Nicht „Ausländer“ – Moslems sind das Problem

Nicht Ausländer - Moslems sind das ProblemIch bin es jetzt endgültig leid. So sehr ich die Bundesrepublik schätze, so sehr ich die Deutschen als (ehemaliges) Kulturvolk schätze, jetzt platzt mir der Kragen. Ich fühle mich diskriminiert. Nein, nicht so, wie der Leser es vermuten würde – ich habe es satt, für dumm gehalten zu werden. Und gerade das ist von staatlicher Seite der Fall.

Zur Aufklärung: Ich bin ein Ausländer. Ich fand in der Bundesrepublik eine neue Heimat, nachdem meine beim jugoslawischen Sezessionskrieg zerbomt wurde. Hier hat man uns sehr geholfen. Die Deutschen waren wirklich super. Sie gaben uns ausreichende finanzielle Unterstützung, bis wir auf eigenen Füßen stehen konnten.

Ich selbst kam nach einem Eignungstest aufs Gymnasium – so wie jeder andere, den ich kannte, der aus meinem Land kam. Ich musste mich dort nicht besonders anstrengen, da das Bildungsniveau in NRW … naja, sagen wir einfach, ich hatte keine Schwierigkeiten in der Schule. Nun studiere ich. Alles normal.

Nein, nicht alles. Es macht mich langsam wirklich wütend, wie die Politik mit uns umgeht. Sie halten uns alle für zurückgeblieben. Was soll das, Ausländerquoten bei der Polizei, Schulen, bei der Vergabe von Jobs. Als ob wir dämlicher wären als Deutsche und man uns aus Mitleid einen Job anbietet. Danke, nein! Wir würden es sehr gerne aus eigener Kraft schaffen.

Und jetzt erscheint in der Bild der auch bei PI veröffentichte Bericht zur Integration. Die prozentuale Häufigkeit, kriminell oder arbeitslos (oder beides) zu werden, liegt bei 200%, wenn man Ausländer ist. Auch das ist absolut falsch!

Die Wahrheit ist eine andere. Die prozentuale Wahrscheinlichkeit, kriminell oder arbeitslos zu werden, liegt bei 200%, wenn man Türke, Araber, Albaner oder Ähnliches ist. Jeder zweite Türke in Berlin ist arbeitslos. Natürlich zieht das die Gesamtstatistik nach unten, schließlich ist mehr als die Hälfte aller Ausländer dort türkisch. Wenn man die Türken herausrechnet, bleibt zwar immer noch eine etwas höhere Prozentzahl übrig, aber gerade mal um 5-6% – nicht um 200%.

Ich kenne keinen europäischen Ausländer, der arbeitslos wäre, und die Hälfte der Leute, die ich kenne, sind Ausländer. Da war nur ein Pole, den ich um zwei Ecken kenne, der ein halbes Jahr arbeitslos war. Dieser hat aber nun einen Job und gibt sein Geld so gut aus, wie er es kann. Meine türkischen Bekannten sind allerdings zu ca. 60% arbeitslos. Alle Araber, die ich kenne, haben keinen Job. Ich kenne übrigens Leute aus allen Schichten, so dass man mir nicht vorwerfen kann, ich wäre nur im „Arbeitslosenmilleu“.

Ein noch schlimmeres Beispiel? Der Integrationsgipfel. Ganz großes Kino. Da waren NUR moslemische Vertreter, türkische Verbände usw. Warum gab es keine polnische Delegation oder eine serbische oder eine italienische? Scheinbar hat nur ein gewisser Teil der Ausländer Anpassungsschwierigkeiten, wegen denen man einen ganzen „Gipfel“ ausrufen muss.

Die Politik und die Zeitungen müssen langsam mal trennen. Es gibt kein Ausländerproblem hier. Und Ausländer sind nicht unintegrierbar oder krimineller sowie chancenloser als Deutsche. Das wäre pauschalisierend, so als ob ich sagen würde, dass Deutsche Nazis sind. Das trifft einfach nicht zu.

Die Kriminellen kann man auf folgendes reduzieren: Männlich und Kulturmoslem. Die Arbeitslosen kann man meistens auf Kulturmoslems reduzieren.

Ich weiß, dass das die Politik nicht hören will. Aber langsam muss sich da etwas bewegen in dieser Frage. Ich werde diesen Gastbeitrag leicht abgeändert einigen Zeitungen schicken. Mal sehen, wer diese (wahren) Feststellungen ignorieren wird, und wer nicht.

(Gastbeitrag von Amir)