Israel übt den Notfall. In der weitaus größten Luftschutzkellerübung seit Jahrzehnten ist die gesamte israelische Bevölkerung vom nördlichen Golan bis zum südlichen Negev aufgefordert, morgen Dienstag sobald die Warnsirenen heulen, sofort in den nächsten Bunker zu rennen.

Nahe dem Gazastreifen haben die Leute dafür nur 15 bis 60 Sekunden Zeit. In Tel Aviv sind es zwei Minuten, in Jerusalem, beim Kernkraftwerk Dimona und in der Negevwüste drei Minuten. Offiziell dient die Übung als „normale Sicherheitsmaßnahme“ zum Schutz der Zivilbevölkerung vor allen möglichen „Notsituationen“. Offenbar hat man jedoch eine ganz spezifische Situation im Blick.

Die Armee ist angewiesen, keine Panik zu verbreiten:

„Das ist reine Routine“, sagt auf Anfrage ein Militärsprecher. Jedes Jahr werde eine solche Übung abgehalten. Auf die Frage, wieso denn niemand von solchen Übungen in den vergangenen Jahrzehnten gehört habe, gestand der Soldat, dass diesmal der Umfang der Übung besonders groß sei und die ganze Bevölkerung Israels von den Golanhöhen im Norden und bis Eilat am Roten Meer im Süden umfasse. „Als Schüler haben wir immer wieder mal geprobt, so schnell wie möglich die Luftschutzkeller aufzusuchen“, erinnert er sich. Wieso diesmal im ganzen Land geprobt wird, konnte er nicht sagen.

Dennoch sollen alle die Übung ernst nehmen und kooperieren:

Generalmajor Yair Golan forderte in einer Pressemitteilung die ganze Öffentlichkeit auf, zu kooperieren und sich an der Übung zu beteiligen: „Es ist wichtig, dass jeder Zivilist, jede Institution und jeder Arbeitsplatz ernsthaft probt, um unsere Bereitschaft und nationale Abwehrkraft zu verbessern.“

Seit Tagen werden die Israelis per Rundfunk und Fernsehen aufgefordert, einen Schutzraum auszuwählen und vorzubereiten, um ihn beim Heulen der Sirenen aufzusuchen. Auf zwei Fernsehkanälen ist eine besondere Unterrichtung der Kinder am Dienstag geplant.

Obgleich offiziell weder die Möglichkeit erneuter Raketenangriffe durch die Hisbollah im Libanon noch die Hamas im Gazastreifen oder gar die allgemeine Angst vor einer iranischen Atombombe erwähnt wird, ist klar, dass das israelische Militär mit dieser umfassenden „Routineübung“ auch den Ernstfall eines Krieges proben lässt.

Solche militärischen Anweisungen gelten übrigens auch für Touristen. Sie würden im Ernstfall eines Krieges ausgeflogen und müssten bei einer akuten Notsituation mit in die Bunker.

Auf der Webseite der IDF und speziell auf der Bunkertrainings-Webseite der Armee wird umfassend über die „nationale Heimfrontübung“ informiert.

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29 KOMMENTARE

  1. Diejenigen, die nicht nur reden,

    sondern sich aktiv für Israel einsetzen wollen,

    können sich bereits jetzt nach einer Flagge umsehen. Entweder zu Demos oder, wenn das wegen zu vieler Faschisten nicht möglich ist,

    irgendwo hinhängen, wo man sie gut sehen kann. Letzteres völlig ungefährlich und ohne persönliches Risiko.

    Für die Freiheit!

  2. Angesichts der Bedrohung durch die umliegenden arabischen Nachbarn eine sinnvolle Maßnahme. So weis jeder Israeli zumindest im Ansatz wo in seiner Umgebung der nächste Bunker liegt und wie er sich zu verhalten hat.

    Das es kurzfristig zu einem Krieg gegen den Iran kommt glaube und hoffe ich nicht.

  3. @ rotgold

    Ihr Vorschlag ist gut, aber den Satz

    “ (…) können sich bereits jetzt nach einer Flagge umsehen. (…) irgendwo hinhängen, wo man sie gut sehen kann. Letzteres völlig ungefährlich und ohne persönliches Risiko.“

    kann man nicht mehr unterschreiben. Erinnern Sie sich bitte an Duisburg im Januar dieses Jahres.

  4. Am Dienstag passiert nichts.
    In naher Zukunft wird es einen Luftschlag geben, einen „Warn-Luftschlag“, damit kennen sich auch die Musels in Deutschland aus z.B. „Warnstiche“,“Warnschüsse“,Warnprügel“ etc.!
    Wenn`s nach mir ginge, sollten die Israelis diesen Idioten bis in die Steinzeit zurückbomben!
    Let`s roll!!!

  5. #6 Blood Brother

    Aber die ganze islamische Welt lebt doch bereits (oder noch) in der Steinzeit. Auch wenn sie Internet und moderne Waffen benutzen, so haben sie sich geistig nicht weiterentwickelt.

  6. #4 rotgold

    Selbst auf dem Land kann man keine Israelflagge mehr ans Fenster hängen. Im Büro musste ich sie auch abhängen, da der Bistrobesitzer mich haftbar machen wollte, wenn ihm Türken und Marrokaner die Bude deswegen kleinschlagen. In diesem Zusammenhang musste ich auch die Deutschlandfahne abhängen.Und das in Gelnhausen.

    Nun hängen beide Fahnen hinter meinem Schreibtisch.

    norbert.gehrig@yahoo.de

  7. wird umfassend über die “nationale Heimfrontübung” informiert.

    Ist die „Heimfront“ sowas wie ein Aufstand unzufriedener Senioren im Sanatorium, gegen den Speiseplan, oder bezeichnet der Begriff Reserveübungen der Animationsteilnehmer bei der Morgengymnastik?

  8. Im Grunde sind die Israelis ja immer irgendwie im Daueralarmzustand. Sie haben inzwischen ein dickes Fell.

    So sieht diese Übung an der Heimatfront wohl von außen dramatischer aus, als sie wirklich ist.

    In einem Kibbuz im Norden Israels geht das Leben seinen normalen Gang, man freut sich an den schönen Dingen des Lebens und an Musik, viel Musik.

    Bitte sehen Sie selbst….

    http://www.rungholt.wordpress.com/

  9. #8 Norbert Gehrik
    Du bist ganz schön mutig, wenn das dein Klarname ist.
    Hier in Kölle heisst es: Ey, isch weiz wo dein haus wohnt, isch mach dich Messär!
    Also Fahnen kannste hier vergessen, es sei denn, du hast vor zu renovieren!
    Aufkleber am Auto sind auch nicht ratsam: Drei neue Antennen, ich mach es nicht mehr!

  10. wie kann es sein, dass bereits seit langer Zeit schlimme, hysterische Typen auf dem Domplatz massiv Stimmung gegen Israel verbreiten dürfen?
    Wie läßt sich das eigendlich verhindern, oder soll mit gleicher Münze (Verbrechen der Palästinenser) dargestellt werden? Diese Typen lassen sich auf keine Diskussion ein, ja sie nehmen eine drohende Haltung ein, wenn man sie auf ihr schändliches Tun anspricht.

  11. Unser letzter Vorposten stellt sich auf dfas Schlimmste ein ………

    und unsere Politiker???????

  12. #4 Schneiderlein (01. Jun 2009 10:18)

    #8 Norbert Gehrig (01. Jun 2009 11:07)

    Völlig richtig. Ich denke an folgendes:

    Die Flagge entweder entlang von Bahnstrecken hochhalten, so dass sie vom Zug aus gut gesehen werden kann.
    Das wäre kein gefährlicher Eingriff in den Verkehr, Reaktionen von grüner SA bräuchten auch zu lange. Selbstverständlich das Ganze in einem ländlichen Gebiet.

    oder

    dort irgendwo hinhängen, z.B. an Bäume. Das wäre noch ungefährlicher, die Flagge kann man dann natürlich abschreiben. Je nach Situation muss es einem aber das wert sein.

    Ich bin oben ungenau gewesen, selbstverständlich kenne ich die Bilder vom Fascho-Mob aus Duisburg.

    rotgold

  13. Falls jemand einen guten Witz sucht:

    die Arabische Liga hat das israelische Atomwaffenprogramm als bedrohlicher als Irans Urananreicherung bezeichnet. Die arabischen Führer haben US-Präsident Barack Obama aufgefordert. mehr Druck auf Israel auszuüben, um den Umfang des Programms offenzulegen.

    http://www.faktuell.de/content/view/2746/1/

  14. #17

    Der Witz ist, daß im Moment Ägypten, Jordanien und die Saudis Israel gegen Kritik der amerikanischen Linksregierung in Schutz nehmen. Verkehte Welt? Eine Reihe von arabischen Staaten beten insgeheim, daß Israel lieber heute als morgen den Job gegen den Iran erledigt.

  15. Hallo Wienerblut,
    Hoffen dass es Krieg gibt tun nur Perverse.

    Dass es Krieg geben wird, können Realisten nicht leugnen.
    Ich bin ein Iranischer Bahai und kenne die Sorte von Herrn Ahmadinejad oder seinen Führer Khamenei. Sie werden die Bombe benutzen, wenn sie sie mal haben.
    Wir können natürlich auch Vogel Straus Politik betreiben und uns in die Tasche Lügen.
    Warum auch nicht, du sitzt wahrscheinlich in
    Österreich und ich im sicheren BRD.
    Es geht ja nur um 5 Millionen Juden,und nicht um wichtiges.
    Schade dass wir hier keine Smilies haben.

  16. Ich bin ein Iranischer Bahai und kenne die Sorte von Herrn Ahmadinejad oder seinen Führer Khamenei

    Hallo Softy,

    was ist eigentlich aus den Bahai-Führern geworden, die im Iran festgehalten wurden?

    Ich mag die Lehre der Bahai, auch wenn ich sie natürlich nur oberflächlich kenne und hoffe, es geht ihnen im Iran nicht allzu schlecht.

    Smilies gibt es. Einfach : + ) oder ; + )

  17. #1 cgs (01. Jun 2009 09:59)
    „Kriegt der Giftzwerg morgen was auf die Mütze?“
    Wann sind denn die Wahlen?

    #2 rotgold (01. Jun 2009 10:07)
    „Diejenigen, die nicht nur reden, sondern sich aktiv für Israel einsetzen wollen, können sich bereits jetzt nach einer Flagge umsehen. Entweder zu Demos oder, wenn das wegen zu vieler Faschisten nicht möglich ist,irgendwo hinhängen, wo man sie gut sehen kann. Letzteres völlig ungefährlich und ohne persönliches Risiko.“

    Wo soll man sich denn am besten hinhängen? An einen Baukran? Stimmt, das wäre wirklich völlig ohne Risiko…

    😉

  18. Hi,

    wer wie Obama glaubt das Problem liese sich durch einen Palästinenser Staat lösen und es gibt dort Frieden, der irrt und hat nicht aufgepasst! In der Bibel steht es nämlich, dass Israel keinen Frieden mehr sehen wird.
    Ich schätze, dass Israel demnächst erledigt, was Bush noch erledigen wollte!!! – IRAN –
    Bush hatte mehr Verständnis für die islamische Gefahr als die ganzen Quaksalber von EU und USA zusammen. Wer immer noch glaubt, dass Islam Frieden heißt, kennt einfach den Koran nicht. – Du sollst den Juden und den Christen nicht zum Freund haben – Wo immer du den Ungläubigen findest, töte ihn! (etwas frei übersetzt) – Entweder wir oder sie!!! Wenn sie an das Paradies der Jungfrauen nach ihrem Gebombe glauben, dann sollte man ihnen vielleicht eher diesen Wunsch erfüllen, damit wir in Ruhe weiter leben können. Klingt hart, aber realistisch betrachtet, lässt sich das Problem nicht anders lösen. Sorry, wenn man das so hart sagen muss, aber darf man das überhaupt heute noch so sagen???

  19. #22 bush (01. Jun 2009 18:21)

    Hört, hört, den Meistersänger des Satzbaus. Genauer lesen und studieren bitte …

  20. Fundgrube
    Palis immer friedlicher!

    Die israelische Armee hat heute Morgen an der Grenze zum Gaza-Streifen einen Terroranschlag verhindert. Zwei bewaffnete Palästinenser hatten sich dem Sicherheitszaun nahe dem Übergang Kerem Shalom genähert, um dort einen Sprengsatz zu legen. Beim anschließenden Schusswechsel wurden die beiden Täter erschossen. Außer dem Sprengstoff führten sie noch zwei Maschinenpistolen der Sorte AK-47 und Handgranaten mit sich.

    Am gestrigen Donnerstag passierten 111 Lastwagen mit humanitären Hilfsgütern den Übergang Kerem Shalom in Richtung Gaza. Beinahe täglich werden mehr als 100 Lastwagenladungen und 450 000 Liter Treibstoff in den Küstenstreifen transferiert.

    Frage: „Wer braucht den“? Ist der für die Luxusschlitten der Hamas-Führer? Oder basteln die damit „Molotow-Cocktails“?

  21. „Brothers in arms und die zwei Staaten Theorie!“

    Noch Stunden später war der große Blutfleck im Treppenhaus zu sehen. Er war nur eine von unzähligen Spuren, die ein massiver Schusswechsel zwischen Sicherheitskräften der palästinensischen Autonomiebehörde (PA) und einer Zelle der islamistischen Widerstandsbewegung Hamas am Wochenende in einem Wohnhaus in Kalkiliyah im Westjordanland hinterlassen hatte. Sechs Menschen, darunter drei Polizisten und zwei ranghohe Hamaskämpfer, fanden in dem Gefecht ihren Tod, die Frau des Wohnungseigentümers verlor ihre Hand, nachdem sie eine Handgranate auf die Polizisten geworfen hatte. Das Gefecht hat nicht nur eine ganze Stadt in Angst versetzt, es hat den zähen Versöhnungsgesprächen, die Vertreter von Hamas und Fatah seit Wochen in Kairo führen, ein jähes Ende gesetzt. Nichts scheint im Augenblick ferner als ein Schulterschluss zwischen den Islamisten, die den Gazastreifen beherrschen, und der pragmatischeren Fatah, die die PA im Westjordanland kontrolliert.
    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/gil_yaron_brueder_unter_waffen/

  22. Im Libanonkrieg waren die Araber mit israelischen Pass (Beduinen) auch in den Bunkern.
    Wahrscheinlich unterscheidet eine Kassamrakete nicht zwischen Araber und Israeli.

  23. Die Lebenseinstellung dieser PALAraber lautet seit Jahrhunderten:

    Ich gegen meinen Bruder, mein Bruder und ich gegen meinen Vater, mein Vater, mein Bruder und ich gegen unsere Sippe, und unsere Sippe gegen alle anderen Araber, alle anderen Araber aber gegen ALLE Ungläubigen.

    Zum Hintergrund vielleicht lesen:

    Israel entspricht nicht der Definition einer illegalen Besatzungsmacht. In der Tat sind seine Präsenz im Lande und das legale Anrecht darauf völker­rechtlich anerkannt.

    Der Staat Israel wurde 1948 nach dem Völkerrecht gegründet. Israels arabische Nachbarn akzeptierten dies nicht und begannen einen illegalen Angriffs­krieg, der den jüdischen Staat auslöschen sollte.

    Das jüdische Recht auf Palästina wurde 1922 durch den Völkerbund bestätigt, als die 52 Mitgliedstaaten für das Palästina-Mandat stimmten, welches die Verwaltung des Gebietes an Großbritannien über­trug mit der Bestimmung „ein jüdisches Heimat­land“ zu gründen. Die Mandats-Erklärung hat internationalen rechtlichen Status. Sie bestätigt das historische Recht des jüdischen Volkes auf das Land (Präambel). Sie verleit nur den Juden politische Rechte zur Gründung eines nationalen Staates (Präambel; Art. 2). Nichtjüdischen Einwohnern werden Zivil- und Religionsrechte garantiert, es werden ihnen aber nicht die gleichen politischen Rechte verliehen (Präambel; Art. 2).

    Die Erklärung bestimmt ferner, dass die jüdische Niederlassung im ganzen Lande von der Mandats­macht (GB) gefördert werden soll; sie soll intensiv und auf allem Land, auch auf staatlichem Boden erfolgen, ausser auf dem für öffentliche Zwecke benötigten (Artikel 6).

    Als staatlicher Boden galt der größte Teil Palästinas. Dabei handelte es sich um Gebiete, die niemandem privat gehörten (und automatisch von der Adminis­tration übernommen wurden, als die türkische Herrschaft aufhörte, weil die Türken von den Briten im 1. Weltkrieg besiegt wurden).

    Auf den ersten Blick scheint die Mandats-Erklärung gegen die Araber voreingenommen zu sein. Jedoch ist das Gegenteil der Fall, denn zur gleichen Zeit gründeten die Briten und Franzosen viele selbstän­dige arabische Staaten im Nahen Osten, der früher unter türkischer Herrschaft war.

    Zudem hat der Völkerbund auf Drängen Britan­niens die jüdischen Siedlungsrechte in dem östlich des Jordanflusses gelegenen Teils Palästinas einge­schränkt (Art. 25). Dieser Teil machte 80% von Gesamt- Palästina aus. Dann trennte der britische Kolonialsekretär Winston Churchill dieses riesige Gebiet ganz vom Heimatland der Juden ab und schuf ein Land unter der Herrschaft des Haschemi-ten Abdullah. Mit Transjordanien (später Jordanien) wurde ein völlig künstlicher Staat geschaffen, den es nie in der Geschichte gegeben hat.

    Die Araber im westlichen Palästina unterscheiden sich ethnisch nicht von ihren Brüdern in Trans­jordanien bzw. Jordanien. Jordanien ist ein palästinensischer Staat.

    Nur ein kleines Überbleibsel westlich des Jordan, etwa halb so groß wie die Schweiz, blieb für jüdische nationale Bestrebungen.

    JÜDISCHE „SIEDLUNGEN“ LEGAL
    In den verbliebenen 20% Palästinas, einschließlich Gaza, dem „Westjordanland“ und einem Teil der Golanhöhen, sind die jüdischen Siedlungsrechte nie begrenzt, enthoben, annulliert, überholt oder ersetzt worden. Die jüdischen Rechte für „enge Besied­lung“ treffen rechtlich (erst recht) für das verbliebene Palästina westlich des Jordanflusses zu.

    Es mag für manche eine Überraschung sein, aber Juden können völkerrechtlich in Gaza, Hebron, Bethlehem, Nablus, Ramallah und sonstwo in Palästina leben – ebenso wie in Haifa, Tel Aviv und Jerusalem. Die Mandats-Erklärung von 1922 für Palästina trifft genauso für Gaza, Judäa und Samaria („Westjordanland“) wie für Israel inner­halb der sogenannten „grünen Linie“ zu.

    Einige mögen fragen, ob die Mandats-Erklärung noch heute Gültigkeit hat, da der Völkerbund nicht mehr existiert. Außerdem hat Großbritannien das Mandat aufgegeben, nachdem es seine Mission nicht erfüllt hat. Nun, ebenso wenig, wie ein Testa­ment mit dem Tode des Erblassers oder Testaments­vollstreckers ungültig wird, so auch nicht die Mandats-Erklärung. Als Ironie des Schicksals hat Israel als verantwortliche Nachfolger-Administra­tion in Palästina, nachdem Großbritannien seinen Posten verlassen hat, sogar die Pflicht, die Mandatsaufgaben zu erfüllen, einschließlich der Besiedlung des Landes.

    Die Vereinten Nationen (UNO) haben als Nach­folger des Völkerbundes die Gültigkeit aller Mandatsobligationen bestätigt, indem sie diese in ihre eigene Charta (Satzung) übernahmen, speziell mit Artikel 80 (die „Palästina-Klausel“ genannt). Die Jüdischen Siedlungsrechte sind deshalb sowohl vom Völkerbund als auch von der UNO garantiert, zweifellos zum Verdruss der Befürworter eines zweiten Palästinastaates.

    UNO-RESOLUTION 181

    Obwohl dem UNO-Partitions-Plan von 1947 in der Geschichte Israels ein hoher Platz eingeräumt wurde, ist es tatsächlich die Mandats-Erklärung, die den jüdischen Staat und die Siedlungsrechte legal rechtfertigen. Da der Teilungsplan erwähnt wurde, wollen wir nun die arabischen Forderungen betrachten.

    Da die arabischen Palästinenser nie einen selb­ständigen Rechtsstaat mit territorialen Rechten dar­stellten, können sie nicht behaupten, dass Israel illegal ihr Land okkupiert. Im Gegenteil stehen die jüdischen Rechte fest.

    Die arabischen Palästinenser berufen sich heute mit ihrer Forderung nach einem (weiteren) palästinen­sischen Staat auf den Partitions-Plan, auch UNO-Resolution 181 genannt. Der Plan war ein Vorschlag zur Gründung eines jüdischen Staates und eines zweiten arabischen Palästinastaates auf den verbliebenen 20% des Landes. (Jordanien ist, wie gesagt, der erste palästinensische Staat und auf 80% von Palästina aufgebaut.) Dies ist eine weitere jener Ironien, da die ganze Arabische Liga, einschließlich der „palästinensisch-arabischen“ Führung, genau diesen Plan 1947 ablehnten und Krieg gegen Israel führten, um so den Disput militärisch zu erledigen.

    Der Partitions-Plan hat heute keine Rechtskraft. Die Resolution wurde nie ein rechtgültiger Gegenstand internationaler Gesetzgebung. Obwohl die UNO-Generalversammlung ihn angenommen hatte, wurde er NICHT vom Weltsicherheitsrat ratifiziert, da der arabische Angriff gegen Israel die Resolution irrele­vant machte. Israel hatte die Resolution akzeptiert. Die Araber lehnten sie ab und beschlossen einen Angriffskrieg. Die Resolution war davon abhängig, von BEIDEN Seiten akzeptiert zu werden, sie war deshalb seitdem nicht mehr vor der Versammlung. Nur Weltsicherheitsrats-Resolutionen sind rechtlich vollziehbar. Resolutionen der Generalversammlung sind zunächst Vorschläge, Empfehlungen, aber geben keine rechtliche Grundlage.

    Trotz der absurden Situation zahlreicher, von ver­schiedenen UNO-Gremien ausgehender Resoluti­onen, einschließlich der Resolution 1397 des Sicher­heitsrats (März 2002), die im Widerspruch zur UNO-Verfassung palästinensische Eigenstaatlich­keit unterstützt, gibt es KEIN Recht, das den paläs­tinensischen Arabern irgend einen Teil von Palästina mit erkennbaren Grenzen gewährt. Die Resolution 1397 bestätigt nur eine „Vorstellung“ von Eigen­staatlichkeit für die palästinensischen Araber, etabliert jedoch kein gesetzliches Recht dafür. Zudem bleibt das Recht der Juden, sich überall in Palästina niederzulassen, weiterhin gültig.

    Auf Grund der rechtlichen Situation stellte die damalige US-Botschafterin bei der UNO, Madeleine Albright, (obwohl sie die Konzessionen Israels an die Palästinenser unterstützte) fest: „Wir akzep­tieren einfach nicht die Beschreibung der Terri­torien, die Israel 1967 einnahm, als besetztes palästinensisches Gebiet“.

    Zahlreiche Experten auf dem Gebiet des Völker­rechts, wie Douglas Feith, Eugene Rostow und Stephen Schwebel, argumentierten überzeugend, dass Israel ein gesetzliches Besitzrecht für Gaza und das „Westjordanland“ hat.

    Die UNO, die EU oder internationale Gerichte mögen das bestehende Recht garantieren, oder sie mögen es ignorieren. Das ändert nichts an der Tatsache, dass Israel NIE eine widerrechtliche Besatzungsmacht war oder heute ist.

    Quelle: Haschiwah – Die Rückkehr, Nr. 2, 2002 – 5762, Dr. Hillel Goldberg, Herausgeber, David B. Goldberg, Redakteur, Eine Publikation der Lema’an Zion, Inc.

    Nahost-Friedensprozess-Historie-Besetzung_Stand ES April 2006

    Interessantes auch zu der Herkunft der „Palästinenser“.

    http://www.digmuenchen.de/contray/html/nahostkonflikt/nahostkonflikt-historie/palaestina—fragliche-identitaet/

    Mal endlich mit Lügen aufräumen, auch wenn Obama das anders sieht, er hat KEIN Recht dazu…….weder Jerusalem zu teilen, noch die Siedlungen aufzugeben.

    Die Geschichte der vergangenen Jahrtausends rechtfertigt keine Vorstellung oder politische Kontrolle eines „arabischen Jerusalem” heute.

    http://www.digmuenchen.de/contray/html/nahostkonflikt/nahostkonflikt-historie/jerusalem/

  24. Letzte Woche antwortet mir ein Kommilitone auf mein Statement „Ich habe in Deutschland noch nie Rassismus gespürt und das obwohl ich „orientalisch“ aussehe, darüberhinaus kenne ich niemanden, der in HH je damit konfrontiert wurde“ dass er (Kurde)sich hier ständigem Fremdenhass und Vorurteilen gegenüber sieht. Es läge daran, dass ich weiblich sei und meine ebenfalls orientalischen Freunde eben jüdisch, aber er als Kurde, ebenfalls orientalisch, erst recht als Moslem steht hier vor unüberwindbaren Vorurteilen.

    Nun, ich muss mich korrigieren, ich habe hier recht oft in HH Rassismus kennengelernt, aber das liegt an meinem Davidstern und darüber haben sich immer und ausschließlich (!!) nur „orientalische“ Herrschaften laut und abwertend geäußert.

    Also bin ich jetzt ein Rassismusopfer in Deutschland?

    Und die Flagge im Fenster, ist ja wie eine Zielscheibe. Wer das Risiko eingeht, sollte auch schriftlich von seinen Bürgerrechten zurücktreten und ist sowieso ein untragbares Risiko für das Gesundheitssystem- eine destruktive Kraft im Land quasi!

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