Kirche rettet islamische Gemeinde in Geldnot

Die türkische Gemeinde im westfälischen Greven ist durch die Wirtschaftskrise in Not geraten und kann ihr Gemeindezentrum nicht mehr aus eigener Kraft sanieren: „Es zieht hier im Gebäude aus allen Ecken, im Winter haben alle gefroren“, klagen die Muslime. Doch während vielen anderen gar keiner hilft, haben sie die Nothelfer der evangelischen Kirche zur Seite, die sich anstrengen, das Geld für sie zu sammeln.

Ilja Kryszat, Presbyterin der Gemeinde, wollte helfen und hatte die Idee einen Spendenaufruf zu starten. „Da muss man doch über die religiösen Grenzen hinaus helfen“, ruft sie alle Grevener – ob Protestanten, Katholiken oder Muslime – zur Hilfe auf.

Am dringendsten benötigt wird natürlich Geld, um die Renovierung in Angriff nehmen zu können. Aber auch über die Hilfe von Handwerkern würde sich die muslimische Gemeinde freuen. Für die Ausstattung der Räumlichkeiten werden auch Sachspenden gesucht. Stühle und Tische werden dringend benötigt, Küchenmöbel, Geschirr, Besteck, Töpfe und, und und werden gesucht.

Die Christen sollen spenden, die Muslime dürfen ausnahmsweise auch, schließlich geht’s ja um sie, aber sie müssen selbstverständlich nicht. Sind große deutsche Unternehmen in Not und entlassen massenhaft Mitarbeiter, ist das anscheinend „normal“. Ist eine Moschee in Not, hilft ihr dagegen die Kirche.

(Spürnase: Kaffee)