Neda, Symbol des Iran-Aufstands

Neda, mit ihrem Vater, unmittelbar bevor sie durch einen Scharfschützen ermordet wird:

Neda wird getroffen, sinkt zu Boden, ihre Augen verdrehen sich, sie blutet aus Mund und Nase, der Kopf kippt zur Seite. Ihr Vater schreit. Sie stirbt.

Wir gedenken einer jungen, mutigen und hübschen Iranerin. Wir sind Neda.

» Spiegel: Neda, die Ikone des Protests
» STERN: Neda, die Märtyrerin




Willst Du nicht mein Bruder sein…

Von der Fatah ermordeter und zur Schau aufgehängter Palästinenser…zerschmetter‘ ich dir zuerst ein Bein! Das Fatah-beherrschte palästinensische Fernsehen zeigte ein Video (Achtung – sehr grausam!), worin Hamas-Palästinenser in Gaza das Bein eines gefesselten Schwerverletzten zerschmettern, mit „Allah ist groß“-Rufen, unbeeindruckt von den Schreien des Opfers sowie voller Stolz ungeniert in aller Öffentlichkeit. Die Verstümmelung von Gliedern gilt dort als ein Denkzettel an die gegnerische Partei, und nicht unbedingt als Strafe für eine individuelle Schuld des Opfers.

Auch die gegnerische Terroristenpartei Fatah geht nicht besonders sanft mit Palästinensern um, das (ältere) Foto zeigt einen von Fatah ermordeten und zur Schau kopfüber aufgehängten Palästinenser in der West Bank, nur eines der unzähligen Opfer der unbeschreiblichen Brutalität unter den Palästinensern.

„Palästina“ wäre der 22. Staat, in dem Araber Souveränität als arabische Nation ausüben möchten. Aber was für ein Staat soll das werden? Westlich oder islamisch? Nun, wie die anderen 21: diktatorisch und islamisch. Im Grundgesetz des von den Fatah-Terroristen geplanten Staat „Palästina“, zunächst neben Israel und in der nächsten Phase an Stelle von Israel, sind der Islam Staatsreligion und die Scharia Hauptquelle der Gesetzgebung. Bei der Hamas ist theoretisch die Rolle des Islam eine Spur schärfer und Israel muss von Anfang an zerstört werden.

Wer jedoch große Unterschiede in der Praxis zwischen Fatah und Hamas sucht, braucht schon fast ein Rastermikroskop und viel Sinn für Haarspalterei. Wie auch immer, die Milizen der Fatah und Hamas sind weltweit, auch in EU und USA, als Terroristen gelistet. Bei den palästinensischen Missverstehern des Islam wird jedoch diese Einstufung wohl eher als Gütesiegel verstanden, denn Fatah und Hamas erhielten bei den letzten „Wahlen“ zum „Parlament“ der Palästinensischen Autonomie zusammengezählt fast 100% der Sitze.

Die EU und die anderen westlichen Geberländer murren ab und zu, denn die Lynchorgien der palästinensischen Nehmer sind alles andere als photogen. Auf die islamischen Geistlichen und Juristen in „Palästina“ (und anderswo), die gegen die Brutalität der Palästinenser protestieren oder sich von den Hamas- und Fatah-Missverstehern des Islams distanzieren, werden wir wohl noch lange warten müssen. Vielleicht bis zum Jüngsten Gericht.

(Gastbeitrag von Daniel Katz, Middle-East-Info.org)




Schäuble will Islam und Christentum gleichstellen

Die christlichen Kirchen möchte unser rühriger Bundesinnenminister gerne mit dem Islam auf eine Stufe stellen. Der kluge Mann bedauert daher, dass die Moslems keinen gemeinsamen Ansprechpartner haben. Ihm würde da ausgerechnet die mit der türkischen Religionsbehörde Diyanet eng verwobene DITIB vorschweben.

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) will die muslimischen Gemeinden langfristig mit den Kirchen gleichstellen. „Mein Ziel ist eine gewisse Gleichstellung des Islam“, sagte er der „tageszeitung“. Ihm schwebe eine staatliche Kooperation mit den Muslimen vor, die vergleichbar mit anderen Religionsgemeinschaften sei. Noch mangele es an einer anerkannten Organisation, die Partner für den Staat sein könne. „Aber Ditib könnte sich in die Richtung einer Religionsgemeinschaft entwickeln“, sagte Schäuble. Die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion, kurz Ditib genannt, ist mit über 800 Moscheegemeinden der größte muslimische Dachverband in Deutschland und eng mit dem türkischen Staat verflochten.

Auch über einen gewissen Reformbedarf der Ditib habe man bereits gesprochen. Also: Wir sind auf einem guten Weg.

(Spürnasen: Misteredd, Erdscheibe, karlgustav und Barbara)




Raddatz: Chronik islamischer Judenfeindschaft

Die im Ausland gut und oft besprochene „Legacy of Islamic Antisemitism – From Sacred Texts to Solemn History“, die Andrew Bostom im Jahre 2008 herausgegeben hat, ist auf ihre Weise bemerkenswert. Wer sie angemessen betrachten will, muss allerdings etwas ausholen, denn bei der 766 Seiten starken „Erbschaft“ handelt es sich um ein sachlich und historisch ausgreifendes Werk, das in einen dem Thema gemäßen Rahmen gestellt werden muss.

Wenige Leseproben lassen erkennen, dass die Judenfeindschaft im Islam ein doppelt komplexes Problem ist – sowohl hinsichtlich der inner-islamischen Strukturen und historischen Abläufe als auch, und dies ist für die nachfolgende Darstellung wichtig, in Bezug auf die Relevanz für Europa. Dessen Gesellschaften befinden sich in wachsenden Wechselwirkungen mit der islamischen Immigration und ihren politreligösen Konsequenzen. Insofern sollte eine Betrachtung des Verhältnisses zwischen Islam und Judentum weder den „interkulturellen Dialog“, noch den westlichen Antisemitismus vernachlässigen.

1. Die Sozialtechnik des interkulturellen Wertewandels

Vielen, zumindest vielen Muslimen, klingen die Worte des byzantinischen Kaisers Manuel II. (gest. 1425) noch im Ohr, den Papst Benedikt XVI. in seiner „Regensburger Vorlesung“ im Jahre 2006 zitiert hatte: „Zeig mir doch, was Muhammad Neues gebracht hat, und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch
das Schwert zu verbreiten …“ Der Sturm des Hasses aus der Islamregion und die Aggression aus den islamkonformen Institutionen Europas ließen erkennen, dass der Pontifex in ein „neoökumenisches“ Wespennest gestochen hatte.

Indem seine Rede über „Glaube und Vernunft“ in der Konsequenz gipfelte, dass jede Vorstellung von Gott, die etwas mit dem Menschen als sein Geschöpf zu tun haben soll, logischerweise auf Gewalt gegen Menschen verzichten müsse, hatte er automatisch eine „neoökumenische“ Lawine bei jenen losgetreten, die die Gewalt für sich als Stilmittel der Politik beanspruchen. Dazu gehören vor allem die orthodoxen Anhänger Allahs, weil ihre Gottheit die Überwindung der Welt fordert, und ihre westlichen Helfer, weil sie ihren links-rechten Ideologien nachhängen. Nach utopisch-totalitärem Muster sehen sie die „Krise als Chance“. Sie besteht darin, Europa vom Feindbild der Bürgergesellschaft und jüdischchristlichen Zivilisation zu befreien und über die islamische Zuwanderung mit einer neuen, einheitlichen Klassenrasse zu bereichern, die sich perfekt eignet, die Altgesellschaft im „Frieden des Islam“ zur letzten Ruhe zu betten.

Dass die islamisch dominierte Migration auch eine Hauptsäule des laufenden, finanzglobalistischen Weltbildes ist, leitet sich aus drei zentralen Aspekten der europäischen Aufklärung her: aus der liberalistischen Abwehr von Kirche und Staat, der daraus folgenden Ersatzreligion des wissenschaftlich-technischen Fortschritts und der dialogpolitischen Toleranz des literarischen Orientalismus, der sich wesentlich auf Buddhismus und Islam stützt. Gemeinsam ermöglichten sie sowohl einen verstärkten Antisemitismus als auch die links-rechtsextremen Gewaltideologien, deren Materialismus es wiederum erleichterte, sie in den laufenden Radikalkapitalismus zu integrieren (vgl. Die Neue Ordnung 1,2/08).

Sie alle laufen in einer Art Globalsozialismus zusammen, dessen Strategie die Moderne selbst ist: permanenter „Strukturwandel“, der das jüdisch-christliche Wertesystem sowie auch dessen säkulare Nachfolgeformen, Demokratie und Rechtsstaat, auflöst. Der Prozess, verhüllt als wirtschaftliche „Deregulierung“, erzeugt gleichwohl globalisierte Strukturen mit potenzierter politischer Macht. Unter dem Dach der US-Weltmacht unterscheiden sich Organisationen wie Weltwährungsfonds (IWF) und Welthandelsorganisation (WTO) wenig von politischen Korporationen wie der Europäischen Union oder auch der OIC, der Organization of the Islamic Conference. Letztere kontrolliert inzwischen die Formulierung und Gestaltung des Interkultur-Dialogs in der EU und spielt auch bei der Interpretation der Menschenrechte in der UNO eine federführende Rolle. Im globalistischen Kontext wirkt die Moderne als ein Konzept, das – ausgehend von Europa und den USA – die Welt erfaßt, indem es Staat für Staat einheitlich deregulierte Wirtschafts- und Gesellschaftsstrukturen durch- und geeignete Führungskräfte einsetzt. Das Verfahren – bekannt unter dem Begriff der „Governance“ – ist seinerseits reguliert. Es geht kulturunabhängig vor, macht aber bei den islamischen Staaten die Ausnahme von der Regel, indem es die Scharia, das islamische Gesetz, von der Deregulierung ausnimmt. Ebenso befreit es die liquideren OIC-Staaten von der neokolonialistischen IWF-Regel, nach der die nicht verplante Auslandshilfe in US-Schatzwechseln zu halten ist.

Diese Ausnahmeregelung ergibt sich aus dem Governance-Prinzip, das die alte Werteorientierung durch ein geldgeleitetes Nutzenprinzip ersetzt und dem Islam mit Öl, Investmentportfolien und Billigarbeit eine privilegierte Position in der finanzkulturellen Rangliste öffnet. Im Westen entstanden, setzt sich das Konzept dort problemlos durch. Es beruht auf einem kurzen, auf Toleranz getrimmten Gedächtnis, das weniger zu kritischer Reflexion als zu Kritikreflexen fähig ist und somit den elitären Fortschritt eher antreibt als mäßigt. Hier entfaltet sich der Job-, Konsum- und Kulturnomade, fixiert auf Arbeit und Entertainment, als Programmfigur, nicht als politischer Faktor. Weitaus wirksamer sind die Medien, die auf allen Ebenen – Bild, Druck, Sprache, Symbol – ihren indoktrinierenden Gleichstrom verstärken. Dabei wird der soziale Vorgang zum quasi-chemischen Prozess. Nobelpreisträger Erwin Chargaff meinte, dass „ein Haufen einzelner Verschiedener zu einer wie ein einzelner Organismus reagierenden Masse gerinnt … (Es) bildet sich eine funktionsfähige Masse aus vielen einzelnen Menschen, wenn diese richtig präpariert sind. Die dazu notwendige Beize ist die sogenannte öffentliche Meinung …“ (Chargaff, Über das Lebendige, 212).

Keine etablierte Führungsform versäumt es, ihre Vorherrschaft auch für die Zukunft zu sichern. Sie folgt einer Tradition, seit jeher im Kampf um die Deutungsmacht bewährt, die nun die aufklärerische Moderne und Muhammads koranische Lehre in einer nur scheinbar heterogenen „Neoökumene“ vereint Beide verbindet das „Neue“ der Gewalt, die zwar eine ebenso alte Tradition ist, sich aber bei jedem Machtwechsel, heute „Strukturwandel“ genannt, der Zeit gemäß kaschieren muss. So wie der byzantinische Kaiser den Islamverkünder als Machtpraktiker enthüllte, so offenbarte sich die Französische Revolution als Bewegung, in der weder von Freiheit noch Gleichheit die Rede sein konnte.

Muhammad schuf das „Neue“, indem er sein System gegen Juden und Christen definierte und mit der physischen Beseitigung der Juden von Medina ein metaphysisches Vorbild setzte. Ebenso „neu“ erschien den großen, zumeist antisemitischen Aufklärern ihr Kampf gegen Klerus und Adel, indem sie die metaphysische Machtroutine und ihre physische Praxis vermehrt rhetorisch verhüllten. So wie die Gewalt im Islam eine „Anstrengung im Glauben“ ist, so gilt sie der Moderne als Anstrengung im Fortschritt. Da die Verhüllung des „Neuen“, d.h. die Wandlung des Fiktiven ins Faktische, nur langsam greift, driftet die „Deutungs“-Macht in die Sprachmagie, um sich durchzusetzen.

Als stetige Machtvermittler bestehen diese Parallelen mit neuen „Fakten“ fort. Nun bedeutet „Kultur“, den höfischen Glanz islamischer Despotien zu rühmen – allen voran Cordoba – ohne deren finanziell ergiebige Sklavenkultur zu erwähnen, die islamische Wissenschaft zu loben, ohne ihrer eingesperrten und abgeschlagenen Köpfe zu gedenken, die Ehre der islamischen Frauen und den „Respekt“ zu besingen, der ihren rabiaten Schutz erzwingt, Allahs Portfolien und Absatzmärkte zu feiern, dabei aber sowohl sein niedriges BIP, als auch die islamweite Christenverfolgung zu vergessen, ganz zu schweigen von den EU-Subventionenfür die Gewaltgruppen, die Israels Vernichtung anstreben. All das verwundert nicht, denn schließlich beherrscht die veröffentlichte Meinung die öffentliche, so wie der Islamismus den Islam und seine Eurohelfer dominiert. Wer also wie ein orthodoxer Muslim denkt, vormoderne Praktiken in moderne Tugenden umwandelt und die Regeln der Scharia in das westliche Rechtssystem einschleust, wird zum Träger des neuen Euro-Weltbilds. Dieses bleibt insofern alt, als es den Kampf gegen Kirche und Staat fortsetzt, nunmehr mit den Mitteln der islamisch-modernen Doppelrevolution, die sich als politreligiöse Mischungaus Neoökumene und Globalsozialismus etabliert. Wer von „Reformen“ spricht, meint den finanzkulturellen Abbau von Rechts- und Besitzständen zum Nachteil der Altkultur. Die entstehenden Räume füllen Prozesse der Immigration und anderskultureller Ansprüche, die sich auf der Basis von „Toleranz“ vollziehen. Die Besonderheit der Transformation besteht im Euro-Gewissen, das durch den eigenen Antisemitismus diffamiert, sich über den Katalysator des islamischen Judenhasses nun in ein Ruhekissen moderner Moral umwandelt. Mit anderen Worten: Antisemitismus wird zum Gebot der interkulturellen Toleranz.

Die liberalistische Rechts-Links-Fusion, die wir Globalsozialismus nennen, führt mit der islamischen Lizenz den Kampf gegen Kirche und Staat unter dem Schutz der Religionsfreiheit fort. Diese Abbauwirkung der Moderne – für die einen „Werteverfall“, die anderen „Innovation“ – bildet eine prominente Ismen-Kette. Vom Rationalismus über Liberalismus, Konservatismus, Sozialismus, Nationalismus, Szientismus, Konstruktivismus bis hin zum Neoliberalismus, bestätigt sich diese Linie als traditionelle Lebensmitte westlicher Zivilisation. Sie erscheint als Metaideologie der Macht, die weit über die Zeit der Aufklärung zurückreicht und frühere Wurzeln ebenso in der Gnosis, Renaissance und Reformation hat. Dieser Welttrend setzt sich schlicht selbst als absolutes Apriori eines jeden Gott-Mensch-Konzepts – oder auch -Rezepts – das Philosophie, Wissenschaft und Literatur oft mit Hochesoterik und Sprachmagie verbinden. Indem ich darin der okkult-nietzscheanische Übermensch eines Lenin und Hitler abzeichnet, sehen auch Soziologen – über Chargaffs Biochemie hinaus – die Moderne als riesige Sozialretorte, in der globale Akteure die Gesellschaften „verflüssigen, verdampfen und verschmelzen“ lassen können (Manuel Castells).

Das „Erbe Europas“, arabische Wissenschaft und orientalische Esoterik, übt mit Mysterienkulturen, Islamfaktoren wie Djabir, Avicenna und Sufimystik eine tiefgreifende Wirkung auf Naturwissenschaften, New Age und Politkulte wie den Globalsozialismus aus. Eine wichtige Sonderrolle spielt dabei die gnostische Lehre des Marcion. Er vermittelt die moderne Idee eines „kommenden Gottes“, der als eine Art Prozessidol die Übergänge von einem Weltbild zum anderen trägt. Indem er sich explizit den Fremden öffnet, ist er die Kraft, welche die elitären Weltlenker inspiriert, u.a. in Gestalt der EU-OIC-Allianz, die Migrationsströme dort zu verschmelzen, wo sie Frieden und Profit maximieren. Marcion kann als sakraler Katalysator dienen, der die moderne Nivellierung von Religionen und Kulturen sowie den Basisprozess einer technischen Gottesfusion beschleunigt. Ob der Teilhardsche „Omegapunkt“, der Allgott des Rahnerschen „anonymen Christentums“, der „eine Gott“ des Konzils, der Zweckgott des Küngschen Weltethos oder schließlich auch der Allah der OIC – in dieser Stufung befreien sie alle sich von der Machtbremse des trinitarischen Jesus. Die Marcion-Gnosis ist die Universalreligion, über die sich technisch-kommerzielle Moderne und Koran verbinden – mit Jesus als Vorläufer Muhammads. Sie erfüllt die OIC-Strategie, die die Juden vom Christentum trennt und die biblischen Gesetze durch die koranischen ersetzt. Dem tritt Papst Benedikt nun diametral entgegen. Er sieht Gott nicht in dem, „der Gefallen am Blut hat“ und die Menschen mit Gewalt zum Glauben zwingt, sondern in dem, „der am Sinai gesprochen hat … und dessen Gesicht wir im gekreuzigten und auferstandenen Jesus Christus erkennen“. Indem er die wurzelhafte Evolution des Christen- aus dem Judentum erneuert, die die islaminspirierte „Neoökumene“ kappen will, wird Benedikt zum zentralen Feindbild des politkulturellen, antisemitischen „Dialogs“.

Der Israel-Gaza-Konflikt und die Piusbruderschaft-Affäre zogen im Frühjahr 2009 einen so massiven wie folgerichtigen Strom von Hasstiraden gegen das Juden- und Christentum allgemein bzw. gegen Israel und Papst speziell nach sich. Wie immer sind es die Eliten, deren Agitatoren heute die interkulturellen Freiräume zwischen Toleranz und Aggression testen, eine alte Machtstrategie, die letztlich auch das Töten rechtfertigt. Da die gesamte Geschichte darauf aufbaut, gibt es auch keinerlei Beweisnot. Die neue Aggressionswelle wurde von den Medien angetrieben, wobei auch die Regierungschefs der großen EU-Länder nicht fehlen wollten. Der Vorwurf, damit die Trennung zwischen Kirche und Staat aufzuheben, geht ins Leere, weil sich die „Kirchen von unten“ kaum noch von Parteien unterscheiden. Dass der Staat ohnehin zur Disposition steht, machte etwas anderes deutlich: die explosive Ausweitung der Schuldenblasen durch die Finanzkrise. Deren Dimension kann mittelfristig die gesamte EU sprengen und den Islameliten die Erfüllung des alten Traums, die historische Wachablösung in Europa – Deutschland und Österreich voran – erleichtern.

Dabei ist zu bedenken, daß die globalsozialistische Deutungsmacht ein flexibles Zensursystem braucht, das Analysen kulturkritischer Art wegbeißt. Manche belassen es bei „Verschwörungsdenken“, andere dämonisieren mit Keulen wie „Rassismus“ und „Rechtsradikalismus“. Je weiter die diktierten „Fakten“ von der Wirklichkeit abweichen, desto härter auch die Ausgrenzung der Abweichler. Dies umso mehr, als der Islam eine finanzielle „Innovation“ bedeutet, deren Behinderung Profit und Prestige schmälert. So wie der Globalismus Toleranz und Effizienz zu Kriterien des „Friedens“ erhebt, so erscheinen ihm Kritik und Sozialansprüche seitens der Altkultur als „rassistische“ Konfliktpotentiale.

2. Ein Buch gegen das islamische Wissensverbot

Wenn die Institutionen, die Unternehmen, Parteien, Universitäten, Stiftungen Gerichte und Kirchen, ihre Aufgabe erfüllen sollen, die Gesellschaften Europas islamisch zu verändern, müssen sie Verhältnisse und „Fakten“ schaffen, die eine entsprechende Propaganda absichern und jede Quelle verstopfen, die dauerhaft schädliche Informationen verbreitet. Der „Dialog“ mit dem Islam spielt daher eine große Rolle im Rahmen des akademischen Bildungskanons. Er vermittelt ganz bestimmte Inhalte und betont seine Funktion, die eine einheitlich gebildete „Dressurelite“ hervorbringt, mit dem Begriff der „Excellence“, also einer in besonderem Maße wirksamen, system- und elitefördernden Qualität.

So wie der moderne Fortschritt allgemein seine eigenen „Fakten“ schafft, so muss auch der aktuelle Strukturwandel für geordnete Verhältnisse sorgen. Aussagen in den islamischen Grundlagen, die zu Gewalt auffordern oder den westlichen Kriterien anderweitig zuwiderlaufen, müssen durch Veränderung oder schlichte Umkehrung verschleiert bzw. durch Wiederholung passender Floskeln ins Gegenteil verkehrt werden. Dabei versteht sich, dass die in den Institutionen zuständigen Referenten oder Beauftragten, die in diesen Pflichten versagen, von ihren Posten zu entfernen sind, während sie durchaus aufsteigen können, wenn sie bestimmte Grundregeln der Diffamierung einhalten.

Wer islamwidrige Informationen publiziert, ist als universaler Kreuzzügler, als Person zu stigmatisieren, die totalitäre Feindbilder aus obskuren Quellen nährt, unter psychischen Störungen, Hass-Syndromen oder Paranoia leidet, die Religion und Geschichte des Islam verfälscht und unter terroristischen Generalverdacht stellt, die sakralen Gefühle der Muslime und ihr Verfügungsrecht über die Frauen beleidigt, vielleicht sogar den Holocaust am Islam wiederholen will. Ein solcher Verirrter gehört zu jenen Volksverhetzern, die Menschenrechtsrassismus betreiben, indem sie sich als Demokraten verkleiden, welche die Muslime wieder auf inquisitorische Folterbänke spannen wollen, sich aber zunächst damit abfinden, ihnen vorerst nur die Ausübung ihrer Religionsfreiheit zu verweigern.

Als ein solches Exemplar ist der amerikanische Autor Andrew Bostom zu sehen. Er bietet die bislang umfassendste Kompilation judenbezogener Islamquellen an, die aus Sicht des Mainstream als „obskur“ gelten müssten, weil sie ein düsteres Bild der Allah-Religion zeichnen. Dagegen basieren sämtliche Aussagen des Werks auf den Grundlagen des Islam. Es sind Koran und Muhammad-Tradition sowie theologische Kommentare von der Frühzeit bis in die Gegenwart, die authentische Auskunft über das Judentum als Minderheit unter islamischer Herrschafterteilen. Auf 700 Seiten (ohne Anmerkungen) dokumentiert Bostom jenes Wissen über den von Allah und seinem Verkünder befohlenen Judenhass, den die westlichen Islamdiener mit öffentlich geförderter Desinformation unterstützen, ein Wissen also, das im „Excellence“-Kanon nicht vorkommt.

Die Orientalistik als zuständige Wissenschaft hat sich nicht nur von gesicherten Ergebnissen, sondern auch von bis in die 1970-er Jahre geltenden, unabhängigen Forschungskriterien verabschiedet. Ihre Vertreter nähern sich mit benachbarten Fachbereichen wie Soziologie, Politologie, Anthropologie, Religions- und Kulturwissenschaften der „Islamwissenschaft“ an, die Mensch und Gesellschaft nach den aus Koran und Tradition entwickelten Rechtsregeln interpretiert. Da keine andere Weltsicht Geltungsansprüche erheben kann, sind im „Excellence“-Kontext Zitierkartelle entstanden, ein Rahmen interdisziplinärer Bezugnahmen, die sich im Sinne des Islaminteresses sowie des Abbaus von Demokratie und Altethik auswirken. Dazu gehören politreligiöse Aspekte wie auch Spezialitäten der audiovisuellen Unterhaltung. Denn deren verdummende Effekte ersparen den Erfindern von Islampropaganda eine Menge Zeit und Phantasie, abgesehen von den Wort- und Bildmühlen, die ohnehin in endlosem Turnus Moscheen, Basare und Oasen als Zeichen des Friedens ins öffentliche Hirn gravieren.

Vor diesem Hintergrund leuchtet ein, daß Andrew Bostoms „Legacy of Islamic Antisemitism – From Sacred Texts to Solemn History“eine Provokation der herrschenden Kulturdoktrin bildet, andererseits jedoch wertvolle Daten für die Nachwelt bereitstellt, die man nicht verbrennen, sondern „nur“ löschen bzw. blockieren kann – auf den Festplatten der Computer und den Hirnrezeptoren. Ebenso erstaunt nicht, daß die judenfeindliche Erbschaft des Islam einen Verlag im meinungsfreudigen Amerika fand, nicht jedoch in Europa, geschweige denn Deutschland, wo sich der islamfreudige Antisemitismus spätestens seit Hitler eine lebendige Tradition bewahrt hat. Wenn von „spätestens“ die Rede ist, so verweist der deutsche Orientalismus natürlich auch auf frühere Autoritäten, zu denen unter anderen der große Herder, der Erzvater des Multikulturalismus gehört, abgesehen von der harten Linie, die über Fichte bis zu Luther reicht.

Selbst Kant hat sich bekanntlich der antisemitischen Versuchung nicht entzogen und die Juden als problematisches Volk beschrieben, das zum Streiten und Wuchern geboren sei und sich somit nicht zu wundern brauche, wenn es immer wieder zu Konflikten Anlass gebe, die zuweilen eben auch tödlich verliefen. So wie die europäischen Rationalisten primär die Kirche und die Liberalisten den Staat im Visier hatten und haben, so stellt ihr gemeinsamer Antisemitismus die Familienähnlichkeit mit der Judenfeindschaft des Islam her. Dies schließt seit Inquisitions- und Lutherzeiten auch die Gewalt ein, die ebenso ihre Vertreter im deutschen „Idealismus“ hat. Während Herder und Kant die Vernichtung auf kühl-elitärem Niveau andeuteten, sprach Fichte sie offen aus. Er schlug vor, den Juden die Köpfe abzuschneiden, um sie durch andere ohne jüdische Ideen zu ersetzen. Er bahnte den Weg zum Hitlerismus, indem ihm die Deutschen als „erwähltes Urvolk“ und der Islam als nützliches, weil verdummendes Mittel erschienen. Dass hier keine dumpfe Denkform, sondern hohe Intelligenz am Werk war, ließ der „deutsche Jakobiner“ an seiner zutreffenden Machtformel von den Juden als „Urheber des entgegengesetzten Systems“ erkennen.

Natürlich stehen Dekalog und Bergpredigt zur Macht generell und zum Islam speziell quer. Juden- und Christentum bilden das islamische Doppelfeindbild, das sich der Dhimma, dem koranischen „Schutzvertrag“, demütig zu beugen hat. Die Juden ziehen dabei den Kürzeren, weil sie das erste Gesetz überhaupt in die Welt brachten und dies überaus machtwidrig. Denn der Mensch soll keinesfalls die Gottesmacht vorschieben, um mit ihr die Herrschaft über die Menschen zu beanspruchen. Dieses Hindernis wurde dem Pharisäertum lästig, so dass der jüdische Prediger Jesus an die Unverfügbarkeit göttlicher Macht erinnerte. Der Vorgang wiederholte sich im christlichen Klerus, den der Machtverzicht ebenso belastete. Er nahm Kaiser Konstantins „Schenkung“ an und ließ das Christentum zur römischen Staatsreligion mutieren. Die Papstmacht belastete freilich Luther so sehr, dass er eine tendenziöse Bibelübersetzung erstellte und den werkfreien Glauben dem „freien“ Menschen sowie die Reformreligion den Fürsten widmete. Damit war der Übergang zur Aufklärung offen, die nach dem Klerus auch den Adel überwand und – angebahnt durch Kopernikus, Galileo und Bruno sowie jüdische Philosophen wie Gersonides und Spinoza – die Macht auf Kräfte des mathematischen Kosmos verschob. Mit wissenschaftlicher Forschung und rationaler Herrschaft schienen sie den Menschen zu beflügeln und von den Bremsen herkömmlicher Ethik zu befreien. Dabei fielen zwei Aspekte auf, die heute von grundlegender Bedeutung sind: Die Aufklärer lehnten einerseits Luthers Abneigung gegen den Islam ab und wandelten sie in eine deutliche Islamophilie um; andererseits übernahmen sie nicht nur den Antisemitismus des Reformators, sondern entwickelten ihn durch das Medium des jakobinischen Radikalismus zu einem Katalysator, der den Weg in den Totalitarismus öffnete.

Die Fusion des Wissenschaftsglaubens mit der ersatzreligiösen Öffnung zum Islam erzeugte jene Mischung aus esoterischer Biotechnik und moderner Machtratio, die mit Szientismus, Leninismus und Hitlerismus die Weltkriege anschob und heute durch den neoliberalen Globalismus überwölbt fortlebt. Entsprechend weniger verdeckt überwinterte darin freilich der kombinierte Antisemitismus, der sich durch den Islam legitimieren und die Schatten der Schoah hinter sich lassen konnte. So wie schon die Achse Hitler-Arabien-England-Frankreich die jüdische Besiedlung des geplanten Israel erschwerte, so installierte die Achse EU-Arabische Liga-OIC Arafat und ein Palästina, dessen Gewaltgruppen heute den Bestand des real existierenden Israel in Frage stellen.

Die Katalysatoren des Marcionismus und Antisemitismus bilden die epochalen Pole, zwischen denen sich die Dialektik des Globalsozialismus vollzieht. Hier gibt es allerdings kein drittes Element, kein tertium datur, das auf sakraler Ebene die Juden-Christen-Evolution sowie profan den klassisch-antiken Dialog kennzeichnet. Es gibt nur den Monolog der Macht, der mit manichäischen Diktaten den Lauf der Welt setzt und alternatives Wissen löscht. Das Rezept ist uralt und funktioniert auch in der Moderne, die das denkende Subjekt auflöst und mit Scheinkompromissen diktatorische Tendenzen entwickelt. Wenn die Eliten dem Volk Toleranz und Verzicht gegenüber den Immigranten abfordern, weil der Westen in der Kolonisation Schuld auf sich geladen habe, ist keine Rede von den gleichen Eliten, die die Kolonisation antrieben und damals die anderen Kulturen ebenso ausbeuteten, wie sie heute die Ressourcen der eigenen Kultur zur Disposition stellen. Macht bedeutet den Austausch von Volkslasten durch den Elitennutzen – mit der heutigen Turboversion des Shareholder Value.

Da die Eliten moralfrei bleiben, während sie die Moral definieren, an die sie das Volk binden, trägt letzteres alle Folgen elitären Handelns. In der islamischen „Innovation“ bestehen sie in erneuertem Antisemitismus und im Kulturwechsel an sich. Weil sich aus moderner Sicht jeder Werteverfall als Erneuerung darstellt, kann das „Neue“ in der Selbstaufgabe als islamischer Wiedergeburt bestehen, so wie Muhammad es verlangt und Kaiser Manuel abgelehnt hat. Er stand unter dem Eindruck des Kaiserberaters Kantakuzenos, der Thrakien an den Osmanen Orhan (gest. 1360) ausgeliefert und die Einkreisung Konstantinopels eingeleitet hatte. In seiner historischen Ähnlichkeit erscheint der türkische EU-Beitritt als moderne „Kantakuzenos-Politik“. So wie damals die Orthodoxen den Gläubigen den Widerstand gegen die Osmanen als „Kampf gegen Gott“ verboten, so gilt heute der Widerstand gegen die Scharia als Sakrileg gegen die Demokratie. Kein Wunder, dass jede Diskussion über die interkulturelle Diskrepanz und die Rolle der Eliten unterbleibt, um das Toleranzdiktat zugunsten Moscheebau, Dialogdesign, Schariabildung etc. zu sichern. An diesem Spektrum nähren sich sowohl ganze Industrien wie die Beratungslobby für die Institutionen und die monströse Sozialbürokratie als auch eine bunte Fülle von sonstigen Profiteuren und Scharlatanen. Im pluralistischen Wort- und Bildgestöber treten sie alle als „Experten“ auf, sind jedoch konformistisch auf das Islaminteresse festgelegt. Für weniger Informierte, und das sind in der „Wissensgesellschaft“ die meisten, kann der so oberflächliche wie kuriose Eindruck eines Diskurses mit diversen Meinungen entstehen. Dass es einen solchen längst nicht mehr gibt, lässt sich an zwei einfachen, universalen Maßstäben erkennen: individuell am Bekenntnis zum Moscheebau, ohne das jede höhere Karriere scheitert, und allgemein an der Erosion des Rechtsstaats. Unter politkulturellem Druck mutieren Muslime von Straf- zu Kulturtätern und Volksverhetzung vom Straf- zum Kulturtatbestand, der weitaus öfter geändert wird als alle Paragraphen des deutschen Strafrechts. Denn imperiales Recht – wie das islamische – dominiert und bricht staatliches Recht, weil es „im Prinzip keinen Gleichen neben sich anerkennt“ (Herfried Münkler).

Indem die Eliten zur Volksverhetzung machen, was im Interesse des Volkes liegt, treiben sie den islamischen Machtprozeß und dessen antisemitischen Dominanzanspruch voran, der sich mit dem westlichen Globalsozialismus zu einer enormen antizivilisatorischen Kraft verbindet. Welchen konkreten Beitrag der Islam dazu leistet, und welche geistigen und physischen Anstrengungen seine Anhänger auf sich genommen haben, um den jüdischen Teil der jüdischchristlichen Kultur auszurotten, lässt sich in Bostoms „Legacy“ in bedrückenden Details nachlesen. So wie „Mein Kampf“ Hitlers Pläne für Deutschland sowie für Juden und Christen offenlegte, so lässt sich eher noch berechtigter, weil auf erweiteter Erfahrung fußend, die Behauptung aufstellen, dass die „Legacy“ das Zukunftsmanifest für Europa bildet, den Teil des Westens, der sich dem Islam in besonderer Weise öffnet. Die „Legacy“ beschreibt, was die Menschen erwartet, wenn die Islameliten den Eurokollegen den Herrschaftsstil diktieren können, zumal sie weder die Mehrheit brauchen, noch ihre Doktrin verändern müssen. Denn ihr Verdrängungskonzept, das die Westelite ohnehin als höchste Kultur lobt, erscheint als genau jenes Machtmodell, aus dem die gleiche Elite vor zwei Jahrhunderten erfolgreich den Christenklerus verdrängte.

Der Angriff auf die Juden ist, wie sich mit dem aktuellen Exodus aus Frankreich und England abzeichnet, seit einigen Jahren im Gange, und der Angriff auf die Christen hat bereits begonnen, als man den „einen Gott“, jenes Retortenidol aus Gott und Allah mixte und sich einen Maulkorb betreffend die Christenverfolgung im Nahen Osten umhängte. Diese Richtung verstärkte sich durch Multiplikatoren wie Hans Küng, der als Anwalt der islamischen Gewalt und als verhinderter Gegenpapst auftritt. Die Islamophilie Johannes Pauls II. ist kaum vorwerfbar, weil er persönlich besten Willens und seine theologisch-philosophische Ausbildung esoterisch konnotiert war. So konnten die Tragweite seiner Aussagen eher jene beurteilen, die seinen Werdegang beeinflussten und seine Wahl ermöglichten.

So wie der Gehorsamszwang der Kirche ihre eigene Erosion fördert, so helfen auch die bürokratischen Diensthierarchien, den interkulturellen Imperativ in den Institutionen zu installieren. Ähnliches trifft auf die Unternehmen zu, obwohl sie sich rühmen, ihre Strukturen „verschlankt“ zu haben. Ihre Handlungsbremse kommt aus der Drift von Kompetenzen, die sich in den Konzernen und Banken aus den mittleren Ebenen verflüchtigt und in den Chefetagen konzentriert haben. Ausschlaggebend ist hier allerdings weniger die interne Veränderung, sondern die Suprakompetenz, die sich aus den diversen Institutionen in die Konzerne und Banken verlagert und die Deutungshoheit für die gesamte Gesellschaft bei der Wirtschaft ansiedelt. Politik, Bildung, Information, Recht, Religion sind kaum noch Gegenstände eines demokratischen Diskurses zwischen den Staaten und ihren Menschen, sondern Objekte der „Governance“ und „Excellence“. Sie werden zumeist als „Politikberatung“ von großen Industrie- und Bankstiftungen entwickelt, mit den Organisationen des „informellen Imperiums“ abgestimmt, in den Ministerien in die Gesetzestexte eingebaut, für Laien unerkennbar durch Fraktionen und Parlament geschleust und am Volk vorbei verbindlich installiert.

Dass die Wirtschaft inzwischen tief in die Führung der Staaten eingreift, zeigte sich in deren Dilemma, die gewaltigen Verluste der Börsenstürze von 2008/09 auffangen zu müssen. Während der Vermögenstransfer vom Jobnomaden und Steuerzahler zum Konzernchef und Topanleger in Billionen ausuferte, mußten die Staaten ihre Verschuldung auf neue Spitzenwerte treiben, was der OIC ebenso neue Chancen eröffnete. Denn sie konnte den imperialen Kulturdruck verstärken, indem ihre Staaten – Saudi-Arabien voran – den Anteil an der Euro-Refinanzierung aufstockten. Den EU-OIC-Eliten obliegt es, ihren Kurs an der finanzkulturellen Börse zu stützen und vor negativen Publikationen vom Kaliber der „Legacy“ zu schützen. Toleranz und wirtschaftliche Vernunft erzwingen den islamisch induzierten Werteverzicht, der mit neuem Antisemitismus einhergeht.

3. Die „Legacy“ – Erbschaft islamischer Judenfeindschaft

Worin besteht nun eigentlich die Bedeutung der Bostom-Kompilation? Der Herausgeber, selbst kein Orientalist, sondern Mediziner mit akademischer Anbindung, tritt als gebildeter Autodidakt auf, der viele Orientalisten an Euro-Universitäten hinter sich lässt. Dies erstaunt nicht, weil er eben jene Inhalte anbietet, die den „Wissenschaftlern“ des Mainstream teils verboten, teils – zumindest
den jüngeren – schlicht unbekannt sind. Da die erlaubte, islamisch korrekte „Forschung“ sich auf Zitierkartelle bzw. Paradiesthemen beschränkt, bietet sie eine kokonartige Mühle, die immer gleiche Aspekte in autistischen Kombinationen mischt – eine natürliche Konsequenz aus der wachsenden Wechselwirkung mit den Auflagen durch „Governance“ und „Excellence“.

Die gesamte Bandbreite der sich historisch entwickelnden Selbstbeschreibung des Islam kommt im real existierenden Wissenskanon nicht mehr vor. Da die Muslime in den Juden den politischen und religiös-endzeitlichen Kombifeind sehen, sind die einschlägigen EU-OIC-UN-Organisationen seit vielen Jahren um einen Dialog-Katechismus bemüht, der die islamische Transformation als einen Vorgang weitgehender Harmonie und Problemlosigkeit erscheinen läßt. Solches erweist sich allerdings als nicht ganz einfach, weil das historische Spektrum islamischer Identität entscheidend von eben jener Judenfeindschaft geprägt ist. Wäre sie unverhüllt, würde sie als eine zentrale und dabei ungemein aggressive Konstante das Islamprojekt im Westen akut in Frage stellen. Mehr noch als die Christen betreffend müssen die Eliten daher um das Judenproblem einen Dialog konstruieren, der zwei Illusionen nährt: Zum einen soll der Eindruck entstehen, dass es sich bei den drei monotheistischen Religionen um Gebilde handelt, die nicht nur auf dem gleichen Gott, sondern auch auf dem gemeinsamen Erzvater Abraham beruhen. Zum zweiten muss auf dieser ohnehin schwankenden Basis die Chimäre des sogenannten „Friedensprozesses“ aufrechterhalten werden. Dies ist noch schwieriger, weil man nicht nur die offensichtlichen religiösen Unterschiede ausblenden, sondern auch erklären muss, wieso sich bei so vielen Gemeinsamkeiten weder der arabische Judenhaß in der Region, noch der antiwestliche Muslimtrend und Antijudaismus in Europa besänftigen lassen.

Hinzu kommt die besondere Hassqualität, die tagtäglich aus den islamischenMedien quillt. Der Euro-„Dialog“ scheint das Problem zu lösen, indem er sich mit der Islamideologie verähnlicht. So wie früher den Kolonialismus, werfen die Eliten der jüdisch-christlichen Kultur heute Gewalt und Antisemitismus vor. In Deutschland sind Parteien, Stiftungen, Universitäten, ganz zu schweigen von der Bundesanstalt für politische Bildung, von islamischen Agitpropkadern kaum zu unterscheiden. Das schließt vereinzelte, gegenläufige Aussagen ein, weil das Machtkonzept, dem Mühlespiel nicht unähnlich, von der Ambivalenz lebt.

In dieses Getriebe wirft die „Legacy“ den Sand des islamischen Wissens, das die Gefahr des westlichen Abweichlertums verstärkt. Durch Gliederung und Inhalt macht das Werk rasch deutlich, dass es um etwas ganz anderes geht, als die offiziellen Sprachregelungen glauben machen wollen. Herausgeber Bostom präsentiert das Judentum im Islam in über 70 Beiträgen, die zahlenmäßig zu je etwa der Hälfte von muslimischen bzw. nichtmuslimischen Autoren kommen und erstere zwei Drittel des Volumens ausmachen. Ihre Aussagen, bei Bostom „antijüdische Motive“, gliedern sich in Koran (2), Muhammad-Tradition (2) und Muhammad-Biographie (10) sowie zwei große Abschnitte mit Kommentaren aus klassischer Islamzeit (10) und Moderne (10). Nichtmuslimische Autoren bilden zwei Sektoren, die Artikel über diverse Themen von der Frühzeit bis in die Gegenwart (25) bzw. Dokumente und Augenzeugenberichte umfassen (9).

Bostom erscheint selbst als Autor, u.a. einer umfangreichen Einführung, in der er auf die Inhalte der Artikel eingeht und prozeßhafte Aspekte – die Aneignung von Vermögen und Land, die Erosion der jüdischen Stellung durch Muhammad, die historische Repression etc. – vorstellt. In diesem Kontext steht die Relation Judentum-Islam unter verschiedensten Einflüssen, deren Mehrzahl wirksamer und unbekannter ist als z.B. die vom Islam konservierten Christenklischees vom Gottes- und Ritualmord. Ungemein detailreich, konzentriert sich die Einführung – fast 200 Seiten stark – zeitlich auf die Moderne und räumlich auf Nordafrika, wird aber ihrer Aufgabe gerecht, indem sie einen repräsentativen Querschnitt aus dem Gesamtwerk anbietet und dem Leserinteresse Anregungen gibt, in den jeweiligen Artikeln bzw. zitierten Quellen detaillierter nachzulesen.

Durch die Querschnittsmethode vermittelt die „Legacy“ die schnelle Erkenntnis, dass der Judenhass – eher noch als die Christenfeindschaft – eine heilige Pflicht darstellt, die dem Islam sakramental eingewurzelt ist. Ob Spätantike, Mittelalter, Neuzeit oder Moderne – zu allen Zeiten und in allen Regionen des Islam sind Stimmen laut geworden und Zeugnisse entstanden, die in vergleichbarer Weise eine immer wieder ähnliche Haltung der Abwertung und Verachtung der Juden bzw. die Bereitschaft zu ihrer Unterdrückung und Vernichtung deutlich machen.

Kein Zweifel: Was Judenfeindschaft betrifft, brauchen sich die Muslime hinter den Europäern nicht zu verstecken – weder hinter den Christen, noch hinter den Aufklärern. Der westliche Mainstream führt als Gegenbeispiel oft die Schoah an, was lediglich den interkulturellen Antisemitismus relativiert. Auch Stichproben aus der „Legacy“ sind wenig sinnvoll, weil fast alle Inhalte Gewalt implizieren. So sind es keine Platzgründe, wenn wir uns abschließend auf das Schicksal einer jüdischen Märtyrerin beschränken, das auch Bostoms Sammlung einleitet. Die Monotonie der islamischen Judenfeindschaft erspart weitere Differenzierung.

In jedem Falle belegen die umfangreichen Originalquellen der Islamliteratur, die in Bostoms „Legacy“ versammelt sind, einen antijüdischen Rassismus, dessen historische Kontinuität keine Parallele hat. Europas Judengeschichte ist dagegen von Wechseln geprägt zwischen unterschiedlich schweren Pogromen und Vertreibungen sowie langen Phasen relativer Ruhe, die mit der Aufklärung in regionale Emanzipationen übergingen. Zwar gibt es einen enzyklopädischen Antisemitismus in der europäischen Geistesgeschichte, doch fehlt bei aller Grundierung durch „Christentum“ und deutschen „Idealismus“ eine kohärente Qualität, die mit dem genetischen Kaliber der „Legacy“ vergleichbar wäre.

Umso willkommener ist den frustrierten europäischen Antisemiten die neue Geistesheimat, die ihnen die globalsozialistische Interkultur bietet. Dabei spielt die „Legacy“ eine zwiespältige Rolle. Offiziell muss sie verschwiegen werden, inoffiziell liefert sie den Stoff, aus dem der neue Antisemitismus kommt. Schon auf Anhieb präsentieren sich alle wichtigen Autoritäten: Muslimbruder-Ikone Sayyed Qutb, Ägypten-Mufti Muhammad Tantawi, Fatwa-Imam Yusuf al-Qaradhawi und Palästina-Imam Salah al-Khalidi. Sie alle beziehen sich auf den Koran, die kanonischen Hadith-Sammlungen und Orthodoxiesäule Ibn Taymiya. Da sie alle Gewährsleute des aktuellen Islam sind, dokumentieren ihre Bezüge die unveränderte Glaubensbasis des Judenhasses, die in Muhammad grundgelegt ist und über viele Generationen von Islamgelehrten – weit mehr als die hier genannten, in der „Legacy“ detailliert vorgestellt – in die Gegenwart führt.

Dabei setzte sich eine uniforme, machtorientierte Auslegung der chronischen Vieldeutigkeit des Korans durch. Der Theologe und Koranexeget Al-Suyuti (gest. 1505) entkräftete (abrogierte) alle für Juden und Christen günstige Aussagen, ein Diktat, das der Traditionarier Ibn Hadjar al-Asqalani (gest. 1460) ein halbes Jahrhundert zuvor für die Frauen verkündet hatte. Ein halbes Jahrtausend später stellt Palästina-Imam Al-Khalidi nach gleichem Muster einen Katalog jüdischer Merkmale zusammen, welcher der islamischen Judendiskussion ein ebenso überzeitliches Siegel aufdrückt. Dieses bewährte Verfahren steht stellvertretend auch für die gesamte „Legacy“-Kollektion. Es schließt nicht nur an Muhammad, Koran und Hadith an, sondern faßt mit antijüdischen Archetypen die „Legacy“-Berichte über politreligiöse Motive und historische Situationen sowie die Kommentare zu vielfältigen Einzelaspekten islamisch korrekt zusammen.

Al-Khalidis Aussagen, wenngleich etwas palästinensisch überzeichnet, stehen keineswegs allein, sondern im Einklang mit Tantawi, Qaradhawi und früheren Autoritäten. Zunächst bestätigt er den oben erwähnten metaphysischen Rahmen der unübersteigbaren Vorzeitigkeit des Islam. Dem zufolge haben die Juden den muslimischen Vorfahren nicht nur das Land Israel, sondern auch den Propheten Moses geraubt. Da für all das der Koran die unerschaffene Grundlage bildet, muss die Bibel ein von Anbeginn gefälschtes Werk sein, dessen geschichtliche Abschnitte eine besonders perfide Methode darstellen, dem Islam als Vater aller monotheistischen Religionen die gerechte Legitimation abzuschneiden. Auf dieser Basis erscheinen die Juden als ein von Grund auf glaubensloses Volk von illegitimen Besatzern, die berechtigt von den Römern und noch berechtigter von Muhammad vertrieben wurden. Da sie mit Israel nichts zu tun hätten, sei die Rückgabe des Landes an die Palästinenser ein Akt überfälliger Gerechtigkeit.

Hierzu drängt vor allem der Merkmalskatalog, in dem sich eine mehr als tausendjährige antijüdische Diffamierungsgeschichte spiegelt. Danach leisten die Juden, obwohl glaubenlose, unzüchtige, feige, gierige, listige, heuchlerische, verleumderische und betrügerische „Wanderer“, feindseligen und gezielten Widerstand zugleich gegen nicht immer klare, vorwiegend freilich islamische Rechts- und Glaubensvorschriften. Darin eingeschlossen ist ihr wiederholter Ungehorsam gegen die Propheten, allen voran den Muhammad-Vorläufer Jesus, den sie sogar töteten. All diese Kennzeichen und Eigenschaften verdichteten sich zu einem übergeschichtlichen Defektstatus, der die Juden, über die Ekelbilder der Affen und Schweine zudem ins Untermenschliche verschoben, unter der „gerechten“ islamischen Herrschaft grundsätzlich disponibel machte.

Was im Westen kaum verstanden wird und auch immer weniger verstanden werden soll, besteht im wurzelhaft verankerten Rassismus dieser Ideologie. Sie sieht im Judentum eine verfehlte, weil unheilbar depravierte, psychisch kranke, ethisch korrumpierte, sexuell pervertierte, biologisch deformierte Existenzform, die sich allen, insbesondere islamischen Wertvorstellungen widersetzt. Daß sie geradezu nach ihrer Beseitigung verlangt, ergibt sich aus ihrem Defektstatus, der zwar als von Allah gesandtes Schicksal zu Dienstzwecken genutzt wird, immer aber auch als zeitlos islamwidriges, eher diabolisches Antikonzept zu sehen ist, das unter Allahs ewigem Fluch steht. Alle Juden, ob antik oder modern, waren und sind genetisch depraviert und somit nicht mit Menschen, zumindest nicht der muslimischen Art, vergleichbar. Darum müsse man nicht nur die Dhimma, die vertragliche Unterdrückung, sondern auch die Räumung Israels konsequent betreiben, andernfalls ein Dauerverstoß gegen Allahs Gesetz vorliege.

Es sei die ungeheure, jede Vorstellung übersteigende Konzentration negativer Eigenschaften, die sich in allen jüdischen Personen finde und sie zu ständig tickenden Zeitbomben mache. Aus dieser paranoiden Sicht steigert sich das Judentum auf kollektiver Ebene zu einem metahistorischen „Krebsgeschwür“, das sich zur „Weltverschwörung“ gegen die islamische Umma, wenn nicht die gesamte Menschheit aufbläht. Offenbar fließen hier deutliche Elemente des Euro-Antisemitismus, z.B. der „Protokolle der Weisen von Zion“ ein, welche die muslimische Judenfeindschaft jedoch zu keiner Zeit brauchte. Wie die Fülle der „Legacy“-Berichte zeigt, gehört sie zu jenen hehren Pflichten, die auf einer breiten Kette der besten Islamexegeten bis hin zum Verkünder selbst fußt. Ihr nach bestem Wissen und Gewissen nachzueifern, formt den korrekten Muslim nicht nur heute, sondern hat ihn seit Muhammad kulturgenetisch geformt.

Bei noch genauerem Hinsehen bedarf es keiner Mühe, diese Ideologie, die „den Juden“ zu einem brennglasartigen Feindbildfokus macht, als psychologische Projektion zu orten. Interessant ist die gebetsmühlenhafte Wahrnehmung des Judentums als wuchernde, geizende, hurende Gemeinschaft, die Lügner, Neider, Täuscher, Spötter, Fälscher, Verräter etc. umfaßt, aber auch geniale Köpfe der
Wissenschaft hervorbringt, die man als Sonderform von „Idiotentum“ sehen soll.

Denn wie es heißt, liege hier eine doppelte Spaltung vor: die innere zwischen Wissenschaft und Betrug, denn auch jüdische Forschung sei mehr als Täuschung und Fälschung, und der äußere Kontrast zwischen der anerkannten Intelligenz und dem Verzicht auf Weltveränderung. Hier kommt die Projektion massiv zum Vorschein, denn genau dieser Verzicht ist oberstes Anathema des Islam. Indem sie das Bild des Juden zwischen den extremen Polen des Teufels und Idioten aufspannt, läßt die islamische Ideologie ein Feindbild erstehen, das sich von der nahen Gegenwart profaner Gewalt bis in die Ferne des eschatologischen Endgerichts ausdehnt. So wie Allah den Mann als seinen Stellvertreter in der Beherrschung der Frau eingesetzt hat, so obliegt diesem die Verwirklichung des
Endgerichts auf Erden, soweit Allahs Fluch es vorzeichnet. Seien es Juden, Christen, Heiden, zu denen auch die Homosexuellen gehören – sie alle fallen unter das Verdikt, das Allah über den Unglauben verhängt hat, wobei es in dieser Welt zu vollstrecken ist, sobald sich die Umstände günstig gestalten.

Davon kann nun umso mehr die Rede sein, je weiter der globalsozialistische Fortschritt die Altkultur Europas verdrängt und Raum für die Islamexpansion schafft, ähnlich dem „Lebensraum“, den Hitler einst im Osten schaffen wollte. Indem der „Führer“ nach den Juden die Liquidierung der Christen – Katholiken voran – plante, kopierte er die islamische Ideologie, weil ihre Parallelität auch ähnliche Handlungen und Aussagen erzwingt. So ist es kein Zufall, wenn Hitler seine „neue Bewegung“ gegen das „biblische Konzept des Humanen“ (Hermann Rauschning) und gegen die jüdisch-christliche Zivilisation positionierte: „Die Geschichte wird unsere Bewegung als die große Schlacht für die Befreiung der Menschheit vom Fluche des Berges Sinai erkennen … Wir kämpfen gegen den Fluch der sogenannten Moral, gegen die Zehn Gebote“ (Hervorh. v. Verf.). So erlangt Andrew Bostoms „Legacy“ erweiterte Bedeutung als Leitfaden für den Islamimpuls in der Antikultur eines neuen Antisemitismus in Europa.

Wenn Papst Benedikt dagegen den Dialog mit den Juden führt über den „Gott, der am Sinai gesprochen hat“, und reflexhaften Haß auslöst, so bestätigt sich der Globalsozialismus, dessen Ideologen jener Antikultur auf hitleristischer Basis das Wort reden. Hier gibt es den Menschen nicht als Namen, sondern als Masse, eine totalitäre Leerstelle, die quer zum jüdisch-christlichen Gott steht. Dass er jeden Menschen, der ihn erkennt, „bei seinem Namen ruft“, rief Benedikt beim Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vaschem im Mai 2009 ins Gedächtnis: „Mögen die Namen der Opfer niemals untergehen.“

In diesem Sinne setzt Andrew Bostom seinem Buch die Erinnerung an eine Märtyrerin voran, ein Denkmal für die jüdischen Opfer der islamischen Geschichte, die nicht namenlos bleiben sollen. Die 17jährige Sol Hachuel aus Tanger wurde im Jahre 1834 in Fes für ein „Verbrechen“ hingerichtet, von dem sie nichts wußte. Eine Denunziantin hatte behauptet, daß sie zum Islam übergetreten, aber
wieder abgefallen sei, nachdem Sol die Frage nach ihrem Glauben, ihrer grotesken „Konversion“ nicht gewahr, natürlich mit dem Judentum beantwortete, das sie nie verlassen hatte.

Da auf den Abfall vom Islam die Todesstrafe steht, muslimische Aussagen gegenüber den „Dhimmiyun“ (Juden und Christen) doppeltes Gewicht haben, und Denunziationen verbreitet sind, nahmen die Dinge ihren tödlichen Lauf. Aus ihrer Lage hätte sie nur der konkrete, ihr mehrfach angetragene Übertritt befreien können. Den lehnte sie ebenso oft mit dem Hinweis auf ihren Gott ab, der auf Lügen nicht angewiesen sei, womit zwar ihr Schicksal besiegelt, nicht jedoch ihr Geist besiegt war. Die Jüdin begegnete dem erzürnten Richter nicht mit Demut, sondern mit aufreizender Gelassenheit: „Deine Empörung und der Ärger deines Propheten erheitern mich, denn weder er noch du waren in der Lage, eine schwache Frau zu überwinden! Offensichtlich ist der Himmel nicht so verheißungsvoll, um die Menschen von eurem Glauben zu überzeugen … Ich (jedenfalls) bin als Jüdin geboren, und als Jüdin werde ich sterben.“

So fanatisch die muslimische Masse die Enthauptung der Sol Hachuel feierte, so still begruben Familie und Gemeinde ihre heilige Märtyrerin auf dem jüdischen Friedhof von Fes. Die Szene ihrer Exekution hielt ein französischer Maler 1860 in einem Gemälde fest, dessen Kopie nun auf dem Umschlagbild der „Legacy of Islamic Antisemitism“ erscheint. Indem die Geschichte immer wieder Opfer hervorbringt, deren Geist die Henker überlebt, hält sie das Gewissen wach, das die Juden bei der Macht so verhaßt macht. Ihrem Feind Fichte zufolge vertreten sie das „entgegengesetzte System“, das im Wissen um Machtgrenzen besteht – sowohl, wie ihr Freund Schelling betont, in der Herrschaft als auch im Tod.

(Beitrag von Dr. Hans-Peter Raddatz, Orientalist, Volkswirt und Systemanalytiker, Ko-Autor der „Encyclopaedia of Islam“ und Autor zahlreicher Bücher über den Islam. Originaltitel: Der islamische Antisemitismus. Anmerkungen zu einer Chronik der Judenfeindschaft. Erschienen in „Die Neue Ornung“ 3/2009)




Die Welt: Obama schaltet sich ein, bestimmt!

okf2In der Welt konnte man heute einen Artikel über einen besonders schönen Traum lesen – wäre da nicht der letzte Abschnitt, voller Lobhudelei auf denjenigen, der sich in der momentanen iranischen Krise eher durch Mundhalten, Zurückhaltung und peinliche Versuche, nur nirgends anzuecken verdient gemacht hat – the One™.

Dass Vertreter des Regimes, die gerade noch gnadenlos und kalt gelächelt haben, sich mit verlegenem Grinsen auf die Seite der Demonstranten schlagen. Dass die iranischen Frauen ihre Schleier abnehmen und lachen. Hoffen wir auf ein gutes Ende, das so unwahrscheinlich über uns hereinbricht – so unerwartet, so wunderbar – wie damals in Leipzig und Dresden und Ost-Berlin.

Ja, auch damals hat man eine solch drastische Änderung nicht für möglich gehalten. Wir geben dem Autor Recht.

Was dann? Das erste Ergebnis wäre, dass das sympathische, gebildete und kultivierte iranische Volk endlich bekäme, was ihm zusteht: Freiheit und Wohlstand. Die Welt sähe im Iran ein islamisch geprägtes Land erstehen, in dem Künste und Wissenschaften blühen, eine tolerante Demokratie, in die schon bald Scharen von Touristen aus aller Herren Länder einfallen würden. Die wichtigste Quelle des Reichtums dieser iranischen Republik wäre nicht mehr das Erdöl; stattdessen würden der Fleiß und die Erfindungskraft der Menschen sprudeln. Schon bald würden wir Handys, Laptops und Autos kaufen, die das Gütesiegel „Made in Teheran“ tragen. Und der Whisky, der dort gebrannt würde, könnte mit jedem Single Malt aus Schottland locker mithalten.

Naja, Single Malt aus Teheran. Das ist eher eine Utopie, jedenfalls für die ersten 12 Jahre nach der Revolution. Tourismus, gerne. Handys, Laptops und Autos – ebenfalls. Das iranische Volk verdient es, im Frieden und Demokratie zu leben.

Der demokratische Iran wird Israel seine Hand entgegenstrecken. Dazu sollte man wissen, dass es in der iranischen Bevölkerung schon heute erstaunlich wenig Judenhass gibt. Es wird also nicht lange dauern, bis eine israelische Botschaft in Teheran und eine iranische Botschaft in Tel Aviv ihre Tore öffnet. Noch wichtiger ist aber, dass die persönlichen Beziehungen zwischen Iranern und Israelis sich schon bald sehr herzlich gestalten: Sobald die israelische Fluglinie „El Al“ beginnt, iranische Städte anzufliegen und die erste Maschine der „Iranair“ im Ben-Gurion-Flughafen gelandet ist, werden Bürger beider Länder anfangen, die jeweils andere Seite zu erkunden.

Dies ist wirklich ein Traum. Unvorstellbar aber in Reichweite.

Das Beste zum Schluss: Mit militärischem Zeremoniell wird Präsident Obama die amerikanische Botschaft wiedereröffnen, die in Teheran brachliegt, seit sie 1979 im Auftrag des islamischen Regimes von fanatischen Gangstern überfallen wurde (einer dieser Gangster soll Mahmud Ahmadinedschad gewesen sein). Obama wird verkünden, dass die USA und die demokratische Republik Iran gedenken, volle wirtschaftliche und politische Beziehungen aufzunehmen. Eine fröhliche Menschenmenge wird dazu Sternenbanner schwenken. Ein versprengtes Häuflein aufrechter Islamisten, das „Marg-bar Ameriga!“ brüllt, erntet mitleidiges Lächeln.

In geheimen Gesprächen wird Obama seinem Partner sodann mitteilen, dass die USA gewillt sind, eine nukleare Bewaffnung des demokratischen Iran hinzunehmen, solange gewährleistet ist, dass diese Atomwaffen sich nicht gegen gemeinsame Verbündete – den Staat Israel etwa – richten.

Gosh, jetzt kommt es. Erst jetzt wird sich Obama einmischen? Wenn alles vorbei ist? Es sieht ganz so aus. Aber woher weiß der Schreiberling von der Welt dies? Oder will er dem unbedarften Leser so ganz nebenbei das Nichtstun des amerikanischen Fliegentöters als geschickten Schachzug, als den eigentlichen Grund für die hoffentlich siegreiche Revolution unterjubeln?

Selbst die ehemalige FDJ-Sekretärin fordert (!!!) mittlerweile die erneute Auszählung der Stimmen. Lediglich the One™ ist mit anderen Sachen beschäftigt – er nahm sich einen Tag frei, Vatertag halt.

Und noch ein Video, mit Dank an rob567




Livebilder vom persischen Volksaufstand

Nach dem Totalversagen westlicher „Qualitätsjournalisten“ bei der Berichterstattung über den persischen Volksaufstand gegen die Mullahdiktatur liefern iranische Bürgerreporter unter Einsatz ihres Lebens Informationen und Bilder aus Teheran und anderen Städten. PI zeigt einen Videostream mit laufend aktualisierten Bildern vom aktuellen Geschehen.

Deutlich hört man in den Sprechchören die Ablehnung der Diktatur. Es gibt anscheinend überall Demonstrationen, von Masenkundgebungen bis zu Protesten kleiner Gruppen, die immer wieder im ganzen Land aufflammen. Der Aufstand hat weite Teile des Volkes erfasst. So wurde auch die Tochter und weitere Familienangehörige des ehemaligen Präsidenten Rafsandschani bei Protesten verhaftet. Das lässt hoffen, dass auch bisher staatstragende muslimische Eliten und Teile der Streitkräfte sich auf die Seite des Volkes stellen.




Moslemische Sonderbehandlung im Gefängnis

prisonIm Winson Green Gefängnis von Birmingham haben moslemische Insassen solange protestiert, bis sie ihre eigenen Zellen erhalten haben, entweder als Doppel oder gar als Einzelzelle. Ihnen kann nicht zugemutet werden, ihre Gebete neben Ungläubigen zu verrichten, oder gar ihre halal Mahlzeiten einzunehmen, wenn ein Ungläubiger im selben Raum ist.

Und selbst diese Mahlzeiten, die ursprünglich in der Gefängnisküche zubereitet worden sind, werden jetzt – nach Protesten durch rechtgläubige Gefängnisinsassen – mit Zusatzkosten durch einen externen Zulieferer zubereitet.




Christa Goetsch: Im Dienste der Islamisten?

goetschIslamisten versuchen, ihren Einfluss auch in den Hamburger Schulen und Kindergärten auszuweiten. Immer mehr Schülerinnen immer jüngeren Alters erscheinen im Unterricht mit Kopftuch. In Moscheen gibt es Vordrucke für Anträge auf Befreiung vom Schwimmunterricht oder auf Nichtteilnahme an Klassenfahrten. Es wird verlangt, männliche Schüler in mehrheitlich weiblichen Schulklassen vom Sportunterricht auszuschließen. Essensregelungen – kein Schweinefleisch – sind sowieso schon durchgesetzt.

Als nächstes wird es um die Einrichtung von Gebetsräumen gehen. Forderungen nach Sonderregelungen an muslimischen Feiertagen und während des Ramadan werden folgen. Die Forderungspalette ist unerschöpflich.

An immer mehr Hamburger Schulen stehen Lehrer und Schulleitungen vor dem Problem, wie sie mit entsprechenden Zumutungen seitens muslimischer Schüler und Eltern umgehen sollen. Von ihrer Behörde, wo sie um Rat bitten, werden sie dabei im Stich gelassen. Die stereotype Antwort: Machen Sie einen Kompromiss, vermeiden Sie Streit. Und es wird auf ein Verwaltungsgerichtsurteil von 1994 verwiesen. Viele Hamburger Lehrer erwarten von ihrer Behörde eine klare Stellungnahme, die die Zumutungen des politischen Islam zurückweist. Das geschieht nicht und wird nicht geschehen; denn die Hamburger Schulsenatorin ist eine aktive Lobbyistin für die islamische Sache. Es droht ein Staatsvertrag, der die islamischen Forderungen erfüllen wird.

Christa Goetsch (Foto) sitzt im Kuratorium des Islamischen Wissenschafts- und Bildungsinstituts Hamburg IWB. Laut Satzung haben die Kuratoriumsmitglieder die Ziele dieses Instituts zu unterstützen, an deren erster Stelle steht: Förderung des Islam. Kein Wunder; denn das IWB ist Mitglied im BIG (dem Bündnis Islamischer Gemeinden Norddeutschlands), welches wiederum zusammen mit der islamistischen Milli Görüs (IGMG) Mitglied im Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland ist. Milli Görüs (=IGMG) ist dort die mitgliederstärkste und damit auch mächtigste Organisation. Nicht von ungefähr steht die IGMG unter Beobachtung der Verfassungsschutzbehörden.

Die antiisraelische Demonstration vom Januar 2009, auf der neben Hamasfahnen auch die Fahne der Partei „Die Linke“ mitgeführt wurde und die durch ihre Geschlechterapartheid und den vielkehligen in der Mönckebergstraße ausgebrachten Ruf „Allahu Akbar“ die Hamburger Zuschauer befremdete, wurde von eben diesem Bündnis Islamischer Gemeinden Norddeutschlands (BIG) organisiert. Die Hamburger Senats-Politiker schwiegen zu diesem antisemitischen Großaufmarsch von ca. 6000 Personen. Offenbar sah Christa Goetsch – immerhin die Zweite Bürgermeisterin der Stadt – ihren Auftrag als Kuratoriumsmitglied des IWB nicht darin, gegen diese Machtdemonstration des politischen Islam in ihrer Stadt präventiv vorzugehen oder wenigstens im Nachhinein kritisch dazu Stellung zu beziehen.

Christa Goetschs Lobbyarbeit für das Ziel der Förderung des Islam besteht z.B. darin, öffentliche Veranstaltungen mit Scheindiskussionen durchzuführen, an denen ausschließlich Mitglieder des IWB oder seines Kuratoriums teilnehmen, unter ihnen Christa Goetsch selbst.

Eine Senatorin, die eigentlich im Interesse der Bevölkerung den islamischen Institutionen in Verhandlungen entgegenzutreten hat, ist selbst Teil dieser Institutionen.

Wenn das nicht als ein Skandal wahrgenommen wird, dann ist es mit der Islamisierung von Staat und Gesellschaft in Hamburg schon weit gediehen.

(Gastbeitrag von Fleet)




Schweiz plant Liberalisierung der Beschneidung

Als besonders fortschrittlich in ihrer Toleranz fremder Bräuche will sich die Schweiz erweisen, indem sie die Verstümmelung weiblicher Geschlechtsorgane über 18-jähriger Mädchen nicht mehr unter Strafe stellen will. Die Sache sei dann nämlich freiwillig und etwa einem Piercing im Genitalbereich gleichzustellen.

Erneut sorgt das Strafrecht für Wirbel. Mit einem neuen Gesetzesartikel soll die Genitalverstümmelung von Frauen als eigener Straftatbestand ins Strafgesetzbuch aufgenommen werden. Geplant war eine schärfere Bestrafung der Täter – doch jetzt zeigt sich: Statt das Gesetz zu verschärfen, wird es liberalisiert. Neu soll die Genitalverstümmelung bei jungen Frauen ab 18 Jahren in der Schweiz erlaubt sein.

Zur «Verstümmelung weiblicher Genitalien» heisst es neu im Artikel 122a: «Ist die verletzte Person volljährig und hat sie in den Eingriff eingewilligt, so ist dieser straflos.» Erarbeitet hat das neue Gesetz eine Subkommission der national-rätlichen Rechtskommission – unter Beizug des Bundesamts für Justiz. Die Vernehmlassungsfrist läuft morgen Montag ab.

«Die neue Regelung ist schockierend», sagt Martin Killias, Strafrechtsprofessor und Kriminologe an der Universität Zürich: «Die Praxis der sexuellen Verstümmelung wird damit nicht eingeschränkt, sondern legalisiert.» Die geplante Liberalisierung wäre «europaweit ein Sonderfall», so Killias: «Es ist absehbar, dass die neue Regelung einen regen Genitalverstümmelungs-Tourismus auslösen wird, wie bei der Sterbehilfe.»

Bisher galt die Genitalverstümmelung in der Schweiz als schwere Körperverletzung. Als Offizialdelikt wurde sie von Amtes wegen verfolgt – unabhängig davon, wie alt die Frauen sind. Die Beschneidung ist eine schmerzhafte Tradition: Neben der Klitoris werden den Mädchen meist auch Teile der Schamlippen abgeschnitten, oft werden anschliessend die Wundränder der Vagina bis auf eine minimale Öffnung zugenäht. Nicht selten endet die Prozedur tödlich.

Davon abgesehen, dass geradezu grotesk ist, von Freiwilligkeit zu reden, als würde der Druck der Familie mit der Volljährigkeit enden, befürchten Kritiker einen Verstümmelungs-Tourismus Richtung Schweiz. Hier wäre doch mal ein schönes Aufgabenfeld für den UNO-Sonderberichterstatter für Rassismus Doudou Diene, der sich so gerne mit den schweren Menschenrechtsverletzungen in der Schweiz befasst.

» Mädchenbeschneidung – grausiges Erbe des Propheten Mohammed

(Spürnase: Schweizerlein)




US-Reporter entkommt aus Geiselhaft

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Nach sieben Monaten in der Gewalt grausamer pakistanischer Moslems konnte  der Journalist David Rhode gemeinsam mit seinem Dolmetscher in einem unbeobachteten Augenblick seinen Peinigern entkommen. Die beiden trafen in der Nähe des pakistanischen Dorfes, in dem sie gefangen gehalten wurden, glücklicherweise auf Soldaten, die sie in Sicherheit brachten. Um die Verhandlungen nicht zu erschweren, war die Gefangennahme des prominenten Reporters von allen Medien monatelang geheim gehalten worden.

Der SPIEGEL berichtet:

Auf dem Weg zu einem Interview mit einem Taliban-Kommandeur waren Rohde, sein Fahrer und sein Dolmetscher von Bewaffneten verschleppt worden. Sehr schnell wurde in Geheimdienstkreisen angenommen, dass Rohde und die beiden anderen Männer an Kämpfer des Taliban-Fürsten Dschallaludin Hakkani übergeben worden und nach Pakistan gebracht worden seien.

Hakkani gilt als blutrünstiger Kommandeur mit engen Verbindungen zum Terror-Netzwerk al-Qaida. Im Gegensatz zu anderen Geiselnahmen, das war schnell klar, würde mit ihm nicht über Lösegeld zu verhandeln sein. Vielmehr erwartete man, dass er Rohde als Werkzeug seiner Terror-Propaganda nutzen würde.

Fatal erinnerte der Fall an Daniel Pearl, den Reporter des „Wall Street Journals“, der nach seiner Entführung in Pakistan im Jahr 2002 vor laufender Kamera getötet worden war. Ein ähnliches Schicksal, musste man fürchten, drohte auch David Rohde.

In den kommenden Monaten setzte die „Times“, vor allem aber auch die Ehefrau von Rohde, alles in Bewegung, um den Reporter freizubekommen. Immer wieder gab es Lebenszeichen des 41-Jährigen. Mal waren es Anrufe, dann Videos, in denen der Journalist mit seinen schwerbewaffneten Peinigern zu sehen war.

Rohde gilt in der Reporterszene als einer der besten Kenner der Krisenregion. Mit seiner dürren Statur, seinen hinter einer Intellektuellen-Brille versteckten Augen und seiner diskreten, freundlichen Art aber gehört er in der von selbstverliebten Raubeinen geprägten Szene einer seltenen Sorte an.

Stets leise und doch penetrant bei seinen Fragen und Recherchen, erarbeitete sich der Reporter einen exzellenten Ruf und beste Kontakte zu allen Konfliktparteien. Zuerst auf dem Balkan und am Ende in Afghanistan und Pakistan war oft er es, der exklusive Storys recherchierte und so nah an den Beteiligten war wie kein anderer.

Was die Taliban für die Freilassung forderten, wurde geheim gehalten. In Kabul aber war zu hören, dass sie die Freilassung von vielen ihrer Kampfgenossen aus afghanischen Gefängnissen zu erpressen versuchten. Obwohl sich die Regierung von Hamid Karzai in der Vergangenheit immer wieder auf solche Deals eingelassen hatte, erschien ein Eingehen jetzt so gut wie unmöglich.

Rohde, so schien es jedenfalls, war dem Tod geweiht.

Der einheimische Fahrer des Journalisten und seines Dolmetschers hatte sich in guter Moslemtreue nach der Entführung den Verbrechern angeschlossen.

(Spürnase: John A., Foto: Warnung an Fremde am Khyber Pass, Pakistan)




IRAN: ACT NOW! Öffnet die Botschaften!

big-183x209Eine dringende Bitte aus dem Iran, von Banafsheh Zand-Bonazzi: Bitte fordern Sie die Verantwortlichen in Ihren Außenministerien auf, die jeweiligen Botschaften in Teheran für verletzte Demonstranten zu öffnen. In den Krankenhäusern werden die Menschen verhaftet und können nicht behandelt werden. Die Botschaften von Australien und Großbritannien haben ihre Tore bereits geöffnet.

Fotos aus dem Iran

und weitere Fotos hier

Kontakt Auswärtiges Amt Deutschland

Kontakt Departement für auswärtige Angelegenheiten Schweiz

Kontakt Außenministerium Österreich




Jemen: Hinweise auf ehemaligen Gitmo-Häftling

0_61_012409_alqaeda_gitmoEin weiterer ehemaliger Guantanamo Häftling macht Schlagzeilen. Als zweiter Al Qaida Chef zeichnet Said Ali al-Shihri (Foto) höchstwahrscheinlich verantwortlich für die Ermordung der neun im Jemen entführten Ausländer, unter ihnen sieben Deutscher. Al –Shihiri wurde 2007 aus Guantanamo entlassen und hat sich sofort wieder in den bewaffneten Kampf begeben.

Im gnadenlosen Abschlachten Unschuldiger und Unbewaffneter sind die islamischen Gotteskrieger unschlagbar, sobald verhaftet und beim Verhör, sind sie entweder nur durch Zufall im Kriegsgebiet gewesen, auf dem Weg in die Koranschule verhaftet worden und auf jeden Fall von amerikanischen Soldaten gefoltert worden.

Und warum bitteschön erheben sie immer ihren rechten Zeigefinger (siehe Foto), wenn sie sich an uns Ungläubige wenden? Der Herr bin Laden macht das auch, wenn er sich wieder mal aus seiner Höhle traut um die zionistisch-amerikanisch-christlichen Kreuzfahrer zu verteufeln.