„Manche meinen lechts und rinks, kann man nicht velwechsern. werch ein illtum.“ Wie Recht er doch hatte, der österreichische Dichter Ernst Jandl (1925 – 2000). Da beklagt SPD-MdB und Vorsitzender des Bundestags-Innenausschusses Sebastian Edathy den Anstieg der Zahl von Delikten mit rechtsextremem Hintergrund im Jahr 2008 (bis Ende Oktober) auf knapp 12.000 und fordert einen „Demokratiegipfel gegen Rechts“.

Edathy kritisiert dabei „fraktionsübergreifende Vorbehalte“ gegen eine Vorlage der Länder Sachsen-Anhalt und Brandenburg, die Anfang 2009 im Bundestag beraten werden sollte. Die Initiative strebt unter anderem an, dass Strafen für rechtsextreme Gewalttaten grundsätzlich nicht mehr zur Bewährung ausgesetzt werden können. Er halte das wegen der besonderen Abscheulichkeit für angemessen, sagte Edathy.

§ 56 Strafgesetzbuch, der die Strafaussetzung zur Bewährung regelt, würde nach der vorgeschlagenen Änderung in Absatz 3 lauten: Bei der Verurteilung zu Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten wird die Vollstreckung nicht ausgesetzt, wenn die Verteidigung der Rechtsordnung sie gebietet.

„Zur Verteidigung der Rechtsordnung ist die Vollstreckung in der Regel in den Fällen des § 47 Abs. 1 Satz 2 geboten.“

Dieser Satz 2 soll wie folgt aussehen:

„Unerlässlich zur Verteidigung der Rechtsordnung ist die Verhängung einer Freiheitsstrafe in der Regel, wenn die Tat von menschenverachtenden, rassistischen oder fremdenfeindlichen Beweggründen oder Zielen mitbestimmt war.“

Die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages Petra Pau (Die Linke), die den Täter im Fall Mannichl zu kennen scheint, sich aber vermutlich wegen der Gewaltenteilung scheut, ihn preiszugeben (oder weil sie Denunziantentum ablehnt, wie einst Lale Akgün) meint mutig, „dass es nicht ausreicht, bei jedem Anlass, wie zuletzt dem furchtbaren Anschlag auf den Passauer Polizeipräsidenten aufgeregt mit den Flügeln zu schlagen“. Sie fordert deshalb eine „Länder und Regierungsressorts übergreifende Gesamtstrategie“.

Außerdem zeigte sich Pau beunruhigt über den Vorfall. Es sei allerdings „nichts Neues“, dass Mandatsträger, die gegen Neonazismus eintreten, aus der rechten Szene bedroht würden. Auch Bundestagsabgeordnete seien betroffen. „Wir stehen in der Regel unter besonderem Schutz – aber was ist eigentlich mit den Leuten, die täglich von Rechtsextremisten bedroht werden?“ Welch ein Jammer, dass wir diese beiden unerschrockenen Verteidiger der Demokratie und weitere Gesinnungsgenossen nicht schon 1933 gehabt haben, dann wäre uns das ganze Nazi-Elend erspart geblieben und wir bräuchten uns jetzt nicht mit Neonazis herumzuschlagen.

Leider versäumen es Edathy, Pau und andere, uns zu erklären, welcher Art diese Straftaten sind und worin ihre besondere Abscheulichkeit liegt sowie darauf hinzuweisen, dass von den bis jetzt registrierten 13.985 Delikten mit rechtsextremem Hintergrund im Jahr 2008 nur 735 Gewaltdelikte waren – bundesweit wohlgemerkt (die Gesamtzahl der registrierten Gewaltdelikte im vergangenen Jahr betrug 210.880). Und die übrigen? Keine Bagatellsachen, aber auch keine Verbrechen, die den braven Bürger zögern lassen, nachts auf die Straße zu gehen, also z.B. Verbreiten von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen (§ 86 StGB) oder Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen (§ 86a StGB), das heißt im Klartext etwa: Zeigen des Hitlergrußes, Hakenkreuzschmierereien, Singen und Verbreiten von Nazi-Liedern, Verwenden von Hakenkreuzfahnen; auch die Holocaust-Leugnung gehört dazu (erfüllt den Tatbestand der Volksverhetzung nach § 130 StGB). In der Polizeilichen Kriminalstatistik 2008 tauchen die Begriffe „rechts“, „rechtsextrem“ oder „rechtsradikal“ übrigens überhaupt nicht auf (bei einem Anteil von knapp 0,2 Prozent an der Gesamtkriminalität kein Wunder und die „besondere Abscheulichkeit“ hatten die Verantwortlichen vor dem Hinweis von Herrn Edathy vielleicht noch gar nicht bemerkt).

Wir wollen doch nicht hoffen, dass in unserer Volksvertretung Leute vom geistigen Format eines Jürgen Dupper (SPD) sitzen, des Passauer Oberbürgermeisters, der im Gegensatz zu seinem Münchener Kollegen nicht für ein kabarettistisches Faible bekannt ist und im ZDF geäußert haben soll, das Messerattentat auf (den Leiter der Polizeidirektion Passau) Alois Mannichl wäre schlimmer als alles, was zu Zeiten der RAF passiert wäre (zur Erinnerung: Mannichl hat überlebt, 34 RAF-Opfer nicht).

Auffallend ist nur, dass sich diejenigen, die so vehement die Kriminalität von rechts bekämpfen, gegenüber der Kriminalität muslimischer Migranten vornehme Zurückhaltung auferlegen. Offenbar kennen die Damen und Herren bei der SPD, der Linkspartei und den Grünen die bittere Erkenntnis von Carl von Ossietzky:

„In Deutschland gilt derjenige als viel gefährlicher, der auf den Schmutz hinweist, als der, der ihn gemacht hat”

und wollen sich nicht dem Vorwurf der Ausländerfeindlichkeit oder gar des Rassismus aussetzen, weil sie dann nicht mehr auf Bewährung hoffen könnten.

Dabei gibt es auf diesem Feld Zahlen, die einem wirklich das Blut in den Adern erstarren lassen können. So hat die Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig allein für die Bundeshauptstadt festgestellt: Von der Gesamtheit der Intensivtäter [Täter mit mehr als zehn – einschlägigen – Straftaten] haben 80 Prozent einen Migrationshintergrund. Davon fallen 45 Prozent auf arabische Täter – die einen ganz geringen Teil der Berliner Gesamtbevölkerung ausmachen – und 34 Prozent auf türkischstämmige Täter. 18 Prozent „deutschstämmige“ Personen werden als Intensivtäter geführt. Nach einer Studie des Bundesinnenministeriums (Muslime in Deutschland, hrsg. vom BMI, Juli 2007) ist jeder vierte junge Anhänger des Islam zu Gewalt gegen Andersgläubige bereit. Man hat nie gehört, dass auf der Deutschen Islamkonferenz beim Bundesinnenministerium oder gar auf dem Integrationsgipfel der Bundeskanzlerin über diese Bedrohung gesprochen wurde. Die Reihe ließe sich noch fortsetzen. Aber meine Erfahrung aus Briefen an staatliche und kirchliche Repräsentanten zeigt: Niemanden scheinen diese Zahlen zu beunruhigen. Vielmehr plappern die meisten die Formel „Der Islam ist eine Religion des Friedens“ nach. Und die gewaltbereiten Muslime wollen uns sicher nur erschrecken, so wie die beiden Kofferbomber von Köln. Die wahre Gefahr kommt bei uns von rechts!

“Der Islam, diese absurde Gotteslehre eines unmoralischen Beduinen, ist ein verwesender Kadaver, der unser Leben vergiftet. Er ist nichts anderes als eine entwürdigende und tote Sache.”

Ich würde nie wagen, mich so über eine Religion – egal welche – zu äußern. Aber der dies gesagt hat, war immerhin der Vater der modernen Türkei: Mustafa Kemal Pâscha “Atatürk”. „Die Geschichte lehrt die Menschen,“ – so lässt uns Mahatma Gandhi (1869 – 1948) wissen – „daß die Geschichte die Menschen nichts lehrt.“ Das hatte lange vor ihm schon ein arabischer Historiker erkannt: ’Abu al-Hasan Ali ibn al-Husayn al-Mas’udi (895 – 956): „Aus der Geschichte können wir lernen, daß noch nie aus der Geschichte gelernt wurde.“ Doch hilft uns das letztlich genauso wenig weiter wie die Erkenntnis von Kurt Schumacher (1895 – 1952, SPD-Vorsitzender): „Kommunisten sind rotlackierte Faschisten“. Oder doch?

Rainer Grell

Der Verfasser sieht sich weder rechts noch links, sondern bekennt sich zu Werner Fincks „Radikaler Mitte“, wohl wissend, dass ihn das keineswegs gegen den Vorwurf des Rechtsextremismus schützen wird. Damit muss – jedenfalls einstweilen – jeder leben, der sich zu diesem Themenkreis öffentlich äußert.

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23 KOMMENTARE

  1. Leider, leider.

    Auch in diesem unseren hochgepriesenen Land der Freiheit gibt es Situationen, wo die Wahrheit ein schnelles Pferd benötigt.

    Ansonsten geht es ab in den Bau.

    Die dies so gerichtet haben, wissen, daß sie es gerichtet haben.

    Mehr sage ich nicht — sonst brauche ich womöglich ein schnelles Pferd….

  2. Aus dem Eingangstext:

    Außerdem zeigte sich Pau beunruhigt über den Vorfall. Es sei allerdings „nichts Neues”, dass Mandatsträger, die gegen Neonazismus eintreten, aus der rechten Szene bedroht würden. Auch Bundestagsabgeordnete seien betroffen. „Wir stehen in der Regel unter besonderem Schutz – aber was ist eigentlich mit den Leuten, die täglich von Rechtsextremisten bedroht werden?”

    Erstaunlich ist, dass diese geifernde Nullnummer namens Petra Pau über Dinge schwafelt, die noch nie in irgendwelchen Medien erwähnt wurden, denn man darf absolut sicher sein, dass die angebliche Bedrohungen von Parlamentariern durch die rechte Szene von den Medien genüsslich ausgeschlachtet worden wären.

    Vergessen zu erwähnen hat diese Hetzschleuder Pau allerdings, dass von nicht allzu langer Zeit eine türkischstämmige Bundestagsabgeordnete von Türken telefonisch so bedroht wurde, nur weil sie öffentlich gegen das Kopftuch ausgesprochen hatte. Diese Abgeordnete wurde wegen dieser Bedrohungen sogar eine zeitlang unter persönlichen Begleitschutz gestellt.

    Was für ein unfähiges, inkompetentes, mieses und verlogenes Dreckspack sitzt da eígentlich in unseren Parlamenten und wird von uns, seinem Arbeitgeber, großzügig durch die uns abgepressten Steuergelder alimentiert?

  3. “Unerlässlich zur Verteidigung der Rechtsordnung ist die Verhängung einer Freiheitsstrafe in der Regel, wenn die Tat von menschenverachtenden, rassistischen oder fremdenfeindlichen Beweggründen oder Zielen mitbestimmt war.”

    Damit kann man aber auch die Museln greifen, das haben die wohl nicht gewollt.

    Ja, da gebe ich denen sogar Recht: Der Fall Manichl toppt alles, was die RAF verzapft hat. Insbesondere den Pfusch. Nicht wahr Manichl, da zitterte wohl die Heldenhand, als du das Lebkuchmesser schwangst.

  4. Lächerlich diese Figuren!

    Pau sollte sich mal lieber Gedanken um die Kriminalität ihrer eigenen Kommunisten-Freunde machen.

  5. „Strafen für rechtsextreme Gewalttaten grundsätzlich nicht mehr zur Bewährung ausgesetzt werden können.“

    Ja nanu! Hatten uns im hessischen Wahlkampf, als es um Jugendkriminalität ging, zahlreiche SPD-Politiker nicht immer wieder darauf hingewiesen, dass härtere Strafen niemanden abschrecken und daher sinnlos seien?

  6. Zu den propagandadelikten, stand vor nicht langer Zeit mal was in der Zeitung.
    Irgendwo in Bogenhausen wars wimre, wurden ungefähr ein Dutzend Autos mit Hakenkreuzen verkratzt. Das treibt den rechtsextremen Straftatenindex latürnich gleich mal um 12 Zähler oder wenns manchmal nicht nur eins war sogar noch weiter hoch. Die Polizei ermittelt selbstverständlich ausschliesslich gegen rechts. Dabei würden die eher in der linken Szene fündig. Aber vielleicht finden sie ja die Täter wenn sie einmal knapp um die Erdkugel rum sind. Zumindest vorsätzliche Sachbeschädigung kenn ich jetzt eher von linken Chaoten, schlicht der Tatsache geschuldet, dass es da wesentlich mehr von gibt. Wer das nicht glaubt, soll sich mal die Stimmenanteile der NPD und der Linken anschauen.

  7. oder Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen (§ 86a StGB), das heißt im Klartext etwa: Zeigen des Hitlergrußes,

    Oder in Österreich, wenn man 3 Bier bestellt XD

    Ansonsten diese ganze Blödsinn zeigt, dass es ÜBERHAUPT KEINE rechte Gefahr gibt. Gestern diese Zungenstrecken-Initiative, heute wollen sie allen einsperren, wieso bauen wir nicht eine antifaschistische Schutzmauer? (Hoffentlich liest der Edathy nicht, sonst kommt er noch auf Ideen)

    Mal ne Frage: angenommen eine Tat hat tatsächlich rechtsextremen Hintergrund. Wie wird das rechtskräftig bewiesen? Wenn man eine Glatze hat und ein Verbrechen begeht? Oder wenn ein Weißer einen Türken oder einen Schwarzen prügelt? Woher wissen wir, dass in diesem Fall der Hintergrund rechtsextrem ist, und nicht nur (a) selbstverteidigung, wie es mal der Fall war oder (b) der Türke hat die Mutter des Deutschen als „Sch**ßdeutsche Hure“ beschimpft und deswegen einen auf die Fresse gekriegt. In deisem Fall wäre es ganz umgekehrt, weil der Türke hat rassistische gehandelt.

    Aber ich nehme mal an, diese Gesetzentwurfe richten sich wiederum nur europäische Bürger.

  8. Ich denke, trotz des massiven linkslinken mainstream-terrors sind viel weniger menschen von der islamisierung europas begeistert…
    wir sind lediglich zu gemütlich, um deswegen auf die strasse zu gehen.
    aber wer weiß, in ein, zwei jahren, brüllt auch die schweigende mehrheit gegen das grün-kommunistische zwangs-multikulti. denn die mohammedaner werden in ihrer siegesgewissheit einen fürchterlichen fehler begehen, der ganz europa die augen öffnet: ich fürchte, sie werden einen dom sprengen oder einen ranghohen vertreter des christentums ermorden, etwa den papst. was dann los ist, können wir uns vorstellen. traurig, daß unsere politiker das nicht sehen wollen.

  9. Der Inder Edathy soll nach Hause gehen und sich dort um das Kastenunwesen kümmern. Da gibt es (viel) mehr Unrecht zu beseitigen als hier.

    Sebastiboy, merkst du nicht dass du einfach nur noch peinlich bist mit deiner Quichotterie gegen „Rechts“ ??

  10. Edathy ist der Prototyp des linken Polit-Clowns: unfähig wie die Roth, nachweislich nichts geleistet wie die Nahles, trotzdem im Bundestag. Ein hohler Phrasendrescher, der es entweder nicht besser weiss oder – viel wahrscheinlicher – bewusst manipuliert und wider die Wahrheit spricht.

    Die erste Qittung hat seine Partei bei der EU-Wahl erhalten. Ich hoffe, die nächste Klatsche kommt bei der Bundestagswahl.

  11. Hi,
    ICH KANN NUR NOCH MAL WIEDERHOLEN:
    WAS WÜRDEN WIR MACHEN;HÄTTE ES DEN ADOLF NICHT GEGEBEN????
    SENDER HÄTTEN NICHTS MEHR ZU SENDEN,
    GRÜNE (UND NICHT NUR DIE) HÄTTEN NICHTS MEHR UM ZIPFELMÜTZEN ZU DISZIPLINIEREN,
    ANTIFA UND LINKE FASCHISTEN MÜSSTEN SICH EINEN NEUEN GRUND ZUM PÖBELN UND ZERSTÖREN
    SUCHEN.
    DER KAMPF GEGEN RECHTS WÜRDE GEGENSTANDSLOS
    WERDEN, UND MAN MÜSSTE SICH UM WIRKLICHE PROBLEME KÜMMERN.
    WAS WÜRDE GUTMENSCH DANN NUR TUN, WO IHM DOCH DANN ALLE BEGRÜNDUNG SEINES GESCHWAFELS FEHLEN WÜRDE???
    fragt sich angesichts dieser grauenvollen Vorstellung
    Yogi

  12. Allmählich schwant mir, dass die Muslime recht haben.

    Allah der Allmächtige hat den Westen betört, um ihn wehrunfähig zu machen.

    Anders ist es nicht zu erklären.

    Zum Glück weiß ich, dass ich nur dreimal das islamische Glaubensbekenntnis ableiern muss, um auf die sichere Seite zu wechseln.

  13. Der Name Edathy reicht, um bei mir Brechreiz auszulösen. Das ist doch der, der sich so vehement für die doppelte Staatsbürgerschaft für Türken einsetzt. Sein Vater soll übrigens mit größtem Widerwillen die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen haben, habe ich irgendwo gelesen. Der Himmel möge verhindern, daß der bei den kommenden Bundestagswahlen noch einmal gewählt wird. Die Chancen stehen gut, vielleicht rutschen die Sozis unter 20%

  14. Schaut mal jemand ins studivz, da bezeichnet ein JU-Stadtvorsitzender in der Gruppe “Junge Union Deutschlands” unter dem Thread ‘Ausbreitung des Islams’ den Völkermord an den Armeniern als “armenische Lügen” und fügte noch an, alle Türken würden so denken. Man muss in der Diskussion vielleicht eine Seite blättern, um diese Aussagen zu finden!!

  15. „fremdenfeindlich“?

    Gott sei Dank wird nicht auch noch „inländerfeindlich“ genannt. Das muß selbstverständlich weiter von den Linksfaschisten gefördert werden.

  16. Zum Kampf gegen rechts aufzurufen ist politisch korrekt und ungefährlich.
    Bei Aufrufen zum Kampf gegen linke oder
    Islamisierung ist im ersten Fall politisch unkorrekt und im zweiten Fall lebensgefährlich.
    So einfach ist das.

  17. In der Tat: Der „Kampf gegen Rechts“ hat sich in den letzten Jahren – beflügelt vom Medien-Mainstream – zur politisch korrekten Keule der Linken entwickelt.

    Man fährt den Karren in den Dreck und sucht nach Schuldigen. Möglichst lautes Wiederholen simplifizierender Sprüche und die Pflege von Feindbildern helfen beim Ablenken vom eigenen Versagen. Und wenn Argumente fehlen, pöbelt man Andersdenkende an. Genau wie es der linke und der rechte Mob auf der Strasse vorexerzieren.

    Les extrêmes se touchent toujours – und manchmal wäre eine kritische Analyse hilfreich. Auch wenn es beide Seiten nicht wahr haben wollen: Die wirklichen Feinde der Rechten sind nicht links, sondern in der freiheitlichen, pluralistischen Mitte, und genau dort sind auch die Feinde der Linken. Der Gegensatz liegt in den Wertekategorien: Steht das Individuum als oberster Wert im Zentrum – oder das Kollektiv? Die Freiheit des Einzelnen oder die Unterwerfung unter den Primat einer Gruppe? Der einzelne Mensch oder die islamische Ummah? Darf jede Frau über ihre Lebensweise frei entscheiden – oder sollen machistische Musel-Männchen über sie verfügen, angefangen von den Kleidervorschriften über die Beschneidung bis zur Zwangsverheiratung und zum Ehrenmord?

    Alle linken und rechten Systeme, auch die als Religion kaschierte Ideologie des Islam, neigen zum Kollektiv, dem das Individuum untergeordnet wird. Der Gegensatz zwischen Hitler und Stalin, Pinochet und Mao, Pol Pot und Achmadinejad war und ist viel kleiner, als es die freiheitsfeindlichen Despoten behaupten: Egal ob Nationalsozialismus oder Sozialismus, ob Kommunismus oder der Islam als gefährlichste Ideologie des 21. Jahrhunderts: Es ging und geht immer um den Primat des Kollektivs, zulasten des Individuums, zulasten der Denkfreiheit, zulasten der Meinungsfreiheit, zulasten der Entscheidungsfreiheit. Darum wurde Giordano Bruno auf dem Scheiterhaufen der katholischen Kirche verbrannt, darum wurde Salman Rushdie in einer islamischen Fatwah zum Tod verurteilt.

    Je stärker der Glaube an eine rechte oder linke Ideologie, desto grösser ist der Freiheitsverlust für den Einzelnen. Der absolute Wahrheitsanspruch endet immer in der Bekämpfung von Andersgläubigen, Abweichlern, Apostaten, Atheisten und Agnostikern. Darum hat sich Hitler mit islamischen Führern und zeitweise auch mit Stalin und der kommunistischen Mafia in Moskau gut verstanden. Und genau darum verstehen sich viele Linke und Rechte so gut mit den islamischen Gesinnungsgenossen: Die Intoleranz gegenüber Andersdenkenden ist ihre Gemeinsamkeit. Der Antisemitismus ist nur eines von vielen Beispielen.

    Faschismus und Antifaschismus sind austauschbar, genau wie der rechte und linke Pöbel auf der Strasse. Genau wie die rechten und linken Absonderungen im Internet. Da lobe ich mir Internet-Seiten wie pi-news.net, denn die setzen sich wenigstens für die Werte der Aufklärung und der persönlichen Freiheit ein, da dürfen sich religiös gestützte Menschen, die einen der weltweit über 2850 Götter anbeten (godchecker.com, zit. in WELTWOCHE 14/09), genau so äussern wie Ungläubige, Atheisten und Agnostiker. Genau wie es die Aufklärer Voltaire, Kant und andere gescheite Leute gefordert haben.

    Aber eigenes Denken und kritisches Hinterfragen ist halt anstrengend. Und gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen. Darum fühlen sich so viele wohl im abgestandenen Stallgeruch irgend einer Ideologie. Egal ob links oder rechts. Nichts steht auf ihrer Streichliste so weit oben wie die hart und bitter erkämpften Errungenschaften der Aufklärung.

  18. #20 Tantalos (20. Jun 2009 17:46)

    Der Gegensatz zwischen Hitler und Stalin, Pinochet und Mao, Pol Pot und Achmadinejad war und ist viel kleiner, als es die freiheitsfeindlichen Despoten behaupten: Egal ob Nationalsozialismus oder Sozialismus, ob Kommunismus oder der Islam als gefährlichste Ideologie des 21. Jahrhunderts: Es ging und geht immer um den Primat des Kollektivs, zulasten des Individuums, zulasten der Denkfreiheit, zulasten der Meinungsfreiheit, zulasten der Entscheidungsfreiheit.

    Pinochet würde ich in Deiner Galerie von Sozialisten (= Kollektivisten, Totalitaristen, Massenmördern) nicht aufführen, einige andere wie Kim, Castro, Che Guevara dagegen schon.

    Pinochet gehört in die durchaus reputierliche Reihe von Generälen wie Franco oder Kemal Atatürk, die die sozialistische Pest zum Teufel gejagt haben, ganz folgerichtig auch personifizierte Hassobjekte der Linken sind.

    Ansonsten sehe ich das genauso. Die politisch-ideologischen Grenzlinien verlaufen allein zwischen

    Kollektivismus und Individualismus
    Sozialismus und Liberalismus.
    Unfreiheit und Freiheit

    …oder wie man das sonst noch nennen mag.

    Folgt bereits bereits aus rein logischen Gründen. 😉
    Das eine widerspricht dem anderen nämlich jeweils kontradiktorisch.

    Entweder man ist sozialistisch oder liberal. Das eine schließt das andere notwendig aus.

    Alles was möglich ist, ist eine gewisse „Gemengelage“ totalitärer und liberaler Elemente in den einzelnen Köpfen.

    N-Sozis, I-Sozis, M-Sozis und auch R-Sozis gehören alle in dieselbe Schublade und arbeiten entprechend emsig zusammen.

    Geradezu kurios, wie sie manchmal doch aufeinander einprügeln; heute mit Vorliebe auf ihren zudem eingebildeten „Feind“ N-Sozialismus, dem sie zwecks Irreführung den Namen „Faschismus“ verpaßt haben.

    Das sind Ablenkungsmanöver, auf die nur Dummköpfe reinfallen.

    Aber Dummies sind leider in der Mehrheit, vor allem in D. Fast schon typisch auch für PI, daß Dir bisher niemand geantwortet hat. War wohl „zu hoch“. 😉

    Wie Du schon sagtest:

    Aber eigenes Denken und kritisches Hinterfragen ist halt anstrengend. Und gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen. Darum fühlen sich so viele wohl im abgestandenen Stallgeruch irgend einer Ideologie. Egal ob links oder rechts. Nichts steht auf ihrer Streichliste so weit oben wie die hart und bitter erkämpften Errungenschaften der Aufklärung.

    Ratio

  19. Edaty wird nur fürs sitzen blöde Klappe aufreissen bezahlt, über diesen Deppen ärgere ich mich schon lange nicht mehr, wer nit Ramon Schack und Abdul Näher sich abgibt, gehört in die Klappsmühle.

  20. 163 flambierte Autos allein in diesem Jahr.

    Kann es sein dass SPD bis SED den Bürgerkrieg einüben?

    Denn bei Wahlen nähert sich die SPD zügig der von ihr und den linken Medien so verhöhnten FDP mit ihrem 18-Prozent-Ziel.

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