit einem Schraubenzieher vor ihnen herum.

Vergeblich berief der Jugendliche sich auf Trunkenheit. Doch der Arzt konnte keinen Vollrausch feststellen. Unsere von Hause aus guten Menschen sind erschüttert.

Ein Schöffe äußerte sein völliges Unverständnis über die totale Uneinsichtigkeit des Angeklagten, der alle gebotenen Chancen ausgeschlagen hätte. Das rief den Vater des Angeklagten auf den Plan, der im Zuschauerraum dem Gericht unterstellte, es würde seinen Sohn wegen dessen Nationalität benachteiligen.

Der junge Mann, der bisher weder eine Ausbildung, noch einen Arbeitsplatz gefunden hat, war nur mit Mühe zu einer Entschuldigung gegenüber den beiden Mädchen zu bewegen. Es bedurfte auch mehrfacher Anläufe seiner Verteidigerin, Rechtsanwältin Michaela Künnell-Palder, bis er sich zu einem Geständnis herbeiließ, das er aber im gleichen Atemzug wieder relativierte.

Der Staatsanwalt sprach von einem bislang völlig unbelehrbaren jungen Mann, der offensichtlich so sehr in die Gedankenwelt des «Gangsta-Rap» eingestiegen sei, dass er die Realität nicht mehr wahrnehmen wolle oder könne. Er flüchte sich immer in Ausreden und Schutzbehauptungen und habe sich niemals bisher seiner eigenen Schuld gestellt. (…) Das Jugendschöffengericht befand eine Jugendstrafe von zwei Jahren und neun Monaten für straf- und schuldangemessen. «Selten», so die Vorsitzende Richterin Bärbel Höflinger, «habe ich eine solche Hartnäckigkeit in der Verweigerung von angebotenen Hilfen erlebt.» Ohne die Ausübung von Zwang sei eine Bewusstseinsveränderung beim Angeklagten wohl nicht zu erreichen. Es bleibe zu hoffen, dass er während der Haft eine Ausbildung mache, um danach ein sinnvolles und legales Auskommen zu haben.

Na, dann haben wir wenigstens eine kleine Entschuldigung für unser Versagen und eine Gefängnisstrafe: Einen Ausbildungsplatz!

(Spürnase: chessie)




Hat Koch-Mehrin (FDP) Meineid geleistet?

Unbestritten ist, dass die Dame im Europäischen Parlament lediglich eine Anwesenheitsquote von 38.9 % hat. Ob dies nun rechtens durch die großzügige Anrechnung eines „Schwangerschaftsurlaubs“ auf 62 % hochgerechnet werden kann, ist fraglich. Fest steht aber auf jeden Fall, dass Koch-Mehrin (FDP Wahlplakat) bei ihrer Klage vor der Pressekammer des Hamburger Landgerichts versichert hat, ihre Anwesenheit habe über 75 Prozent gelegen – unter Eid.

Richtig ins Rollen bringen könnte die Debatte nun der Abgeordnete Daniel Caspary, der für die CDU im EU-Parlament sitzt. Via Twitter ließ er wissen: „Koch-Mehrin fehlte dauernd: im Plenum nur 38%, im Haushaltsausschuss keine 40% Anwesenheit. FDP = Fehlen Dauernd im Parlament“.

Frau Koch-Mehrin, Sie nennen uns rechtsradikal. Wir können Sie ab heute eine Schwindlerin nennen.

» Deutschlandwoche: EU-Schlammschlacht auf Twitter




Pöttering für Israel unter Führung Brüssels

Der Präsident des Europäischen Parlaments, Hans-Gert Pöttering (Foto) von der CDU, hat sich dafür ausgesprochen, dem europäisch geprägten Israel den Status eines „privilegierten EU-Partners“ einzuräumen. Er meint: „Mit Israel haben wir sehr geordnete Beziehungen. Israel ist uns sehr nahe und kann privilegierter Partner der Europäischen Union werden.“

Allerdings ist die EU zu diesen Sonderbeziehungen nur unter der Bedingung bereit, dass Israel sich dazu bewegen lässt, nach Brüssels Pfeife zu tanzen.

Eine privilegierte Partnerschaft sieht die EU weiterhin für die Ukraine und die Türkei vor – im Sinn von: Lieber Partner als Mitglieder. Ein EU-Beitritt der Türkei würde Europa „politisch, kulturell, finanziell und geografisch überfordern“, so der EU-Parlamentspräsident.

Hans-Gert Pöttering tritt gemeinsam mit Parteikollegin Bundeskanzlerin Angela Merkel morgen Abend 20.00 Uhr am Kölner Heumarkt bei einer CDU Europawahl-Veranstaltung auf. Weitere Infos dazu finden Sie hier.




AF Flug 447 „verschollen“ über dem Atlantik


Der heute Morgen 4.20 Uhr gestartete Flug AF447 von Rio de Janeiro nach Paris Charles de Gaulle ist gegen 8.00 Uhr Mitteleuropäischer Zeit über dem Atlantik von einer Sekunde auf die andere vom Radar verschwunden. Das Air France Flugzeug mit 216 Passagieren und zwölf Besatzungsmitgliedern an Bord hätte heute um 11.10 Uhr in Paris landen sollen.

Erst hoffte man noch auf einen technischen Defekt im Radar. Doch da das Flugzeug sich nicht mehr gemeldet hat und nirgendwo aufgetaucht ist, muss man von einem Absturz ausgehen. Auffallend ist, wie plötzlich und vorwarnungslos das Flugzeug verschwand. Airbus 330 gilt als eines der sichersten Flugzeuge überhaupt und konnte auch schon erfolgreich notgelandet werden. Das plötzliche Verschwinden könnte auf eine Explosion in der Luft hinweisen. Die französische Luftwaffe sucht über dem Atlantik nach Wrackteilen.




Baubeginn in Hausen und Ehrenfeld

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Trotz des Widerstandes zahlreicher Bürger scheint der Bau der umstrittenen Moscheen in Frankfurt-Hausen und in Köln-Ehrenfeld sich nicht mehr verhindern zu lassen. Die muslimischen Bauherren, unterstützt von Politikern aller großen Parteien, beginnen ungerührt mit der Umsetzung ihrer Bauvorhaben. (Foto: Baustellenschild in Ehrenfeld – nur noch auf türkisch.)

In Frankfurt soll bereits in zwei Wochen die Grundsteinlegung stattfinden. Die Frankfurter Neue Presse berichtet:

Für die umstrittene Moschee im Frankfurter Stadtteil Hausen soll am 13. Juni der Grundstein gelegt werden. Das berichtete der Moscheenverein der Hazrat Fatima Zehra Moschee in Frankfurt. Gegen das seit 2007 bekannte Projekt hatte es erheblichen Widerstand aus der rechten Szene und auch aus dem Stadtteil gegeben. Die Mitglieder einer Bürgerinitiative befürchteten eine Überfremdung des Stadtteils.

Der Generalsekretär des Moscheenvereins Ünal Kaymakci sagte, hinter dem Moscheenverein stünden rund 300 Familien pakistanischer und türkischer Schiiten. Der Architekt rechne mit einer Fertigstellung des repräsentativen Gebäudes in rund 18 Monaten. Die Baukosten in Höhe von rund 3 Millionen Euro kämen zu 300.000 Euro aus Spenden und 2,8 Millionen würden über Bankkredite finanziert.

Eine bemerkenswerte Finanzierung in Zeiten der Finanzkrise, in der Mittelständler, die zur Sicherung von Arbeitsplätzen Kredite benötigen, immer öfter bei den Banken leer ausgehen. Mit gerade einmal 10% Eigenkapital machen es die Frankfurter Banken möglich, das Millionenprojekt zu beginnen.

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Auch in Köln-Ehrenfeld tut sich einiges, obwohl hier die Bauherren mit öffentlichen Verlautbarungen zurückhaltend sind. Nachdem die Gemeinde in ein provisorisches Großzelt umgezogen ist, wurde die alte Moschee (Foto oben) an der Venloer Straße inzwischen komplett abgerissen (Foto unten). Inzwischen werden Bohrungen zur Erkundung des Baugrundes für die geplante Großmoschee der türkischen Religionsbehörde durchgeführt.

efeld-truemmerGeplant ist offensichtlich, Abriss und Neubau ohne großes Aufsehen in fließendem Übergang zu bewerkstelligen und Tatsachen zu schaffen, die weitere politische Einflussnahme unmöglich machen. Offenbar erfolgreich: Dass bei diesem Stand der Dinge das Bauvorhaben noch gestoppt werden könnte, etwa durch ein gutes Kommunalwahlergebnis von Pro-Köln, ist pure Illusion. Mit einem Anspruch auf Rechtssicherheit können die Betreiber der DITIB ab jetzt auf Ersatz für die in gutem Glauben abgerissene Moschee bestehen. Hier wird etwas Neues entstehen – alle anderen Aussagen sind unseriös.

Der Kampf gegen die Islamisierung aber ist damit keineswegs verloren, sofern man diesen nicht auf ein „Nein zur Großmoschee“ eingeschränkt hat. Es gilt das Wort von Ralph Giordano: „Nicht die Moschee, der Islam ist das Problem“.

(Spürnase: Hausener Bub)




Fraktionsstärke: Stasi im Bundestag

7890845-bundestag-diaeten-mbqftemplateidrenderscaledpropertybildwidth380Viel ist in den letzten Tagen über die Verstrickung der ostdeutschen Stasi in Skandale Westdeutschlands geschrieben worden. Es wird immer offensichtlicher, dass die Stasi nicht nur die Bevölkerung der DDR vollkommen unter Kontrolle hatte, auch im eigentlich freien Teil Deutschlands mischte sie munter mit. Entweder über Parteienfinanzierung der DKP (SEW), über Finanzierung und Lenkung von Friedensgruppen, in Kirchen, bei Parteien und wie im aktuellen Fall, gar im Staatsschutz.

So stellt sich nun unseres Erachtens die berechtigte Frage, wie viele der momentanen Mitglieder unseres Bundestages wissentlich, willentlich oder gezwungenermaßen mit dem Schild und Schwert der Partei der Arbeiterklasse (Eigenwerbung der Stasi) kooperiert haben. Das wir bei den Genossen der Linksfraktion keine Überraschungen erleben werden, ist uns klar. Warum allerdings sperren sich die Mitglieder anderer Fraktionen gegen eine Überprüfung durch die vom Bundestag selbst eingesetzte Birthler Behörde?

Wolfgang Thierse (SPD) warnt vor einer „Unkultur der Verdächtigungen“. Norbert Röttgen (CDU) betonte, es gebe eine Schutzpflicht des Parlamentes für seine Mitarbeiter. Das Thierse seine Schwierigkeiten mit der richtigen Wortwahl hat, ist uns spätestens seit seiner zutiefst peinlichen Bemerkung zum Selbstmord der Frau des Altkanzlers Dr. Kohl klar. Hier steckt aber dann doch wohl noch mehr dahinter. Auf jeden Fall hat Thierse nicht das Recht, als moralische Autorität aufzutreten. Röttgen sollte sich fragen lassen, wessen Schutz höher zu bewerten ist: der des stasibelasteten Bundestagsabgeordneten oder der Schutz der Demokratie. Denn um nichts anderes geht es hier.

Der einstige Spionagechef der DDR, Markus Wolf, brüstete sich einst, die Stasi habe in „Fraktionsstärke“ im Bundestag gesessen. Wir sind das Volk. Wir haben das Recht zu erfahren, ob unsere Abgeordnete mit der oder für die Stasi gearbeitet haben. Eine Möglichkeit wäre die Frage auf Abgeordnetenwatch.de. Oder bei den kommenden Wahlveranstaltungen zur Bundestagswahl.




Palästinenser entweihen christliche Gräber

Nicht mal die Toten sind vor ihnen sicher: palästinensische Moslems haben in Jiffna, einem gemischten Dorf in der Nähe von Ramallah, 70 christliche Grabstellen geschändet. Speziell auf Kreuze und eine Madonnenstatue hatten sie es abgesehen.

Nur zwei Wochen nachdem der Papst sich um einen palästinensischen Staat und verbesserte Beziehungen zwischen Christen und Muslimen bemühte, haben Muslime aus den palästinensischen Gebieten 70 christliche Gräber bei einer Randale entweiht. Die Täter haben Grabsteine sowie metallene und steinerne Kreuze von Gräbern im Dorf Jiffna in der Nähe von Ramallah, das das Heim von etwa 900 Christen und 700 Muslimen ist, abgebrochen. Ein Amtsträger der griechisch-orthodoxen Kirche, George Abdo, teilte der Nachrichtenagentur Reuters mit, dass der Kopf und die Hand der Madonnenstatue ebenfalls abgebrochen wurden. Das palästinensische Nachrichtennetzwerk, das von sich behauptet, aus unabhängigen Journalisten zu bestehen, berichtete nicht von der Randale, stattdessen teilte es seinen Lesern von einem muslimisch-christlichen Treffen in Nablus mit, bei dem es darum ging, Befangenheit während des Besuchs des Papstes zu diskutieren. Es hieß, die Betonung des Treffens läge auf dem Status Jerusalems und Bemühungen, „das optimale Modell friedlicher Koexistenz und Toleranz zwischen Religionen, vor allem zwischen Muslimen und Christen beizubehalten.“

Das optimale Modell friedlicher Koexistenz und Toleranz zwischen Religionen, vor allem zwischen Muslimen und Christen … erfordert mehr als nur Lippenbekenntnisse beim Erhalt des monatlichen EU Schecks.




Israel: Bunkertraining an der Heimfront

Israel übt den Notfall. In der weitaus größten Luftschutzkellerübung seit Jahrzehnten ist die gesamte israelische Bevölkerung vom nördlichen Golan bis zum südlichen Negev aufgefordert, morgen Dienstag sobald die Warnsirenen heulen, sofort in den nächsten Bunker zu rennen.

Nahe dem Gazastreifen haben die Leute dafür nur 15 bis 60 Sekunden Zeit. In Tel Aviv sind es zwei Minuten, in Jerusalem, beim Kernkraftwerk Dimona und in der Negevwüste drei Minuten. Offiziell dient die Übung als „normale Sicherheitsmaßnahme“ zum Schutz der Zivilbevölkerung vor allen möglichen „Notsituationen“. Offenbar hat man jedoch eine ganz spezifische Situation im Blick.

Die Armee ist angewiesen, keine Panik zu verbreiten:

„Das ist reine Routine“, sagt auf Anfrage ein Militärsprecher. Jedes Jahr werde eine solche Übung abgehalten. Auf die Frage, wieso denn niemand von solchen Übungen in den vergangenen Jahrzehnten gehört habe, gestand der Soldat, dass diesmal der Umfang der Übung besonders groß sei und die ganze Bevölkerung Israels von den Golanhöhen im Norden und bis Eilat am Roten Meer im Süden umfasse. „Als Schüler haben wir immer wieder mal geprobt, so schnell wie möglich die Luftschutzkeller aufzusuchen“, erinnert er sich. Wieso diesmal im ganzen Land geprobt wird, konnte er nicht sagen.

Dennoch sollen alle die Übung ernst nehmen und kooperieren:

Generalmajor Yair Golan forderte in einer Pressemitteilung die ganze Öffentlichkeit auf, zu kooperieren und sich an der Übung zu beteiligen: „Es ist wichtig, dass jeder Zivilist, jede Institution und jeder Arbeitsplatz ernsthaft probt, um unsere Bereitschaft und nationale Abwehrkraft zu verbessern.“

Seit Tagen werden die Israelis per Rundfunk und Fernsehen aufgefordert, einen Schutzraum auszuwählen und vorzubereiten, um ihn beim Heulen der Sirenen aufzusuchen. Auf zwei Fernsehkanälen ist eine besondere Unterrichtung der Kinder am Dienstag geplant.

Obgleich offiziell weder die Möglichkeit erneuter Raketenangriffe durch die Hisbollah im Libanon noch die Hamas im Gazastreifen oder gar die allgemeine Angst vor einer iranischen Atombombe erwähnt wird, ist klar, dass das israelische Militär mit dieser umfassenden „Routineübung“ auch den Ernstfall eines Krieges proben lässt.

Solche militärischen Anweisungen gelten übrigens auch für Touristen. Sie würden im Ernstfall eines Krieges ausgeflogen und müssten bei einer akuten Notsituation mit in die Bunker.

Auf der Webseite der IDF und speziell auf der Bunkertrainings-Webseite der Armee wird umfassend über die „nationale Heimfrontübung“ informiert.