Jetzt oder nie: Demokratie

iran-protest-domWährend im Iran bis zu einer Million Demonstranten ihr Leben riskieren, um Freiheit zu fordern und Präsident Obama sinniert, wie er sich verhalten kann, um sich nicht bei den islamischen Menschenschindern unbeliebt zu machen, zeigten einige tausend Iraner in Köln ihre Solidarität für den Volksaufstand in der Heimat. Mit Parolen wie „Die Diktatur muss weg“ oder „Jetzt oder nie: Demokratie“ machten sie deutlich, dass es im Iran nicht mehr darum geht, ob die eine oder die andere Marionette des Mullahregimes den Präsidenten macht. 

iran-protest-frauDer Wahlbetrug Ahmadinedschads war der berühmte Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt. Die Iraner wollen jetzt frei werden von der blutigen Islamdiktatur und demokratisch das Schicksal ihres Landes bestimmen. Die Protestierenden von Köln legten großen Wert darauf, keiner bestimmten politischen oder religiösen Strömung zuzugehören.

Frauen mit Kopftuch waren jedenfalls unter den Demonstranten seltener als im üblichen Kölner Straßenbild – die absolute Ausnahme – und auch die Gruppe um die iranischen Kommunisten dominierte nicht die Kundgebung. Statt dessen in der großen Mehrzahl jener typische Mittelstand, Eliten und ihre Nachfahren, die vom muslimischen Mob Khomeinis vor 30 Jahren aus ihrer Heimat vertrieben wurden, und die hier bestens integriert qualifizierten Berufen nachgehen, jene Perser eben, die sich so deutlich von dem zu uns verschickten Prekariat analphabetischer Türken und Araber unterscheidet.

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In einem Flugblatt berichten die Perser von den derzeitigen Zuständen im Iran:

Das alltägliche Zivilleben ist am Wochenende besonders in der Hauptstadt völlig unmöglich geworden. In jedem Stadtteil – besonders im Zentrum – patroullieren teils schwer bewaffnete Einheiten. Doch der Kampf wird nicht ausschließlich zwischen Staatsapparat und Oppositionellen ausgeragen. Seit Ahmadinedschads Propagandarede und der anschließenden Siegesdemonstration durch die Brennpunkte der Innenstadt am Sonntag, bewaffnen sich sich zivile AnhängerInnen Ahmadinedschads mit Schlagstöcken und gehen höchstpersönlich gegen die DemonstrantInnen vor; in diesem Zeichen wurde das Studentenwohnheim Teherans schwer demoliert und in Brand gesetzt.

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Die iranische Opposition verfügt inzwischen über eine Namensliste mit 20 getöteten Protestierern. Auch in Köln blieben die Iraner, die für die Demokratisierung ihrer Heimat demonstrierten, weitgehend unter sich. Die übliche rotgrüne Demoschickeria Kölns war weit und breit nicht zu sehen, von linksfaschistischen Friedhofsschändern, die gerne mit Fahnen der von der iranischen Dikatatur geförderten Terrororganisation Hisbollah durch Köln-Kalk krakeelen ganz zu schweigen.