„Und krakeelen durfte man auch nicht“

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Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach heute Abend im Rahmen des Europawahlkampfes auf dem Kölner Heumarkt. Die mächtigste Frau der Welt, wie Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) die Parteifreundin begrüßte, sprach viel über Vergangenheit, weniger über Zukunft und überhaupt nicht über die ablehnende Haltung der Union zum EU-Beitritt der Türkei. Schade eigentlich, bei einer in weiten Teilen gelungenen Rede.

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Nach einer kurzgehaltenen Rede des EU-Parlamentspräsidenten Pöttering, der auf die wachsende Zahl von Gesetzen verwies, die mittlerweile über die EU in nationales Recht umgesetzt werden – in der Wirtschaft sind es bis 80 Prozent – und einem gelungenen Debut des neuen OB-Kandidaten Peter Kurth, sprach die Kanzlerin vor mehreren tausend, überwiegend pro-CDU eingestellten Bürgern.

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Recht ausführlich fiel dabei der historische Teil der Rede aus. 60 Jahre Freiheit und Frieden sind zweifellos eine beachtliche Leistung in Europa. Ob diese Stabilität tatsächlich das weitgehende Aufgehen aller nationalstaatlichen Kompetenzen in der europäischen Union zur Voraussetzung hat, wie es von EU-Befürwortern gerne dargestellt wird, bleibt fraglich. Unbestritten sind auch die Leistungen der CDU in der Verteidigung von Freiheit, Demokratie und Marktwirtschaft in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Besonders erwähnte die Kanzlerin immer wieder die Leistungen von Helmut Kohl, der unbeirrt am Ziel der deutschen Wiedervereinigung in Frieden und Freiheit festhielt, als kaum noch jemand daran glaubte.

Mit solchen politischen Erinnerungen erhält man sicheren Beifall der Bürger – abgesehen von einer kleinen Gruppe Störer von SPD, SED und Antifa, die besonderes Wutgeheul hören ließen, als Angela Merkel an die Verhältnisse im Unrechtsstaat DDR erinnerte, wo Andersdenkende mit Repression und Gefängnis zum Schweigen gebracht wurden. „Und so schön krakeelen wie hier durfte man da auch nicht,“ konterte Merkel in Richtung der stadtbekannten linksextremen Schreihälse.

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Nach dem langen Ausflug in die Geschichte wurde es Zeit, dem Wahlkampfanlass gemäß einige Gedanken an die Zukunft zu formulieren. Insbesondere die Wirtschaftskrise habe gezeigt, so die Kanzlerin, dass die soziale Marktwirtschaft mit ihrer Betonung der Verpflichtung des Eigentums ein wichtiges Konzept sei, dass es mit vereinten europäischen Kräften weltweit durchzusetzen gelte. Reichlich hochgegriffen, und verkauft mit etwas linkspopulistischem Antiamerikanismus: „Die Verantwortlichen für die Finanzkrise können wir nicht mehr zu Verantwortung ziehen, die sind alle in Amerika“.

Hier zeigt sich, dass die CDU sich aus dem Kreis der konservativen Parteien dieser Welt verabschiedet hat. Kein kritisches Wort über die sozialromantisch  begründete Kreditpolitik Clintons, die mit ungesicherten Baukrediten an nicht kreditfähige Kleinverdiener die Lawine ins Rollen gebracht hat. Immerhin: Zur Bewältigung der Krise brauche es nicht Sozialneid und soziale Unruhen sondern Entlastung und Anerkennung für Leistungswillige. Das kann man, wie vieles, was gesagt wurde, unterschreiben. Auch eine gesunde Mischung erneuerbarer und konservativer Energien gehöre dazu, wobei die studierte Physikerin ausdrücklich den Weiterbetrieb unserer sicheren deutschen Kernkraftwerke forderte.

Einigen am Rande der Veranstaltung protestierenden Milchbauern sicherte die Kanzlerin Hilfe zu und appellierte an die Vernunft der Verbraucher, auf regionale Produkte und faire Preise zu achten. „Es kann nicht sein,  dass Mineralwasser heute oft teurer ist als Milch.“

Kein Wort fiel während der gesamten Veranstaltung zur bekannten ablehnenden Haltung der CDU zum EU-Beitritt der Türkei. Ein Zugeständnis an die Anbiederei der Schramma CDU an den türkischen Staatsislam in Köln? Wenn, dann  wäre die Vorsicht unnötig gewesen. Die viel umworbenen Neuwähler aus Anatolien waren in der Menge nicht auszumachen.

Videos:




Schwangere Ehefrau nahöstlich bereichert

Ein 26-jähriger aus dem Nahen Osten stammender Kellner ist vom Bezirksgericht Zürich wegen Misshandlung und Vergewaltigung seiner schwangeren Ehefrau, die er so lange prügelte, bis sie das Kind verlor, zu einer Schadenersatzleistung von rund 40.000 Schweizer Franken, fünf Jahren Haft und einer ambulanten Psychotherapie verurteilt worden. Er hatte seine 20-jährige Frau außerdem zum Zwangs-Sex gefesselt und gedroht, ihr ein Ohr abzuschneiden, riss ihr Haarbüschel aus und ritzte ihr oberhalb des Ohrs die Kopfhaut ein.

(Spürnase: Mastro Cecco)




Radfahrer wegen Patriotismus verprügelt

Pfingsten scheint dieses Jahr in Bayern mehr mit Gewalt als mit Heiligem Geist bereichert gewesen zu sein. Im oberbayerischen Rosenheim wurde am Pfingstmontag kurz vor Mitternacht ein 17-jähriger Radfahrer von einer Gruppe junger Männer aufgehalten, die fragten ihn, „ob er stolz auf Deutschland sei„. Die Antwort scheint „falsch“ gewesen zu sein. Er wurde daraufhin von drei „vermutlich ausländischen Jugendlichen“ mehrmals ins Gesicht und auf den Oberkörper geschlagen. Er erlitt dabei schwere Kopfverletzungen. Die Polizei sucht nach zeugen.

(Spürnase: pb)




Was trägt der Extremist?

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Im österreichischen Braunau (Foto), das einst so stolz auf sich war, kämpft man heutzutage gegen braune Socken und andere verdächtige Strickwaren. Unter Führung des Bürgermeisters – wenn man das noch so sagen darf – geht das Örtchen ganz entschieden gegen ein Geschäft vor, das Kleidung der arabischen Marke Thor Steinar verkauft. Denn diese Marke soll, wie alles arabische, bei Rechtsextremisten sehr beliebt sein.

Der österreichische Rundfunk meldet von der Heimatfront:

In Braunau kämpfen Stadtgemeinde und Vermieter jetzt mit Rechtsmitteln gegen ein Kleidungsgeschäft, das die in rechtsextremen Kreisen beliebte Modemarke „Thor Steinar“ verkauft. Die Vermieter haben eine Räumungsklage eingebracht.

Der Braunauer Bürgermeister Gerhard Skiba ist mit dem Laden, der vor einem knappen halben Jahr eröffnet hat, jedenfalls gar nicht glücklich: „Dort wird Ware verkauft, deren Kunden sich in den Neonazi-Bereich hineinbewegt. Das alleine ist Grund genug, dagegen anzukämpfen.“

Vor einigen Wochen hätte der Bürgermeister das Gespräch mit dem Geschäftsbesitzer gesucht, aber vergeblich: „Bei dieser Aussprache ist von mir klipp und klar die Aufforderung auf den Tisch gelegt worden, dass das Geschäft im Interesse der Rufschädigung geschlossen werden soll. Der Inhaber hat sich jedoch darauf berufen, dass das Geschäft legal betrieben wird. Außerdem sei er auch finanziell von diesem Geschäft abhängig.“

Auch die Vermieterin will das Geschäft loswerden. Ihr ist die Sache unheimlich, nachdem vor kurzem die Scheiben eingeschlagen und Farbpakete auf die Hauswand geworfen worden sind.

Diese Argumente haben zwar überzeugt …

Allerdings läuft der Mietvertrag langfristig. Deshalb wurde jetzt ein Räumungsverfahren eingeleitet. Die Stadt will die Vermieterin in dem Verfahren wenn nötig sogar finanziell unterstützen.

Wir halten fest: Geschäfte, die Kleidung von Thor Steinar führen, sind mit staatlicher Unterstützung zu bekämpfen und zu schließen, weil Rechtsextreme diese Marke tragen. Was aber sind eigentlich Rechtsextreme und woran erkennt man sie?

Um diese Frage zu klären, besuchen wir einen Kursus beim Amt für Bürgerservice und Sicherheit (BuS) in Karlsruhe. Dort werden Hausmeister darin geschult, die politische Gesinnung ein- und ausgehender Mitbürger zu prüfen, zu erkennen und den Behörden zu melden. Eine kleine Zweittätigkeit, in der sich Hausmeister in Deutschland bereits in verschiedenen vorangegangenen Staatsformen stets bewährt haben. KA-News berichtet:

In ihrem von BuS gemeinsam mit dem Schul- und Sportamt im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Karlsruhe zeigt Flagge gegen Rechts“ organisierten Vortrag ging die Soziologin vom Deutschen Jugendinstitut vor allem auf den neuen Typ des Rechtsextremismus ein. Glatzen und Springerstiefel seien passé, als Erkennungszeichen dienten bestimmte Kleidermarken wie „Lonsdale“ – obwohl sich der Hersteller ausdrücklich vom Rechtsextremismus abgrenzt und sogar antirassistische Projekte unterstützt.

„Vornehmlich tragen die neuen Rechtsextremisten die Lonsdale-Shirts unter einer geöffneten Jacke, so dass nach Abdecken der Anfangs- und Endbuchstaben nur ‚NS‘ oder die auf die NSDAP hinweisenden Buchstaben ‚NSDA‘ zu sehen sind“, so Martina Ottinger-Gaßebner. Als Code spielten mittlerweile auch Zahlen eine große Rolle. So stünden „18“ und „88“ für die Initialen Adolf Hitlers und den Hitlergruß.

Musik mit fremdenfeindlichen und rassistischen Inhalten und Bezügen diene der rechtsextremistischen Szene als Strategie, um ihre Menschen verachtenden Botschaften zu transportieren und Nachwuchs zu gewinnen. In der dem Vortrag folgenden Diskussion zu Vorgehensweisen und Lösungsstrategien stellte Günther Röstel von BuS die besondere Bedeutung des frühen und genauen Hinsehens in den Mittelpunkt. „Es ist wichtig, die Grundsteine für eine rechtsextremistische Karriere frühzeitig zu erkennen“, betonte Röstel und forderte die Hausmeister auf, entsprechende Beobachtungen den Schulleitungen zu melden.

Wir merken uns: Rechtsextremisten sind die, wo Londsdale tragen. Hä?

(Vielen Dank allen Spürnasen!)




Islam ist wie Christentum ohne „Vorurteile“

Sie denken Islam und Christentum seien nicht dasselbe? Das sehen die selbsternannten „Religionsexperten“ von RP-online ganz anders. Wer dies behauptet, sei dem Vorurteil erlegen, dass der Islam das Christentum verdrängen will. Dabei hätten die Religionen doch so viele „Gemeinsamkeiten“. Wer das nicht einsieht, habe das Christentum – anders als die muslimischen Experten aus Duisburg – nicht richtig verstanden.

Wie die Zeitung zu ihrer „Expertise“ kommt, wird einsichtig, wenn man in Betracht zieht, wer für die Expertenmeinung befragt wurde: Mustafa Kücük, der Sprecher der muslimischen Gemeinde, die neu in der Moschee an der Warbruckstraße in Duisburg Marxloh zu Hause ist.

Er glaubt daran, dass nur der Dialog zwischen den Kulturen und Religionen Vorurteile abbauen kann. „Wir haben die Moschee ganz bewusst offen gestaltet. Viele Christen wissen oft nicht viel über den Islam, dabei haben die Religionen mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede.“ So sei beispielsweise das Fasten in beiden Religionen vorgesehen, auch wenn es in der Ausübung Unterschiede gebe, erklärt Mustafa Kücük. Gerade wegen dieser Gemeinsamkeiten soll die Moschee auch Begegnungsstätte sein, um Hemmschwellen abzubauen. Schließlich ist es nur menschlich, skeptisch zu sein, wenn man etwas nicht kennt.“

Tatsächlich wissen die Duisburger nur wenig über den Islam. „Ich weiß, dass Moslems kein Schweinefleisch essen, aber mehr interessiert mich auch nicht. Ich kann mir schon vorstellen, dass die Moslems die Christen verdrängen wollen“, ist sich der 18-jährige Stefan sicher.

Ein Mann, der über das Christentum nicht besonders viel zu wissen scheint oder vorgibt, will den Christen aus seiner Sicht das Christentum erklären, damit sie den Islam besser verstehen. Das wirklich Tragische daran: Die christliche oder zumindest deutsche Journalistin Anja Streichahn aus Duisburg, die den Artikel verbrochen hat, scheint sich noch weniger mit dem Christentum auszukennen als der Sprecher der Marxloher Moschee, den sie als „Experten“ dazu befragt hat.

(Spürnase: Bernd vS)




Juso wegen Deutschlandflagge im Klo vor Gericht

Der frühere Juso-Landesvorsitzende in Mecklenburg-Vorpommern, Robert Hagen, muss sich am 18. Juni vor Gericht verantworten, weil er eine Deutschlandflagge ins Klo warf und ein Foto davon auf seiner studivz-Seite veröffentlichte. Er habe das Bild aus einer „Bierlaune“ heraus gemacht, um sich vom Nationalismus abzugrenzen, so Hagen. Nachdem Empörung laut geworden war, entfernte er es wieder von seiner Seite.
(Spürnase: hausener bub)




Ludwigshafen: SPD plakatiert auf türkisch

Selim ÖzkanIn Rheinland-Pfalz wird am Sonntag neben dem EU-Parlament auch kommunal gewählt. Dabei versucht die Beck-SPD in Ludwigshafen fleißig, neue Wählerschichten zu erschließen. Mit Wahlplakaten in türkischer Sprache – wie hier zum Beispiel des 23-jährigen Lehramtsstudenten Selim Özkan, der für den Ludwigshafener Stadtrat kandidiert.

(Spürnase: Agent Provocateur)




München: Ein Toter bei Massenbereicherung

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Multikulturelle Bereicherung unerwünschter Art erlebten Gäste eines Eiscafes, darunter zahlreiche Kinder, am Pfingstsonntag in München. Etwa 30 Mitglieder rivalisierender Immigrantenbanden prügelten und stachen dort aufeinander ein. Am Ende blieb ein türkischer Jungkrimineller tot auf der Strecke.

tz-online berichtet:

Es war gegen 18.30 Uhr am Pfingstsonntag, als der Platz vorm Eiscafé Gelatok zum Schauplatz der tödlichen Messerstecherei wurde. Viele Gäste, darunter auch etliche Kinder, saßen gerade vor ihren Eisbechern und genossen die Abendsonne – sie alle wurden Augenzeugen der blutigen Auseinandersetzung zwischen den beiden verfeindeten Gruppen. Die Situation glich einer Szene aus einem Western. Von der einen Seite kam eine Gruppe von fünf bis zehn junge Männer – von der anderen eine Gruppe aus mindestens 20 Halbstarken. Die Burschen – laut Polizei Jugoslawen, Türken und Deutsche – gingen sofort aufeinander los. In der Massenschlägerei zückte irgendeiner ein Messer – und rammte es Eftal K. ins Herz.

Der Wirt des Eiscafés alarmierte die Polizei und den Notarzt, die innerhalb von wenigen Minuten vor Ort waren. Eftal K. wurde mit lebensgefährlichen Stichverletzungen ins Krankenhaus gebracht. Noch am gleichen Abend vernahm die Polizei mehr als 20, am Montag weitere 30 Zeugen. Bis zum Abend war die Lage unübersichtlich: Die Beamten müssen ermitteln, wer den tödlichen Stich gesetzt hat. Zudem muss geklärt werden, ob derjenige das Messer gezielt verwendet hatte.

Angehörige und Komplizen des getöteten Verbrechers lungerten auch am Montag in der Gegend herum, hielten die Polizei in Atem und beunruhigten die Bevölkerung. Mit einer Fortsetzung der orientalischen Kulturbereicherung muss gerechnet werden.

(Spürnase: Antitoxin, Foto: Tatort Blumenau)




Palästinenser – die „besseren“ Deutschen?

Spiegel Online erzählt heute die rührende Geschichte des 22-jährigen Palästinensers Mohammed (Foto) aus Ramallah im Westjordanland, der ein so begeisterter Deutschlandfan ist – natürlich nur des Fußballs wegen und nicht etwa aus 60 Jahre zurückliegenden judenfeindlichen Motiven, selbstverständlich – dass er einen Deutschkurs nach dem anderen belegt, um später einmal in Deutschland studieren zu können.

Doch die bösen israelischen Behörden unterstützen die Deutschlandbegeisterung des armen fleißigen Palästinenserjungen zu wenig, so dass SpOn ihm aus dem Land der Mohammed-Träume zu Hilfe eilen kommt. Der 22-Jährige soll endlich aus dem „Gefängnis“ Palästinensergebiet ausbrechen und ins gelobte Deutschland auswandern dürfen.

Mohammed sitzt auf der Rückbank, im Taxi nach Ramallah, draußen ziehen die kahlen Berge des Westjordanlandes vorbei. Da hinten ist die Wüste, links die Straße runter geht es nach Jerusalem. Auf seinen Knien liegt ein Vokabelheft, für den Deutschunterricht im Goethe-Institut Ramallah. Mohammed, braune Augen, kurze dunkle Haare, lernt nicht nur Deutsch, er hat – und das ist nicht böse gemeint – einen Deutschland-Tick, der vor allem seinem Fußball-Tick geschuldet ist.

Seine Fußballbegeisterung ist auch der Grund, warum er angefangen hat, die Sprache zu lernen: „Ich wollte den deutschen Fernsehkommentar bei den Spielen der Nationalmannschaft endlich verstehen.“ Einen Moment tut Mohammed so, als wäre das, was er gerade gesagt hat, eine völlig einleuchtende Antwort. Dann lacht er und schiebt schnell hinterher: „Na ja, vielleicht nicht nur deshalb.“

Was Mohammed, der für die Israelis offensichtlich nicht viel übrig hat, an den Deutschen sonst noch so toll findet, wäre interessant zu erfahren.

Zwischen dem Haus seiner Familie in Abu Dis und der Innenstadt steht seit fast sechs Jahren eine acht Meter hohe Mauer, mit Stacheldraht und Wachen. In den Westen Jerusalems darf Mohammed nicht. Er ist Westbank-Bewohner: Palästinenser, jung, männlich. Keine Chance, dass die israelischen Behörden ihm eine Erlaubnis ausstellen, erst recht nicht für einen Sprachkurs.

Diese bösen Israelis aber auch. Was würde wohl geschehen, wenn ein jüdischer Bewohner Westjerusalems die Westbank betreten würde? Das wäre nicht nur überwacht, sondern unter Todesandrohung verboten. Das haben Sie in der Zeitung noch nie so gelesen? Logisch, Palästina ist schließlich Frieden.

Das war 2005, die zweite Intifada gerade ausgebrochen, die Lage im Land angespannt, die Grenzsoldaten waren gereizt. Und die Mauer, die Israel ums Westjordanland zog, machte Abu Dis Tag für Tag mehr zu einem Käfig. Deutsch lernen, vielleicht einmal nach Deutschland fahren – das ist für Mohammed auch der Traum davon, die verfahrene Situation hier oben auf den judäischen Bergen einmal vergessen zu können. …

Dass diese Berge so heißen, hat übrigens durchaus seinen Grund. Aber vielleicht ist Deutschland ja das bessere Palästina, wenn’s auf dem altisraelischen Gebiet nicht klappt, für Mohammed und seine Freunde.

Mohammed versuchte seine Freunde zu überreden, auch Deutsch zu lernen, aber das klappte nicht. Er musste warten, bis wieder ein Kurs voll wurde. Einen Monat, zwei, drei, am Ende ganze sieben.

In Deutschland war der arme Unterdrückte übrigens schon einmal vor einem Jahr in Bonn. Er traf andere junge Leute aus der ganzen Welt, die in den Kursen des Goethe-Instituts „herausragende Leistungen“ gezeigt hatten. Man könnte Mohammed als deutschen Nationalisten bezeichnen, aber es geht doch nur um Fußballbegeisterung und er ist ja Palästinenser, also ist alles in Ordnung.

(Spürnase: Ben K.)




Blitze: Gefahr für Flugzeuge?

blitzNoch gibt es keine materiellen Spuren von dem seit gestern verschollenen französischen Airbus (PI berichtete). Dennoch sind Fluggesellschaft und Politik deutlich bemüht, die Möglichkeit eines Terroranschlages herunter zu spielen. Ein Blitzeinschlag soll zum Absturz geführt haben. Fachleute und einige Medien halten dies aber für sehr unwahrscheinlich. Wie gefährlich sind Blitze tatsächlich für die Luftfahrt?

Im französichen Le Figaro wird ein Pilot der betroffenen Air France zitiert. Seiner Meinung nach ist ein Bombenattentat viel plausibler als ein Absturz durch Blitzeinschlag:

Es gibt fünf getrennte elektronische Systeme an Bord der A 330. Bei einem Totalausfall müssten alle diese fünf Systeme ausgefallen sein. Wenn alles ausfallen sollte, gibt es zudem noch eine Notfallbatterie. Dass dies alles ausgefallen sein soll ist höchst unwahrscheinlich. (…)

Eine Bombe könnte gut zu einem Druckabfall geführt und das Flugzeug langsam auseinandergerissen haben. Eine große Bombe hätte das Flugzeug sofort explodieren lassen. Dies würde erklären, warum der Pilot keinen Notruf absetzen konnte.

Ähnliche Einschätzung im deutschen STERN:

Während die meisten internationalen Medien den Blitzschlag als Unfallursache kommentarlos übernommen hatten, kamen in Frankreich Zweifel auf. Piloten und Luftfahrtexperten wie Pierre Sparaco erklärten, dass ein Blitzschlag normalerweise nicht zum Totalverlust eines Flugzeugs führt. Das Flugzeug selbst funktioniere als „Faraday’scher Käfig“. Obendrein gäbe es an Bord gleich fünf Energiequellen. Für einen Totalausfall des elektrischen Systems müssten alle fünf gleichzeitig ausfallen. Starke Turbulenzen seien zwischen der brasilianischen und der afrikanischen Küste ohnehin an der Tagesordnung.

Gérard Felzer, Direktor des Luftfahrtmuseums in Le Bourget, erklärte dem Nachrichtensender LCI, dass eine Kollision und ein Attentat ebenfalls als Unfallursache in Betracht kämen. Die Kollision scheidet jedoch aus: Zum fraglichen Zeitpunkt war im benachbarten Luftraum kein weiterer Flieger unterwegs. Gegen das Attentat wiederum spricht, dass sich bisher keine terroristische Gruppe mit der Sprengung des betreffenden Fluges brüstet.

Ein schwaches Argument, denn in der Vergangenheit gab es durchaus große Terroranschläge ohne Bekenner. Selbst zu den Anschlägen vom 11. September 2001 hat sich Osama Bin Laden erst nach langer Zeit und in recht zurückhaltender Form bekannt. Und beim Flugzeugattentat von Lockerbie, das mit einer Explosion in großer Höhe dem Verschwinden des Air France-Fluges beklemmend ähnlich war, gab es auch kein Bekennerschreiben. Damals war es, wie inzwischen bekannt, Libyen, das als Staat den Anschlag organisierte.

Wie groß ist dagegen die tatsächliche Gefahr von Blitzeinschlägen bei Flugzeugen? Gewitterwolken reichen in große Höhen – in den Tropen bis zu 16 Kilometer hoch – und können somit in jeder Flugphase zu Problemen führen. Bei ständig etwa 2.000 aktiven Gewittern rund um den Erdball wird jedes Verkehrsflugzeug durchschnittlich einmal pro Jahr vom Blitz getroffen. Fast immer mit kaum wahrnehmbaren Folgen. Nach Informationen der auf Flugsicherheit spezialisierten Seite Airosecure geht die Wahrscheinlichkeit eines Absturzes durch Blitzeinwirkung gegen null.  Der Artikel, der bereits vor dem aktuellen Ereignis online war, nennt in der gesamten Geschichte der Luftfahrt nur ein einziges Ereignis in den 1960er Jahren, bei dem tatsächlich nachweislich ein Blitzeinschlag zum Absturz eines Fliegers führte:

Jedes Kind lernt, dass Blitze gefährlich sind und man sich nicht unter Bäume flüchten soll. Aber im Auto sei man sicher, denn es ist ein Faradayscher Käfig, da es aus Metall ist. Flugzeuge sind ebenfalls aus Metall, hauptsächlich aus Aluminium. Was passiert nun, wenn ein Jet vom Blitz getroffen wird?

Zunächst einmal Entwarnung, der Metallrumpf von Flugzeugen schützt die Insassen vor der unmittelbaren Einwirkung eines Blitzeinschlags. In modernen Flugzeugen aus Verbundwerkstoffen werden in die Außenhaut Netze aus Metall eingebunden, die diese Schutzfunktion übernehmen. Für einen perfekten Schutz allerdings dürfte der Rumpf keine Öffnungen wie z.B. Fenster haben. Durch diese kann die elektrische Ladung des Blitzes ins Innere gelangen und Flugzeugsysteme stören.

Diese Störungen sind in aller Regel harmlos, meistens kommt es lediglich zu einem kurzen Flackern des Kabinenlichtes. Ein Flugzeug steckt allerdings voller elektrischer Systeme, die mit mehreren Kilometern Kabeln verbunden sind. Das macht sie verwundbar. Einzelne Systeme wie Autopilot oder Cockpitanzeigen können ausfallen. In einem einzelnen Fall waren die Folgen direkt tödlich. Im Jahr 1963 wurde eine Boeing 707 von einem Blitz getroffen, was zur Explosion der Treibstofftanks führte. Dies ist allerdings auch der einzige dokumentierte Absturz eines großen Verkehrflugzeuges, der direkt auf Blitzeinschlag zurückgeführt wird.

Der Ausfall einzelner Systeme eines Flugsteuercomputers klingt dramatisch, ist aber beherrschbar. Wenn z.B. die Flugsteuerung ausfällt stehen mehrere Ersatzsysteme bereit, um einzuspringen. Auch die wichtigen Sensoren wie Geschwindigkeits- und Höhenmesser sind wie viele andere mehrfach vorhanden. Eine möglicherweise falsche Anzeige zu erkennen und entsprechend zu handeln ist Aufgabe der Piloten.

Die Cockpit Crew muss schnell und richtig reagieren. Wird der Autopilot mit falschen Flugdaten gefüttert, kann dies zum Absturz führen. Dabei ist es besonders kritisch, wenn Blitzeinschläge beim Start und im Landeanflug passieren, hier gibt es keinen Spielraum für Fehler. Dazu braut es ein gut ausgebildetes Team, das auch die Courage besitzt, den Anflug abzubrechen und zu einem anderen Flughafen auszuweichen, wenn es die Wetterlage erfordert. Dies verursacht missmutige Passagiere und Kosten für die Fluggesellschaft, also ein echter Testfall für die Sicherheitskultur.

Wen all dies zu sehr beunruhigt dem hilft ein Blick in die Statistik. Denn statistisch gesehen wird jedes Flugzeug einmal im Jahr von einem Blitz getroffen und das ohne katastrophale Folgen. Einen wirksamen Schutz vor Blitzeinschlägen gibt es übrigens nicht. Jeder elektrisch Leitende Körper kann getroffen werden. Das mussten 1969 auch die Astronauten von Apollo 12 erfahren. Ihre Rakete wurde kurz nach dem Start von zwei Blitzen getroffen. Nach einem Neustart der Elektronik flogen sie allerdings sicher zum Mond und zurück zur Erde.

Anders die Bilanz von meist muslimisch begründeten Anschlägen auf den Flugverkehr. Seit arabische Terroristen in den 1970er-Jahren begannen, die Welt mit Flugzeugentführungen und Bombenattentaten zu terrorisieren, gab es tausende Tote zu beklagen. Es ist zu früh, um diese Möglichkeit im aktuellen Fall kategorisch auszuschließen.

UPDATE: Während in den bisherigen Berichten nur von einer automatisch gesendeten Fehlermeldung einer elektrischen Störung die Rede ist, berichtet der amerikanische Sender MSNBC von einem zusätzlich gemeldeten rapiden Druckabfall in der Kabine. Dieses würde auf eine mechanische Beschädigung – ein Loch im Flugzeug – hinweisen, was kaum durch einen Blitzschlag zu erklären wäre.




USA: Islam-Konvertit erschießt US-Soldaten

Ein weiteres Beispiel für den Hass, der beim Konvertieren zum Islam als offensichtliche Zugabe den Neu-Moslem befällt, finden wir in Little Rock, Arkansas. Abdulhakim Mujahid Muhammad (Foto), 23, der vor seiner Konvertierung Carlos Bledsoe hieß, war nicht mit dem US-Engagement in moslemischen Ländern einverstanden und schoß deswegen vor der Kaserne aus dem Hinterhalt auf zwei junge US-Soldaten – einer der beiden starb.

(Spürnase: Stephane)




ZDF-Umfrage: „Soll die Türkei in die EU?“

„Soll die Türkei in die EU?“ ist am kommenden Freitag ab 8 Uhr das Thema in der neuen Talkrunde „Arena“ des ZDF-Morgenmagazins. Schon jetzt können Sie abstimmen, wie Sie es mit dem EU-Beitritt der Türkei halten. Aktueller Stand (Dienstag, 2.6., 9 Uhr): 89 Prozent dagegen!
(Spürnase: TT)