Gefährliche Liebe

Kuss

Wenn zwei Männer sich küssen, mag das nicht jedem gefallen. Liebesäußerungen Andersfühlender zu respektieren, mindestens aber zu tolerieren, gehört zu den noch jungen Errungenschaften unserer aufgeklärten, freiheitlichen Gesellschaft, die  schneller als gedacht schon wieder bedroht werden.

Heutzutage werden die Rechte von Homosexuellen in westlichen Gesellschaften aber nicht von einheimischen Rechten in Frage gestellt, sondern von zugewanderten Moslems, die die grausamen Menschenrechtsverletzungen ihrer Heimatländer auch bei uns etablieren möchten, um sich hier richtig wohl zu fühlen. Zwei Küsse machen Schlagzeilen – in England und in Berlin.

In Großbritannien ist es ein geplanter Filmkuss, der die Gemüter der Rechtgläubigen schon vorab erregt:

Ein Skandal, der in der heutigen Zeit eigentlich keiner mehr sein sollte, ist derzeit ein Kuss zwischen zwei muslimischen Männern in der Soap „EastEnders“, welche die britische BBC jeden Abend in ihrem Vorabendprogramm von BBC One zeigt. In der seit fast 25 Jahren laufenden Seifenoper wird der erst kürzlich eingeführte praktizierende Muslim Syed Masood, gespielt durch Marc Elliot, Christian Beale (John Partridge) vor der Kamera küssen. Der Fokus dieser Handlung soll jedoch nicht auf der körperlichen Beziehung, sondern auf den inneren Konflikt des Protagonisten liegen, wie die Produzenten verlauten ließen.

„Wir haben immer versucht mit ‚EastEnders‘ modernes Leben im multikulturellen Großbritannien abzubilden und wir haben immer gesellschaftliche Angelegenheiten, die unserem facettenreichen Publikum von Bedeutung sind, erzählt.“, rechtfertigt Produzent Diederick Santer die neue Storyline gegenüber „Digital Spy“. Proteste gibt es dennoch bereits vor der Ausstrahlung der Folge. Bereits bei einem vorherigen Kuss von Christian und dessen Ex zum Jahreswechsel gingen beim Office of Communication (Ofcom) knapp 150 Beschwerden ein. Eine Umfrage unter 500 Muslimen hat ergeben, dass niemand Homosexualität für moralisch vertretbar hält.

In Berlin ist man schon weiter. Dort hat ein Kuss zwischen homosexuellen Männern tatsächlich schon stattgefunden – und ein muslimischer Mitbürger machte sich keine Gedanken mehr über die moralische Vertretbarkeit des Geschehens, sondern gab ein praktisches Beispiel, was Menschen in Zukunft blüht, wenn sie die Freiheiten der Zivilisation in Anspruch nehmen:

Ein 28-Jähriger und sein 23-jähriger Freund hatten sich vor einem Imbiss geküsst. Daraufhin sei der irakische Inhaber herausgekommen und habe ihnen mitgeteilt, dass er derartige Zärtlichkeiten vor seinem Geschäft nicht dulde. Während des Streits griff der 38-jährige Wirt die Männer mit einer Stange an.

Der Polizei habe er erklärt, er sei beleidigt worden. In welcher Straße die Auseinandersetzung stattfand, wollte die Polizei nicht verraten, „damit der Besitzer des Imbisses nicht identifiziert werden kann“.

Die Polizei will mit der Geheimhaltung der Adresse verhindern, dass es, wie nach einem ähnlichen Vorfall vor einem Eiskaffee, zu Demonstrationen vor dem Geschäft kommt. Viele Leser des Tagesspiegels, der in der Erstfassung des Berichtes noch die Herkunft des Täters verschwiegen hatte, kritisieren diese Form von Täterschutz in den Kommentaren. Die Motive der Polizei dürften wohl bei der Erfahrung mit muslimischen Immigranten liegen. Man kann sich vorstellen, dass sich bei einer Demo vor der arabischen Dönerbude schnell eine handfeste Gegendemo muslimischer Schwulenhasser formieren würde, deren handfeste Argumente die mühsam verteidigte Lüge vom toleranten Zusammenleben im multikulturellen Kreuzberg zum Einsturz brächten. Die Wahrheit aber ist politisch nicht gewollt.

(Spürnasen: Puseratze, Monka, Johannwi)